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Beobachtungen ber die Absorption der Gasarten durch verschiedene Krper.

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ANNALEN DER PHYSIK.
S E C H S T E S STUCK,
JAHRGAKG 1514,
I.
Beobachrungen tiber die A.4forprion Rer Gasarcen
durcli ver/chiedme h-Grprr,
r o n
TnEonoR
(der Naturforl'b.
Gel.
VOP
iti
SAUSSURE;
Getif vorgel. am 16. Apr. 181a ').
Wir belitzen noch keine genauen Uoterfuchungen
iiber die Frage: ub ciii Gas, wcnn es in die Poren
eincs fefieri K;jipeis: eiodrin;.t,
i n ihnco + n e Ver') Ich gt-be meinca, Lrlern d l d e wichtige Abhdnillung in
dem gagenwar:iken Siu:k i l c r .\nnaleR, unfirrchrer ilirer
. s l i dic b i s h e r
C a n g o , g r i r r . well i c i l voraus!eizzn d ~ t f d
noch nichr bekaiiiitcli C;cTcrze, nach Z o o e n d i e G a s a r t e n
t o n porulrii
fclteo K u r p , . r n r i i i / , c l i i oilrr vrrmtfcbr
gv!oge:n w e r d r n ,
einu n d iiacli nlclir (lit e t i i f l u l ~ r c i c l i c o u o d
Jurikirn G e l r t i r tier A b l u r p i i o i i d e r G d s . i r r e n d u r c h
f i s k e i [ t n , wclchr.
Hr.
v
on
.Sa t i I l ' u r e
m i l dar
Fliil.
Gcnauig.
>c!idrfi;J,ti,
( l u r e n Grpi.ige r ! l s leirie A r fich [ r i i e n , aaf'gelucbr und enlwickclr h d r . alle
Lrir un.d dern
beiren
ail
P r p i t n d e der l'lijhk lebhslt IntereIGren w e r d e n , utid w e i l
blanches \ \ i r c l e UubcrliJfldlIrh pewordeu fs.yii h a t i r ich
.
Hefte t r t l ~ i i c k r l t in n l l ~ i i . I J i t l l e r e
Urberlrrrutig r n l i r r v n i n P r o ! H u r n e r ill 7,->rii ;I brr,
u o i l icb habe fie cu Folge feiner Aufrrdps n o r h i l i d l j mit
drni Ori<tnale grnait rerglichea, und dart micb a l l 0 mit
G i I I erc.
Er i l i r e T r c i t r rerbhrsen.
die ,\rberi
~ I Imrbrcrc
. b n a l . d. PhyGk. E . 4 7 . S I . i. J. 1814. Sr.6.
H
dichtung erlcider, auch wcnn clss Gas und der feffe
Kiirper fich mit cinander niclit chernil'ch verbinden
k c n n e n ? ,Es ilk I'o 2.b. nocli uubckannt, ob Stickgas, oder Sauerfioltgas, die rnit der Kiefelerde in
keine chemifche Verbindung treten , nicht l'chon
blos dadurch, dafs lie id einen porijl'en kiefrlerdigen Stein, wie Opal, Hydrophan, oder gewifle
Sandfieinarten eindringen
cine Verrninderung
jtirer Ausdchnung erleiden. Gelctzt , diel'es wsre
der Fall, fo eGtfiehn eine Rlenge andrer Fragen:
welchen Einflufs die GrG!'se J e r Poren auf diefe
Verdichtcng h a t ? oL alle Gasarten Yon einerlei
Kiirper gleich kirk verdichtet werden ? und. w i e
fich die Verdichtunz Lei verl'chiedener Dichtigkeit
der Gafe verhdt? Noch i n t e r e r m t e r w i d diere
Unterfuchung mit vermifcliten Gasarten. Verfchluckt der fefte KGrper von zwei Gasarten, die
zu glzichen Theilen mit einander vermifcht Lad,
g ~ e i c ~vie!
i oder niclit ? und treten vielleiclit' die
vcrrnilcliten Gafe in deni feften KGrper mit einandcr in Verbindungen, welclie fie im freicn Zufiaadc
nicht eiiigttiin? u. Law. Man Ge!it, d.afs tliefes uns
vielleicht dahin fiihr,on kunnte, zu entdeclcen,ob n i c k
unfere Atmofph3re, wenn fie in die Kinde des Erdki;rpers eindringt , fich 410s .iermi;;o dielks Eindririgens i t 1 ihr verdichtct , und 'Y;tni.r, oder lalpetcrlzure Salze oder onimoniakhaltige Salze era
zeugt.
Die Unterfiichungzn , welclie ich angeltellt
habe, urn einige dicfer Fragen zu beantworten,
,
-
,
theile ich him oiit in drei Abfchiiitted. Der erfic Abfchnitt m t h al t ubeine Verfuchs iiber die \'rrdichtung der reinen unverrnifchten Gale durcli feffe
Kiirpor; der zw'eite nieine.Vcrfuclie iiber (lie Abforption verioifchter Gafe durch felie Kijuper;
u n d in dem dritteri wird man einige I3eot)ncIitirngen iiber die Abl'orption cler Gasarten durch F1ii.L
figkeiten finden.
ERST E R
A 1: S C H S I l T .
Vcrdichtang ~~nverii~il'cl~t&r
Gasarten durch fefie
K6i.per.
1.
GrifJe d c r Yerdiclirrrrrg
d r r we,fchiedcnen
Gafe Rnrch
d i e KotiIe.
Von den felieii KGqiern verdient die h-c?L/c! id
iltrer Wirltun; aul' die Garartcn die ~ o r z i i ~ l i c h r t e
Aufme'rkfarnkeit. Es ilk cine Entdeckung F o n t an a ' s , Jars gliiliende Koiile, welche in QueckGlber
abgelGfcht, oder a u f auclre Art ohne Zutritt d e r
Luft abgekiihlt wordcn, die rnerkwiirdise Eigenfcliat't erhalt, von den vwfchiednen Gasarten Mei;g en eintul'chliirfen, welche das Volum der Kuhle
felbll. urn vieles iiherlirigen. D e r Graf
IJ r o z z o
bemerkte , Jars dieItt Abi'orption vtrlcliieden L'ey,
nach Verfcliiedenlleit d r r G a s a r t e n , uutl t1t.r Art
Von Kohle felbll; uiiti [chon er lielltc einon Verfuch an, d e r , wenn el. geliijrig w i r e ausgefiihrt
worden, diefen Gegenfiand in's Ma re wiirde ged
H 3
bracht haben '). E r liefs ndrnlich verrchiedne Gasarten, unter g a m glcicliroi Verfajhreu, vou Kohle
und von audera p o r u k n KGrpern, z. €3. Bimsltein,
dachticin u. dgl. ablorbiren: es I'chien iiim aber,
dali die Gasarten fich in diefen letztern nicht verdichteten. Man hat daher feitdeni die Verdichtiin; alter C'rare durcli die Kohle a!s cine befondere
Ei,.enthiiu,lichk~it diefer letztern augefehn , deren
bcfriedigende Erklirung kiinflisen Eachforfchungen iiberlalren Lleibe.
Die HH. M o r o z z o , R o u p p e udcl Nor,
d e n **) halen Lcli bei ihrcn Vertuchen befonderer
V o r r i c h t u n p bedicnt, urn die Kohle ohne Queckfilber abzulijlclien. Ihr Verfdhren war jedoch der
Genauiskeit der Refultate nachtheilig , weil immer
atmofphirifche Luft iriit in ihre Apparate hineinkani. Zwar gewihrta es ihnen den Vortheil , daIi
fie die Abrorptionen der (;are iiber WnCfer yerannalten konnten; die Geganwart des Wafl'ers vermindert aber, wie ich in der Folge zeigen werde,
hiiuES dieverdichtung der Gal'e, und hat in ihren Verh c h r n einige andre Unrichtigkeiten hvrbeigefiihrt.
- Uei meinen Verl'iiclten wurde die gliihende
Kohle unter Quecklilber getaucht , und nachdeni
lie Gch abgekiihlt hatte, in (14s zu abljibirende
Gas gebracht , ohne mit der atmoTph3rifchen Luft
in Beriihrung zu komrnen. Alle meine Verfuche find
T.XXIII. p. $3. u. T.LV1II:p. 380.
d e Plr);liqu. .
'l L1'111. u. Atinales d o Chimfr
*) Joum. de PlyJique
**) J o n r n .
T . X.YXIV.
c
117
I
mit Kohle von Buclrsbaumholz angeltellt worden ;
ihr Verdichtungs Vermiigen ifi nicht nur vorziiglich Ltark, fondern Ge nimnit auch Lei diefem AIL
liirchen n u r fo wenip Queclrfilber in Gch auf', dals
lie immcr noch leicht gonug bleibt, urn auf dcrn
WaKer zu I'chwimmen.
Die folgenden Verruche wurden bei einer Tern
peratur von I I Lis 13' cles hunderttlicil. 'I'jiprnI(j7
meters (9 Lis ioi0 H.) iind utitar einem LuCtd1.uck
von ungcfahr 0,724 bleler ( Ais. 8.95 Lio.)
lielit.
Die Augabeii lirid h C t durehgangig ein
Mittel aus rnehrern Beobachcuiigcn ; denn zwei
Stiicke von einer und derrcllen Kohle zcigep, aucll
iiri ndmlichcn Gas, l'clten ~leiclir9l)l'orption~n.
Die
Zahlen, welche die Abforption eines jetleu Gores
a n g e l e n , bcxieherl ficli auf das Volum de: KiohJe,
als Eiulteit ansenommen.
-
KoLle v o n f?IIchshuinholz abrorlirt
\on
A iiimoni*k;r;is
l i I r fa urc in G ilI
l ~ : h w ~ i I i g ~ , ~ uGraesn ~
i h I k'olrirnen
9') A1.71
85
65
S c l ~ w e f t lWdl'rrliotTgas
-
55
oxyriirrcin Slickgas
40
* -
k i j l i l e i l l ; t ~ ~ r el i~ci l~s
a>
6,hlt.tz::upvndein G R S
g,d;,r;lt ! g r r u Lo bienfiofisyd
S , i tier fi c !Fs s
33
r
r
rj,/ba
!),a5
,
S;i;l;gas
,i
~ , K ~ ~ , l .Kohlen-WafTerftof€gas
levi
5 *)
I :75
\wrerliofigas
P.'
unten fiehenden Anmerkung die Thatfachen engegeben linden, welche mich auf rliefc Erklarungsart
gefuhrt liaben +). Hiichfi wahrfcheinlicli irird nlfo
3
Uelar die Eildung ?*an Bolilenlaurrm Car iir drr g*Teinprrniur nur KoIiIs u n d S o i ~ e r J i ~ J g a ~
Man ha't bisher aiigenommcn. dafs Cch die K o h l e m i t
dein Sauerkoff nur i n einar Tempurstur verbinile, die
nahe an die Gliihchipc g r i n z r ; rllein ich glrube bcnierkr
su haboo, ( l a b hierzu rcbon die niirtlerc T e m p e r a i u r der
Lult binreichr.
D a dirle k k o b J C l l t U n p ; von W'iclitigkeit
iR, untl Wiclsrrpruch erl'abrcn kbnnre. To fry es nlir erlaubt, die Unifiande dcr Lleobarhtung nrlier zu en:n;ckeln,
Ein M a a h im Quecklilber abgelolchter Buchrbaumkohle,
dar in 1-4 Stuoden 9: Afaals trucknes Sauerfioffgas abrorbirt batre, wurde 1 8 M o n a t e lang in eben dielem G a a
g~lrlTeen, das mir QueckGlber gelperrt war. N a c h 2 Momaten betrug die Ahrorprioli I I h i a a l s ; nach 1 4 Alonates
13 Ma.&;
in der folgcnden Zeit piiig he imrner no&
langramer v o r (ich, uod n a c h rg M o n o t e n war lie uoch
nicbt vollendet. I & Ichlors demnach clcn V a r f u c h , urn
das riickllandige Gar ZII uotcrluchrn: Es fand lich eben
fo rein, wip For dcm Zuui!t der Kohls, uod irigte kcine
Spur s o n kohleslaiirem Gag. Cleichrvohl ilk zii vermut4en, drL lich kohlenfrurr* G a s r r a w c t hdhe, und d a b
es nur in d e n Poreir der Kohlo f'c*figchrlt& wurdo. h iit
zu rrrrnutheo, dale die Gasveroiindcruns l o IdflgO lorigelit,
bis die Abbrption r u f j 5 M+fs gelkidpen i l l , a16 lo v i d
kohlenlaurer G a r von der trocLneii Kolilo eipeci'ogen wird,
u n d dals I i c b tlanr: freies kohlenlaurrr CJS gehildct h a b e n
wGrde. D a ich intlmlr vielleiclit io JaLre n6rde liaben w w e n
miinen, bevor aiiltiirle A r c c i n e incrhbare NeDgcfreies kohlen,
laures Ga8 eniftanden w d r e , fo kiirzrc ich den Y t r l u c h dadurcli a b , d ~ r 6icli nafle Koble n a h m ; diicch 1i.J w u d e in
Zrit VOD cinern J a b r e cia$ E e umgcbcnde SaucrfiolYgai b z i
der gencihnlichen Luft '1'einper.iiur in LoLlenhurer G a s
verwondelt.
VVir werilcir wclterhin relin, d.& I !kIaafi
Iufileerrr t i l i t W a l T c r b.-fditic!e: Euc;lsbaurn-Knliie 1 5 Maalr
kohlrnlaur-r Gb$ var(;hlurlra Laiio , l h i t iler 5, Maa[s,
w t l c h e I N d a trockner Koblc iu Gch. autnimmt. Eino
wGlmficlreir
-
-
auch von dern Sauerffoffgas in 36 Stunden,' wie
von den andern Gafen, die grijfsthioqliche Menge
abl'orlirt, und diere betragt gennii 9) Maafs, indern jene Zeit nicht hinrricht, urn eine bemerkbare
Menge von kohlenraureoi Gas zu erzeugen. Ich
werde daher auch h i den in der Folge anzufiihrenden Verrucheo keine Riickficht auf diel'e Bildung
von kohlenfaurem Gas nehrnen.
-2.
Ernjufi dci W a J e r i auf die ALJorpLioncn
L h c h r b a w n - Kohle.
durch
Die angefuhrten HeTultatr fetzen fammt lich voraus, dals die Kohle vor oder wahrencl iirrer Einfiihrilng ih das Gas trocken fey. Wirtl die Kohle
nach ilirer Abliil'chung uiid Abkiihluog noch uuter
dem QueckGlber auch nur etwas bcfeuchtet, To kindec ficli die Abforption aller Gal;., die nicht eine
feIir gorse. Verwandt !'ciiaft z u n i kl'alfer Iiaben , in
)edrurendeni Grade veruiindert
So vrrniag die
'>.
I
(21
3
Buchsbaumkohle im QueckGlber abgeliifcht und er-9
ki'ltet, w e n fie unter dem QueckGlber mit WaITer
viillig gcfchwangcrt worden, nur noch ihr 15Caches
Volurn von kohlenfaurem Gas zu verfchluckcn,
inclYfs fie vor dem Befeuchten das 35fache verfchluckte.
Auch braucht die befeuchtete Kohle
eine weit kingere Zeit aur v i i l l i p Abforption der
tiare, als die trockne Kohle. Die niiniliche Kohle,
welche trocken in 2 4 Stunden 35 Maali kohlenfeure3 Gas vertliclitete, brauclit, wenn lie niit WajTer
gel'chwiosert ifi, 14 T a p , uin J5 Maali jenes Gales
in lic.1, aufmr]elirrien.
ELen dieres Hefult~tf u r das Verdichtungrverniiiaen J e r nan'en Kohlc er h a l t man weit fchneller,
wenn m a n die Kohle erCt irn trocknen Zupaude mit
(;as Iich fiittigen Iafst, uiid fie daon durch (?tie&filber in eioen Recipienten bringt, der mit (<tie&lither, iind l'l'a[kr von IinSefallr gleichemb Voluni
mit dern cler Kohle anScliillt ifi. L)ie Kohle giebt
in
S;untlen die prize M r n g e des G a s h e r , wetches nalTe Kohle nicht fefizulialten verriiag *j.
ifi. D c n n bei einigen and*rn KGrpern. die nur
Gar rbfoihiren. wird durch den Zljtritt von ein n e -
rehr hark
neriis
nig W'aLTer d r r Verdichtuo~svermuaeiivergrorrerr.
T. S .
') Das Wafler veiireibt Lei leinem Einclrisgcn in die Kohls
das Gas inir Iolchrr Grrvalt US derfelhrn, dal's in verIclilolrenen G e L l i e n und bei gonugramer K o b l e clas au+
gelchieclene Gas bedeutvod comprimirt il?.
