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Beobachtungen ber die Oxydation des Phosphors.

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Einwurf seine Bedeutung zu nehmen, braucht man aber
nur zti bedenken, dafs inan a m ehem IGlogramm Quecksilber hinlanglich Ziindkrauti fur 40,000 Schiisse, also
aus 100 Kilogrammen fiir vier Millionen Schiisse verfertigen kann, mas hinreicht, unr cine Armee von 100,000
Mann damit anszurusten. Es mird daher ein Leichtes
seyn, sich zii gelegencn Zeitcn mit eincr fur den Bedarf
der Armee hinlanglichen Massc Qneclisilber zrr versehen;
und uberdieb weifs man ails Erfahrung, dafs Fraukreich,
selbst whhrcnd der letzten Coiitiiientalsperre, riiemals
Mangel an Qiieclrsilber geliltcu hat. Im Fall dcr Notli
kiinnte man auch endlich, oliiic, elwas an dein Mcchanismus des Gcivehrsclilosses zu siidcrn, auf kurzc Zeit chlorsaures Kali untl selbst knallsaurcs Silbcr aiwenden.
XV. Beobachturigen iibir die Oryrlation des
Phosphors; uori Hrri. T h o m a s C; raliarn.
(Quart. Journ. of Science,
N. S.No. 11. p . 83.
Im Auszugc.)
t J e b e r die langsaine Verbrennung des Phosphors bei
niederen Temperaturcii sind uns gegenwsrlig iiichrere sonderbare 'L'hatsachen b e h i n t , nanientlicb folgende:
.1) Uuter dein gewiihnlichen Drucli der Atinosphiire
und bei einer Temperatiir unter (i.1" F. erscheint im reinen
Sauerstoffgase der Phosphor bei 'l'ngeslicht nicht init dein
gewiihnlichen weifsen Damp€ umgebeii, unrl iin Finsleru
ist er nicht leochtcnd; nucli wird dabei kcin Saiierstoffgas absorbirt,
2 ) Dchnt inan aber dns Sauerstoffgas ails, iiideui
man es eiuciii urn 2 his 3 %. verminderlcn Druck ausselzt, so tritt eine langsauic Verbrennnog des Phosphors eiu.
3 ) Auch unter dem gcwuhnlichen Druck der Afuio-
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sphiire wird der Phosphor im Sauerstoffgas Ieuchtend,
sobald inan dieses mit gewissen Gnsen, als Wasserstoffgas , Stickgas, Stickstoffoxydulgas , Kolilens~uregas,Kohlenoxpdgas 11. s. w. in den erfordcrlichcn VerhZltnissen
verinischt. Oeshalb lcuchtct er auch in gtiiieiner Luft.
4) hndere Gase dagcgen crhiiheli die TVirliung des
Saiierstoffs auf den Phosphor niclit; dicfs ist dcr Fall
mit de:n ijlbildendcn Gase und dem Stickgnse, welches
durch cineu Teig voii Sciinefcl uiid Eisen aus atinosph&
rischer L:ift crhalten wird.
Ute crstc und dritte Thatsachc sind lange bekannt;
die zwcite urrlc von Hrn. I3 e 1 I n 11 i nufgefunden, und
die vicrtc schcint Hr. 'I'lic'nnrtl zucrst bcobaclitct zii
haben, dcr in scinem Daite' de c h h k diesen Gegcn-.
stand ausfiihrlicli behandelt.
Dicscn Erfalirungef~ hat der Vcrfasser durcli seine
Versiiche die folgcnden hinzugefugt. ZunHchst hat cr gefunden, dnCs die langsame Vcrbrciinung des Phosphors
in Sauerstoffgas schon durch Zusatz schr pcringer Mengcn
gewisscr Gasc gcliindert wird, naincntlich, dafs sic bei
6G" F. in folgeudcn Gcmengen durcliaus nicht stattfindct.
1 Voliunen ijlbildcnden Gascs uiid 450 Vol. Luft
1
SchwefclSllier-Dampf 150
1
Naphtha-Dompf
- 1820
1
Ter~~entliiniil-l)ampf- 4.144
Feuchte Luft, der niir T& ihres VoIuincns iilbildenden Gases beigemengt worden war, erlitt in einer oft iiber
70" P. steigentlen Tcmperatur durch 24stiindige Beruhrung mit Phosphor keine Volumensverringerung. Ein
Stuck Phosphor, das init etwas Wasser und mit 213 K. Z.
Luft, die
olbildendes Gas enthiclt, drei Monate lang
in Beriihrung blieb , worde niemals leuchtend , obgleich
es sic4 mit einer weilsen Kruste iibcrzog und das Wasser sauerlich wurde.
Die Wirkuug des Aetherdainpfs zeigt sich in einer
auffallendcn Wcise, menn man cin wcnig voii ihm zu
+
377
ferlchten Phosphor briogt, der sich in einer Quartflasche
befiiidet und dieselbe mit seinein leuchtenden Dampf er&lit hat; nach ~~-cnigen
Sccuriden ist aller Rauch verschwunden, und , wenn die Flasche versclilosse~~
bleibt,
erscheint er iiicht eher, als bis, nach einigen Tagen, der
in EssigsZurc verwandelt ist.
In Luft von 65'' F. hijrt das Lcuchten des Phosphors auf, weiiii inan ihin 4 Procent Chlorgas odcr 20
Procent Sch,vefel\~asserstoff~as
zusetzt. Auch der Ilampf
cines starken TVciugeistcs hat bei 80" F. diese W-irkang;
&er die 1):impfe voii Campher, Schwefcl, Jod, BenzoGsaure, lrohlcusaurem Ammonial~,Jodkohlenstoff sind bei
67O F. o h m T;71iirlinng. In dein Hals eiuer Flasche, die
starke SalzsZarc crltlliilt, schciilt dcr I%osphor leuchtellder zii weiden. Salpeter und salpelrige Skire schwiichen
dagegen das Lcuchtcn inerlrlicli; Steinlrohlcngas uiid der
Damp€ des Oels, das sic11 ails comprhnirtein Oelgas absetzt, hindern die Oxydation des Phosphors.
Selbst in hiiheren Teinperaturen schutzen die genannten Gase den Phosphor vor der Oxydation. In Luft,
die ein gleiclics Voluirien an iilbildendem Gase enth8lt,
kanii der Phojplior gcschmolzen und lange Zeit in der
Temperatiir von 212" F. erhaltcn werden, oline daCs er
eine VerYnderung erlcidet. In cinein Gcmcnge voli 3
Voluinen Luft und 2 Vol. Actherdainpf wird der Phosphor erst bei 215" F. schwacli und vorubergehend leuchtend im Dunlieln; der schwaclie aufilackcrnde Schiniiner
verschwindet bei 210° F. wieder ganzlich, urid kann durch
Steigern urid Senken der Teinperatiir innerhalb dieser
Grgnzen beliebig hervorgebracht und vernichtet werden.
Bei 240° F. findet dagegen eine ziemlich lebhafte Verbrennring statt.
Ein schwaches Leuchten des Phosphors im Finstem
zeigt sich in einem Geinenge von
1 Vol. Luft und 1 Vol. iilbiid. Gases zuerst bei 200" P.
3 - 2
Aelherdampf
- - 215
-
-
378
111VoI.Luft mid 1VoI. Naphthadampf zuerst bei 170" F.
116 - - - 1 - Teqxnthiniildampf
- 1SG
Den Einfhfs des barometrischen Drucks auf diese
Erscheinungen zeigt foIgende Tafel ; sie giebt an, wie vie1
iilbildendes Gas der Luft, bei verscliiedenem Druck, und
be? der Temperatur 70" F. hinzugesetzt werden Iraiin,
dainit der Phosphor iioch leuchtend bleibe.
-
Oelbildend. Gas.lllaroinetr. Druck. JOelbildend. Gas.] Darornetr. Drock.
?f
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1
77s
I
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1,4 engl. Zoll
23
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570
p,3
&,-
12,l engl. 8011
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16,5
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Tb i i
25,5
26,4
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2970
1
1-D-O-
379
das verpuffende Geinisch von Sauer- und Wasserstoff fiir
den elektrisclien Fonken unentziindlich machen, eine Thatsache, die zuerst von Sir H u l n p h r y D a v y (Essay ou
Flame) *) beobachtet, und spXer vom Dr. H e n r y (.Phil.
Ili-arzstrct. 1824) und dem I)r. T u r n e r (Edinb. Phi2.
Journ. Yol. X I . ) bcstiitigt wordcn isl. Das iilbildende
Gas wirkt hiebci am krzftigsten, denn schon bei halbem
Volulnen gegen das Knallgemisch inncht es dieses uncntziindlich, d. h. schiitzt es das Wasserstoffgas gegcn
die Oxydation.
XVI.
N
o
t i z c n.
1 ) ..4tome1igervichl des LzI'lhium.7. Au f dringendes
Begebren von 13 e r in a 11n in Jloscau (dies. Ann. Bd. 91.
S. 480.) habc ich die Analj-sc des Eitliions wiederholt,
und dabei den Sauerstoffgehalt desselben zu 55,15 Proc.
gefunden. Es geht daraus hervor, dafs A r f v e d s o n 11
Procent Sauerstoff zu wenig bekommen hat, und dafs
das htoinengewicht des Lithiums S1,32 betragt, also das
kleinste von allen ist. (Brielliche Nachicht von Berz c 1i ii 8. )
2 ) Schrvefeclsiliciirrn. S e f s t r ii m hat gcfunden, dafs
die Kieselerdc sich in seinein Gebl&sofen (diese Annal.
Ud. 91. S. 612.) im Kolilentiegel durch Schwefelwasserstoffgas zu Schwefelsilicium reduciren lafst. Letzteres
veriliegt, und wo es verbrennt, erzeugt es das besondere
Sublimat von Kieselerde, welches man unter andern ails
den Hohiifen erhzlt. Diese Thatsache wird Vieles zur
ErklSrung einer Menge vorher unbegreiflicher Erscheinuugen beitragen. (Briefliche Nacliricht von B e r z e li u s.)
3 ) Meteorstein iii Rufsland. In Krasno - Ugol, einein Dorfe des Grafen O s t e r i n a n n - T o l s t o y , im Gouvernement Rasan, ist, wie iiiir Hr. Prof. K u p f f e r meldet,
*)
Dies. hnnal. Bd. 56. S . 171.; Iiichcr geliijrcn auch die bltern
Reobaclrtungcn dcr HII. A. V. H u m b u l d t und G a y - L u s s a c ,
Bd. 20. S. 156.
P.
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