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Beobachtungen ber die Zersetzung der Strke durch Luft und Wasser in der gewhnlichen Temperatur.

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ANNALEN DER PHYSIK.
Beolachtungen Uber die Zerfitzung der S t M e &re?'
k f t und Wafler in dergewohn2ichen Temperatur
( u n d iiba einc neuc Entjtclurngaurt von & o h ) ,
von
T~EODOB
DE SAUSSURE
, Prof. d. Miner. an d. Akad. zu
Genf niid Korrefp. d. franz. I d .
(Vorgelec in dcr Londhcr SOC. den 17. Dcc. 1818.)
Frci b c a r b e i t e t v o n G i l b e r t *)
2
1
1
einer Erklarung gewifler Erfcheinungen in der
Vegetation zu gelangen giebt es keinen befleren
,
Weg, all~dafs.man dieveranderungen unterhcht, ~ v d che PflanzenkGrper erleiden wenn einer a d den an-
,
*)
Nach cinrm einzclnen &mge aus den PhiIoJr:
ofthe
R. Soc. Df Lundfor r&gS welclicn ich dem Vmf. verdanke,
der darin vide den Sinn entRallende Druckfehler verbelkt
Iratte. Hr. yon SauEurc , der fich urn die Pflansen Chemie
-
fchon fo bedcutendr VerdienRe erworbcn hat. iufserte Began
Artnd. d. Phyfik. R.
63 S:*S J.2830. st. 1.
H
r
I
114
dern wirkt, oJer Luft-und Walcer auf fic einwirkeii;
uncl gefctzt awh diebr Zwecli. wcrde niclit crrciclit,
To ver;lnh&n wcnighns ForTcliungen diclir Art Vcrfuclic, w e l c h fur die Theoric von der G h i i n g von
WicIitigk eit fi:d
Urher dic Stnike find in aictr B e z i e l n q nocli
kcinc oder iiiir wenig gmtiamde md indirckte UIIterliic 1 irnSeii aiigcflellt,wordcn. Hier-, was niir ditvon bckaniit ifi.
Mau liatte gefunden, &lit wallrend fich in iirllln
Getreidckiirnern, welclie andcr Luft liege", durcl: drs
Keiruea Ziicker bildet &cbs in ~olckcn.\VCldbC a d &
&xdirt11lg :nit Saucrfloffgascrhalten werdoi , in dcr
gewiihnlichen Tcmpcratur dar Luft iiidit gerchieht *) ;
iuid darans war man 6ciieigt zn fclilielen, es fcy
das SsuerGoQas, welclws \&rend des.Kei:ncns vcr
l'cliwindet um. mit dom Kolilenfiof der !hmenk6riic*r
kolileiilhurcs Gas zit bildeir das eigentlicli Wirkfame bci dcr Umh~ltungdes-mcliligen Kiirpers in Zukker *'), obglcich niaii ~IICII&lit Eiircn direkten EJcweis f6r dich Tlicoric Ilattc. Ueberdcni beridite die
~\.~eir:nng,die Getreidehijriier bildeten mit.
keinen Zucken, wena fie riiclrt i Beriilmmg mit dcr
Luft h d , hlae ouf:ilie b z e i g e des GeMunadcr und
,
,
.
,
mich, er werde feine ganze MufTe ihr widmen; die gegen.
US
wieder um einen.Schritt in ihr
Gilbert.
weiter.
WPrtige Arbeit bringt
*)
Einige Verfuche und Beabachtuhgen iiber die Natur drs Zukkers von W. C r u i k f h a n k .
"*) Ebendd. und Thodon's SyRern der Cbemie.
.*) Ann, de China. t. 8%
*s)
Journ. f. Chem. u. Phyl: von Schweigger, 8. rq.
H2
c
116
3
,
fiir das Xeimen vortherlhdten Umfiiinde verLtzt hi-
nen Zucker bilde.
Die Verfiiche welclie ich befchreiben werde, bc'\vei(en jedocli, dafs 6 b j e r StukenkBrei, deli man ~ I I Z
ficli relbfi uberlrl'st, biniien ciiiiger Zeit .cine bedeutende Wnge kryfial]ifirbsren Zuckers bildet dcr vicl
A e u i c h e s mit dem hat, welclien Hr. Kirchhof niittelfi SchwefeXanre aiw S t k k e erhalten hat. Bei dicl'er
freiwilligen Zerfetzung von Stgrke, die mit WaKcr
gemengt ifi, entheheir mch andre Produkte, insbelbndre eine Art von Gummi, .und ein Kiirper, der zwilcheii
Starke und Gumnii in der Mitte ficlit, deren vcrliiiltnifsmiifsiyeMenge ~inclimehrern fcliwer mit ZiiverllifGgkeit
Damit
b e f h m e n d c n Unifianden verfchieden iR.
man die OrdniinS in der ich meino Unterfucliiui~cii
angefiellt Iiabe, und &S Vcrfaliren bei nieiiicn Analpfen iiberfelie, will ich meine erfie Andyfe mit allciu
Detail belclircibcn; lie ui die, in melcher die Zcrl'etzungder Starkc ani weitefien sing, wenn lie mir glcicli
nicht den Zncker in der Sri;Gten MeiiSe p s c b c n hat.
,
,
-
,
-
FreiwiIlige Mifchungs Verhderung von StlrkeIl-Drei unter
Zutritt der
Liift.
Es diente nrir
zu dicfem Verfiicli WcizenliXrke erJIer Qunlitut, wie man Ge im Handel nennt. Icli
konnte von i h r keine nierkbare Menge Klcber abfclieir
den. Nachdem lie 10 TaSe lang mit dem Ssfaclien illr
rcs Gwchts defiillirten Effig iibergoflen Sefianden hatic,
i d diebr ahfiltrirt und dann abaedampft wnrde, lief$ e r
nur a&z des Gewiclits dcr Stzrke als Riickrtaiid, iind
Jiel'er war fauer, weich, und bcfi'tand ails cin wenis
WalTcr, deni Sclilcime des EIIigs iind iin3cfdir Ccines
'
I.
+
r
I
117
,
&wicI1ts Elligllrnre. Kaltes WalTer das 2 4 Stunden
lang uber dieIkr Starke lIand entzogj ihr nichts an Gen&ht. Nachdem lie bei 18" Ft. getrocknet wordmi
war, verlor lie beim Trocknen in der Siedehitze des
Walrers a n Gewiclit noch 13+ Procent. Urn meine
VerTuche abzngndeni habe ich fplrterhin Sarke aus
andern M a p z i n e n genominon lie haben mir aber d e
&&he
Rehltate geseben.
