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Bestimmung neuer Mineralien.

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127
I. G l a u k o d o t .
-4.
Miueralogische I8eslimmiing voil A. Ereillia!lpl.
D e r Natnc deutet no, dars der Kiirper blnue Farbc giebt,
W O Z I I er bereits benutzt worden.
Die iirifsercn Kciiiizcicheti siiid folgende:
Metallischer Glanz.
Fnrbe, duiikel ziunweil's. Stricb, schwarz.
PrimGrform : Domatisches Prisma. Die Neiguug des
Uoma 4 P & gcgen die Hauptaxe bat wegeii zu starker
Kerbiiiig der Fliichen iiicht bestiintnt wcrden kUnnen. Dns
Prisrna dagegeii farid ich zicinlich geiiau = 112" 36' wid
67" 24'. Die Coinbiiiatioiieii siiid theils 0 P, CI: P, tlicils
P G , z P ; jcue ist ii1 Druseii auf-, diese porphyrnrtig
ciugewachseu uiid dabei dns Doma sehr vorhcrrscheiid,
s. Tnf. I. Fig. 14 und 15. Doch koinnit dns Mineral ancli
dcrb, in Masseii bis ZU inchrercn Pfuudeii v o r , utid t l n t i i i
Liiriiig zusammengesetzt. Spnltbnr , basiscli, sclir tlciitlicli,
(cleiitlicher als bei irgcnd einciti Arscnkiesc); primiir-primatiscfi wenig deutlich.
Harte 7. Sprade.
Spec. Gewicht 6,975, 5,978, 6,003 i i i drei Bestimmuiigem. Der Glaukodot findct sicli gniigmeise im Clrloritschicfer , beglcitet voti deni schmercii Glaiizkobalt , ( Kobaltiii,
Kobaltglanz,) Murcusites eirmorphiczrs, ganz von dem A i l scheti und Verhaltcii tles sknndinavisclicn, ferner von Kiipfcrkies, Axinit, Quarz, uiid voti den Zersetzriiigs- Product e n jeiier Kiese, als Kobnltbliithc, Malnchit, Kupferln.
sur uiid Pharinakolith. Nocli koiniiit ein blnues zart ailgcflogeiies Mineral init vor , wclches a u f hrsens%ire uutl
Knpfcroxyd rcagirt.
Die dcrben Mnsscii uad Drusetr
durchsetzen den Chloritscbiefcr, i n cler Ndic der Gsngc
+
138
liege11 aber iiii Nebengesteiir porpliyrarlig v i d e Kryslalle,
Sanz nacli Art des Mispickcls anf einigen freihcrgcr Gtubcii.
D e r Glaukodot ist, inineralogisch, von den1 Mispickcl
iiiir durch deli s t l r k e r geschobeiicri W i n k e l des priinlircn
Prisinn und drircli die deutliclie basisclic Spaltbarkeit zu
unterscheideo. Er fiiidet sich i i i der Gegcnd von Huasko,
in der Richtung nach Valparaiso in Chile. Icli haLtc G e legenheit melirerc Centner dcr Brze zu s e h e o , uiid clavoii
fur die bergakadeinischc Saoiinluiig Musterstiicke ausmwahlen.
In dein Uinstande, dafs hier hxiiiit als ein Bcglcilcr
kobalthaltigcr Miner crscheint, und dafs sicli niicli dcrsclbc
zuweileii i n deli Kobnltgiiogen zu Sclineebcrg iu Sacliscii,
welclicr aiif Axiiiit aufsitzt, uiid das betr~ichtlichcspcc. Gcwicht 6,292 hat, eiiieii Kobaltgchalt zu vei~inu~licn,iiritl
wiiklich hat Hr. P l a t t 11 e r daiiii 1 Proc. Kobalt nachgewiesen. M a n mag inithin kunftig auf die den Axillit b c gleiteiiden Kicse, i n Detreff ciues, ~ni@icherweise iiulzbaren Gchaltcs an Kobalt , achten.
R. C l i e m i s c l i e U n t e r s i i c l i i i n g d e s G l a i i k o d o t s , v o n
C. F. P l n t t n e r .
Verlinlten voc dem Lijlhrohre.
I n ciner a n cinem E n d e zn~eschmolzcnenGlii~riihrehis
ziim Rothgliihen erhitzt, gicbt das Mineral auf Iiostcn dcr
i n der Riilire eingeschlosseiien atinosph#rischcii Luft Spire11 von arseniger Sliure; das eiiigelcgtc Bruclistuckchen
verlicrt seincn Glanz, verliiidert aber seine Form nicht.
