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Bestimmung der magnetischen Inclination zu Freiburg (im Breisgau) durch inducirte Strme.

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h e r d zu 40 bis 500. Die Mittellinie derselben stcht seiikrecht auf der Kaute a : c. Die 1)ispersioii der F ~ ~jst I I
unbedeutend.
Breslaib jm November 1863.
I m Laufe des letzten Jahres liefs ich fijr unser pbgsikalisches Cabinet einen grofsen Elek troiiiagnet anfertigen.
Die beiden Eisenkerne, welche auf einer sie verbindenden
1; Zoll dickeii Eiseiiplatte aufgeachraubt sind, habeii 3 2011
im Durchmesser urid eine Ltiuge von 15 Zoll.
Die Drahtwindunpn, welche diese Eisenkerne umgebeu,
habe ich, um eine mbglichst vielseitige Verwendung zu sichern, auf 6 Spulen vertheilt, deren 3 auf jeden Eisenkern
aufgeschobeu werden.
Auf jeder dieser Sprileii ist eiu mit Wolle tibevponnener Kupferdraht von 3"" Uurchmesser iu II Lagen aufgewickelt. Jede Drathlage bat 30, jede Sprile also 330 Windungen. Dae Gewicht einer jeden Spule betrtigt 18 Pfund.
Die Drabtenden jeder Spule sind mit Klemmchrauben
vereehen, so dais man dieselben in beliebiger Weise verbinden kann.
Diese Spiralen nun habe ich beiiutzt um die magnetiscbe Inclination nach der W e ber'schen Methode durch
Messuag der Strbme zu ermitteln, welche der borizontale
uud der verticale Theil des Erdmagnetismus in diesen Spiralen cu induciren im Staiide ist, wenn dieselben in geeigneter Weise gedreht werden.
Zu diesem Zweck habe icb zunlichst je zwei dieser Spiralen auf eineri 3 Zoll dicken rnassiveri Hobcylinder auf-
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gestboben und dann die drei holzcylinder sammt ihren
Spiralen in einem starken B6lzernen Rabmeu A B befestigt,
wie ans Fig. 3 Taf. IV Bd. CXIX zu ersehen ist.
Die Drahtendeu der einzeloen Spiralen sind alsdann
sb 'verbuuden, dafs sie gewisserrnafsen eioe einzige Spirale
von 1980 Windungeu bildeu.
1st 2. B. a die Scbraubklemme, welche an dem innern
Drabtende der Spirale 1 aogebthet ist, so ist alsdann das
tiufsere Drabtende von 1mit dem inneren vou 2, das Bufsere
von 2 mit dem inneren von 3 usw. verbuodeti. Wurdc
also das Drabtende a rnit dem positireo, das llufsere Drahtende der Spirale 6 rnit dem negativen Pole irgend einer
galvanischen Batterie verbunden, so wurde der Strom nacheinander in gleicber Ricbtung alle Windungen durcblaufeh.
Der Rabmen A B ipt nun um eine ,4xe drebbar, welche
Ilngeren Kanten parallel durch zwei starke Eiseastlbe gebildet w i d , die in der Mitte der schmalen Seiten des Rabmens befestigt sind.
Das eine Ende dieser eiseruen Utndrebungsaxe ist rnit
einem Kurbelarm uud Handgriff I€ verseben, wlbrend das
entgegengesetzte Ende der Axe mit einer Kugel endet, welche
in eioer halbkugelf6rmigen Htibluog des Querbalkens C D
rubt.
Der Rahmen ist nun auf einem starben Geetell vou Holz
80 angebracht, dafs mau der eben besprochenen Umdrebungsaxe nach Belieben eioe horizontale oder eine vertimle Lage geben kann. Uosere Figur stellt den Apparat
bei verticaler Stellung der Umdrehungsaxe dar, bei welcher die Axen der Spiralen eine horiamtale Lage baben.
Wenn der Rahmen bei verticaler Stellung der Uoidrebungsaxe um dieselbe gedrebt wird, so is1 es der horiaontale Theil des Erdmagnetismus, welcher Str6me iu deri Spiralen inducirt. Um die Wirkung dieser Strbme zu zeigen
und um die Stiirke dieser Induction zu messen, wird das
freie Ende der Spirale 1 durcb Draht ab mit dem eineo,
das freie Drabtende der Spirale 6 dumb den Draht c d mit
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dem andern Eude der orahtwindungen 4ws binhinglich
weit eptfwnten Multiplicators in Verbindung gasetzt.
Als Multiplicator dieote bei meinep Verstdwn; das tranopottabele Magnetopeter, ..welches ich in dem zweiten Bande
meines Lehrbuchs der Physik beschriehen habe (5. Aufl.
S. 281).
Der Apparat wurde so aufgestellt, dafs die Kante M N
im magnetischen Meridian lag; es liegen alsdann aucb die
borizontalen Axen der 6 Spiralen im magnetischen Meridian,
wenn man dem Rahmen AB die in unserer Figur dargestellte Stellung giebt.
W i r d von dieser Stellung aus, die Kurbel in der Richtung des Pfeils bewegend, der Rabmen mit den Spiralen
um 180° gedrebt, 80 dafs die Spiralen 1, 3 und 5, welche
jetzt die vorderen sind, die hinteren werden, so wird dadurch der Magnetstab dee Magnetometers um einen kleinen Winkel (wir wollen annehmen nach der linken Seite
bin) abgelenkt, und diese Ablenkung wird mittelst der beBannten Spiegelvorricbtung durch ein Fernrohr abgelesen.
