close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beobachtungen ber die Temperatur im Innern der Erde angestellt auf verschiedenen Bergwerken im Preussischen Staate.

код для вставкиСкачать
ANNALEN
DER PHYSIK UND CHERIE.
JAHRGANG 1831, A C H T E S STrTCK.
I. Beobachtungcn iiber die Temperatur im Innern tier Erde, angesteI/t rruf cerschitdenen
Bergwerken irn PreuJsischen Stante.
(Mitgetheilt oom lirn. Ober-Bcrghauptrnann G e r hard.)
Ruf Veranlassung des Hrn. A l e x a n d e r v. H u m b o l d t
sind seit 1825 in mehreren Ber,werken des Yreufsischen
Staates Beobachtuogen tiber die Temperatur der inneren
Erdschichten angestellt worden. Hauptzweck derselben
aollte es scyn, zii priifeo, ob jeder Punkt im Innern der
Erde eioe bestandip Temperatur habe, und ob und in
welchem VerhllLnisse dieselbc mit der Tiefe zunehme.
Zur Errcichung dieses Zweckes siod in den Bergwerkcn
an solchen Punktcn, wo es trocken ist und kein Luftzug hindringt, Bohrli)cher in das feste Gesteine geschlagen, und iu diese Thermometer, welche mit schlechten
Whneleitern umgebeo waren, versenkt worden, und
zwar SO, daCs ihre Skalen daraus hervorragten.
In widfern die Ortlichen Verhaltnisse der Gruben
die husfiihrung dieser Beobachtungen erlaubt haben, und
welche Resultate damit erlangt worden sind, ergiebt sich
ailg der folgenden Darstellung.
Aonrl. d.Physik.B. 98. St.4. J. 18.31.St.8.
32
498
Im Oberschlesischen Bergamts-Bezirke wurden die
Beobachtungen theils auf der Fn'edrichsgnrbe bei Tarnowz'tz, wo eine Bleienlage gebaut wird, die unter Dolomit liegt , theils auf mehreren Steinkohlengruben angestellt.
1) Auf der Friedrichsgrube wurden die Beobachtungen in dem Schachte R a b e des Trockenberger Revicres
angestellt, wo der Dolomit bis za Tage ausgeht. In 5
Lachter (32 Pariser Furs) Tiefe unter der Oberflhbe
wurde ein Einbruch in dew StoCs des Schachtes gemacht,
in demselben ein Bohrloch senkrecht niedergeschlagen,
darin das Thermometer aufgestellt und mit trocknem Sande
umgeben, die Miindung mit Letten verschmiert, vor d e u
Einbruch ein Brett eingepoht und in den Fugen lnit Letteu verstrichen.
Dennoch zeigten .die ersten Beobacbtuogen, d d s das
Thermometer den Einfliisseo der Atmosphlre noch sehr
ausgesetzt sey, und um diese mehr zu entfernen, wurde
in dem Scbachte unter dem Einbruche eioe wetterdichte,
gut verlettete BUhoe geschlagen, eine zweite, 4 Lachtcr
unter der Hiingebank, wurde bu zu dieser mit Erde bedeckt; nur das Fahrloch blieb darin offeo, and wurde
mit einer doppelten mit Stroh gefiitterten ThUre verschlossen.
Die Beobachtungen fingeu am 1. Septemb. 1828 an,
nach Schlagung der netterdichten BUhoen ain 1. Uecemb.
1828, und wurden bis zum 15. Nov. 1829 fortgesetzt
und mooadich zwei Ma1 angestellt.
Das Mittel aus 24 Beobachtuogen ist
6O,26 R.
Uer h&chrte Stand war am 1. Decemb. 1828 60,7
Der tielste Stand war am 1. April 1829
50,7
Die gr6Eete Differenz
10
Bei der ersten Aufstellaog am 1. Sept. 1828 zeigte
das Thermometer S0,1 R., mitbia eine bedeutend hghere
Tempentar rls spaterhii wo der Einaule der Lufttemperatur entfernt worden war.
499
Das &ere
Thermometer wurde auf dieser Gmbe
in einem Ueberbruch in der untern~Rabeschacht durchgehenden Strecke, 40 Lachter vom Schachte entfernt, aufgestellt. Aus dem Ueberbruch ist ein Ort aufgehauen,
welcher keinc andere Verbindung hat; in diesem wurde
das Thermometer auf dieselbe Weise wie in dem Schachte
aufgestellt, und der Ort noch durch eine Wetterthiire geschlossen.
Die Beobachtungen wurden liier gleichzeitig mit dem
ersten Thermometer von dem Ober-Einfahrer v. C a r n a l l angestellt, uud von dem Bergrath T h i i r n a g e l controlirt.
Das untere Thermometer zeigte, wtihrend 30maliger
Beobachtung, ohne alle Verluderuiig 6O,6 R.
2) Auf der Steinkohlcogrube Charlotte bei Czerru2.z
wurde das obere Thermometer in dem Annnschacht, 7 Lachter uoler der Oberflache, in festem saudigeo Schieferthon
eben so aufgestellt, wie daejenige im Rabeschacht der Friedrichsgrube. In einer geringeren Tiefe unter der Obera c h e war es 'nicht ln6glich das Thermometer aufzustellen, weil alle Scbtichte dieser Grube, des aufgeschwemmten
Gebirges wegen, auf 8 bis 10 Lachter Tiefe von Tage
nieder in ganzer Schrotzilnmerung stehen. Der Grubenbau erlaubte es nicht, Biihneh in dem hnnaschacht anzubringen, um den Luftzug in einem gr6heren M a o t e
von dem Thermometer abzuhalten.
Die Beobachtungeo wurden vom 1. Sept. 1828 bie
znm 30. Aug. 1829 taglich angestellt.
Der Durchschnitt derselben gab
6 O , 3 1 R.
Der h6chste Stand war am 22. Aug. 1829
8O,6
Der tiefste Stand war am 30. Jan. 1829
40,l
Die gr6Jste Differenz daber
40,5
Die groten Schwankungen der Temperatur in einer
Tiefe von 7 Lachter unter d e i Erdoherflache sind Folge
von dem nicht ganz gebinderten Zutritte der tiufseren Luft
zu dem Thermometer. Der Gang desselben war tibrigens
38
*
5 0
sehr regelmgfsig, indem dasselbe vom 1. Sept. 1828 bis
zum 30. Jan. 1829 beinahe continuirlich abnahm, und
bis zum 22. h i g . 1629 eben so wieder stieg. Dasselbe
staud Tom 15. Jan. bis zum 2. April 1829 unter 5O.
Das untere Thermouieter wiirde in der Strecke aufgestellt, welcbe von detn Maschinenschachte aus auf dem
Streicben des Flbtzes 15 Lachter lang getrieben ist, und
hier durch eine scliwebende Wetterstrecke mit den oberen Bauen in Verbindung steht. In der schwebenden
Wetterstrecke wurde eine gute Wetterthiire angebracht,
um den Luftzug zu mildern. Die Anbriogong des Tberlnouieters in eiuern Einbruche in fester Steiiikolile war
der auf der Friedrichsgrube ganz gleich; der Aufslellungsyunkt liegt 50 Lachter unter der Erdoberfliiche, die HZugebaiik des Mascbinenschochtes liegt in gleicbem Niveau
mit der des Annaschachtes. Beide Schechte sind our wenige Lachter vou einander entfernt.
Das untere Thermometer wnrde eben so oft beobachtet als das obere, von dew Geschwornen D e g e n h a r d t
und dcm Steiger B o e s c b e l . Dcr Durchscbuitt der tiiglichen Beobachtungen eines Jahree ist 8O,f34 R.
Uer bachste Stand war am 1. Septemb. 1828
30. October 1828
R,
30. Janaar 18'5
22. April
1829
Der tiefste Stand war am 25. Augast 1829 S0,1
GrbCste Differenz
10
Der Gang dieses Thermometers war, in Vergleich
zii dem des oberen, im hbchsten Grade nnregeimalsig, indem das Maximum der Temperatur wihrend eines Zeitraumes von S Monaten vier Ma1 eintrat, nod zwar auch
zu einer Zeit, wo das obere Thermometer das Minimum
der Ternperatur angab. Diese Schwankungen hbnnen our
der Einwirkung des Luftzuges zugeschrieben werden, der
nicht ghzlich von dam Thermometer abgehalten werden
konnte, und der nach aehr localen nnd oicht genau an-
1
501
gegebenen Umsllnden sich ver5uderte. Die Scbwankuugen sind indcsseil SO klein, d a t sie wohl von keinem
wesentlichen Einflusse auf das Durchschnitts-Resultat seyu
kiinnen.
3) Auf der Steinkohlengrohe Amaliens Wu~uclrbei
Bielschowik, welclie mit den Bauen der HenricfCcngrid~e
durchschliigig ist, wurde ein Therinonieter 4 4 Lachter
unter der Oberflache in Steinkohle aufgestellt, und zwar
in einer schwebenden Strecke, welche durch cine streicliendc Strecke mit einer 5 4 Lachter tiefen Fiirderduchel
in Verbiudung steht. Die schwebende Strecke ist vou
der streichenden an auf 10 Lachter L h g e schuid in dem
Fliltze getrieben, welches weiter nsch dem Ausgeheuclen
abgebaut und schou seit mehreren Jahren zu Brucbe geworfeu ist. Der Wetterweclisel wurde durch eine dichte
Wetterthiir in der schwebenden Strecke g:inzlich abgeschnitten , und oberbalb derselben das Thermometer in
der festen Kolile auf die gewiihnliclie Art aufgegtellt.
Die Beobachtuii,gen wurden anfznglich taglichr spster aber vier Ma1 monatlich angestellt, und vom 1. MZn
1829 bis 28. Febr. 1830 fortgesetzt. Bei der Berechnung
des Darchschnittes sind jedoch aus den ersten Monaten
nur die entsyrechenden vier Beobachtuugeu, wie aus deu
spiiteren, zu Grunde gelegt worden.
