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Bonner Chemische Gesellschaft.

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41. J . h r p l y
m]
Versammlwberichte
stehen sollte, nach den Untersuchungen von W a r t e n b e r g und N e r n s t bei den Temperaturen des Magmas
wider in seine Bestandteile zerfallen. Auch Methan
wlirde, angenommen, daO es sich aus Schwermetallcarbiden gebildet hiitte, bei den Temperaturen, die fur
seine Entstehung angenommen werden miifiten, vollstiindig dissoziiert sein. Nach der Formel: CHI = C + 2H,
sind bei W 96,90,bei 6OOO 31,68, bei 70O0 11,07, bei 800‘
4,41 und bei 12000 1,0% CHI noch undissoziiert vorhanden. Das Methan ist vielmehr als Reaktionsprodukt folgender Vorginge anzusehen :
CO
+ 3H, = CH, + H,O
und 2CO
+ 2H, = CH, + CO,.
Bei hBherer Temperatur spielt sich zunachst der zweite
Vorgang ab, der bei weiterer Abktihlung dann von dem
durch die erste Formel ausgedrtlckten abgelSst wird.
Methan tritt also erst in einer splteren Phase auf. Bei
der Entstehung aus Carbiden mMte es dagegen hauptslrchlich in den heibesten Gasen zu finden sein.
Die Bildung von Kohlenmonoxyd erfolgt wohl in der
Hauptsache nach der Formel: COI C = 2CO. Die Reaktion verlauft bei magmatischen Temperaturen zieinlich weit nach rechts, so dafi sich bei 950° 1,5% CO, und
945% CO, bei loo00 0,7% CO, und 99,3% CO und’bei
15ooo 0,34% CO, und 99,66% CO im Gleichgewicht belinden. Daneben kommen auch die Reaktionen zwischen
Kohle und Wasserdampf in Betracht. Der Wasserdarnpf
wirkt, ebenso wie das Kohlendioxyd, im Magma oxydierend. Die Reaktionen verlaufen nach den Formeln:
C 2H,O = CO, 2H, und C H,O CO = HI. Durch
L a n g wurde das Gleichgewicht bei 1oo00, gemessen in
Atmosphiirenpartialdrucken, bei 0,012 C O , 0,296 CO,
0,303 H, und 0,031 H,O gefunden. Im Gleichgewicht der
ersten Formel ist bei 6ooo fast nur noch CO, vorhanden.
Die Dissoziation von CO, ist unter magmatischen Verhhltnissen so gering, dafi sie bei der Erklarung der Entstehung der Fumarolengase vernachllssigt werden
kaM.
Irn folgenden rnkhte ich ftir das Vorkommen von
Kohlenwasserstoffen in Eruptivgesteinen noch einige
Beispiele anftlhren, die ich selbst untersuchen konnte.
Von Herrn Dr. P o t o n i b erhielt ich einen Basalt, der
stark mit Bitumen impriigniert war. Ebenfalls enthielt
das von ihm durchbrochene Steinsalzlager (er stammte
aus dem Werra-Kaligebiet) betriichtliche Mengen Bitumen. Beim Erhitzen des Basalts war bei 2300 das gesamte Bitumen abdestilliert und verkohlt. Da der Basalt
erst bei ungefiihr 8OOO zu schmelzen beginnt, kann das
Bitumen nicht aus ihm stammen. Die einfache Erklarung des Zusammenhangs zwischen Basalt und Bitumen
iet in diesern Falle wohl die, daI3 unter dem Salz biturninbe oder kohlehaltige Schichten vorhanden sind,
+
+
I-
+
+
+
Versammlungsberichte.
I
Bonner Chemische Oeselischaft.
Im Wintersemester 1927/28 fanden drei Sitzungen mi! vier
VortrMen etatt. Die Mitglieder der Ortsgruppe Bonn des Vereins deutscher Chemiker wurden eingeladen.
11. November 1923.
A. v o n A n t r o p o f f : ,,Die Exirfmz von drei Typen der
binllrrr Verbindungen, erlduterl an dsn Uarbiden.“
Dle binXren ehemiaehen Verbindungen werden gewohnlich
ia m e i Klarwn .C in p o k e und unpolarg Verbindungen
e@ebilt.
Die polarm und die meisten unpolaren Verblndurrgcn .oWehma ddurah, d d die Vdenmlektronen van Isrei
-
343
iius denen dann durch den Basalt das Bitumen abdestilliert wurde. Nach der Abkiihlung wurde dann such der
Basalt impragniert Ahnlich liegen die Verhiiltnisse bei
einem Asphaltvorkommen, daa ich in der Niihe von
Rirkenfeld fand. In einem Porphyrit findet sich hier
ein schmaler Gang einer asphaltlhnlichen Substanz, die
bei laoschon diinnfltlssig ist und zwischen 300 und 3500
verkohlt. Unter dem Mikroskop lieb sich feststellen, d,&
der Asphalt in einer Zerrtlttungszone des Porphyrits lag
und dessen einzelne Bruchstticke miteinander venkittete.
In diesem Falle lie@ es nahe, ftlr die Herkunftades Asphalts die dort das Rotliegende unterlagernden &hi&
ten des Carbons verantwortlich zu machen. Von Hem
Dr. Schrgder,) erhielt ich dann eine Druse aus einem
Schwarzwaldgranit, die neben anderen Minerallen KaMZ
spat und Bitumenspuren, die z. T. von Eisenrahm. fiber;
zogen waren, enthielt. Beim Erhitzen, das unter dem
Heizmikroskop ausgefCthrt wurde, rundeten sich S&QQ
bei loo0 die Kanten der Substanz ah. Bei 1400 war.&
gesamte Substanz zu einer dlinnfltlssigen Schmelze geschmolzen. Bei 8ooo war die Schmelze z. T. abdestilliert
und der Rest verkohlt. Diese Tatsachen sprechen a d J
hier dagegen, da% sich das Bitumen bei der AbkCLhlun&
des Granits gewissermaflen als Drusenmineral rnit ab:
geschieden haben soll. Einen Fingerzeig fflr dib Berkunft des Bitumens gibt das Vorkommen von kleinen
Mineralsplitterchen in ihm. Es mui3 also schon in’ einem
ziemlich dickflussigen Zustand in die Druse gelangt sein,
und zwar bei einer Temperatur von ungefllhr 1W.Dern,
widerspricht auch S c h r U d e r s Beobachtung, dab das
Bitumen teilweise mit Eisenrahm Uberzogen war, nicht,
da Eisenrahm bis zu Temperaturen von 8(r herab sich
bilden k a n a In allen drei Beispielen i d also das kitumen nachweislich a h solches in das Emptivgesteiu
nachtraglich hineingelangt und nicht etwa in ihm durch
Polymerisation entatanden. Auch in der Literatur findet
sich nirgends der e i n w a n d f r e i e Nachweis fur eine
Entstehung von ErdSllagern direkt aus dem Magma. Wie
schon oben auseinandergesetzt wurde, liegt die Hauptschwierigkeit ftir die Ableitung dee Erdbls von den
Kohlenwasserstoffen des Magmas darin, daB bei der- Erstarrung der Eruptivgesteine, die tiefstens um 800”
herum erfolgt, alle Kohlenwasserstoffe noch vollstiindig
dissoziiert sind mit Ausnahme des Methans. Auch
dieses ist noch grbfltenteils zerfallen. Erst nach einer
groben Ltlcke treten dann bei 3MT die hbhermolekularen
Kohlenwasserstoffe der Bitumina auf. Ein Zusammen+
hang beider ist also Iuf3erst unwahracheinlich. [A. 32.1
4) E. S c h r t i d e r , Uber ein Vorkommen von Dnrsenmineralien in einem Granit dee ntirdlichen Schwarmvaldm
(Ztrbl. Mineral., h i . Pallont. 1926, A. Nr. 9, S. 289).
Atomen sich zu e i n e r stabilen Schale verdnigen. Q e h W
dabei die exitstandene etabile &bale ganz dern einen Atom bm..
dem Anion an, so iet die Verbindung polar, gehbrt sie beldam
Atomen in gleicher Weiee an, 80 iet eie unprtlar. In krbtallinen
Zustand bilden die polVerbindungen Ionengitteq . die
unpolaren Verbindungen dapgen Molekelgitter. Gemsinqua fat
diesen zwei Typen von Verbindungen und den O b ~ g b g e n
awieehen ihnen, da9 ihre Zusammeaeetzung voa d e ~z.hl dew
Valenzelektronen der neutralen Atome abhllngt. Man h - d 8
daher mit e i P B m Nman, L B. a&, ValenzwrbinduDgen, bezeiehnen. Ea gibt a k no& einen dritten W m . u o ~ , - h r r
bindungen. In diesun behiU! jedea. Atom. h exltamkaa
seine ElektroaenhllUe far rich FUr die ZUMdieaer Vtrbipdungen h! die .Zahl der VdenmlaIdmnBn g u gtlltig. Die KrUt&’welcbedie Atonrs ursamp&taa,h~~&
v a n d e r W a a 1sche sein. Die Zusltmmensetzung wird durch
die Dimensionen der Atome bestimmt. I m festen Zustand, in
Personal- und Hochschulnachrichten.'
dem sie zum Teil vielleicht nur existieren konnen, bilden sie
Atohgitter. Man kann sie daher als Atomgitterverbindungen,
Direktor Dr. R. E. S c h m i d t , Elberfeld, Mitglied des
Packung3verbindungen oder Koordinationsverbindungen beAufsichtsrates .der I. G. Farbenindustrie A,-O., ist am 23. M&rz
zeichnen. Zwischen den drei Typen pit es alle Obergilnge.
in Manchester von der Society of dyers and colourists die
Man kann die Typen der biniiren chemischen Verbindungen daPerkin-Mednille iiberrcicht worden.
her am besten durch ein Dreieck darstellen, in welchem die
Dip1.-Ing. W. M o u t h s, Berlin, ist am 21. MIrz in die
Ecken den reinen Typen entsprechen, wiihrend alle vorkommenListe der Patentanwiilte eingetragen worden.
den Verbindungen Punkten entsprechen, die auf den Kanten
G e s t o r b o n s i n d : Kommerzienrat F. H e i n r i c h ,
oder 'in der Ebene des Dreiecks liegen.
Griinder und Seniorchef der Porzellnnfabrik Heinrich & Co.,
Alle drei Typen findet man am besten bei den Carbiden
Selb in Bayern. vor kurzem. - Chemiker A. P s c h o r r ,
ausgebildet: Die Carbide der Alkalimetalle sind polare VerKaufbeuren.
bindungen mit ~onengittern,wiihrend die Carbide der Halogene
Ausland. A. C a r e s s , Trinity Hall, und F. F. P. S m I t h ,
und Chalkogene typisch unpolare Verbindungen mit MolekelPeterhouse, erhielten den Gordon-Wigan-Preis fur Chemie fiir
gittern sind. Die ZusammensetzunE beider Typen entspricht
ihre Uiitersuchungen Uber ,,Cheniische Reaktionen von Atonien
den Zahlen der Valenzelektronen oder den normalen Wertigund Molekillen, aktiviert dureh ElektronenstoRe" und ,,Studien.
keiten dieser Elemente. Den dritten Typus finden wir bei den
iiber cheniische Reaktionsfllhigkeit."
Carbiden der mehr in der Mitte des periodkchen Systems
Prof. J. B. C o l l i p , der mit Prof. J. d. R. Maeleod zustehenden Metalle. Sie bilden Atomgitter, und die Zusammensamnien das Insulin entdeckt und daftir den Nobelpreis erhalten
setzung (meist MeC) ist weitgehend unabhiingig von den norhatte, wurde auf den Lehrstuhl filr Bioeheniie an der McGill
malen Valenzzahlen. Auch die Carbide der seltenen Erden University Montreal, berufen.
von der Zusammensetzung MeC, geharen diesem Typus an,
dbch kann hier schon ein Obergang zu den Ionengittern vorBedchtigung.
liegen, in welchen d i e geometrischen Verhiiltnisse d e n Atonien
Au? Seite 294, Heft 11, 12. Zeile der Personal- und HorhWertigkeitsstufen aufzwingen, die sonst knum bekannt sind.
schulnachrichten von oben mu6 es statt ,,Weinbergera' W e i B P. P f e i f f e r : ,$ur Kons~iLufionder inneren Komplex- b e r g o r hei0en.
d z e der Osime." (Vgl. P. P f e i f f e r u. J. R i c h a r z , Ber.
Dtech. chem. Ges. 61, 103 [1928].)
Neue BUcher.
3. Derember 1927.
H. S t a u d i n g o r , Freiburg (als Gast): ,,llber die Chemie (Zu beriehen durch V e r l y Chemie, 0. m. b. B., Berlin W 10,
des Kaulsehuks und anderer hochpolymerer Verbindungen."
Corneliusstr. 8.)
3. Februar 19%
Geh. Med.-Rat Prof. Dr. E., Handbueh der bioOtto S c h m i d t ,L u d ~ i ~ h a f e(als
n Gnst) : , , ~ ~ p e ~ i m e n f e l Abdorhslden,
~e
logischen Arbeitsmethoden. Abt. I, Chemiwhe Methoden,
BeiftUge zur Theorie der Adsorption."
Teil 2, 2. Hiilfte, Heft 2, Allgemeine chemische Methoden,
Lfg. 254. Verlag IJrban & Schwarzenberg, Berlin-Wien 1928.
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Deutscher Verband Technisch-WissenschaftlicherVereine e, V.
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Kompressibilitiit, Oberflllchenspannung, Innere Reibung.
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~ ( A ~r h e ei ~ e und
r~ ~ ~~ ~g e s t ne ~ t e nin) Ge- Paeaeler, Prof. Dr., Bericht Uber die Tiitigkeit der Dentechen
wowbe und Handal; c ) Unfall- und Gebundheitsgefahren bei
Versuchsanstalt ftir Lederindustrie zu Freiberg i. Sa. wahrend
Aa.)nhropn dor Spritmverbhten.
(3%
des U r e a 1927- Ernsf Mauckiach. F r d b e r g i Sa.. 1928.
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