Uiefer UmIiand liebe Gch im Grolien m r Ecrrituns lehr coiicentrirT
t er L u 11 R I t cb er L i : i er Iich e r :\I i 11erd I\v d f e r 11 en iI Izen , be l o ndrrs wenn main pihroode krirrn 7 1 1 r I i a n d li.itte. M a n
braucltr in diefe n u r Llcckn mit gliaheiidcn Uiichenkohlro
122
3
AuP diefe Art lief's I Maafr' trockner Kohle,
welches ( 3 3 -Mads kphlenfaurcs Gas &Tchluckt
hatte, willrend es Iich mit WalTer fchwang'crte, 17
Maah kohlenfi~uresGas fahreo, und behielt alTo
n'ur 16,
Mask turiick, welches fohr nahe didelbe
Meoge als in. dcm erffen Verfuche ;It. Ein Maafs
trockoer Buchsbaumkohle: das 7: MaaTa SricAgas
oblbrbirt hatte, gab, wiihrend cs fich mit M'dTer
durchzog, 6: Mads Gas wieder her, iind beliielt
nur I MaaTs Stickgas in fich. Atis I Maafs
trockncr Biichenkohle, die ya. Mads SauetJtoffgas
verl'chluckt hatte, entbanden fich mittellt WalTers
5; Maah Gas *); und I Maafs mit tVaJerJt0figa.s
gefattigte Kohle behielt, nachdem W a l k lie durchdrungen.hatte, nur o,G5 MaaTs Gas zuriickl Wir
werden im V,erfalg diefe Hefuhate zu benutzen
fuches.
zu briagen. und die Kohlen, nachdcm lie fich hier mit kohlenfaurem G a s vu!lie; geritrigt hahen, i i i eincm dichren u o d
fiarksn Gcfilse i i i alas \l-ilT+!r zu vcrfettcn. Und dieres wiircle
Gch leichr lo rnaclien laKen, drfi (lie mil Gas gelcliwdug o n e Kohle nicLt cnit iler acnior1,liirililirii Lufc i i i Ceriihr u n g L i m e , uiitl nirht elier in clao WalTer grbracht wurde,
ale bit rlas G a l h lul'rdirht yrr~cliloli'en waro. Ich I!abe,
rrlbfi oI4ns clicir w4aitlicheii \-orGcbtsregrlu t c x bel'olgen,
bci oincr Twnpera[ur y o n 11, ' c . . in eiiieiii GefiTso, (Ips
icll ZII ciiieni Vit*rrrl niir Z ~ i * ~ l i m L o l ~dic
l e , rnit kohlenfau,em Gas g+:f.itti;;t w a r . u n d danii L U zwei Drirthpilen init
Wallkr fiillte, u n d clar irh erli n,ic!ilirr genaii verlchiofs. ein
Sauerwafl'rr r r h d t e o , vrelches rnrhr aIs leiq signes Volum
a n G3i entlii?!t.
u. s.
9)
D e l a ?vXEt:ieric erhie!c. als er fich mit diefen VWfuchrn belclia;ii;ic, ein dhnlicliec Itrlultac. S. J o u ~ J : .de
Plr)J+C
VO!.
ssx.
v. s.
[
12s
3
Setzt man eine folche KohIe, die bereits im
Fl'aKer ihr iiberfliifiges Gas ausgekhieden h a t, in
einer m i t Wager angefiillten Retorte d e r Siedhitze
a u s , I'o entbintlet Gch aus ihr noch' eine anrehnliche Menge von Gas : jcdoch ill diere Temperatur
niclit hinreichend , data friiher eingefchluckte Gas
ganz zu vertreiten.
Die ,vom LT'aTTer ausgetriebenen Gale fc!iienep
in der
auch nach einem nielirtiigigen Aufenthaltc
,
Iiohle fich niclit verindert zu haben; in dem Sauerfioffgas'tenierkte ich niclits yon kohlenraurem Gas,
eben Ih wenig war das WalTeriloff,oas in KohlenW'aKerfioffgas, oder tlas kohlenfaure Gas in oxydirtes Kolilenhffgas verwaodelt ; nur rchienen fie
rnit eincrn lurserft kleinen Antheil von Stickgar
veruoreinigt zu ley n , das wahrl'cheinlich fchon in
der gliihentlen Kohle vorhaoden war. Einzig das
Sauei [iofT;3s crzeugte , wie ich bereits crwihnt
11aLr, W C I I W die Kohle tlarin melirerc Monate ZUtractite, eine gerinze Menge von kohlenraureni
Gas; ein Prozefs, der durcli Gegenwart von Wafler
noch begunliigt wuxde.
3)
WCrmc,
cvelche 6 c i d r r Carverdichtung diirch K o h l s
fie1 W L J d .
B r i n g man eine in QuecMilber abgelorclite und
nbgekiililte Buclisbourn o d m andere Holz- KohIe,
welzlie die G& hark abrorbirt , in irgend eineGasa r t , lo eraeugt Gch w~1irencl drtr Casverdichtung
eine oCt dcm GeCGhl Lcuierk1:che Warme, die grofs
-
c
4
3
genug ill, urn ein Thermometer, dellen Kugel eine
Kohfe von 4 bis 5 Kubik Centimetern (+ bis f par.
Kub. Zoll) Griike beriihrt, urn etliche Grade fiei..
gen zu machen. Diere Warme I'cheint , wie zu verniuthen war, mit der Verfrhluckbarkeit des Cares
zu w a c h h . SO erhitzt Gch ion Ammopiahgas die
Koble mehr als irn kolrlenfauren Gar; und in dreIem mehr a& in dem weniger lich verdichtenden
Snuer/l&gar; p d das an1 fcliwachllen verfchluckbare WaJerfioJ'as
liefert I'o wenig Warme, tlaCs
die von mir gebrauchten Vorrichtuogen lie nicht
bemerkbar machen '). Diefe verfchiedene Wirmeeatwickelung wird meifieus mehr durch die Schnelligkeit beltimrnt mit welcher die Abforptionen
vor fich gehen, als durch den Grad der Gasverdichtung , da nach G a y L u 1'1a c's Verftichen die
verl'chieclenen Gafe bei gleichen Compreffionen iingleiche W'Irme- llleiigen cntwickeln.
,
-
41 EinfluJs drs boromctriJhen
1ui16 durch
QruckrJ
atif
die Garvardich-
die Kohle.
Bisher h a t t e man Gch, urn die Kohle zur -Abforptioh ,der Gasarten ~;efchicktzu oiarlien , nur
der Erhitzung bedient; ich habe verlucht , die!'es
*)
mcinrr T h r r m o m e t e r r Iia:re iiur 6 hlillimcter
par. Lin.] DurchmelTer; die.Rolirc w a r in Form einea
iiingchogen. Das En&, w o r a n d ie Kugel war, wurde
durch das Quecklilber in den Recipienten.gebrscht, dor
HiiCsere Arm t r u g die Eintlieiluiig, uiid diente rugleich tlas
I a n r u m e n t zu halren, und die Kugel mir der Kohle in Eariihmnp; zu bringeo.
v. SanJ.
Die Kugel
(a;
v
mit Hiilfc der Lu3purnpe zu bewirken, u'nd beinahe die namlichen Refultate als durch das Gliihen
erhaltcn.
Eine Buchrbaumkohle, die mehrere Tage an
der frcien Luft gelegen hatte, wurde in eioen Recipienten gebracht , der mit etwas Talg beftriclien
a u f einen kleinen tragbaren Teller nieiner Luftpunipe luhdicht anrcldofs *). Nachdem die Lttft aus
dem Hecipienten und der Kohle bis . a d einen Druck
yon 4 Millimeter ( I ,GC Lin.) Haronieter hand ausgep u m p t worclen w a r , nwrde der Teller niit den Recipienten in ein QuectGlberbad gebracht , uad der
Hahn des Tellers untcr Quecklilber geiiffnet , worauf letzteres in den Recipienten ffieg, und ded
Teller loemachte. Die Kolile nurde nun, ohne niit
der atmofphhr$clicn Luft in Beriihrung zu kommen, in einen andern mit kohlenfaurem Gas ge*)
diefer beweglichen Tellers kann man Iich folgendet
Vorricbtung bedienea : Man bindet den kleinen Recipienren, d e r die Kohls e n t h a l t , mit Schatcen auf eine Schala
tell, die mi1 QueckGlber rngeTullt iR. und briogt dar
Ganee unter einen gewohnlichen Recipicnien clec Lufcpumpe. Nachdem man die Luft aur dem groficn R e u pient und mithin auch aus dem Lleineo ausgepumpt hat,
wird wieder die i u f s m e Lufc hereingelallbn, nelche dso
Queckfilher a113 der Scliale iii den kleinen Recipienten hinruftreibt. Man kann ntia die SchnGre lorrnachen, uad die
Schrle mit dem gafirllteo nccipienten und der luffleeren
Kohls auf clan pneumatilchcn Q u e c k l i l b e r r p p ~ r r thrin;rn.
Auf diel'e We& erhalt man rber kein fo ~ o l l t n m r n e n e s
Vacuum, wie mit dein e r h Verfdhren, Wegeui drs Urukhi,deu dar in der Schrlc brfindliche QueckElber auriibt.
Strtt
v . SauJ'nro.
flillten Recipienten gebracht uad bier-verdichtete
fiqh bei xao C. (go& R.) aufserer Temperatur eine
Gasmenge, wclchz 31:ma1 das VoIum der KohIe
betrug. Das C'erfahren mit dem Ausgliihen hatte
cine hbforption gleich dem 35fachen Volum gegeben.
Ich habe' denfelben verfuch mit SQtderflCJJgQt
*ederholt;
die .I',bforption, betrug, auf diel'em
w e g e 8; Maafs von der GrGfsc der Kohle, w,ihrend lie beim Ausgliihn auf 931 Maafs gefiiegen
war. Von Stzckgah verdichteten fich Lei der Beha~ldluug mit der Luftpufnpe 7 Maafs, fiatt 7;
Mar&, welche die gesliihte Kohle abforbirt hatte.
Da die Kohle, welche zit diefen Verfuchen pbraucht wurde, aus der freien Luft etwas Feuchtigkait eingefogen haben und diefe der Gasverdichtuug entgegen wirken konnte, wiederh'olte ich
diel'e VerlLche rnit i h h l e , die in Rothgliihhitze getrocknet worden, und dann in einer mit Queckfilber gefperten Glasgloclre In otmorpharifche Luft
gebracht worden war. Die Abferptionen tielen
nun mittelfi der Luftpumpe etwas gtiifser au5 aIs
torher, blieben aber h m e r geringer als die, welche
durch Aiisgliihen erreicht worden waren; denn Lei
der Unvollkommenheit des Cuerikefchen Vacuulps
bleibt immer noch etwas Luft in der Kohle zuriick.
U ~ euI edaliren , welchen Einflufs die Uichtigkeit eines Gas nuf das Volurn h a t , welchcs Kohle
davon abbrbirt, brachte ich einc Kohlc, die Gch
bei dem gewiilinliclizn L d t d r u c k mit einer be.:
,
c
'27
1
fiimrnten Menge Gas gcGttigt hattc!, in die Tom*cellilche Leere eines Barometers yon zwei C e n t i m e
ter (8,s par. Lio,) innerer Weite der Riitire. So
w i e die Kohle in dPn luftleeren Rauni t r a t , liels lie
einen Theil ihres Gares faliren, d er das Barometer
uni eine G r u b e fallen maclite, au? Jer fich der
Druck ergab, unter welcheni das freigewordene
Gas hand. Aus deq~kGryerlichen lnhalt tles Theila
der. Hiihre, der von Jiefcni Gas eingenommen wurd e , erfuhr ich das Volum des Cares bei jenem
D r u c k , und diel'es Vulunr abgezogen von dem
naum , den alles von der Kohle beim vorisen Luftdrucke abrorbirte Gas unter dem neuen Druck einr
genom,nien hatte, gab das Volumen von verdiinnteni G a s zu erkenncn, das in der Kohle in d e m
1u f tv erd ii n n ten Ra u m e zurii ckg eb I i ebm war. Mlollt c ich dicfen Verfuch noch bei einern andern Luftd
druck araclien, lo liefs ictr nur voi!irr einc g w a u
befiimrnte Gasmenge in das Haronieter auffiteigeo.
Yefuclr x. Eine Buchsbauuikonlt-, wrlche
unter 0,7343 Meter (27. I ,5I L ) Baromrteriiancl
u n d in tlcr Ternperatur von 18'4 C. : I : ) ~ , SK.) 3,:
M aafskohleir/rrures Gas ablorbirt hatte, wurdp in
eine Atruolphire von kohleoraiwem G a s gebracht,
welcbe nach den von cler Kohle bewirkten &\en.
drrungen uater eioeni D r u c k e von 0.2606 M.
( 9 . 2 7 , 5 2 w Iich befand.
Unter diefem Drucke
wurden die 34: Maafs Gas, wenn lie Bus der KclLle
ganz hatten entweichen kiinnen, einen Haurn v o n
97,at Maafsen eingenommen haben ; es'fandeu lich
c
128
2
I'ndel's in dem Barorneter nur n8,16 Maah Luft.
Die Kohle h a t t e a l l 0 69,05 Maafs kohlenfauces Gas
in Gch zuciickbehalten, woraus f'olgt, d d s die Kohle
einpriifseres Voluni von verdiionteru koh\enfaurem
G a s 111 fich aufuiriinit als von vdichteteni.
Verfiich a. Ich lido die Kohle i m Barometer,
und vermehrte den Luftttlrucfc bis ahf 0,4u3S M.
( 14.2ro.ggL), intlem ich die Hiiiire tiefer ins
Queckfilber tauchre. Unter diefern L>ruc!ce hdtteh
die 34; MaaGe, welclia VOII der Kohle bei 9,7363
h.(n7.Z x5,iL.) abrorbirt wurden, einen Rauai yon
6a,74 Maafs einnehmen miiflen ; das Barometer
enthielt aber nur 12,83Mahe G a s , Ij dali bei diefem Oruck in der Kohle 49,gt MiiaG kohlenraures
Gas zuriickllieben.
Ich iibergehe einige andere VeflLche, die niir
iihnliche Refultate gegeben haben. Sie ltirnmen
alle dahin iiberein, daL dic Abforptionen doc
Gde, nach dem Volum gefchitzt , weit griilser find
in einer verdunaten als in einer dichteren Atmofphdre , olgleich die AbCocption,-dem Gewichte
nach gefchdtzt , in diefer grorser als in jener iR. Es
findsn indef~hier nur bei Gasarten Yoo-groIsem
Abrorptions VerrnGigen aui€allende Unterfchiede
S t a r t , und lie wiirtlen wohl kaum bemerkt werden konrien, wrnn die Einfaugung nur etwa das
einfaclie Volum Jer Kohle betriige.
Wenn diel'e Verliiche fortgel'etzt werden follt e n , wird fich vielleicht ein Gefetz zwifchen den
Abfolptionrn und dent barometrifctien Drucke
,
-
,
enffiaden larim Ich hsbe lie nicht verfolgt auch
keioe Verfuche iiber dieveranderung der Abl'oqtionen fGr gleiche Zunahmen dec Temperatur angeftellt.
Die nimliche Urfache, welche die Kohle beim
Verkhluckrn der GaIk Gch erwarmen macht , mufs
beini Auslirheideo des Gales aus ihr eine Erkaltung
zu Wege bringen. Eioe cyliodriliche Kohle von Riichenholz, 8 Centimeter (z 2. I 1 4 Lin.) hoch, und
4 Centimeter ( I 2. 5,7 L.) im Durchrnellbr, wurdd
niit eihem Thermometer, das in diefelbe hineiogefiellt war, uhter &en felir kleinen Recipienten 6.ebracht , uocl dort verrnittelfi der Luftpumpe feiner
Luft beraubt urn niit kohlenfaurem Gas gckttigt
zu verden. Als ich diefes nachber durch Auspumpen entzog, he1 das Thermometer, das auf
r80 C. (14',4 R.) hand, in wenigen Miouten urn
14C. ( L I O , P Reaum.) *). A h derfelbe Verfuch
mit armofpharijcher LUJCwiederholt wurde, betrug die Aenderung der Temperatur unter gleichen
U u i b d e n nrlr 3" bis 4" C,
,
5.
Dar Yermcgsn drr G a r v e r d i c h r u q i/t allen Ko'rpern
gamein. die sinen 6cwiJen Grad y o n PoroJirrit Lrfiirren.
Dak man bisher das Vcrmiigen, Gas zu ver;
dichteh, in keihem andern Kiirper als in drr Kolile
wahrgenommen h a t , davon licgt cter Griin'l clrtrin,
dafs man theils die Verfuche tnit keinern andern
*) Bei dem Eindringeri der kohlenrruren Gas in die lufcIsere Koble war vorher die Temperator der Koble unr
e m 4 a 4 O C . crhtht n o r d e n .
hind.
d. Phyfik. B.47. S t
I.
w.
J. 1814. %C.
s.
1
[
130
3
,
Karper von angcmellkner Textur angefiellt theils
&er die Abrorptionen keine rorgfiltigen Beobachtungen gemacht hat. Ich habe keinen Korper gefundcn, der diefes Vermiigen in einem To hohen
Grade befifse, wie einige Gattungen von Kohle.
