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Beschlu der Prfungskommission der Fachgruppe fr chemisches Apparatewesen.

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Zeitschrift fur angewandte Chemie
35. Jahrgang S. 629-632
I
lnhaltsverzeichnis Anzeigentefi S. VII.
2. Beschlufi der Prufungskommission der Fach-
gruppe fur chemisches Apparatewesen.)l
Abteilung fur Laboratoriumsapparate.
Von Dr. H. RABE.
(Eingeg. 14.110. 1922.)
B ec h e r g l i i s e r , G l a s s c h a 1 en, U h r g l t i s e r , K o l bea.
Die in dieser Zeitschrift 35, 142 und 145 [1922], vorgeschlagenen
EntwUrfe f i r Gertite haben zu mannigfachen Gegenlufierungen gefiihrt; daraufhin ist auf Vorschlag des Referenten folgender B e s c h l d
zustande gekommen:
A. B e ch e r g l a s er.
Die vorgeschlagenen MaSe werden defiaitiv festgesetzt, jedoch
hat die Fllche des Bodens a/4 Durchmesser des AuBendurchmwsers.
B. G l a s s c h a l e n .
I. K r i s t a l l i s i e r s c h a l e n . Sie haben dieselbe Bodenform wie
die Becberglaser, daher h a t die Bodenflkbe a/4 Durchmesser des
Aufiendurchmessers. Die vorgeschlagenen M&e werden festgesetzt.
11. A b d a m p f s c h a l e n . Die vorgeschlagenen Made werden festgesetzt.
C. U h r g l t i s e r .
Die vorgeschlagenen MaBe werden festgesetzt.
D. K o l b e n .
I. R u n d k o l b e n (enghalsig). Die vorgeschlagenen MaSe werden
festgesdzt. In der Aufstellung der kurzhalsigen Rundkolben fehlt
zwischen den Gr6Ben 2 L und 8 L die Angabe 4 L und 6 L. Das Wort
,,ev.* in der Erlluterung f d l t fort. Der Satz hei5t also ,,die Rundkolben bis 1000 ccm haben umgebogenen Rand, von da ab aufgelegten
Rand, der bereits bei 100 ccm beginnen kann".
11. W e i t h a l s r u n d k o l b e n . Die vorgescblagenen MaSe werden
festgesetzt. Das Wort .ev." in der Ellauterung flllt fort. Noch grSBere
audere Halsdurchmesser, wie sie fur Ruhrkolben benStigt werden,
werden einer splteren Beschlufifassung vorbehalten.
K j e l d a h l k o 1b en.
Die vorgeschlagenen MaBe werden festgesetzt.
Fra k t i o n s k o l ben.
Die vorgeschlagenen Ma5e werden festgesetzt, jedoch erhalten die
GrSSen 50 und 100ccm kugelftirmige Gestalt.
111. S t e b k o l b e n ( e n g h a l s i g u n d w e i t h a l s i g ) . Die vorgeschlagenen Mal3e werden festgesetzt. *
IV. E r l e n m e y e r k o l b e n . Sowohl bei den enghalsigen wie bei
den weithalsigen Kolben wird die GrtiI3e 250ccm ersetzt durch die
beiden Gr6den 200 und 300ccm.
Hierfiir werden folgende Ma5e festgesetzt:
1. Erlenmeyer, enghalsig.
panze GrSBter WandHals- AuBerer Innerer
Inhalt
Htihe
stlrke
lloge H a l s - 8
Hal@
30
20
17,5-18,5
200
125
73
a/4-11/4
88
3/4-11/4 30
30
27,5-28,5
300
147
2. Erlenmeyer, weithalsig.
74
3/4-11/4 30
40
37,5-38,5
200
106
90
3/4-11/4
40
40
37,5-38,5
153
300
Der enghalsige Kolben von 1000 ccm erhllt 40 mm iiu5eren Halsdorchmesser und daher 37-38 mm innerer Halsweite.
Die von der Prtifungskommission beschlossenen Einheitsformen
werden auf der nlchsten Hauptversammlung zur endgtiltigen Annahme vorgelegt werden.
,,Nachtrag zum 1. BeschluR".
Die Angabe ,,die Thermometer bis 30O0 sind nnter Druck gefiillt"
wird erglnzt durch folgenden Satz: ,,Wlhrend die Kapillaren der
Thermometer bis 250° luftleer sind, sind sie bis 30O0 mit 0,l Atm.,
bis 360° mit 1 Atm. und bis 50O0 mit 18 Atm. Druck (absolut) geflillt."
[A. 244.1
-
Neue Arzneimittel.
Von Dr. J. MESSNER, Darmstadt.
(Eingeg. 27.17. 1922).
Wer sich uber neue Arzneimittel orientieren will, hat gewohnlich
den Wunsch, all das in einer diesbezuglichen Abhandlung zu finden,
was gerade sein Interesse enveckt. Dieses 'Interesse geht aber nicht
bei allen Lesern solcher ArtikeI konform. Der eine wird sich mehr
fiir neue, synthetisch hergestellte chemische Praparate interessieren,
I)
Vgl. Ztschr. f. angew. Cbem. 35,154 [1922].
Angew. Chemie 1922. Nr. 88.
I
3. November 1922, Nr. 88
der andere fur Geheimmittel und wieder ein anderer fiir alles Neue.
