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Beschlsse der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) ber Gren und Einheiten.

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ANNALEN DER PHYSIK
5.FOLGE. 1931, B A N D 8 , HEFT1
A. Magnetieohe CtroEen und Einheiten
I n Rellngio wurde 1927 \-om ltalienischen Komitee ein
Vorschlag vorgelegt, eine Einheit des magnetischen Flusses @
1111 praktischen oder ~'olt-Ampere-(~lirn-Yysteiu mit einem bestimmten S:meu anzunehnien. Uer Vorschhg wurde einem
besonderen IJnterausschuB des Reratendeu .4usschusses Nr. 1
(Benennungen) uberwicsen, welcher deli Kameu ,,T?nterausschuB
fiir magnetische Einheiten" erhielt und den1 je eiu Vertreter
von sieben nationalen Ausschiisseri zugeteilt n u d e (Deutschland, Frankreich, GroSbritanuien, Holl:tnd, Italien, Rubland
und I?.S. hmerika). 1111Verluuf der cliesjiihrigen 13eratungene)
wurden noch Vertret.e.r yon weiteren vier Lkidern in deli T!uterausschuB aufgenonimen, niimlich von Sorwegen, Polen!Rumfnien,
Spanien. 2ugleic.h wurden die Aufgahen cles ITnt.erausschusses
erweitert und sein Same geaitdi:rt i i i ,,l~uter;~ussch~ilj
fiir elektrisclie und niagnetische Ehlieiteu uutl GriiSeri".
Der TJnterrtusschuB besc.hloB, die C'GS-Kinheiten, (lie im
J a h r e 1900 iri Paris aiigenoittmcn worden waren, nnchxirpriifen.
Hierzu war zuniiclist. iiijtig, dd3 iiher die grundlegenden Begdsbestinimungen der mngnetischeu CGS - Einheit.en , insbesondere iiber die magnetische I'ermeabilitiit. p ! int.ernationales Einversttindnis herbeigefiihrt wvul.de, denii fiber tliese
R a g e ergaben sich :tbweichenrle Meinungen in iiahezu allen
Landern.
Es herrscht allgelueines Eiiiverstiinclnis, dab im Vakuuni
oder im leeren Raum eine gleic.hm~i6igeinagnetisierende h a f t H
eine gleichmahge und ihr numerisch gleiehe Dichte l j des
1) Mitgeteilt iluf Wunsch dea Deutschen Roiiiitees der Internationalen Elektrotechnischen Kommission.
2) Vgl. ETL 193U, 8.1350.
dnarlan dsr Phyall. 5. Bolge. 8.
1
Pressenotix Nr. 143
2
magnetischen Flusses erzeuge. Hieraus folgt, daB die Permeabilitat po des Raumes oder das Verhaltnis B/H im leeren
Raum der Einheit gleich ist. Es ist indessen daruber gestritten
worden, angenommen, daB im leeren Raum eine magnetisierende Kraft H = 20 (beispielsweise) auch ein B = 20 hervorbrachte, ob die FluBdichte B genau dieselbe physikalische
GroBe wie H sei oder ob H eine GroBe B erzeugt, welche
zwar der Zahl nach gleich, doch physikalisch von ihr verschieden sei.
Wenn H und B physikalisch gleicher Art sind, ist es
nicht nur uberfliissig, sondern sogar irrefiihrend, sie verschieden zu benennen und ihnen verschiedene Einheiten zuzuordnen. Dieselbe Einheit G a u s s , die man der einen GroBe
zuteilte, wiirde auch fiir die andere gelten. Wenn dagegen
die FluBdichte B sich wesentlich von der magnetisierenden
&aft H unterscheidet, wird es notig, verschiedene Namen f u r
diese QroBen aufzustellen, selbst wenn man sich uber die absoluten Dimensionen von B und H nach Lange, Masse und
Zeit nicht einigen kann.
Folgende Definitionen fur die magnetischen GroBen wurden
aufgestellt (die Annahme durch die IEC unterliegt der sogenannten ,,Six-Months-Rule", d. h. die einzelnen Lander haben
sich innerhalb 6 Monaten zustimmend oder einsprechend zu erklaren):
1. Magnetische Feldstkke:
H=-
4nwI
1
F
und H = -
m '
worin bedeuten: H die magnetische Feldstiarke, w die Windungszahl, 1 die Lange einer Spule, F die mechanische Kraftl),
die von dem magnetischen Feld auf eine magnetische Menge m
ausgeubt wird.
2. Die magnetische Induktion B ist ein Vektor, der nach
GroBe und Richtung den Stand der gesamten Polarisation darstellt, die von dem magnetischen Feld herriihrt.