Bei allen Verfuclien, die ich hier anfiiliren
werde, habe ich mich der Luftpumpe hedient, urn
die porijl'en Kiirper YOU atmofphirifcher Luft zu
leeren, und fie empfinglich zu rnachen die G a b
zu verdichten. - D i e Methode des Ausgliihens geht
nur mit Kohle gut von Statten, weil fie, ihrer Verbrennung und ihrer geringen Warmeleitung wegen,
bei dem Uebertragen aus dem Ofen ins Quecklilber
fait ihre ganze Weifsgliihehitze behilt. Die andern
poriifen nicht verbrennlichen Kiirper leiden daggen, wein fie nicht fehr grols find, bei cliefem Ninubediihren einc nach den Umfidnden f d i r verfchie.
dcne ErkaltuDg , welche auf die Absorptionen be-'
deutendeu Einflufs hat. Ucberdcm Sefisttete mir
die Luftpumpe, aucli veget3liliCchc u ~ c animalifche
l
Kiirper , welche im Feuer ihr ganzes Wefen verandert hatten, in der erwahnten Brziehung zu up;
terfuclien.
V.$uclr I. Abforprion der Gafe drrrch fp&
nqchen nlecgchaum 1
' . Da dicfer S k i n , wenn er
auch noch lo trocken fcheint , imrner etw33 Waller
e n t h l t brachte ich ihn ins Feuer , und noch lau-
,
,
') Diere noch ununterlucbte Varietit des MeerCcbrttma fin.
det Gcb cu I'nlecor bei M n d r l d . Ihr fpecif. Genichr,
ibre PoroIitit und die Meoge aufgrnornrncnen WaITero
(iud i n einzelnen StGckon verfcliietleo. Der hier g+
warm unter den Hecipienten der Luftpumpe. Nach.
dem ich ihn unter ihr durch Auspumpen der Luft,
von reiner Luft befreit hatte, brachte ich ihn zuerfi
in Ammoniakgas, und befiirnrilte, wie vie1 er davon
verfchluckte; und diefes Verfahren iviederholte ich
mit dernfelben Stuck Meerfcliauai Fir jede der andern Gasarten, brachte es jedes Ma1 erlt wieder ins
Feuer, dann unter die Luttpumpe, und dsnn erk
in das Gas; und fo wurde das Stuck Meerfchaunt
nach der Reihe mit jedem der (vorhia genanntea
Gafe in Beriihrung gefetzt.
Das hi& gebrauchte
Gtiick hielt 4r,15 Kub. Centimeter (2*078 Kub.Zoll),
bnd dieks Volurn machte es mir miiglich, klcinepnterfchiede in den Abforptioncn ZII rchatzen. Eine
%Viederholung aller diefer Verfuchc. a u f dem nimlichen Wege, und niit demfelbcn Stiicke Meerrchsom,
womit die erfie Reihe von Verfuchen angeltellt war,
gab vollkommen gleiche Refultate mit jenen. Diefen beiden Heihen von Verfuchea zu Folge verdichtete I Ma& diefes Meerfchaums bei r5" C. (lao H.)
Temperatur und 0,73 Meter (27Z. o Lin.) Barometerhohe t'olgende Gasmengen :
brauchte rerlor durchs Ausgiiilieii 0.23 feisas Gewichts.
Sein fpscif. Gewicht, < I n s ich, wie bci den andern porofen Korpern, durch Unrertauclien in CueckIilber bcfiimmte, welcher uicht in ihn hineiodrmg, betrug 0,316.
Hundert Tbeile Meerfchaum von Natolien enthrlten urcL
Klrprnth
* 50.50 Theile Kierelerde
17.25 Talker&
25
5
0,s
-
-
WaCTsr
Kc,III.nTdur.
Kalkcrde
01.
12
s.
von Ammoniakgas *)
15
Schwefel - Waflerfioffgat
kohlenfaurem Gas **I
oxydirtem Stickgas
Chlerzeugendem Gas
Stickgas
Sauerlioffgas
bxydirtern Kohlenfloffgas
oxydirtem Kohlen-Wderfioffgas
WalTerRoffgas
Ma&
1x97
5126
3,75
397
i,60
I949
It17
0,85
0944
bars diefe Abforptionen lich durch die bloke Luhpumpe, obne Hiilfe des Feuers, wieder aufheben und
zerfiiiren IalTen, ill ein Beweis, dals die genanna
ten Gafe keine dauerhaften Verbindungen m$ dem
Steine eingehen, wie grob auch der atmofpharifche Druck bei der Abforption feyn miige. Uebrir
gens waren auch diefe Abforptionen , wie bei der
Kohle, kleinen Ungleichheiten unterworfen, welche
von geringen Aenderungen der Tomperatur und
&,Luftdrucks herriilirten.
&) Hat man d m Meerfchrum To gat rls cs 'p der Temperatur
a,
derbtmofphim m6glich
getrocknet. iho abernichtgeglirht,
To rcrfchiuckr cr I50 Mmfr Amrnoniakgas, untl braucht daru
mchrere Tap. U€ e t dagegen im Feuer getrocknet worJan, To pehr die gloze Abforption in 5 bis 6 Stundrn T o r
Ech. Die Kohle giebt in jeder HinGcht ganz iihnliche R w
fultate. Es ergrb Iich aus rneinen Verfuchen, dafs eine
rchr kleine Menge W a k daa Verrnijgen des im Peuer
getrockncten Meerfcliawns. kolilenraures Gar zu verdich.
ten, ebcnfallr rehr erbohte, cine grofse hIenge von Warnet
daITelbe abcr reningcrto. Irnmer ging die Verdichtung der
kohlenfauen GaTcs weit lanfilamer Tor fich, wenn det
Meerfchaum Warner entbielt, als wenn er ganz trockea
war.
w. s.
**) W a r der hlerrlclirum oicht ausgegliiht, To berrug die Ab,
Zorption 13 Naafs kohlenfaures Gas
v. s.
Ieh habe diefe Verhche noch rnit einem tweiten
Gtiicke Meerkhaum yon Valecas gemacht; cs gab
mir rninder gr&e 'Ahforptionen , und verdichtete,
wenn der Stein a n der Luft getrocknet war, nur
das 3fache, und wenn ic,h ihn gegliiht hatte, nuc
das n3fachg feines \'ohms ron kohledaureni Gas.
Eben lo, wie bei der P(ohle, waren auch beim
Meerlchaurn die Abforptionen grtifser in verdiinntern Gafe, als in dichtcrem. So vcrlchluckten
x3,87 Kub. Centimeter (0,7 KuL. Zoll) Meerlchrrum,
die bei einem LufttlrLck von 0,725 M. (26 Zoll
8,5r Lin.) nur 42; Centimeter ( 2 , r 4 Kub.Zoll) kohlenl'aurcs Gas apfgenommeq hntten, 504 Ccntimet e r (2,54 Kub. 2011) von ebeo dielem Gas, bei einer Verdiionung von 0,238 M. (8 2011 g,50 Lin.)
harometrifchem, Druck.
V e f u c h 2. Abforption der Gafe durclr d e n
Klel+ieYer van Menil-moncaiir
h h habe die[en Stein nicht ins Fetter gebracht, weil er lich
Jariu lpaltet und zu liark zularnmenzieht um bei
den meifien Gasarten noch bertimmbare Ablorptionen zu geben. Ein Maali Kleblchiefer, das mittelfi der Luftpumpe Illitleer gemacht und bei der
">.
,
T,
D u rpecififclle Gewiclq diefix Sleinr ilt o,$ii or entbilc
nach K l a p r o t l i
62.5 Kielelerds
3 Talker&
4 Eifeiioxycl
IZ Vl.alTer
nehR e i n i p n Atomeu Thonerdc. Krlk und Kohls V . S
[Klebfciiiefer (JchiJie Iruppnnrj h d r t er. neil er wegca
f e k r lchuellen Verdichtung d r t WaITerdampfe Gch b
g'rlch a i d der %urge mfaugr
H.1
[
'34
3
gewiihnlichen Temperatur getrocknet worden war,
rbforbirtc bei 15' C. ( x a u H.)
vun Ammaninkgas
1x3 Maafs
kohlenftlurem Gas
2
6hleneugendem Gat
1,s
Stickgas
OP7
Sauerfioffgas
0,7
oxydirtem Kolilenfioffgas
0,55
oxydirtem Kohlen-Waflcrfioffgas oJ55
WaITerfioffgas
0J.43
Diefe Abforptinnen Iind noch geringer als beim
Meei L'chaum , und ihre Verfchiedenheiten find bei
mnnchen Gafm zu klein, urn fich befiimmen zu
lafleo. Ueberhaupt muls ich bemerken, dafs, wecn
twei Gafe von eineni fellen Kijrper nach dieL'en Verfuchen gleich fiark abl'orbirt zu kerden fcheineo,
dicirs uns nicht berechtigt zu fchtiefseo, darsfie von
ihm niit gleicher Starke aogrzogm werden; es ifi
vielriiehr der Un~ulaogliclrkeitdes Verfuchs beizwmelTen , der , niehr ins Grol'se ausgffiilut , wvahrfctreinlich auch da nocli Unterl'chieJe gezeigt ha'
ben wiirde.
Y ~ ~ / A3c, Jmit
L HoIz- Asbe$!
IZUS
Tyrot, zinh
fogei:anticcxn 8ergkor.k. Der Holz-Astell, den ich
CeLraucht h a b e , gleicht Splittern yon Nulsbaurnl i l l l z , und h a t ein fpecilifcht-s Cewicht voo 1,42;
durclis Gliilien verlor er o,ry [eines Gewichts.
Der Bergkork w a r weilb, Y O U lpecilifchem Gewichto
0 , 6 , und verlor irn Ausgliillen auF IOU Cewichtstheilen I; Tkeilt Beide Steiue wurden durch Auk
I 135
3
gltihcn trocken gemacbt, und es abforbirte dann
I Maars derblben, naclidem es mit der Luftpumpe
luftleer gemacht worden war, bei einer Teniperatur
1 5 O C. folgende Meiigen von Gas
von
,
ein Maafs H o l z - Asbefi
von
Ammoniakgao
I2,75 Mads
kohlenfaurcrn GAS
I J?
ohlerzeugendem Gas
I ,7
oxydirtein Kohlenfio3gar 0,53
ein Maafs Bergkork
2,3 Rlaars
Stickgns
047
Sauerfioffgns
O147
oxydirtein Kohlen. Waflerfioffgas
0 9 4 t
Wderfioffgas
0,7 I
o,s2
0 3 2
0973
0,6Y
0,6S
0,68
o,GS
Es ilk bemerkenswerth, dali clar vie1 fchwdmmigere
Bergkork docli vie1 gerinpre Unterfchiede der Abforptionen giebt. Arnianth in einem.Biinde1 dicht
aneinander gcprerst , zeigte keine bedeutende Verfchiedcnheiten in leilien Ablhrptionen.
Veifiich 4 , mit f&9tJ.chenz Hydroplra? *),
und Q1iar.z won Y a u u c r t '*).
Der Hyclrophan
') Nnch K 1 a p ro c I1 m t h a l t tler Hydrophan rus Sachlcn
iu
100
llwilen
93
I,&
Kidrlerde
A!aiinerde
5 ,j ~IV'alTer.
Dar fpecifikhe C;e..%Lchtmeines Exemplars war 1,7, on11
d.3 Volurn d d e l b e n niir 4 K u b . Ccmtimeter (o,a Kub Zo[l).
dalier die Eeobrcbtuvgeii iiicbt die grofsre Genauigkeit brbrn.
Drr
hriri
lick riichc iu
".' [)ipi'er
dds
zerl'lbringt ini Rothglirhcn, drher lifsc er
Peuer bringen.
v . s.
Quarz tinder
Gch in Rollkiefelo
LU
t'anucrr
bei
Bus Sach[bn, wurde an d:r Iauk, der
Quarz von Vauvert durch Gliihen getrocknrt. Von
beiden verkhluckte d a m , bei mittlerem Lufcdruck, I M a d s das Jeer von Luft war, folgende
Mengen Gas:
(flelcauge)
,
ein Mads Hydroplrna
von
Ammoniakgas
falzfaurern Gas
rchwefligfaurern C e s
64 Maafi
17
7,37
kohleiihurem G p
6lilcrzeugendem Gar
0,8
Stickgas
Sauerliaffgas
086
0,5
WdTerftoffgas
0>4
I
Der Sdrwimm-Quwc won St. Ouen, vom fpecif.
Gewicht 0,468, gab, a d die ni'nilictie M'eife behandelt , keine recht merkbare Verl'chiedenbeit in
den Abforptionen.
Y egu ch 5 , mitJchwefelJaurcm Kalk. Er war
i m Zurtande yon calcinirtem Gyps, -durch WaNec
verhzrtet, und an der Luft getrocknrt. Sein fpecifil'clies Gewicht betrug 0,96 ; ein MaaG deflelbeq
abforbirte luftleer
0,58 Maafs von Sauerfioffgas
0,53
Stickgas
- -
Quarz LU r e p , dcr dtirch
Er ilk ruweilen fo leicht,
d d s er ruf dem W n n e r fchwimmt; dr8 hie: gebrauclrie
SiGck t o t r e 1.18 fpecif. Gewiclrt. Hunderr Theilc dca&
v. s.
ben verlieran im Feuer 3.35 Thrila.
X f m r J . uncl fchcint eia reiner
9rw.3
Eifeoox!d roth gefirbr ift.
I 137 3
e150Maat von WaIlerfiodgar
o,@
- -
kobledaurem
&8
6 , mit fchwammigm kohlentaure
oder dem minernli/chen Lerchenfclitvamm (/l,”aricw minerdis) *I.. Ein Maah
diefes Steins, a n der Luft getrocknet, abforbirte
luftleer
0 3 7 Maaff von kahleqfaurern Gar
Ve&h
Kalkerde,
O,~O
0,80
0,67
-
-
-
-
Stickgas
Waflerfioffgns
Sauerfioffgas
Vegirch 7 , mic veflcliiedetien Holzattm,
Die HGlter Turden a n der Luft getrocknet, und
dann klcine Stucken derlelbeti mchrere Wochen
ling in grorsc Flafchen voll ralzraureai Kalk gethan,
Gleichwohl behielten fie noch etwas hygrometrikhes VIIaCfer in fich, welchcs Gch, als lie luftleer
in Ammoniakgas verl‘ctzt wurden, dadurch offent
barte, dars Iich wiilirentl der Abrorption ein wareriger Dunrt um fie verbreitete, den die beirn Verdichtungsprocen;? freigewordene W3rme austrieb.
DieCelbe Erlcheinung reigten, bei gleicher Behaad9)
Dirfe lebr leichte weirre Kreiil*art finder Gcb auf d e q
Jqca, und hat nur 0,465 rpecitikbes Cewicbt. Hundert
Cmicbrscheilo derlelben loffen Iich ia Salpcterliiure roUk i n d i g auf, und entwickelten 35 Thrile kohlenraurer Gae,
wvrlchs etwa 83 T h e i l s kohlenfaurcn K J I ~ sqnzeigen. Die
poliwmrheilr aut‘liecbnung due zuGbrigen 17 Thrila
filligen WalTerr ru letreo. das in allen Steinen vom einer
fiewireti Porolitit imrncr G, griilrerrr odor gerirym~er
U e n y c rorbaodcp &.
1.
6.
r
1%
Y
lung, Metfchiefer , Zwirn, W o l l e und S k d a ;
rlle diere Kb'rper verfchluckten oachher wicder den
D u n k Die Luinfuden w a r m , in felte Biiodel zufammengeprefst, vom lpecififclren Gewicht 0,7S. Es
rbrorbirte I Maafr von luftleerem
-Iafel- Maul- Tanholz Ibeerhol2lncnhol
von
Ammoniakgas
kolllenraureni Gas
6 ti1 e rzc u gcn Je 111 Gas
oxydirtern Kohlen-Wnf
ft rQofTgas
IVdIerfiofTgas
oxydirtem
Kohlenfioff-
gas
Saucrfioffgnr
Stickgar
Verfuch 8 , mit rohcr Seide rind m i t W d l c .
Dar rpecif. Gewiclit der Str5hne Seide betrug 0,751 ;
da5 der Strshne V'olle 0,6; vor drrn Vcrluch ?vurden beicle uber laltl'alnern K a l k getrocknet. Die
'remperatur war wie bei den v o r i e n Verlucheo.
& ablorbirte
I
A'ladls
lufrlcerer Seide
c
159
3
Alle Kiirper, mit denen ich diere Varruche angefiellt h a h e, die Kohle u n d den Hydrophan ausgenommen, logen bei meioer Art zu verfahren voc
der Gasvkrdichtung betrachtlich vie1 Quecklilber
ein, Nimnit man hierauE nicht Rucklicht, lo
fccheint es, als wenn die abl'orbirten Volumina d e r
wrnig verl'chluckbaren Gafe oft kleinor feyen, als
der haurn der Poren des abforbirenden Kiiryerr.
-
6. EinfiJs
d r r VerwandrSchaft
a r t e r r , uird
d e r Po ro f iirt
rind Elnfilcirut
der f r / i e n
AhJbrptionen.
der Gar-
K;Grper auf
die
Die Stufenfolge der Abrorptionen der vcrfchiedenen Gafe lkheint zwar bei allca Kurpern
von gleicher chemilcher Befchaffenheit die niimliche zu feyn : alle Asbeliarten verdichteten das
kohlenfaure Gas mehr als das SauerGoUgas, (lie
Hiilzer~ das WallhrIioEgas mehr als das Stickgas.
