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Bund deutscher Nahrungsmittel-Fabrikanten und -Hndler.

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Vereine und Versammluugen
JJI. Sehmierole aus Steinkohle.
Ausgangss,toff ist dier St'einkohlenteer, wie er in Kokereien.,
G.asan&alten und Sehw elbietr ieben gewonnen wird .
Aussehen: in1 Tropfen duzchscheinend.
Farbe : ratbraun bis btraunschwarz.
Sonstige Eigenschaften: technisch wasserfrei.
Stockpunkt: unter - 100, frei r o n kristallinischen Ausscheidungen bei O o .
IP. Sehmierole pflanzlieher und tieriseher Herkunft.
Durch Ausdanipfen, Pressen oder Extrahieren (aus &amen
(Riibol, Olivenol, Sesamol, Bau.mw~ollsameno1,Rizinusol) , oder
Knochen un4d tierkchen Teilen (Klauenol, Spermazeti-~'allratol?
Schm'alz-LardGI, Wol1i)ett) werden Rohol',e (Prefiol'e, Extraktee)
hergestellt. Vieliach werd'en die Rohole mechanisch odier cheillisch von Eiweifistoffen, freien SIuren und verh.arzenden Begleitkorpern befreit ( ned r al e Raffinate).
a) R o h o l e :
Aussehen : im Tropien durchscheinend.
Sonstige Eigenschaften: technsisch wasserfrei. In Henzol
bis auf Spuren loslich.
Verseifbar: xenigstens 85:;.
b) K a f f ' i n a t e :
Aussehen: klar, blank, niehr ode:r neniger gefarbt.
Siuregehalt : frei r o n Miner'a1;saure.
Sonstige Eigenschaften: in Benzol ohne Riirks,tand loslich.
Vernrbeitete al e.
a) Z u s a m m e n g e s e t z t e Ole.
1. M i s c h 6 1 e : Mischungen aus Olen der Cirupl'en 1-111
werden als Mischole bezeichnet. Zusatze von unverarb'eiteten
l'eeren und Pwhen sind unzulassig.
2. G e f e t t e t e d 1 e (Compoundole) : Mischungen yon
Schmierolen aus Erdolen oder aus Braunkohle ode'r Schief,er
mit solfchen tierkcher oder pflanzlicher Herkunft : sie mussen
solche gekennzeichnet sein.
b) S t a r r I e t t e sind mek t -4ufquelluiigen yon Seifen i n
Schinierolen. Sie sollen gieichmal',iges (iefiige besitzen, bei gewohnlicher l'emperatur salbenartig sein, si,ch beim Lagern nicht
entmis'chen und an d'ey Luit iiicht eintrocknen.
1. Nicht r,erseifte StarrfetQe: Aschegehalt: unter S q ; , .
2. Verseifte Starrtette: Wassergehalt: unter looh,, Aschegehalt: imter 6%.
c) l j o h r - und K i i h l o l ' e und B o h r f e t t e (Arbeitsolle)
sind diurch Seifen, Sulf,osau,ren, Schwefelsaurereste oder Alkohole emulgierbar geniachte Ole und Fette aus den Gruppen I
bis IV, dlie weniger zur Schmierung, \vie a h Kuhl- und Rost~srhutzm~itt~el
idienen. Sie solEen moglich frei \'on Ammoniak,
rollig frei von Mineralsau'ren lsein und mtus.sen, mit ller neunfach,en Menge Wasser gemi,sch.t, dauernd bestandige Kmulsion~en
ergeben.
d ) E ni u 1 s i o n s o 1 e sind inn,ige Mimschun,gen von dlen des
Gruppen I-IV mit Wasser ocher waisserigen Losunglea. Sie
diirfen sich, bei sachgemiii3er Lagerung nicht entniischen.
e) E l e k t r i s c h b e h a n d e l t e d l e sind durrh elektrilsch'e Glimmientladwg vendickte 6he.
f ) G r a p h i t s c h m i . e r m 4 t t . e l sind s o k h e der Gruppen J-111
und V, denien naturlicher oder kiiustlicher Graphit
beigemengt Ist. Der G.raphit darf uicht kornig sein und keine
FremdstoEe enlthalt,en.
Bund deutscher Nahrungsmittel-Fabrikanten und
-Handler.
BerIin, den 30. November bis 2. Deiember 1925.
