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Beobachtungen ber die Temperatur der Vegetabilien und einige damit verwandte Gegenstnde.

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V.
Beolnchiungen u'ber die Ternperatur tier Peg@
tnlilr'en und einigcr damit vcrwnndte Cegen$%n&;
vom Prof: G,Sc /i iiB t e r in Tubingen
verfcliiedene Naturforrcher fchrieben den Genachfen
eiiie ilinen eigentliiimliche W s r m e ZU, welclie fie ruf
lilinliche Art, wie liiiliere Tliiere, entwickeln und WOdiircli lie a u f einer gcwiKeii mittlern Ternperatur p u
beliarren irn Standc Ceyn lbllen; die Beobachtitngen
von H u n t e r (Pliilosopli. transact. 1778. p. 1 11. 7),
S c h o e p f (Naturforfclier
23. p. I ) , Salami
(AiinalcsdeCliimie Toni.40. p. 113), H e r m b s t a e d t
(Magaz. natiirforlcliender Freuilde zii Berlin Tom. I.
P. 3 16) iind S 1 e V 0 6 t ( Hermbstaedt's Arcliiv der
Agriculturcheniie Tom. 111, p. 4 6 ) fcliienen dafiir x u
l'p r c clie n.
D i e W a r m e Elitwicklungen walirend der Aufbliiliene einzelner Pflaiizen Gild durcli die Beobaclitungen von L a in a r c k (Encylopddie rne'tfiodiq. Art. Aron
d'Italic), H i i b c r t (Bory d. St. Vincent Voyag. d. 1.
qeatre principal. iles d. rners d'Afrique T. 11. p. 661,
i i i i d anderer vorziiglicfi u11 Arum -Art en angeltellten
Bcobaclitiingen aiisser Zweifel gefctzt ; weniger ifi diefcs i n Bezieliuna anf die Tempcratiir Jer Fall, welche
die Vegctabilien i i i i gcwGhiilic1ien Zufiande dir e6
st.
-
*) Da diefe intereraante DilTertation, wie eS fclieint. nicht rllgemcin belrannt geworden iff, To wird er dem Vcriaffer und den
Lcfern nicht unrngenehm f'eyn, fie hicr nqchrnalr rbgedruckt
zutindeu.
P.
[
582 J
-
&,
Wochsthums zeigen.
S a 1 o m defTen Beobachtungcn nicht felten dafiir nls BeleSe angefiihrt werden,
wollte i n den Umgebiingen vun Paris Befunden haben,
dare Bailme irnrner eine gewifle mittlere Temperatur
befitzen, d a b ilire Teniperatiir immer halier fey, 01s
die der umgebenden Luft 1'0 h u g e die Temperatur
der L u f t nocli niclit 14 Grade R. erreicllt hat, d a k Gcll
aber die Temperatiir der h u m e tinter die Temperatiir der Luft erniedrige, h b a l d Gch die Temperotur
Zwar niaclite fclion
der Luft iiber 15 Grade erliiilie.
Nail oiif das Uiigeniigeiide uiid walirl'cheinlicli Felilerhafte diefer Beobaclitiingcn ( i n den Ailrialen der
Wetterauifcfien Gel'ellfcliaft Tom. I. p. 37 ) nufmerkCam; ee felilen jedocli in neiiern Scliriften uber PflanzeapliyGologie iiber diel'es Verllrltnife nailere Beobaclitungen, vielrnelir werden von einzelnen ScliriftCtellern die Beobaclitungen von SalomA aufs Neue als
Belege f u r diefe lidliere Ternperatiir der Gewiiclife angefiihrt *).
,
-
Diefe Verfcliiedenheit der Meinungen veranlafste
une, fchon feit einiger Zeit Beobaclitungen iiber diere
VerlidltniKe- anziifiellen.