Allein darum Iind (lie Verdiclitungen (etbfi in d e n
verl'chiednen Arten von A?beiL, oder Holz, oder
Kohle nichts wcniger als gleich : der Holz -Asbeif
verdichtete grGCscre Volumina von kohlenrawem
G a s , als der Bergkork; eben fo der Hycliophan
Scijljere ~ e n g e ,
n a ~ sder ScIrwinim - Quarz vdn
St. O u en und de r Q u a r z von V a u v t v t , und die Abcot ?:ionen cler Buctpl)aumlrohle iind weit betrachtliclirr, als die dcr I(oI11e von Tauneulrolz; VerIctl:vcIenheiten , welclie keinwwegs verfchwinden,
w t 5 t : n
C I ~ I ~ l, i a t t g1a.ichrr Volumina , gleiche Ge,
wiciite s o u S o l ~ l enirnmt.
c
140
3
Der Graf v o n Mo r o z z o glaubte zu bernerk e n , Jars die entzikdbarllen und zur Bereituq
a e s Schiefspulrers tauglichfien Kohlen das geringffe
Abforptionswrmijgen belitzen, uad rneint diefes
mijge von Verfchiedenheiten in der cbeoiifchen
Zul'ammenretzung der Kohlen herrii!iren. Allein da
die Analyl'e in Kohlen von iebr iingleichem VerJichtungs-Verrniigen einerlei Befiandtheile zeigt,
lo fdlt diefe Erklariing weg, und wir miinen die
Urfache jener Verfchiedenheiten vielmehr in einer
phy1XcIien Bekhaffeoheit, z. B. in der Meoge und
dem DurcbmelTer der Poren der abforbirepda
Fiirper fucben.
Um den Einfluh kennen zu lernen; welcheq
die Porofitit oder der Aggregations -2ufiand des
fefien Karpers auf rein Abforptions-Vermi;ge~hat,
verglich ich mit einsnder die Gasmengen, weldlo
daITelbe Stuck Buctuhaumkohle ganz, upd in ein unfuhlbares Pulver zerrieben, verfchluckte. Das Stuck
puclisbaumkohle wog 2 4 4 Graplnic (55,3 Graq
Franz.), hatte ein Volum von 4,y2 Kub. Centimh
p r (0,248 Kub. 2011) und abforbirte, rnittelfi der
Luftpumpe lufdeer genracht , 35; Kub. Centimeter
( 1 , p Kuh. Zoll) , oder etrva 7; Ma1 ihr Volum, an
Btmofpharil'clier huft. Sie wurde nun zu eiqen)
Vnfihlbaren Pulver gerieben, und in eine Glasrohre gabracht, die' an beiden Enden mit Gaze verI&lo@n wurde; in diefern ZufianJc betrug bei
glejchem Gewicht , wie zqvor, ihr Vohm 7,3 Kub.
Centimeter (0,568 Kub. Zoll), und fie all'orbirte
,
-
nach dem Ampumpen nur ao,8 Kub. Centimeter
( I , I O Kub. Zoll) atmofphiirikhe Luh, oder daa
3Fache ihres Volums im pulveririrten, und has
4:Fache des Volums im feften Zdtande. Durch die
ZerfiBrung, Oeffnung und Erweiterung einer grw
fsen Zahl der kleinen Zellchen der Kohle wurde
alro ihr Abforptionr Vermiigen bedeutend g&
fchwacht, und die Verclichtung der Gde in
fenen Kiirpern fiihrt uns auf ein analoges Refultat,
als das Anlieigen der Fliiffigkeiten in den Haari
rchrchen : beide fiehn namlich im umgekehrten
VerhHltnif~der inneren DurchmelIer der Riihren.
Das Ablorptions VermGgen der meirten Gati
tungen von Kohle , und mehrerer anclrer poriirea
KSrper, nimmt bis zu einer gewiflen Granze mi&
jhrem fpecififchen Gewichte zu, und die[- muIj
bei ubrigens gleichen Urnhanden griiher feyn,
wean die Poren cnger und gedrhgter beifammen
find. Kohle von Kork, deren rpecitifches Ge*icht
hiichllens O,I betragt , aursert keine wahrnehmbare
Verdichtung auf die atmofpha'rilche Luft. Kohl0
won Tannehbolc. vom fpecif. Gewicht 0,4, verrchluckt 4; Ma1 ihr Volum yon atmorphirifcherr
Luft, Budutaumkohle vom fpeciE Gewicht 0,6
nimmt 74 Ma1 To vie1 Luft id Ech auf, als, ihr Voa
lum betrlgt; und die Steinkohle vom Rufilerg,
welche vegetabilifchen Urfprungk und von rpecif.
Gewicht 1,326if€, abforbirt 10%Ma1 ihr Volum von
atmofphiirikher Ldt; Niihme man Koljlen von immer grijfaerer Dichtiglkeit To wilrde man bald a 4
-
-
,
eine,Grinze gerathen , too die Pored zu enpe wer*
den, urn eio Gas eindringea zu lalien.: Daon Ii;jrt
alle Verdichtuns a u f , obglcich das -fpecif. Gewicht
tugeoomrien hat. So lakt clas €ie@tlci von Cumlerland, welches o,gG nn Kohle ent!talt, a l l ; Fir
eine wahre Kohle antulehru ili , Lei rinern lpecif,
~
die atn,or(,ti;li.ilche Luft ganz unGewicht V O 2,17
rerclichtet; uott eben l'o v r i h i l t es lich mit eiuet
Kohle von nahe demfelben G;wicht, die ich clurch
Beftillarion fliichtiger Oclik in einer gliiheoded
PorcellainrZihre erlialten habe.
Uebrigens entl'pricht diefes Zunehmen det Verdichtung der des fpecilil'chen Gewichts nur u n p
Fahr, und bei genauerer Ohterfuchung . zeigen lich
hiufige Ausnahmen von diefer Hegel. Die verfchiednen Arten von Kohle weichen namlich be;
gleicher oder ungleicher Dichtigkeit doch immer in
ihrer Organilation voh einantler ab, und IaKenElch
&her nicht immer mit einem Schwamm verglei&en, denen Poren und denen Dichtigkeit man
durch Druck modiliciren kann.
Ich hoffte Kiirpcrn , welche wie das. Reifsblei
ron Cumberland zu dicht lind, und zu unmerkliche Porcn habcn als dafs die Gasarten in lie eindringen ktionen, durch Pulverilirung clas Vermtigen
zu ettlleilen , die Gal'c zii abrorlircw ; al1ei.n rnaind
Erwartung blieh uneriiillt. Die Poren , ~velcheGch
durch das Zerreiheqeihes Kiirpers zu einem fPjnen
Pulver bi!den , fcheiorn zu locker, zu oBtn und in
zu gcringer Anzahl zu Teyn, uui kohlenl'aurer Gas3
'
'
,
I
143
3
Stickgas, Sauerfiaffgas und Waflerfloffgas auf e h a
merkliche W d e verdichten zu kconen. Auf elallifche Fliiffigkeiten welche durch eine geringe Vermehmng des Drucks die Luftgellalt verlieren, Ccheinen fie dagegen zu witken; denn ich kenne keinen
einzigen Korper , der nicht durch moglichfi feines
Pulver das Vermogen erhalte, den elrfifcher WarferdampE uhfrer Atmofpbare zu verdichten, wie
die& der Gewichtsverlufi beweilt , den alle pulverifirten feuerbeltiindigen Kiirper beim Erhitzen ere
leideo.
Aus den bisherigen Ekobachtungen folgt , dafs
das Vermiigem, welches die Gafe belitzen, lich in
eiottrn fefien porofen Korper zu verdichten , innerhalb -gewilIer Grlnzen irn umgekehrten Verhaltnilii
de, Durchmeflerr d e r Poren zunimmt.
Es kommen iodcfs bei diefen Condenfationen,
auGer der PoroGtat , noch zwei nndre UmIthnde in
Betrachtung : ErJens die verl'chie$nen Verwandtfchaften , welche zwikhen den Bafen der Gasarten
und dem abforbirenden Yiirper Statt linden; und
rweitem die Expanlivkrafte der Gate, oder der
Widerltand, wftchen Lie bei verkhiedenen Warmegraden und atmolph,dchem Drucg ihrer Verdichtung entgegenl'ctzen.
Einen Beweis von der Einwirkung jener Yerwantitfchaften fioden wir in der verfchiednen Ordnung, nach welcher dic Abrorptiooen der Gasarten
bei verlchiedenartigen Kijrpern ihrer Gri;Ge nach
auf einander folgpn; lo verdichten Kohle und
,
P
144
1
Meerfchaum mehr Stickgas als WaqerfiofFgas, HoIt
dagegen mehr WarCerfioffgas als Stickgas. Der EinBurs der Elalticitiit zeigt lich clarin, dafs (lie Verdichtuog der Gafe nicht inimer irn Verhaltnili dep
Gr6f.e dcr Verwandtfchaft ihrer Bafen zu dem abtorbirenden Kiirper firht. So wird das kohlenfaure
Gas von derKohle weit mehrver dichter, als dasSauerItoffgas, obgleich dic Verwandrfchaft des mit Kohlenlioff gcrattigen Sauerfioffs in dend'elben zur Kohle
nur febrfchwach feyn kann. Z u deu elaff ifclien Fliiffigkeiten, die vou poriifen Kijrpern am fiarkrten veraichtet werden, gehoren iiberdem mehrentlieilo gerad
de rolche, welche bei einer bekannten Verminderung
der Temperatur oder des Luftdrucks die Gasgefialc
rerlieren wie der e2aJtiJche W?J'erdarnpf, der
roa allen poriifen, Gas abforbirenden Korpern in
grofser Menge verdichtet wird, diw Rmmoninkgas,
dar allgemein die fiirkrten Abforptionen erleider,
und der elalUfche Dampf des Schwefe'elatlrers, der
von Kohle, Meerfchaum , gegliihtem Holz- Asbell,
und allen zur Gas Abforption gefckckten Kiirpera
k h r Itark eingefchliirft nirtl.
Haben die Gasarten ein grijfseres Beftreben,
ihren elaftifchcn Zufiand zu erhalten, als Lich mit
dern porofen Kiirper zu vereinigcn, To aufsert Iicli
dieVerkhiedenhejt der Anziehuogen zwifcben ihren
Bafen und diefcm Kiirper nicht, und diefes Eadet
in allen FHllen Sta tt , in welchen die Verdichtun%en mit den bekannten Verwandtfchaften ulcht
iibereinfimmen. UebenrifFt oder zerfiiirt dagegen
,
-
c
145
3
die Verwandtfchaft der Bafen der Care zu Jem POrGfen Kiirper ihre Elafficitiit , l'o entl'precheo, die
Ahforptioneo den brkannten Verwandtfctrafteo.
Aus diefen Uetrachtuogen erhellt, d a h d i e VerI.
dichtung
der Gasarten durch ppriSfe Korper, abgeI1
felin von dem Einflufs des Grades der PoroGtzt;
durch zwei Kr5fte beflirnmt w i d : , eflens dur&
die anziehende Krrft, rermiige welcher d;q Ij&
des, Gores und der porGre Kurper fireben, lich mi9
einander zu vereinigen; und zwcicens durch die
&aft d e r Elaliicitiit des Gafes, oder die Anziebung
ihrer Bafen zuni FYarnietiof€. Diefe bejden Kriifte
find eicander entgegengefetzt , und die Abl'orption
clerGare durch die fefien poriiCenKiirper i! dasReCultat i h e r Verlchiedenheit. Diele'beiden Krsfte hat
1Pr1g;Tt fchon B e r t h ol 1 e t in Hetrachtung gezogen,
und gezeigt, dafs die Elafiicitiit der Gafe eine Krafe
Zt, welche iliren chemilchen Verbindungen entgG,
gcn firebt. Ich habe hier nur die GrundKitze dieles beriihrnten Chemikers auf' dcn Gegenltand, der
mich bdchaftigt, anzuwenden gebraucht.
'
.
I
2 W E I T E R A B S C H N ITT.
Gleichzeitige Abforption mehrcrer GoE durch e i n d
fefien porbfen Biirper.
Die bisherigen Verluche betrafen die A bforp:
tion einzelner, mit rinander nicht verrnifchter Gasarten. Ich konime nun zu der verwickelteren At&
Aond. d.Phyfik. n.47. St. 2. 1.1814. Sb.6.
aal>e, zu unterfuchcn, ob, wenn mehrere GaTe von
&inern poriiren feelien Kiirper eingecogen werden,
die Abrorptioncn denen eritfprerhen , welche bei
den eiazelnen Gafen getrennt Ststt fanden. Ich
habe diefe Unrerfuchung auf zwei verl'chiedeocn
M'egen angelteltt: eirimal verretzte irh den porG[,=n Kiirper luftleer i n Rlil'chiingen aus zwei GRfen; zweitens brachte ich ihn luftleer eili in das
cioc unvcimif'chte Q ~ s und
,
, nachdern cr Gch da&it gecittigt laatre, verfetztc ich ihn in das zweite
Gas. Die eutliorneti &he Priifung der Luft , welthe nach diel'er zweitcn Abl'orption zuriickblieb,
sab das VerhiltniT' zu erkennen, in welchsm beide
Gasarten abforbirt worderi waren.
b
-
7. Pcrd;chtang
mlr cinnndcr v r r n t ~ c h t r rGaJe durch
dic
Kuhlc.
P i e Herren H o u p p e und N o r d e n haben
bekannt gemacht *), dals, wtnn m a i l : x i der 6ewiilinlichen Lult-Tenipcratiir einc niit l'B?"ill'erfioffgas geI'CIiwaogerte KoIilc in Sn:iel!ioK;as tringe,
man kV3flc-r an drn V'Jndcn (lei Iiecii)icn;pn ijch
zu Tropfen vcrdichtm fehe, w n b c i ll'drme frei,
~ l u t lSJuerlioffg<is abl'orbirt wcrd?. Das naillllc/]e
tindet, ihrer Ausfagc zu Folge, St,ict, I? e r i n nidn den
Verhch unikehrt, u n d eine niit SauerftokTSas gcrittigte Kohle in I V d I e ~ i i o f L ~VCI
~ ~ Ictzt.
s
I a dielbn
Hehauptilngen, die nirgeiids wiieriegt worden GntJ,
liegt nichts, W J S deli ,ill.!?,ea\eiii angrnomlnenen
Gruntll'cittrii er11;;rgcn \\'it e , vielilielir Ilt zu vcrmu*:
. / , I I I ~ I I .J~s Ctrrinim T. SSSLV.
t h en , dafs die' Verdichtung , m ~ l c l i edie Care in
dcr' Kolile erleirlen,
, . die Verbindung i h r t r (;run&
ffoffe'erleicliterc. Es ill clahar ganz gegen n:oiue
Erwartung, tlafs ich m i d i 6PnGtIiigt J'ehe, d i e riiehrlien Brheuptungen diefcr 11oll;indi~chenChemiker
in ZweifrI zu zic:lien.
Ich liabr riirine Verfciche m i t ' Saue,JCoffg~sD
~ y o f l t ~ J j o J g n s , SricX.g;."su nd kohlenfarrron GajD
u n d iwej genominen, angeficllt. D e r lei&
tern UebPrlidit wcgen wtrde ich erli im Allgem&
nen die Ilert~lrate, welche ich gefunden h i b e , darI ~ S P L I , u r i d dann erli in ein uml~SndlicliaresDetail
Fingehd, fiir die I)efiiinmt, welche tiefer in dicre
'Untt>rI'irchung rintlringth wollen.
A. Wird eine KoIiIc, die niii eineni cIieIkr Care:
getchwangert i l t , in eins der antlero dieler Gar&
gebracht, To liifst Ge eioen T h e i l tles erfiern Gas
faliren , 11111 von O ~ n iz v . ' c l t m einen Antheil in ihre
Pdren A 11 t z u nelim en.
Je nachdcai das t'riiherr von der Kohle eingel'chluckte (;as einer li5rkt.rn o d r r nur einer ~cliwa&ern Verdichtung fiiihig'ilt , als das Gds, in welclies
nlan fie verfetzt, v;ird die Atniofphiire, worirr lich
d i e Kohle befinclet , iai erl'tvn Fall vergr.ufsert,
wobei in der Kolile K5lte riitlieht, in1 z,:veiten Fall verniindert, wobei in cler K o I i l ~ iI,'s:r-.
ine frei wird.
Wir haben lo z. H. g.l'r4111, tt:i!s
cine Kohle fehr vie1 oielir kohlenhiires \<as alr
WaEerlioKps verdiclitet. Veri'etz: inan e i n r mit
kohlenlaurem Gas aetchwringcrte Kolile i n M'allerje zwei
t i 2
c
3
'48
ffoffgas, fo vermehrt ficli die Luftmcnge fehr ;becleiitend, und die Kohle wird kalter; es dritigt
niimlich nur eine rehr kleine Nenge WakerRoffgar
in die Poren der Kohle, und treibt aus ilinen ein
weit grijfaeresVolumen kohlenfauren Gafes aus, und
jene kleinel\lenge WalTerTtoffgis nimmt in dern por d e n Korper ungefahr denrelben Raum ein, als zuvor der ausgetrielene Anthcil kohlenfatires Gas.