Der Durchschnitt ergiebt
6O,39 R.
Dcr hilchste Stand war vom 1. bis 29.Man 1830 7",1
Der tiefste Stand war am 14. und 21. Mai 1930 5O,85
Die grbfste Differenz daher
10,23
Wahrend 4; Monate im Sommer 1830 stand das
Thermometer unverandert auf 6O,1.
Es ist auffallend, d a k die Telnperatur in einer so
geringen Tiefe unter der. Erdoberflache einen 'so iiberaus
verschiedenen Gang von der Sufsereii Lufltelnperatur beobachtet hat, welche letztere daher nur einen sehr indirecten
Einflufs darauf aufsern konnte. Die Temperatur in 4;
Lachter Teufe nahm niimlich vom 1. Man bis 21. Mai
502
1830 ziemlich scbnell zu, stieg dann om 0",25 R. und
blieb so 43. Monate constant: vom 12. October 1830 bis
zum 5. Jan. 1831 stieg sie langsam um 0°,75 R., und
erbielt sich wahrend des Januars und Februars 1831 aof
6O,85 R.
Diese Erscheinung lafst sich theils dadurch erklzren,
dals in der kglteren Jabreszeit die warmen Grubenwetter
durch die scbwebende Strecke und das abgebaiite Feld
auszuziehen suchten, und dodurch den Thermometerstand
etwas erhiihten, wsbrend sie in der wFYrmeren Jahreszeit
einen andern W e g verfolgten, theils dadurcb, d a t die
Wirkung der Lufttemperatrir eich nur langsam und ungleiclifirrinig bis zu dieser Tiefe in die Erde erstreckte.
Im ersteren Falle mufste man eigentlicb 6",1 R. als die
wabre Temperatur der Erde in dieser Tiefe betrachten,
im anderen dagegen wiirde der Durcbschnitt von 6O,39 R.
der Wahrheit naher kommen.
An einem tieferen Punkte derselben Grube wurden
keine Temperatrirbeobacbtungen gemacht; dagegen wurde
auf dem etwa eiue halbe Meile n6rdlich gelegenen Huuptschliissel-Slollen, bei Zabrze, im Felde der KoniginLuiic-Grube, in einer Tiefe von 23; Lachter, ein l'hermometer in der nordiistlichen Grundstrecke auf dem 70201ligcn Flirtze, welche nur 9 Lachter vow Stollen aus aafgefabren ist, aufgestellt, und sowohl der kleine Einbruch
geh6rig verblendet, als auch der starke Luftzug im Stollen durch eine Wetterlhlire ganzlich abgescbnitteo.
Die Temperatur war Pvghrend eines ganzen Jahres,
vom 1. M B 1830
~ bis zum SchluCs Februar 1831, nach
ttiglicben Beobacbtungen, unverlndert 7 O , 8 7 R., so dals
also hier der Einfluls der Luft giinzlicb abgeschnitten war.
4) In dem Cathahenschcht der BrandenburgSteinkohhgrube, bei Ruda, wurde ein Thermometer
5 Lachter unter der Erdoberfkcbe in Kohlensandstein mit
denselben Vodchtsmafsregeln aufgeetellt, welche bei dem
503
Thermometer im Rabeschacht der Friedrichsgrnbe angewendet worden waren.
Die Beobachtungen wurden im Mln und April 1830
tlglich, von da an bis zum 2 8 Febr. 1931 monatlich
vier Ma1 gemaclit. Bei der Berechnung des Durchschuitts
ist nur eine gleiche Anzabl von Beobachtungen in den
erstrn Monaten beriicksichtigt worden.
Der Durchschnitt ist
6O,69 R
Der h6chste Stand war am 17. August 1830 S0,25
Der tiefste Staud war am 2., 19., 20., 24.,
29., 30., 31. Man und 2,3., 16. April
1830
5O,25
Die grlrtte Differenz betragt daher
30
Die Schwankungen waren also sehr be Wicbtlicb, und
der Gang der Temperatur wesentlich von deinjenigen verschieden, welcher sich auf der Amaliens - Wunsch- Grube
so deutlich ZII erkennen gab; indem hier iin Catharinascliacbt die Temperatur im Steigen und Fallen Aehulichkeit mit der Butercn Lufttemperatur zeigt. Aufserdem
mag die warme Grubenluft auf diese Temperatur eingewirkt haben, denn wenn man sic mit denen des Rabe-,
Anna. Scbachtes und der Amaliens- Wunsch- Grube vergleicht, so findet wan, dafs sie um 0",3 bis 0°,4 R. zu
hoch seyn mag.
Das untere Thermometer ist in dcr siidiistlichen Grundstrecke S4G Lacker von dem Cathariiienschachte und 38%
Lacbter voo einem mit den oberen Baiieu in Verbindung
stehenden Ueberbruch, in der lnehrbeschriebenen Art in
fester Kohle aufgestellt, und durch eine Wetterthiire ganzlich von dem kuftzuge getrennt worden.
Die Beobachtuugen wurden wie bei dem oberen
Thermometer vom 1. M a n 1830 bis 28. Febr. 1831 angestellt ; der Durchschnitt derselben ergiebt eioe Temperatur von S0,11 R.
604
O0,5 R.
Die grblste Differenz war daher
Bei dieser geringen Differenz war der Gang des Thermometers iibcraus uuregelinlifsig und schwailkend, uud
konn nur von kleinen Eiiiwirkungen des Lufizuges hergeleitet werden, die keincr Controle zu unterwerfen waren. Der Durchsclinilt scheint bei diesem Gange des Thermometers wobl Vertrauen zu verdienen.
5 ) In dem Jnuerschen Bergamts-Bezirke wurden die
Beobacbtungen aul der iiefsten daselbst in Betrieb stehenden Grube, der Kupfergrube Newr L4dler, zti Rudelsiadt , angestel It.
Die Aufstellungspunkte, welche zuerst gewilhlt worden waren, hatten mehrere Mengel, so dals die Rcsultate der cisten Beobachtungsreihe vom 1. Sept. 1828 bis
2. Sept. 1829 nicht als geniigend angeseben werden kbnuen. Wahrend der Monatc Fcbruar, Man, April 1R29
kouote nicht beobachtet werden, da der untere Aufstelluugspunkt ersoffeii war. Beide Thermometer waren mit
Flanell umwickelt worden und so in tiefe Bohrlbcber eingeseokt, welcbe mit einem Kork . rerbcblossen und Nit
Letten verstrichen wurden. Zum Beobachlen wurden die
Thennometer vermittelst einer Schnur aus den Bohrlbchern gehoben.
Anfsoglich wnrde das obere Thermometer in detn
FrOhlicher Anblick -Tageschacht in 3 Lachter Tiefe unter
505
der Erdoberfltrche uod 27 Lachter fiber dem Stollen au&
gestellt, wo wlhrend des Sominers die Wetter einziehen,
wgbcnd des Wintcrs aber ausziehen. In der oben angegebeneu Zeit wurden zwanzig Beobachtungeu gcmacht.
Der Durcbschoitt ergiebt 7",66 1\.
Der hbchste Staud war am 27. Juni 1829
9O,69R.
4. Aug.
50,94R
Der tiefste Stand war am 5. Mai 1529
Die grbfste Differenz
30,75.
Die I)urchschnitts-Temperatur ist wold betrkhtlich
zu hoch, was aus der Eiuwirkung des Wetterwechsels
auf das Thermometer zu crlilliren ist.
Das unicre 'I'heru~oineter war gleicbzcitig iu dem
40 Lachter-Orte, 36; Lachter unter dein Stollen und
63$ Lachter uuter dem oberen 'hxmolncter aufgestcllt.
I)er Durchschuitt der zwaiizig Bcobachtungeu ergiebt
}
7O,08 K.
I
Der hochste Stand war am 1. uud 19. Scpt. 1828 70,5 R,
27. Juni 1829
6O ,25
Uer tiefste Stand am 13. Jan. 1829
1°,25.
Mithiu die grbbte Differenz
Die Einwirkuiig des Luftzuges ist aucb bier bei einer noch ziemlich belrichtlichen Schwankung nicht zu
lllugnen.
Das Resultat dieser beiden Beobachtungen wiirde
seyn, dafs die Temperatur in der Tiefe abniinmt, indem
dieselbe 3 Lachter uuter Tage 0°,54 R. hiiher gewesen
ist, a h in eiucr Tiefe vou 66; Lachter unter Tage.
Hierauf wurden die Thermometer an andern Punkten aufgestellt, und zwar das obere in demselben Tageschachte Frbhlicher Anblick, aber in 9 4 Lachter Tide
unter Tage und 20 Lachter 4 Achtel 3,3 Zoll iiber dem
Stollen. Beobachtet wiirde dasselbe voin 11. Nov. 1829
bis 13. Jan. 1831, mit AusschluCs der Zeit vom 10 Dec.
1829 bis 22. April 1830, in welclier der Aiifstelluugs-
506
punkt dce unteren Thermometers ersoffen war, m a n zig Mal.
Der Durchschnitt dieeer Beobachtungen ergiebt 6 O , W
Re'aumur.
Mit Ausschlufs der ersten Beobacbtuogen, wo das
Thermometer 7": zeigte, bat dasselbe nur zwischen 7 O ;
und 6"; geachwankt, und ist daher ziemlich constaut geWO643L
Dieser Stand von 7 O 4 war am 26. Sept. 1830.
Der tiefste Stand am 22. April, 25. Mai 1830, wo
es 6 O 4 zeigte.
Diese Beobachtuogen beweisen deutlicb, dafs die ereten im Friihlicher- Anblick -Schachte uur 3 Lachter uuter Tagc eioe zu hohe Temperatur ergebeu habeu, indem
dieselbe 0°,754 R. haher war, als in einer 6 4 Lacliter
gr8leren Tiefe.