Es wurden ZLI dierern
Zwecke in die Stamme von Laub- u n d Nadel-Holzr
arten correfpondireiide Thermometer eingefetzt, deren
Kiigeh lis i n dae Centrum der Baurne reichten, das
Gleiclie gefcllall ziir Vergleicliung i n einern zinbelebten Baumftamrne; die Thermometer wurden auf
der nbrdliclien Seite der Baume To eiligefetzt und Ieit-
-
0)
Sieho Gruodldirea dcr allgemcinen Chernie in Anwcndang
auf dar Forltwrf*a, won F. s t r a u h, Prof. an der K. ForRIrhranhlt Z Y Afcbaffenburg. Erlurt uod Gotha 1824. P.,ZI-J.
c
583
I
wnrte. gefchiitzt, dal'e fie L'elbR rilcht van der S o l ~ n s
brlclrirneii werden
Jalirs
- iiiid
koit1itt.n
iind 211 verl'cliiedensn
Tagszeiten hi Vergleicltiirig mit der Tern-
p r a t i i r drr Hiil'serii ],lift heobnclitet.
1i i era i is To Is e nde I\ c 1.1 i 1t PI H :
Es r r p b c n ficlr
Die USurne hl.lit.mi MorSeiis hei Sonncnaufp t ~ gbei lieiterein Himiiit-1 immer e i i i e Iiijliere Ternpcratur ale die iiinSchcrt(Icii Liiftl'cliicliten hlittass
I)
,
iiiid i i i deli ~ a c l i i i i i t l J S s I i i i i i d e nwalireild der grcl'sern
W h n e dea TaSs diigeSeii cine gcriiisere. Es zejgte
lich diere Verfchicdci~lieit niclit niir iiri Sonimer, wo
el tvii die h r k c r e Ausdiinfiitiig der Blstter wdireiid
drr Mittagjlii tze eiiie yr6here Teniperatiir - Ernicdrigifrts v e r ~ r i I . ~ I l > ikaitiite,
i
fondern lie -zeiy: Gcli anch
uiitteii in1 Wiiiter a i l vdlig eniblgtterteri B;lurneii,
deren Ternperatur ficli l'elbfi unter den Eispunkt erniedrigt lintte.
2) Die Teniperatur des Iiinern der Biiiime weiclit
Morgens nnd Mittags von der Ternperaliir der um;ebenden Luft defio ntelir a b , je dicker die Baume find,
itnd j e mehr die Tliernionieter tiefer in der Ndle dee
Erdreiclia i n die Biturne eingefetzt wcrden. Bei Bnum u n von 6 - 8 zoll DiirclimeITer betrYgt die Temperatur-verl'chieden~leit~y.w8finliclinccr I - 2 Grade R.;
bci Llritiiiien von 2 S c h u h DtirclinieKer fieigt die Verl'cliiedciifieit der Ternpcritiir a n eirizelrren Tngen 81lf
5 , (i 7 Grade. D i e Vcrfcliiedenlieit der Teniperat i i r der Luft uiid des Innern der U ~ i t n i oifi inimer defio grijl'ser j e fcliiieller iind SriiCser die Verriiderungeii tler 'reniperatiir der Atrnol'plinrc G i i c l ; fie liiid cialirr Sew6liiilicli a i i i grijl'sten n i i Iieitcren T a g e n , a11
~ a l c l i e a die tiitjliclieri 'rerirperatiir 'Vert%iiderungen
,
-
,
-
h 6u4 3
in anferem Clima niclit felten yon Sonnenanfgang bie
Nachrnittage 2 Ulir 10, 1 2 bis 15 Reaurniir betragen 9
:
D i e tttgliclien Extreme der W i i r m e und Kalto errei&en die Bailme Rewvblinlich nicht, weil Gcll die Tcmperatur der Sidsern Luft iiitr langfam i n clas Innere
der Bj8ume, als unvollkominener Warmeleiter fortpflanzen kann iind die Temperatur der freieii Luft
gewijlinlich iiiir kurz r u f den Extremen der t~glicl~eiz
Ternperatur Itellen bleibt. J e lailger die Tcmperatar
dcr Atmofplidre gleiclifijrmig bleibt je melrr ridiect
ficlr die Temperatur der Bdunie der Luft felbfi, beide
befitzen jedocli niir felten eine vollig gleiclie Temperatur, itidem die Ten1,peratur der freieii Luft getV6llnlicli Vormittags anlialtend im Steigen iind Nacliniittags u n d Naclits irn Fallen begriffen ill, fo d a b nur
an 2 Zeitpuiikteii des Tags, Vor- und Nashmittags, die
Temperaturen der Luft iind der Brume \virklich gleicli
feyn k6nnen.