Hringt man dagegen umgekehrt eine uiit M'alTerfioffgas geriittigte Kohle i n einen Hecipienten voll
kohlenfauren Gafes, 1.0 vermindert Gcli die Lull und
erwirmt lich die Kohle; es dringt dann niimlich
eine grofse blenge kohlenl'aures Gas in die Kohle,
und treiht nur cin kleines Volumen
WaKerfioffgas
.
.
aus, unclnirnrnt in ihr ungefihr denfelben h u m ein,
den zuvor das wenige Walrerfioffgas anfiillte.
Da SauerfiofTps (nach I ) durcli die Kohle fiarket
als WdTerfiofFgas verdichtet wirtl , l o zcisep auch
diefe beiden Gal'e diefelben ErlclieinunjiPn ; Cine.
mit Saueriioffgas gcfchwangerte Kcihle in Wafleri
flokfbnas verl'etzt , llirst vie1 luelir- vod dem erffern Gafe faliren, als fie voni zweiten einfchliirft,
und die Luftmense wird aUo verme!irt, unter Erkiltung. Rlit Wall;trfioffJoas gctrchwkgerttKolilo verrnindert dasegen i i i SauerlioiTigas vetfetzt, clas Luftrolunicn, untcr Erwirmung der Kohle.
Auf diel'e Art Iil'st Gch aus d e r i n I 32gebenen Stufnfolge der Vcrdichtungen der reinen 'Gasartm
durch die fiohle, der Erlolg bei cfiel'en Verfuched
jedas 3131 voraus fasen. Das abforbirte Gas l'chei-
-
,
-
I
*
I49
3
det Ech in dieren Fallen gerade ro aus der Kohle
am, wie aus WafTer, das mit dem Gas gel'chwangert iR, wenn es mit einer andern Gasart in Beriihrung ksmmt.
B. Das Volumen des Gas, welches durch ein
anderes aus der Kolile ausgetrieben wird, variirt
nach I'erfchiedenheit des VerhiiltnifTes , worin beid e Gasarten in dem nicht abforbirten Ueberrefte
vorhanden find. Die Ausfcheidung ifi delto voltfiandiger , in je grXserm UcberfcholTe das Gas genommen wird , welches didelbe bewirken i'oll ;
doch kijrnmt man in verfchlolrenen Gefid'sen nie
dahin, ein friiher eingefchlucktcs Gas dcrch ein anderes vGllig auszutreiben, immer blcibt eine kleine
Menge in der Kohle zuriick.
C. Zwei durch Abl'orption in der Kohle vereiG g t e Gafe erleiden i n ihr oft eine etwas griifsera
Verdichtung , a h jedes im ungcmil'chten Zufiande.
So 2. B. begiinftigt die Gegenwart VOD Sauerlloffgag
in der,Kolde die Verdichtung drs Wallerfioffgao in
& r ; die Gegenwart von kohlenfaurem Gas odes
von Stickgas i n der Kolde die Verdichtung des
Sauerfioffgas ; und die Gegenwart yon W'aiTetfioffgar in der Kohle die Yerdichtung des Stickgal'es in
den Yoren der Kohle. Doch findet diere Wirkung
nicht in allen Fillen bei den (5 erwihnten Gafen $tatti,
indem die Gegennart des Stickgas in der Kohle d i e
Abforption des kohlenfauren G a s nicht vermehrt.
D . Wenn gleich durch eins der vier angefuhrten Gale die Verdichtung e i n q dm amdew beg&
c
ftistworden ill,
150
3
To gehn doch beide keioewahrymehmentlc blrilende VerLitidtirig ein (weoigiiens nicht
innwhalb des Zeitrauws voii cinisen Tagen). So
z. 13. IaGt fich, - t r ot z tler Ui:liaiiptung der Herren
R o 11 p p e und PI' o r d e 11, keiitc Wall'twrzeug!iog
w a l i r n e h e n , wenti marl brsi der getvGhiilichm
Tentpwntur eirie i n i t WallkrltoH$a?s gel'attiglt: Kolile
i n Sauer1ioh;as bringt, otler den uuigekeilrtru Verh c h tnaclit. Eben l'o wcnig.iIl es niii. gelungcn,
auf tlierrm Wege Stickgas und Vl'all'Grfioll'gas zu
Artl:rioriiak, odrr Stickgas und SauerffolTgas zu
Salpr~tei.1;iuit! zu vrreiriigen.
ZGhrte, aeigte eine Temperatur-. Erh+ung
.
von.z$
Graden *). DieL'e Erwilrinung ib geringer als. .diq,
.
welc'hc Lch bei Abrorption des Sauerlioffgas , entwirkelt.
Unifonfi berniilite ich. m i + lyi (liefern
Verluch, ,Towie bei a,ndern init weit
. ..gqtjl'seren
.
Koh,
lea; etwas vop dem Yb'rrn'er :wahrzMnehmen,
,.
gas
nach ,den M
I
!
. 13 o u p p e. untl NO..F,,d,- e n Lich . h i y
..
billlen rollte. Das i n clcm Hecipienten rlickl'Lin*
dige G a s w a r nic!it me!ir riines Sauerfiolfgas, Tondern eijthielt, nadt Atiztlige d ~ s ',,
V o l t a ~ f c h eEu.&c!n
meters, ein Illads n'a(l'erIiofi;i.as : i l n s Sauerfioffgqo
2 -
,
_ . I
1
*I D i e Herren R o t r p p e u n t l N o r d e n
.I
Iitben diere Ternperatur Erhi;lrung d e r \:ereinigui;g . des SauerTtofTgal'er
~ n WalTerlioirpLs
d
zu VValicr~u,oel'chrirbeo, wovoii Gclr
hier eine Gcliibare Meirpe bilden l'oll; CJ ili ihnen abcr
cnrgrngen, rlak tlit.L'e Wdrine ilurch die Verdichtung dea
Sauerfioffgas allrin in der Koh:e b w i r k t wird <3).. Rai[onnement u n d Ertdhrung Gild I;egrn d:e(ia Sichtbarwerrlaa
Y O U Walfer,
Midi weiiii es G c h v;irL!icl pcbilder h2rrs;
daun in ineiriavn \-rrl'uchen, wie in deoen jencr Cheaiher,
kattc die 1ioIil.: wvrnl;er als tlss Doilpelre ihres \'olua:+ iu
WalYerliofTgas v x : L l i l i i c ! t c , reic!ira. a:!'n uicbt Liin , mei:r
-tY a l b r z u e rz z IJ g c n , ;I 6 hir ch ficn (i clrn lii n fr a 11 rend L
ie n Th i I
rorn CrewiuLt der i<t~!iIu. D i c Eriakrun; lehrt e b r r , tlsli
eine volikommcn trocktie Kokrlu. wie iclr lict bu rneinert
Y e r l l c h e n gebrnucl;; l i d b c , mrLr nls dcn zel-:r.rrn 'il:eil
ihres Geivich~sno \ii;fL=r aurntli!neii k a n n . uiid tlabri immer trockrn bleibtc urid Lcioe ficliibsr Meoge WaITer bci
5 . 0 ~bia Goo C . irei wcrdeu liilar. Uel?ri5ans crhielc ich t!io
nimlichsn RsTirltatc. a h ich mir schn bis zwiilf X a l $10h r n Kohlen operirte; die Erwirrnung w a r zwar u l n a
f i i r l e r , Reil lie iiicht ro fcbnell dtircL die U m g e b u n p o
airfgchoben wurilu, doch erreichte I;. ilia Jeo Grnd vom
I Y i r m o , welrlicn dic T'er<!i'uhrur.; tlss SauerLIolFgas ail&
mir eincr eben To grulaon Kohle hertorgelwadit h a k
wurh.
w . SariJy
-
I:
152
1
war alro in die Kohle eingedrungen, und hatte
dabei mehr a h die H a l h des friiher abrorbirten
WalTerfioffgafcs 811s der Kohle verdrkgt. DelTen
nngeachtrt war das Gasvolum i m Recipienten urn
6,s Maafs vermindcrt worden. Folglich hattc die
Kohle 6,5+1,0=7,5 Rilaal's Sauerlioffgas vt-rfchluckt,
und diefa hatten I MaaTs WaUerfioHgar ausgetrieben.
Es fragt lich nun, o b diefe Raum-Verwechslungen in eben dern VerhdtniITe vor fich gegangen
find, in welchem (lie Raumc. [tehn, die die Gal'e
einzcln in der Kohle einnchmcn. Nach I. verfclilucltt I Maafs luftleere Buchsbaumkolile von
Sauerlloffsas 9,2 Mat&, uncl von Walferltoffgas
1,75 Mads. D e m Verhdltuifs diefix Zahlen entIprechend follten 7,5 Maafs Sauerfioffgas 1,42JTaafs
WsKerfioffgas ausgetiieben Iizbcn; da lit! aber nur
I M a a h austrieben, Ib lietit m30, d3fs die Gegenwart des WalTerrtolfgaTcs die Vcrdidrtung des
SauerfioEgaTes in der Kobla verfinrkt, und dal's
diel'e zu gleiclier Zeit 0,75 AlaacP WafTerfiofTgas und
7,s blnafs Sauerfioffgas iu fick zuriickgehalten hat.
Man wircl ohne mein Erinnern bcrnerkcn, dafs die
Griiljen 0,75 und 7 , s keinesnep in dem Verhaltilehn, das zur Walrererzeugung niithig ilt.
Urn diden Gegenltand noch weiter zu verfolg m , brdGhte ich die tilit beideu (;al'en gekhwaagerte Kohle, ohne tla!'s fie niit der Luft in Beriihrung kani, in eine Glocke voll QiieckGlber, in der
fich etwas WaATcr befdnd. Die Kohle fclilurfte die
M'alTer in f c h , und l i d s dabei in 4s Stundeo
3, I I Maafs. Sauerfioffgas und 0,13 MaaIk Warner.
fioffgas fahren. N u n lafst (nach a.) Kolile von g,a
Maars reinetn Sauerltoff'gas , die fie verfchluckt hat,
heim Zutritt von WalTer 3,2 Maalk fahren, und behalt alCo 6 Maafs zuriick, ltatt dafs Gch pier, bei der
Gegcnwart des Wallhrfioffgarcsin der Kohle, von 7,s
Maafs Sauerfioffgas 3,1 I hlaali durcli Zutritt des
WaKers ausfchieden, fie ,7110 n u r 4 3 9 Maafs fefihielt.
Diere beiden Gafe hatten lich alf'o nicht in dent VerhJltnilTe verhunden , worin lie in dem Wafler vorhanden Iind. Ueberdeui habe ich' a u s dider Kohle
durch Kochen derfelben in n'afler noch eine merkliche Menge S a u d o f f g a s und WaKerftofigas erhalten : zwar reicht diere Tcrnperatur nicht h i n , beide
Gafe ganz auszutreiben, diel'es ill aber auch her
Fall, wenu die Kohle nur eins derrelben enthalt.
Dcr Zweifel noch riiehrere, gegen die WaflerErzrueung
*
durch Vereinigung der bciden Gafe in
der Kohle bei der gi?wijhnlichen Teniperatur , erregt der folgende Verfuch , welchcr der unigekebrtr
Jes &en ertahlten i!i:
YerJetzung inic So uerJ7oJgas gpSCh wangerter
#olile in einen Recipienten v o l l WnJer/Zoffgas.
Nach den HH. h ou y p e und N o r (1 e 11 lollen auch in
d i e r m Falle die von ihnen angegebcnen Erlcheinungen erfolgen, namlichVerminderung des iai Recipien-
ten befiucllichrn Gasvolurns
, Ternperaturerhiihung
dpr Kohle, uncl Bilclung yon ?Vafler, das erfi als
DunIl tint! nachher an den Waoden der Recipien-
E
*J
Die tiohle
154
1
l l 3 1 t C nAlie ilrireiLe V o l u m wie im vorigea
E*dicnt inan firb vie1 groiserer KoLlen, To lind
fieiIii*li die ?'emperatiir- r\rndcrucrgen merklicher; allein
mit gerinsrrn Gasportionen unil t l r i n w n Kablm End die
filanipulalionrn unrl ljebwrtragungen a u f den quecklilbcrr r p a r a t ungleicb bequerner, und auch grnruer su mrchea. 8.
Verruch.
ausgetriehen; es wurde alro auch hier, wie in dem
tlmgekehrten Verltctie , die Verdiclitung des M'aL
I'erftofTgares d urch die Gegenwa rt d es Sa u errtoffga I'es
veIm ehrt.
Als dienlmlicheKohle, welchenun r,34M,WaL
ferliofigas u ~ 4,75
d M.Sauerfioffgas enthielt, in einen
Recipienten voll Quecklilber ZLI etn'as WaKer geZ
bracht wurde ,-gab fie 0 , ~ ~
Maars
;
WalTerfioffgas
und 0,23 Mads Sauerltoffgas. Es treibt aber
(nach 2 ) Wafler atis eirier tlus niit ~~'~fI"erG,of€gas
(uzd zwar r i i i t 1,7$RlaaI's; gel:ittigtm Kolile I , [ M a a r s
a u s , und Lehdt all'o nocii 0,65 Jlaall's zuriick. Un:
fere niit beiden Gafen gelcliwangertt: Kohle behiclt
dagegen nur r,3j o,.;4=o,Go M a a I ; W a l I r f i o f f ~ a s
zuriick. Das in derlelben vorhandene SauerfioKgas
verhiudert lie all0 , die ganze M m g e yon Vb'sflkrfioffgas zuriickzuhzlten , welchc: lie oline die Gegen(wart deo SauerlioiTga(i?s wiirde zuriickgrhalten
ben ; der Sauerftoff koiin:e all'o nicht a h u'alihr in
der Kol!le vorliantlen l q t i .
DY es kein Mittr! giebt, die einzelneu oder
gemikhten (;aft?, weiclle mail von der Kotrle h a t
abl'oi.Lire-ri IsKen, a u s ilir ohne 1,ie zu zcilii;ren,
wieder voll1iiindi.g auszutreihen , lb kann icli freilich niclit. beweifen , tlal's lich in diekn Verl'QcIien
auch nicht eine fehr kleiiie Menge Wdkr gdiildes
h a b e ; sber slle Erfchcinungen Gnd, wic wir gcfehp
11a 11 en, ti i c: Ik r 34ei nu ng en tg egen. Na rii 1 i ch er/i.ens,
dars c j i r ALLrptiori t1t.s SauerfiofQ5as uutl ties Waffwitci;?p in eiiwiii g n n ~andern Vei liii'ltnill liehen,
d s w o r h lie SVailbr Liirlen; z w e i i m s , dafs die
-
Temperatur, hei dem Zurammentreffen der Gafe
finkt ; und dritteiis, dars die Vertreibung der beid e n Cafe durclis Wafler in einern VerhaltnilTe erfolgt, welcher anzeigt, dal's lie nicht bei einander
find, iini WaIIkr zu Lildea.
Noch bemerke ich, dd's die Mengen von
Sauerfiofigas und Wan'eriiofl'gas , rvclche eine Kohle
ebforbirt verlcbieden find, noch den Mengen beider , welche in dem Recipicnten zuriickbleibea,
und dafs jene und diefe mit einander in bertinimten
Verhhltniflen fiehn*). So liefs eine niit Sauerfioffgas gerittigte Kohle, als lie in 15,6 Maafs WalikrItoffgas gebracht wurde, 4 5 5 Maafs Sauerfioffgas
fahren, fGr welche lie 1,3(1 Maafs Waflerfioffgcts
aufnahm ; wahrend eine folche KoliIc in '1I &Iaafs
Wnflerfioffgas verfettt, nur 3,12 llIaals Sauerfioffgas entlids, u s d o , ~ c >i I d s M-alTerTtoKgas einrog,
\veil der Gasriickfisnd in diel'em Falle verha1tnif.mal'sis vie1 niehr SauerrtoBgas als in dem vorigeq
enthielt. Dicl'c freie Gcmeinfcliaft zwifchen deu
Gafen in der Kohle und derien aurser derfelbcn,
welche nach der Abforption ihr zur Atrnolp1l;ire
dienen, Xt ein Beweis, dafs die vereinigten Gale
,
I
'57
I
jn der Kohle keihe dauerhrfta Verbindung eingn
h e n , wic bei der Wall'ererzeugung der Fall ware,
lonllern dars Ge Ech n u r bei ihrer geseofeitigen B b
rEhrung in der Kohle ein wenig zufamrnen ziehen.
BrinSt man eine Luftleere mit WaITer gefchwangerte Kolila in SauerlioEgas , o d e r kohlenI'aures Gas, oderStickgas, fo treiben diefe Cafe, inden1 fie in die Poreii deri'elhen eindriagen, einen
Thcil des W d e r s aus. El ifi zu vermutheo, dars
die HH. R o u p p e und N o r d e n rolches ausgetrieEenrs VJaITer fiir neugebildetes angerehen haben,
uni To mehr, da hei ihren Vcrfuchen die Gafe uber
W'uKer lianden yon welchem die Kohle, indem Go
fie abforbirte, etwas in fich aufoehthen mufste.