Der Bund Deutscher Nahrungsmitbelfabrikanten und Handler hielt in Anwiesenheit zahkeicher Vertreter dier Reichis- und
Staatsbehorden unter Vorsitz van Kommerzienrat E r t h e i 1 e r , Nurnberg, eine s e h r gutbesuchte Tagung in d e r Handelskammer zu Berlin ab, um fiir eine Reihe van Lebensmittelii
Festsetzungen iiber (die Reinheitsanforderungen zu tneffen.
Po hatte der Reichlsverhnd Deatschrer Mineralwasserfabrikanten in einem Antrag neue Richtlinien fur die Rezeirhnung von Bwnselimonaden und Brauselimonadensirupen aufgestellt, die eine langere Debatte hervorriefen. Es wurde folgender Reschlui3 angenommen: ,,Alkoholfreie Getriinke sind
Zubereitungen, die im trinkfertigen Zustand in 100 g des. wenn
[
_
_
~
ZeitschriYt fur
angewmdte Chemie
erforderlich, von Kohlensaure befreiten Getrankes nicht mehr
als 0,s g Aikohol enthalten.
Zuw Herstellung \on Getrgiiken, die als Frucht- oder
Brauselimonaden in den Verkehr gebracht werden, durfen
neben W a s e r , Kohlensaure und Rohr- oder Rubenzucker nur
natiirliche Fruchtsiifte oder reine Fruchtsirupe (Zubereitungen
aus natfirlichen Fruchtsaften und Zucker) benukt werden.
Getranke dlieser Art, dieren Aroma nicht ron der Verwendung van natiirlichen Fruchtslften, sondern von den natiirlichen Aromaistoffen der Friichte (nestillate, Extrakte u. dgl.)
h'erruhren, durfen atis Brrauselimonaden mit Himheer- us\*,.
Gesrhmack bezeichnet werden. Gekanke dieser Art, deren
Aroma nirhk ausschliefilich auf natiirliche Ftriichte zuriickzufiihren ist, sind a l p Kunsterzeugnisse zu be~eichnen.
Getrlnke solrher Art, die unter einem Phantasienamen
in den Verkehr gebrachtt werden, sind nach den allgemeinen
Grundsatzen des Lebensmittelverkehs m beurteilen. Enthalteri s i e jedoch kiinstliche Aromastoffe, so sind sie ebenso
\fie die im iibrigen Absatz genannten Stoffe als kiinstliche Erzeugniwe 7.u bezeichnen. I)as zur Herstellung alkoholfreiei
Cietranke ZLI verwendende Wasser mu6 hygienisch einwandfreies destilliertes Wasser oder hygienisch einwandfreie!:
l'rinkwasser sein".
Kine langere Ausprwche idnd statt iiber dmieAnforderungen, die a n die verwendeten Salze, Sauren, Sirupe zu sitellen
sind. Die Forderung, daf3 diese Sofie, soweit sie im Deutwhen Arzneibuch genannt sind, den dort angegebenen Anforderungen an die Reinheit entsprechen niiissen. n i r d von dcr
Industrie d s Hiirte empfunden, iedoch betout Geheinirat
K e 1- p , dal3 bei de r Xeuherausgabe des Deutschen Arzneibuches
streng darauf geachtet werde, in bezug auf die Reinheit nicht
onbillige Anfardierungen an die Stoffe zu stellen.
Fiir Feinkostartikel lag ein Antrag des ReichsL erbandes
1)eutscher Fseinkost-Kaufleute E. V. vor, der eine allgemeine
Definition fiir Feinkost %owah. Die einzelnen als Feinkod zu
betrachtenden Waren sollcn in den einschlagigen Kapiteln deq
Deutschen Nahrungsmittelbuches eingereiht nerden. Der urspriingliche Antrag ivurde auf Vorschlag ron Geheimen Justizrat H i e Ir in a n n erweitert unc3 wurde dann in folgender
Form angenommen: ,,Der Regriff Feinkost lal3t sich nicht genau umgreneen. l m allgemeinen rersteht man unter Feinkast
solche Lebensmittel, die wegen ihrer besonderen Gute, ihrer
besonderen Eigenart oder ihrer besonders sorgfaltigen Zubereitung im Verkehr besondere Anerkennung und Bewertung
gefunden haben. Festsetzungen iiber einzelne hierher gehijrige Waren befinden sich in den einschlagigen Kapiteln des
1)eutxhen Nahrungsmittel>buches".