Wird das Mittel vieler Morgens und Mittagg fiber
die Tempcratur eiites Baiims angefiellter Beobaditmp
gen genommen, To kommt diefes mit d i m der urns+
benden Liift fail ganz iiberein die Verlcliiedeiilreiten
betragen in den einzeliien Monoten gewiilinliclr nur
,
,
,
.)Im April des Jahres 182s betrugen im botanifchcn Garten zn
Tubingeo ( w o diefe Beobachmgen , mit Ausnahme weniger
cintelnen , rngcftcllt wurdcn) irn Mittel die tzglichen Vcrindcrungrn dcr Tcmpcratur an heitcrn Tsgcn 12.4 Grade R.$
die grtirste trgliche Veranderung war 15 Grade; an trtlben Tagen war dir mittlcre tigliche Verinderung 7,7 Grade j im Mai
drr Jahrer 1 8 2 j war die grtifste trgliche Veranderunp an heitern Tagtn 1 6 4 Grade; im April 1806 beirag fio 15,s
Gradr R.
c
585 3
o , I - o , ~ Grade bald mehr bald weniger AbiveicIinngen) die felir leiclrt zufVllig voii den verfcliiedenen
Beobachtungszeiten abliangen ko'nnen.
3) Bstiime verfchiedener A r t zeigcn in Bezieliiing
auf ilire Temperatur nur anbedeutende und vielleicllt
gdr keine Verfcliiedenheiten, wenn anders die Stamnie, deren Temperatiir man be~baclitet gleiclie Stark e bcfitzen, die Tlierniometer 6leiclr tief und gleich
liocli iiber der E r d e i n die Stamme eingefetzt werden
iind fie vijllig yleicli gegen Sonne u n d W i i i d e gefcliiitzt find (Bedingiiii~en,welche freiliclr fchwer
V o l l h i i d i S zii erfiillen hiid) ; aiicli abgefiorhene Sturn.nie zeigen i n diefer fiezieliiing niir unbedeutende Verfcliiedeiilieiten, wclclie ficli alle ails cler verfcliiedenen
~ , e i l i i i i g s f ~ l r i ~ k eder
i t verl'cliiedeiien Holzarten uiid
a119 der voii der &do ficli miitlieilenden Wiirrne erklgreii laffen, iiiden: Iicli diere deli Baumen gleichfalls,
je nacli dem melir odcr weiiiser lebliaften Auffieigen
d e r Srfte, i n etwas verl'cliiedenem Verli31tnilTe nritzutlieilen fcliciiit.
4) Die Temperatur, bis zu welcher fcIi die Warme im Iiinern der BSume oline Noclitlieil erniedrigen
kann, ifi oft I'elir Ledeutorid ; bei der ~ingew6IinlicIr
laiise aridauerdeii Wiiiterkrlte des Jaiiuars dielks Johre9 1826%wobei Iicli die Temperatiir 3 Woclien laiig
felbfi 1MitIa69 riiclrt melir iiber den Eispiinkt erli6lrte,
blicb ilircli die Teiiiperiltiir i m Iiinern der Raiime anhallend linter deiii Eispuiikte; fie eriiiedigte fich in
iliiien niclit I'clteii bis 5,7 u n d 8 Grade; a n cinisen
der klltesteii T P g e , bei eiiier Temperatnr dcr umge13 bis
is0 R., erniedrigte Ee
benden Liift voii
f i d r i n der RIitte der Baume lclbft bi3
12 u n d
,
-
-
-
[ % I
- n.