Stgrken-Brei nits 2 0 Granime Stvrke und dem
2.
i cfachen ihres Gewiclits defiilfirtem ltochendem Wafk r bereitet wurde in ein weites cylindrifchee Gef&
gethan, work er mit der Lnft in einer grofsen Oberf h h e in Beriihriing mar iind nnr eine P Centimeter
( 4 bis 5 Linien) dicke Schicht bildete, nnd d i e h Gehfi wurde nnter einer grolben Glasglocke To daL die
d s e r e Luft Zugaiig hatte, an einen Ort gefiellt wo
die Temperatur im Somnier bis 1 8 O It fiieg, und in
diefer Lage _n Jalire la113 iinsertiirt iich felbfi uberlarIleii. Ah nach diefer Zeit der Inhdt des Geftil'ses iutterhcht wiirde fand Iich darin ein grauer, fliXfiger,
mit Schirnmel bedeckter Teig der faR ohne Geruclz
lyar, und der die als Rea6entit.n iiblichen PflanzenfarLei1 weder lelbfi, noch in WalTer zerriihrt niid filtrirt,
ver~iiderte,To wenig t l s er djefes zu irgend einer Zeit
voriier Setlian hatte.
ZU Kleifier war die Mare nicIit
melir zu branclien. D ~ anfiingliche
s
Gewicht derSLiirke verliielt Iich zu dem Gewicht der lo veriinderten
Starke beide an der Lnft Setrocknet, wie loo : 76,2,
iiiid beide in der SiedeLitze deo WiaNers getrocknct,
wie LOO : 88,46.
3. Naclidam der Teig a4 Stiiiiden lang mit taCtern W-agcr iibergoflccn gefiaiideu haite, uiid zwdr xnit
,
,
,
,
,
,
,
,
,
c
118
3
fo viel de ungefzhr dem oofaclien Gemicllt der Starke
im trockneii Zuliande gleicli war7 filtrirte ich das Ganze dnrohL6fchpapier irnd w u k h was anf dern Filtfitm blieb mit knltem WaIfer. Die dnr&pIaitfene
FliiTGgkeif: war blafsgelb I d di1rcl&hrig, imd nacli
,
,
&m Abdampfen lie6 fie einen etwas weiclien Extrakt
mriiclr, delrell Gewiclit o,47 (allo nalie die Mdfte)
voii dern Gewicllte w a r , welches die Sttirke hatte, aus
der der Brei gemacht wordeii war. D i e h n Extrakt la-
lie ic]? in einem dem leinigen gleiclien Gewiclit WaIfer
anf, L r d sol's dann das iofaclie I'einee Gewichts Alko1101 voii 55 iiacli Beaumi hinzn. I)cr Alltoliol naluir
defi Zucker i n ficli auf tlnd fcchlng das Gummi nieder,
welches durch ein naclmaliges Aufliifeii in Wa&r
und Niederfchlagen mit Alkoliol rtcli van alleni Zucker
iiiid einem Zwil'chenkiirper zwil'chen Gummi iind Starke, van dern wir gleicli redcn werden, rein crhalteii
liil'st. Ich Isfie das Niedcr&chlngene wieder auf i n
MialTer filtrirte, dampftc bis zur Troclwnheit ab,
und erliielt n u n ein durchfichtips in ltaliem TV&Cr
nach allen Verli~ltniIfenaufbsliches Cummi, das mclr
p$liimigem Trockneii 2 Gramnie wog all'o den loten
Theil I;, viel ale die Starkc, welclie ZP dern Verh&
genammen Tvorden war * 1.
,
,
*) Diefes Gummi iR faR farbealos, wena die Stzrke wsbrend
der Ciihrung nicht in Beriihrung mit der Loft war, dagegen
crhielt ich es gelb und zum pulvern ein wenig zu weich bei
fehr lange fortgefetntem GBhrsn unter BerGhrung der Luft,
und wenn lich Schimmel eingefundcn hatte. In das Gummi
bei 18 R. getrocknet worden, To verliert es noch I 13 I'rocent
an Gewiclit, wenn man es in der Siedehitze des Wagers austrackbet, urrd d a m iR es immer Iehr zerreiblich. SelbR iR a
L "9 1
4. Die den Alkohol enthaltenden Eliiffigkeiten
iyurden mit einander in mtibigcr Wbme e-as
abgedampitmnd dann dem Verdunlten iiberiafleen. Sio gaben einen dnrchfichtigen Zitcker ziim Riickfi'tand, der
die KonEficm des Honigs hatte, nnd n w noch eiii
wemg Gnmmi etlthielt, ( das bei der unter 3 angegebenen Meiige bhon mitgerechnet ifi) von welcliem icIr
ihn diwch wieder- Aiiflol'en in WaKen und Fiillen mitt& Alkolzols befreite.
Schon nach wenigen Tagen
bildeten fich in der verdunfienden, den Alkohol enthaltendeii WiifEglceit KryRalle , die G d i melirentlieils
in fjliiiririhhen mit diirchfictitigexi Blsttclieii diclit be-
,
luftbefiindig, zieht auch keine Feuchtigkeit aus der Luft an;
die wzfferige AufI8rung daTelben aber zerfetzt iich nach einig e r 2elt a n der Luft tmler fauligem Gerucli und Abretzen
dicken Schleims, o h m doch fauer zu werden. Im.Alkohol ilt
diefes Gummi unauflaslich, imd in WalTer Iijlt es fich nacli allen VerhSltnilTen auf; mit der doppelten Menge Waffer wird
die Auflirung fehr fliiffig , klebrig dagegen und Fnden zicliend,
wenn des Gummis mehr 31s des Waffers dein Gewicht nach
genommen wid.- Eiue Aufliifiing von I Gew diefesGummi in
10 Gew-thle. Walfer, verzndert weder die Farbe der Lachmustiiiktur, noch die der Auflofung von Jodine i n WaiTer, und
wird nicht YOU neutralern oder bafifchem ellighuten Blei.
Gallapfeltinktur wid I<idelfeucht;g!ieit gctriibt; triibt fich aber
ein wenig mit BLtrytwder.
RLt Salpcterfiure giebt dieres
Es lint vie1 Aelinliches mit dern
Gummi kebie SchleimGure.
Gummi, das man aus gebrannter StZrltc erh9lt; beidc wei&en blos darin von einander ab , rlas fich das Gummi aus gegollrner Stzrke weit leiehter iind faR farbenlos erhalten IBfst,
dars eg in viederer Temperatnr etwns biegfarn iR, utid dafs
BarytwalTer 3us einer AuPdifung deffelbei, einen weit uiibedeuteiideru NicderLhlag giebt,
Y . SauJ,
-
[
110
J
fetzten Cruppen zul'amrnenhiiiiften ; die einzefnenKryltalle erfdsienen tinter dem MikroCkope als bleitige
Bliitter uiid Wiirfel. Es dauerte indefs nicht lange,
fo varwandclte Iioh die Fliifigkeit fafi ganz in eine nndnrch Iichti3e gelelbliche Mare fefien Ziickere, welcher
den der CafToiiade eigenen Geritah hatte, nnd zwar gerilunie Zeit iiber klebrig blieb wcil i h m ein fchwerer
zii kryfiallifirender Syrup beigomengt war, nach lanqem Stehen an der Luft aber doch trockeii uiid gleichfarniig erfdiien. Das Gewicht delTelben betrng etwas
mehr als ein Drittel, oder 0,37 des &Widit6 der Stlirke, welche zii diel'em Verluche genommen warden war.