Eine sehr lebhafte Aussprache faiid stabt uber die Anltrlge
das Verbandes Deutscher Getreide-Kaff eefabrikanten: des Verbandes Deutscher Zichorien-Fabrikanten, des Verbandes Deuticher Kaffee-Essenz-Fabrikanten, des Verbandes Deutscher Feigen-KafPee-Fabrikanten E. V. und dcer Vereinigung der DeutmhenKaff ee-Ersatz-Industrie mr Regelung des Verkehrs milt KaBeeErsatz- und Kiaffete-Zusatzstoffen. sowie uber den vom Rfeichsverband des Deutschen Nahrungsmittelgrofihandels eingebrachten Antrag iiber die Bezeiehnung von Kaffee. Die Vertreter
der Kaffeerostereien stellten sich auf den Standpunkt, dafi das
Wort Kaffee nur cbeni Bahnenkaffre vorbehalten bleiben miisse.
und nicht in Wortverbindungen niit anderen Rohsltoffen gebraucht werden diirfe. Demgegenuber verweist Geheimrat
.I u r k e n a c k auf die vom Rleichsgesundheitsrat heransgegebenen Entwiirfe zu Festsetzungen iiber Lebensmittel, in
melchen die Wort1 erbindungen Malzkaffee, Roggenmlalzkaffee,
Kornkaffee U S M . als zulassig angesehen werden. Man miisse
sich auch daruber klar werden, dafi durch derartige Bezeichriungen niemals eine Tauschung deac Publikums hervorgemfen
wir-l, und dalj es sich hier nm alteingeburgerten Sprachgebrauch
handelt. Ndch liingerer Diskusion wurden dann folgende Bectimmungen angenommen: .,Roher und gerosteter Kaffee darf
unter geographischler Herkunftsbezeichnung fur Kaffee nwr gehandelt werdeen, wenn solche Herkunftsbezeichnungen der
Wahrheit enbsprechen. Miechungen m e h r w w Arlen Rostkaffee
diirfen bei Anwendung geographischer Herkunfdsbe2ieichnungen
nicht allrein nach dem wertvollsten Bestandteil benannt werden,
sondern miiwrii die Herltunftsnamen aller Restandteile :iuf-
weiaen. Der Ihuptbestandteil der M8i'schung ist an erster
Stelle zu nenn,en.
Misthungen von Kaffee und Kaffee-Ersatzm'itteh mussen
Kaffee-Erwlzmischung heiden und diirfen nicht unter Herkunftsbezeichnungen fur Kaff ee in den Handel gebracht wer'den. 1)er Anteil an Itohiienkaffee mu6 angegeblen werden".
Es wu'rde dann iiber die Verbote zum Schutze der Gesundheit gesprochen und hierbei kam unter anderem zur
Sprache die Zulassigkelt eines Kaffeezusaks zu Kaffee-Ersatzstoffen. Geheimrat J u c k e n a c k wies d a r a d hini &D man
tliese Frage nicht so ohne weiteres entscheiden konne. Das
zugese'tzte Koffein ist in anderem MaBe loslich als das in Kaffee
oder Tee enthaltene Kofiein.
Bei d,en als verfalscht, nachgemachmt oder irrefiihrend zu
bezeichiienden Kaffee-Ersatz- und Kaffee-Zusatzstoffen Tvurde
darauf hinge\viesen, dad fur Raffee-Ersa,tzstoffe aus Getreide
ergelialt bis 10 yh alis handelsiiblich anzusehen ist,
wahrend bei Bohnenkaff ee die h6chstzulLsige Menge des
\Vassergehdtes nur 3% b'stragt. Es ist dies,er Unterschied
tlafrauf zuriickzufuhren, dsad die Wasseraufnahmefahigkeit bei
KaEee viiel geringer ist a15 bfei Malzkafbe mit 10-1506 Maltose.
l
3 !ism tfann )die Frage d e r fiberzugmtoffe zur Spracbe.
