close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Buchbesprechungen. Geschichte der Physik von Prof. Dr. Max von Laue. 2. Aufl. 1947. Univers.-Verlag Bonn. 148 S. DM 4

код для вставкиСкачать
Di-(p-Chlorphenyl)methylearbinol (I), ein wirksames Milben-Mittel, Aldehyd L y c o p i n a l mit 11 Doppelbindungen ( F p 183O). Recht wirkentsteht nach 0. G~ummittbei der Einwirkung von Methyl-magnesium- Sam ist auch 11-Phenyl-undecapentaenal,rnit Q = 0,3-0,7 in 1 Oleo
bromid auf p,p'-Dichlorbenzophenon, das durch Oxydation von D D T Konzentration. Lullerst wirksam war das aus dem echten Reizker (Lacerhalten wird. Auch lallt es sich aus p-Chlorphenyl-magnesium-bromid larius edulis) isolierte Lactaroviolin, ein fiinffach ungesattigter Aldehyd
und Essigester oder p-Chlor-acetophenon darstellen. Es ist eine farhlose des Azulens. I n 0,2 o/oo Konzentration besitzt es den Wert 0,33-0,5
krystalline Substanz, F p . 69,5-70,0°. von auoerst geringem Dampfdruck, und h a t einen langandauernden Schutzeffekt auf Butterfett, das 16 350die sich nicht unzersetzt i m Hochvakuum destillieren lallt. Die Loslich- nate frisch und geniel3bar blieb. Die Wirkung der hochungesattigten
keit in Wasser iat praktisch null, die in organischen, besonders polaren Aldehyde ist eine andere als die der hisher benutzten Antioxydantien,
Losemitteln, ist sehr gut. Di-(p-Chlorpheny1)lhethylcarhinol h a t eine z. B. Tokopherol, Hydrochinon, Nor-di-hydraguajak-harzsaure, da sie
hohe, spezifische Wirkung gegen alle Arten von schadlichen Milben, die nicht leichter oxydiert werden als d s s von ihneil geschiitzte Fett. (Arkiv
zu den gefahrlichsten Pflanzenschadlingen gehoren. Das ist besonders for Kemi I, 319/24 [1950]). - J.
(959)
wertvoll, d a DDT gegen diese Klasse von Schadlingen wirkungslos ist,
aber einen grollen Teil der natiirlichen Feinde der Milben vernichtet. Die
Eine neuartige Konservierungsmethode durch Verwendung von AnGiftigkeit gegen Menschen und Tiere ist etwa die gleiche wie die von DDT.
tibiotika haben A. A. Anderson und H . D. Michener entwickelt. Durch
(925)
(Science I I I , 361/62 [1950]). - J.
kurze (5-10 min) milde Hitzeeinwirkung bei looo C, gegeniiher friiher
Ein besonders wirksamer Inhibitor der Autoxydation von Fetten ist 1 1 5 O unter Druck (30-60 min), werden Hefen, Pilze, Fermente und nichtnach H. Willstaedt und H. Reinart Tomatenpulver. Gemessen wird der sporenbildende Bakterien abgetotet und durch Zusatze von Antibiotika,
z. B. Subtilin (0,5-1 m g % ) , die Keimung von Sporen verhindert. Das
Peroxydzahl ohne Antioxydans
Effekt am Wert des Quotienten Q = Peroxydzahl mit
Verfahren, das billig arbeitet und schmackhaftere Konserven liefert,
J e kleiner Q, desto groller die Wirksamkeit. Der Q-Wert des Tomaten- wurde bei Erhsen, Spargel, griinen Bohuen, geschalten Kartoffeln, To(949)
pulvers betragt 0,4-0,8, der darin wirksame Stoff ist der ungesattigte matensaft, Milch usw. erproht. (Chem. Industries 1950, 176). -Ma.
Literatur
Zeitschriften
Zusammenschluft ,,Chemiker-Zeitung"
und ,,Deutsche Chemiker-Zeitsohrift.'. Diese Zeitschriften hahen sich ab 1. Juli 1950 zusammengeschlossen und erscheinen nunmehr unter dem Titel ,,ChemikerZeitung vereinigt mit Deutsche Chemiker-Zeitschrift". Herausgeber:
Prof. Dr. Eugen Miiller und Dr. Rudolf Hanslian - Hauptsc9riftleiter: Dr.-Ing. Ernst Baum - Redaktionssitz: Berlin und Stuttgart Verlagsort und Herstellung: Berlin - Zweig- und Nebenstellen: Frankfurt a. M. und Stuttgart. Die aullere Form und die wochentliche Erscheinungsweise der bisherigen ,,Chemiker-Zeitung" sollen zunachst
beihehalten werden.
Buchbesprechungen
Geschichte der Physik, von Prof. Dr. M a x won Laue. 2. Aufl. 1947. Univers.-Verlag Bonn. 148 S., DM 4.80.