Das zu bringen; ware auch das richtige, allein bei der groden Anzahl
von neuen Geheimmitteln und Mischpraparaten, deren Einfiihrung
sich mit mehr oder weniger Recht auf die Beobachtung und Erfahrung
von eiuzelnen drzten oder Klinikern oder schlie5lich auf die nicht
selten mil Unrecht herangezogene B ii r g i sche Theorie stutzt, ist e b
nicht moglich, alles in geordneter Form, vollstiindig und doch kompendios und in Gruppen chemischer oder pharmakologischer Art zu
sichten, abgesehen davon, dai3 den Zeitschriften in bezug auf Ersparnisse von Druck und Papier gewisse Grenzen gezogen sind. Die Bearbeitung eines Aufsatzes uber neue Arzneimittel wird deshalb stels
von der individuellen Beurteilung des Autors abhiingig sein, sowTohl
in bezug auf das, was e r bringt, als auch wie er es bringt. Wenn e r
nicht ganz schematisch verfahren will, mufj es ihm bis zu einem gewissen Grade freigestellt bleiben, .das nach seinem Ermessen Wichtipste zu bringen. Ich richte mich zumeist bei der Auswahl der zu
besprechenden Praparate nach den Quellen, obwohl ich nicht behaupten will, da6 eine einwandfreie wissenschaftliche Zeitschrift gerade
irnmer nur einwandfreie Praparate oder deren Besprechung In ihreii
Spalten zulieae. Das zu beurteilen, ist oft sehr schwer, wic es auch
schwer zu beurteilen ist, ob im Einzelfalle die Arbeit eines Soldschreibers vorliegt. Um nun jedem etwas zu bringen, werde ich nicht
nur die fiir die Chemotherapie ganz besonders wichtigen Neaheiteii,
sondern auch kleine Praparate anfiihren, wenn im Einzelfalle fur Interessenten ein beachtenswerter Hinweis gemacht werden kann. Diesen
werde ich dann aber entsprechend kurz fassen. An eine strengc
Gruppierung der Arzneimittel werde ich mich nicht halten.
Eine der wichtigsten Arzneigruppen der Neuzeit bilden die organischen Farbstoffe I ) , seitdem Pyoktanin und Methylenblau Schule
gemacht haben und das Trypaflavin Eingang in die Therapie gefunden
hat *). Schon B r o w n i n g , der das Trypaflavin als Antiseptikum
fur die Wluidbehandlung empfohlen hat, begann mit der Anwendung
nahe verwandter Farbstoffe, indem er neben dem Trypaflavin, dem
3,6-Diamido-lO-methylacridiniumchlorid, auch d a s P r o f 1 a v i n , das
3,6-Diamidoacridiniumsulfat, in Vorschlag brachte, das sich, abgesehen
von der Surekomponente, vor dem erstgenannten durch einen Mindergehalt von einer Methylgruppe unterscheidet. Inzwischen hat man
eine ganze Reihe von Farbstoffen, welche nahe Verwandte des Trypaflavins darstellen, auf ihre bakterizide oder antibakterielle Wirkung
untersucht, wie z. B.
3,6-Diamidoacridinchlorid,
2,7-Dimethyl-3,6-diamidoacridin (Acridingelb),
2,7-Dimetbyl-3,6-diamido-l0-metbylacridiniumnit~t
(Brillantphosphin),
2,7-Dimethyl-3,6-diamidodimetbyl-lO-methylacridiniumnitrat
(Brillantphosphin-Imino),
2,7-Dimethyl-3-dimethylamido-6-amido-l0-methylacridiniumchlorid(Flavizid),
2,7-Dimethyl-3,6-1nethyldiamidomethyla~ridiniumnitrat
(Cadmiumdop, pelverbindung),
2,7-Dimethyl-3,6-diamidomethylacridiniumnitrat(Cadrniumdoppelverbindung),
2-Athoxy-6,9-diamidoacridinhydrochloIid(Rivanol).
Die Konstitution dieser Farbstoffe ergibt sich aus folgenden Beispielen:
H~N-L-N(J-NH?
/\
CH, Cl
Trypaflavin
CH\,'
I
,
H
C f\CH,,
i
H~N\)
N
-j/l~~,
A
CH, NO,
Brillantphosphin
NH,
\,,
H,N"
N
H , N ~N ()N(cH,),
,A
CH, Cl
Flavizid
Rivanol
Neben den Cadmiumdoppelverbindungen (und den schon seit
Jahren ,bekannten Silberverbindungen) des Trypaflavins wurden auch
Kupfer- und Golddoppelverbindungen auf ihre bakteriziden Eigenschaften gepriift I ) , vorlaufig haben dieae Prlparate aber fur die
Therapie noch keine Bedeutung erlangt, weshalb von ihrer Besprechung abgesehen werden kann, urn so mehr als ihre Konstitutioll
noch der Aufklarung harrt. Dagegen haben F 1 a v i z i d und R i I) lntereeaenten verweiae ich ant die von mir verfaate Broschiim fiber
Anilintarben in der Therapie', Mercks wissenechalU. Abhandlungen Nr. 37
(Verlag von E. Merck, Darmatadt).
9 Vgl. Ztechr. f. angew. Chem. 32, I, 383 [1919].
s, Vgl. Berliner, Berliner klin. Wocllecbr. 177 [1921].
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