Es siiid in deni Entwurf des Reichsgesundheitsamts als
Oberzugsstoffe angegeben: Rohrzucker, Rubenzucker, Invertzuelres und Schsellack. Dr. L e o n h a r d t weist darauf hin,
daB es eine Reihe anderer Harze gebe, d'ie auch nicht gesundheitsschiidlich sind und daB h'eute schon die Kaff ee-Ersatzstoff e
glasiert werdien mit Harzen, die h'ier nicht genannt sind. Die
aus den Zuckersrtoffeii hergestellten fibenugsstoffe sind in vie1
groi5erem MaBe geeignet Wasser anzuziehen. G'eheimrat
I( e r p erkla'rt zur Genesis der Entwiirfe des Reichsgesundheitsamts, d e r sogenannten gelben H'efte, dad man sich damal's
iiicht klar daruber war, ob mati dns Lackieren iiberhaupt zulassen solhte. Als KonipromiO ist dann die aufgenommene
Bestinimung heraussgekomnien. Es Tvurdc auch damals schon
angefiihrt, dad andere Lacke wesentlich geeigneter sein
sollen. I)ie Empfehlung des Schellaclrs riihrt noeh yon L i e b i g her, und Idler Schellack wird genonimen, weil er duwhsichtig und d'eshnlb riicht zur Tauschung geeignet ist. Von den
antleren Lacken behauptete man, daB sie wesentl'ich farbend'e
Eigenschafmten baben. Jedenfalls wird die Frage d e r Anwendung der Ilwze no(-h .einmal gepruft werden mussen. Ilieeer
Ansicht is't au'ch Geheimrat J u c k e n a c k. Prof. Dr. F 1 u r y
erkllrt. dafl er sich mit der Frage d er Harze und Kunstharze
hefafjt habe. unid d n O nach seiner Ansicht eine Liicke in den
FesZEetzungen der gelben Hefite klaffe, die einer ErgHnzung betlarf. Er kann niicht einsehen, warurn geradie Schellack beriicksich'tigt wurde. Der natiirliche Shellack ist nicht ldurchsicMig. Unter d.en Glasurmitteln sind eine Reihe von Stoffen,
die gesundheitlich nicht zu beanstand'en sind und das glmeich'e
leisten konnen \vie Schellack. Warnen mochte er jedoch vor
der Verwendung von Kunlstharzen. Es gibt ab,w n:atiirl.iche
I-Iarze, besonders in Mischungen. die durch chemiwh'e Beh a n d h n g so von den fliichtigen Bestandteilen beflreit sind,
daB voii diwen Harzeii nichts in den fertigeii Kaffee kommen
Irann. Es nerden sehr haufig Harze H I S gesundhe.it~s'chadlich
bezeichnet, ohae genaud Untersuchungen. Er mochte die Ansicht un4eaetiitzen. daB die gesundheitsunschad1,ichen Harze zugehssen werdeii. Die phenolhaliigen Kunstharze sind jedenfallis niit Vorsicht zu behand,eln. aber auch von den Natu!-harzen sind nlicht alle geeignet. Im Handel ist hauptsachlich
&as unschiidliche Kolophonium. Prof. F 1u r y mochte noch
ans'egen, sich auch draruber zu SuBern, wie man zurzeit die
Fabrikanten vor unb,egriindme!en Beanstandungen schiitzt. Geheimrat K e r p meint, es konnte dies in der Weise erfolgen.
dad durch ein Kundschre.iben die Uniersuchangwnstalten angewiesen werden von Heanstandungen abzusthen. Es wird dann
wei!er .in der Iliskussion darauf h:ingewieisen. dafj in letzter
Zeit vielfach Kaffee-EI-satzstoffe in den Handel kommen, dienen
kiinstl.ich di'e Form von Kaffeebohnmen gegeben ist. Dieser:
wird als irrefiihrend bezeichnet.
Deutsche Gesellschaft fiir Technische Physik.
Berlin, den 8. Januar 1926.
Tors.: Prof. Dr. G. G e h 1 h o f f , Berlin.
In der ersten Sitzung dieses Jahres, die d,ie Deut,sche Ge.sellschnft fiir Terhnische Physilr Remeinsam mit dler Physika-
lischen Geeellschaft abhielt, sprach DT. H. G e r l a c h , Tubingen,
iiber: ,,l)iinntitntioe S~~ektrcilaizalyse".
Die quantitative Spelitralandyse, die zwar so alt ist wie
die Spektrallanalyse selbst, dann aber in Vergessen~h~eit
geriet,
hat in den letzten J a b e n wieder erhohte Bedeutung gewonnen,
insbesondere nach den Arb,eiten von
G r a ni m o n t in Frankreich, 11-0 iiinu wahi-end des Krieges
begann, das Material de r deutscheii Luftschiffe spektroskopisch
zu untersuchen,. Die allgenieinste spektralanalytische Frage
i.st die, ob das Licht von einzelneii Atomen oder Molekiilen
herriihrt. Man e r k e m t dies daran, ob die Emission aus Linlien
oder Banden besteht. Man kann durch die Spektralanalyse
nicht nur iesbstellen, von welchem Element die Lini,en hemiihren.
sondern man kann auch d'en physikalischen Zustand d.es betreffenden chernischen Atoms angeben, deiin die Spektrallinien
sind charakteristisch sowohl fur d'ie chemische Natur als d,en
physikalischen Zustand, und die Spe!ctrallinien der einwertigen
Ionen sind andere a h die de r zweiwertigen und mBehrwertigeii.