In ciiier an bciden Endcii offencii Glasriihre giebt eiii
Iiineingelegtcs l3ruchstuckclien, nacli u n d nacli erliitzt, gasfiirinige schmeflige SSure uiid eiii Subliinat voii krystallischer arseriiger Saure.
Auf Kolile iin Reductioiisfcuer erliitzt, giebt das Miiieral io Forin eines Eruchsluckcheus Scliwcfel und Arseii ab,
untf sclioiilzt dauii ruhig zur Kugel, die iiacli dcni Eikallei1 cine schwarze raulic Obcrfkiclic, arif dcin Bruclic aber
ein
129
eiu feinkdriiiges speikiges hnseheii besilzt uiid schwacb deiii
Maguete folgt.
Wird die auf Kohle erhaltene Kugcl mit Borax iin Reductionsfeucr behandelt, so erfolgt eiiie starke Reactioii
auf Eiscn; wird das durch Borax vom Eisen befreite arseuhaltige Metallkoru wiederholt init ueueii Portiouen von
Borax geschmolzeu, so fiiidet iiur eiue sinalteblaue FZrbung vou Kobalt statt. W i r d das Metallkorii, sobald es
zu eiiier weitereu Behandlung mit Borax zil klein wird, init
reiiiem Golde zusalnmeugeschmolzeu uiid hierauf mit Borax fort behandelt, so briiigeu die letzteu Spureu des Arseumetalles iu dcin Boraxglase eiiie schwach brauue Farbung vou Nickel hervor, zuin Beweis, dals Spureii voii
diesem Metalle in dein Miuerale euthalteu siiid.
Der Glaukodot verhalt sic11 deuinach vor dein Ldtlirobre wie eiii stark eisenhaltiger Kobaltglanz.
Quantitative Beatimmuog der eiuzelneo Bestnadtheile.
1 Grm. des feiugepiilvertcn uud bei 100" C. gelrockiieteii Minerals (es eiithalt 0,s Proc. Feuchtigkeit) wurde
in Salpetersaure gelht, wobei-nach IYugerer Digestion eiii
wenig Schwefel zuriickblieb, der Spureu vou Quarz hinterliefs. Das Arsen wurde aus der sehr verdiinnten Ldsung
durch Schwefelwasserstoffgas als Schwefelarsen ausgeschieden, in welchein n uf bekaiinte Weise der Schwefel bestimmt,
uud das Arseu aus der Differem zu 0,432 Grin. = 43,2
Proc. im Mineral, gefuiideii wurde.
Nachdem das Eiseii, welcbes sich iu der Aufldsuo,~als
Oxydul befaiid, durch Abdampfen der Auflbsuiig uud durch
Versetzen derselben init chlorsaurem Kali wieder in Oxyd
verwandelt war, uiid die aufgeldstea Metalloxyde durch
Zusatz voii Schwefelsaure und Abdainpfen der Fltissigkeit
sich in schwefelsaure Metalloxyde umgeandert hatten, wurde
. aus der Auflbsung derselbeu iii Wasser, unter deli vom
Hrn. R a m UI e 1s b e r g angegebeiien Vorsichtsmalsregelu, das
Eiseuoxyd durch kohlensaures Natron als basisch schwefelsaures Eisenoxyd aasgefallt und iiach dem Aussiifsen durch
Poggendorff'a Annal. Bd. LXXVII.
9
130
Ainmoiiiak zersetzt. Das Eisenoxyd woi; nacb dein Gliihen 0,170 Grm., welche 0,119 Grin. = 11,9 Proc. metal.
lischen Eisens im Minerale entsprechcn.
Aus der vom Eiscnoiyd befreiten Aufliisung wurde das
Kobalt mit dem geringen Antheil von Nickel durch kohlensaures Natron ausgefallt. Das gegliihte Oxyd wog 0,334
Grin. uiid wiirde, n e n n inan es als Co3 O * zusammengesetzt betrachten wollte, 0,245 Grm. = 249 Procenten inetallischen Kobalts im Minerale entsprechen. Zur genauereii Bestimmuiig dieses Metalles und zur Erinittelung des
Nickelgehaltes wnrden 50 Milligr. des gegluhten Oxydes
init 150 Milligr. geschinolzenern , feingepulvertem arsensaurein Kali und 50 Milligr. Borax in eineiii Kohlentiegelchen
init Hulfe einer starken, reducirend wirkenden Liithrohrflamme schnell eingcschrnolzen, und dns Blasen init dem
Liithrohrc so lange fortgesetzt, bis die alkalischen Zuschlsge
uach Angitbe des Arsengehaltes in die Kohle eingedrungen
waren uiid das gebildete Arsenkobalt init dem Arsennickel
sich zu eiiier ejnzigeii Kugel vereinigt hatte I ) . Diese Metallkugel wurde hierauf fur sich aiif Kohle noch so lange
mit einer mafsig starken Reductionsflamme in fliissigein Zustande erhalteii , his eine Vertluclitigung von Arsen nicht
inehr zu bemerken war, und das Arsenkobalt sich in Subarseniet ( C o z As oder Co4 As') verwandelt hatte. Das
Metallkorn wog jetzt 60,8 Milligr. Es wurde auf Kolile .
der Verschlackung mit Borax ausgesetzt, uin miiglichen Falls
den bei der qualitativen Untersuchung vor deni Lbthrohre
aufgefundenen , hbchst geringen Gehalt an Nickel- quanti1 ) D i e s u Verfahrcn, die Oryde von Kobalt uod Nickel in hrsenikmetrlle 111 verwandeln, i s t ala cine Verbcsserung des in drr 2. Aiiflage
meiner LBibrolir-Probirkunst S. 623 aogegebencn Verfahrens zu betrachten. Es ist vom Hm. Amalgamirprobirer F r i t z s c h e in Freiberg vorgeschlagrn uod bei dcr Bestimmung des Kobnlt- und Nickelgelralres in
den bei Analysen verschirdener Hilttenproducte aiif nassem W e g e gemeinschafilich aurgeschiedenen Oxyden de.s Kobalts und Nickels, snwohl
von ihm sdbst, als aueh von mir mehrfach schon mit Vorlheil angewentlct worden.
131
tativ bestimmen zu kiinnen; alleiu es zeigte sich auch hier
nur eine unbestimmbare Spur von diesem Metalle.
Da nun 50 Milligr. des gegliihten Oxydes 60,s Milligr.
Kobaltsubarseniet gaben, uud fiir die Lbthrohrprobe auf
Kobalt in 100 Gewichtsth. dieser Verbindung 61 Gewicbtsth.
Kobaltmetall augenommen werden, so warcn in den 60,s
Milligr. Kobaltsiibarseiiiet 37,089 Milligr. Kobaltinetall enthalteii; und es koinmell demnacli auf obige 0,334 Gramin
Oxyd 50 : 37,086 = 0,334 : 0,24774 Gramin, oder auf 100
Gcwichtsth. des Minerals 24,774 Gewichtsth. Kobalt incl.
eiue Spur von Nickel.
Der im Mineral enthalteue Schwefel wnrde in einer
andern genau abgewogenen Menge des Minerals durch Aufli5sen desselben in Salpetersaure uuter Zusatz von Chlorwasserstoffslure und chlorsaurein Kali, Fallen der gebildeten Schwefelsaure. durch Chlorbaryuni etc. bestimmt, uiid
zu 20,210 Proc. gefunden.
Die Bestandtheile des Glaukodots sind demiiach :
Schwefel . . . . . . . . .
Arsen . . . . . . . . . .
Kobalt mit einer Spur von Nickel
Eisen . . . . . . . . . .
Spuren von y u a n
20,210
43,200
24,774
11,900
100,084.
Vergleicht man diese Bestandtheile init denen des Kobaltglanzes , so scheiiit es allerdings beim ersten Anblick,
als sey der Glaukodot ebenfalls nichts anderes als Kobaltglanz, und zwar ein solcher, iii welchem ein uicht unbedeutender Theil des Kobalts durch Eisen ersetzt ist , wie
dieb bei dem Kobaltglaiiz von Skutterud in Norwegen und
von der Grube Philipps Hoffnung bei Siegen augenommeu
wird; schenkt man iudessen dem Eisengehalte mehr Aufmerksamkeit, so kommt m a n , wie sich weiter unten ergeben wird, zu dem Resultat, dafs das Eisen zum Kobalt im
Glaukodot in einem bestimmten Verhgltnisse steht , und
9+
'
132
dafs demnach dieses Mineral mit Berucksichtiguug seines
mineralogischen Verhaltens, als eiii selbststandiges angesehen werden kann.
