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Bestimmung des Absorptionscofficienten der Chlorwasserstoffsure fr Wasser.

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156
11. Bestimmung (EL'S Absorptionscozfjcienterb
Chlorwasserstof / a u r e f u r W f i s s e r ;
w r i nr. H. D c i c k e ,
tier
Oberlehrer an der Realschule in Miihlheirn an der Ruhr.
1.
Zweck der Uotersuchung.
D i e von B u n s e n angewandte Methode, vermittelst des
vou ibm construirteti Absorptiolneters den Absorptionscoefficieoten voti Gaseu fur W a s s e r iind Alkohol zu bestimmen,
ist nur dann anwendbar, weun der Absorptionscoefficicnt
k!ein id. Bei Gasen dagegen, welche vom Wasser in gr6fsern Mengen absorbirt werdeii , oder welche das Quecksilber angreifen, ist ein andercs Yerfabren eiazuscblagen uud
B u n s e n selbst theilt ein solches mit, wonach C a r i u s den
Absorptionscosfficienten fur Ammoniak bestimmt hat ' ). Besondere Vorsichtsmafsregeln erfordert jedoch hierbei nainentlich die nestimlnung des specifischen Gewicbts der gesattigten Lbsuog, deren Gehalt a n absorbirtem Gas durch Maafaanalyse erinittelt wird.
Ich habe mich zur Bestimmung des Absorptionscoefficienten der Chlorwasserstoffsaure eines ahnlichen Verfahremi bedient, jedoch dabei zwei wesentliche Veranderungea
vorgenommen, nainlicb ersteiis dem Absorptionsgefafse eiue
Eiutlieilung gegeben, uin zugleich die Volumenvermebrung
des Wassers direct beobachten z u kilnnen, und zweitens die
Wagung des gaiizen AbsorptionsgcfSCses eitigeftibrt, 11111 auf
dicse Weise die Feblerquellen mbglichst zu bcseitigen. Nach
dieser Methode erhllt man durch directe WZgung nicht blos
das specifische Gewiclit der gesattigtea Lbsung , sondern
auch den Gehalt an gasfbriniger Chlorwasserstoffsaure. U m
inicb voti der Gcnauigkeit d e r Methode zu tiberzeugen,
habe ich in einigen Fallen den Gehalt d e r gesattigten L6sung nocb auf zwei verschiedeuen W e g e n durch Maafsana1 ) B u n s e n , Gasometrische Methodrn S. 178.
157
lyse ausgefuhrt und die so erhaltenen Resultate unter einander verglichen.
Als einen besonderii Vortheil dieser Methode betrachte
ich ferner den, dafs die Meiige Wasser, welcbe zrir Absorptiou verwendet wird, nur gering ist, wodurcb eine vollsttindige Slttigung desselben leicbter und siclierer herbeigefiibrt wird.
2.
Beschreibiiog des Apparates uod dee Abeorplioosverfahreoe,
Der Ayparat, dessen icb lnicb zur Bestimmung des Absorptionscocfficieiiten bedient babe, ist folgender. In einem
langhalsigen Kolben wird aus Kochsalz und Scbwefelsaure
Cblorwasserstoffsaure dargestellt: dieselbe gebt zunlcbst
durch eine zweibalsige Woulff’sche Flasche, in der sich
coiiceiitrirte reine Chlorwasserstoffsaure und etwas Schwefelsaure befiudet. Dieselbe bat den Zweck, zunachst mit
ubergerisseue Schwefelsaure und ubergcliende wassrige Cblorwasserstoffsaure zuruckzubalten. Voii dieser Flascbe gebt
das Gas durcb e‘iue gekriiinrnte mit gescbtnolzenen Cblorcalciumstiickeu augefullte RBbre, uiu . dasselbe von beigemengtem Vl’asserdampf zu befreien, und d a m in einen kleinen Kolben, welcber einen dreifach durchbobrten Kopf tragt
uiid auf desseu Boden sicb wiederum Stucke von geschmolzenem Cblorcalciuin befinden, urn das Gas vallig zu trocknen. Durch die eine Rshre wird das Gas eingeleitet (sie
reicht bis fast auf den Boden des Kolbens) und durcb die
zweite aus dem Kolben in das Absorptionsgefals gefiihrt,
wahreud die dritte R i h e in ein uiit Wasser angefiilltes
Glas gebt. Beide Oeffnuugen, durcb welche das Gas aus
dieser Flasche austreten kann, sind mit Quetschbabuen versehen, um beliebig die eine oder die andere schliefseu zu
k8nneu. I)as Absorptionsgefafs bildet eine Glasrdhre, welcbe unten rund zugescbmolzen und mit einer Theilung verseheii ist. Dieselbe wird durcb eiuen Ketortenbalter gcbalten und steht in einem gerlumigei~Glase, welcher das Kublwasser enthalt, dessen Temperatur durcb ein in dasselbe
eiiigetarichtes Thermometer bestimmt und stets auf derselben
i 58
Hbhe gehalten wird. Neben diesein Glase befindet sicli das
Barometer.
