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Beobachtungen ber das Sinken der schwedischen Kste an gewissen Orten.

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6ch dazwischen zwei Infusorienarteu Uberdiet , welcho
der oberen Lage zu felilen scheinen, nlmlich GnZZionelia
uarians nnd Cocconeij Clrpeus. Ganz besonders merkwiirdig aber ist eine Beimischung pflanzlicher Stoffe und
Formen. Es finden sich o$mlich in der unteren Masse
(der Probe) mau kann wohl sagen T& des Volumens (!)
an Pollen von Fichten, d. h. irgend einer Pinusart, und
es liefsen sich auch Kieselnadeln von Spongillen crkennen.
Beide Resnltate stimmen mit den Resultaten der chemischen Analyse des Herrn Ur. W i g g e r s ganz wohl
iiberein, und es w%re uur vorlaufig noch zu bemerken,
dafs von den vienehn Infusorienarten der beiden Erden
slmmtliche zwslf der oberen Scbicht noch bei Berlin lebende Formen zu seyn scheinen, auch die Gdiionelka
uariaRJ, welche in dicser grilfseren Form besonders im
Poiirschiefer von Jastraba und Cassel vorgekommen, lebt
bei Berlin. Die Coccones Chpeus der unteren Lage
findet sich auch mit h’aoiculc viridk im Kieselguhr von
Franzensbad.
Fichtenpollen fand Hr. E. zuerst im Bergmehl von
Degernfors in Schweden, daun auch in dem Kieselguhr
von Kymmene (3rd in Finnland, neuerlich auch in dem
von Franzensbad, iiberall aber in geringer Menge.
Mbge diese, die Phantasie lebhaft beschaftigcnde
Seite der Ltineburger Haide zu thstiger fernerer Untersuchung anregen.
XVII. Beobachtungen ubcr das Sinken cler sclzwe-.
dischen K k t e an gewisserr Orien.
( A u s B s r r e l i u s ’ s Jahresbcricht, No. 18, S.386 d. 0 . )
--
Seitdeln man es cglaublich gefundeu, daCs sich deq Erdball einmal im geschmolzeneln Zustande befand, und dafs
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das Urgebirge nur die durch Erkaltung erstarrte iiufsere
Kruste desselben ist, mufste man folgern, dafs bei dieser fortschreitenden Erkaltung der Durchmesser der Erde
cine zwar geringe, aber gleichmafsig fortdaiiernde Verkiirzung erleide, und die Kruste desselben also sich runzele, d. b. an gewissen Stellen sich hebe, an anderen
sich scnke. Auf diesc Weise ist die Erscheinung des
langsamen Hebens der schwedischen KUste ), welches
lange unbegreiflich war, eine Sache der Nothwendigkeit,
und man hat angefangen , die Niveauversnderungen am
Festlande und an den Inseln, welche, falls die plutonische Ansicht richtig ist, sich als ein allgemeines Yhanomen erweisen inufs , mehr als zuvor mit Aufmerksainkeit
zu verfolgen. Inzwischen ist erforderlich, dafs gegen eine
Stelle, die sich hebt, einc andere im Sinken begriffene
gefunden werde.
Wir wiasen,, dafs die Hebung von
Schweden gegen Siiden abniinmt, und dafs die Gegend
von Soluitsborg, an der nbrdlichen GrSnze YOU Scho.
nen, ihr Niveau unverandert beibehalt. Dagegen hat
man auf der anderen Seite der Ostsee, besonders an
der flachen Kiiste von Samland, bemerkt, dafs das Mcer
allmSlig in das Land eindringt. Bisher scheinen keinc
Beobachtungen gezeigt zu haben, dafs das Sinken schon
an der skandinavischen Seite beginne; allein neuerlich
hat N i l s o n beobachtet, dafs dein wirklich so sey. Ich
werdo daher aus einem Schreiben dieses eifrigen Naturforschers an die Acadelnie einen Auszug mittheilen.
Ich glaube , sagt derselbe, unumstiifslichc Beweise
fur den geologischeu Satz gefuiiden zii haben, dafs die
siidlichste Spitzc von Schweden sich senkt, wYhrend d s r
iibrigc Theil des Landes sich hebt.
Ich weirs nicht,
ob Jeinand diese Meinung schon ausgesprochen habe.
Langs der Siid- nnd Siidostkuste von Sclionen lindet
sich ein inehr oder weniger hober W a l l , welclier theiIs
aus Sand, theils aus Grand und Feuersteinbrockcn bel.) Anualcn, n d . II S.309 und Ed. XXXVlll S M
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steht. Dieser Wall ist zuweilen niedrig, fast unmerklicb,
zuweilen aber aufgetrieben zu einer Hahe von 30, 50
und 100 Furs und dariiber, bei einer der Hahe entsprechenden Breite. E r heifst an der stidlichsten KUste der
Goraback. Man kann ihn verfolgen von Fakterbo neben Ystad bis ~imbritshamn. Innerhalb dieses Walls
findet sich an ihm entlang eine Fortsetzung von SUmpfen und Torfmooreu. Dieser Wall mrifa durch eine
gewaltsame Bewegung des Ostseewassers gebildet und
aufgeworfen seyn. Ich hielt eo far interessant zu ermitteln, ob diels vor odet nach der Bevblkerung des
Landes gescbehen sey. Westlich von Trelleborg bedeckt der mraback ein Torfmoor. An vielen Stellen
hat man den Wall durchgraben, urn zu dem Torf zu
gelangen. Ich suchtc von alteren und jiingeren Personen, die mit der Torfgrsberei beschsftigt waren, zu erfragen, o b steinerne Aexte, Pfeile u. dergl., die man zuweilen
in anderen Torfmooreu augetroffen hat, auch im Moore
unter dem Gbraback gefunden aeyen; allein alle stimmten darin tiberein, dafs sie unter demselben nichts dergleichen wahrgenommen, wohl ober in denjenigen Theilen des Moors, welche innerhalb dcaselbcn liegen. Dagegen hat inan auf dem Gbraback selbst, auf desscn hbchsten Stellen, andcrthalb Furs unter der Erdoberfltche,
thanerne Urnen gefunden, von denen ich zwei erhielt,
und welcbe, nach anderen Ihnlichen, zusamrnen mil steinernen Aexten u. s. w. gefundenen zu urtheilen, mit letzteren von gleirhem Alter sind. Hieraus kaun man schliek e n , dafs die auf dern genannten Walle befindlichen
Grabhiigel von den altesten Bewohnern lierrithren, und
dace, wie mir ganz wahrscheiolich scheint, der Garaback
vor der Bevblkeruog des Landes aufgeworfen worden ist.