140
linter den Eispunkt, oline dafs dadurch die
BYurne den g e r i n ~ f i e nScliaden gelitten Iiatteii; diere
Temperatur Beobaclitungeii wurdeii in einer Ulme
ritld Rotlitaiine ariaeltellt in den Urngebun~enderIelben waren verfcliiedene andere Baurn- und Straucliarten derrelben K d t e aiisgeretzt ; aufser verlchiedenen
WaldbSiirnen, verfcliiedciie Akazien Stein
und
Kernobfiarten, Wcitireben etc. *), oline data diefe
Scliaden gelittell 115tten, obglc;cli onzunelinien ifi, dafs
ficli iJtr Innerrc bei dielhr laiige aridailernden K d i e bis
auf diefelbe Terripcratur erriicdrigt h a l t e , indem fie
aiif gle;clie Art den W i n d e i i iiiid alleti E i i i f l i i h der
Wittcrung ausgefetzt waren. Dic Luft w a r iibrigens
-
,
,
-
*) Von oerfchiedeacn rnehr gegen K i l t s rrnpfindlichen auslindlfchen Baum und Straitcharten ertrugeii diefe Kaltc. ohne drfs
lie in Stroh ciiigebunden waren: Morua nigra I.,
albr L. iind
papyrifera L., Rhus Cotinlit, plnbrtim ttnd Copailinurn, W.
Gleditschh triacrnthos und Ilorrltla W.,Hydrangea a r b o r o .
ccns L., Colistea rrbarrsceni L., Amygdalus conimunir iind
persica , Hamamelis rirginicr L., Koehlreuterla paniculata L.,
Gymnocladus canadensir L., Elreegtius angustifolia , Dierrilh
hurnilis Perr., Salix babylonica , Phil:ide!phus grandiftorus W.,
Sophora japonfca L , Ailanthit glniidtilora Dcsf. Ginhgo biloba L.. Dirca palurtris L.
In Stroh eingcbunden ertrugca
diafe KPlte lm Frcicn : Laurug nenxoin L., Corchorua japoiiiCUE L., Ccrclt canadensis L. und Siliquastrurn L., Carnothiis
~inericanusL., bIenirpermurn canadeiise L., Bignonia Catatpa L., Amorpha fruticosa L., Hydravgca qucrclfolir flartr.
betcrophylla H., Cels. und niver Llich., lrea virgitiiana L.,
Diospyros tirginiana L., Atalia spinorr L.
Unter Bedeckung rnlt BlYttern und Stroh rrfrorcn dagepta
bir auf den Bodm: Pliormium t m a x Forst., Vitex agnlrr castua L., Coriaris myrtifolir L., fchlugen jsdoch iidcirlier wiedel
aus den Wurzelo aus.
-
-
[ 587
J
wahrend dierer Kalte trocken, e9 lag n u r wenig Schnee
iind die KnIte war iiacll iind nacli anf dicfen Grad Sefiiegen oltne rnit NdTe u n d Tliauwetter wiederliolt zu
'wecldeln welclies fiir die Ve ~e t a bi lien vorziiglich
naclitl~eiligzu reyn Tcheint.
Da s Innere der BYume
ift bei dieren griil'sern Kaltegraden wirklicli gefroren,
wie m a n Gcli leiclit durc h Anl'clineideii und Abhauen
d e r B m m e wtihrend firenger Wi nte rkhlte iiberzeugen kaiin.
5) I n den Sommermonaten erliiilit Gch die Temperatur der BYurne umgekelirt liaiifig iiber 15 bis 16
Grade R., fie fi'teigt dcr Temperatiir J e r Atinofphre
eiitl'preclieiid wenn gleicli langlhmer als diere; a n
heirsen Sominertagen bei eincr Teniperntur der Atmorpllare voii 22- z/e Graden erhiiht h e Gch i n Br umen
yon 6 Zoll DurchmeITer iiicht felten felbfi im Iniiern
derfelben auf 2 0 - - 9 j Grade; i n dickern BYumeii erliiilit Ee Gcli verli~ltnifsmrfsig weniger ; jedoch fteigt
i n Btiumen von z Scliuhen Durchmefler die Temperatur aii heifsen Sommertagen dee Nachniittags felbfi
i n L d c r m Clima liier und da bis 18Grade.