1)as Vcrfahren bei dcr Absorption srlbst ist nun folgendes. Das Absorptionsgefafs wird iiiit eitiein Slopfen verschlosseii und gewogen, darin iiiit gut ausgrkochtem destillirtein Wasser bis zu einem beliebigen Theilstriche gefiillt
und in das Kiihlwasser von bestimmter Teinperatur getaucht,
bis das Wnsscr i n deinselben dieselbe Teuiperatur, die das
Kuhlwasser hat, angeno~ninenhat rind nun, nachdeln es init
kalten Fliefspapier sorgfdtig getrochtret ist, wieder gewogen.
Gleichzeitig notirt man den Theilstrich, bis zu welchem das
Waeser in der R6hre reicht. Man erhalt arif diese Weise
das Gewicht und das Volumen des zur Absorption verwendeten Wassers.
Beiin Beginn der Gasentwicklung wird die aus der Flasche in das Absorptionsgefafs fiihreiide Rahre durch den
Qrietschhahn geschlossen und die i n das mit Wasser gefIillte Glas fiihrende Rahre geiiffnet, so dafs also die in
dem Apparate enthallene Luft zunlichst durch diese R6hre
entweicht. 1st dvr gaiizc Apparat mit reiner trockner Chlorwasserstoffszure angefiillt, was mail an der vollstaodigen
Absorption der in das Wasser tretenden Gasblasen sehen
kaan, so schliefst inan diesen Qiietschhahn und iiffnet den,
welcher die in das Absorptionsgefk fiihrende Riihre bisher
verschlofs, Sofort geht nun alle Szure durch das Wasser
des Absorptionsgefafses und wird zii Anfang ganzlich absorbirt.
Man hat bei dieser Einrichtung den Vortheil, dafs nicht
erst einc grofse Menge Luft durch das Absorptionswasser
geleitet wird rind kann die Einleitun;; des Gases durch Stellung des Quetschhahns beliebig reguliren. Zri Anfang der
Absorption schliefs'st man die i n das mit Wasser geffitltc
Glas fiihrende Rbhre ganz, sobnld aber die Absorption
ziemlich vollstandig ist, also alle Gasblasen unabsorbirt durch
das gesattigte Wasser gehen, so offnet man denselben etwas,
damit nicht etwa durch zu heftige Gasblasen Flussigkeit
aus dem Absorptionsgehfse geschleudert werde. 1st die
159
Absorption vollendet , so effiiet man diesen Hahn wieder
ganz, zieht die Glasrebre etnas aus dem Wasser und IiiFat
iiocb etwas Gas nachstrfimen, um das i n der Hiihre durch
Capillaritat zuriickgehaltene Wasser zu entfernen. Hierauf
scbliefst mail dacl Absorptionsgefafs durch denselben Stopfen
wie friiher, notirt den Theilstricb, bis zu welchem die Flussigkeit reicht, und wagt sofort, nachdem man es mit kaltem
Fliefspapier aufserlich ganz rein getrockriet hat. Ferner
notirt man den Rarometerstand und die Lufttemperatur.