Ich iibei.gehe Jas Detail Jer Verfuche, welch0
ich iiber die wechfelfeitige Austreibung d e r GasarA
t e n aus der Kohlc angeltellt habe, mit WaClerfiokTqa5 unt1 Stickgas, ferner oiit kohleofaiirem Gas und
\YaiTerfioffgas, rnit Sauerffoffgas und Stickgas, und
niit Sauerfioffgas und kohledaurem Gas. Ich habe
a u f fie ehen foviel Sorgfalt als auf die mit Sauerfioffgas liod WaITerftofigas gewendet, und lie habeu
nlir Ghnliche Refultate nur mit der Ausnahme geg&en, dafs das Stickgas und das kohlenfaure Gas
l e i ihrer Bekuhrung i n dcr Kohle fich nicht d a m men zu ziphen fchienen. Uebrigens find, mic leicht
,
zu erachten , diefe gagelifeitisen Austreibungen
defio auffajlender, je griiljer die Vedchiedenheit
der Verdichtuogen i l l , welche beide Gafe durcli
die Kohle erleiden ; daher lich dcr Beweis am evi-
c
158
3
dcnteffen mi t WalTerfiotFgas und kohlenfaurem Gas,
uod. noch b e r er niit Arnmoniakggs und mit FT'alrerlioffsas fiihren tafst.
Aus diefer Eiowirkung der (;are ailf einancler,
die lich eins d a s nndere aus den poriil!n Kijrpern
austreiben, erhellt , dals ein pori;ler Kiirper der
fich voll atoiolplinri!cher Luft g ~ ~ f o ~h act o, auch
o h n e ruvor J . i i f 1 l e e r Stbnbaclit z u wrcrcjeii cin
Gasvoluni, worin e r veilttzt w i i J , vergri;kern
o(ler verkleinern k a n n , je naclidciib t1ic.fr.s Giis weniger oder rnelir abcorbirt wird, als die gcnieiiic Liift.
S o wircl all0 eine Kohle oder eiii Stuck Jleerlcliauai, die a n der 1rrit.n Lti!t grlrscn liabeo, ein
gegebenes Volum V O D kohlrulaurr?m Gas LetricIitlich verminclern , dagegro ein Volurnen \\-J(rerfioKgas, worin fie verretzt -werden, ver:gri;Is, rn.
H &I I It \v a h r fc h e i a I i L I1 b er u h e n R ii f I'o 1c h en w c (:I I Ic ICeitigen Vertreihuneen der el3fiilclrcn Diimyfe aus
d e n KGrpern die rieciienden XusRUll;?, welche eine
feuchte Luft zii entwickrln fchcirit , belonders die
riechendeo Aiisltrijnbungen cler L)lunien.
Wird eine Iiiftlecre Jiohlc iu eine 7tIilcliung
von Saucrffoffgas urid Wa~I-eriioKgas gebraclit , L'o
erh;ilt inan Abl'urptionm, die z u eiilauder in denifelben Verhiltninh f k h i i , a l s Jbenri rnm eine niit
dem eiocn diefer Gale Seldiwangerte Kotrlc! in das
oiitlrre Gas verlrtzt. lch vc-rfetztr fo z. B. c.ine
Iirttlerre Bucllsbnumkolilc in 1 6 A i a p f s eiricr 31
CcIiiing, die Z I I aus SauerTtofi5,)s i i t i c l z u $-. a m
Waflerlioflsar b; liclnd heitle G,jl'b .uIio in den1 z;ir
)
-
+
)
%'dTererzeugung fchicklichen VerhaltniITe enthielt ;
fie verfclilurkte aus diefem Gasgemifch fehr nahe 3
%afs Sauerfloffp und I Maofs Waflerfioffgas.
Diefes ReTultat kiimnit dem AbTorptionsverh~ltnS(j
der einzeluen ungemifctiten Gasarten fehr vie1
nilier , als dem ~1~lll'chungsverhCltniTs
derfelben vor
der Abforption *).
In der atotofphhrifcht-n Luft fchltideen luftleere
Buchsbaum oder Buchen- Kohlen mehr Saueriioffgas a h Stickgas ein , und verderben dalier die Luft,
welche zuriickbleibt ; jedoch nur weiiig, da das Abfoiptions Vermiigcn d e r Ko!ile I'iir diefe bciden
GaTe niclit fehr verfchieden iit. Daniit diefer Erfolg, den die HH. R o u p p e und N o r d e n leugnen , recht merklich werde, mufs daa Volum der
ruckfiandigen Luft im Vergleich des cler Kohle nur
gering feyn.
-
-
8 G l c i c h i e i r i g c Atforplion rnelrrerar Go?/# durih werfchir.
d e n a i r l g o KGrper.
Im Allgemeinen gewdhren alle poriikn KGrper
in AbGclit auf die gegenl'eitige Vertreibung und
Verdiclitung der Ga!'e, die in ihnen in Beriihrung
komnien, die n~ailichenErTcheinungcn , wit! die
Kohle. Jedoch kijnnen diefe Austreibungen in
entgegengefetzter Ordnung Statt haben, wenn die
') N o c h belTer f l i m r n t cs mit dcr o h geiufsrrten Vcriuu[hung, dars dlt. uii~trclicliteteuC'eberrefte cler bciden Gasm e n in eiiiern V d 1 . d r n l h zu einander fivhcn miifroo, dar
Iforn.r.
otwar yroLer iR el, I : 3
E
160
3
verwandtfchaft dierer Korpet fiir die Gore nicht
diefelbe Ordnung befolgt. In diefer Hinlicht find
die Refultatc auffallend , welcbe MeerJcJLaLm i
H o l z a d e f l , Klebjclriejer von Menil Montant, und
JiicJzj$cJier Hydrophan geben, weun man fie id
Mengungen aus kohlenfaureln Gas oder Ammoniakgas mit Sauerlloegas , Wafrerlloffgas oder
StickSas bringt. Eine hlil'chung aus zwei der clrei
letztern Gafe erfordert mchr Aufinerklamkeit u n d
der Erfolg iG nicht imrner erkennbar. Da es bei
dielen Verfuchen gleichgiiltig zu reyn rchcint ob
nian den poriil'en KGrper erfi mit clem einen Gnfe
Ichwangt-rt, und dann in das andere Gas bringt;
oder ob uian ihn luftleer in ein Gemifch aus beiden Gasarten verfetzt, To will icli nur die Reful,,
t ate anfiihreu , welche ich auf dena lctztern k e g e
als dem kiirzern erhalten habe. Mcine Verruche
~ 1 7 O C. mit eben den StGcken
wurden Lei 1 3 bis
angeltellt welche mir bei den unter 5 erzlhlteo
4
Verfuchengedient hatten, und wurden jeder erIl 7
Stunden nach Eiofiihrung der poriifen Kcrper id
die Gasmifchung gefchloflen.
Meerfcliauai irt einent Gemrycfr won Sarrerp o f l g a s und PYaJerh'ofigas. Ein Rloafs luftleer
gemachter Meerfchdum in 24 Maafs Gas gebracllt,
das halb BUS Saucrfioffgas und halb 3us Wdrer,
,
,
,
3 Vielleicht
ifi der itleicc Aotbcil von kohlenhurcm Gac,
don einige por& Stetoartcn , wie z. n. dcr Mecrrcban~
vnn Nntolien eiirhalten, our zuLlli,n, oder nie das V\-diej
kur durch IIaarruhrchen .AuzieLung f r l ~ g e h l t e n .v. S ( d ~ f f .
I
161
3
Roffgas beorad, obforbirte 6,57 Maah SauerRoffgas und o,ld Mads WalTerffoffgas, aU'o yon dem
errern mehr als von dem letztern, der in 5 gefundenen Abrorptionsfolge der einzelnen Gafe gem&
Vergleicht man den Raurn , den beide Gde in dear
Meerl'chaum eindehmen , mit der Summe ihrer einzelnen Volumc, To tindet Gch, dals die Gegenivaa
des Sauerfioffgaks die Verdichtung des Waflerfiofigafes begiinlligt h a be.
Eben diefer Verhch wurde auch mit dem Klebjchiefer von M m i l Mohtant aageJellt. Ein Maars
diefes Steins abiorhirre o,.; des Gasgemifches, und
zwar von teitlm Gal& gleich viel, obgleich es ciazeln mehr voni Sauerhggas als von dem WaflerItoffgas abrorbirt hatte. Entweder war der Unterfchied der Abl'orptionen E U klein, um wahrgenommen zu werden, oder die Gegenwart des Sauerfioffgares begunfiigte die Verdichtung des WalTerOoffgal'es in dam Grade, dafs von beiden Gafen
gleich grofse Volume abforbirt wurden. Aus den[clben Grunden verandcrte. der lhfrleete Meerrqhaum das VerhAltnifs der Beiiandtheile der atmofpharikhen Luft beirn Ablorbiren nicht mcrklich.
Meerfclratrm, Kohlen und Holz in einern Gemi@ a w gleichen T%eidenStickgas u n d WaJer/&-,Jgas. Ein Mads luftleerer Memfclraum abl'orbirte aris einern folchen Gemifch von 2,s Mads o,6t
Ma& Stickgas und 0 4 2 Maafs Waflerfioffgas; alfo
y o n dem eraern niehr als von dem Ietztern. Bei
ibrer Ijeriilln~ng in dem Steine rcheinen alfo diefe
h n a l . d. PhyU. B.47.
S t . 2.
J.
1814.
St.6.
L
beiden Gale lich etwas verdichtet zu haben. Ein
UaaIj luftleere Buchslnumkohle verlchluckte aus
16 M a a k eines folchen Gemilclies 3,6 MaaG Stickgas uod o,g MaaIs WaClbrltolTgas *). Ein Rlaafs
luftleer gemachtes Tunnenholz ablorbirte ails einern
folch,errGasgernilcli voo 4 Maafsen 0,34 Jlaafs M'a1TerItoffgas uod O,II Maafs Stickgas. Das H o l z wirkt
alfo gerade umgekelirt a u f diefc Gafe als die Kohle
o d e r d e r Meerfchanm; doch bleibt auch bei tlern
Holz die Abforptioo des Gcmil'chrs uiit der der einzelnen Gale ubereinrtirnabend.
Alle Bemuhungen, i n diefcn und andern Verfucheo, die ich oiclit a n f u h e , eine Hildung von
Walrer, Ammooiak oder Salpeterfjurc zu entdecken, blieben ganz fruchtlos, wenn ich Dicht
noch anderc Warme als die zu HuIfe nahm, welche
bei d er Gasabforptioa fich entwickelt. Ich h a b e
indels meine Vrrfuche noch nicht hinlinglich ab5odern und lange genug fortfetzen kijonen, als tlafs
wir ni&t ooch hoffen diirften, Umffinde aufzuhuden, die diefe Riltlung herbeifuhren , belboders
weno wir uos d e r Zwifcheowirkung des NaiTers
und Iolcher abforbireoden Kiirper hedienen. yvelche
mi t jenen Producten chemifche Verbindungen eingehen.
') Eei didem VcrTuche blicben Gas und Kohle 5 Wochen
lang in BsrCbrung , und oacb dcm ernen Tdge oerinderre
ficb der Volum des Gargemilches nicbr mehr im geringlteo.
Bei dem E i n h g e o yon krltern WiKcr gab die Koble
2.55 M a d s Stickgas und 0.64 M a a l a VValTufiolTgao her.
(Siehe 2.)
v . s.
D R ITTE R A B S C R N I TT.
.I
Abforption der Gasarten durch Fliifigkeiten.
9) L ) a l t o i r s
Theorih.
Dafs alle Gasarten rdn den Fliiffigkeiten eiogefchluckt , unti a u s den mehrften derfelben durch
Wiirme oder Verminderuog des iiufsern Luftdrucks
ivieder ausgetrieben werden, ifi lingfi bekannt.
Gleichwolil befitzen w i r nuc uber das AbforptionsVermiigen des ,WalI'ers geoaueBellimmungen. Eine
Reihe forgfi1tigt.r und regelaiifsiger VerlLche c[ariiber verdanken wir Hrn. H e n r y in Manchelier *I.
Fir. D a It o o hat eiriige reioer Angaben ein wenig
v e r h d e r t , uai mit Hiilfe derfelben eine Theorie
aufzubauen , welche nicht blos die Abforptioned
der Gasarten dufch das Wafler , fondern durch all6
FIiilIigkeiten iiberhaupt urnfalit **I, dabei aber im
Widerfpruche niit den niehrlten Refultaten fieht;
die clas Verhalten der felten poriifen Kijrpe.. mir
gegeben haben.
Nach ihui find dicjenigen Gararten, welche
aus den FlblIigkeiten entweichen , wenn der Druck
der Aniofphdre aufsehoben wird, mit ihnen nu^
mechnnifch und keineswegs ?lurch cheniifche VerL Z
'1
Seine Abhanjlong lteht in diefen i n n b f e n Jah:g. 1805;
St. 6. od. B. 10. S. 147. f.; dalelbfi B e r g r r ' s I-erCricLe
i;.
uber die Abforprion der Gdsartcn.
'*) Ddrons A L h s n c l h g finder malt in dielea Atrrrden Jalirg.
( 8 0 8 . Sc. 8 . od. I;. 30. S. 397. f.; dr[dbfi auch 5. 1 1 1 .
d e M a r t i'r ahrrlicha Verfucho, welche grur rndure Krfultrte geben.
C.
~anrjtfchrftverbund n. Er behauptet ferner , dar
Wa& konpe bei niittlerer Temperatur und mittlerem Druck der AtmorphSre die vcrfchiedenen
Gasarten our path folgenden VcrhiltnilTen aufnehmen: Entweder ein dem leinigen gleichu Volum,
udd das zwar von kohlenfaurem Gas, SchweFe!Wamerltoffps und oxydinem Stickgas ; oder Q leip a VO~LUDS,
wie vom ahleneugenden Gas; oder
;T leines Volums , und dsr zwar vom Sauerfioffgas
und vom Salpetergas ; oder endlich & feines VOlums, und das zwar vom Stickgas, vom Waner.
noffgas und oom gasfhnigen Kohleofioffoxyde;
To d& Ech die Volurnina der abforbirten Gare nach
diefen vier Abtheilungen durch die Reihe (+)a, (;,3,
(+>,,(8)s darltellen IaITen, wobei das Volum ties
WaITerJ = I gefettt wird *). Eben dieles Gefett
roll nach D a I t on auch fdr alle andere, nicht lifebrige Fltiffigkeiten 2. B. fur den Alkohol , die Siuren und die AuflGfungen von Salzen in Wafler g e t
ten, es linde denn zwifchcn der FliiEgkeic und ei=em Gafe irgend eine Verwandtl’chaft S t a t t , wie
z. B. swX&en den fluffigen Schwefel-Alkalien u d
dem Sauerltoffgas. Endlich fetzt er einigen Bwbrchtungen Henry’s zu Folge, felt, Wallk, we1ches irgend ein Gas verlchluckt habe und mit einem
rodern Gar in Beriihruug komme, lde j e d w
?
-
\
3 Ea follen nrch ihm
Wder bei 1 6 O C. W h e ,
ron den drei &tern 100 Mrafs. m n dem ohlersrugeoden
Gab 1 2 4 , oon SauerRoH’grr und Stickgas S,7, und ron deo
droi letztmn G~U~WI
1,56
rorfchlucten.
0.
100 n & d b
s.
I
I
3
ma1 Ton dem erhm To vie1 fahnn, und nehrne
dagegeo von dem andern To vi@ auf, dab die Gasmengen, welche nach diefem Austadche iq dem
WaUer zuriickbleiben, genru in eben dem Verh a l t d e ltelien , a h die-Abforpdonen , die die beiden Gafe durch dar Wafl' einteln erlitten hahen
wiirden, nenn lie rnit demfelben in der Dichtigkeit , welche lie in diefer Vermengung haben , einxeln in Beriihrung gebracht worden wiiren. Diefem
tu Folge wiirde WaiTer aus einer Menpng-zweier
Gare * welche aus gleichen Theileq von beiden hk
Iliiode, nur das halbe Volumen abfvrbiren konnen,
welchesh von jedem derfeben einteln verfchluckt.
Nachfolgende Vrrfucbe miigen diefen Siitzen
Gum Piiimein dienen.
10)
Al$orption u r v e r ~ $ c h t s r Gurutom dnrch vrr/chb
den. FIL&keiren.
Ich habe die Fliinigkeiten, welche rnir zu mefT
men Vcrfuchen dioneh folltep , durch lange Eortgebtztes Kochen fo vie1 miiglich von alter LuFt die
lie enthielten, zu befreien gefucht; our die, welcha
durch eine foIcheHitte Gch verzndert oder verfliichti@ haben wiirden , wie die O&le und einige Salzaull6fungen, wurden mittelR der Luftpsmpe luftleer
gemacht. Auf beiden Wegen lafst Iich indeh aus
fliichtigen Fliifigkeiten aicht sue Luft austreiben,
und je niichtiger die FliiIIigkeit if€, delto wenigcr
gelingt diefes, indem lie Gcb w keiaer hohen
Tempecatur >erhebpn IdTeii, und der Druok ihrer
elafiifchcii DGmpfe 3 u d i uiitcr dcni Recipicntcn der
Luftpumpe das Entmeichen drr Luft vrrhindcrt.