1) Vgl. Fu6note 8. 4. Zur Erleichterung des Setzens wird hier auch
f iir die magnetischen Gr6Ben Kursivschrift benutzt. Die mechanische
Kraft kommt nur an der einen Stelle vor, so daS eine Verwechslung
mit der magnetomotorischen Kraft nicht zu befiirchten ist.
B&BOMdim dm D C i i k CriiSgpG urcd Einl ziten
3
3. Die Permeabiliat p in einem Pnnkt ist t l Verhaltnis
der Induktion B zu dem magnetischen Feld I i u diesem
B
Pnnkt: p = -.
H
4. Die Formel B = p , H stellt die physik, i,chen Beziehungen zwischen den magnetischen GroSen in1 tliuum dar;
po ist eine GroBe von physikalischen Dimensionr ,
Fiir magnetische Stoffe wird diese Formel l? = CI , worin p
disselben Dimensionen wie p, hat.
Die relative Permeabilitiit eines magnetischc Stoffes ist
demnach eine dimensionslose Zahl, deren Wert di 1 11 p/p0 angegeben wird.
5. Die magnetomotorische &aft P ist das 1, ~rcnintegral
des magnetischen Feldes H : F = [H d 1 .
6. Der magnetische FluB CP durch eine Flac I ,\' ist das
Integral der Induktion B durch diese Fliiche: ( = [B d S.
Bei der Tagung in Stockholm wurde fur die iifgaben der
Elektrotechnik die Hypothese angenommen, dal3 I iind H im
leeren b u m verschiedene physkdische Dimensi I inn haben;
infolgedessen ist der Quotient po, die Permeabilit,i tles leeren
%tunes, eine dimensionsbehaftete GroSe und niv t bloS eine
dimensionslose Zahl (im CGS-System). Ferner war I u dariiber
einverstanden, dal3 das Verhaltnis p/po der absoli
abilittit eines magnetischen Stoffes wie Stahl zu let, Permeabilitlit des leeren Raumes seine relative (bezo,: I c'i Permeabilitiit genannt und als reine Zahl angesehen I\ len sollte.
Wenn wir demnach von S t d sprechen, der bc piner bestimmten magnetisierenden Kraft eine absolute Per I 2:tbilitat p
von beispielsweise 1000 hat, so ist dies eine I mensionsbehaftete GroBe von denselben Dimensionen wie lie Permesbilitbt des leeren Raumes po. Wenn wir aber \ O L I seiner
mhtiven (bezogenen) Permeabilitiit p/po sprechen, tl z. B. 1000
betragen moge, so meinen wir eine reine Zahl.
-
N e m e n fiir d i e m a g n e t i s c h e n E i n h e i t e n dea
(
1
>
System.
Ntcchdem man sich iiber die Frage der Perm Ihilitat ge-
einigt ha,tte, nahm der UnterausschuS folgende Nn I ' J I fur die
magnetischen C G S-Enheiten an, entweder einst tiiiiig oder
mit p B e r Mehrheit:
1'
4
Pressenotiz Nr. 143
Magnetomotorische Kraft F I), Einheit G i l b e r t
magnetisierende Kraft H , Einheit O e r s t e d ,
magnetischer FluR 0, Einheit Maxwell,
magnetische FluBdichte, Induktion B, Einheit Gauss.
Das Danische Komitee der IEC legte R e r t darauf, festzustellen, daB zwar der Name O e r s t e d in Amerika f u r die
Einheit des magnetischen Widerstandes benutzt , aber niemals
international angenommen worden ist, und auBerdem, da6
0 e r s t e d sich mit dem magnetischen Widerstand nicht beschaftigt hat; vielmehr hat er das magnetische Feld des elektrischen Stromes entdeckt. Es ware also richtiger, den Namen
O e r s t e d international fur die Einheit der Feldstarke als f u r
die des magnetischen Widerstandes zu wahlen.
Die folgenden magnetischen GroBen des CGS- Systems
sind vorlaufig noch ohne Namen: magnetischer Widerstand,
spezifischer magnetischer Widerstand, magnetischer Leitwert
und Leitvermogen (Permeabilitat). Diese GroBen bediirfen indes
in der Elektrotechnik nicht dringend der Namen.
Name e i n e r magnetischen E i n h e i t im p r a k t i s c h e n
System (VAR)
ubereinstimmend mit einem Vorschlag, den das Italienische
Komitee 1927 aufgestellt hatte, nahm der UnterausschuB eine
praktische Einheit des magnetischen Flusses @ mit dem Wert
von lo8 CGS-Einheiten an und gab ihr den Namen Pramaxwell.
Die Vorsilbe P r a ist dabei als Abkurzung fur ,,praktisch" anzusehen.
Auch stimmte man darin uberein, daB die Vorsilbe pra
geeignet sei, urn von den C G S-Einheiten entsprechende praktische Einheiten abzuleiten.