6) Es gel'cliieht nicht felten, d a b i n kalten Wintern iiltere dickere U k m c von 1-14 u n d n Scliulien
Dicke durcli K d t e zerlpringen, w h e n d diinnere, yon ,
.e i n i ~ e i Zollen
i
DiirchrneITer niclit dadurch Ieiden, ob
Gcli gleicli die Tenlperatlir des Starnines i n den letztern
nacli iinl'erii Beobachtungen i n weit hiiherem Grade .
erniedrigt, ale i n d e n erfiern. D i e UrCaclie des leichtern Zerfpringens der dickern Sttimme berulit niclit
fowohl auf eineni geringern Temperatursrade, lbiidern
auf der bedentenderen Volui~iens-VergriiGerui~~,
welclie eiiie gr6i'sere gefrierende MalTe in V e r g l e i c h ~ u ~ g
,
-
,
,
c
588 I
mit eiiier kleinern dureh die KryRallifation dee W a f l'ere erlaidet, xiocli kommt dazu, dali Bltore Btrlinle
li311fig i n ilirem halbfaulen M a r k e eine griil'sere MenSe wafsriger Fettchtigkeit enthaiten, wodurclt beim Gefrieren aucli au9 Jiefem G r u n d e leiclitet ein ZerfpringCn erfolgeii m d s . Bei manchen der bei une wildwaclil'enden BXutiie (Linden, W e i d e n etc.) u n d felbfi
bci Obfibaumcn hat diefes Zerfpringen oft keine wefeniliclien Naclitlieile; ifi der Baiirn Ibnfi Aocli gelillid
iind erfolgte es niclit diircli FeucIiligkeit w e l c h fich
in faulem Marke nnfanimelte, lo waclifen Ge oft wieder zii fain rncn.
7 Das Erfrieren der fciiiern Pflanzentlieile und
vieler ill l'iidlic1it-n Gegendcn oinlieimifclien Pflanzen
erfolgt aiif etwas ondere Art. Bei diefen bemerkt man
inimer zucrfi eiii Erfrieren der feinfien Zweige; M b f i
bei vielen unrercr iiilandifclien Btiume, bei Eichen,
Biiclieii, El'clien bemerkt niaii diefes bei Friitilingsfrofi; am leiclitelten lciden die jiingffen, erfi vor Kiirzem aiis den Knospen getretenen Zweige, B h t t e r iind
Bliitlien fie l'clieinen
doppeltem Griinde weniger
Kslte ertrogen zu k8nnen; fio entlidten verhaItiiil'+
nisfsig nielir wltfsrige Tlicile, wdirend ilire Gefrrse
zugleicli nocli feiner Gnd, wodiirch fie dem ZerfprinSen diwch Aiisdcllnuiig des ficli i n i h n e n i n dcr Kalte
kryrtalliheiider~ WalTers weit weniger \viderfiellen
kbnnen. Im Herbfie find dagegen viele unl'erer Pflanzen weit weniser empfindlicli gegen den Frofi, a13 im
Friililinge; ilire feiiilien Ziveige entlialfcn i n diefer
Jalireszeit verlitiltiiifsnidfsig weniger \vrfsrige Tlieile,
w l d i h r e Gefufse find fclion nielir verliolzt.
i n liidlichen Gegenden einhcimifclle Pflanzen Icllei-
,
,a
-
I 589 1
nen irnmcr in diefem fiir die Krlte empfindlicIieii 211ltnride zii bleibeii, i n wclcliem Gch iinlbre Uiiiime jm
erfieii Fruliliiige beGnden, aiicli bei ilinen findct jedoc11 die Veelchiedeiiiieit Stntt, d a b die mit lederartigen niehr trockeiien Bllttern verl'eliencn Gnttliiigcn
weit weiiiger clls andere gegen die Kdto enipfiiidIicli find. Dee vortlieilliafte Eiliflufs des E i n b i ~ ~ d e n a
vieler P h l z C n niit Stroll LIieiiit litiifi,o \veiii;er i n
dem Abliolten grofser K A ~ c g r a d eZ I I bcriilien iiidem
,
diiiiiie Umliiilliingen von Stroll nncli iiiifcri1 Deobaclitungeii Iiiiclifiens Ternperntiir Verfc~iieclciilicitciiv o n
eiiiigcn Crnden veraiilallcii kijiiiicil, foiidern vielrnelir
in den1 Scliiitze 6ege11 deli lclliicllen Tl'cchfel zwifclicii Ktllte ~ i n dWiirnre; fclroii eiiie tliinne Hiille
von Stroll iTt vollig Iiiiireiclieiirl, dic i i i cler Kdte
wirklicli gefrorciien erliarrtcii Zwcige g e ~ e i idie 1111mittelbare Eiiiwirkiiiig der Soniienfirnlileii uiid da-1
diircli gcgen fclinelle Eewtirniiiiig zii Iclriitzcii, wrlchee nach allen Erfalieungen YOI'Zii&ll
L'chdlicli fiir
organifclie Kiirper ill.