Rein aunerlich erscheint diese 2. Auflage von Max von Laues Kurzgeschichte der Physik, vornehmlich wahrend der letzten hundert Jahre,
dem Format wie dem Volumen nach kleiner als die Erstauflage von 1946.
Die Wahl einer kleineren Drucktype h a t hewirkt, dall trotz der Verringerung der Seitenzahl von 176 auf 148 der Text erweitert werden konute.
Das ist durch eine Reihe von Einschiehungen geschehen, wie man sie z. B.
in den Kapiteln Zeitmessung, Das Bezugssystem der Physik, Der Satz
von der Erhaltung der Energie, Atomistik, Kernphysik, Quantenphysik
findet. Zugleich wurden bei dieser Gelegenheit Druckfehler der ersten
Auflage verbessert.
Jedem, der mit der Geschicht.sschreibung einer Wissenschaft et,was
vertraut ist, mull klar sein, dal3 auf 8 0 engem Raume wie hier eine wirkliche Geschichte der Physik nicht geschrieben werden kanu. MiiBte sie
doch auf der einen Seite dem heutigen Leser die fur uns fremdartig wirkenden und mehrfach wechselnden Vorstellungen und Deutungsversuche
der alteren Zeiten nahebringen und aus ihrer jeweiligen geistesgeschichtlichen Bedingtheit verstandlich machen, zugleich aher fur die jiingste
Vergangenheit der Gefahr entgehen, zu einem blol3en Namens- und Datenkatalog zu werden und in einem Wust von Einzelheiten zu ersticken.
Zwischen dieser Skylla und jener Charybdis sicher z u navigieren, ist nicht
einmal Paul W a I d e n immer gegliickt. Der Wert der Darstellung M a x
won Laues scheint mir darin zu liegen, da!K hier ein wirklicher Kenner der
modernen Physik die wichtigsten Tatsachen aus der Entwicklung wahrend des letzten Halbjahrhunderts herausgreift und die grollen Linien
sichtbar macht, langs deren sich Fortschritt und Waudlung des physikalischen Denkens seit Mnzwell vollzogen haben.
Wenn wir zum Schlul3 noch eiuen Wunsch und eine Bitte aussprechen
diirfen, so waren es diese: es mochte M a x con Laue sich entschliellen,
seine Lebenserinnerungen zu schreiben und damit kiinftigen Generationen etwas von der Atmosphiire zu iihermitteln, in der sicli die grollen geistigen Auseinandersetzungen vollzogen haben, die rnit den Namen von
Planek und Einstein, rnit seinem eigenen Namen und rnit dem von Niels
Bohr verkniipft sind.
H . Sehiniank.
[NB 2821
Gmclins Handbuch der anorganischen Ghemie. 8. vollig neu bearbeitete
Auflage. Herausgeg. vom Gmelin-Institut fur anorganische Chemie
und Grenzgebiete in der Max-Planck-Ges. Begonnen von R. J.
Meyer, fortgefiihrt von E. H. E. Pietseh. Systemnummer 6 8 : Platin,
Teil A 5: D i e L e g i e r u n g e n d e r P l a t i n m e t a l l e R u t h e n i u m ,
R h o d i u m , P a l l a d i u m . Bearbeitet von P . Koeh und Hildegard
Banse. Gmelin-Verlag G.m.b.H., Clausthal-Zellerfeld, 1949. 186 S.,
61 Abb., DM 43.-.
Als drittletzte Lieferung des Teilbandes ,,Platin" hehandelt, der vorliegende Teil A 5 die L e g i e r u n g e n der Platinmetalle R u t h e n i u m ,
R h o d i u m und P a l l a d i u m . Ihm werden sich d a n n alsletzte Lieferungen
die Legierungen des Osmiums, Iridiums und Platins sowie die komplexen
Ammine des Platins ansehlieBen.
Angew. Chem. / 62. Jahrg. 1950 1 Nr. 16
Entsprechend den hohen Systemnummern der drei Platinmetalle
(63, 64 und 65) werden die Legierungen mit allen Elementen auller Osmium, Iridium, Platin, Technetium und Rhenium (Systemnummern
66-70) hesprochen. Und zwar wird nur auf die w i s s e n s c h a f t l i c h e
Literatur zuriickgegriffen, d a die P a t e n t l i t e r a t u r bereits in dem vor
1 3 Jahren (1937) erschienenen, 536-seitigen Sonderband ,,Legierungen
der Platinmetalle" ausfiihrlich beriicksichtigt wurde. Jedoch finden sich
a m Ende jedes Ahschnitts vollstandige Hinweise auf die entsprechenden
Stellen der Patentsammlung. I n erstaunlicher Griindlichkeit, und Sorgf a l t werden auf 186 Seiten die D a r s t e l l u n g , die p h y s i k a l i s c h e n
D a t e n (Zustandsdiagramme, Gitterstrukturen, mechanische, thermische,
optische, magnetische, elektrische, katalytische Eigenschaften) sowie das
c h e m i s c h e u n d e l e k t r o c h e m i s c h e V e r h a1 t e n der Legierungen behandelt. 61 Ahbildungen (Zustandsdiagramme, Temperaturahhangigkeit von spezifisch'en Warmen, Thermokraf ten, H-Sattigungsisoharen,
Konzentrationsahhangigkeit von Leitfahigkeiten, Brinellharten, Schmelzpunkten, Uberstrukturphasen, Atomvolumina, Elastizitatsmoduln, Atomsuszeptihilitaten, Elektronenemissionen, H-Sattigungsiso thermen, Gitterkonstanten, Zugfestigkeiten usw.) beleben den Text. Besonders ausfiihrlich werden die Systeme Pd-Cu (29 S.), Pd-Ag (38 S.) und Pd-Au (25 S.)
beschriehen, die zusammen etwa die Halfte der ganzen Lieferung BUSmachen. Nicht besprochen wird die Verwendung der Legierungen, die
schon in Lieferung A 3 (S. 385ff.) und in der Patentsammlung, sowie die
qualitative und quantitative Analyse, die schonin Lieferung A 4 (S. 431ff.)
beriicksichtigt wurde.
Mit der vorliegenden, wie immer iiber jedes Lob erhabenen Lieferung
schwillt der Umfang des - noch nicht~abgeechlossenen - Platinbandes
(Teile A, B, C und Patentsammlung, o h n e BLnde Ruthenium, Rhodium,
Palladium, Osmium und Iridium) bereits auf 1944 Seiten (!) an (Gesckichtliches: 14, Vorkommen: 296, Darstellung : 120, Analyse: 102, physikalische Eigenschaften: 180, elektrochemisches Verhalten: 138, chemisches
Verhalten: 20, Verbindungen: bis jetzt 352, Legierungen: his jetzt
722 Seiten). So erfreulich und wertvoll diese Vollstandigkeit auch sein
mag, so bedenklich erscheint sie andererseits, d a sich damit das Gmelinsche Handbuch zn einem M a m m u t w e r k auswachst, das hei Weiterbearheitung im bisherigen Stile eine Fertigstellung in ahsehbarer Zeit
nicht erhoffen 1aBt. Sind doch die ersten Lieferungen der derzeitigen
8. Auflage bereits ein Vierteljahrhundert (!) alt und damit langst wieder
erganzungsbediirftig. Mag auch die sehr weitgehende Bcriieksichtigung
von Randgebieten wie analytische Chemie, Geochemie, Metallurgie und
Metallographie, Geschichte der Chemie, Mineralogie, Technologie usw.
noch so reizvoll sein, so mu13 doch im Interesse einer r a s c h e r e n F e r t i g s t e l l u n g des Werkes entsprechend der Zielsetzung des Handbuchs als
eines ,,Handbuchs der anorganischen Chemie" z u n a c h s t die eigentliche
a n o r g a n i s c h e Chemie (Darstellung, physikalische Eigenschaften und
chemisches Verhalten der Elemente und ihrer Verbindungen) i m Vordergrunde stehen. Was nutzt es dem Anorganiker, daB 8 . B. wie hier die
Legierungen der Platinmetalle in so umfassendem MaBe abgehandelt werden, wenn andererseits von so wichtigen Elementen wie Silicium, Phosphor, Calcium, Quecksilber, Zinn, Blei, Chrom, Mangan, Kupfer, Silber,
Gold - um nur einige wahllos herauazugreifen - nicht einmal die ersten
Lieferungen vorliegen. Die Fragen der Grenzgebiete, deren Wichtigkeit
keineswegs verkannt sei, werden doch zweckmaoig erst spater, nach Errichtung des eigentlichen tragenden Gerippes des Werkes nachgeholt.
Auch die Gmelin-Redaktion scheint sich erfreulicherweise diesen Bedenken nicht mehr zu verschlieflen, d a sie jetzt beahsichtigt, ,,durch strafferes
Zusammenfassen uud durch Beschrankung der Grenzgebiet,e a u l das fur
den Chemiker Notwendige" eine Fertigstellung des Handhuehs (jetzt
wieder im Verlag Chemie) in 10-12 Jahren zu ermoglichen. Erfreulicher=
weise gehoren zu diesem ,,Zehnjahresplan" auch die dringend notwendigen
E r g a n z u n g e n zu den A n f a n g s b a n d e n des Kompendiums, so dall das
Werk bei Erfiillung des Plans nicht nur in seinen letzten, sondern in
a l l e n Teilen den modernsten Stand der Wissenschaft wiedergeben wird.
E. Wibrrg.
[NB 2881
393
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
212 Кб
Теги
universe, prof, der, max, bonny, aufl, buchbesprechungen, geschichte, laue, physik, verlag, von, 1947, 148
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа