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Beschrnkte Mischbarkeit von Materie oberhalb der kritischen Temperatur.

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12. Reschr&&te Hischbar7c6Qtv m ilFater4e oberhaZ6
der krltischen Temperntur;
von l'h. D e a C o ~ c t ? ~ e s .
Simtliche Gase gelten als vollkommen miteinander mischbar. Xan erwartet daher auch bei Fliissigkeiten den Eintritt
unbegrenzter gegenseitiger LGslichkeit , bevor sie in den kritischen Zustand iibergehen.')
Nach kinetischer Auffassung brauchte dies nicht immer
der Fall zu sein. Ja es wird aogar einigermaBen iinwahrscheinlich, daB Ausnahmen von der Regel ganz ausgeschlossen
sein sollten, falls man mit W. W i e n s Qedanken im Jubelbande fur H. A. L o r e n t z , iiber die elektromagnetische Begrundung der Mechanik a), bei den Molekixlarwirkungen Ernst
macht, wie dies in vielversprechender Weise jungst von D e b ye
mit seiner Zuriickfuhrung beider van d e r Waalsscher Grundkrlifte auf elektrostatischen Ursprung unte,rnommen i ~ t . ~ '
Zur experimentellen Fijrderung der Frage schien sich eine
Bombe fur hohe Drucke und hohe Temperaturen zu eignen,
welche vor 13 Jahren beschrieben worden ist3, und mit der
seit einiger Zeit wieder gearbeitet wird.
Mittels Amagatscher Fenster muBte inan Einblick in den
Druckraum schaffen. AuBerdem muBte die (angegebenenorts
beschriebene) in das Druckwasser gesetzte elektrische Heizvorrichtung durchsichtig gestaltet merdenS6) Der Ofen besteht
nur aus Platin, Quarzglas und Wasser. E r gestattet die Untersuchung der Zweistoffsysteme in dem warmen, zugeschmolzenen
Schenkel eines aufrechtstehenden Quarzglas-U-Rohres von 7 mm
Weite, dessen anderer Schenkel durch Quecksilber abgeschlossen
iut. Druck und Temperaturgrenzen sind 500 Atm. und 50QoC,
1) V. Rothmund, Zeitschr. f. physik. Chenn. S. 464. 1898.
2) W. W i e n , Ann. d. Phys. 6. S. 504. 1901.
3) P. D e b y e , Physik. Zeitsohr. 21. 8. 178. 1!)20 u. 22, S. 301. 1921.
4) Th. D e s Coudres, Ber. Sschs. Ges. d.Wissensch.62.8.296. 1910.
5) Wesentliche Verbesserungsvoi.schiiige und die ganze Ausfubrung
danke ich Hrn. Obermechanikermeister A. Dorn Feld.
Annalen der Physlk. IY.F o b . 73.
19
290 Zh. Des C'orrdres. Beschrankte Mict'darkeit von Hater& UYW.
Die bisherigen vorlanfigen Versuche scheinen mit der Annahme inhomogener Gleicbgewichtc oberbalb der kritiachen
Temperatur beider Phasen vertraglich, ohne fur solche beweisend zu sein. Uber die Wahrscheinlichkeit einer anderen &klarung wage ich einstweilen keinerlei Vermutungen zu &~Bern.
Zunachst wurde die Trennungsflache yon Wasser und
Renzol unter 300 Atm. Druck beobachtet. Bei etwa 280° trat
immer dichter werdende Triibung der gesam ten Flussiglreit
ein, die sich aber bei 400° und dariiber hinans wieder lichtete.
Es erschien dann bis 430° eine wagerechte, in brodelnder Bewegung begriffene, schwarze Grenze. die trotz ihrer l h r c h setzung mit lotrechten , zitternden Stramungsschlieren iiberrascheud scharf war.
Weiter wurden in ein Wassersaulchen von 6 mm L&nge
5 cm Luft geprebt. Bei 100 Atm. und Zimrnertemperator verschwand das Gas durch Absorption als zuletzt winziges Blaschen.
Nach Steigerong des Druckes auf 300 Atm. begann die Heizung.
Von 360° an bildeten sich wieder Blaschen, die bei 400° zu
undurchsichtiger, flacher, brodelnder, aber scharfer Grenze zusammenflossen.
Drittens erwarnite ich das obere Eude einer unter 100
bis 300 Atm. stehenden, 6 cm hohen Saule rauchender Salzsiiule bis auf 450° hinauf, und verfolgte dievorgilnge an diesem
oberen U-Rohrende bei steigenden und fallenden Temperaturen.
Es bewegten eich bei Druck nnd Temperaturanderungen mehrfach horizontale, brodelnde, schwarze Kiigelchenschichten in ein
oder anderer Richtung durch das vertikale unruhige Schlierengesichtsfeld des Fernrohres. Auch weit oberhalb der kritiscben
Temperatur des Wa9sers, welohe nach den sorgfaltigen Messungen
von H o l b o r n und R a u m a n n l ) zu 374O C sicher gestellt ist,
in Ubereinstimmung mit dem Versuche von T r a u b e und
Teichner.*) Die geringe Ubersichtlichkeit der Erscheinungen
beim Systeme HCl,H,O laBt vielleicltt an Mitwirkung des
L u d w i gschen Phanomens denken.
L eipzig, Januar 1924.
1)
2)
L.H o l b o r n u. A. B a u m a u n , Ann. d. Phys. 31.
J. Treube u.
(3.
8. 966. 1916.
Teichner, Ann. d. Phys, 1%. 9. 620. 1904.
Druck vnn Metzger & Wittag in Leipig,
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