-
Die Vegetabilien fuclieii nacli dicfen neobaclitiingcii zwae eiiie getviITe miltlcre Teniperatiir bciziibelialted, die jedocli iiiclit als Folge eiuer Iich i i i ilirenl
Iii n e r i i e 11t \v i ck el ii den W ii r ii i e a I 1 6 e l'e I ie 11 H'e r cl c n
kann, lotidern die Iicli vollkoninlen diircli die klilvchte W l r r n ~ ~ e i t i i n g s h l i i 6 k c der
i t vegetnbilirclien Farcr11
n n d des Hohcs eeklsrt wod.ircli die Temperaiiir del.,
umgebenrlen Luftfcliichten ntir laiigrarn in das Iniiere
der Pflnnzen eiiidringcn kann ; ilire Befefiigilng ii1
dem Erdreiclie felbli, delTell Ternperatiir fclioll i l l
,
c
590 1
geringer Tiefe niir wenigen Verandertingen unter.worfen ifi, mufs gleichfalls dazu beitragen, i h n e n ein e melir gleiciifiirmige, der mittlern T e m p e r a t u r , in
welclicr fio fielien, ficli nielir naliernde, W a r m e zu
erlialten.
W i r theilen liier z u m ScliliilTe, zum T h e i l als
Belege des vorIier Erwuhntcn, vergleichende Beobachtungen iiber die Te mpe ra tur einer Ulme und der urngebeiiden Luft mi t, welclie i m Verlaiife eines Jalires
wrlireiid d e r verlchiedenen Entwicklungsperioden der
Vegetation iiberliaiipt aiigefiellt wiirden. D i e Ulme
h an d i m Scliatten iiiid Iiatte 1 7 paris. 2011 Umfang,
d m Tliernionieter war 8 Scliulie iiber der Erde i n fie
befeftigt, To daCs die Iich etwa VOII der Erde mittlieilende W r r m e nur weiiig Iricraiif einwirkcn koiinte.
Uin die Ternperatur -VerlidtnilTe zii fiiiden, bei
wclclien vorziiglicli Jae Ausbreclien der Blstter und
Bliithen verf'clriedencr Pflaiizen, das Reifen der Friichte u n d die gclidrige Aiisbildiing verfchiedener Produkte der Vegetation iiberliaiipt erfolgt welches vorziiglicli von de r Temperatiir a b l i h g t , welche Jiingere
'Leit liindiircli a uf die Vegetabilien eingewirkt hat,
Itellten wir diere fiir verrcliiedeiie Entwicklungsperioden nocli i l l einigeii bel'oiid~riiColoniien zurarnrnen.
D i e letzte Colonne e i i t l i a l t nJlrer Jic mittlere W s r m e ,
welclie voni 5 1 . Mxrz a11 aiif die Vesetation eiiigewirkt
l i a t t e , wir erliicltoi fie drircll ilivifion der Zalil der
,
Beobaclitiingeii in die Srrmnie d e r W3rmegrade. Es
ergiebt fich P I I S de r V e r ~ l ~ i c l i i diefcr
i n ~ Ref'idtate, dafs
die S;tmma der Wsrnicgrade iibcrliaiipt, ,welclie, von
eincni gewinen Zcitpiinkte dcs Friililings a n , auf die
Vcgetabilien eingcwirkt h a t , uud die hieraus abgelei-
l 59' 1
tete niittlere- Temperatiir eiiieii beffern Vergleicliiingspiinkt abgiebt als wenii Iiierzii blol'y die initilere
Teniperitiir de r zuiixclili voralisgelleiiden 5 Toge 68w-;lilt w i r d , obgleicli d:& n i i f das eigcritliclie Entfnltei! d e r Bhtter u i i d Bliitlieii Qirler Pflmzen vorzilglicli v o n Einflufs fiiid. Wir wdilteii zu die!eii Uereclinungen fiber die' mitllern Teniperatiirver~i6ltiiilTe die tuglicli bci Sori ri e n~ii fg~ng
i i i i d Nacliniittogs
2 Ulir angertellten l3eobaclitiiiigeri, iitdeiii diel'e riclitis e r e nefultate gebeii a h wenn aucli die wYlireiid dar
Naclit angeltelltori Deoboclltiiiigeii d a z u gereclinet werclcii, wodurcli ma n eiiie zu geringe niittlere Temperatiw crlidt.
