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Beschreibung mehrerer Prismenstereoskope und eines einfachen Spiegelstereoskops.

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schicbt, in eiiieu lnit schwarzeu Letteru auf weifsem Papier gcdruckteu Text Figureu eiuzufugeu, welche weil's auf
sclirvarze~n Grund ausgefiihrt siud. Die deln Auge passeudstc Schrift wiirde blaue Letteru auf weil'seni Gruiid
scyu oder scliwarze Letteru atif eiiieln nacli deln rotlieu
Eiidc tles Spectrum biu licgeudeii, vielleiclit ciiiein i n dns
Oraiigc ziebendeu Gelb. Dafs eiu im Alter weitsichtig
werdcudcr die Coiivexbrille zuerst bei dem Leseu gebraucbt
h a t iiiclit alleiii seiiieii Gruud in der Kleiulieit der Schrift,
s o u d c t ~aucli
~
iu dein Vcrhalken des schwarzeii Pigments
uud der wcifseu Gruudlage ztiin Auge. Schwarze Letteru,
welclic die Sclirift als stark licrvorspriiigeud perspectivisch
tlarstelleii, siutl besoiidcrs iiiizweckmafsig, da das Augc
ciii Zuriicktrctcu derselbeii gegeii die Gruudlagc verlniigt
iiiclit ciii Hervortreteu vor dieselbe.
XII I.
U
Bcsclir eil ung rnehrercr Prismenskereosk o p
R ekes
~
einfachen Spiegelstereoskops ;
von H. W . D o c e .
B e i Bilderu, welche iiiit weil'seu Liuieu auf schwarzeiii
Gruiid gezeicliiiet siud, treteu die durch Spiegelung vou der
uubclegteu Vorderfliiclie des Glases entstehendeu schwlcbcren Nebenbilder oft sichtbar uebcu deln vou der belegten Hiuterfliiche eiitstchciiden Hauptbilde hervor. Zur Bcseitigung derselbeu ist es daher uiithig totalc oder inetalliscbe Reflexion anzuweudeu. Aufscrdeln kauu der Verdacht entsteheu, dafs bei eiiier stereoskopischeu Erscheinuug,
iu welcher die Couturen sicb uicht vollstandig deckeu, diel's
ciiier Unvollkommeuheit der Zeicliiiuugeii zuzuschreibcii
sey. Der Wuusch diese in6glicheu Fcblerquellcu bei den
iu der vorhergehendeu Abhaudluug beschriebeneu chromatiscben Versuchen zu bcseitigcri, fuhrte zur Coustruction
folgcuder Stereoskope.
i 84
I.
Prismenslereoskop
b e s t e h e o d 811s e i n e m Prisiiin iind
e i n e r fiir e i n A u g e e n t w o r f e n c n Z e i c h n u n g .
Die Bediugiing cincr wirklichen Idcntitat h i d e r Ausichten kann iiatiirlich nur erfullt wcrden, weun nicht zwci
Zeichnungen betrachtet werdeii , sondcrii nur eiue. Bci
Betrachtnng eiues Gegenstandes im Spicgcl kebrt sicli derselbe iu Bezichuug auf rechts und links uin. Bci allcii
stereoskopischen Darstellungcn , welche nur in dem Sinuc
vcrscliieden siud, dafs die eiue eiii Spiegelbild dcr andern
ist (uud liicrzu gcliiireii dic meisten, sclbst dic vcrwickeltstcn der bisher verfiffcntlichten, z. B. fast sSiiimtliclic dcr
schiiucn von H e s s e m e r entworfeuen und voii A l b c r t iu
Frankfurt a. M. lierausgegeben Kdrpermodcllc) , kaun also
das wirklicbe Spiegelbild der cincn dic Zcicliniing fur das
aiidcrc Auge vcrtrctcu. Solchc Zeichiiungcii kiiuiieii einfache U~nkel~rungen
gcnanut wcrdcii im Gcgcnsatz zu deiicii, bci wclclicii die aiif dic Vcrbiiidungsliiiic beidcr Augcii lollircclit diircli die Mittc des Kiirpcrs gelegte Ebcnc
diesen nicbt symmetriscli tlieilt. Uctraclitct inaii durcli cin
glcichschenkliges reclitwiiikliges Prisuia, dcssen Brecliungsebcuc horizontal liegt, welches also so gestellt ist, dafs scinc
Hypotetiuseufllche lothrccht stclit, der rcchte Winkcl dcs
Prisma also horizoutal licgt , eincu aufrecht stcbcuden Gegenstand, so wird dieser aufrcclit an seiucr Stelle gcblieben seyn, aber er wird wie eiu Spicgclbild seine rcchtc
Seite mit seiner linkeu vertaiischt haben. Durch eiii solchcs P r i m a licst man daher deli in Lettern ausgefuhrteii
Salz wic eine gewiihnlichc Druckschrift, ebeiiso kehrt sicb
ein Profil in das cntgegeugesetztc iiiii. Betrncbtct ma11 iiiiii
die fur das liuke Auge im gcwiiliuliclieu Stereoskop cntworfene Zcichuung eincs KiJrpers vermittelst des vor das
rechte Auge gehaltenen Prisma, so wird linter der Voraussetzung, dafs beidc Projectionen cinfache Umkehrungen
von einander sind, diese Zeichnung als eine fur das rechte
Auge etitworfeuc erscheiuen. Fur das linke bloke Auge
bleibt abcr das Bild unverlndert, und da es leicht ist,
durch Drehcu des Prisma um ciac dcr auf der Brccliungs-
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ebeiie seukrechten Kauten beide Bilder zum Decken zu
bringcu, so tritt das Relief sogleicli in iiberrascliender
Scharfc hervor.
Halt inan bei unveranderter Lage der Zeichiiuug das
P r i m a vor das linke Auge, so ercheint, wenn der Gegcustand als durchsichtig gedacht mird, also der Ansiclit sowohl eine aukere convexe als eiue innere coucave Oberfliicbe darbietet, dieser in der Weise verandert, d a b die
Vordcrflaclie zur Hiuterflsche geworden ist uud umgekehrt
diese zu jener. Hiugegeii ersclieiut der Kijrper vollkommen unversndert, d. h. derselbe wie im ersten Falle, wcnn
inan mit dew vor das linke Auge gehaltenen Prislna die
fur das rechte Auge entworfenc Zeichuung betrachtet , imiiicr vorausgesetzt, dala er zriglcich iuit dem audereu unbewaffiieteti Auge betracbtet wird. Stellt die Zeicbiiung eilien Kiirper dar, welcher wie eiue gerade oder abgekiirzte
Pyrntnide nur ein in Beziehung auf die Flache des Papiers
eutmcdcr convexcs oder coiicnve~Relief geben kanu, so
ersclieiut dieselbe Zeichiiuug fiir das For das eine huge
gchaltenc Prisma in stereoskopischer Combination init dem
anderen bloLen Auge als coilvexes Relief, wcnu das l'risma
hiugegeii vor das andere Auge gelialten wird als coucaves.
Dreht inau die Zeichnuug, weuii das Prisma vor demselbeu Auge bleibt, in ihrer Ebene, so erscheint sic bei der
Drehuug um 90" durch Decken ideutiscber Bilder als ebene
Projectiou, hingegen verwandelt sic11 das concave Relief iu
ein convexes, weun die Zeichiiuug i n ihrer Ebenc um 180"
gedreht wird. Bei dieser Drcliuug ist vorausgesetzt, dafs die
Hypoteniiseoflache stets lothrecht oder nahe lothrecht ubcr
der bet raclit et en Zeichnuug s t eh t.
W a s die GrijTse des Prisma betrifft, so siud, wcuu
iuan es aus freier Haud gebraucht, gute Verhiiltnisse, w e m
die Cathete eiuen Zoll laug, die Breite 3 Zoll betragt. 1st
cs in eirie cylindrische Ri)lire gefafst und an eiueln StBnder hoch und tief zu stellen, so genugen Prismcii, in welc h die
~ Hiihe des rechtwinkligeu Drciecks iioch uicht zwei
Liuien betragt.
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2. Prismenstereoskop bestebend aus einem Prisma und
z w e i 5 e ic h u n ge n.
Wahrend das vorhergeheude Stereoskop der vollkoiiimenen Identitat der beiden Projectionen gcnugt uud aufserdem den Vortheil totaler Reflexion gewshrt, also Nebenbildcr vermeideu hfst, aber uur auf einfachc Umkehrungeii
anzuwenden ist, enthalt das folgende niclit diese Beschrlnkung, entbehrt aber deswegen des ersten Vortheils. Bci eiufachcn Umkehrungen legt mau dieselbe Ansiclit doppelt uebcii
ciiiander uud projicirt das durch das Prisma geselieue Bild
der einen aiif das lnit blobem Auge geselienen der audcrii.