Bei der Nachprufung der Vorschliige des Unterausschusses
durch den Beratenden AusschuB fiir Benennungen wurde zwar
I ) Nach friiherer Enkcheidung der IEC werden ale Formelzeichen
fur die magnetischen GrijEen Rundschrift- oder andere von den gewShnlichen abweichende Buchstaben henutzt. I n Deutschland hat man
dafur Fraktnr- (sog. deutsche) Schrift benutzt, die seit einiger Zeit nur
in dem Fall verwandt wird, wenn man die Vektoreigenschaft der GrijEe
hervorheben will.
Im F'ranzasischen und Englischen schreibt man die Einheitsnamen
mit kleinen Anfangsbuchstaben, im Deutschen dagegen rnit groEen.
Beschliisse der IEC iiber Gropeelz und Ehheiten
5
der Name Pramaxwell entsprechend der gegebenen Definition
als EinheitsgroBe und -name angenommen, da keine Gefahr
des MiBverstSlndnisses und der Verwechslung besteht ; aber es
sei etwas anderes bei der Schopfung und Benennung anderer
praktischer magnetischer Einheiten nach den Einheiten der
CG S-Reihe, wie das Pragilbert, Praoersted oder Pragauss. Der
Grund liegt darin, daB heute mindestens drei verschiedene
Systeme praktischer Einheiten bekannt sind, namlich die von
a) Maxwell, b) G i o r g i und c) D e l l i n g e r , B e n n e t t , K a r a petoff und Mie. Ferner sind diese drei Systeme in neuerer
Zeit ,,verbessert" worden, indem der Faktor 4 n von der
magnetomotorischen &aft zum magnetischen Widerstand verschoben wurde. Auf diese Art konnte man mindestens zwei
mogliche Werte fur das Pragilbert, sechs fur das Pragauss
erhalten. Unter diesen Verhaltnissen scheint es wunschenswert,
sich fiir jetzt, soweit es sich um die Vorsilbe pra handelt, auf
das Pramaxwell zu beschranken. Die Amperewindung ist
naturlich eine praktische Einheit der magnetomotorischen Kraft,
welche seit langem benutzt wird und frei von Zweifel ist.
B. Elektrieohe ClrBIIen l)
a) BlindgroBen. Die Einheit der Blindleistung wircl var
[Var] genannt [gebildet aus den Anfangsbuchstaben von Volt,
Ampere, reaktiv]. xhnlich kvarh [kVarh], gesprochen Kilovarheure [Kilovarstunde]. Der Name puissance reactive [Blindleistung] wird zunachst beibehalten.
b) Leistungsfaktor. E r wird fur sinusformigen Strom darP
, worin P[W die
gestellt durch =
deutsch
l/P*+ P72
ganze Nutzleistung, P, [ N I ] die ganze Blindleistung, algebraisch
addiert, bedeuten.
c) Das Unterkomitee stellt sich fur die n b h s t e Tagung
die Aufgabe, Vorschlage vorzubereiten fur die Benennung der
vorlaufig ,,puissance r6active" genannten GroBe Pr wie auch
der GroBe J' Pr d t ; ferner Begriffsbestimmungen und Namen
vorzuschlagen fur die unwirksamen (non actives) GroBen bei
[
v m l
1) Die in eckige Klammern gesetzten Bemerkungen gehoren nicht
eum Bericht iiber die Sitzung, sind vielmehr nur Hinweise f~ Deutechland.
6
Pressenotiz Nr. 143. Beschliisse der IEC usw.
nichtsinusfijrmigem Strom; schlieBlich den Leistungsfaktor fur
nichtsinusf ormigen Strom allgemein zu bestimmen.
d) Fur nichtsinusformigen Strom gilt: Scheinleistung 71
[deutsch U I ] . Leistungsfaktor bei einphasigem Strom Pl7.Z
[deutsch N / UTJ.
C. Allgemeinee
a) Durch die Verwendung desselben Namens fur wesensverschiedene physikalische GroBen ist Verwirrung entstanden ;
es wird a d Gramm als Einheit der Masse und der Kraft hingewiesen. Das Unterkomitee wird diese Angelegenheit priifen.
b) Einheit der Frequenz. Der deutsche Vorschlag, die
Einheit der Frequenz Eertz zu benennen, fand nicht die notige
Unterstutzung. Die Begrundung war, daB die bisherige Bezeichnung p / s (Perioden je Sekunde) genuge und eine h i e r u n g
unnotig sei. Der Antrag Ton Deutschland wurde an das Unterkomitee zu weiterer Behandlung zuriickverwiesen.
Oktober 1930.
gez. Strecker.
(Eingegangen 23. November 1930)
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