W e r d e n a i i f filiiiliclie Art die Tcmperatiir VerIialtiiiITe verrcliiedeiier Jalire vergliclien To ergeben
f i c l ~tiacli den Ikit'4 Jnliren Iiieriibrr ini botaiiiKclien
Garten zu Tiibingen aiigefiellteii Bcobaclitiriigen fiir
d i e E I it \v i ckl lings I f i L fe n dar ve r I'c I I i e d e t i en P fla n z e n
felir rlinliclia Reftdtate.
Die Eiit wicklunsen d e r
eiiizelnen Pflanzen kehren j3lirlicli i i i iiliiiliclirr Ordniiiig wieder, fie erfolgen friilicr oder l'pater, je iiacliden1 die fiir die eiiizelneii Pfluizen geeignete mittlere
Ternperatiir friilier oder Crater eiiitritt, iind fie folgen
,
,
,
-
-
i n den eiiizeliieii Jalireii l'cliilellrr orifeinander, je
iiaclidrm die Ternperatiir bei dcr gelisrigen Feuchtigkeit nielir oder weiiiger fclirirll ziririirimt. Bei iirige\v 51L nli c11 \v a rrner Fr ii 1il.i ngs w i I1r r i iI iy er fol s t d a her
do3 Aiisbrecheii cler BlaIter iiiid Bllitlien vieler l'flanm i i fan gleiclizcilig, welclre Gcli Ioiifi bei langfarner
&;gender W!irnie iiiir iiecli iirid nacli entwickeln.
112s melir oder weniger I'chncllc, gleiclif6rmige oder
iiielir mit UnterbrecliiinSen erfolgende, Zunelinicn
-
I 592 3
der mittlern Temperatnr yon der krtltern zu d e r warm e r n Jalireezeit lcheint fiir verlcliiedene PRonzen
liiclit gleicligfiltig ZLL feyn; manclie gedeihen beITer
nndere bei einer fclinellcr licigenbei einer Ja~~gTnm,
den W a r m e , viele erfordern vorziiglich zu ilirer geliijrigeii Aiisbildung eine lich einigc Zeit melir gleiclibleibeijch Warme. D i e Scliwierigkeit in der Culttir
manclier Pflanzcn Tclle;Ilt vorziiglicli in diefen Ver113ltniITen zii Lcriilien, die Gcli i n den ~erl'cliiedenen
SeoSrapliifclien Breitcn fo mnncl~fallig abundera,
diircli KunTr aber niir fcliwer hi deiifelben Abfiiifiillgen ZLI erreiclien find.
(Die bcifolgeiide Tale1 enthali die eintelnen Beobachtungen.)
TI. Seobachtungen uber die Temperatur dea H e nfclien
und,einigerTfiiere; von N r n . J o h n U a v y *).
-
U n b e l e b t e Kiirper von- kleinein Vol umen. nelrmen
nach kiirzer Zeit die Temperatiir der fie iimgebcnden
AtmoTpliPre on. Die Mehndil d e r lebenden WeCen
dagegen befitzt, iniierlialb gewirer Grxnzen, das Vermiigen, diefem AustauCclle von W t i r m e zu widerfiehen. Eine MolTe Blei, E i h , AMarmor 11. f, w., v o n
den1 Volumen eines Metifclien, kommt in weiiig
Stunden auf dic T e m p e n t u r der tiufseren Ldt;
&s Blur des S e e f a h e r s erliebt dae Thermometer fofl
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ber, damir, die, der, temperature, vegetabilien, verwandte, einigen, beobachtungen, gegenstnde, und
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