Wenu man auch nicht anoebmen wollte, dafs die
Temperatur von 6,906 fiir eine Tiefe von 9; Lacliter
Unter Tage zu boch sey, so kano man dieselbe doch
nicht fiir die der Erdoberflgche gelten lassen.
Das &ere Thennometer wurde in dem 33 LachterOrte der Neuen Adlergrube, uud 31 Lachter 7 Achtel
0,2 Zoll, mithin 52 Lachter 3 Achtel 3,5 Zoll, uoter dem
oberen Thermometer, und etwa 60 Lachter sablig davon
entferut, aufgestellt , und wahrend der angegebenen Zeit
zwanzig Ma1 beobacbtet ; die Durcbschoitta-Temperatur
ergiebt sich zu 7O,469 R.
Der hikhste Stand von 8 O zeigte sich nur allein bei
der ersten Beobachtung, sonst hat desselbe bei elf Beobachtungen 7"; gezeigt, nnd am niedrigsten 70$ an demselben Tap gmtaodeo, wo aueh das obere Thermometer
den tiefsten Stand zeigte. Dieser letztere Umstand machte
beinabe auf eine gleichzeitige Einwirkung der Bufseren
Luft a d beide Thermometer d l i e h lamen. Obgleich
bei der tweitea Beobacbtuopreihe das untere Thennometer 4 4 Lachter hub- stand, ale bei der ersteo, 80
507
ergiebt doch der Durchschnitt fiir jene einen 00,369 R
bbheren Stand.
Die Beobachtungen sind von dem Bergamts-Director
v. R o h r und dem Ober-Eiufahrer F i i r s t e r angestellt
worden.
6) In dem Wettiner Bergamts-Bezirke sind die Beobachtungen auf dem Liibejiiner Steinkoblen Reviere, grbfstentheils auf dem HoJJnqschnchle, gemacht worden.
Das obere Thennoineter hat vom Sept. 1828 bis 30.
Juni 1830 in 3: Lachter Tiefe des Hoffnungschachtes
nicht im festen Gestein, sonderu in Bruchstein-Mauerung
gestanden, und ist dabei dern Einflusse des Luftzuges sehr
iinterworfen geweseo. Die Beobachtuogen sind wiicbentlich angestellt worden. Bis Scbluls 1829 bat das Tbermometer zwischen loo und 1 l 0 R. geschwankt, und uur
im Dec. 1929 einlnal go+ gezeigt.
Vom 6. Jan. bis 30. Juni 1930 sind 29 Beobachtungen von dem Gescbwornen €1o f f m a n n gemacht worden.
Der Durchschoitt derselben ist 9 O R.
Der h6chste Stand war am 17., 24. und 30.
Juni 1930
lo"+ R.
Der tiefste Stand war am 20. Febr. 1830
6 OT
Die grbfste Differenz daber
30 4.
Der ungcwbhnlich tiefe Stand im Februar war eine
Folge, dafs die friscben Wetter in den Hoffuungscliacht
einfielen, miihrend sonst die Grubenwetter gewbhnlich
daraus auszicheo.
Da die Verhaltnisse es offenbar nicht gestatteten, an
diesem Punkte ein bestimmtes Resultat zu erlangen , so
wurde dieses Thermometer nach dem benachbarten Go&
h:&hachle versctzt, und dort in 8: Lachter Tiefe unter Tage im Kohlengebirge aufgestellt, und VOUI 3. Juli
bis 30. Dec. 1830 fiinfundzwanzig Mal beobachtet.
Die Durcbscbuitts-Temperatur ist hier zu 8 O , 6 R.
gefunden worden.
Der hfichte Stand war am 3. und 10.Juli 1830 go+ R
508
Der tiefste Stand war am 21. und 30. Dec. 1830 7 O R.
Die grsfste Differenz daher
P,75
Dieses Resultat kaoo noch kein bestimmtes Resultat
gewlhren, da es sehr wahrscheinlich ist, dafs der Durchschnitt des ersten halben Jahres geringer ausgefallen seyu
wlirde.
Das &ere Thermometer, auf der Sohle des HOWnungschachtes in 70 Lachter Tiefe unter der Erdoberflgche aufgestellt, ist vom Scyt. l8!28 bis 30. Ucc. 1Y30,
also 29 Jabr larig wacheotlich, beobacluet wordeo, rind
hat in dieser ganzen Zeit unverhdert auf 1 l 0 R. gestanden.
7) In dem il2mfeZdiSchen Bergamts-Bezirke sind
die Iieobachtuogen auf dem Schafreihier Heviere des
Kupfcrschiefer- Bergbaucs angestellt worden.
Das obere Therinoiiieter wurde in dem Schachle T
in 5 Lacbter T i d e unter der ErdoberflHclie in saudigcm
Lebm aiifgestellt, uud vom 14. Aug. 1029 bis ztim 31.
Dec. lS30 unter Aufsicht des Schichtmeisters P lii IUi c k e
73 Ma1 bcobachtet.
Die Durchschnitts- Temperatur betragt 7O,67 R.
Der hachste Stand war am 4.) 11.) und 15.
8O,16 H.
September und 2 October 1829
70,35
Der tiefste Stand am 5. Februar 1830
O0,8
Die grbfste Differem betragt daher
So geriog diese Schwankungen auch seyn magell, so
ist doch die gefundene mittlere Temperatur wahnicbeiulich durch die aus dem Scbachte T ausziehenden Grubenwetter erhOhet, und deren Wirkung nur so compeusirt, dafs die GleichfOrmigkeit dadurch wenig unterbrocheu wuide.
Das &ere Thermometer ist in dem Querschlage von
dem blinden 2'-Schachte nach der dritten Gezeugstrecke
in feuchtem Rothliegenden 53: Lachter unter dem oberen aufgestellt, und gleichzeitig mit demselben beobach-
509
tet worden. Der Durchschnitt der Beobachtungen ist
7O,85 R.
I)er hfichste Stand am 21. Aug. 1829
25. Sept.
9. Juli 1930
8O,16 R.
25. Sept.
9. iirid 16. Oct.
7o,i6
Der fiefste Stand am 15. Febr. 1830
10
Die grifrste Differenz daher
Die Schwankungen sind daber hier am unteren Thermometer um etwas griffser, als am obereo, und der Gang
beider ziemlich iibereinstiinmcnd, was nur allein der Wirkuug des Lultzuges, und bei dem unteren Thermometer
auch dem zutretendeu Wasser zugeschrieben werdeu kann.
huffallend ist es immer, dafs die grfifste Temperatur an
beiden Aulstellungspunkten gleich gewesen , und am unteren after beobachtet ist, die niedrigstc dagegen an dem
unteren Punkte noch geringer gewesen ist, als an dem
oberen.
8 ) In dem Miirkischen Bergamts- Bezirke wurden
diese Beobachtungen auf der Steiokohleogrube Trappe,
u f e r n Wetter an der R d r , angestellt.
Das obere Thermometer wurde in dem Gifpelschachte
in 4; Lachter Tiefe, in eioen kleineu Einbruch in Schieferthou und ein 9 2011 tiefen, 1 Furs vom Schachtstofse entfernten Bohrloch eingelassen, mit Bohrmehl von
demselben Gestein umgeben und der Einbruch mit einer
gut schliefsendeii l'hure vcrwahrt.
Voln 27. Febr. bis 29. Dec. 1829 sind 21 Beobachtungeu durch den Steiger D i e k e r h of gemacht worden;
der Durchschnitt derselben ergiebt 8O,082.
Der Slaud war, mit Ausnahuie der ersten Beobachtung, welche nur 7",725 ergab, 8 O , 1 durchaus constant.
V O 12.
~ Jan. bis zum 30. Dec. 1830 sind dnrch
den Geschwornen J a k' o b und Obersteiger L in d 35 Beobachtugen angestellt worden; Jer Durchschnitt ergiebt 8 O .
1
510
Die Schwankuogen waren nur zwischen &",I und
Den ersteren Stand zeigte dss Thermometer wPhrend Jaouar, Februar, MZn, August, vom 13. October
bis 24. November, am 18. und 28. Dec.; den lelzteren
bei deo iibrigen Beobachtuogen.
7O,85.
Die Schwaokuogen der ersten Beobacbtuogsreihe siod
0°,375 R.
Die Scbwaukungen dcr zweiten Beobachtuogsreihe siud
0",25
Deonoch ist das Resultat betr&htlich zu hoch, m d
ist die mittlere Lufttcmperatur jeoer Gegeud gewifs um
mebr als 1°,5 R. niedriger als die gefundeoe. Der Grund
dieser Erscheinung liaun theils in den warmen aus dem
Goepelschachte ausziehendeo Grubenweltern liegen, theils
aber auch in dem Umstande, dab vor drei Jahren die
Pfeiler dea 5 Furs slarkeo Trapper-Kohleofl6t&s um den
G6pelschacbt abgebaut worden siod, wodorch die festen
gegen 40 Lachter mzcbtigen dariiber liegeoden Saudsteinbsoke zu Bmche giogen und starke Reibungen erzeugten, die wold jetzt noch nicht gant auf@ht haben
magen.
Das W e r e Thermometer d o in dem Querscblage
in der- Trapper tiefeo Erbetolleosoble nach St. Peter etwa
370 Lachter von dem GOpelschachte sablig entfernt, und
!%
Lachter
I+
uoter dem oberen AufsteIlunppunkt, io sandigem Schieferthone, in eioer ganz gleichen Weise wie
im Giipelschachte angebracht.
Die Beobachtuogszeiten waren dieselben wie bei dem
oberen. Der Durchschnitt der ersten Reihe debt 8",36 R.
Mit Ausschlufs des Novembers und Decembers 182!#,wo
die Temperatur nut 8O,15 war, zeigte dch dieselbe constant 8 O , 4 R., mitbi die grlrbte Differenz nur Oo,25.