Dieser Apparat kann zugleicb dazu dienen, die schiielle
Absorption der Cblorwafiserstoffsaure durch Wasser zu zeigen, ohne das Gas vorher iiber Quecksilber aufzufangen,
deun schliefst man, nachdcm alle Lrift aus dem Apparate
entfernt ist, den Qnetschhahn der Hfihre, welchc! i n das nit
Wasser gefiillte Glas fiibrt, so steigt das Wasser aus dem
letztern sofort in der Kiihre bis zum Quetscbhabn in die
Hehe.
3. Eiotheiluag der Absorplioosr6hre.
Die von inir angewandte Absorptior~srahrehat eine Lange
von 180"" und eine lichte W'eite von 12""; sie enthalt ungefahr 20 CC. Wasser. Dieselbe ist in Theile getheilt, welcbe ein Ablesen von 0,l CC. mit Sicherheit gestattet, wlhrend inan noch kleinere Theile recht gut schalzen kann.
Sie ist unten rund zugeschmolzen und die Nunierirung der
Tbeilung lauft zufillig nacb dem zugeschmolzenen Ende zu.
Iin Folgenden werde ich diese Tbeile immer als Theilstriche
bezeichnen , sobald sie nicht auf Cubikcentimeter reducirt
sind. Urn die Ricbtigkeit der Theilung zu priifen und deren Anfangspunkt zu bestimmen, wurde ein kleines Glasgefifs mit dicken Wanden uud gut abgeschliffenem Raiide
mit Quecksilber gefiillt , mit einer matt geschliffenen Glasplatte abgestricben und in die genau senkrecht gestellte Absorptionsrbhre geschiittet. Etwa auftretende Luftblasen wurden mit einein trockneii Holzstabe eutferiit. Uieses Eingiefsen
wurde nun his zur Fiillung der Rbhre fortgesetzt. Das Hesultat war folgendes: 1)as Quecksilber reicbte nach dem
160
ersten Eingiefsen bis zurn Theilstricbe 57,85; nacb dem
zweiten Eingiefsen bis zuin Theilstriche 5535; nacb dem
dritten Eingiefseii bis zuni Theilstriche 53,25 ; nach dem
vierten Eingiefseri his zum Theilstriche 50,95 u. s. f. Die
Differenz betrug genau fiir jede Quecksilbermenge 2,3 Theilstriche, so dafs hiernach also der Anfang der Rbhre den]
Theilstricbe 57,85 2,3 = 60,15 entspricht, der jedoch noch
eine Correction verinbge des Rleniskus des Quecksilbers zu
erfahren hat. - Die Absorptionsrahre hatte ich aus eiiier
kingern getheilten RiJhre gefertigt; sie trug zufallig diese
hohen Zahlen an den Theilstrichen, welche ich auch beibehalten babe.
+
4.
Verwaodltiog des Raumes einea Theiletrichee
in
Cubikcentimeter.
Es komiiit nun zunachst darauf an, den ahsoluten W e r t h
eines Theilatriches im Cubikcentimeter ausgedrtickt zu bestimmen. Dies geschieht durch folgende Betrachtung. Bezeichnet p das Gewicht des Quecksilbers im Maafsgefafse,
dessen Volumen u nach dein Vorigen gleich 2,3 Tbeilstrichen
betragt, a den Ausdehnungscoefficienten des Quecksilbers,
t die Temperatur desselben bei der W a g u n g und s das specifiscbe Gewicht des Quecksilbers, so ist:
I Theilstrich
= p ( ' +a va t ) Gr.
oder CC. W a s s e r bei 4O C.
In dieser Gleichung sind a und s constante Grbfsen, namlich a = 0,00181.5 und s = 13,596; 0 ist vorhin zu 2,3
bestimmt. Zur grdfst miiglichen Genauigkeit dieser Verhaltnifsgleichuiig wurde die W a g u n g des Quecksilbers 3 inal
bei verschiedenen Temperaturen ausgeftibrt und darnach jedesmal obige Gleichung berecbnet. 1)as Mittel yon 5 Wagungen bei 14" C. war p = 31,499 Gr.; danach berecbnet
sich der M'erth von 1 Theilstricbe nach obiger Formel zu
1,009857 CC.; das Mittel von 5 Wagungen des Quecksilbers im Maafsgehfse bei 19O C. ergab p = 31,4306 Gr. nnd
hiernach ergiebt sicb d e r W e r t b von 1 Theilstriche =
1,008576 CC. Endlicb war das Mittel von 3 W a g u n g e n
des Quecksilbers bei 20° C. p = 31,430033 Gr., also ver-
161
m6)ge obiger Gleichung 1 Theilstrich = 1,00875 CC. Rimint
men nun daa Mittel dieser drei Bestimmungen, so ergiebt sich
folgende Verb&ltnifsgleicbung:
1 Tbeilslricb = 1,009061 Gr. oder CC.
welche denn auch allen folgenden Berechnungen zu Grunde
gelegt ist.