Das Steiopflaster in dcin alten Mnrktfleckcn Trclfcborg lie# gegenwartig so niedrig, dals es bci hohem
Wnsser ilberschwemmt wird. Defb;an;;eacbtet hat man
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beim Graben an mehren Stellen im Marktflecken drei
Furs onter. der jetzigen Oberflache ein anderes Steinpflaster angetroffen. Diefs alte Pflaster liegt gegenwartig in oder vielleicht etwas unter dem mittleren Spiegel
der Ostsee. Dasselbe ist der Fall mit dem Torfrnoor
unter dem Gbraback, und der a m Thon bestehende Boden des Moors liegt noch zwei bis drei Ellen darunter.
Allein das Moor ist offenbar in siifseln Wasser gebildet, denn es enthalt Stamme, Zweige, Friichte und BIPtter von Eichen, Bucheu, Eden , Birken , Haselstauden
und anderen in Schonen wildwachsenden Baumen und
Strguchern. H%tte sein Niveau zur Zeit seiner Bildung
so niedrig gelegen wie jetzt, so wiirden Tang und andere Meerespflanzen hineingespiilt und darin aufbewahrt
worden seyn. Ueberdiels finden sich auch Siikwasserscbnecken in dem Torlmoor, z B. Lymnaea, Paludina,
Cyclas u. 8. w.
Vor der Kiiste, in der Ostsee selbst, 50 bis 100
Ellen vom Strande nnd 2 Furs tief unter der Oberfllche des Wassers, findet sich ein Bett von Torf, das dem
eben erwahnten gleich ist. Nach der von mir dariiber
angestellten Untenuchung enthalt es alle zuvorgenannten Land- und Siil'swasserpflauzen; es ist daher ohne
alle Widerrede im siifsen Wasser und iiber dem Spiegel des Meeres gcbildet: jetzt liegt es aber darunter.
Es ist 4 bis 6 Furs tief und ruht auf blauem Thon.
Diese Thatsachen scheinen mir zu beweisen, dafs die
Siidspitze von Schonen gesunken ist. fe
Dafs d i e t nicht plbtzlicb, sondern allmllig geschab,
iind noch geschieht , hat N i 1s o n durch die Bemerkung
wahrscheinlich zu inachen geaucht, dafs der Abstand des
1BStafsten- voin nachsten Strande, durch Messongen i. J.
1836, urn 330 Fufs kleiner gefunden nurde, als L i n u 6
ihn, 87 Jahre friilrer, in seiner scl~ouischeir Keise angiebt. Dick kana unm6glich >van cinem Vcrsehen in der
4'16
Messung h e r r i h e n , selbst wenn man aunehmen wollte,
d a b die friihere Messung nicht mit grofser Genauigkeit
ausgefubrt worden sey.
XVIII. Ueber einige innerhalb geschichtlicher
Zeit stattgefundene Niceau-V~r~nIlerun~en
in
-llcinemark; von G. Forchharnmer.
( A u s eineru Briefe an Hrn.
L y e l l in den Verhmdtungen Jer GeoPhiI. Xug. Srr. If1 Yol. 11
[ogischen Guellschaft in London.
p.
-
309.)
D e r Verfasser erwiihnt zunscbst der Beobachtungen von
Hrn. L y e l l und Hru. N i l s o n tiber die ungleicben Hebungen von Schweden und das, Sinken von Schonen.
Zum Beweise, dafs solche Hebungen nicht nur in eineln
verschiedenen Verhlltnisse stattfinden, sondern auch Bewegungen in entgegengesetzter Richtung vor sicli gehen,
fuhrt er h l i c h e Erscheinungen an : die Inseln Saltholm
und Bornholm, so wie die danische Ktiste am Sunde.
Die Insel Saltholm, Hopenbagen gegentiber und kaum
faof Furs tiber dem Niveau des Suudes erhaben, mufs,
da sic schon seit dem 13. Jahrhundert als eine Quelle
des Einkommens fiir das Stift Roeskilde genannt wird,
laogsamer geboben worden seyn als Bornholm, wclches
eineu Fufs in einem Jahrhondert steigt; dcnn wenn eio
jetzt nur zwei Furs sanke, wurde ein sehr klcincr Theil
der lnsel ubrig bleiben.
An der danischen Kiiste des Sundes, scchs Meileu
( Miles) nardlich von Kopenhagen, findet sich jedoch
eio wohl cbarakterisirter Strand sechs Furs uber dem
Meeresspiegel ; daraus schliefst der Vrrfasser, daL die
Niveau - Veranderungen an der dlnischen Kiiste in eiuem
anderen Verbdtnifs als an der achwedischen vor sich
v,eben lutissen, und er schreibt dieL den schwachcn Erd-
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