Der D~sdmbmt
* t der zweitan Bmbachtangsreihe giebt
S0,03 R.
611
I
Stand war am 12. U. 21. Jan. 1830
19. Apr.
vom 14.Mai bis z. 16.Spt.
S0,15R.
8. Octob.
8. u. 29. Nov.
7. Decemb.
Der tiefste Stand war am 6. Mai U. 29. Spt. 1830 70,65
0",5
Mithin die griibte Differenz
4%uffallcndist es, dafs dcr gewiihnlicbe Stand der
ersten Beobachtungsreihe das Maximuin in der zweiten
um 00,25 iibertrifft, und das uberbiupt die Temperatur
in der letzteren Zeit sich urn 0°,31 R. gegen die in der
ersten vermindert hat.
Die Temperatur des oberen uod unteren Beobachtungspunktes in der letzten Zeit wcicbt our sebr wenig
von einander ab, und es mbchte bieraus zu schliefsen
s e p , dals die Luft, welche einen sehr laogen W e g in
der Grube zii durchlaufen hat, und dadurcb zur Aonabme
einer gleicbfiirmigen Tcmperatur gezwuogen worden ist,
vielen Einflufs auf die Thermometer ausgeiibt babe.
Die durchschnilllicbe Telqperatur des oberen Pnnktes ergiebt sich aus beiden Beobachtungsreihen zu S0,041
RBaumur, des unteren zu 8",19 H.
9 ) In dem Essen-Wedenschen Bergamts-Bezirke
wurde die Steinkohlengrube Sdlzer und Neue Ack, 4 Meile
westlicb von Essen gelegen, zu diesen Beobachtungen gewahlt.
Das obere Thermometer wurde in dem Josinaacbachte,
4 4 Lachter unter der Oberflicbe, in eioem kleinen Orte,
und 2 Furs von der Seiteoflache des Scbachtes aufgestellt.
Die zu beobacbtenden Grade ragen aus der Soble bervor, und wird daber das Tbermometer bei der Beobachtun6 nicbt beriihrt. Der Aufstellungspunkt liegt in aufgescbwemmtem Sandgebirge, weil das feste Steinkoblengebir6e erst 7 b i 8 Lacbter tiefer angetroffen wird. DaDer
512
ber ist auch dieses Thermometer dem Einflnsse der Sufseren Temperatur sehr ausgesetzt gewesen.
Die Beobachtungen wurden unter Aufsicht des Bergraths Heintzmann von dein Steiger K e r s t e n gemacbt.
Der Durchschuitt von 44 Beobachtungen, vom 12.
Januar bis 30. Juiii 1829, ergiebt 6O,021 R.
Der hbchste Stand war am 23. u. 30. Juni 1829 7O,8 R.
1)er tiefste Stand war am 24. Januar 1829
30
Die grlilste Differenz
40,s
Der Durcbschnitt von 33 Beobachtungen vom 2. Juli
bis 30. Dec. 1829 ergiebt 8O,303 R.
Der hbchste Stand war vom 20. Juli bis 24.
September 18'29 bestgodig
9O,4 R.
Der tiefste Stand war am 30. Dec.
3",8
Die griilste Diflerenz daher
5",6
Der Durcbschnitt von 33 Beobachtungen vom 4. Jan.
bis 23. Juni 1830 ergiebt 6",795 R.
S0,8 R.
Der hlichste Staud war am 14. u. 23. Juni 1830
Der tiefste Slaud war am 4. u. 12. Jan. 1830 4",4
Die grblste Differenz
40,4
Der Durchscbnitt von 13 Beobaclitungen vom 21.
October bis 29. Dec. 1830 ergiebt 8",92 R.
Der bbchste Stand war vom 21. Octob. bis
24. Nov. 1830 bestindig
9O,2 R.
Der tiefstc Stand war am 29. Dec. 1830
6O,2
Die grslstc Differenz dober
30
Dcr Durchschnitt von 57 Beobacbtungen im
Jahre 1829 ist
7",162 R.
Der Durchschnitt von 46 Beobachtungen im
Jahre 1830 ist
70,549
Das Mittel aus ammtlichen 123 Beobachtungen ist
7 ,253
Obgleich in diesem Ietzteren die Beobachtuugszeit
vom a3. Joni bis 21. Octob. fehlt, 80 kann diese letztere
Zahl doch ah zieuilich ricbtig angenornmea werden.
Aue den betriichllichen Schwankungen des Thermometers
513
metem geht zwar hervor, dafs die luhere Temperatur
,vahmcbeinlich wegen der lockeren Beschaffenbeit des Gebirges, worin dasselbe aufgestellt war, sehr stark darauf
einlyirkte, aber bei den regelmiilsigen Beobacbtungen glei&en sich diese Einwirkungen so aus, dals die Durchschnitts- Resultate der Wahrheit ziemlich nahe kommen
mGgen. Es scheint wenigstens, d a t die Grubenwetter
keinen bedeutenden E i n h l s hierauf ausgeubt haben.
.,An dem unferen Beobachtungspunkte wurden zwei
Themometer aufgestellt; das cine in der gewbhnlichen
Art in einem kleineii Eiubruche wid in einem Bohrloclie,
welches 20 Zoll von dem Seitenstolse entfernt war, das
zweite Thermometer wurde in ein 4 Furs tiefee Bohrloch versenkt, und bei jeder Beobachtuug an eiuer Schnur
herausgezogen.
Der erste Aufstellungspunkt wurde in dem Querschlage gewiihlt , welcher ilus dem Waldhauscnschachte
vom Flatze RLittgcrsbank nach Herrnbank fiihrt, 204 Lachter vom Schachte entferot, in eiiier Sendsteinbonk. Obgleich der Eiobruch mit einer guten Tliiire versehen war,
so zeigten doch die Beobachtungen des ersten halben Jahres, dals an diesem Punkte die Einwirkuog der Liift auf
das Thcrmoineter zii gcofs sey, deiia die Temperatur
wechselte von 5 O bis 8", Dcehalb ver%iiderte man diesen .Qufstellungspiinkt, und brachte die beiden Thermometer in eine kleine Strecke auf deui PlBlze l\i)ttgersbauk, durch welche gar kein Luftzog stetthdet, wo sie
in deim unter dem Flatze liegenden Sandstein ganz eben
8 0 , wie oben beschrieben, und 33: Lachter unter dem
oberen Beobachtungspunkte aufgestellt warden. Das auf
die gewbhnliche Art aufgestellte Thcrmometer wurde mit
A, dasjeoige, welches bei dcn Beobachtungen aus deln
Bohrloche herausgezogen wird, Nit B bezeichnet. Die
Beobachtangen wurden glcichzeitig mit den oberen angestellt, und gaben vom 2. Juli bis 30. Dec. 1829 bei 33
B e o b a c h t ~ g e na h Ihrchschnitt :
Qnnrl. d. Physik.B.98. St. 4. J. la1.st, 8.
33
514
Hachster Stand Av.24.Aug. bw 10.Nov. 18'29 8 O , 4
B v. 24. Aag. bis 10.Nov. 18% 8O,6
Tietster Stand A wgbrend des Dee. 1829
So
B wahrend des 1)ec. 1829
8",2
00,4
Die gtiitte Differeuz bei A
B
00,d
Die 33 vow 4. Jan. bis 23. Juni 1830 angestellten
Beobachtuugeu ergeben als Durchschaitt:
A'
80'033 *'
B. 8 O , 1 3 3
Hgchster Stand
}
Unterschied von A u. 23
2 vom
4. bis 23. Juni 1830
0',1 R.
So,2
B worn 4. bis 23. Juoi 1830 8 O , 4
Tiefster Stand B wghrend der tibrigen Zeit So
B v. 15. Febr. bis 11. Mai 1830 8 O
oo,a
Die @bte Differenz bei A
bei B
00,4
Die IS vom 21. Octob. bis 29. Dec. 1830 aogestellten Beobachtuagen ergsben als Mitteldurchscbnitt:
A* 80'366 R*
Unterschied zwisch. A u. B 0°,2 R
B. 8",566
Der htkhste Stand Aam 21. Oct. u. 24. XOV.1830 S0,6
B am 21. Oct. u. 24. Nov. 1830 8O,6
Der tiefste Stand A am 29. Dec. 1830
7 O,6
B am 29. Dec. 1830
S O
10
Die grabte Dilferenz bei A
bei B
0°,6
Der Durcbschnitt von 66 Beobachtangen vom 2. Juli
1829 bie znm 23. Juni 1830 betrggt:
nach A. 8O,149 R.
B.
8O,299
Der Dmebschnitt aus allen 79 Beobachtaqgen ergiebt rich:
nacb A. S0,184 R.
B. 8O,342
als Mittel wird sicb daber wobl 8O,263 annehmen lasllen.
515
Der constante Unterscbied zwiscben dem im Bobrlocbe feststebenden Thermometer A und demjenigen By
welcbes daraus zu den Beobacbtungen berausgezogen wird,
ist allerdings bemerkenswerth, B bat im Uurchschnitt eine
0°,16 R. bbbere Temperatiir als A gezeigt, welcbes wobl
uur davon berriibren rnficbte, dafs die tuft in der Grube
w k n e r als das Gestein ist, und mehr auf das Thermometer
B einwirken konnte, auch wobl selbst der Beobachter
auf dieses letztere noch einigen Einfliifs ausiibte; die Vergleicbung der bachsten und niedrigsten Temperatur ergiebt iibrigens, dals hiebei manche UmstYnde einwirkeu,
von denen es schwer seyn durfte Recbenscbaft zu geben.
10) In dem Siegener Bergamts - Bezirke sind die
Beobacbtungen auf der Spatheisensteingrube SiaMberg,
bei Miisen, angestellt wordcn.
Das obere Thermometer wurde in deln Kuiggelweger
Stollen, 5 Lacbter unter der Erdoberflaclie, in der gew6hnlicben Art in einem Bohrlocbe in Grauwacke aufgestellt. Die Beobacbtungen siad vom 9. Aug. 1S28 bis
zuin 27. Dec. 1830 wbchentlich, anfiinglich von dem ViceGescbwornen J u n g , dam von dem Fabrburscben Niib
gemacbt worden.
Vom 9. Aug. bis 24. Dec. 1828 gaben 20Beobacbtungen 01s Durchscbnitt 6 O , 0 9 R.
Dcr h6cliste Stand war am 9. .4ug., 4., 18.
G0,25 R.
und 25. Sept. 1828
6O,52
Der tiefsk Stand war am 7. NOV.
1828
Die grabte Differenz daher
w,75
Der Durchscbnitt von 25 Beobachtungen vom 7. Jan.
bis 29. Juni 1829 betriigt 5O,85 R.
Der btkhste Stand war tom 16. April bis 29.
Juni 1829
6 O Y l 2 R6O
Der tiefate Stand war am 21. Jan. 1829
Die grafste Differenz daher
10,12
Der Durchacbnitt von 26 Beobacbtungen vom 6. Juli
bie 28. Dee. 1849 ist S0,75 R.
33*
516
Der h W s t e Stand war am 13. Juli, 10. Au6O,19 R.
gust und 21 Seyt. 1829
30,9
Der tiefste Stand war am 21. D e e 1829
Daher die gr6fste Diffcrenz
2O,29
Der Durchschnitt von 26 Beobacbtungen vom 4. Jan.
bis 28. Juoi 1830 ergiebt sich zu 5",61 R.
Der h6chste Stand war VOUI 1. bis 28. Juni la0 6O,12R.
Uer tiefste Stand war am 15. Febr.
dO,4
Die grilfste Differenz daher
10,72
Der Durchschnitt von 26 Beobachtungen vom 5. Juli
bis 27 IJec 1830 ist 5",W R.
Der hachste Stand war vom 5.Juli bis l.Nov.1830 6O,12R.
Der tiefste Stand war am 20. uud 27. Dec 1830 5O
Die gr6fste Dilferenz daher
10,12
Das Mittel dea J. 1829 aus 5i Beobachtungen ist 5O,8
1830 aus 52 Beobachtungen iet 5",79
Uas Mittel von siimmtlichen 123 Beobachtungen 5",84
Diese drei Durchscbnitte weichen 80 wenig von einmder ab, d a b es gleicbgaltig ist, welcher spaterhin deu
Betrachtuagen zn Grunde gelegt werden soll.
Der Gang der Temperatur zeigt deutlicb eioe Einwirkung der lufseren Lult, und besondera der kaltcn
Winterluft, da die Durchschnitte den respectiven Maximie vie1 offher liegen als den Mioimia Diefa blngt damit zusammen, dafs im Winter die galrere Luft in den
Koiggelweger Stollen einzieht , und dadurch den Stand
des Themomelera erniedrigt.
fm Jabre 1829 zeigte sich der b6chste Thermometerstand voul 16. April bis zuul 21. Sept., der tiefsle am
21. Jan uod 21. Dec. Der h6chste Stand iet dabei s e h
gleicbf(lMig, uud hat tiberhaupt in 2
: Jahre nur UUI
0°,25 R geschwankt; der tiefste Stand iet dagegen eehr
unregelmlrseig, und hat in einzelnen halben Jahren UUI
1°,6 R. geschwankt.
Im Jake 1830 war der htkhste Thermometerstand
517
vom 1. Juni bis 1. Nov. ohne Unterbrechiing; der tiefvte
dagegen am 15. Febr., am 20. und 27. Uec.
Man klinnte hieraus folgern, dafs die wahre Temperatur des Gesteins 6O,l2 R. an diesem Punkte scy, und
dafs nur die im Wiuter einstrlimende kalte Luft den Hauptdorchschnitt um 0°,28 R. erniedrigt babe. Indessen dringen auch wzhrend des Soinmers wnrme Grubenwetter aus
dem Stollen beraus, welche selbst eine sehr bestzndige
Temperatur haben, uiid-daher auch die des Thermometers gleicbfihmig machen klinnen nnd etwas erhiihen werden. Aus diesem Griinde ist dern gefundenen Durctschnitte von 6O,84 R. in diesem Falle mehr Vertrauen
zu schenken.
Das untere Thermometer auf dieser Grube war in
der zehnten Etage in der Grundstollensohle eben so aufgestellt, wie das obere, und wurde gleichzeitig mit demselben voiu 9. Aug. 1828 bis zum 27. Dec. 1830 beobachtet; es hat in dieser Zeit mit wenigen Ausnabmen auf
6O,925 R. gestanden, niemals, und nur
am 9. Aug. 1928,
am 4., 18. und 25. Sept. 1828,
vom 9. Octob, bis 24. Dee. 1828,
am 7. und 14. Dec. 1829
auf 7",05 oder 0°,125 hiiher.
Diese Verznderungen sind sehr unbedeutend, und
wird dadurch der Durchscbnitt s%mmtlicher 123 Beobachtungen auf 6 O 9 3 3 R, ader um Oo,0O8 R. erbaet.
11) In dem Diirei~rBergamts-Bezirke wurden diese
'Heobachtungen in einer der tiefsten Steinkohlengrube des
Yreufs. Staates, ,Vieslap, unfern Herzogenrath, gemacht.
Das ohere Thermometer wurde in eiuem Lichtloche
uahe bei dem Maschinenschchte, in 4 Lachter unter der
Erdoberflsche, im Schiererthon des Steinkohlengelirges
aufgestellt, und vom 9. Jan. 18.29 his zum 21. Aug. 1830,
wo das Tiefate der Grube emoff, VOD deln Oberstciger
518
C. D am on t , wter Anleitung des Geschwomen W a d sak, monatlich 2 Ma1 und tiberbaupt 44 Ma1 beobacbtet.
Der Darcbscbnitt von 14 Beobwbtungen des ersten
balben Jabres 1829 ergiebt 7 O , 0 6 8 R.
Der b6cbste Stand war am 19. o. 26. Jnni 18119 7 O , 4 8 $ R.
Der tiehte Stand war am 6. und 17. Febr.,
50,988
6. MPn and 3. April 1829
1 O,5
Die griilste Differenz daber
Der Durchscbnitt von 13 Beobachtungen des zweiten balben Jabres 1829 ergiebt 7O,448 R.
Der h&hste Stand war, mit Ausnablne des 10. Juli,
wo derselbe nur 6O,988 R. war, bei alleu iibrigeu Beobacbtungen 7O,488. Die grSfste Differeoz daber 0,5 R.
Dcr Durchscbuitt voo 13 Beobacbtuugeo in dem ersten balben Jabre von 1830 ergiebt 7",U98.
Mit Ausnahine der Beobacbtungen am 8., 22. Jau.
uud am 5. Febr. 1830, wo der hSchste Stand von 7",488
Reaumur eintrat, zeigteu siimmlicbe andere 6O,988 R.,
milbin eiue Differenz von 0°,5 R.
Der Durchscbnitt von 40 Beobacbtungen ist dalier
7O,068 R.
Der Durcbscbnitt von 27 Beobachtungen des Jahres
1S29 7O,058 R.
Bei den geringen Abweichangen kann der Durchachnitt ale ziemlich ricbtig angenommen werden.
Gleicbzeitig mit dem oberen Thermometer A wurde
in der gr&ifeten damala zu erreichenden Tiefe ein aoderes
D aufgeetellt, uod zwar in der NPbe des Fkderschachtes im Hangendem des FIStzes Steinhoipp, $v LacLter von
dem Flbtze entfemt, in festem Schieferihon, in einer Ticfe
von 111 Lacbter unter dem obaren Thermometer.
Der Durcbecboitt von 14 hbacbtungen des ersten
balben Jahm 1829 ergiebt 1l0,163 R.
Der bacbrte Stand war 1103 17. F&,, 6. and
20. M i h and 29. Mai 18a9
11°,556 R,
519
Der tiefste Stand war am 6. Febr. 1829
10°,556 R.
Die grbfste Differenz daher
10
Der Durchschnitt von 13 Beobachtuogen des zqeiten halben Jahres 1829 ergiebt 11°,979 R
Am 10.Juli 1829 stand das Thermometer
11°,056 R.
12O,056
Sonst durchgehends
Die grafste Differenz daher
10
Der Durchschnitt von 13 Beobachtuogen des ersten
halben Jahres 1830 betragt 11°,671 R.
Der hbchste Stand war am 8., 22. Jan. und
5. Febr. 1830
12O,056 R.
Sonst immer
11O,556
00,5
Die griifste Differenz daher nur
Der Durchschnitt von 40 Beobachtungen ist daher
11°,604 R.
Der Durchschnitt von 27 Beobachtnngen des Jahres
1629 11",571 R.
Von den Differenzen, welcbe hiebei vorkommeu, und
die in eiunelnen Beobachtungen allerdings auffallcnd genug sind, ist keinc Rechenscbaft zu geben miiglich. Das
Mittel verdient jedoch bei den 1; Jahr fortgesetzten Beobachtungen Vertrauen.
Spaterbin wurden auf dereelben Grube noch zwei
Thermometer in gleichen Zwischenriiumen zwischen dem
unteren und oberep, also 37 Lachter und 74 Lachter
unter dem oberea Thermometer aufgestellt , welcbe mit
B und C beteichnet werden sollen. Beide steben in den
Fahrgesenken auf dem stellenden Fliigel des Flbtzes GrotMlihlenbach im hangenden festen Schieferthon, und sind
wshrend des zweiten halbeu Jahres 1829 und des ersten
balben Jabres 1830, rom 10. Juli 1829 bis 26. Juni
1830, 26 Val beobachtet worden. Die Luft zieht sclwach
durch die Fahrgesenke aus der Grube.
Der Durdschuitt der Beobachtungen mit dem "hermometer B ergiebt 7O,175 R.
Der hikhte Stand war 7O,514 R. voln Win bis J u i
5’20
1830, w ~ r e n dder tibrigen Zeit war der Stand fordauernd
‘iJ,014, die grofste Differenz 00,6; die Temperatur also
sehr gleichfhmig.
I)as Thenyometer C stand durcbaus unverlndert wabrend der gaozen Zeit auf 7O,942.
Am 10. Juli 1830 war eiu ftinftes Tbermometer abermals 37 Lachter unter dem mit D bezeichneten aufgestellt worden, indessen verbinderten Umstande eigener
Art, dals die drei bis zum 21. Aug. gemachten Beobachtungeo gebraucht werden kilnnea; alsdanti mulqten aber
lmmtliche Thermometer wegen des Aufganges der WBaser herausgeuommen werdea.
Aue diesen Beobacbtungen ergiebt sich die diesem
Aufsalze am Schlusse binzugeftigte Haupt - Zusammenstellung, in welcher zugleich einige der sich am ersten darbietenden Resultate enthalteu sind.
Es bleiben derselben nocb folgende Bemerkuogen
hineuzufilgen.
1) Die dorin angegebenen Tiefen der Reobacbtuogsyunkte uoter der Erdoberfkiche beruben durcbgangig auf
Markscheidermessungen; die HOheo fiber dem Meeresspiegel theils gaoz auf Barometermesatangen, tbeils auf
combioirten barometriscben Nivellemente und markscbeideriscben Angaben. Nur die Hbhe der Grube Vieslap,
bei Henogenratb, Uber dem Meereampiegel, ist nicbt gemessen, eondern nur ge6CbltZt.
2) Die,Beobachtungen der nahe unter der Erdoberflache aufgestellten Thermometer auf
Frbblichem Anblick, bei Rudelstadt,
GottbilfeEbacbt des LbbejUner Reviere,
Scbacbt T,bei Ei6leben
and den G6pelschocbte auf Trappe, bei Wetter
weichen in ibreo Durcbshitte-Resoltaten betrkMich von
der mitlleren Lufttempentur ab, welche jenen Orten zu-
521
kommt, und liefern hiihere Temperaturen, als nach M a 0
gabe der sieben anderen Beobachtungen zu erwarten gewesen ware. Die Griinde, welche dafur sprechen, dals diese
Anomalien der ails den Grubcn ausstrlilnenden erwviirinten
Luft zugescbrieben werden mlissen, sind bercits bei den einzelnen Beobachtungen specie11 angegeben worden. Die
Resultate dieser Beobachtungen lassen sich daher auch
picbt wit den andern verglcichen. Es ist daher versucht
worden, sie durch die mehr iibereinstimmenden Xeobachtungen an den ubrigen sieben Piinkten zu corrigiren. Ats
lnittleres Resultat dieser letzteren ergiebt sicb, dnh in einer Hbbe von 763 Pariser Fuls tiber dem Meeresspiegel
und 32,07 Par. Furs unter der Erdoberfliiche die Temperatur zwischcn dern 50° und 51"; nbrdlicher Breite
6'),545 K. sey. Nach der Anaahme, d a t die Lufttemperatur in der ErdoberflSche nabe auf 600 Par. F. urn l oR.,
abnimmt, sind nun die den respectiven Meereshilben entsprechendeu Tcmpernturcn berechnet , und unter der Benennung:. corrigirtc l'emperatur, in der Haupt-Zusammenstellung angegeben. Die Abweichuqen derselben von
dcn Bcobachtungen steigen liaum tiber lo+,und sind
wie folgt:
BIeeresDiffercnr.
lriibe des Beolacb- Corrigirtc drr beobBenb- teta Tcm- Tempera. acbtcten u.
sarrigirteo
achtungr. perrtur.
tur.
punktes.
Temperat.
1
5 ) Frbhlicher Anblick
6 ) Ltibejun
7 ) Schafbreite
:
8)Trappe
. .. .
...
Par. F. Kdaum. RBaum.
1361
6",906 50,544
B9,6 8 ,6
7 ,433
145,061 7 ,67
7 ,076
626 I 8 ,061 I 6 ,773
I1
RBaum.
1",362
1,167
0 ,594
1 ,368
3) Es*war nur auf eiuigcn Punkten miiglicb, die
Thermometer unmittelbar seukrecht iiber einander,. oden
wenigstens so aufzustellen , dale die Oberfllicheopunkte,
unter welchen sie senkrecht siandeo, in' einem Niveau
6!22
lagen. Dime Anfatellung liels sich nor ant folgenden
Punkten bewirkeo:
1) Friedricbsgrabe,
2) Cbarlotteogrube,
6) Lobejfioer Revier,
7 ) Schafbreiter Revier,
11) Vidapgrube.
Auf den f i b r i p secb l)eobrchtungupookteo lagen
die Oberflihheopaokte senkrecht fiber den Thermometern
nicbt in gleichem Niveau. Bei eioigen derselbeo hat der
Fall eio, dafs die Gegeod, wo das obere Thermometer
aufgestellt war, bber lag, ala diejenige, unter welcher
seokrecht sieh das tiefere befand; bei andern rber der
entgegeogesetzte Puokt.
Der Oberfkheopuokt senkrecht Uber dem oberen
Thermometer liegt &her, als dejeoige senkrecht fiber
dem uoteren Tbermometer ruf der Grube.
3) Amaliens- Wuosch- uod HauptscblUssel-Stollen um
85,l Par. F.
4 ) Fr(ih1icber Aoblick und Neuer Adler 30,3
25,l
9 ) Slzer uod Neue h k
Der Oberflicheopuokt seokrecbt Bber dem oberen
Thermometer liegt dagegen tiger, a h dejenige senkrecht
fiber dem uoteren Thermometer anf der Grube.
16,9 Par. Fuls
4) Rraodenburg urn
8) TraPPe
78,l
10) Stahlberg
25,6
Wenn PDehrere noterirdiache Temperaturbeobachtungen mit einabder verdichen werden solleo, so ist es nothwendig, die Difreranzen der zusammeogebiirigeo auf ein
bestimmtes Maals zurfickzuffihreo. Sind die Beobacbtungen wnkrecbt fiber einander gemacht, so ist die Differenz der Tempemtur rut diem ssnkrechte Eotfemuog zu
baiehen. Dislb irt rber wzdhig, wem, wie io den
vorbenannten FlUlep, die OberWcb, unter der die Beob-
523
achtungen angestellt worden sind , nicht in einem Niveaa
kegt. In dem in folgender Figur dargestellten Falle kann
B
Unteres Tliermornetcr
die Temperaturdifferenz nicht auf die senkrechte Entfernung der beiden Thermometer D E bczogen werden, weil
E nicht dieselbe Temperatur wie der Punkt c hat. Beide
liegen zwar gleich weit von dem Mittelpunkt der Erde
entfernt, und wiirdcn daher bei einer vollkommenen Kugelgestalt derselben, wofern die Temperatur von dem einfachen Gesetze gleichfiirlpiger Erkaltung abhPngig w&e,
gleiche Temperatur haben; da aber die Erkaltung voa
der Erdoberfllche iiusgeht, so ist diesclbe in E nicht so
weit fortgescbritten wie in C. Aber auch der Punkt F,
welcher gleich weit POD der OberflPche entfernt liegt wie
C, hat nicht dieselbe Temperatur. Denn B ist kalter
als A, mithin mufs F aus zwei Griinden kalter als C
seyn, weil er eben so weit von B entfernt liegt ale C von
A, und weiter von dern Mittelpunkte der Erde als c. Da
nun der Punkt P kalter als C, E hingegen wanner aIs
c ist, so mufs es zwischen F und E einen Punkt gebcn#
der gleich warm mit C;pnd auf die senkrechte Hube desselben [iber D mufs die Temperaturdifferenz von C und
D bezogen werden.
Da aber die Beobacbtungen selbst gar keinen Anhalt
darbieten, um den zwischen F und E liegenden mit C
gleidh warmen Punkt zu bestimmen, auch sonst dam keine
Data vorhanden sind, so blieb nur iibrig in der Hauptzusammenstellung die Temperatardifferenzen sowohl ad
524
D F , d. b. euf die Differeoz der leideo Beobachtungapunkte unter der Erdoberflache, als anch auf ED, d. b.
auf den senkrecbten Abstand beider voo eioender , oder
was dasselbe ist, auf die Dilfereoz der Meereshihe beider Beobacbtiiogspmkte zu beziebeo.
Bei dem in oachsteheoder F i p r dargestellteo Falle
ist das Verbalteo noch atwas verwickelter. Es ist abcr
U meres
Thcrmome tcr
klar , dafs DF, oder die Tiefeo beider Beobacbtungspunkle unter der Erdobernbhe oicbt zum Anhalteo genoinmeo werdeu Lano, weil F wanner a h Cseyn mufs;
ebeo so weoig kann CG, oder die Differeoz der Meeresbabe beider Beobachtuogapunkte, dazn dieoeo , we9
G wanner als D seyn mufs. Ein Punkt, der seokrecht
unter C, dem obereo Bcobachtuogspuokte, liegt, iiad
gleich warm iet mit D, dem untereo Beobechtungspuokte,
wird daher zwiscben H und G liegeo.
M'eon in diesem letzteren Falle D, oder das uotere Thermometer, in 'einer rebr betrlichtlicben Tiefe unter der Oberthche etcbt, so wird der mit D gleicb wanne
Punkt vie1 naber an G a t an H tiegen, oder das walire
Maafs, worauf die Tempemturdifferenz bezogeo werdeo
muls, ist sebr nabe gleieh dem seokrechteo Abstande beider Thermometer voo eioaoder. Weon dagegen in dem
ersteren Falle die Tiefe voo C linter der Oberfliicbe nur
geriag iat, so w i d sich das wabre Marts h i weitem mehr
der Tiefendifferem dcr Bembachtuoppunkte unter der Erdoberflache olhern.
525
Immer wird das wahre Maafs der Temperafunuiiahme
zwischen denen liegen, welche aus den fiir die Berechnuug gemachten Ausnahmen hervorgehen.
4 ) Die Temperaturbeobachtuugen in geringer Tiefe
von 25,7 bis 63,4 Par. F. unter der Oberflzche zeigen
Schwankungen, welche von 0°,75 R. bis 5O,6 R. reichen.
Diejenigen vier dieser Beobachtungen, welche sich am
weitesten in iliren Resultaten von den tibrigen entfernen,
zeigen im Ganzen geringe Scbwankungen, uud nur bei
einer denelben, auf dew Gotthilfscbacht des Liibejiiner
Reviers, gehen dieselben bis 2O,75 R.
Wenn man diese Beobachtungen nach der bereits
oben e r w h t e n Methode corrigirt, so erhVlt man dafiir
folsende Werthe:
'
MeererDiffercur
11iihe dcs
Beobachtete corrioberen
beiden
Baobach- girte Trmperrtur.
Temperatnngrpunkturen.
tU.
Par. F.
965,2
1) Friedrichsgrube
811,l
2) Charlottengrube
3) Aiaaliens IYauscb 936,6
4 ) Brandenburggrubc 840,2
2 19,9
9) Sdlzer u. Neue A1
1295,6
10) Stahlberg
11) Vieslap
. . 274
.
..
G
6,26
6,31
6,39
6,69
7,233
5,84
7,068
6,208
6,460
6,258
6,417
7,45
5,658
7,36
-0,052
+0,15
-0,138
-0,273
+0,195
-0,184
+0,292
Ea ergiebt sich hieraus, d a t diese Beobachtungen
unter einander sehr gut tibereinstimmen, und wenn auch
nicht die mittlere 'Lufttemperatur selbst darstellen, docb
ihrer respectivea Meereshiihe nach sich gegen einander
eehr nahe eben so verhalteo, wie die Lufttemperaturen
selbsi
Data zur unmittelbaren Vergleichung dieser Temperatwen nrit der mittleren Lufttcmperatur sind nur einige
526
vorbandeo. In Siegen, welehur etwa zwei Meilen von
dem Stablberge entfernt liegt, m r d e in einer Meeresbahe
von 746 Par. F. die mittlere Lufttempemlur des Jahres
1829 aus 2190 Beobachtungen des Zeicbnera C o n r a d
zu 6O,35 R. ennittelt; bienacb mfifste die l'emperatnr der
Luft beim Stahlberge in einer Meeresb6be von 1295,6
Piriser Furs 5O,436 seyn. Dieselbe wurde aber in einer
Tiefe voo 32,l Par. Furs unter der Erdoberflache zu
5O,&1 gefundeo, mithin Differenz 00,606 R. Die corrigirte Temperatur jenes Punttes ist 5O,608, mithin die
Uifferenz gegen die Lufttemperatur nur Oo,224 R.
I n Essen, welcbes nahe bei der Grube Slzer und
Neue h k liegt, wurde aus t%glicben, des Morgens, Mittags tilid Abends auf der Nordseite des Bergamtsbauses
aogestelltcn Beobacbtuogen die mittlere Lufttemperatur
des Jahres 1829 uiid 1830 zu 8°,0% R. bergeleitet. Die
MeereshObe ist der des Joaiuaschochtes zielulich gleich.
Diese Lufttemperatur weicbt daher von der beohachteten
289 Par. F. unter der Oberflkhe Oo,83 ab, und von der
corrigirten 0°,635.
Die Lufttemperatur zu &sen ist zu hoch gefunden,
weil die geringere uiicbtlicbe Temperatur dabei gar nicbt
berucksicbtigt wordcn ist. Aus diemm Grunde ist dieselbe auch b b e c gefunden, ala die unter der Erdober%%cbe.
Die mittlere Lufttemperatur m n Halle, welches ungefihr zwei Meilen von LObejliu entfernt liegt, ist, in einer MeereshObe von 265 Par. F., nach viejihrigeu Beobachtungen zu 6 O , 1 R. bestimmt worden (was aber zu niedrig zu seyn acheint). Hienach eollte die Lufttemperatur
zu Lobejao in eioer Meereshtlhe von !2!29,6 Par. I?. 6O,16
seyn; die Temperatur in 54,6 Par. F. Tiefe ist aber zu
8O,6 gefunden, welcbes eine Differenz voo a0,44 ergiebt.
Die corrigirte Temperatur b t 7°,076, die Differenz ist
daber 0°,916 R.
Die Lufttemperatur a d dem Schafbreiter Reviere, bei
527
Eisleben, sollte nach den Beobacbtungen in Halle 5 O , 8 1
Re'aumur seyn, die Erdtemperatur in 32,l Par. F. Tiefe
ist unmittelbar gefunden zu 7O,67 R., daher die Differenz
1°,86 R. Die corrigirte Temperatur ist 7O,076 R., daher hier die Differenz 1",266 R. ist.
Man sieht hicraus, dafs die Beobachtungen nicht sehr
viel von der wahren Temperatur der ErdoberflPche abweichen kbnnen.
5) Die Temperaturbeobacblungen in grbfserer Tiefe
unter der Erdobcrfliche zeigen durchweg eine Zunahme
der Temperatur von der Oberfltrche nach dem Inneren
bin; sie sind in einer Tiefe von 145,2 bis 738,41 Par. F.
angestellt, und ergeben bei 1 bis 2:jahriger Dauer keine
grtifseren Schwankungen als lo R.
Bei vier Beobachtungen wurde die Temperatur durchaus constant gefunden, bei einer Beobachtung betrug die
grette Differenz 0°,125 R., bei einer 0°,25 R, bei drei
0°,5, und endlich bei vier Beobachtungen loR.
Bei diesen geringen Schwankuugen fortgesetzter Beobacbtungen sollte man glauben, ziemlich nabe die wahre
Temperatur der Erdschichten erhalten zu haben, worin
die Thermometer aufgestellt waren. Bci den meisten Beobachtungen standen die Thermometer in der gblsten Tiefe
der Gruben; die aufsere eindringende Luft konnte den
Thermometerstand nur erniedrigen, die Resultate kbnnen
nicht zu boch seyn.
Nur die beiden Thermometer B und c auf der Vieslapgube standen nicht im Tiefsten dieser Grube. Ihre
Resultate weichen sehr von denen aller tibrigen Beobacbtungen ab, aber sie erscheinen gegeadiese nicht zu
hoch, aondern zu niedrig. Der Grund dieser Erscheinung
Bann urn so viel weniger angegeben werden, als die erw h t e Grubenluft aus den Eahrgesenken schwach auszog, in deren Seitenstbfsen die Thermometer eingesetzt
waren. Aus diesen Beobacbtungen wtirde folgen, d a b
die Temperator a d die ersten 237,5 Furs Tiefe beinahe
528
gar nicbt, anf die zweiten aehr wenig, nnd endlicb auf
die dritten eebr viel zunehme. Die Wiirmewoahme b e
trtigt unter dem oberen Thermometer A:
bis 237,5 P.F. 0°,107 R.,fflr 1 0 R. also 2242 P.F.
von237,5 bis476,I - 0*,767 - - - - - 309 von 474,l bis712,7 - 3O,662 - - - - 64,sDa des Thermometer C durcbaus constant gewesen
ist,
wsbrend eines Jahres nur Schwaukungen von 0°,5
Re'aumur gezeigt hat, so kann ein directer Einflufs der
Pufseren in die Grube driogenden Luft auf dieselben nicht
wohl stattgefunden haben. Ee acbeint daher wirklich, dafs
die Oberfhicheotemperatur an diescm Punkte eebr tief in
die Erde eingedrungen eey , welche Fortpflanzung aber
uicht durch die eindringenden WPsser berrQhren kann,
da die Aufsfellungspnnkte der Thermometer ziemlich trokLeu waren.
6) Wenn die angestellten Beobachtungen mit ziemlicber Wabrscbeinlicbkeit die wahre Temperatur der Erdschicbten in vencbiedeuen Tiefen ergeben, so mufs die
ungemeine Verschiedenertigkeit auffallen, mit wclcher die
Temperatur von der OberllBche an zunimmt. Wenu die
Beobacbtungen der Thermometer B und C auf Vieslap
nicbt beriicksichtigt und bei den Beobachlungen No. 5,
6, 7 und 8 die corrigirten Temperaturen zu Grunde gelegt werden, so differiren die berechneten Tiefen, bei denen die Tempentur urn lo R. zuoimmt oon 60 Par. F.
bis 444 Par. F. Diese grofse Vergnderlichkeit scheint
darauf hinzudeuten , dafs die Oberfliicbeotemperatnr an
dem einen Punkte in viel grbfsere Tiefen eiugedrungen
iat, ale an andern, wodurch an dem ersteren von der
Oberflacbe wieder eine viel geringere Zuoahme der Warme
gefunden werden wird, ale an dem lazteren. Dennoch
wird es interessant seyo, die Mittelwerthen kenneo zu
lernen , welcbe sich BUS dieeen verscbiedenen Beobacbtungen ergeben.
7) Obue Berticksichtigng der Viedaper Thermometer
B
529
B und C,und mit Anwendung der corrigirten Temperaturen bei den Beobachtungen No. 5, 6, 7 und 8 ergiebt
sich aIs Mittelmerth der slmmtlichen 11 Beobachtungen:
A. Auf eitie mittlere Tiefendifferenz der Thermometer unter dcr Erdoberfl:iche von 303,2 Par. F. und einer Tiefe des oberen Thermometer von 36,4 Par. F. unter der Oberfldche entspricht der Warmezunabme von
loR. die Tiefe von 207,3 Par. Furs.
B. Auf eine mittlere Differenz der Meereshiihe beider Thermometer r o o 30-1,26 Par. F. und einer Tiefe
des oberen Thermometers von 36,4 Par. F. unter der
Oberflache, entspricbt der Warmezunahrne von lo R
die Tiefe von 207,s Par. Fufs.
8) Trennt man die Steinkohlengruben, auf denen
Beobachtungen angestellt worden sind, von den enliefernden Gruben, auf denen Bleiglanz, Kupferkies, Kupferschiefer und Spatheisenstein gewonnen wird , so ergiebt
sich als Mittelwerth von 7 Beobachtungen auf Steinkohlengruben:
A. Auf eine mittlere Tiefendifferenz der Tbermometer, unter der Erdoberflache von 320,2 Par. F. und
einer Tiefe des oberen Thermometers von 3 4 3 Par. F.,
eutspricht der Warmezuuahme von loR. die Tiefe von
146,7 Par. F.
B. Auf eine mittlere Differenz der Meereshahe beider Thermometer VOB 321,2 Par. F. und einer Tiefe des
oberen Thermometers von 345 Par. F, uuter der Oberflzche entspricht der Warmezunahme von loR. die Tiefk
von 148,6 Par. F.
Der Mittelwertb aus vier enliefernden Gruben is!:
A. Bei einer mittleren Tiefendifferenz der Thermometer unter der Oberflache von 273,4 Par. F., und einer Tiefe des oberen Thermometers von 39,9 Par. F.
entspricht der Warmezunahme von loR. die Tiefe von
316,5 Par. FuL.
B. Bei einer mittleren Differenz der MeeresbOhe
Annal.d.PhyritEd.98.St.4.J.1831.St.8.
34
530
beider Thermometer von 274,7 Par. F., und einer Tide
des oberen Thermometers von 39,9 Par. F. entspricht
der W;irmezunahme von l oR. die Tiefe von 311,5 Par. F.
9) Wenn bei Ziehung dieser Resultale dicjenigen
Beobacbtungen gar nicht beriicksichtigt werden, bei delien dile oberen corrigirten Temperaturen angewendet worden sind, so crhalt man f h die tibrigbleibenden 7 Beobacbtungeii folgende Mittelwerthe:
A. Bei einer Tiefendifferenz der Thermometer unter der Oberfliiche von 263,6 Par. F., und einer Tiefe
des unteren Thermometers von 32,07 P. F. entspricht ciuer
Warmezunabme von l oR. eine Tiefe von 181,l .'1 F.
B. Bei ciner Differenz der Meereshohe beider Thermometer von 276,2 Par. F. entspricbt einer Wlrwezunabme von l oR. die 'I'iefe Ton 187,s Par. Furs.
Hiebei komlnen aid die Beobachtungen in 5 Steinkohlengruben folgende Mittelwerthe:
A. Bei einer Tiefendifferenz der Thennometcr unter der Oberfliche von 2824 Par. F., und eiuer Tiefe
des untercn Thermometers voii 333 Par. F. unter der
Oberfliicbe entspricht einer Wiirmezunahme von l o R.
eine Tiefe von 123,3 Par. Fufs.
B. Bei einer Diffcrenz der Meeresbbhe beider l'hermoineter von 303,l Par. F. entspricbt der Whnezunahme
von lo R. die Tiefe von 1 3 7 3 Par. Fufs.
Aus den Beobachtungen auf zwei enliefernden Gruben ergiebt sicb:
A. Bci einer Tiefendifferenz der Thermometer unter der Oberflicbe von 221,7 Par. F.,und einer Ti&
des oberen Thermometers von 32,l Par. F. entspricht einer W h e z u n a h m e von loR. die Tiefe von 325,5 P. F.
B. Bei einer Differenz der Meeresbbbe beider Thermometer von 2OS,9 Par. F. entspricht einer Wiirmezunahme von 1" R. die Tiefe von 313,5 Par. Furs.
Es ergiebt sich aus diesen Resultaten, dafs die W..ilrOle
in den Steinkohlengruben hAlIgemeinen bedeutend schnel-
531
ler zunimmt als in den metallischen Gruben. O b diese
grafsere W;?rmezunahme durch die Zersetzung von Schwefelkiesen und Steinkohle hervorgebracht wird, welche erst
durch die Er~ffnuogder Gruben herbeigefiibrt wird, oder
o b sie Folge ist von der Localitat der Gruben muh zweifelhaft gelassen werden.
10) Auf der Friedrichs- und Brandenburg- Grube,
dem Amaliens Wunsch- und Hauptschlussel-Stollen sind die
Ueo bachtungen bei den geriagsten Tiefendifferenzen unter
allen angestellt worden:
A. Die Differenz der Tiefe der Thermometer unter
der Oberflliche ist 121,9 Par. F. im Mittel. Die Wannezonahme von 1" R. entspricht einer Tiefe von 172,2
Pariser Furs.
B. Die Differenz der Meereshohe beider Themometer ist 144,6 Par. F. Der WIrmeziinalime von 1 0 1%.
entspricht die Ticfe von 189 Par. F. Die Tiefe des oberen Thermometers unter der OberflPche ist hiebei 30,9
Pariser Furs.
Die Beobaclitungen auf den Gruben Vieslap, Trappe
und dem LBbejuner Reviere sind dagegen bei der grafsten Tiefendiffereaz der Beobachtungspuukte angestellt worden; und es eriiebt sich hieraus:
A. Die Ticfcndiffercnz der Thermohcter unfer dcr
Oberflache ist 510,6 Par. F. Der Warmezunahme von
l o R. entspricht die Tiefe von 188,6 Par. Fufs.
B. Die Differenz der Meereshahe beidcr Therruometer ist 481,7 Par. F. Der Warmezunahme vou I 0 R.
entspricht &e Tiefe von 169,3 Par. Fufs.
Die Tiefe des oberen Thermometers unter der Oberfleche ist hiebei 35,6 Par. Fufs:
Es scheiat auffallend, d d s die Whuezunahrne bci
einer Tiefendifferem beider Thermornefer von 121,9 Par.
Fufs sich nicht wesentlieher VOR dejenigen bei einer Tie.
fendifferenz von 510,6 Par. F. in11ersdieidet ; indem beide,
wenn man den Durchschnitt der angenommenen Metho-
34 *
532
den A und B nimmt, beinahe mit einander tibereinstimmen, erstere geben lS0,6 Par. F., letztere 178,95 Par. F.
als dcr W%rmezunahme von lo R. entsprechend.
Die Beobachtungen aiud jedoch zu wenig zahlreich,
um licraus bestimmte Folgerungen ziehen zu kiinnen.
11) Wenu die Temperaturen der Oberflicbenpunkte,
die senkrecbt tiber den licferen Thermometern liegen, nach
der angegebenen Methode berechnet werden, und hieraus
die Tiefen berechnet werden, welche der Whnezunahrue
von lo R. entsprechen, so erhiilt man folgende Uebersicht:
Tiefe d.
MeeresLahe.
-
'ar. Fdi
997
1) Friedrichspbe
€359
'I)Charlottengrube
3 ) €IauptschlBsselstolI 879
891
4 ) Braudenburggrube
1396,7
5) Neuer Adler
6 ) Liibcjiiner Kevier
291.7
7 ) Schafbreiter Rcvier 476,l
730,6
8)Trappe..
9) SiIzer u. Neue Ak
22397
1353,6
10)Slahlberg.
300
11) Vieslap.
.
.
.
...
....
... . .. ..
3erech-
onteren che derZu-
nete
T h e m . aabms der
unter d., W 5 r m e v.
remperator.
Ober-
Uehe.
6,155
1'
R.
ent-
rpriclit.
Par. F. Par. F.
154,5 347
322
131
159
105
145,2 77
370,3 187
449,5
7,4431
5,562
7,316)
375,6
122
454
450,s
274
Mittel hieraus ist, dafs bei einer Tiefe von 339,s
Pariser P u b unter der Oberfbche die Temperatununahme
voh loR. der Tiefe von 218 Par. F. entspricbt.
Der Unterschied, der sich hiebei gegen das friiher
erhaltene Resultat shmtlicher Beobachtungen von 207,s
Pariaer Furs zeigt, rUbrt haupts8chlich davon her, dafs
dort die Tiefen von dem oberen Thermometer, bier aber
von der OberfUche an gerechnet sitid.
5.33
12) Aus der Hauytzusammenstellung geht bervor:
Mittel: In einer l'iefc von 169,3 unter der Obcrfltiche betragt die beobachtete Temperatur 7O,736 R.
Ferner:
Mitiel: 10 einer Tiefe von 502,25 F. unter der Oberflache betrlgt die beobacbtete Temperatur 9O,666 R.
Aus diescn beiden Mittelwerthen folgt, dafs bei einer Tiefendilfcrenz der Thermometer von 332,95 Par. F.,
und einer Tiefe des oberen unter der Erdoberfldche von
169,3 F. der WIrmezunabme von loR. die Tiefe von
172O,5 entspricht.
Dieses Resultat stimmt mit demjenigen ziemlich nahe
tiberein, welclres 8. 10 aus anderen Elementen erhaItcn
worden ist, und welches fur loR. Wtirmezunahme
180,6 Par. Fufs und
178,95 - ergiebt.
Ans diesen vielen und sehr von einander abweichenden Mittelwerthen ergiebt sich, dafs diese Beobaclitungen
noch nicht hinreichend sind, um aus ibnen allgemeine Reaultate tiber die Progression der W&rmezunahme im Iunern der Erde ableiten zu kannen.
(Die su diesem Anfsatz geh6rigc Tafel findet sich am Scblofs dar Hefts.)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
1 321 Кб
Теги
ber, verschiedenen, staat, angestellt, die, der, auf, bergwerken, erden, beobachtungen, preussischen, temperature, inner
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа