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Briefwechsel zwischen Berzelius und Nils Nordenskild herausgegeben von H. G. Sfderbaum. 331 Seiten mit dem Portrt Nordenskilds

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730
Neue BQcher
--
- Verein deutechem Chemiker
ungeheure Fortechritte auf dem Gebiet dee heute gerade bemodem leicht zugllnglichen und daher wioeenechaftlich und
technisch bedeutuugsvollen Korpers gemacht, da6 eina Neubearbeitung driiigend erwUnscht schien. Das vorliegende
Material isi uugeheuer groU, und der Verfasaer war daher gezwuugen, eine k u n s Auswahl dee wichtigsten zu treffen. Die
Monographie wird ihrer Uestimmung ale k u m r Wegweiser,
in erster Lillie fur den Praktiker. durch das Gebiet des Formaldehyde durchaus gerecht, besondere wegen ihrer verstlludlichen Form uud der groUen Zahl von Hinweisen auf SpezialLiteratur, die sie enthiilt. Dem Verwendungszweck entsprechend
sind in erster Liriie die Darstellungs- sowie die analytischen
Methoden und die vielseitige praktische Bedeutung des Formaldehyde beriicksichtigt worden. Diese werden erglnzt durch
eine Lisle der wichtigsten Arzneimittel und Spezialitllten, in
denen Formaldehyd eiue Rolle spielt, sowie einen Auszug
aus der Patentlileratur. Das Uuch dhrfte fur jeden von lnteresse sein, der sich einen Oberblick tiber die Teohnologie des
Formalclchyds verschalfen will.
A. Rieche. [SB.41.1
Die Verwertung der Nebenprodukte der Sacebarinfabrikation.
Von Dr.-Ing. Walter H e r z o g . Verlag F. Encke, StuttGeh. 10,- M.
gart 1928.
Das Uuch gibt eine umfassende Ubersicht Uber die
chemischen Unisetzungen, die mit den bei der Fabrikation von
Saccharin abfallenden Produkten, insbesondere mit p-Toluolsulfochlorid und p-Toluolsulfamid, durchgeIUhrt sind. Zahlreich sind die Verwendungsarten dieser Substanzen in der
Farbstoffchemie, der Medizin, der Fllrberei, der Gerbstofffabrikation und der Fabrikation der Kunstharze, in der synthetischen und analytischen Chemie. Trotzdem hat sich eine Verwendung dieser Produkte noch nicht in dem MaBe durchsetzen konnen, da13 die Herstellung der Sulfochloride Selbstzweck geworden wlre. Solange das nicht der Fall ist,
wird die Verwenduug der Sullwhloride eine beschrllnkte
bleiben und naturgemiifl in Abhlngigkeit von der Saccharinerzeugung slehen. H e r z o g hnl in sehr anschaulicher und
Ubersichllicher Weise alles das gesJn:melt, was Uber die Verwendung der bei der Saccharinfabrikation abfallenden Nebenprodukle bekanntkeworden ist, und damit eine wertvolle Erglluzuug der Literatur liber kiiustliche SWstoffe geechaffen.
Kloyea. [BB. 382.1
Die Fabrikatioa der Tenerde. Band XXX. 2. Aufl. Von
Geh. 3,80 M., geb. 5.60 M.
B e r g e. W. Knapp, Halle 1926.
Durch die immer steigende Bedeutung, die den LeichtiI.,tallen in der Technik zukommt, ist das lnteresse a n der
lieratellung deo Aluminiums und des Auqangsstoffes Hlr
dieses, der 'Ionerde, besondere gro6.
Aber nicht nnr zur Herstellung von Aluminiummetall wird
die Tonerde gebraucht, sondern auch in der Keramik, beiRpielsweLe zur Eneugung von hochfeuerfesten Werkstoffen.
Die vorliegende 2. Auflage der Arbeit von B e r g e
uutervichtet zunichst Uber die verschicdenen Gewinnungsmethoden der Tonerde, wobei beeoiiders auf die drei lllteren
hauptdchlichen Verfahren eingegangen wird, der Herstelluug
aus Rryolith, aus Kaolin und aus Bauxit. In einem neu eingeschobenen Absatz wird auf die Bestrebungen eingegangen,
die auf Auffindung neuer Wege und Verbeseerung der alten
gerichtet waren. Der Verfasser zeigt, wie es sich schlie5lich
immer darum handelt, beim alkalischen Verfahren (welchee
nur fur SiO,-Gehalte bis zu 2% brauchbar ist) die Verunreinigung der fertigen Tonerde durch KieselelIure zu vermeiden,
wllhrend die Schwierigkeit bei den sauren Verfahren darin
besteht, die Verunreiuigungen durch Eisen m6gkh8t klein zu
halten.
Da von den vielea neuen Patenten noch keine Betriebeergebnisee vorliegen, so erortert Verfayer eingehend daa
Foda-AufschluDverIahren des Bauxits. uobei e r seine AusMhrungen durch die eigenen Betriebserlahrungen bereichern
kann.
Zum Schlu5 gibt e r eine Obersicht Uber die Hauptverwendungsmbglichkeiten der Tonerde in Form der geschmolzenen
Tonerde (Schleifmittel, ktlnntliche Korunde, hwhfeuerfeste
Kbrper), der krietallisierten Tonerde (kUnstliche Edelstelne),
Verlrs: Chamla. G. m. b. 8.. & r h W 10.
