close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beobachtungen ber die Fontaine ronde eine periodische Quelle im Jura.

код для вставкиСкачать
533
XN. &obucittwigun
iiber die Fontaine ronde,
e i m pzriodische Quelkr im Jura;
van Hrn. D c i d r a c h e t .
(Aan. Je chirrr. el de phys.
T,X X X I X . p. 434.)
D i e Fonlaine ronde liegt anderthalb I.ieues von Pontarlier, a n der Strsi'se VOD dort nach Lausanne. Uiese
sebr starke Quelle bat eigenllich kcin liassiii, deiin das
W'asser dringt uniniltelbnr aus eineni abschussigcn, mit
grobeii Kies bcdcckten Boden hervor, der 15 Schritt in
Lango und 6 bis 8 Sclirilt in Breite 1Iiik.t.
Aus dem
tiefstlicgeiidcii l h c i l e dieses Bodcns quillt das Wasser
ohiic die geringstc Uiiterbrechung Iiervor, aus dem baebsten 'l'beile desselben aber nur von sechs zii sechs Minuten. Dicse Quelle ist also keine interuiilfirende, sondern iiur eiiie periadtsche, n eil sie periotlisch starker
und schwichcr flieh. Quclleii dicscr Art siiid in) CanZen iiiclit selten, uiid (lie Erscheiauiigen, welche sie darbietcn, liabeii zii allen Zeiten ebcn so sehr die hufiiierksainheit der Wfshegierigen srif sicli geleiiht, als das Bachdciiken der Physiker in Anspruch geiioininen.
Scbon H e r o n von Altxandt-icn gab eine aiinehmlicbe ErklYrung ron der Iiiterinittenz der Quellen, indem
e r aiinalim, es gsbc itn Iniierii der Erde Wasserbehalter, die iiiit nathrlichen Hebern verselien waren. Diese
E r h l h i i i g p f s t iii den mcisten Fiillcn recbt n o h l , uild
hat iiii .4llgcineinen dcn Beifall dcr Plijsikcr erlislten.
Sind die Iiiterinitteiizen von ungleicher Uauer, oder die
- 4 i i . d u clluiigcii
011 vcr~indc~liclit!rHiibc, uiid nicdcrl l d ~ l i sich diese Uiiglcictilieitcii periotliscli und r ~ g d i i i & I+, S O erhliirt liinii ClicCs durcli die hnnalime, d a k aiehrere unsleiche B e h i l ~ c rvorbniitleii seyeii, und jeder seincn bcsondern Heber babe. hllcs d i e k ist moglich, und
534
die Kunst kann wirklicli durch solche Vorrichtungen Shnliche Erscheiuungen \vie die in der Natur hervorbringen.
W i e annehmlich aber auch diese Erklsrung seyn mag,
mufs man doch nicht vergessen, dafs sie niir eine Hypothese ist, und dafs die Natur noch andere Mittel als die
vorausgesetzten haben k a m e , um die Iiitcrinitteuz der
Quellen hernonubringen.
Den Beweis davon hat mir
das aufmerksauie Studiuin der Fontaine ronde geliefert.
Diese Quelle steigt, wie schon gesagt, abwechselnd
etwa drei Minutcn laiig und sinkt d a m , etwa ebcn SO
lang, so dafs ihre Periode ungenihr eine Dauer von seclis
Minuten erhalt. Bei einem melirmaligen Besuche dieses Ortes bemerkte ich aber, dafs das Wasser nicht iinmer gleich
viel abnahm. Gewohnlicb wurde der hiichste Theil des
Kicsbodens dabei ganz entbliilst , zuweilen aber fie1 das
Wasser nicht so tief, so dafs der Kies bedeckt blieb.
Diese Anomalien zeigten in ihrer Wiederkchr keine Regelmzfsigkeit, und es schien mir daher schwierig, sie mit
der periodischen Regelmlikigkeit zu vereinbaren , welche
das Spiel eines oder lnelirerer Hcbcr herbeifuhren niul's.