5.
Correction der guecksilber-Meoiecus.
Bei der eben aiisgefiibrten Verwandlung der Theilstricbe
der Absorptionsrthe in Cubikcentimeter war nur die Kenntnifs des Volumens des Quecksilbers im Maafsgefiifse ausgedruckt in Theilstricben der Absorptionsrbhre erforderlich.
Hierbei bewirkt der Meniscus des Quecksilbers keinen Fehler, da bei jeder Ablesung der oberste Rand des Meniscus
als Theilstrich betrachiet nird. Anders dagegen gestaltet
sich die Sache, wenn der Anfang oder das Ende der Theilung bestimmt nerden soll: alsdann ist der Meniscus fortzuschaffen. Es geschiebt dies iiach B u n s e n's Angahe sehr
leiebt, sobald man die Oberflache des Quecksilbers rnit einer verdiinnten Quecksilbersublimat1i)sung Ubergiefst, indem
sich dieselbe alsdann vdlkornrnen ebnet. L)a in den folgenden Absorptionsversuchen die verticale Stellung der Absorptionsr6hre dieselbe ist , in der sie ausgemessen wurde,
so braucbt man den Febler des Meniscus nur eininal in
Abzug 211 bringen.
Das Resultat dieser Bestiiiiiiiung fiir die gebrauchte Absorptionsrbhre ist nun folgendes. Uas Quecksilber des Maafsgefafses reicht in der Absorptionsrbhre bis zum Theilstriche
57,85, wenn man den obern Rand des Meiiiscus abliest;
rnit Sublimatlbsu~giibergossen ebnet sich dagegen das Quecksilber und reicbt bis tum Theilstrich 57,95 (wie scbon oben
bemerkt wurde, geht die Theilung der Rbhre von oben
nach unten), so dais atso der Fehler des Quecksilbermeniscus = 0,l Theilstrich ist. Hiernech berechnet sich der
Anfang der Theilung zu 57,93 2,3 = 60,25, welcher auch
allen folgenden Berechnungen zu Grunde gelegt ist.
+
PuggeodurWs Ann. Bd.
CXIX.
11
6. Correction dee Wasser -YeqIaws.
Wahrend das Quecksilber in engen ROhreo eine convexe Oberflache besilzt, zeigt das VT'asser in Glasr&en gerade die uingekebrte Erscbeinung; es bietet eine nacb unten
gekriiminte, also hohle oder concave Oberflache dar. Bei
der Bestimniung des Hd~eiistandeein einer Rahre wird nun
bei Quecksilber stcts der hbchste Punkt der Oberflache,
bei Wasser dagegen der niedrigste Puiikt derselben als bestiinmender Punkt augenominen. Dainit bestimmt man aber
uicbt das absolute Voluinen dieser Fliissigkeit genau, sonderii erhiilt bei Quecksilber ein zu grofsos, bei Wasser dagegen ein zu kleines Volumen. Da es sicb aber bei den
folgenden Beobachtungen stets um absolute Volumenbestiminungeu handelt, so ist dieser Fehler natiirlicb stets in
Kechnung zu bringen.
W i r habeii im Vorigen gezeigt, wie man den Fehler des
Quecksilbermeiiiscus bestimmt. Auf ahuliche Weise gelaugt
man beim Wasser nicht zum Ziele. Mehrfache Versuche
fiihrten nicht zu einem genauen Resultate und ich schlug
defsbalb den folgenden W e g der Rechnuiig ein, der zwar
nicbt so eiofach als bei der obigen Bestimmung ist, jedocb
eine grbfsere Genauigkeit fur sich in Anspruch nimmt.