Zbhebr. n r mc1.
Ichamlo,
J.
41.
106)
des Aluminiums (Leichtmetall-Legierangen) und der achwelelsauren Tonerde (Beizen in der Fhberei, Zeugdruckerei,
WeiS- und Alaungerberei, Papierindustrie, Reinigung von Ahw h e r n , essigeaure Tonerde, lmprIIgnierungemitte1 Mr Hok,
cheniische Prdparate).
Hirsch. [BB. 57.1
Die Grenren der Entrtlndliebkeit von Grubengre in Loft, die
Nrrebschwaden enthat. Referat nach H. F. C o w a r d und
F. J. H a r t w e 11. Safety in Mines Research Board London,
Heft Nr. 19.
Zweck der vorliegenden Arbeit war a,zu ermitteln, wievie1 von sogenannten Nachechwaden (Blackdamp) dem Grubengas zugesetzt werden m u 4 um Grubengasexplosionen zu verhindern. Unter Nachschwaden versteht man Gasgemische, die
in alten oder schlechtgellifteten Schllchten von Steinkohlenbergwerken auftreten und aus rund 86% Stickstoff und 14%
CO, bestehen. Die Verfasser ermittelten die Explosionsgrenzen
verschiedener Gemische von Methan mit Nachschwaden sowie mit deeeen Bestandteilen Stickstoff und Kohlendioxyd und
randen, daU Methan nicht mehr zur Explosion gebracht werden
kann, wenn dem Gemiwh 25% oder mehr Kohlendioxyd oder
38,5% oder mehr Stickstoff zugemischt sind.
Es 1st ersichtlich, d a 5 verhllltnismUig g r o b Mengen Nachschwaden zugemischt werden mllssen, um GrubengasexploBroche. [BB. 83.1
sionen zu verhindera
Briefwechsel rwischen Berrelins und Nils Nordenekiiild, herausgegeben von H. a. S 6 d e r b a u m. 331 Seiten mit dem
Portrllt Nordenskiolde. Uppsala 1927.
Der vorliegende Band V des von der Kgl.Schwed. Akademie
der Wissenschaften verllffentlichten Gesamtwerkea umfaOt
67 Briefe von B e r z e l i u s und 81 von N o r d e n s k i U l d ,
dem hervorrngenden finnischen Mineralogen (1792-1866), der
den grol3en Meister 1815 in Falun kennenlernte, 1818/17 und
1819 bei ihm arbeitete, und dann bis 1847, also fast bis zu
seinem Tode, mit ihm in Korrespondenz blieb. Diese eretreckt
sich begreiflicherweise vorwiegend auf mineralogieche, petrographische und geognostische Probleme, auf Mineral- und
Utrohr-Analyse u. dgl., befaDt sich aber auch mit zahlreichen c h e n i k h e n Entdeckungen, die von B e r z e 1 i u 8 ,
seinen Schlllern und seinen Bekannten gemacht wurden; erwllhnt werden u. n. jene von Li, Ur, Si, Zi, Vd, La, Y,
die Untersuchungen Ober Chilesalpeter, Berlinerblau, Rhodizonsilure, die Forschungen Uber die VerflUssigung des
Chlors und Uber deeeen Atomgewicht us!.
h i d e r ht alles
dieses fUr den dee Schwedieehen Unkundigen nur a w dem
IranzUsischen ,.Sommaire" von etwa 10 Seiten zu ersehen, er
arfiihrt also nur, d a l sich B e r z e l i u e Uber diesee oder
jenes lluDerte, nicht aber dae W a s ; vielleicht kbnnte die
Akademie aus den nur schwediech erscheinenden M n d e n dea
Briefwechsels einen Auszug aller rein chemischen Einzelheiten
veranstalten?
Der so bochverdiente Herausgeber hat eich
seiner Aufgabe wieder mit gewohnter Treue und OewiAeenhaftlgkelt entledigt und u. a. 24 S e t e n wichtlger erklarender
Anmerku-en beigeateuert, fUr die ihm noch besonderer Dank
gebkhrt - Druck und Ausstattung sind ausgezeichnet.
Edmund 0. a. Lippmann. [BB.191.1
-
AUS DIN BUIRKSVERIINEM
WUrttembergischer hiirkererein. S i t z u n g a m 8. JUni
lQ28, abends 8 Uhr c. t., im anorganisch-chem. Institut der
Technischen Hochschule. Vorsitzender: Dr. F r i e d e r i c h.
Anwesend etwa 60 Mitglieder und GLte.
Nach gesehllftlichen Mitteilungen durch den Vorsitzenden
Vortrag Dr. F. C. G a i s s e r Uber: &otalyfische Wirkungen bsi
dlinsro1wdsssm"l).
In der Diskussion sprachen: Dr. S i m o n , Dr. S i e b 8 r ,
Dr. H u n d e s h a g e n , Prof. Dr. G r u b e , Dr. F r i e d e r i c h ,
Dr. W i m m e r und der Vortragende. Beginn 8.15 Uhr, Ende
gegen 10 Uhr. - Nachsitzung im Dierlam.
1)
Vgl. Ztsehr. angew. Chem. 41, 4001 ff. [1sz8].
- VeranIrorUIcher SchrUUeW. h o f . Dr. A. B 1 n
I,
B a h
- Druck
TOO
Mauu & D b m k k , &rllnSO 18
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