Sol1 die Intermittenz einer Quelle die Wirkung eiiies Hebers seyn, so mufs nothwendigerweise der Bellalter in
kiirzerer Zeit voin Heber geleert werden, als cr von den
Zufliissen wieder gefullt w i d . Verst;irken sicli die Zufliisse, SO fiillt sich der Behlilter schneller, untl dann bekommt die Intermittenz eine kiirzere, das Austliel'sen darch
den Heber dagegen eine Isngere Dauer. WTenn eiidlich
die Zuflusse eben so viel Wasser in den I3ehAter bringee, a h der Heber aus deinselben fortscliaffen kann; so
erleidet die Wirkung des Hebers keine Unterbrcchung,
und die Quelle wird gleicbfiirmig, statt intermittirend zu
se-yn.
In der Hypotliese, dafs ein Heber vorhanden sey,
mufs also ein vemehrter Zuflufs von Wasser in den Behslter nothwendigerweise die Dauer der Ausflusse vcrmehren, und die der Unterbrechluigeii verringern, ja diese
535
Kohl gar ganz rernichten. Nicinals kann aber nach dies e r Hypothese das Auschwellen und das Abnehmeii zugleich an Uauer verlicren; allein gerade diers habc ich
bci der Fontaine ronde bcobachIct. Ihr Anschwellen
dauert gewiiliiilicli drei Miniiteii, und eben so vie1 Zeit
braucht sie zuiii t\bncliincii. Eines ‘rages heobaclitete ich
aber, dars das r\iiichnelleii nor zwei Miiiulen \\\ahrte, iind
dafs das Abiiehinen cbeiifalls nur dicse Uauer hatle. Die
Ycriodc der Quelle, die, wie gesagt, geniihiilich sechs
Rlinriten daucrt, war also an dicsem ‘rase auf vier Minuten vcrkurzt. Uiese I’eriode von vier Minriten erhielt
sich unversiidert eiiie gaiize Stuiide Iniig, lilihrend welcher irh die Quelle bcobaclitete. Uicre 13cobachtuiig
hat inir auf das Ueberzcugeiidste bewieseii, dafs die periodischen hnsclicvcllungeii der Forilaiiic ronde niclit durch
eioen Heber bewirkt werden. Sie iniissen also eiiie andere Ursaclie haben, uod d i e k ergiebt sich auch aus den
ferucrn Beobachtoiigen.
Wiihrend des h s c h w e l l e n s dicser Quelle nsrnlich
driogt eine g r o k e Menge Gas aus dein Boden, und das
TYasser schcint wegen der vielen Lriftblasen, die sich
aus ihoi entwickeln, iin Siedeii begtiffen. Man kiinute
glauben , dafs diese Gasblasen nur von atmospharischer
Luft hcrruhrten, welche wslirend des niedrigen Wasserstandcs zwisclien den eotbliifsten Kies eingedrungen uiid
im Rloinent des Anschwellens nicht ganz aus den Zwis c h c n r h i i c n vertrieben wordeii wlire, hcrnach aber, wenn
der Kiesboden sanz bedeckt wird, in Blasen aus den
Lj-asser entwiche. Auch kiinnte nian sich hierin durch
Uinstand bcstkkt fuhlen, dafs die Lriftblosen sich
uilgeinein verinehren, ivenii inan uiit einem Stock in dem
~ 0 1 1 1 kvasser bedeckten Boden hct-uinruhrt.
Als ich aber,
U I zu
~
erfnhreii in weit dicse Veriniithung gegriindet sey,
einc gestisse Meiige dieses Gases sainmelte und iiiit Kalkwasscr veritiischtc, wurdc dieses stark getriibt. Uas Gas
war also Kolileiisiiure. Mit keincu genaueren eudiome-
trischen Hiilfsmitteln versehen, vermoclite ich nicht zu
bestimmen, o b das Gas blofs reine Kohlensaure war;
doch iibeneugte ich mich, dafs es kein Wasserstoffgas
beigemischt enthielt, da es sich niclit entziinden liefs.
Es ist also gewifs, dafs das Anschwellen der Quelle
von einer Entwicklung von Kohlensailregas begleitet wird.