Bei unsymmctrischen Ausicbten legt man die fur das rechtc
Auge entworfene rechts, und projicirt dieselbe durch das
vor das rechte Auge gebaltcnc P r i s m auf eiue links darueben liegetide Zeichnuug, welclic das gczcicliuete Spicgclbild der ini gewiilinliclicn Stcrcoskop fur das Luke i\ugc
entworfeneii ist.
3. Prismenstereoskop bestellend nus eiuem H e v e r s i o o s p r i s m ? i i n d z w e i Zeiclinungen.
Das Revcrsioosprisma kelirt eiueu Gegeustaud vollst~udig urn, sowohl in Beziehung auf rechts uud links, als ia
Beziehung auf obeu und uuten. Mau legt fur unsyninie-.
trische Projectionen die fur das gewihuliche Slercoskop
entworfeuen Zeichiiuugen in umgekehrter Lage uebeu eiuander und projicirt die durch das Reversionsprisma gesehene Zeichnuug auf die auderc mit blofsem Auge gesehene.
4.
Prismenstereoskop bestehend a u s z w e i Prisiuen und
z\v e i 5 e i c h iin g e n.
RIan halt zwei gleiche gleichschenklige rechtwinklige
Prismeii lnit lotlirecht gehaltenen Hypotenusenflachen einzelii vor beide Augeu, am bestcu so, dafs die beiden Hypotenusenflscheu ciiiander zugekehrt sind, und bringt die
nebeu eiuauder liegenden Zeichuungen durch Neiguog der
Prisnieu zum Decken. Dieses Stereoskop ist wie das vorige
fur alle Zeichuuogeu auwendbar, uud wenii die Prismen in
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~ylindriscbeRiihren gefafst an einem Stativ befestigt sind
eine aufserst bequeme Vorrichtung.
5.
S p i e g s l s t e r e o s k o p m i t zw-ei Z e i c h n u n g e o und einem
e b e II e n Met n l l s p i e g e 1 ode r A b 1es u o g s p r i s m a.
Man legt die fur das linke Auge entworfene Zeichnung
horizontal und betrachtet dieselbe mit blolsem linken Auge.
Vor das recbte Auge halt man einen kleinen Metallspiegel
oder ein Ablesungsprisma und betracbtet bei eiufachen Figureu dieselbe in eiuer lothrechten Ebene gehalteiie Zeichnung in analoger Lage oder fur unsymmetrische Darstellungen eine Zeichnung, welche das Spiegelbild der fur das
rechte Auge entworfenen Projection ist.
Es wird zweckmafsig seyn unsymmetrische Kiirperansichten gleichzeitig auf beide Seiteu des Blattes zu zeichnen, UUI auf diese Weise sogleich das Spiegelbild zu erhalten.
Alle bier angegebenen Apparate kbnnen auch von deneu
angerveudet werden, bei welchen die Sehweite des recbten
Auges eine andere als die des linken ist. Fur das Auge,
welches weitsichtiger ist, wird die fur dasselbe gelteude
Ansicht in einem Maafsstab ausgefuhrt, welcher im Verhaltnifs der griifsereu Sehweite griiker ist. Das Bild wird
dann in demelben Maafs vou dem Spiegel oder dem Prisma
entfernt, erscheint dadurch kleiner und das so verkleinerte
aber aus der Sehweite dieses Auges deutlich gesehene
Bild wird nun mit dem vom bloken Auge betracbteten zum
Deckeu gebracbt.
6. D a s Doppeltseheo a l s Stereoskop.
W e r sich im Doppeltseheu geubt hat, kanu die beidcu
stcreoskopiscben Bilder neben einander legen , sie durch
Doppeltsehcn in einer Ricbtung parallel der Verbindungsh i e beider Augen in vier verwandeln, die beiden mittleren zum Decken bringen und erhalt dann das Relief in der
Mitte zwiscben seineu beideu Projectionen. Diese Versiiche siud aber so augreifend, dals ihre bau6gc Wicder-
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holuug uicbt anzurathcn ist. Ich habe sic uur angestcllt,
\veil sic pliysiologiscli voii Iutcressc siud. Eiuen souderbaren Eiudruck inaclit es, weuii die Bilder sicli zuin Relief vereinigeu. Es ist als weiiii sic, so wic sic sclir iialie
an einaiidcr gckolnineu siud, sicli init besclilcunigtcr Gcschwindigkcit auziigcn. In lhulicher W e i s e gehcu , wciiii
zwci Persouen init auf eiuander gelcgten Stiriien ciiiaudcr
in die Angeu sehcu, fur jedeu die Augcu dcs auderu zulctzt iu chi grofscs h u g e in dcr Mittc der Stiru zusauiiiicii.
7.
Warurn e r s c h e i n t d i e T ie fe c o n c a v e r R e l i e f e g r i i f s e r
a l s d i e Hahe c o n v e x e r ?
Bei der Auweiiduug der bescliriebcueu Stereoskopc
tritt, bcsoudcrs ivciiii iiiaii die Zcicliuungcu BUS griibcrcr
Entfernuug bctraclitct, auffallciid Iicrvor, dafs bei Vcrtauschuiig beidcr l’rojcctioncu init ciuandcr couvcxe Rclicfe
wcuigcr erhabcn crscliciueii als coucavc. Mali sctzt nYiiilicli
die Ebcue des I’apiers, auf welclicr als GruudH$chc dic
Zeichiiung ausgcfiihrt ist, iii beiclcii Fiillcu in gleichc Eutfcriiuug. DnCs diefs der Griiud dcr Erschciaung sey, gclit
dnraus hervor , daCs liierbci die Seiteiifliiclicu cincr ahgckiirzteu Pyrainidc wenigcr stcil gegen die Gruudfliiche geneigt zu seyu sclieiiieu, wcuu die Schiiitlfl&c dein Auge
zugekehrt ist, als wemi mau iu die liolile Pyrainidc hiuciii zu selicn glaubt. Da man iilinlich die Schuittfliichc
in bcideti Flllcu uiitcr glcichcui Sehwiukcl sieht, im zwciten Falle sic wciter zu selieo glaubt, so crrcgt sic die Vorstclluu;; cines grfifsern in griifserer Eutfernung gcselrcucu
Schiiittcs. Dcswegeu erscheiiit die Nciguug vcrmiudcrt.
Fur diese ErklYrung spriclit folgeuder Versuch. Icli
stellte ciiie kleiue Gypsbuste so vor dcn schbu geschliffeiieu Hohlspiegel eiues Amicisclieu Mikroskops, dafs das
binocular gcscheue ulngekehrte Bild derselbeii in gleichcr
Grfifse uumittelbar ucbeii diesclbe Gel. Bci uuvcrriickt
bleibeuder Stellung des rechteu huges sciilofs ich das liuke.
Augcublicklicli trat das Bild in die FI&che dcs Spicgels
ziiriick uud erschien vie1 g r i i h , wcil cs iiutcr dclnsclbcu
189
Gesichtswinkcl gesehen nun in griiLcrcr Entfernung 211
steben scbien.
Bci vergleicbenden stereoskopischen Untersuehuuge~~
inussen die Bilder stets in gleicbbleibender Entfernung liegen.
Man vermeidet dadurch die GrBkenveranderungen , welche
sogleich eintreten, wcnn inan das Relief in ricbtigcr Eotfernung erbalten hat und indem man cine Zeicbuuug verschiebt uud das Aupassungsvermbgen des eiucii Auges andert, das andere h u g e zwingt ein gleiches zu thun. Als
Kennzcichen ciiicr guten Combinatio~lkauu es diencn, dafs
menn inan den Kopf langsnm seitlich bin und licr bewcgf,
das Relief i n cine langsaui schwingendc Bcweguog versetzt wird.
XIV. Das Reoersionsprisma und seine A n wenrlung
als terrestrisches Oculur urzd zum Messen oon
Winkeln; von H. W: D o v e .
S t r a h l e n , welche parallel der Hypotenusenfllcbc eiiics
glcicl~schenkligenrechtwinkligen l’risina nuf cine Calhcteufllchc desselben auffallen , treten, nachdetn sic zwci Brechungen und cine totale Reflexion erfahren habea, aus dcr
andern Cathetenflache parallel init sich aus.
Alle Strnbleu, welche so auffallen, dafs sic zwcimal
gebrochen und einmal total reflcctirt werden, m c h c n nach
ihrein Austritt aus der zweiten Cathetenflzche uutcr einander dieselbeu W i n k e l , als vor ihrem Einfall auf die erste,
aber sie liegeii in Beziehung auf die sich selbst parallel
bleibende Liuie auf der eutgegcngcsetzten Seite. Daraus
folgt :
Ein mit bloCsem Auge gesehener Gegenstand erscheint
durch ein solches Prisma betrachtet in unveranderter Gestalt uud Grdfse, n u r in d e r Brecbungsebene wie ein Spie-
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