Eine fehr g e r i n p Menge Hefen reiclit h i n , diefen Zucker , den ich nicht von leixiern Firbenden Priiicip befreit habe, in Grlirung zu bringen ; Ge muCs weniser als des Zuckers betragen, Ioiifi tritt die Gallruns
niclit cin.
33s lalen ioo Gewthle abfoliiten Alkohols kochend
nnr 5 bis 6 Gewthle. dieles Znckers aiif; Alkohol yon
550 nach Beauin6 l6fi dagegen in einer Warme von
20 ' R. von dieI'em trocknen vollkonimeri fell gewordenen Ziicker 5 I'eines Gewichts anf, und mehr wenii
der Zucker nocli klebrig .if?.
Diel'er Zucker I'chmelzte in der Siedehitze des Wa1'fers u n d verlor dabei 0,07 bis 0,08 feines Gewichts.
Da er i n Linen vorziiSlichfien Eigeiifchaften mit den1
durch Schwefelfiure bereiteten Stiirken - Zncker iibereinfiimmt fo ifi es Iehr wahrlcheinlicli dafs er mit
diefern ganz von i.inerlei Art i
k
W
a
s
yon
der
Stiirke,
die ficli durch GirhriinS
5.
zerrctzt hatte, ziiriick blieb nachdein ich das Gunimi
rind den Znclter niit kalteni IYaPr aiisgezogen hatte,
,
+
,
,
,
,
I:
121
3
habe icIi zwei Maf, jedes Ma1 I Minute lang, nlit
dem wfachen Gewicht WaKer Sekocht, und beide Abrude erl) nnch dem Erkalten filtrirt nlid lie dailn bis
Z l i r Trockenheit abgednmpft. Es blieb ein briichiger,
gelber, hdbdurchfichtiger Riickfiaiid der To vie1 als
die zu dem Verhche gebrauclite Stiirke wog, uild feinen Eigenfchaften nach in der Mitte zwifdien dem
oben befchriebenen Gummi und der Sttirke fieht. I n
kaltem Wafler 16R er Gch niir in geringer ,MenSc, i n
kochendem WaITer dagegen nach allen VerhdtnilTen
auf wid eiebt mit beideii durclifichtige AnflSfiuigen,
welclie nicht kle$krartig find nnd Gcli diircli LBfchpnpier leicht filtriren lamen. Ich werde diefes Produkt
hier der Bequemlichkeit lialber Amidhe nennen , und
darunter avo die MocZifikation der Stgrke verfiehen ,in
der fie in kalteni Waxer auflihlich ifi, und do& iiocli
die Eigenlchaft befitzt die wfillkrige Anflijhng der Jodiiie blan zu fidrben. Diefcs loll indel's keine bleibende Benennilns b y n da das Produkt blos eine Tpecielle
Rlodifikation der Starke zu feyn fcheint , und man die
Wiflenlchaft nicht niit nenen Namen fiir die unendlicli vielen Modifikationen , deren jcder vegetabilil'clier
ulld tllierihher Karper bei leicliten Veranderungen f ilhis ifi beldten inufs *).
,
+
,
,
,
,
) Urn die Amidinc zu reinigen , wafche ich lie mit fehr wenig
kdtem Wafer, liife lie dann in kochendem W d e r auf, und
filtrirc die Aufliifung nach dem Erkrlten, indern cs das Ausgezeichnete der Amidine, iR beim Erkalter in drm WaITer aufgeicil
t u bleiben. Van der Art des Abdamphr der Autltifung hHngt
ts ab, ob die feRe Amidine in weifsen, ondurchfichtigen uiid
unregelmzfsigcn Stiicken, oder als ein blafsgelber. halbdurchfichtiget, dem arabifchen Gummi b'hnlicher cind fehr zeneibli.
6. Der Teig, welcher anf demFiThnm Web, nachdem die A&dins a m dem Hiickftandt: das gegohrnen
Stark--Breies dnrch koclieiides Wafler forttjefiihrt war,
konnttt wieder als Kleifter gobraidit werdcn. Er war
f,& lchwarz tznd hatte trocken .1) des anbgliclien Gewiclits der Starke. nether odcr Alkoliol iiber ihn ertrrrmt, nahmen eineii Theil eines bkaunen Farbencher K6rper erfcheint. Sie iR im Allcohol unaiifliislich. Ka1tes Waffer, das man liher ihr ltehen lsfst, nimmt iingefihr &
Rines Cewichts von ihr a u f , und die Aufl6funp iR nach dem
Filtriren ohne Farbe und fehr flillig.
Waffer yon ungefsht
3 0 0 R. W i r m e lliR fie nach allen VerblItniITen auf, und behllt von ihr nach dem Erkalten vie1 mehr mit fich vereinigt,
als es kalt aufzulijfen vcrmag. DerAbfud lsfst fich abdampfen
bis e r feines Gewichts Amidine enthilt, ohne fich zu triiben
iind ohne beim Erkalten teigig oder gallertartig zu werden,
welches mit der Stnrke der Fall niclit iR. W i d die Aufliifung noch Rlrker koncentrirt, To fclilagt lich beim Erkalten
aur ihr ein Theil der Arnidine weifs uiid undurchlichtig nieder,
loll fich aber in einer WBrme von 50° R. wieder auf zu einer
durchfichtigen Fliiffigkeit, und nkhert ficli hierin der Inuline.
Die mit kaltem Walier gemachte Autlijfung, welche & desCiewichts des W d e r s a n Amidine eiitliiilt, Pirbt fich blau init wLilTeeriger Jodine Aufliilung, und zeigt lic!i hierbei als Reagens eben
fo wirlrfam a18 die Stlrlce (man fehe die Abhandl. des Hrn.
Colin und Gaultier d e Claubry iiber die Jodine in den Ann. d e
Chrm. t. 90 [ nnd Hrn. Stromeyer's Vcrruche in diefen A n n d
33. 49 S. 1461).
Neutrales efiigfaures Ulei bringt in der
Auflofuiig der Amidine einen nur wenig merkbaren , balifches
einen anfehnlicheii weifsen und undiirchficlitigen Niederfclilag
hervor. Durch Barytwnfier wird fie liark durch KalkimTier
aber nicht getribt, und durch GallSpfe1:ink:ur nicht verzndert.
Kalilaugen 16fm die Amidine auf; die Auflijfung i R fechr fliiffig, iiicht klebrig und Fsderi zieliend , wie die der Stsrke.
-
-
auf, welchcn Wder wieder niederfc'cblug,
iind der getrocknet wie ein Oehl oder ein dickliches,
kl&ciSes Harz a d a h , doch in ZZI geringer Menge
v~rlinndenwar, als dafs ich ihn hztte Senaiier nnterfiiclien LBnnen. Er betrug niir
der getrauchfbffsin fich
ten Starke.
7. Verdiinnte Schwefelrhre, (auf I Tlieil Siiiire
enthaltend), in welcher, \vie man
12 Theile WalTer
Schwache SPureh fchlagen die Amidine mit allen ihren Eigenfchaften aus i h t nieder. Auch Alkohol giebt mit ihr einen
anfehalichen Niederfchlag, der aber Kali enthltt , und fich dah e r mit der Iodine n u r unter Zufatz einer SSure blru firbt.
Die hmidine unterfcheidet fich dfo VOR der StHrke hauptrGchlich drdurch, dafs kaltes Waffer fie rufl6R, und dafs
fie mit kochendem WaKer keinen Brai, und mit Kalilaugc
keine klebrige Fliifigkeit bildet. Von dem kiinRlichen Gummi unterfcheidet fie fich aber dadurch, dafs fie fich nicht nach
allen Verhlltniffen in kaltem Waffer aufl6R; dafs fie die wlfferige Auflofung der Jodine blau fzrbt; und dafs bafifches effigfaures Blei ihre Aufldfung in W i s e r coasulirt.
Durch Keimen habe ich aus dem Weizen keine Amidine zu
ethalten vermocht; bildet fie fich dabei , lo gefchieht es in'zu
kleiner Menge, als dafs man fie von der Stzrke trennen kann.
Aus meinen Analyfen von ICO Theilen Waizen vor und Rach
dem Keimen Tchien hervor zu gehen, dafs 6 Theile des mehligen KSrpers durch diefes Vegetiren zerG6rt wordrn waren,
wogegen fich 31 Theil Schleim und ZJ Theil tsocknen zertliefsbaren Zuckers eingeRellt hatten. Bildet fich, wie e t wahrfcheinlich in, die Arnidine hierbei in ebcn fo geringer Menge
als diefe beiden Produkte , To iR er fchwrrlich rn6gliclb lie von
ihnen zu trennen; ich habe aber, unpeachtet die H R Pro&
nnd Dobereiner das Gegeutheil behaupten, n i c k gefunden.
dafs die WeizenEirke durdi das Keimen in ihren Eigeafchaften merklich ver3ndert werde.
u, Sdre$
[
124
]
weirs, bei rniifsigern Erw?frmen MI & Stttrke in wen i s Minuten auflijfi *), nahm beim Kochen fiber &
iIires Gewichts des fchwarzen gepuhrerten R i c k
fiandes davon niir 0,35 oder den dritten Theil in fich
anf, nnd Alkol~olfchlug ihn daraus zum Theil nieder.
Iler Niaderfchlag war zuizerletzte StVrke rnit etwa6
Ainidine vermeng-t
8. W a s lich in der Schwefelfihre nicht aufgyJij43
Iintte, erlchien nach dern Trocknen als iuidurchlichtige,
fChr zerbrechliche Kriiniel, die Gcli his auf einen kleiIWII Riickfiand Holzrtoff und Kolilc in dern iofaehen
i Iircs Gewicllts einer Kalilange auflGfien, wclc'tie auf
Die Auflij1 Tiieil Kali 12 Theile W d c r entliielt.
l'iinf war b r i m , bhr fliiiGg, ni&t klebrig und gallert nrtig wie die AAnfliif'iinSen voii Stnrke in KalilwSc,
iiitd veidiiiinte Schwefclhre I'chln~aus ilir ein 8011)es leiclites vorbreiiiiliclies Pulver iiieder
dns naclr
-
,
,
,
,
*) Die Verbindung aus StBrke uud Sch wefelmure kryfiallifirt in
durchfichtige, prismatifche , febr langc und diinne Nadeln.
Um fie zn erhalten, fchlage man eine AriRofung yon StSrke
in verdiinnte Schwefelrinre mit Alkohol nieder , und wafche
mit Alkohol den Niederrclilag, der eine Mengung yon WalTer,
Schwefeffiure, reincr Stirke und diehr Verbindung in. Sie
Y R fich in einer grringcn Menge W a f e r zum Theil auf, ulld
aits der filtrirten Aufiiifung fchiefseii durcb freiwilliges VerduuRcn die ICryRalle a n , denen fich die freie anhangen&
Sciwefelriure, drtrch Wnrchen nrit Alkoiiol entziehen Isrst.
L O R man fie wiedcr in Wsffer auf, fo zerfetzt fich ein Theit
derfelben rind lXst StSrke n i e d e r f a l b , der iibrigt Theil giebt
wieder Kryfialle mittelfi des vorigea Verfabrens. Die St;irke,
welche man a m diefen wieder durch W a h abfcheidet, iR ein
wenig inodificirt, denn fie Iulil!igt die n W u i g e Jodine-Auflijv. SauJ.
rung nur weinrotti nirdcr.
[ 126
yon
180
R.,
Gas
in
1
3
niir 50 KubEk-Centimeter kalrlenlhircs
Kubik - Decimeter Luff hervor gebracht.
Nachdeni eine gleiche Menge Stirken-lfrei a Jahre lang
an Jrr freien LuA gefianden ltatte erzeiigte fie linter
+
h l ' e l b e n Uml'tznden rcnr
To vicl kohlenfwres Gas.
Diere Verruclie beweifen d a b die Einwirkung des
Sauerftclffpas anf die Stttrke ficlr daranf I)efchr%nkt7dds
es iliz Kohlenfioff entzieht.
Zngleich fand Rcli aber
xiacll dern Trocltnen der vernnderteii Strirke, dnk fie
&nen weit grijfsern Gewiclits- Verl tiff erlitten hatlc,
als diecefii Entziehen yo11 Kohlenfioff entrprach 5 w o
palid fich hhliolben liifsi, daf3 wihrend die Surke licli
an der h i f t vcrfindd, fie einen grol'scn Thoil iIims
S a u m f d s i d WafferRoffa i n Gefialt.von WaITer ver&nt. Yas Gewiclit des Kohlenfioffs der ihr von der
Lllft eiitfiillrt wird ~ m h i e l fich
t
z t ~dmn Gtnvieht dcs
FVaRers, das fich w a h e n d derfelben Zeit aus i h r bi3dct d i r e n d der erfion zwei Moiiate der VeMirderuns,
wic 1 : 74.
1 I. A n freier h f t riihig fidiekider Stfirken-Brci
bcdeckt Iicli mit Schimnael. Ea ware mijglich, ctds
diere Vegetation Q ~ Iden Reliiltaten, welche ich erh&
tcn habe Antheil hme. Icll habe daher die B i l d t q
deffelben verhindert, i d e m ich entweder den Brci alt
1eTage nmriilirte, oder ilin iu grolie Flafchen roll Lnft
veri'clilob, die tinmittelbar vor 6cm Hineiiibringelr
&s Stsrken-Breies bis zur Teinperatttr des kochenderr
Waffers erliiiht worden war. Ich erhielt wiedcrum alle
vorigen Prodnkte nttmlicli Zucker Gummi, Anlidi-
,
b
,
,
,
,
,
heit des Raumes weg, zwirchen dcm verfchwundnen Sauerltoff.
gas und dem erzeugren kohlenfauren Gas.
Y. ~ U U J .
I
127
3
ne ; eincii Karpcr v o n ililligeni AideLen, Holzfioff,
w-a(Ter,Kohle und LolilenCilures Gas,
defTen Saner-
fi&
der unigebeiideii Luft angeliijxte.