Wedter kann man die Spektrallinien eines Atoms au'ch verwenden, um Kriifte zu untersuchen, die Yon aiideren Kiirpern
herruhren. Es beruht d'ies auf der Verbreiterung d.er Linien
durch ande:re Atome. Die fiir d l e diese Zwecke v'erwandten
:Methoden sind im Grunde die gleichen. Man kann entweder die
Absorption oder die Emission der betreffenden StofCe unterswhen. Es s.ei aber betont, d'aB nian nicht in jed'em Fall d a s
Absorptionsspektrum und nicht in jedem Fall das Emissionsspelrtrum untersuchen kann. Wenn w ir z. H. wissen wollen,
welche Substanz einen Kristall farbt, so konnen wir nlicht djie
Emission untersuchen, ohne deli Kristall zu zerstoren, wohl
aber konnen w ir durch das Absorptionsspektrum feststellen,
welches d.ie gesuchte Substanz ist. Vortr. verweist dann auf die
in den letzten Jahren durchgefuhrten Brbeiten auf diesen Gebieten von G r a m m o n t , P o l l o c k und L e o n h a r d . In
letzter Zeit hat auch die .deutsehe Industrie di,ese Arb.eit4enaufgenoniman, durch die man feststellen limn, ob ,in einer chemisch
einheitlichen Substanz eine Verunreinigung von eineni andereii
Element vorhanden ist. Man mufJ hierzu die Spektrallinien
beider Elemente, sowohl der Hauptsubstanz wie d,er verunrein'igenaen Substanz kennen.
Wenn man in einer Grundsnbstanz eine verunreinigende
Substanz hat und deren Konzentration immer mehr h'erabsetnt,
diann verschwindat das Spektrum de r verunrcin,igend#enSublstanz
allmahlich. Aber e s gibt eine Reihe von Spektrallinien, d'ie
zum SchlruB als letnte Linien ubrig bleiben. Man findet, daB
mit abn'ehniender Konzentration die Intensitat der Linien im
allgem'einen abnimmt; aber man kann beobachten, dad irgendein'e Spektralliilie einee verunreinigenden Elementes die gleiche
Intenssitlt hat wie das Hauptelenient, und dai3 bei abnehmender
Konzentmtion diese Linie niicht schwachcr, sondern starker
wird. Ein solcher Fall tritt z. R. auf b,eim Nachweis ron
Kupfer in Leichitmetallen. Es ist dies auf d.ie Selbetumkehr
zurBckzufuhren, und erst, wenn man die Umlrehrlin,i,en zum
Versc hwinden b'ringt, bleiben d,ie rei nen Em i ssionspektren
iibirig. W,ill man eine Spektralianalyae qumtitativ durchfiihren.
so konnte man daran denken, sich bes'timmte Tabellten anzulegen. So z. B. verschn:ind,et ein'e bestimmfe Linie des Zinks
bei einer Konzentration von l,',o %/o Zink, eine andere Linie bei
dar Konzentration von l/lao'+i, Zink. Derartige Tabellen sind
auch rerschiedentlirh hernuagegebeii worden (so fur Zink von
H i 1 g e r . London). Will man aber genauere Angaben. dann
ist die Anwendung solcher Tabelleii nicht brauchbar, und man
mu8 zu einer anderen Method'e iibergehen, be.i der man d'ie
Intensitat der Linien eines veruiireinigenden Elementis vergleicht
mit den Linien des Hauptelernents. Wenn man z. R. ini Aluminium ein,e Verunreinigunp von Silicium narhweisen will.
so kann man sich zunachst Legierungen von Alumin,ium und
Silicium in bestinimten Prozentgehalten herstellen. Man kanii
dann die Speklra d.er versehiedenen Legierungen, deren chemische Zusammensetzung man ja kennt. aufnehmen. Man wird
hierbei finden, dnA bei irgendeiner Konzentrat,ion eine L i n k
tler Vei-unrein,igung Silirium die gleiche Intenisitat hat \vie
eine Lin.ie des Aluminiunis. Bei einer anderen Konzentration
findjet man Intensitaten. die einer anderen Linie des A1 entsp'rwheii. und man kann danii bei qleiehmafiigen Entladunpsbedingunpen niit ,arcBer Sicherheit festst,ellen, zu welcher Legierung die Lin'ien gehoren. Hierbei ist aber zu beriick-
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