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Bleilasur (Linarit) aus Nassau.

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Der Gang der Aiialyse gestattete eine genauere Bestimmung der Titansaure, als diefs friiher geschehen war.
Der Ausdruck fur die Zusammensetzung dieses Minerals bleibt hiernach wohl der von W hi t n e y gegebene,
den man indessen auch 2 R 2S i + F e T i 2 schreiben kann.
_-
XIV. Bleilnsur (Linarit) aus Nassau;
oon Dr. F. Sandberger.
Hr. S t r a t m a n n , Director der
Grube und des Hiittenwerks zu Ems, lids im verflossenen Jahre eine alte Halde
behufs der Gewinnung der friiher nicht beachteten Zinkblcude aufriiumeu.
Mancherlei interessante Zersetzungsproducte zeigten sich
bci dieser Gelegenheit, welchc mir zur Untersucliung mitgetheilt wurden.
Die Verwitterung war iiicht bis Zuni Zerfnllcii der Erzstucke vorgeschritten , vielmehr waren die meisten im Innern noch vollkommen frisch und blofs oberflachlich mit
Krystallen von Gyps, theils weifs , theils durch Kupferverbinduiigen griin gefarbt , und braunlichem geflosseneu
Eisenoxydhydrat bedeekt. Mit diesen fanden sich stellenweise sehr kleine lasurblaue Krystalle einer Mineralsubstanz in Menge, welche Hrn. Strati11a n n von einem reisenden Mineralogen als Linerat bestimmt worden waren.
Die Untersuchung dieses KiSrpers mufste mich besonders
interessiren.
Sie ergab folgendes Resultat. Krystalle klinorhombisch,
1 bis 1;'" grofs und beinahe inimer zu Zwilliugen venvachsen
oder zu Strahlenbundeln gruppirt. Die deutlichsten Individuen liefseu die Filichen Q) P 0 P (a,P 00) erkennen ;
aufserdem sind noch einige andere vorhanden , welche indefs his jetzt nicht bestimmt werden konnten. Fnrbe lasur-
.
.
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bIau ; Strich hiininelblau , diairiaiitglanzalii11icherGlasglanz,
durchscheine~ldin hohein Grade. Vor dem L6throhre auf
Kohle giebt das Mineral fur sich Bleischlag und eiii stahlgraues Metallkorn. Mit Soda erhalt inan eine rothgelbe
Schlacke, welche auf Silberblech die Reaction des Schwefels giebt, und Bleikorner. Beiin Gluhen in der Glasriihre
beschlagen sich die W l n d e mit Wasser. Mit Ammoniakflussigkeit zersetzt sich die Substanz beiin Erwarluen sehr
leicht in cine himmelblaue Aufliisung und ein weikes
schweres unliisliches Pulver (schwefelsaures Bleioxyd). Die
blaue Flussigkeit wurdc abfiltrirt , rnit Schwcfelshre versetzt und ein Eiseustab hineingebracht, welchcr sich in
kurzer Zeit mit inetallischem Kupfer iiberzog. Durch diese
Versuche steht es uwweifelhaft fest, dals das Miueral wirklich Bleilasur ist und auch die Entstehung dieser Substanz
f&llt demnach in eine ganz neue Periode. Ohne ZweifeI
ist sie aus der Zersetzung von Bleiglanz uud Kupferkies
hervorgegangen , welche aber durch unbekannte Umstande
inodificirt wordeu seyn mufs, da sich gew6hnlich die aus
beiden Erzen hervorgehenden neuen Producte scharf von
einander sondern. Die Erze, welche auf der alten Halde
liegen , bestehen besonders aus Zinkblende, Eisenspath,
Kupferkies und Bleiglanz, verwachsen wit weikem derbem
Quarz. Die Bleilasurkrystalle sitzen ohne Unterschied bald
auf diesem, bald auf jenem Minerale auf.
Wiesbaden, den 6. Januar 1852.
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bleilasur, nassau, aus, linaria
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