J& habe die bis hiexher bef'cliriebencn Verfiiche
mellrrnals water verLlikdeaen Umfiiiiiden wiederlrolt,
Gwohl mit gvcizenltiirke nls mit Karteffe'lfiarke L d
irsuuner habe ich bei freier Buiihriiag rnit derLaR. dieAilbeti Produkts arlultaii nur in illser yerlraltniCsmuI+en MenSe fandeii Verichiedeiiliaiten Statt. Sit
I&ienen:mir anztizeigen u r - e n s , dafs fich waiiger
WaCrer bildet wenn der Starken-Brei rnit der Luft in
einer kleinern Fkohe in Beriihrulig ifi;
twe&2n5,
;Lais reine etwm hohcre Temperatnr a?s d i e , bei walcher mein erRer Verhch gernaclit worden war, dieErncugung von Zuckdr Ghr befiirdei?; zlnd dr&%~aj da&
jnlbin di&m Vcrlilolie nicht alleii Zuckererhalten habe,
den Iich gebildet liatte, w i l ein Tlieil delielben in dnr
au lmge fortgefetzten GiiIui~ngwiedep zenfiiirt \mden war.
,
,
Gahrung von StBrken-Brei ohnc Zutritt von Luft.
Es kam mir niin darauf a n ,
auf eine entfcheiden& yvkife ausznmaclien, ob Stlrkenbrei der f i d h OL
ne freie Beriihrimg mit dor Luft zerfetzt Zucker bilcteii, oder nicht. Ich bereitete in eiiierFlal'che 30OKnbik-Centimeter St&rken-'Brei ( 2 ) ; fie war dilmit Ijs aiif
8 h L i k - Ceiitinieter vollig angefiillt, und wiirdc, wahmnd &s WalTer noch heirs war, ziisepfropfi tind der
Pfropf wurde mit Kitt iiberzogen, nm ails dem kleinen
leeren Ranme die Luft rniiglichfi eiitfernt zit erhalten.
In diei'cni 211fialldeEefs icli die F l a I ~ l ieinen
~
Sornrner
iiber in einem Zimrner hehen, in Waichem fich die
,
,
g
128
]
Temperatur zwifcchen 18 und 2 0 0 R. erhielt. Neben
&&r Fkbh b U t e id1 ein offnes Ikhr flaclles GefiiI's
ntit dcdelben Sttrrken-Brei, der nicht nnc mi* der Luft
in freier Beriihrung war, I'on'dern anch albTage niit
&em Spate1 umgeriihrt, ntld von &it zu Zcit rnit de fijllirtein wafler besoKen wnrde, nm das was verdnnfiete zu erfctzcn. Es bildete fich auf demfelben
kein Schirnmel, m i d in kunor Zeit wurde er v6lliy
fliirsg.
Nach 58 Tapjcn Iide ich die veriinrlcrte Stzrke
beider Gefiifse analyfirt. Sie hatte dca der frifchen
Sttzrke eigiicii Genic11 verloltcsi und keinen andern
mrkliclien Geivch anyenommen. Beim O d n e n der
ver~chloffeiellenFldche cntwich daraus Lnft mit einer
Art yon fiplafion; in ilir hatte fich a l b Gas eiitbunden. Uiircli fptere Vcrlaiche habe icli Sefunden, d d s
dieI'm Gas eiii Geiticnge VOW kohlcnfi~nremGas mid
yon W"afTorlio4fgasil). K'aclirlern iclr die Stiii-ke dnrch
TJinriiliren iindSchiittelii ZLI einer ~leiclif~rinipir
Confifienz gebracht und fie S C W O g c l l hnttc, d i m ich einen befiimmten Thcil derltnjt.11, irocknete iIin uiid
wog ilin wieder. Beide Starken gaben mir hierbei
Ehr verl'cliiedne Reliltate. Die unter freier Beriiliriing mit der Luft gegoliriie, hatte getrocknet in der
Siedclritze des WafTers
Gewicht verloren, in dern
VerlitiitnilTe von 100 : 83. Die orlane Beriihrung niit
Luft in Gsbrung p v e l c n e Starkc zeigte dagegen, ebetifalls in der Siedehitze clev tVa1Ters getrocknet, keinc
Gewicl~ts-Vermindrung , I'chien viclmchl: u m Tfia ail
GewicLt zngenommen 211 liaben. DieCe Zunahme fdlt
zwm innerhalb der Grriizeri der Felilcr des Ire;*fiiclis; bodenkt man aber, dds die Starke willrelid des
,
,
,
c
129 1
Gahrens kohlenfaures Gas, das ich nicht mit in Re&nang gebracht habe, und w h r e n d eines zwei - bis &&
Wgigen Trockneiis an der L d t aus fichW d e r gebildet
hatte fo wird man mir ziigeben , dafs StZPke WlIhrend
des Giihrons ohne Reriihrung der Luft Gch die Befiandihcile des Waffers aneigne.
Als beim Trocknen
die Watrme nur 18 R betragen hatte, IcIiien such
die aufstar Beriiiirung mit der Lidt gegohrne Stgrke
an Gewicht abgenommen zu haben, und zwiir in dem
Verhzlltnilfe yon 100 : 95,8; aber das mar eine Taufclinng, da lie vor dcm Grhren mehr hyp-ornetrifcheg
W a & r als nach demfelben zuriick hielt. Denn es verloren beim Trocknen in dcr Siedeliitze des W a g e r s ,
100 Theile der nicht gegohrnen Starke 13,67 Theile,
100 Theile der gegohrnen Stiirke dagegen nur 9,87 Th.
WaCfer *I
,
-
*)
Die Umltgnde find nicht gleich bei dem Trocknen vor und
nach dem GBhrea, Im erffen Fa11 hat man cs mit einem d e m
AnTchein uacli rchon trocknen und durch das WaEer, das er
in fich fchliekt, lich nicht verandernden Riirper zu thun ; im
zweiten dagegeq mit einem Teige, dcr in d i m ihn umgebenden
Wager, fehr vergnderlich an der Luft iR. Ich habe Brei m i t
100 Gewth. StHrke, die in der Siedehitze d e r w a r e r s getrocknet worden war, bereitet, und den Teig durch Verdunften in
den ZuRand d e r Trockcnheit bei jener Tempcratur gebracht,
und nun entfprnch die Stbke nur 99,; Tlieilendi~rchihr Gewicht. Ein folches K e h l t a t wiirdezeigen, dafs eine iliiiliche
SubRanz , deren Gewicht im trocknen Zu2ande fich nach einer folchen Behandlung nicht veriindert gefunden hHtte, ihre felte Materie vor dcm Trocknen mUKe verrnehrt haben;
und diefes war dcr Fall mit der Weizenitirke, welche aufser
Beriihrung mit der Luft gcgohren hatte.
Alle disfe Aur-
-
Ani,al. rl.
PhySk. B. 64. St. 2. J. 18-0 St.
*.