Mir sind nur zwei Analysen vom Kobaltglanz bekannt,
durch welche die wahre Zusammensetzuog dieses Minerals
ermittelt ist, namlich:
1. Kobaltglaoz von Skutterud in h’orwegen
nach S t r o m e i e r .
Schwefel 20,084
Arsen
43,461
Kobalt
33,101
Eisen
3,232
99,881
2. Kobalrglans (jedoch our slr
Schlich) voo der Grube Yhilipps Hoffnung bei Siegen
nach Hm. S c h n a h e l .
19,lO
44,75
29,77
638
100.
Beide Varietlten entsprechen der vom Hrn. v o n B e r z e l i u s aufgestellten Formel Co S2+ Co Asa, oder, wenn
man den Eisengehalt nicht unberucksiclitigt lassen will, der
Formel (Co, F e ) S2t (Co, F e ) AS*, die, weun mail nach
Hrn. B r e i t h a u p t ( E r d m a n n’s und S c h w e i gg e r - S e i d e l s Journal, Bd. IV. Jahrgang 1835) Schwefel und Arsen isomorph setzt, auch (Co, F e ) (S, AS)^ geschrieben
nsrden kann.
D a nun im Glaukodot dieselben Procente Schwefel und
Arsen enthalten sind, wie im Kobaltglanz voii Skutterud,
auch die Summen der Procente von Kobalt und Eisen iu
beiden Mineralien mit einander iibereinstimmen, so wiirde
demnach auch der Glaukodot wit dieser chemischeu Forme1 zu bezeichnen seyn. Sucht inail indessen durch Rechnung auf, wie sich die Anzahl der Atome von den durch
die Analyse aufgefundenen Bestaudtheilen im Eisen , KObalt, Schwefel und Arseu zu einander verhalten, so findet
inan folgendes Verhaltnifs:
Fe, Co, S , As
34 : 67 : 102 : 92, oder sehr nahe
wie 2 : 4 : 6 : 6
133
+
Hieraus ergiebt sich die Formel 2( Co S a
Co A s 2 )
welcbe eine Verbindung vou $ KO-,
baltglanz und
Arsenkies bezeichnet und folgeuder Zusammensetzung entspricht :
Schwefel 6 As = 1200,O = 19,40
hrsen
6 - = 2812,5 = 45,46
Kobalt 4 - = 1474;4 = 23,83
Eisen
2 - = 700,O = 11,31
+ ( F e S2 +F e As7),
+
~~
6186,9
100.
Setzt man Schwefel uud Arseii isomorph, so Ilfst sich
die Zusammensetzuug des Glaukodots auch durch die cheloische Formel 2Co (S, As)? + F e (S, As)? ausdrucken.
C.
Bemerkuagen
VOD
A. Breithaupt.
Wshrend der Glaukodot, mineralogisch, dem gemeinen
Mispickel sufserst nahe steht, ist er, chemisch, nur sehr
wenig vom Glanzkobalt verschieden, und man sieht, wie
hartnackig F e S * +F e As2 an seiner rhombisch-prisinatischen Krystallisation fest halt. Hatte man die Mischung
des Glaukodots in der Krystallisatiou des Glanzkobalts gefuuden, so wiirde inan einen solcheu Kbrper gewifs iiur
als eiue Abanderung des letzterii, vaiiirt durch deu etwas
hbhern Eisengehalt, beurtheilt haben. Darum diirfte es nicht
gewagt seyn, auszusprecheo, dars die Substans &s Glanakobalts dimorph sey. Von diesem Miueral hat man iiberhaupt zur Zeit zu wenig chemische Analysen, vielleicht giebt
es davon eine Abanderuiig, deren Beimischuug an Eisen
ebeuso betriichtlich segn kduute, als dieselbe im Glaukodot ist. Wirklich besitzt jenes Nuancen der Farbe und
des specifiscben Gewichts , welche darauf hindeuten.
Das der Glaukodot ein merklich geringeres Gewicbt lint,
als der Akontit oder Kobaltarsenkies von Skutterud, weIcher ($2 wiegt, von Hrn. S c h e e r e r aualysirt wurde und
wofur dieser die Formel
3 ( F e S2 + F e A s ? ) + (Co S2 + C o As')
aufstellt, kann dadurch erklart werden, dafs iu jenern drei
134
Proc. Schwefel mehr und 2 Proc. Arseii weuiger als in
diesem enthalten sind.
11. E m b o l i t o d e r B r o m c h l o r s i l b e r .
A.
M i n e r r l o g i s c h e B e s t i m m u n g von A. B r e i t l i a u p t .
Da das Mineral zwar nicht genau iii der Mitte zwischen
Silberhornerz und Bromsilber steht, aber mit beiden und
init dem Jodsilber, ein Genus, Cerargyrites, bildet; S O
schlage ich den Nalnen Embolit, Cerargyrites Enabolites vor,
nach E6u&liov, das Eingeschobene. Die aufsern Kennzeichen sind:
Demantglanz ,
Farbe, iiufserlich oliven und spargelgriin, inuen schwefelgelb bis zeisiggrun. (Friscli ausgeschinolzen ist es ebeafalls schwefelgelb.)
Primarforin : Hexaeder. Nur in der Combination des
Octaeders 0 mit dcin Hexaedsr H bekaiint, docli sind die
kleiiieren Fllchen der letztern Gestalt nicht eben, sondern
gekbrnt und gerippt , wahrscheiiilich auf ein hcraederkantiges Ikositessaroeder hindeutend. Auch derb, eingesprengt
und iu Gaiigschniiren , spaltbar , hexaedriscli in Spuren.
Bruch, hakig.
Harte ongefiihr 2. Vollkominen geschmeidig.
Specifisches Gewicht : 5,806, R r e i t h a u p t ; das Ausgeschmolzene fand Hr. P 1 a t t n e r 5,789 von gelber und 5,790
von grtiner Farbe, nach einer neuerlichen Probe auch etwas iiber 5,8. Nimmt man das spec. Gewicht des Bromsilbers nach Hrn. K a r s t e n = 6,3 und das des Hornsilbers
= 5 3 , so fiudet eine gute Uebereinstimmuug zwischen den
Gewichten und den uiiten gleichfolgenden Mischungsmengen statt, denn, darf man sich nach den Atomen eine Berecbnung des spec, Gewicbts erlaubeu, so wijrde dasselbe
5,82 fiir den Embolit seyn.
Das Mineral, von welchem ich einige Exemplarc der
Giite des bier studirendeii Hrn. S e w e l 1 verdanke, findet
sich in der Grube Colorada zu Copiapo i n Chilc auf Gangen in einein sehr eisenschUssigen und deshalb schinuzig
135
roth und gelb gefarbteu Kalksteiu, welclier nach Hru. I) o m e y k o der Kreide-Formation augehi)rcn soll. Die Krystalle sitzeii auf zart krystallisirtein Kalkspath; gediegeues
Silber ist wieder dariiber. Wirkliches Chlorsilber, Horne n , fiudet sich ebeiifalls zu Copiapo.
B. Chemiscbe U o t e r s u c h u n g
v n u C. k'. P l a t t n e r
I).
Die init dem Mineral augestellte clieluische Analyse ergab inir
66,862 Silber
20,088 Broin
13,050 Chlor.
Nach der Formel 2AgBr + 3 A g C1, die inau wegeii
der nalieii Uebereiiistimmuog als vollgiiltig aaseheii darf,
berecbiiet, erlillt man:
66,964 Silber
19,841 Brom
13,193 Chlor
C. A n m e r k u n g v o n A. B r e i t h ~ u p t .
Es ist zu bezweifelu, d a t das reiue Bromsilber an diesem Fundorte vorkomme; denn Hr. H. Th. R i c h t e r hat
zahlreiche Versuche mit verschiedeneo Stiickeii vou Copiapo
angestellt und stets neben dem Brom auch Chlor gefunden. Das Bromsilber, welches Hr. B e r t h i e r untersuchte,
(diese Annalen Bd. 54) war von der Grube Sau Onofre im
Uistricte Plateros iu Mejico, und wird voii Quan, Weifsbleierz, Eisenoxyd und gediegen Silber begleitet. Es fiihrt
dort den Namen Pluta uerde, gruues Silber.
111.
Lonchidit.
A. M i o e r r l o g i s c h e B e s t i r n m u n g d e s s e l b e n v o n
A. B r e i t b n u p t .
Unter dem Nameii Kausimkies, welcheii ich falleu lasse,
hatte ich in der dritteu Auflage ineiuer Charakteristik des
1) Hr. Prbf. P l a t t n e r war bisher durch Krbklichkeit bchindert, die
Melhode und den Gang seiner Analysc ausfulirlich nicdertuschreiben,
wird aber das NBthige hierzu bald folgcn Iasscn konncn.
Mineral -Systeins einen Kics aufgefiihrt , deli ich neuerlich
erst gehilrig kennen gelernt und geiiau untersucht habe.
Nacb den kleiiien speerfilrmigen Krystallen habe ich ihm
den obigen Namen gegeben, nach Ao~pJLoud. i. ein kleiner Speer. Die aurseren Kenuzeichen sind folgende :
Lebhafter Metallglanz.
Farbe zinnweifs, zuweilen bunt auch griinlich grau angelaufen. Strich schwarz. Ueberhaupt nach Glanz, Farbe
und Strich i n nichts von deli gewiihnlichen Arsenkiesen verschieden.
Primarform : Domatisches Prisma, P & = 79" 14' an der
Endkante, w P = 79" 36' uiid 104O 24'. Der erste Winkel
wurde direct durch Messuug gefundeii, der zweite aus der
Neigung der domatischcn Fldchen zweier Iiidividueu im
Zwilling, welche 1 2 3 O 39' betrug, also die Neigung des
Doma gegcn das Prisina = 61" 49+',berechnet. Auch kommt
1 P j6 mit vor. Die Messuiigen waren vollig befriedigend.
Die Krystalle sind stets Zwillinge und Drillinge voin Gesetze des Speerkieses. n i e Spaltbarkeit ist priniar-prismatisch ziemlich deutlich; basisch, undeutlich bis sehr undeutlich ; Bruch, uneben. Sind die Krystalle nierenfilrinig zusammengehauft, so fiiidet zugleich eiue biischelformige auseinander Iaufend stangliche Zusammensetziiiig statt, und das
Ganze zeigt die sogenannte Glaskopf -Structur.
Harte = 7$ bis 79.
Specifisches Gewicht = 4,925, 4,936, 4,938, 4,962, 5,001,
in fiinf Abanderungen.
Den Lonchidit kenne ich von drei Fundorten. Von
Zeit zu Zeit ist er in kleinen Parthien auf der GrubeKurprinz Friedrich August zu Gros -Schirinn bei Freiberg, stets
auf Kupferkies sitzerid und noch von Eisenkies, Eisenspath,
Hornstein, Quarz etc. begleitet vorgekoiiimen. Vor eiuigen Jahren fand ich ihii auf der Grube Sauschwart bei
Schneeberg. Von Coaks Kitchen ,in Cornwall, ebenfalls
iiber Kupferkies, lernte ich ihn i n Zwillingcn und Drilliiigen keniieii, welche die Flacheii cines sehr flachen Doma,
entweder 4 P % oder 4P &, g d s ausgedehnt zeigen.
137
Das Miueral ist der Zerstilrung durch t itriolescirung
ausgesetzt.
Obwohl es in chemischer Hinsicht dem rbombischen
Schwefelkies d. i. dem Speerkies nahe steht, so kornmt es,
wenn wir den Wiukel des Prisma ausnehrnen, den Arsenkiesen in Rticksicht auf aufsere Kennzeichen vie1 naher.
B. Chemische U n t e r s u c h u n g d e s L o o c h i d i t ’ s v o n
C. F. P l a t t n e r .
In einer an einem Eude zugeschinolzenen Glasrtbhre nacli
und nach bis zuul Rothgliihen erhitzt, sublimirt sich eiue
geringe Menge von Schwefelarsen, welches unter der Abkiihlung gelb wird. Das durchgegliihte Probesttickchen erscheint etwas dunkler von Farbe wie vorher und folgt dein
Magnet.
111 einer a n beiden Enden offnen Glasrbhre giebt er bei
schwacher Hitze schweflige und arsenige Sanre, bei st3rkerer Hitze dagegen Scliwefelarsen ans.
Auf Kohle mit der Reductionsflamme beriihrt, verfliichtigt sich Schwefel und Arseu, wahrend das Probestuckcheu
sich mit einem griinlich blauen Scheine umgiebt, und das
Arsen durch den Geruch uud durch deli sich bildenden
Bescblag von arseniger Saure erkaiint wird. 1st ein gewisser Theil des Schwefels und alles Arsen fort, so schrnilzt
das Probestiickchen ruhig zur Kugcl, die unter der Abktihlung auf der Oberfltiche krystallisirt und nach villligem Erkalten dem Magnete folgt. Wahrend die Probe zur Kugel schmilzt, bildet sich noch ein geringer gelber Beschlag
von Bleioxyd uud ein weifser von schwefelsaurem Bleioryd.
W i r d eine kleine Meuge des Kieses im gepulverten Zustande auf Kohlen abgerbstet, und die geriistete Probe mit
Glasfliissen behaiidelt , so bekornmt man folgende Resultate.
In Borax lilst sich die geriistetc Probe leicht auf und
giebt iin Oxydatioosfeuer eine dunkelrothe Perle die unter
der Abktihlung griin wird; wird diese Perle auf Kohle mit
Zi,nn behandelt, so wird sic blaugriln. (Eisen uiid Kobalt.)
138
In Phospliorsalz liist sich die geri)stete Probe ebeiifalls
leicht auf uiid giebt eine dunkelrothe Perle, die unter der
Abkiihlung griin und dann violett wird (Eisen und Kobalt);
niit Zinii auf Kolile behandelt, wird sie unter der Abkuhlung roth und uudurchsichtig (Kupfer).
Durch eine Reductionsprobe nrit eiiiern Zusatz VOII Gold
lal'st sich, wenii das Gold daiiii rnit Yhosphorsalz behaudelt wird, ebenfalls ein geriiiger Gehalt von Kripfer uiid
Koba I t nac h w eiseii .
Dieser Kies besteht demiiach hauptsachlich aus Eiseii
iind Scliwefel, und enthalt aufserdein iioch eine merkliche
Menge Arseu, sowie aiich geringe Mengen von Kupfer,
Kobalt und Blei.
Bei der quantitativen Bestimrnung der eiiizelnen Bestandtlieile ergab sich, dafs dieser Kies i n 100 Gewichtstheilen
enthalt :
49,612 Theile
4,396
44,225 0,354 0,749 0,206 99,540.
-
Schwefel
Arsen
Eiseii
Kobalt
Kupfer
Blei
Wollte inau fur diese Verbiiidui~g eine cheinische
Foruiel entwerfen, so wurde sie ungefahr aussehcn wie:
( F e Sz+ Fe Asz ) + 24 F e S2,worin im ersten Gliede eiu
Theil des Eisens durch Kobalt ersctzt ist, uiid Lnau daher
schreiben inufste:
[(Fe, Co) Sz+ ( F e , Co) As2]
-+ 2 4 F e Sz
Dal's aber eiue solche Forinel nicht acceptirt werden
wiirde, ist zu vermuthen.
Nacli ineiuein ganz uuinafsgeblichen Dafiirhalten besteht
I1
der Louclridit aus F e , verbunden mit etwas Arseukies
( F e S' +- F c A s ? ) i n welchern letzteren aber eiii Theil des
Eisens durch Kupfer und Kobalt ersetzt ist.
139
Da sich iiun in mehreren Schwefelkiesen ' ) Schwefelarseii in kleineii , aber wahrscheiiilich verschiedenen Mengen findet, so gewinnt diese Annahme auch an Wahrscheinlichkeit. In welchem Ziistande das Kupfer im Lonchidit
enthalten sey, ob als k u oder als Cu, lafst sich nicht init
Bestimlntheit uachweisen. Da iiidesseii angenommen wird,
d a k k u isomorph mit F e sey, so lakt sich auch annehmeii,
dnfs ein Theil des F e durch C u ersetzt werden kiiniie; es
ware denii, dafs sich das Schwefelliupfer in Verbindring
mit Schwefeleisen als eine bestimmte Verbiuduiig darin befaude, und zwar als Buudkupfererz voii der ZusammenI
setzung Cu3 Fe.
IV. K o u i c h a l c i t .
111
A . M i n e r a l o g i s c h e B e s t i n i m u n g v o n A. B r e i t h a u p t .
Schon seit Jahren bemerkte ich unter den Malachiten
der biesigen methodischen Sammluug ein Exemplar, welches
ich nie for Malachit gehalten. lcli boffte immer noch irgend woher mehr von dem Mineral zu erlangen; jedoch
bis jetzt ohne Erfolg. Als nun vor einiger Zcit Hr. F.
W. F r i t z s c h e ein neues Mineral cliemisch zu aiialgsiren
wunschte, gab ich ihm jeues, an welchein ich erkaniit hatte,
dafs es cine neue Species von folgendeii Eigenschaften sey:
Geringer Glasglanz.
Farbe, Mittel zwischen pistacien - uud smaragdgruu,
mehr das erstere. Strich, ebenso. Au deli Kanteii durcbscheinend.
Nierenfdrmig und in Gangtriimmeru. Bruch, splittrig,
in krystallinisch feinkdrnige Zusaminensetzuug ubergehend.
SprBde.
Harte 5f bis 5$.
Specifisches Gewicht = 4,123.
Das Stuck war mit eiuer Etikette versehen, worauf:
,,Hinojosa de Cordoaa en Andalucia" stand. Es ist hierJ m h aus Spanien. A h einziger Blterer Regleiter erscheint
kdrniger Quarz in Hornstein iibergeheud.
1 ) Siehe den Mgenden Aiifsntr.
140
Der fur das Mineral gewahlte Name beziebt sich auf
die chelnische Mischung , iu welcher gleiche Aequivalente
voii Kalkerde und Kupferoxyd auftreten; unter xdvin hat
inan jedeiifalls Kalk verstanden.
R. Clieinische U o t e r s u c h u n g d e s K o o i c h a l c i t s
I?. W. F r i t z s c h e .
VOII
Der Konichalcit ist bei dreimaliger Untersuchung in 100
Theilen zusainmengesetzt gefunden BUS:
J.
111.
11.
Kupferoxyd
31,76
31,60
Kalkerde
21,36
21,82
22,lO
Arsensaure
30,68
32,4 1
Van a di nsaure 1,78
Phosphors6ure 8,81
9,L O
Wasser
5,6 1
530
5,56
Hierzu inufs bemcrkt werden, dafs bei I. die Phosphorzlure aus dein Verlust bestimnit wurde.
Der Sauerstoffgehalt ergiebt sich in
L
If.
111.
Kupferoxyd
31,76
6,40
6
Kalkerde
21,36
6,20
6
Arsensaure
30,68
10,G6
Vanadinsaure 1,78
0,36
15
Phosphorsaure 8,Sl
4,93
Wasser
5,61
4,98
5
1
rind es lakt sich die Formel 2Cu3 i s + C a b €; + 5 €4 auC
stellen, welche nach der Berechnung und wenn man die
Vanadinsaure mit unter der Arsensaure begriffen nimmt,
er forder t :
6 Atome Kupferoxyd
31,58
6
Kalkerde
21,4 1
2
Arsensaure
30,57
1
Phosphorsaure 9,45
5
Wasser
5,97.
A I I it1 c r k ii n 5. HI.. F r i t z s c ti c vermutliet , dak iiicli t
iiur das iiiiii inchrfach bckannte Zusammenvorko~nmen der
141
Vanadinsaure init Phosphorsaure und Arsensaure, sonderii
auch andere Urnstlode es wahrscheinlich machen, es werde
jene dieseii ahnlich zusammengeselzt seyu und die Formel
ii' erhalten. Es feblt ihm iiur an Material, urn seiiien Untersuchungen darliber die erforderliche Ausdehnung gebeii
zu kannen.
P
XII.
Haujger Arsengehult in Eisenkiesen;
von A u g u s t B r e i t h a u p t .
N a c h d e m Hr. T r i p i e r Arsen im Siiiter aus dem Wasser von Haman-Mescoutine gefunden hatte, wurde vom
Hrn. W a I c h n e r in der Versammliing der Naturforscher
zu Bremeo, die von ihm sattsam erfahrene so wichtige Thatsache mitgetheilt, dafs die Okern, welcbe von eisenhaltigen
Quellwassern abgesetzt werden , zieinlich allgemein auf arsenige Saure reagiren. Schon dadurch ist erwieseii, dafs
sich Arsen in vielen Orten findet, wo man diefs nicht vermnthete. In Bezug auf die haufige Frequenz dieses Metalls fiihre ich neue Erfahruiigen an.
Auf der Grube Kurprinz Friedrich August bei Freiberg
kommt seit einigen Jahren zieinlich haufig ein Eiseiikies
vor, der eine etwas s c h h e r e gelbe Farbe, die sich selbst
etwas dem Broncegelben nahert, zeigt, als anderer Eiseukies. Ich ersuchte Hro. P l a t t i i e r zu sehen, ob sich eine
chemische Verschiedenheit nachweisen lasse uud er faiid
einen leicht wahrnehinbaren Arsengehalt. Es ist zwar scbon
bekannt gewesen, dafs manctie Eiseukiese etwas Arsen enthalten, allein dafs diefs von so vieleu Abanderungen dieses Miuerals der Fall ist, wie ich zeigen werde und unter welcheu besondereu Umstaadeu er eiutritt, war iiiclit
bekannt. Weuu ein solcher Arseugehalt uoch weiiig uiier steigt jedoch auch bis etwas iiber
Ler Proc. betrlgt
1 Proc., - so wird er auf folgende Weise nachgewieseii.
Briugt inaii Brbckchen des Eisenkieses in eine an eiiieni
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