Die AbsorptionsrObre wird zunachst leer gewogen, dann
mit luftfreiem destillirten Wasser von einer bestimmten Tempcratur theilweise so gefiillt, dafs die iiber dem Wasser befindlichen W I n d e der Rsbre durchaus nicht benctzt werden. Zu dem Eudc bedieue ich micb beim Fiillen tines
Stechhebers Init feiner Spitze, die stets in der Mitte der
H(rbre gehalten wird und nur wenig unter die Oberflache
des Wassers reicht, indern sic beini Ftillen laogsam in die
Msbe gezogen wird, so dafs auch beim Herauazieheu derselben weder die W a n d berlihrt, noch auch das Wasser
merklich dadurch zum Sinken gebracbt wird und so Wasser au den Wanden der Ki)hre hangen bleibt. Es wird
auch auf diese Weise die Beriihrung des Wassers mit der
Luft und also eine Absorption derselben so vie1 als maglich vermieden. Die Oberflache des Wassers wird bierauf
163
ala untersten Punkte des Meniscus abgelesen und die Rbhre
apjt dem Wasser gewogen.
Es sei das Gewicht des Wassers allein g, das Volulnen
io Theilstrichen der Absorptionsrahre ausgedriickt 0 , die
Temperatur desselben t und das Volumcri des Wassers bei
t" C gleicb a,, wobei dasselbe bei 4 O C. gleich 1 gesetzt
wird. Nacb vorigen Bestimmungeu ist 1 Gr. oder CC. Was8er gleich
4 O
I
1,009061
Theilstrichen der Absorptionsriihre bei
C., also sind g Gr. Wasser gleich i;o&Theilstricben
bei 4 O oder gleich -&%Theilstrichen bei t o . Diese Be1,009061
reobnung setzt eiue vollkommen ebene Oberflache des Wassers voraus; nun betragt aber nach der Beobachtuug das
Volumen des Wassers im tiefeten Punkte des Meuiscus gemessen v Theilstriche, also ist der Febler des Wassermeniscus w ausgedruckt durch folgeude Forinel:
pD = .- 8
-?
Q.
J ,009061
-
Bei der folgeuden Rerechuung nurde der Werth von
a,,d. h. der Ausdehnungscoefficient fu,r Wasser aus der von
D e p r e t z berechueten Tabelle genommcn, welche das Volumen des Wassers bei do C. = 1 setzt.
Tafel filr den Wertb des Wassermeniscus, berecbnet ails den
verscbfedenen Beobrchtungen.
I
Nu. des
Verrochs ,
t
1
0
4
~
2
3
4
5
6
5
I
I
g
I
u
I
at
I
w
I
8
12
14
I8
18,25
23
08295
9,2965
9,6060
9,1040
9.1 880
10.1 630
9,4650
10,0395
10105
9,35
9,95
0,06383
0,06302
0,05090
0,05650
0,06'L00
0,035i0
0,04350
0,02360
1;00139
1I 1,00144
1,00244
8
A l s Mittel dieser 8 Berechuungen ergiebt sich w
=
0,04975 oder iiaheru~~gsweise0,05, welcher Wertb allen
folgendeu Berechnungen zu Grunde gelegt ist. Ich babe
11
*
164
ferner den Meniscus des mit Chlorwasserstoffeiure geellttigten Wassers gleich dem des reinen Wassers angenommen.
Dieser Werth 90 = 0,05 ist also zu dem beobachteten Volumen des mit Saure geslttigten Wassers zu addiren. Bei
der Volumenbestimmung des zur Absorptiou selbst verwandten Wassers habe ich dagegen den fiir jeden dieser Falle
berechneten Fehlerwerth pb 1 bis 13 selbst addirt.
Die Rezeichnung der Beobachtiingselemente, welche bei
jcder Absorption notirt wurden, ist folgende:
Luftlemperatur 2'" C.
Temperatur dcs Wassers bei der Absorption t o C.
Gewicht der Absorptionsr6hre rind des Stopfens a Gr.
Gewicht der Absorptionsrohre, des Stopfens und des zur
Absorption verwaiidten Wassers b Gr.
Das Wasser reicht iu der Absorptionsr6hre bis zum Theilstriche c.
Gewicht des Glases, Stopfens und der wassrigen Slure
nacli der Absorption d Gr.
Die wsssrige Saure reicht nach der Absorption bis zum
Theilstriche e.
Reducirter Baromctersland f"".
i
4
5
6
7
8
'
'
I
I
i
13
23
21
20
20
25,095!
25,0971
25.0971 34.703
12
25;095 341199
25,097 34,285
14
25,095 35,258
18
18,25 25,096 34,561
25,095 35,1345
23
I
i
38,822
41,8055
50.58 42,198
5 I ;28 41,145
51,2
41,168
m,2 42,i22
50,9 41,495
50,3 42,267
49,2
46,8
46,39
47,2
47,l
45.8
46,s
46,1
733
759
765
762
762.5
765,s
764,5
567,25
8. Berecboiiog dee Absorpliooacoifficienteo.
Es kam zunacbst darauf an, die Bestimmung des Absorptionscotfficienten von so wenig Beobachtungselementen als mdglich abhangig zu macben, urn den Beobacbtungsfehler miiglichst klein zu erhalten. Zunticbst ist ee
165
drct, die EinfUbrung der getheiltco Absorptioiisrdrre m6glich geworden, deu Absorptioiiscoefficieuteu uiiinittelbar ZII
bestimmeo, ohne vorher das specifische Gewicht der gesattigten L6suug zu berechnea. Es reicht eiu einziger Versuch
hiu, nicht allein den Absorptioiiscoefficienten, sondern auch
das Rpeeifische Gewicht , den Procentgchalt an gasffiriniger
S u r e und die durch die Absorption bewirkte Voluinenvermehrurig des W'assers zu berechnen.
Es sey das zur Absorption verwaudte uiid mit Hiilfe der
Tafel in 9. 6 berechnete Wasservolumen gleich na Theilstricheu, so siiid dieselbeii riach §. 4 gleich 1,009061 m CC.;
es sey feruer das Gewicht der von dieseui Volumeu Wasser absorbirteo Chlorwasserstoffsaurc p Gr., welches als
Gewichtszuiiahlne des Wassers nach der Absorptiou durcb
die Waage ermittelt wird. Nimlnt mau nun das specifische
Gewicht der gasf6rmigen Chlorwasserstoffsiiure bezogeu
auf atmospharische Luft zu 1,2474 (uach R e g n a u l t ) , das
der Luft zu
I
--713
bezogeu auf Wasser, neiint den beobach-
teteu Barometerstand f , den Normalbaroineterstand 760"",
so findet man den Absorptionscoefficientcii diirch folgendc
Betracbtung. 1,009061 CC. Wasser habeu p Gr. Chlorwasserstoffsaure bei fmm Barometerstand absorbirt , also hat
P
p.773
1 CC. Wasser ,,mo61
Gr* Oder 1,009061 . m . 1,2474 cc.
Ch1orwasserstoffsB;ure bei dein Barometerstaude von f"",
also
p . 7 7 3 i60
CC. bei normalem Drucke absorbirt.
1,009061 .m.1;2474 f
Der Absorptiouscoefficient cc, d. h. die Zahl, welche angiebt, das wievielfache Voluruen gasfi)rmiger Chlorwasserstoffslure vou 1CC. Wasser bei t o C. uud dem normaleu Barometerstande vou 760"" absorbirt ist, wird demnach berechnet durch folgeiide Formel:
u=
p . i73 . i60
1,009061 . m . 1,2474. f'
wo p das Gewicht der absorbirten gasf6rmigen Chlorwasserstoffsaure, m die Aiizabl Theilstriche der AbsorptionsrOhre, welche mil Wasser angefiillt waren uud f den Ba-
lge
rometerstand wlhrend der Absorption bezeichdet. Berechnet
man den constanten Factor i n der Forlnel fiir a, 80 fiudet
man
a = 2- 466731,6, woriu Ig466734,6 = 5,6690700 ist.
m.f'
Aus der Tafel der Beobachtungselemente berechnet sich
hiernach folgende Tafel fiir den Absorptioi~scoefficienten a.
f
I
0
4
8
12
14
18
l8,25
23
9.
6,1975
7,4120
7,4950
6,9460
6,8830
7,4610
6,9340
7,1325
'
,
i,46283
9,21302
9,52090
9,02650
9,11200
10,08570
9,39350
9,97360
i38
i59
765
i62
762,s
765,5
564,5
567,25
ii
-+
I
a
525,202
! 494,722
I
I
480,288
47 1,336
462,375
45 I ,'Z22
450,660
I
I 435,034
i
I
Berechniing der Volumenvermehrung des Wassers durcb
die Absorption.
Es sey m das Volumen des Wassers, welches zur Absorption verwandt wird und zwar ausgedriickt in Theilstrichcn der Absorptiondwe; es sey ferner n das Volumen des
Wassers uach der Sat~iguogmit der gasfbrmigen Chlorwassersloffsaure, also das Volutnen der wassrigen Saure, ebenfalls ausgedriickt i n Thcilstrichen der Absorptionsr6hre, so
ist die Volumenvermebrung verinbge der Absorption n m
fur na Theilstriche, also betragt die Zunahme des Wassers 5
iiberhaupt
-
5
= n -mm e l 0 0
Proceat. Diese Volumeuzunahme hangt natiirlich aufser voti
der Temperatur t des Absorptiunswassers von dem bei jedem Versucbe staltgehabten Barometerstande f ab und ist
in der folgenden Tnfel nicht auf den Barometerstand reducirt; ferner sey bier wiederholt, dafs bei den Werthen
von n der Febler des Wassermeniscua der Absorptionsr6hre
0,05, dagegen bei m der durch Waguug beslirnmte Wertb
aus der vorigen Tafel in Rechnung gebracht ist.
No. des
Vuiochs
t
I
0
2
4
8
3
4
'
I
12
14
18
18,25
23
6
6
7
8
f
m
738
?59
765
762
762,5
765,5
i64,5
767,'Xi
7,46283
9;Lkao2
9,52090
9,02650
9,11260
10,08570
9,39350
9,97360
10. Berecbnung den Gehalts der gesiiltigteo Llleung an gasfhniger
Chlorwasseretoffafiure.
Es sey p das Gewicht der absorbirten gasfilrmigen Chlorwasserstoffslure in Grammen aupgedriickt und q das Ged c h t der gesattigten Lilsuog, so ist der Gehalt der wafsrigen Saure an gasfilrmiger c ausgedrackt in Procenten, bestimrnt durch folgende Formel:
No. dca
Vcrsuclts
0
4
8
12
14
18
18,25
23
'
1
I
!
i38
759
i65
762
762,5
7653
i64,5
767,25
I
6,1975
i,4120
7,4950
6,9460
6,88.30
i,4640
6,9340
7,1325
13,270
16,7085
17,1010
16,0500
16,0510
17,6270
16,3990
17,1720
45,148
44,361
43,828
43,27i
42,829
42.344
42,283
41,535
11. Berecbnung des Gewichls der voo 100 Qr. Wasaer absorbirten
gnsfllrmigeo ChlarwreseratoffeBure.
Bezeicbnet g dae Gewicht des zur Absorption verwandten Wassers, p das Gewicbt der bei t o und einem Barometerstande von fmm absorbirten gasfarmigen Chlorwasserstoffsaure, so haben g Gr. Wasser p Gr. SBore, als 1 Gr. Wasser
g
Gr. und 100 Gr. Wasser 2 . LOO Gr. Chlorwasserstoffg
saure absorbirt; bezeichnet man diese Grilfee mit k, so ist:
k = p . 100.
Q
I
No. des
Versuctis
l
2
3
4
5
6
5
8
1
1
I
'
I
I
0
4
8
12
14
18
18,25
23
i38
559
765
762
761,5
765,b
761,5
767,2b
I
,
,
I
I
I
!
6,1975
7,4190
5,4950
6,9460
6,8830
7,4640
6,9340
7,1325
7,5295
9,2965
9,6060
9,1040
9.1 8H0
10, I630
9,4850
10,0395
85.3096
59.7287
78,0241
76,2961
54,9I30
73,4429
i3,2593
71,0445
12. Bereclinuog den specifischea Gewichts der genHltigfeo L h n g .
Es sey m das Volumen des zur Sattigung verwandteii
W a s s e r s in Theilstrichen der Absorptionsrbhre ausgedrtickt
und g das Gewicht desselben; ferner seg n das Volumen der
gesattigten Lbsung, ebenfalls in Tlieilstrichen der .Qbsorptionsrbhre ausgedruckt , und 1 das Gewicht dcrselben, so
findet inan das specifische Gewicht durch folgende BetrachtuDg. m Theilstriclie Wasscr wiegen g Gr., also 1 Tbeilstrich
wiegt
Gr.; n Theilslriche wlssriger S l u r e wiegeii I Gr.,
also 1 Theilstrich wiegt
1
Gr., mithin ist das specifiscbe
Gewicht s, welches das Verb2toit der Gewichte gleicher
Volumioa beider Fliissigkeiten ausdriickt, bestimmt durch die
Forrnel:
g
lm
s = - :l oder s =n
m
ng'
No. desl
Versuchs I
t
0
2l / 4
8
12
14
738
7,462831 7,5295
759
9,21303: 9,2965I
765
9,52090' 9,6060 I
762
9,026501 9,10~1
762,5 9,11200, 9,1880
18
765,5 10,08570' 10,1630 I
18,25 564.5
9,393501 9,4650
23
767,25 9,97360' 10,0395
I
!
11,lO
13,50
13,91
13~0
13,20
14,50
13,50
14,20
17,101 1,21851
16,050 1,21476
16,071 1,20743
17.627 1.20641
16;399 1;20556
17,172 1,20136
13. Restimmuog des Proceotgebalts der geslitigteo LOsuog durch
Maahanalyse.
Um den Procentgehalt der gesgttigten Lbsong, welcher
im Vorigan durch einfachc VF'8gong ermittelt wrirde (und
169
dieser geblihrt gewifs der Vorziig), auch arif aiidere Weise
zu emitteln und zu coutroliren, habe ich die gesattigte Ida
sung in einigea Ftillen sofort zu 600 CC. verdiiiiot und dieselbeu der Maaisaualyse uuterworfcn, Ich habe diese iii
2 Versuchsreiheii mit Kalilauge, deren Gehalt durch Kleesaure, welche durch wiederlroltes Umkrystallisireii gereinigt
war, beatimlnt war, und in einer dritteii Versuchsreibe durch
salpetersaures Silberoryd, dessen Gehalt durch krystallisirtes
Steiiisalz bestimmt war, ausgeflihrt , und bei der letzteren
chromsaures Kali als Indicator augewendet. In der folgenden Tafel haben die Bucbtaben folgende Bedeutung,
Es ist t die Temperatur, bei der die Absorption stattgefunden bat, I das Gewicht der wiissrigeo Sgure uach der
Absorption, p, das durch Wagung gefuudetie Gewicht der
absorbirteu gasfihnigan Chlorwasserstoffslure uud c , dasRelbe in Proceiiteu der waesrigen Saure ausgedruckt ; ferner
ist p 2 das iu der ersteu Versuchsreilie durcb Maafsaiialyse
vertnittclst Kalilauge bestiininte Gewicht der absorbirten
Cblorwasserstoffsiiure und c, dasselbe in Proceiiteii der
wassrigeo SBure; feruer ist p 3 das Gewicht der in der zweiten Versuchsreihe durch Maafsaiialyse vermittelst Kalilauge
bestimmte Gewicht der absoliiten Chlorwasserstoffsaure und
c, dasselbe in Proceiiteii der wiissrigen Saure, uud endlich
jet p, das Gewicht der durch Maaisanalysc vermittelst salpetersauren Silberoxyds bestilninten Chlorwasserstoffsaiure
uiid c, dasselbe in Procenten der wlssrigen Saure.
Folgende Tafel giebt eitie Vergleichung der erhaltcncn
Resultate.
1
2
3
4
16.05 I ,i,883 142,82916.9 Itd43,050 6,9143 !43,02316,8805'42,&13
117,627 5,464 142,344 7,4935142,505 7,4852 142,464 5,4942142,919
i8,25' 16,399'6,934 ,42,283 6,9693'42,498 6,969:3142,49816,9824142,6i8
23 I 17,l 7217,13.25141,636i,1892141,865,i,1469 4I,619,i,l758 4 1 , i N
I4
118
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