Urn die Abforptioii fclinell uiid volIfiiindig zu
bewirken , habe ich von Gnfen welchc von diefen
FliilIigkeitcn nor in geritigw Neiigeri vrrfcltluckt
vcrden, \yic VOII Stickyqs, Snuerltoil'qrrs utid \l'al'rc~.ftofl"ssgrofse Rh'ui~ic iiiit eiiier gwitigeii hfcitge
drr FliiIfigkcit in cirirr Flaklle? die mit eiirem gut
f ~ l ~ l i e r ~ c tGlnsli6pTol
~dc~~
r c ~ f ~ . l ~war,
e n eiiie I'iertclQiitidc Inng gcfchuttelt; eiit li.liwieriges \'crfaIircii,
welclies vide Vorlicltt eyfordert *). Bei allen Gnfen,
yoti welclicn eii;e FliiLGgkeit. ttiehv nls ihws Voluins rerfcliluckte, . hihe ich dogcgen folgendcs Verftrliren beobnchtet: Iclt leitete fie uher Querklilbcr iti
eiiie Riihre von 4 Ceiitimctcr ( I 4 ZOII Par.) iiiiirreni
DiirchrneITer, lid$ d a m voti der Fliilfigkcit , durcll
c!ie fir nhforhirt wcrtlcn follte, einc 5 11;s6 Ceiitimrtei hohe Siiole Iiiiizu tretcri, befiiiderte (Ins Durchtlringen durc!i Scliuttelu, wid bcfiimrnle die Allhrption erfi nochdcni G a s utid FliilTigkeit rnehrere
'I'ngc Inng mit einander iu -Beriihruog gavefell
wwen.
,
+
Es rrrfcliincktc iincli d i c h i incitien V e d i c l l c t ~ ,
'1 8" cler hniiderttheil.
hci einer Tcrupcratl1r
s1, ale
von
fchweflichthurem Gas
S c h ~ . E f e l - W ~ ~ e r l i o *)
ff~as
koblenfeurern Gas
oxydirtern Stickgas
dilerzaugendcm Gas
Sauerfioffgas
oxydii.tem Kolt'lenfioffgas
oxydirtcm Kohlen WalTerfinffggns
Wa ITerftoffgas
Stickgas
Von ntm&hn'r@ter
Lrft verfchlucken I 00
M a d s 7Vnter ungefdhr 5 Mnnf.,, wenu die Luft:
malrc iri Vergleichuiis zuni IVolfer f . e h grofs ilt.
Aus diefen J~rFalirungcn crltcllc~, Dal t o n s Behaupturig eiitgcgcti docs dic Ablorptioiien der Gafe
d urch vcrfcliiedene, iiicht klebrige Fluflizkeiten, wie
dllrcli WaIrc'r utid IVeiiipill, nichts weriiger nls
fleich lind ; der \l-eingeift. oerr~hluckt volt ilineo,
11 i e wir rehen, oft doppelt foviel, nts dns \\'alTer.
JkiGatarten, die w n i g abforhirt werdeti, ift tlicfer
IJnterfcliied nicht mehr To auffjlleittl; bei ilirieii laKen
fich indef.. die Aeforptionen des LTVeingeiftes wetiiger
denau benirnineii, wegui der Luft , die er beirn Sie-
,
deu zurucklidt.
\-on diefc-r Luft leideri Gavirtw,
~ r e l c h eweit 1Liker als fie clbrwbirt werden,
')
~iur
Es war, nrc11JerH.H. G a v - E u I f r c und T h c n i r t l Vorfchrift , .US Sch:ve!el. S p i c f $ ~ l a n zdutch S a l r f i u r e enrbusd e n worden. uocl ich habr hei dielein .\blorpiions - Procrce
4i1eo Quecklilber aus dem Spiel g ~ l d e t 1 .
2'. s.
168
3
weuig Widerflatid ; bei den ubrigen Gafen ill e r von
einem urn fo bedcutendern Einflufs, fe niiher die
Anziehuogen der Fliifigkeit zu dem Gafe und zu diefer Luft der Gleichheit kommen.
Diefe Verfuclie Rimmen nicht befler ruit dem
Gefetz uberein welclies Dalton in den Abforptionen
der verfchiedenen Gasartcn durch eine und diofelbe
Fluffigkeit wabraunehinen glaubte. Denn icli finde vie1
zii’ grofse Unterfchiede zwifchen den AbTorpLionett,
welche das kolilerrfaure Gas, das Schmcfel-WalTerItoffgas uiid dau oxydirte Stickgae, (die D a 1t o n fiir
vollkomxpen gleich verfcliluckbar ausgicht) von den
FltifGgkeiten erleiden als dafs Gc Beobachtungsfrhlern zugcfchreiben werden durfen.
,
,
11.
EinJufJ dsr c f a e n i ~ c h * n V e r d f c h a f t auf die Abforptionrn dsr G a j i .
Pindet ein folcller Eitiflufs uicht S h t t , To mullin
die Gasarten von allen FIuITT$ieiten in dcrfelben Ordiiwg obforbirt werdeu. l)a f~chmil*zwifchen V\’nffor und Weingcifi in diefcr Hinlicht *keine wefetitliclic Verrchiedenheit geixigt hotte, To rerl‘uchte ivti
andwe fluagkeiten
fchr;in\cte mich jedoch dahei
auf vier Gasartelf eiii, iiiimlich auf dns kolilenfaure
Gas, das oxydirlr Slickgas, das ohleizeugende Gas
and das oxydirtc Kolilen -VC’allL.rRoffga& Das
Sauerlioffgas f c h l o t icli von dhfen Verfuchen ~IIIS,
weil es mit den mchrlLen der zu vcrfucheildw
Fliilligkciten feeRt? Verhindungeu eingcht, die durch
,
Vershderungen des Luftdrucks nicht modificirt werden; eben fo das Stickgas und das WalTedloffgna,
weil fie in zu gerhger Menge abforbirt merderi', sls
dafs Iich die Unterfchicde dah! mit gehoriger Scharfe
beltirnmeii liehen. E
q verfchluckten bei einer'rernperatur von 18' C. ( I 4 j . O R.)
I 00 Maah rectifidrter weifser nnd dyrchG&igq
k r 6 - N a p h t a . vorq fpecif. Oewicht 0,784
26 L Mads von 6hlerzeugendeni Gas
254
oxydirtem Stickgat
169
koblenhurern Gas
SO
oxydirtern Kohledtoffgas;
- - -
-
100 MaaIj frifch defiillirtes wefcntlichea Lovundulohl vom fpec. Gewicht 0,88
a75 Maafi von oxydirtem Stickgas
209
Ghlerzeugendem Gas
rgr
- kohlenfaurern G a s
I 5,6
- oxydirtem Kohledtoffgas;
-
-
-
~ o MaaL
o
Olivenlihl
151 Maals von kohlenfaurern Gas
150
oxydirtem Stickgas
Iaa
Ghlerzeugendem Gar
14,z
oxydirtem KOhledOffga#;
- -
- - -
r#M
100 Maafs einer gefittigten AufIdfung yon JaZqfus-.
f i i i in Waxer
61 Maah von kohlenfaurern Gas
19 oxydirtem Stickgas
10
bl!eneiigendemGas
5,a
oxydirtem Kohledtoffgrr.
-
- - -
Es folgt
aus diden Verfuchen, dak auck bei
Fliimgkeiten, eben fo wie bei den fe'elten Kiirpern,
grorse Verfchiedenheiten in der Reibenfolge Statt
finden, nach welcher die Gasartcn von ihnen abrorbirt nerden, und dals folglich cliel'e Ablbrptionen allerdings ebenfalls ?em Einflufle der chemifchen Verwaudtfchaft unterworfen find.
Die fe'elien Kiirper kheincn allgemein, unter
iibrigens gleichen Umhnclen, ein grijlseres Vermiigen als die fliilligen zu befitzen , alle Gasarten, mit
Jenen fie in lleriihrung gel>rac;htwerden, zu vcrdichten. Mir ilt keioe Fliiffigkeit vorgekommen,
welche Yon dem kalilenGuren Gas, dem iihlerzeugenden Gas, dem Stickgas, dem gasformigen Kohlenfioffoxyd und clem oxydirten Stickgas ebrn To
grofse Volumina abforbirt , wie die Kohle und der
Meerlchauui. Dielks riihrt wnhrfcheinlich daher,
Jars die Fliilligkeiten wegcn der grofsen Beweglichkeit ilirerTheilchen die Gafe nicht fo fiaik comprimiren kiinnen, als es zu grofsen Conderil'ationeq
nijthig ifi; den bel'onderen Fell ausgenoinaien, wo
felir kriftige Verwandrfchaften ilinen zu Hulfe
kommen, wie z. 8. die d,es.Ammoniakgas, oder
N u r in diefern
des ralzrauren Gas zum WalTer.
[eltenen Falle verdicliten die FIiilJigkeiten eine
griifsere Gasmeage, als die fefien Kiirpcr *), \veil
T h o m l o n ablorbirt b e i der mitclern Temperacur
der htmofphire WaITer 516 m;r! rein Vo111ri1
ron falzfaureo
Y. 5.
Gas, und 750 ma1 von AmmoiiiaLgar.
.) Each
in diefen letztern die Griirse tler Poran den Haum
aufzunphmenden Gafes befiimmt , indel's die
Theile der fliifiigen Kiirper bpi ihrer Verrchiebbarkeit dem eindringenden Gas n'ur uobeltimmte, unentllich zu erweiterede Griinzen fetzen ').
des
l a . Eiuj/uJJ drr Xlelrigkrit und daJ fpscijJcAen Gewfchrer
der Fliifiigkeiten nuf ihl e Abforptionen.
Ich habe micli zu diefer IJnterlurhung des EinfluKes cler phyfikaldchen Eigenrchaftcn der Fliifrigkeiten nu€ ihr AbCorptions-Vermiigen, des kohlen1iurp.n Gafes bedient, welchrs irli n i i L einer groL6n
Anzafil von FlulliSkeiten in lleriihrupg lirnclitn, die
iin Grade der FliiIIigkeit und an fpecifil'chern Gewicht merklich verfcliieden waren. Folgende Tafel enthalt die Hefultate diefer Verl'uchc. Es wurden bei einer Temperatiir von [So C. (14;"R.) voq
I Maafs der Fliifigkeit folgende Riume von kohlenfaurem Gas abforbirt :
'.) Beiiwr!LTorbiren des Gares nimrnt tlas WaKeer an Volum
Z U , nnd e s rotwickelt IicL cine fiihlbare W i r m e , wenn
(lie Abforption wenipftrhr dern einhcben Volurn der
Fliiffigkeir pleich Liirnrnt.
Das Ipecifirche Gewiclit der
rnit Gas gekhwiingerten Pliinigkeir ifi jcdoch geringer,
a h es aach der sbrorbirtcll Geimenge Lbyn follte.
T h o r n Ton finclvr I i i e i i n ein Argurncnt gegen c!ie Mei;
nun; eiiier blos Inaclianiriheo Durcbtlriii;ung.
Y.
Sarrffure.
7,53 kr. S.; gehtt. AuP.')
5 Gummi.
6 Zocker
9.14 h.s.; gar. AUO.
9,4a kr. S. ; gel. AUO.
6 kr. s.;
~un.
1.14gl getr. S.;.grf.AuO.'*.)
0.6 kr. S. ; Ref. AuO.
6,4 kr. S. ; gel-..Auq.
EinJufs der XLcLrigkeit. Wenn eine FliiGgkeit in den Zultaod eines &Ben, ganz oiit Miteria
gusgefiillten , oder aller merkbaren Yoren beraubten Korpers iibergeht , To verliert fie das Vermo,
,
fliiffigtn Zultaode trefds , Gas
lfi daher Klebrigkeit oder Zi-
gem welcher Ge i m
zu verdichten *).
bigkeit nichu aoderes, als ein niehr oder weniger vorgcriickter Uabergang aus dem flufigen
in den felten ZuItrnd , wie t u vermuthen ltcht , To
miiren die verkhiedencn Grade oon Eliiffiakeit allerdings einen bedeutenden Einflurs auf die Verdichtung d t s Gafes haben. Indefs, To wichtig diefer
Schluls aucli fiir die Graatzufiaode des Fcrten und
FliilIigen feyn mag, I'o wenig ilt er durch meitie
Beobachtungen ia den Mit:eltultanden, bei Fliiffigkeiten von ungleicher Natur, zu bewiihren.
So
rehen wir die fettcn Oehle bei vie1 Reringerer FliiCGgkeit doch eine weit grofsere Menge kohlenfaures
Gas abforbiren, als das Waar; und eben fo ubertreffen die Abforptionen des koblenlauren Gas in
Gumrni und in Zucker- WalTer, aa Grobe, die i a
den weit fliiIIigern Auflofungen von fchwefelfaurem
Katron u n d von faldaurem Kali. Die Auflijrungen
von falzfaurem Kali, falzfaurem Ammoniak und
falpeterfaurern Kali befitzen eioe gleicb oder fall
no& grijfsere Fliiffigkeit, alo Jas reine Waaer,
\
*)
Hr. o o n S a u f r u r e lcheint Gch hirr unrer fefiem Korpar ein Continuum ohno Alls Zwifchenrdume IU denken,
anltrrt ihrn I'oren TOO roderer G c h l t , a h bei Otffigen
Korpern. sosufcbreiben; dean our in diefern wiirde der
fliill~geKiirper die Fiibigkeit, Gar IU verdichten, mit d o a
Uebergang in den fefieo ZuRrnd verlioreo. Diere VorItellung kbeint iodefr mit reinen friibern Beebocbtungen
Cbcr dm Abforptionr Vwm6gen der f 4 0 n Kirper , uod
m c b mit den eben aagoTuhrtea Verfucben mit khbrigco
odor I&P
Fl8Uigkoimn im Widueruchm LU fkya.
-
lfornop
c
'74. 3
"
dennoch verklrluckt diefes letttere eine 'weit g r L
l'sere Menge kohlenfaures Gas, als fie. Dagegen
finden Gch auch wieder Fliiffigkeiten, welche niehr
yon diel'ern Gas a h andere von geringerer Fliiffigkeit abrurbiren, wie das z. €3. mit dem Aether und
Alkohol i D Vergleichung mit Wafler, und mit diefern letztern in Vergleichung uiit niehrern SalzaufIiXungen der Fall ;It:
So gering der Einflufs dcr Klebt igkeit der flu[ligen Kijrper a u f die Grcfse'ihrer Abl'orptionen zu
feyn fcheint , To betleutend ill e r , was. Gie Zeit betrifft , welchc fie btaucken, urn Gch mit Gas viillig
2u lchwingern. Klebrige bliifigkciten, nie die fetten Oehle, die Auflijfung von ralzfaurem Kalk,
GummiwaUer u. C f., bedurfteu bei gleicheni -4nziehungs -Verrnogen betriichtlich Iangere Zeit ,. urn
mit einem Gas lich zu f a t t i p , a h weit fliilligere
Fliiffigkeiten, wie z. B. YValTer, Naphtha, Alkohol,
Aether und die werentlichen Oehle.
Einflufs des fpeciFfchen Gewichcs. Die Diditigkeit der Flufigkeiten &heint auf ihr Abl'orptionsVermijgen fiir GaCe eineh grofsen Einfluf.. zii haben. Meine Verruche, wie die obige Tafel fie darfiellt , zeigen, daG im Allgemeiuen die Jeichtelten
Fliiffigkeiten ein fiarkeres Ablbrptions- Vermiigen
als die fpecifikh fchwereren befitzen. Ausnahmen
von diefer Hegel linden lich fall nur bei folchen
F l i i k e i t e o , deren fpecifdches Gewicht nicht fehc
E
175
3
rerrchieden i l l , and llnd ohne Zwezel eine Pol@
beConddier VemaniltlchaFten *).
Wahrfcheinlich hat auch das Ipecifikbe Gewicht
der Gasarten felblt EiofluG auf die Mengen, welche
eidc FlulIigkeit von ihnen verrchluckt und auf die
Zeit , h welchec diefes gefihieht. Dena alle Gasarten, welche betrdchtlich I'chwerer rls die atmolpharifche Luft find, erleiden im WaQer keine fd
geringen Ablorptionen , wie Stickgas WaUerltoffgas, Sauerlinffgas und oxydirtes Kohlenlioffgas.
Und von zwei Gasarten, die von einer Fliiffigkeit
in gleichem MaaLe ahl'orbirt werden wird die
leiclitere weit langramer eingerogen, wie z. B. von
J e r Bergnaphtha das ohlerzeugende Gas weir IangG
famer, als das oxydirte Stickgas.
,
*) Sehr r&filch. [&were Metal1 -Aufli;funpn miilrcn rid
noch geringcrrr Abforytions Vermrigeo %I Gafe iufrero.
alr die FlCfiRkeiten.
mit denen ich VerCuchs anpfiellc
Labe. E, folgt hierrus, drfr bei pneumrtifcbcn Operationeo, ncnn er dsrruf aokommt , die Erzeugu08 grofsrr
Mengea von koLleoburem odcr einern andern rerlcbluckbarsn Gar 5enru zu mellbo, Salaauflormngen, una befondcri
Auflihogen d e r l a l ~ ~ ~ uNr aeuno n . welcbea iiberdl xur Hand
ifi. &em reiaen Wdferl'ehr vorzuaieho liud. D J verkiuflirhe
~
&rue und unreine Meerrah tsugt hiorau noch belrcr. JIS da,
gereioigte Kocblalr. Eioe geritrigte Aufliiruog der crftern abforbirr bei &ttlrrcr Tempcrrtur nicht g r m den drittai
Theil 1eines'k.lums an kob!enfautem Gar , udd braucht
hicnu cine weic langoro &it, .IJ reiner W a e r . urn e i d l
dern leinigen gleiche, Volum VOQ diefern Gu xu rrri
Ichlucksn.
9. Sauffur..
-
I 176
3
15 EinJn)
der fhrorncr~~c'cAen
D r v c h amf dCa A&
forktion der Gardrten durch bIiiflqkeiteK
Hr. H e n r y hat kohlenfaures- G a s in verkchiedenen Graden von Verdichtung vom W&er
rbl'orbiren laaen, und dabei gefunden, d a t immer
einerlei Volumen Gas vercchluckt wurde, welches
ailch die Dichtigkeit deaelben r e p mochte. Er'
rchlofs. hieraus, dafs der Raum , den eih Gas im
Waaer einnimmt, im gbraden Verhiltnilj der
Drucks ffehe *). Ich hsbe die Richtigkeit dieter
Behauptuog, vermittellt der oben (in 4) befcchriebenen Vofiichtung , nicht nur am AoAlenJauren
Gas, dem am 1VarkRen verrchluckbaren , mit welchem Hr.Henry gearbeitet hat, fondern auch am
fchwefligftuuren Gns bewiihrt gefunden , welches
eilie beinahe 50 Ma1 harkere Abforption als jenes
etleiclet. Ein M a a t WaJer. das bei 0,73 Meter
(26,967 par. Zoll) BarometerhBhe und doC. (14;" R.)
'l'hermometerfiand das 44fache feines Volu'ms a n
khwefligCaurem Gas abforbirte, nahm ebenfalls dad
&fa.che reinks Volums von diefern Gas in lich auf,
als es nur unter einent barometrifcchen Druck ion
fon 0,3q Met. (13,447 par. Z.) bei derrelben -Tern-
'>
Sol1 wohl heiben, ,,drh die Mango dsr rbforbirtctt
im gerrden Verbilrnifr aer Druckcr Rebe." Ein
griilwrer iuherer Luhdruck driickt ruch ad+m W a r r und
comprimirt die drrin betindlichrn Lufrtbsife, uud To nirnmt
dam rblbrbirte Gas, oblgeich fchwerer am Geniehr , irnmer &ich vie1 Raum ein. Er ilk hier wohl von dem
Raum die Reds, den dam Gar im Warer eianchmed
Wiirde, wenn die &&re Comprellion ploralich ruf dad
U o r n r.
gswbhnliehan Drrtck reducirt niirdr.
Carer
--
c
''77
3
pcrator Itand.
Eben fo vetfchluckte Lavendeliihl bei einem Luftdruck von 0,175 Met. (6,Gp. Z.)
dns I ,g €ache L'einer Volums von koirlenfaurem Gas,
und er abforbirte gewu diefeelbe Menge, als
der Barometerdruck 0,73 Meter (17 2.) betrug.
AehnlichcRefultate gab ciirch Olivenohl mit kohlonfaurem G a s unter verfchiedenen Graden des Lulidruckr. Walirlchcinlich h d e t alfo diefes Gel'etr
iiberhaupt bei allen Fliilligkeiten Statt.
Merkwiirdig i l t es iibrigcns, dali bei den FliifLgkeiten die a t h r b i r t e n Gasniengen Iich wie did
Coo)prefiionen veriiatteii, willwend bei den feften
Kijrpcrn rnit der Verdiinnung des Gafeo die Abforptionen zu wachlen I'cheinen.
-
14.
Gloichreirlge AbJarFrion mchrerer U a m r t m durch
WoJc r .
Die Vl'irkuug dcr Abl'orption ntelirerer Care
zugleich find Lei Fliilligkeitcn denen analog, welche ich bei f d e n KGrpero beobachtet habe. Die
Herren H e n r y , D n I t u n , v o n H u n i b o l d t
u n d G a y - L u f l ' a c *I hat[ctn li,iiou teiiterkt, dalb
WafXer, welches rnit eiaer !;asart Se1cliwan;;ert iR,
eioen Theil derl'elben fairren l a l i t , I'obald cs init
andern Gasarten in Beriihruny kucnrnt. ESwar iutlcl's noch aiisztiniitteln, o b , Dalton's Thcorie ceriialh, zwei abforbirte Gasarten i r i einer rliilli;kcir
wirklich immer dtm naniliclren fiaiim einiiphmt*n,
I '78
1
den Lie cinnehmen wiirden, wend jede einzeln bei
dcm Grade von Dichtigkeit, den fie in der MiEhung hat, abforbirt worden wire. Urn fdr diefe
Hefiimmung hinreichencl genaue Refultate zu erhalten, war ich gensthigt , Menguogen von koblenh a r e m Gas entmeder mit Sauerlloffgas, oder mit
WalTerfioffgas, oder mit Stickgsr , anzuwenden;
deon die drei lctztern Gasarten werden in zu gerioger Menge abforbirt, urn die gegenfeitigeZufammentiehung, die lie erleiden miigen, no& von den
Beobachtunpfehlern unterfcheiden zu kijnoen *.:
P a f f c r iind eirr Cemi/ch aus gleiclior Theilen knh'lenfnurem Gas und WuJerJioJgas.
1ch
brachte 100 Maafs luftleeres WalTer, bei einer Tem,
,
peratur von 1 8 O C., mit 454 Maafs eines Gernifcheo
*) Hr. v. L I u m b o l d t iind G r y - L u l f a c kaben gefundca,
d-li, rlr Lie eio GomiIcb yon Sauerfioffgrs uod WaITerfioffpi
Gber F l u l r n r d r in Recipienten, die mit ebrn dicfem W a c fer gefperrt nrren. fieha licfsen, die Abforpciop der WarrerRoffgder weir grijfscr wnr, d s fie obne die Gegenwvrrt
des SruerRoff$'ei
gewefen fey0 wurde. Ich glaube, d r f r
dicCee auffalleade HeCultnr einer ,l'iltrirung dcs \TaiTerRoffgales durcb dar Spcrrnnffer in die frcie LuTt, und der Befchleuniguy derfelberi durch EliiwirLung des Sducrltoffgn:
o d e r eincr nndrrn ItirLer vcrlchluckbaren G a k s ZULU.
kbreibcu ley. 'Denn nach meiurn Vurlucben nimmt rcin o WalTer in G e f i b e n , dic durtli Querklilber gefpcrrr
liiid, ~ U Iallon 1 ) I i f c h u n p von SauerlioKsfSu und WaiTerItoffgas iinruer sin kleiticrcs ablolutcs Volunien des leutern
in Gch ruf, rls ton rcincrn Waf!hliotfsas, in dem Verbiiltuilrc: des I\aums. welclien das S.iueriioRgas i t i dcm Wa&r
eitiniritrnt. Niclitj delio weuiger ili a naldcbcinlicb, dalj
die beidell Gale lick in ilrror BeriiLrung ein wemig r&m.
rncuaich.
V . S O tijya r c.
c
3
179
Bus gleichen Theilea kohleofaurem
Gar und Waf-
ferftoffgas in Beriihruog. Sie verfchluckten davoa
nicht mehr als 47,s MaaG, und zwac 44 Msrfs
kohlenfaures Ga s, und 3 5 Slsafs WalTerfioffgas.
Vergleicht man auf eben die Art, wie cs obrn (in 7)
fur die Kohle gel'chehn ili, den Raurn, d& die verd
einigten G S I ~ im W'aNer einde'hmen, oiit demjenigeo, d e r ilinen nilcli 1 0 zukGriimt, 1; findet man,
dais die Gegenwart des rinen tides die Abl'orption
des andern begiinfiigt, in lb fern i l l a n auf den relativen Rauut lielit, den jedes derfelben in dem
WaiI'tw ei t i nini 1111.
F y o f l , ~u n d 2i;z Ceniiyclr nus gleichen TheiLen von ko/iLen/clurrtri Gus w r c l Sarrer/ioffgas. ES
oblorlirten 100 MnaC M'dI'er, bei 16' C . , ron 390
Maalsen der angesebncn (;asgemifdies 5a,x ,Maah,
die aus 47,r Maal'sen kolilenl'aurem Gas und 5 Maad
ken SaueiiioEgas beiianrlrn. Auc hhi e r ifi die Verdichtung @her, als bei tlen einzelnen Garen.
W a F c r litid eim C ~ n ? l / c vl o
~ n kohlenfaurem
Gas und Stickgas. Enditch a bbrbi rt e n loo hlaals
\VaC*vr von 357,G Uaalien des mgegebnen Gasged
mil'ches bei obiger Teriiperatur
Maafs, die aus
43.9 Maalien kuhlcnlaurem Gas und 3,3 Maafrea
Stickgas belianden.
Die Reftiltate die&?, VerCuchs fiirnrnen, wie
man liebt, vijllig mit einander iiberein 'j; aher
M
3
*) Bei der Kohle r&ien daa kolilctifiure G.i* (1;- t'rrJichtupe d*s S:ickgdes nicbt zu Lcgunltigen. L)ei dom W d * C
C
180
I
keins derfelbea entfpricht Dalton's Theorie, der
xu Folge das Volum des verfchluckten kohlenfaureo
Gas niir halb fo grors als das Jer abrorbirenden
Kliiigkeit, und auch die abforbirtcm Volumina der
andern Gafe tie1 kleiner hitten feyn Iollen, ah lie
fich aus meinen Beobachtongen ergeben haben.
Wean Sauerfigffgas irnd Wanirkoffgas, die
Git einander in dem VerhdtniK~gendclit worden
wiiren, wie es eur WaEererzeugung ni;thig ift, vermijchten bei ihrer Verdich'tung dprcti eine FliilIigkeit
WaITerru bilden, fo miil'steilire Abforption ins Unb&
fbmmte fortgehn. Durcli heftiges Schiitteln bringt
man aber die Verfchluckung diel'es Gasgemifches
5 dafs
durch WalTer in wenig Miauten zu Stande, l
lie f c h durch ein k h r vie1 liiogeres Schiittelo nicht
vermeliren lacst. In meinen Verfuchen ging fie nie
iiber 5 i Hundertth. des Volunis drr Fliilligkeit hinaur.
AehnIiche Helultate erhiilt wan rnit den g35fiirmigen Bellandtheilen Jes Ammouiaks und'
der Salpetedaure; cfelLIL die Beimil'chung eines Alkali oder einer Sliure ZUIII WalTcr irt
nicht vornliigencl , jmie Verhincluni;r?n zu bewerkfielligeii. Alleiti wir keniitsn nut11 oiclit die \Virkungen, welche eioe E c r i i h r u n ~von rnehreren Monsten oder Jahren zwikhen dicl'cii Gden und der
Flimigkeit 1iervorbringc.n wiirde; unit eben To wefrrn. Doc11 rtibrhte ich ruf dido
Verliltieileiilicit nicht bt.iidizo, iln aller a u f rine G r i f 3 e
P O O I:
Huiiderrhoi!en in !lrr Be1iimiiic:ng der Stickgafer
rriktintmt , die auch in riocm BiobacLtua$ch~er lirgeo
fcbeint er rnclcrr z u
Lorinto.
w.
s.
aig wilTen wir von den Wirkungen atmofphhifcher
Einfliille an der blofien freicn b f t . Vielleicht werden die Verfuche, die ich hieriiber angefanpn habe,
einiges Licht verbreiten. Die liier mirgctheiltrn
Verfuche p e w d e n , dafs die Abrorptionen der Gare
zum Theil v m phyfifchen Eigenfchaften, zum Theil
yon den chemil'chen Verwandtrchaften der fich beriihrenden und in eiaander eindringenden Kiirper
abhangen, und Jars in diefer HinGcht die fefien
Kiirper und die fliiliigen im Allgerneinen den namli&en Gefetzen unterworfen lind.
c
Z U S A T Z .
y r r f a l r r m , urn On/;,
wclche taw fchwach abyorblrt WM-
d e n , mir dein WaJer ZY vrrbindcn.
Da die von mir gcfundenen Griirsen der Abforptionen , welche die Gasarten durch WaITer ep.
leitlen, oft von denen abweichen, welche die HH.
H e n r y und D a l t o n als Hefultate ihrer Verfucha
bekannt gemaclit habed, To glaube ich, die Madsregcln der VorGcht angebcn au m a e n , welche ich
bei dicfen Verruchen genomiaen habe. Die Bcfchreibung der einzelnen Hrndgriffe kann ind~lb
nur diejenigen iorerelliren, welche diere Verluchr
wipdrrholen wollen.
Urn das WaiTer von def Luft zu letreien,
I.
verfuhr ich folgendermaafsen : Eine kleine Flal'cho
wurde inir dPiiillirtem WaiTer gefiillt , offea untev
WaITer in pinem Becken gel'etzt, clas damit angefiillt war, und d3nn alles WaITer wenigfieor 3 Stund r n lnng in lebb.iftern Kochen erhalten. Dab dos
W a r e r feiner Luft fo weit beraubt Ley, a b diefes zu
erreichen ifi'!, zeigte fich clsdurch , d a h wenn ich
wahwnd des Kochcns die Flafche neigte, Gch keine
Luft mehr in ihr anfamaielte. Sie wurde fodann
ganz aufgcfullt , unter Jem kochenden Waflcr niit
eioem &ifernen Stiipl'el verlchloITen, und umgekehrt in QueckGlber gefetzt.
a. Ich fiillce iiber der pneumatifchen Warnerwanne;einc Flafchc iVZ von 250 Kubik Centimetern
Inlialt , mit d-11 zu all'orbirenden G a s , erhielt lie
umgekehrt, Stunde lang, unter den1 W'aITer der
Waiine, damit lie die Tempcratur delrelben Tann e h e , welche uogefiihr die der Atmofphlre fcyn
mufs, und verfchlofs fie dann an der OLnrfl,iche des
WaITers niit einem glal'ernenStZipfe1. Diel'er Stiipfel
muk fo genau eingekhliffrn fryn, dak er kibine
Luft durchlifsr, und hat eino ffuaipfkqtiif~tieC;rlialt,
daaiit er beim Einlktzen in den H a l s das' Gas niclit
cornprimire.' ;Die Gewichte dial'er Flal'che leer und
voll WalIer waren genau befiimnit.
3. AUS einer folchen Flafche lids ich in dem
QuecklilLer- Apparat e t n a den I'echften ThPil deo
") Auch *in I ~ O R unrerhaltenes Rochen fcheint nicbt veratiiRend su leyn. alle Luft aus darn WaKer aurmtr:ibeii.
Dean. weon bei dcm gI.-icli tli belchrrihentlcn Verf.ihren
die kleioea Plrfchcoi i m kochendrn W a l T e r xngcpfropf'i norden wnren. entltrnri durch (lac Zuhmrnenmebn des Walirrr
beim Abkuhlsn in ihnen e i n leerer h u m , d i 4 e r w u r d e d w r ,
wena die Plrrche mehrere Tap 1ang.urn~ekehrr irn Queckfilber peltanclea bat:e. iind icli fie nun unter Querklilber
offnrte, nicht g ~ n zvom QueckGlber ausgefullr. Imnier lib
mrh in dcm geliochten Wa&r eine kleine LuftllaCe. die
aber bald rbbrbirt wurde. Bedeutend grb;rrer war diefe
Luhblale beim Alkobol
0 t h
Aethcr.
0.
8.
I
183
1
Gas in einen mit Queckhlber gef3lten Recipienten
frcigen. Diefe Gasportion wurde dann auf der
Wafl'erwanne in eine mit WalTer gefdlte Flafche N
gebrrcht , deren Abwagung vor und nach der Einfiirung des Cares das Volurn des letztkrn zu erkenDen gab. Dieres Valum vom Inhalt der Flakhe M
abgezogen, gab die Menge des in derliclben zuriickbehaltenen Gafes an.
4. Ich ijffnete n& unter Queckfihx eine umgekelrrte Flal'che voll gekochten Walrers und lie&
von dierern Vl'aIl'er diirch das Quec!;lilber fo vie1
in die l:lal'che 3
' fieigen , bis alles QueckGlbcr J a s
die dritte Operation hinein gehracht liatte, wieder
herausgehnken w3r. Wurcle Piin die FJatcIie Af
a n der Obeiflache des Quecklilbers verl'chloITen und
dann genogen, h er,oab Gcli cias Volum des luftleeren W'aflers in diefer Flaliihe.
5. Das Gas mit dem M'aner wurde darauf 15
Minuten lang ftark gefchiittelt , wobei ich die Flafche M rnit einer Zange hielt , urn jede Erwirmung
tlk-cti die Hand zii verhiiten. Nachher tauchte ich
fie unter das WafTer der Wanoe, urn ihr die onfangiiche Ternperetur wieder zu geben , ijBnete lie
11ir.r in umgekehrtcr L a p , und verfchtors lie wieder unter den) W'alhr.
Nunniehr nahm al(b dat
\Riall;?r den Raum des abrorbirtcn Gas ein, und
der Unterfchied zwil'chcn dem Gcwicllt clcr Flafche
M jetzt und 01s Ce voll W'al'lhr m ~ r ,gab mir dar
Votum Jes abforhirtcn GaTm zu erkcnnen.
,
,
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