In dem Augenblick, in welchem der Magnetstab von
seiner Excursion zurtickkehrend die Gleichgewichtslage wieder paoeirt, wird der Rahmen mit den Spiralen durch eine
rasche Drehung von 180° in entgegengesetzter Richtung
wieder in seine urspriingliche Lage zurUckgebracbt und dadurch eio Strom inducirt, dessen Richtung der des zueret
inducirten entgegengesetzt ist; dadurch wird eine AblenLung nach .der recbten Seite bervorgebracbt, welche 8'6€ser ist als die zuerst beobachtete, weil ja der hduotionsstrom jetat ,nicbt mebr auf den ruhenden, sondern auf den
bereits nacb .der rechten Seite hin sich bewegenden Magnetetab wirkt.
W e n n der Magnetstab von dieser Excursion zurnckk&rend wieder die Gleichgewichtslage passirt, werden die Spiralen aberrnals in der Richtung des Pfeils urn 180° gedreht
und dadurch .eine vergr6fserte Ablenkung nach der Linken
her-gebracht
usw.
W e n n man eine Zeit lang auf diese Weise fortfahrt
d15
)edema) urn ?fW ILo drenhth, wehn ddr Maektstab 'eb'bh
die Gldt?bgewichtsl#gk passitt, bb e r t e i c h die Ambchbge
bald ein Maximum; vah nun an Wkrden die Tbeilstriche
der Scale notirt, w&bc 'am FldehtrOtfkhz des Fernrohrs erecbeinen, wenn nacb ddr 'entsprechtreihen Drebung der Spiralen urn 180" der 'hl8gnetstab sdih'e Grsnzlage auf der
einen utid auf der adkeh'dn Seite erriYcbt bat.
Eine solche VenrdtHafeibe gab fdlgendt? Resultate:
kuaacblag
im Mittel-
link#.
rechts.
409,6"
409,6
409,7
409,O
409,O
ao9,o
428,5"
428,3
428,s
429,O
429,O
42&,5
428,5
Im Mittel oscillirt also der Magnetstab zwischen den
Theilstrichen 409,3 u d YBR,5.
D~Y Atrssvhlbgsbogeh 428,b 4d9,3 = 19j2 id d& hori%dnRlenI n W t l t d& Brdmaghtd&mrkr Ptopbrtional und
kann als Maap derselben dienen.
W L Cn dbalihbdr Weise leia m a t s far den det'ttcalen
FheU deb ErdmagnMismus zu erhdten, Wiirde die 'UUmdrehungsaxe des Rahmeos A B horizontal g-t,
in&m der
Theil der Ake, an Wdch#n die Rurbet befestigt ist, aus
dem horiifon'talen Rdtrsn G L herhasgendmmkn dnd in eine
hatbkreisfir~tnige-Riidnein dem Qiierbatken E F bldeingeIegt
wurde.
BeS dieser Lage der Umdrehungsaxe wird n m 'der Rahmen zuntlchst so gestellt, dafs die Axen der Spirbkh aerlb
cal stcben. Von dieser La@ ahsgebend wird dann die Axe
mit &m Rabtflku hach d n e i Seite urn !c10" bin hnd im
cntsprechenden Moment wieder urn l R O o zuriickgdat'eh't.
In dieser Wejse fortfabrend wird dib Bedbditun'g gbnz
in dersclben Weise ausgeffihrt, wie wir sie oben keaoeo
-
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lernten. Die Grbzlagen, zwiscben welcben in diesem Fall
der Magaetstab dcs Multiplicators schwankte, waren
links.
redits.
397,2""
307'3
397,l
396,8
397,O
397,2
438,5~"
438,2
438,O
438,O
438,2
438,2
438'2
Mitt e l 9 7 X
woraus sich im Mittel ein Ausschlag von 41,l"" ergiebt,
zbelcher ein Maafs ist fur den verticalen Theil des Erdmagnelismus.
Nun aber ist die trigonometrische Tangente der Inclination gleich dem Quotienten, welchen man erhelt, wenn
man die verticale Intensitat des Erdmagnetismus durch die
horizontale Intensitat dividirt, es ist also
tang i
= 19,2 = 2,1406
a160
i= 64O 57,6'.
Vergleicben wir dieses Resultat mil L a m o n t ' 8 Messungen (Maguetische Karten von Deutscbland und Bayern,
Miiucbeu 1854) !
Nach L a m 0 n t ' s Bestimmungen ist die Inclination in
Freiburg um 28,9' grbfser als in Miiuchen. Im Jabre
1852 betrug die
Inclination zu Milncben 6d054'
also die Inclinaton zu Freiburg 65" 22,9'.
Nacb L a m o n t ' s Bestimmungen betrtlgt aber gegenwartig die Abnahme der Incliuatiov in 10 Jahreu 25', in 11
Jabteu also 27,5', wonacb sich fiir 1863 die Inclination vou
Freiburg gleich.
64O 55,4'
ergiebt, was von meiiiem Resultat nur urn 2,2 Miouten
abweicbt.
(Freiburg im M t i n 1863).
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