Dieses, wie mir scheint, im Innern der Erde entwichelte
Gas gelangt iiur periodisch zu den unterirdischen Kanii]en der Quelle, weil es nur periodisch herausgetrieben
wird, mogcgen die Quelle anhaltend fliefst. In der That
fliefst die Quelle, wahrend ihr Spiegel sinkt, fortwailrend
und selbst sehr reichlich; nllein, so wie sich das Anschwellen einstellt, treten uberall Luftblasen ails den1
Wasser hervor, und selbst aus dem Theil der Quelle,
welcher dcr Sitz des bestandigen Aiisflusses ist. Diese
Beobachtung beweist, dafs die Kohlenslure nicht bestandig in den unterirdischen Kanslen mit den1 Qiiellwasser
vermischt ist, sondern nur periodisch dahin gelangt ; hochst
wahrscheinlich ist daher auch dieses periodische Eindringen des Gases in die unterirdischen Kanale die Ursache
des Anschwellens der Quelle.
Am Fufse des Berges, etwa funfzehn Fufs von der
Quelle, befindet sich eine zum Theil durch Steine verstopfte Oeffnung, durch welche die Quelle im Winter,
110 sie ungemein stark ist, sich ihres iiberschiissigen Wassers entleert, welche aber im ganzen iibrigen Jahre trocken
bleibt. W e n n man das Ohr an diese Oeffiiung hiilt, hiirt
man, so lange das Anscliwellen der Qiielle dauert, ein selir
betrachtlicbes Brudelu; wzhrend des Abiiehinens der Qnelle
ist aber kein Gerausch zu vernehmen. Dieses unterirdische Brudeln riihrt ganz offenbar von einer sehr betrachtlichen Gasentwicklung her. Diefs beweist aufs Ncue,
dafs das Gas, durch welches das Ansch\>eIlen der Quelle
bewirkt wird, nicht ganzlich mit dein Wasser derselhcn
bervorstromt, sondern, dafs ein grofser Theil sich unter
der Erdoberfllche entwickelt , und durch andere Kanlle,
537
sebr wahrscbeidich durch die erwabnte Oeffnuog, entweicht.
Ich ivill mich iiber die Ursache dieser periodischen
Gasentwichlung in keine Hypothese einlassen , und begiiuge mich damit, die Gleichzeiligkeit derselben init dem
periodischen Anschwellen der Quelle nachgewiesen zu
haben.
Es giebt im Jim noch eine andere periodische Quclle,
und zwar beim Uorfe Siam, iin Kanton Champagoole.
Das Anschwellen dieser Quelle dauert 7 Minuten, das
Abnehmen derselben 6 Minuten, ihre Periode also 13 Minuten. Eine Gasentwicklung babe ich bei dieser Quelle
nicht bemerkt.
XX. Ueber ungewdhnliche Regenbiigcn;
.van Hrn. A r a g o .
(Ann. dc clrirn. et de
phys.
T. XXXIX. p . 430.)
A m 5. Juli 1828 hatte Hr. B r e w s t e r Gelegenheit die
beiden gemohnlichen Regenbageu, aber vollstandiger und
in allen Theilen deutlicher als gewohnlich, zu beobachten. Der lufsere Bogen bot einen besondern IJinstaud
dar; an der Aufsenseite desselben befand sich n;imlich
ein sehr deutlicher rother Bogen, welcher wiederum von
einem schvvachen griincn eingelafst wurde. Diefs war ein
:ihulicher secundarer Bogen, wie man hanfig an der Innen
seite des Hanptbogens pahmimmt. Hr. B r e w s t e r halt es
fur niiizlich zu untersuchen, ob die von Hm. Th. Y o un g
aufgestellte Theorie der innern secuodzren Bogen sicli
auf die obigeu aufseren Bagen anwendcn lasse; alleiu
diefs ist schon von Hrn. Y o u n g selbst unternommen
worden.
IIr. B r e w s t e r bemerkt uberdiefs, er babe sich aufs
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
205 Кб
Теги
ber, die, fontaine, jural, ronda, eine, periodische, beobachtungen, quellen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа