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Bethke G. Dr.-Ing. Das Wesen des Gubetons. Eine Studie mit Hilfe von Laboratoriumsversuchen. 58 S. 33 Abb. 19 Tabellen. Berlin 1924

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Neue
Bficher
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Otto Kestner, C h e m i e d e r E i w e i D k o r p e r. Vierte, umgearbeitete Auflage mit einer Abb. 422 Seiten. Friedrich VieR.-M. 21
weg k Sohn. Uraunschweig 1925.
0.K e s t n e r hat sich ein groBes Verdienst erworben, indem er ,sein bekanntes Buch ,,Chemie d e r EiweiDkorper" neii
herausgegeben und die gewaltig angeschwollene Literatur dieses
Gebietes gesammelt hat. Als ein besonderer Vorzug des Werkes
darf angefuhrt werden, daB e s auch die alteren wichtigen, aber
haufig schon in Vergessenheit geratenen Befunde berucksichtigt.
Am gelungensteli erscheint deni Referenten der umfangreichere
,,Besondere Teil", d e r fast 240 Seiten umfaDt und d i e genuinen
EiweiBkorper behandelt. So guten Beschreibungen der nativen
Proteine, wie sie hier geboten werden, begegnet man selten.
1)abei scheint n u r das Zymokasein d e r IIefe zu fehlen, dem man
in den letzten Jahren erhohte Aufmerksamkeit geschenkt hat.
1)ankenswert ist es zugleich, daB d e r Verfasser nicht allein
die Bausteine d e r Proteine, sondern auch deren chemische wie
biologische Umwandlungen hernngezogen hat. Bei der Fulle
de. gebotenen Stoffes ist es natiirlich begreiflich, daB den1
Autor unbedeutende Ungenauigkeiten bei d e r Beschreibung des
'I'rqptophnns, des Cystins sowie d e r bakteriellen Umwandlungen
von Aminosauren untergelaufen sind. I n dem Kapitel uber die
Anordnung d e r Rausteine im Eiweil3 wird eine kommende Auflage d i e Rolle d e r Diketopiperazine, Dioxy-dihydropyrazine SOW ie d e r Oxazolinringe hervorheben mussen, insbesondere die
komplexe Verknupfung dieser Gebilde oder d e r Polypeptide niit
IIilfe von Sebenvalenzen zu assoziierten Aggregaten. I m ganzen
aber bildet d i e K e s t n e r sche Monographie ein s e h r wertvolles
und willkommenes Nachschlagewerk fur die vielen Interessenten
N e u h e r g . [BE. 353.1
auf dem Gebiete der EiweiBchemie.
Riescnfeld, Dr. rer. pol. L.,Apotheker. Z u r R e f o r m d e s
A p o t h e k e n w e s e n s. Berlin 1925. Julius Springer.
R.-M. 3,60
Die Schrift sucht d i e Frage zu beantworten: ,,Entspricht die
Organisation des Apothekenwesens i n Deuischland dem Stande
d e r pharmazeutischen Produktion und den Rediirfnissen d e r
Arzneiversorgung?" Verfasser behandelt damit ein Thema
\om volkswirtschaftlichen Standpunkt, das zurzeit d i e Spalten
aller phiirmazeutischen Fachzeitungen fiillt. Die Zustande iin
Apothekenwesen sind durch die Entwicklung d e r pharmazeutischen GroBindustrie, das Spezialitateiiunwesen, den damit Hand
in Hand gehenden Ruckgang d e r Rezeptur, die gesetzliche und
ungesetzliche Konkurrenz durch die Drogisten und nicht zuletzt
durch die Macht d e r Krankenkassen, derartig unhaltbar geworden, daB so ziemlmich in allen Interessentenkreisen, Arbeitgeber
oder Arbeitnehmer, d i e -4nsicht besteht: So kann es nicht
weitergehen. Sur dnrhber, aie abgeholfen werden soll, gehen
d i e Ansichten weit auseinander. Es ist daher sehr verdienstlich, daD d e r Verfasser in diesem Zeitpunkte eine wissenschaftliche Arbeit uber dieses Thema \eroffentlicht. Naturlirh wird
man nicht erwarten konnen, dnO von ihm eine ideale Losung
d e r Frage gebracht wird. Dazu sind d i e Interessengegensiitze
zu groB. S c h e r aber wird jeder Leser Anregung und mancherlei
Aufklarung finden und danarh irnstande sein, seine eigene Ansicht zu bilden.
1)as Ergebnis seiner Studie kann in folgende Sltze zusammengefafit werden:
1. Es ist zwecltmaBig, d i e Apotheken in ihrer spezifischen
Eigenart zu erhnlten. Die vollige Freigabe des Arzneimittel
kleinhandels ist zu verwerfen.
2. Die Wirtschaftlichkeit des bestehenden Systems ist durch
geeignetc MaBnahmen zu steigern. S c h a d 1 i c h seien die
Niederlassungsfreiheit, die Einschrlnkung des Apothekenmonopols z u p n s t e n d e r Drogisten, die Ausdehnung des Dispensierrechts d e r A n t e und Tierarzte uber das durch das Interesse
d e r Arzneimittelversorgung gebotene MaB, d i e Errichtung von
Krankenkassenapotheken und die Selbstabgabe von Arzneimitteln a n die Mitglieder durch die Krankenkassen, und zwar
nicht n u r im Interesse d e r Wirtschaftlichkeit d e r Apotheken,
sondern such in dem des Volksmohls.
Dageqen wurden sich als n ii t z 1 i c h erweisen: Zentralisierung des Einkaufs, bessere Ausnutzung d e r Apothekenlaboratorien, Zentralisierung d e r Anneimitteluntersuchung, Zulassung \ o n Personal zweiter Klasse, Vereinfachung d e r A n n e i taxe.
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Zeitschrift filr
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[angewandte Ch!mle
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3. Die Staats- oder Kommunalapotheke ist unzweckmaBig.
Es wurde weit uber die Aufgabe einer Besprechung hinausgehen, wenn auf alle diese Punkte eingegangen wurde; n u r
zwei diirfen nicht unwidersprochen bleiben: Zentralisieivng
d e r Arzneimitteluntersuchung und Zulassung von Personal
zweiter Klasse. Es ist gewiB nichts dagegen einzuwenden.
w-enn dem Apotheker die Untersuchung solcher Arzneimitte!
abgenomnien wird, die im Apothekenlaboratorium nicht oder
doch n u r mit Aufwendung unverhaltnismaBiger Arbeit und
Kosten ausgefuhrt werden kann. Ich mochte dnzu au5er den
Heilseren d i e pharmakologisch einzustellenden Praparate, wie
Digitalis, Convallaria, Scilla u. a. rechnen. Bei solchen Praparaten sollten ahnliche MaDnahnien getroffen werden, wie sie
fur d i e Seren bereits bestehen. Uaruber hinauszugehen, wiirde
ich fur ein Ungluck halten. Der Apotheker soll fur die Gute
seiner Waren, einstehen, und das kann er n u r auf Grund eigener
Priiiung. Keine Hageda oder andere Handlung kann und darf
ihm diese Pflicht abnehmen; denn erstens sind in einem solchen
Betriebe Irrtumer moglich, fur die nach den gesetzlichen Bestimmungen n u r d e r AFotheker, nicht d e r Lieferant, haftbar
ist, und zweitens - d e r Apotheker wird damit uberflussig, oder
e r hat hochstens noch die Aufgabe, d i e Irrtumer seiner Liefernnten zu biifien. Dazu durfte ein erheblich geringeres Mal3
a n Ausbildung ausreichen, als jetzt gefordert und in erhohtem
MaBe fur die Zukunft angestrebt w i r d
Personal zweiter Klasse wiirde eine neue Konkurrenz fur
die Apotheken groBziehen und ist tlaher nur in ganz beschrankCadamer. [BB. 64.1
tem MaBe zuzulassen.
Deussen, E., D i e t h e o r e t i s c h e n u n d p r a k t i s c h e n
Grundlagen der Sterilisation im Apothekenb e t r i e b. Leipzig 1954. ,Selbstverlag des Laboratoriums
fur angewandte Chemie und Pharmazie Leipzig.
Der Verfasser will mit seiner, aus vieljahrigen Vorlesungen
entstandenen Schrift einen Leitfaden fur d i e Sterilisationsiibungen d e r Pharmaziestudierenden auch anderer Universitaten bieten. Man muB ihm fur diese Bestrebung dankbar sein.
Nach den Prufungsvorschriften fur Apotheker von 1904 soll sicli
d e r Studierende vor Zulassung zur Staatspriifung mit den wichtigsten Sterilisationsmethoden vertraut gernacht haben. hleines
Erachtens sollten sich fur diese Aufgabe die hygienischen Universitatsinstitute zur Verfugung stellen. An einigen U n i v e m taten ist das auch d e r Fall, a b e r bei d e r Mehrzahl nicht. Es bleibt
daher nichts anderes ubrig, als die vorgeschriebenen Sterilisationsiibungen in den pharmazeutischen Instituten abzuhalten. Begreiflicherweise sind in diesen d i e Einrichtungen zum Teil unzullnglich; aurh sind die a1s Lehrer in Frage kommenden allenfalls
genugend bakteriologisch geschult, um d i e Methoden lehren ZII
konnen, sie vollig wissenschaftlich zu beherrschen, durften sie
aber nieist nirht in d e r Lage sein. Dadurch entsteht eine mehr
handwerksmaBige Ausbildung, die d e r Universitat nicht wurdig
ist. E s sollte von den Unterrichtsministerien darauf gedrungen
werden, daB ein Kursus fur Sterilisierubungen mit besonderer
Berucksichtigung d e r pharmazeutischen Belange in den hygieniwhen Instituten abgehalten wird. Solange d a s nicht d e r Fall
ist, wird das Biichlein von C. D e u s s e n den Lehrern und
Studierenden d e r pharmazeutischen Institute ein s e h r willkommenes Hilfsmittel sein. Es bringt d i e Methoden d e r Sterilisation nebst Apparatur, Aufbeaahrung sterilisierter Gegenstande, Xahrbeden. P r u f u n e des Keimwhaltes d e r Luft, dea
Wassers und d e r Hande, Mikroskopie d e r Rakterien, spezielle
Anwendung d e r Sterilisation auf Arzneimittel, Ampullenfiillung, Priifu,ng auf Keimfreiheit, Nachweis von Tuberkelbazillen
und Gonokokken, Richtlinien fur die Desinfektion von Rlunien
iind Gegenstanden.
Cadnmer. [BR. 49.1
Bethke, G., Dr.-Ing.. D a s W e s e n d e s G u f3 b e t o n s. Eine
Studie rnit Hilfe von Laboratoriumsversuchen. 58 S., 33 Abb.,
19 Tabellen. Berlin 1924. Verlag Julius Springer.
Geh. R.-M. 3,30
Die vorliegende, unter Anleitung von P r o b s t , Karlsruhe
entstandene Studie stellt eine sehr dankenswerte Arbeit dar,
insofern, als sie d a m beitragen durfte, das in Deutschland vielfach herrschende Vorurteil gegen diese Betonierungsart zu beseitigen. Denn sie erweist mit ihren Untersuchungsresultateti,
daf3 durch richtige Kornzusammensetzung d e r Zuschlage -.
Guljbeton fordert mehr Sand als Stampfbeton - und richtigen
Wasserzusatz die Entmischung des Betons ausgeschaltet urid
eine ausgezeichnete Qualitat desselben erzielt wird, und gibt so
eine vorziiglich Unterlage fur die Anwendung der GuBbetonW e c k e . IBB. 29.1
bauweise.
I
Personal- und Hochschulnachrkhten.
I
E r n a n n t w u r d e n : Dr.-Ing. 0. B o h l e r , Wien, von
der Deutschen Technischen Hochschule Brunn zum Dr. Techn.
E. h. - Hofrat Prof. F r . E m i c h , Forderer d e r Mikrochemie, Graz, von der Technischen Hochschule Aachen zum
I)r. Ing. E. h. - Kommerzienrat H. P f e i f e r , Freital-Dohlen,
Generaldirektor, wegen seiner hohen Verdienste um da s Eisenhiittenwesen, insbesondere die Stahlveretlelung, von der Bergakademie Freiberg i. S. zum Dr. Ing. E. h. - Geheimer Bergrat Dr. K. A. W e i t h o f e r , Generaldirektor der Oberbayerischen Aktiengesellschaft fur Kohlenbergbau, Miinchen, von der
Technischen Hochschule Munchen zum Dr. Ing. E. h.
Dr. W. W. S c o t t , bisher Prof. der Chemie an der Colorado School of Mines, hat die Professur fur analytische Chemie
an der Universitat Los Angeles angenommen.
G e s t o r b e n i s t : Dr. H. B u s c h , stellvertr. Vorsitzender im Aufsichtsrat des Deutschen Kalisyndikats G. m. b. H.,
Berlin, am 9. Juli.
I Verein deutscher Chemiker. I
Haupfversarnmlung 1 9 2 5
vom 1. bis 5. September in NUrnberg.
Pnchgruppe fiir anorpanische Chemie: H. Z I) c h e r , BeslinDahleni: ,,vber einiye physikalisch-chemisclie Versuche
mit den B 1 u u scheri Koinplexsalzen von H . F r e u n d l i c h und V . B i r s t e i n " . - H. M e n z e l , Uresden:
,,Die thermische Zersetzuny der Alkaliborate"; mit Versuchen. - K 1 e ni m , Hannover: ,,Dichteinessunyeri an
geschmolrenen Saken". - Der Vortrag F r i c k e , Miinster: ,,vber das komplerchemisclie Verhalten des Berylliurns" findet nicht in einer gemeinsamen Sitzung der
Fachgruppe fur anorganische und organische Chemie, sondern in der Fachgruppe fiir anurganisehe Chemio statt. Fachgruppe fur Fettehemie: K. P i s t o r , Griesheim: ,,Uber Umesterunyen beim Erhitren von Fettsaureglyceriden mit
Harzsauren".
Fachgruppe fur organisehe Chemie: H. S t a u d i n g e r , Zurich:
,,L'ber die Konstilution der hochpolyrneren Substunzen,
Kautschdc usw.".
50 jlhriges Dienstjubilaum.
Zum 50 jahrigen Dienstjubilaum von Direktor W. K ii s e 1
in Bernb'urg-Solvayhall spricht der Verein deutscher Chemiker
dem Jubilar seine herzlichsten Gliickwunsche aus. Moge er, der
als 77 jlhriger noch immer in erstaunlicher Frische des Geistes
und Korpers seiner verantwortungsvollen Tatigkeit obliegt, und
a n unseren Vereins- und Standesangelegenheiten unverandert
gro5en Anteil nimmt, noch lange J ah r e so erhalten bleiben. Das
ist insbesondere auch der Wunsch des Bezirksvereins Sachsen
und Anhalt, bei dessen Veranstaltungen e r ein infolge seiner
liebenswiirdigen Personlichkeit stets hochgeschiitzter treuer Besucher ist.
Sein Lebenswerk ist anlaBlich seines 75 jahrigen Geburtstages von d e r berufenen Feder des inzwischen verstorbemn
H. P r e c h t in Angew. Ch. 36, 261, 1923 so trefflich gezeichnet
worden, d a 5 wir uns hier mit einer kurzen Angabe seiner
wichtigsten Lebensdaten begniigen konnen.
W. K ii s e 1 , geboren am 16. Mai 1848 zu Garssen bei Celle,
bewchte nach dem Verlassen der Schule zunlchst ein Jahr lang
eine Nandelsschule in der Absicht Kaufmann zu werden und
war dlann, im Anschlufi hieran, zwei Jahre in einem kaufmlnnischen Engrosgeschiift tatig. Hierauf arbeitete er ein
Ja hr
lang in dem technischen Betriebe einer Papierfabrik. Alsdann widm'ete sich W. K i i s e l auf dem Folytechnikum in Hannover - der spateren Technischen Hochschule - dem Studium
der Chemie sowie dem Maschinenbau lind den dazu gehorigen
Nebenfachern. Im Juli 1875 legte W. K u s e l die Diplompriifung in Hannover ab. Am. 1. August 1875 trat er als Be-
triebsassistent von 1)r. A. F r a n c k , dem Entdecker der Uewinnung des Chlorkaliunis aus Kalisalzen, in die Patent-Kalifabrik der Vereinigten Chemischen Fabriken A.-G. zu Leopoldshall-Sta5furt ein und ubernahm nach einigen Monaten die
Leitung des Betriebes dieser Patent-Kalifabrik. Am 1. J d i 1887
erfolgte W. K u s e 1s Eintritt bei den Deutschen Solvay-Werken
A.-G. in Bernburg, woselbst er zunachst etwa ein Jahr lang als
Direktor in der Sodafabrik tiitig war. Im Somnier 1888 iibernahm W. K ii s e 1 sodann die Leitung des Chlorkalium-Fabrikbaues d,er Deutschen Solvay-Werke A.-G. und nach dessen Fertigstellung im Juli 1890 die technische Leitung der ChlorkaliumFabrik nebst Nebenbetrieben. Wahrend seiner Betriebsleitung,
die er jetzt noch inne hat, haben die vorstehenden Fabrikanlagen bedeutende Erweiterungen erfahren und sind stets mit
den neuesten und zweckmaljigsten Errungenschaften der Technik
ausgerustet worden, so da 5 diese Fabrikanlagen in jeder Hinsicht als hochmodern und mustergiiltig anzusehen sind. Eine
ganze Reihe von Pateden, welche der Deutsche Solvay-Werke
A.-G. erteilt worden sind, entstammt den Anregungen und A u s
arbeitungen von W. K i i s e I .
Ganz besondere Verdienste um die Kaliindustrie im allgemeinen hat sich Direktor W. K ii s e 1 durch von ihm erfundene
Verbesserungen im Losebetriebe der Chlorkaliumfabrikation
erworben; insbesondere auch durch sein Brom-Rektiiikaticm+
verfahren, welches bis jetzt noch uniibertroffen und allgemein
in Anwendung ist. (Siehe Pf e i f f e r , ,,Handbuch der Kaliindustrie", Seite 150 u. 327.)
____
Dr. C. Scheuer.
Dr. C. S c h e u e r , Hannover-Linden, vollendete am 6. d. M.
sein achtzigstes Lebensjahr. Ein arbeitsreichea Leben liegt
hinter ihm. In seiner Lieburtsstadt Wiesbaden absolvierte er
die Schule und machte den Vorbereitungsdienst als Apotheker
durch. D a m studierte er bei F r e s e n i u s in Wiesbaden, woselbst e r 1867 nach 11/2jiihrigem Studium eine Assistentenstelle
erhielt.
Oktober 1869 trat S c h e u e r bei de r Chernischen Fabrik
E. de Haen in List-Hannover als Betriebschemiker ein und
wurde dort bald Betriebsdirektor. Nebenbei erganzte er seine
cheniischen Studien a n der damaligen Polytechnischen Schule
in Bannover und promovierte 1876 in Gottingen.
1882 erhielt S c h e u e r den Posten eines Vorstandsmitgliedes der Chemischen Fabrik Rheinau bei Mannheim. Er errichtete dort eine Zweigfabrik Bur Herstellung wichtiger Chemikalien, die sich rasch entwickelte.
1886 trat S c h e u e r bei der Aktiengesellschaft Georg
Egestorff's Salzwerke als Leiter de r Chemischen Fabrik ein,
welchen Posten er solange behielt, bis seine geschwachte Gesundheit ihn zwang, die Betriebsleitung aufzugeben. Die Salzwerke erhielten sich sein hervorragendes Wissen und seine
Erfahrungen auch dann noch weiter und betrauten ihn auch
mit der Leitung des wissenschaftlichen Laboratoriums. Lange
Ja hre hat S c h e u e r zum Wohle dieser Gesellschaft gewirkt,
und auch noch in seinem hohen Alter und trotz eines Augenleidens hat e r bis in die letzte Zeit seine Tatigkeit noch nicht
vollstandig aufgegeben.
Dr. S c h e u e r nahm regen Anteil an der Griindung der
Gesellschaft fur angewandte Chemie, jetzt Verein Deutscher
Chemiker, im Jahre 1887 und ist einer der wenigen, jetzt noch
lebenden Ciriinder des Hannoverschen Bezirksvereins, des
altesten Bezirksvereins des Vereins Deutscher Chemiker. In
seinen jungeren Jahren war e r besonders riihrig in der Vereinstaligkeit und bekleidete verschiedene Male das Amt eines Vorsitzenden des Hannoverschen Bezirksvereins. Hier wirkte
S c h e u e r auoerordentlich anregend durch seine Vortrlige und
durch sein von reichem Wissen zeugendes Eingreifen in die
Besprechungen der VortrQe.
AuDer seiner Dissertation uber ,$ie Beziehungen des Lithiums zum Kalium und Natrium und einige interessante Lithiumverbindungen" hat S c h e u e r viele Jahresberichte iiber
,,Die Industrie der Mineralsauren und des Chlorkalks" unter dem
Fseudonym K. R e u s c h in der Chemiker-Zeitung veroffentlicht.
Moge dem Jubilar nach so arbeitsreichein Leben auch noch
wejter ein glucklicher Lebensabend im 1Creise seiner Kinder bes-hieden sein, und moge ihm die geistige Frische, die ihm heute
noch innewohnt, erhalten bleiben.
Dr. J.
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