I
I:
3
130
Der Riickliand, welchen mir 100 Gewth. be; 1 8 O
R.getrocknete und dann mit koclieiideni Warm zu einem Erei gemachte WeizenJtarke gegeben hat,
nachdem icli Lie 38Tage lang der freiwilligeil Galiriing
fiberlaKen, nnd nacliher ebenfalls he; 18 0 R. Wiirlne
getrocknet hatte, fclilol's nach meixier Analyl'e folgepde
Befiandtlieile in Gch :
Beim GBhren
olure Beruhr.
mit der Luft
.---Zucker ( 4 )
Gummi ( 4 und 5 )
Amidine ( 3 und 5 )
Stzrkrnartigcr RolzRoff ( 8 )
Hol~fioEund Kohle ( 9 )
Nicht zerrettte Stirke ( 7 )
neim Cahren
nter freierBerUhrung
mit der Luft
49,7 Gewtb.
9.7
474
33
8~9
593
10~3
9P:
unwrgbrr
---
013
4
93S6
3.8
t
11,9
Die unter Beriiliriing der Luft erhiiltenen Produkte
waren alle dunkler von Farbe.
Gkhruog von KartoKelltirke.
Ich habe diefe beiden Verlilclie mit Kartoffelftiirke
wiederholt die icli I'elbR mit vieler Sorgfalt aus Kartoffeln bereitet Iiatte, i d ails welclier kaltes WaKcr
nichts melu auszog. Dieb Stiirke ili nach Hm. Ki&-
,
trocknungen find in eincr WXrmc von 400 R, begonnen , und
in der Temperatur der Atmofphire geendigt worden. Die Subftanz wurde dann fogleich gepulvert in eine Blare mit Helm
gethan und in ein Wafferbad gefetzt, d e K . Waffer ich 7 Stunden Iang ununterbroshcn im Kochm erhirlt.
Y. SUUJ.
hop ohne allen Klober, und fie nntcrfcheidet fich in
meT1rern von der Weizenfitrrke : lie il't zerreiblicfier,
befielit ilus ovalen nngefiilir doppelt fo grofsen KSrnchen als dieWeizenRarke; erfordert kcine ganz Ib hohe Temperatur des W d e r s , UTII zu einein pallertartigen Brei zii werden ; kann fich in rcliwkliern Kalilaugen auflijfen; zerretzt fich minder fchnell dnrch
freimilliges Gtihren nnd enthdt mehr hygrometrifclies W a l k als die Weizcnfigrke. Von diefer Kartoffelrturke, welclic bei 1180 R. uhd 88" des Haarhygrorneters getrocknet worden war, verloren 100 Gemth.
durch Austrocknen in der Siedohitze des WaKers i6,bl
Gwth. Waxer, indel's Weizenhrke bei demfelben ProceKe nnr 13,66 G~vth.Warner hergab.
Die folgenden Rehltate find zia einer andern Zeit
a h die vorhergehenden aber nnter fafi gleichen Umfitsnden, das heifst in einer Temperatur yon 18 bis aoe
R. erhalten worden; nur dafs ich in dem Hall'e der
Flafche, in welcher die Gahritng mit AuJScChhjs der
Luft vor Gch gins, ein Entbindungsrohr gekittet hatte, iim das Jich entbindende Gas iiber Queckfdber auffangen zu konnen. So fand fich, dafo 30 Gramme
dierer Stiirlte, die niit 560 Gramnie Waxer zu einem
Brei gemaclit worden waren, innerhalb 4 2 Tage 96
Kub. Centim. Gas entbanden, die IUS 80 Kub. Centim.
€ah reincxn WaCerCtofQgas und aus 16 Kub. Centim.
kolilenlaiirem Gas befianden *I- Da aber das WilRer
einen fafi vier Mjl fo grofien Raum als das Gas einnalim, und dos yon demrelben verfchluckte kohlen.
,
,
+) Man fehe die erne Bemcrkung am Schludi diefer A&
bmdlung.
1 2
[
132
J
Lure Gas niclit in Reclinung Sebracht iTt, fafi idles
WaTTerAoffps aber iibergegangen war, To unterliegt es
keinem Zweifel, dafi licli nicht vier Ma1 To vie1 kohIenfaiires Gas d s WaflerRoffgasgebildet habe.
Beini Galiren unter Keriiiwung niit Lnft nalim
die Kartoffclfiiirlre a n Gewicht ab im VerhrltiliITe yo11
100 : 77,7 beim Trocknen an der Luft, und yon 100 :
85,5 beim Trocknen in der Siedehitzc des 'CvaUers.
Das Gewicht der Stzrke, welche nutver Beriihruna niit
der Luft gegohren liatte, war, nacli den Trocknungen
in der Siedehitze des wa[Ters gerechnet genaii $ei&
dam Gewiclite dcrlelbeii Stiirke vor dem Giiliren , wobei der Gewiclits-VcrluD, den fie dtirch das Entbinden
yon kohlenl'anrem Gas im Gzhren, u n d durch die Zerletzuiig, &e fie a n der Luft wiilircnd des Trockllen erlitten hat, nicht niit gerechnet find. Nach den TrackDungen be; 18"R. Ichien das Gewicht der Stgrke fi&
im Verhidtnilfe yon ZOO :94 verrnindert ZLZ haben, velches yon der Verl'chiedenlieit in der hygrometrij'chcn
&aft derblbeii vor zmd nach direr Veritnderung her+
rfihrte ; denn loo Gwth. Starke ver1ore.n in dierein 1C:ztell Zdtande io,6 GwtB. Warm bei 80 R. W-irnie,
For dern Gghren aber 16A1 Cwth.
,
-
,
Q
Zucker
Gummi
Amfdine
Starkmartiger HolzRaff
Haleltoff und Kohle
Nicht zerktzteStirlie
354
30,4 G w t h
176
I7,Z
IS,?
7
'7
414
unmeckl.Meng.
09
3.4
9,3
I
Ich ziehc ans diefen Verfiichen haiiptfkchlich zwei
Refidtate : ErJtens dafs dic Luf) gar keineu Antlieil
hat an der BildunS des Znckers welche wghrcnd
dar freiwilligen Entmifchung der Stjirke Statt findet. Z w s i t e n r , dafs diefe Giihriing, je nachdem lie
oAne odcr mit Beriihrnng der atmofpliarifchen Luft
mr fich geht, im Erfolge in fo meit verlchieden
ifi, dafs im letztern Falle die Stsrke einen grofsen
Theil ihres Saiierfioffs iind ikres WaITerfids in Cehalt von W-aITer verliert, im erfiern Falle d;t.geSen die
Stnrke kein WaITer hergiebt, vielmehr eine gennge
Menge Waffer fich aneignet * ).
,
,
*) Der Zucker, der bei denjeoigen Verfuchen erhalten wurde,
in welchen die Gahrung der Weizen - and Kartoffei- Stsrke
nur 5 oder 6 Wochen lang gedruert hatte, Jronnte nicht kvfiallifiren; wenn die Gihrungen vie1 langere Zeit iiber in Gang
gewefeu waren, gaben fie abe LryRallifirbaren Zucker. *. S
.
3
t 134
Gahren
YOU
Stirke mit Kleber.
Es war mir
iibrig den Erfolg der freiwilligen Gghrung yon Stiirke, mit dem Er€olg desjenigen
VerfaTirens zit vercJeichen rnittelfi delTen Hr. Kirchlioffin 10 bis 12 TaScn Zucker aiis der Strrke erhalten hat.
Ich vermifchte 211 dem Ende, wie er, die
Starlie mit der Hdfte ihres Gewichts trocknem gepidvertem Kleber, niachte dann aus ihr einen Brei uiid
theilte ihn in drei gleiclie Theile. Diefe wurden in
drei verfchiedene Gefdse in demfclben Waflerbade
gefiellt und die angesebene Zeit iiber dark in der von
i h m vorSeMiriebenen Temperatur von 40 bis 606 R.
erhaltoii.
Das erfie diefer Gef3i'f.e liatte ich mit den1
Brei ganz angefiillt uiid Senan verfcliloKeu ; das zweite
war eine offiie, weite Schale ZLZ der die Luft freieit
Zutritt liatte , in dem dritten, einerii vcrl'chlalrenenBal1011 voll Luft, d i m der Brei nur T
; des Inlialts ein.
Es fand Gch, wenn die Trocknaqen yor und
nacli deni Gdireii in der Siedehitze dcs WalTers pf&i$ien, dafs die Produkte der Giilirsng in allell drei
Fdlon, l'elbfi, als die Luft ungehinclert nitrat, geriau
f'o vie1 wogen, als der Kleber iind die Stiirke vor dem
V e p n c n p zufammen genoninien gewogen hatten,
oder dafs Go li~olifiensurn
leicliter varen.
Fernep f a d ficli, dds 10 Gremine Stsrkc in den1
verl'clilolIenen Balloii voll Luft 50 Kub. Centim. k&.
Zenfaures Gas erzeiigt Iiatten; ail Iliefer Bildimg korurt e aber die Liift keinen Antlieil liaben, denn , nacliderii das kohlenranre Gas diircli Kalihuge abgefcliiedeli worden war, fand Iich in iIir diefelbc vcrh&iifim&ge Menge von Sauerfioffgas d s cuydr.
,
,
[
155 3
In der, drei Gefdsen war fehr iiahe eine
Menge voxi ZucBer entftanden, naiiilich in jedem +
des Gewichts der gebrauchten Stsitke.
Die kleiiien
Unterrchiede in dent Gewichte mochten znfdlig fey11;
lie waren zzt Gunfin der Ansfchliei'snng d e r l u f t bei der
Zucker-Bildiing. Nachdem der Zucker gut gereinigt
war, zeistc or ( der miter Mitwirknng von Kleber er11altne) folgcnde Verfcliiodcnheit von dem Zucker,
der PUS iiicht vermengter Strirke diirdi &ihrung gebildei worden war:
&+ens war er weit wcnigcr aufliislicli in wiilrerigeni Alkohol, indem loo Gmth. Alkohol von 35" nacli
Beaunic niu +5 Gwtli. diefes Zuckers bei 180 R.Warme a u f d 8 r e n vermochten ; und stweitens gab e k e
Aiiflditng deITelben in dem iofachen Cewicht WaITer,
niit Gallapfel -Tinktnr einen weilben 6 h r reicIdichen
Niederlclilag, yon dem Iich in den Aufl6lnnSen der
andeni Artoii von Zucker keine Spur zeigt.
Das Gummi, welcIies in dielen drei Fdlen fich
gebildet hatte, nnd dzs ich anf dern (in31anpgebenen
W e g e einzcln darhclltc, wogT.Ib vie1 als die angewen&to Stiirke. E
s unterl'chicd Gch von dern Giunmi gegoliriier Sttirke darin, d a b die A~tflGCiingdcrelben i n
W a f e r erJlens van Crall~pfel-Tinktnr(gesen das \WS
IEr. ICirclihoff angiebt ) fiark getriibt wuide; nnd dafs
fie nwcitena eine Aufliifungr voii Jodinc in WaKer blan
f;irl)te, wodiirch ficli Gegenwart von Amidine adcr yo11
Stsrhe i l l ijip yemicth.
Icli liabe uml'anfi verfncllt nacli Aiisziehen des
Zirckers iiiid dcs Gumin;s miitelfi kdteii 'tVaKers AmC
dine di~rclikocliciidcs'lt'a~er aus den] Riickfiande a m zuliliridcii ; er wiirde mil dein kochendeii WalTer ZIZ
,
,
,
r
156 I
einem Kleifter, von dem nichts durch die Filtra ablief. E r 1i;lie fi& indefs ziim Theil in verdiinntc
Schwe€el&are aLlf, und was diefe unaufgeliifi zuriick
liefs, war ein Gernenge yon Kleber ztnd Jiirkennrtigem i?&015jof, welclier letztere fich durch feein uerfclliedenes rpecif. Gewicht v o n ~erficrn fchied, durcll
feine vdlige WeiCse zeigta, dds er unvermengt mit
Kohle wtr,nnd fich ganz in fehr Ghwachen Kalilaugen
auflijfie.
Man fielit ltier allb alle Produkte wieder ? welch
die Gahrnng der blofsen Stzrke gab; ilber es war unmijgiidi lie im reinen Zdtaiide arzszuziehen weit
der Klcber machte, dab fie an einander feR hingen.
Hr. Kirclilioff hat gefunden, daf3 fich hierbei nocli einc SSiure bildet, welche in der FlulTigIreit nach den1
Koclien ziiriick bleibt. Sie riihrt vom Kleber her, ails
dem fie lich durch Giilirung aucli oline Mitwirken von
Stzrke entwickelt. Dds diefe Sliire beim Gtihren reiner Starke fehlt iTt e h Beweis, dafs die Bilding des
ZLickers in meinen vorigen ProceiTen nicht von zuf&
3ig vorhandenem Kleher herriihren konnte.
,
,
Ungeachtet der hier angegebenen Verfchiedenlzeit e n , 11aben docli die freiwillige Entrnifchung blolser
Starke ohne Beriihrung mit der LiEt und die durch
Zwifchen wirkung von Iileber bewirkte, in ihren allgemeinen Refultaten eine Cehr g o f i e Aehnlichkeit. In
beiden entfieht Ziiclcer, Gummi, fixrkenartiger HolzRofF
und wvahr~c'clieinlicll
anch Aniidiiie ; in beiden entbindet Mi kohleni'aiiros Gas, fcliliigt ficli aber kein Kohlenftoff niedcr nnd bildet fich kein W d e r , To dafs i r
dem trocknen Prodnkten der EntmiCchLlllg Gch kein
Gemiolits Vodtdt. findet. Es liilst fich hieraus fcldie-
,
f
137
I
&en, dafs Kleber mi€ ifer Gtarke vbeinigt, die Gab.
rung blos befchleunigt, welche die \&tore fur fich,
ohne diere die Produkte ein wenig moaificirende Mitwirkung, wiirde eingepngen feyn.
-
Stirken Brei in kohltnfaurem Gas.
Noch hat Hr. Kirchhoff gefunden, dds auch einige andre Siiuren ale die Schwefelfhre die Strrke in
Ziicker verwandeln (Journ. de PhyX t. 74). Vielleicht
konnte alfo die Kohlenf8iure, welche fich dnrch die
Gtihrung bildet, die Urfach der Eraeugirng von Zucker
i n meinen Verfiichen Ikyn. Urn diefes zn priifen,
brachte ich Stgrken -Brei ( 11 ) in e k e n graben Glasballon, Y o n welchem er nur -& des Raums einnahm,
machte dann den Ballon mittelfi der Luftpnmpe luftleer, fiillte ilin wieder mit reinem kohlenfaiiren Gas,
nnd lie& ihn To mit einem Hahn gut verfchlolren 40
Tage laiig an einem Orte Rehen, wo fich die Temperatur auf 18 bis 20° R. erhielt. Am Ende diefer Zeit
f;md Gch die Starke faR unzerfctzt denn es gabenmir
100 Gwth. der Sttirke niclit mehr als i Th. Zucker,
0,56 Th. Gnmmi und 1 Th. mit Sttirke vermengte
Amidine; 98 Th. fchienen gar keine Veriindenrng erlitten ZLI haben. Das kohlenkure Gas hindert alfo das
G&ren der Sttirke und die ErzeupnS aller der Prodrtkte ron denen ich geredet habe.
,
,
,
Ueberficht der hauptfiichlichffen Ref'ultate.
Sthke, a m der man mit Walrer einen Brei Bemaclit hat erzeugt wenn fie in einer Temperatur
von iG bis 2 0 0 R. der freiwilligen Entmifchnng iiberlalTen bleibt lie fey mit Luft in Beriihrnng oder nichi.
,
,
,
erJlene eiMn Zaoker derrelben Art, wie er Iicli aus
ihr mitt& verdiinuter SclwefeUhure iii eiirer hiihcrn
T-perotur
erhdten Wt; iweitens eine Art von
Giimmi, die mit dem Gummi aus gebranntor Stiirke
Tellr vie1 Aehnliches liat ; driktens cineii Kiirper, don
icli der KCme halber Amidiiie genrnnt liole, d d e n
Eigonhhdten zwifclen denen der Starlie uud des vorigcn Gumrnis dao Mittel halten; vCertans einen durcli
Uiiardifsliclikeit in kocliendeiii WalTer und mehrern
Szurcn deiii HolzfmfF, durcli 3laid&ben der niiflerigeil
Jodiiie- Aufliifung der Stiirke Gch nahemdcn K6rper;
piidJiij2ens noch einige rndre Produbte, deren Dafeyii iiiid Art der Bildung davoq abliiinp, ob wiihrend
das Galirene ahnofphrifche Luft pge'awrrtiS oder
altsget'cldoEcii iR
Cefchieht Gdirung unter Geeeiirvart von atmofphiirXclier Lidt To cneu@ die Starlie eiiic p o / s e M c i i p
WdTor, in wcl&esSruerRoC a m dcr rthiorphitdchen
Luft aicllt als Behudtheil &n;leiit; fariier kohlenfaures Gas, wozu d i e t Luft den Sauarfioff lrcrgiebt ; uiid
endlicll KolilenRoff der ficli aLCctzt, abcr niir unvollh n & g zu erhalteii ;R i ~ i dn l h I'rodukte der EiitniiIklrnns brsuirt. Saiierfio[FSae wird bci dielcr yinzeir
Calirung niclit eiiieefclilllrft iind rerf'chwindet nup
it) I6 weit, als dielt.s Gas licli iii kolilaslhures Gas verwclndelt. Ucr IIiickffand wkgt w i i i g e r a h die gebrrruclite Stiiirkc \wnn beicle i n $:icIrer Temperntur
setrocknet And, und dicrer (~cwviclits-VerluR riilirt fafi
gain von dew riis der Starku ficli bildenden W r f l c r
Iicr wcklies ~Crtlic@
Gotcliieht dagcgcii die frciwi1li:;e EntlniTchung
deg Stsrkeii -Brcics a@et* Ucruliruiig iiiit tler Ldt, lo
,
,
,
,
,
[:
1
1%
wird aus der StHrke kein WaKer, wohl aber eine ge..
ringe Menge kohlenfaures Gas und reines oiler faIt reines WaKerRoffSas erzeilgt iind es fetzt fcli kein Kohlenfioff nb. Der RiiokRand wog i n meinen Verftwheii
gerade lb vie1 a h die gebrrtuohte Stsrke wenn Leide iu
der Siedehitze dea WaITePs getrocknet worden waren;
er lcheint Gcli a31b in diel'em Fall oine kleine ?$jingo
W a x e r angeeignet zit haben da der Gewichts- V e t
fidi hier niclit in Anrchlag gebmclit ift, den dor Riickh i i d diircli Bildung von koltlcnGiiircin Gas, und durch
Zerl'ctzuns riihrend des la11pii Trockneiis an der Lnft,
gelitten liaben mitre.
Meine Verhohe i r b ~
d s G;ihren der Stiirke auCser Beriilirung mit der Lufi, find niclit l a n p und
nicht hitufig genug angefiellt worden, urn aus ihnen
fchliel'sen zit kiinnen , ob durch Gcgonwart der Lnft
die lLIcnSe des in der Giiliriing cntliehcnden Zucberu
vermelirt w i d ; ifiro Rcftiltnte variirteii in dirfcr I-Iinficlit. E3 ill wahrlbhcitilicli, dafs Gegeltwnrt der Luft
die Z~zckermeiigevermincleat, indeni fie alle Prodskte
der Qperation zerfiijrt.
Ueim Verwandeln yon Stark0 in Ziicker binnen
~ ~ Kleber
~
iix
wenis Stnnden, diirch Z w i ~ c h e n w i r k uvon
erliiJliter Ternperatur entfieht eiri Zucker z~ndeis
Giiinnii, die lich von dell dnrcb daj vorise Verfaliren
erliali neii d a r i i ~unterfcheiden dds Gallapfel Tinktnr in ilinen Gegenwart von Klebcr iiacliweili, durch
anlklinliche Niederfclila~e dic lie in 'ihren ~vviflerigen
AnflGfiinSen hervorbringt ; und diel'er Befiandtheil
@ebt dcm Zuckcr noch andre befiincmt -verl'chiedene
Cliaraktere.
Ancli bildct fich in dem mit Kleber genlcrigtali St~rkenBrei cine Siiure die Gcli nicht beim
,
,
,
,
,
-
,
-
,
t 140 1
Gilhren b l a h Stnrke findet , iind die dem Gtihren der
Klebers ausfchlidslich anzugehsren lrclleiat. Im iibrie n haben die freiwilligen Zerfetaiingen der Stiirke ohfie Beriihrung mit L ~ f t1md
, der, welche durch Zwifchenwirken voli Kleber vor licli geht, im Allgemeimen tihnliche Charaktere. Der Kleber Tcheint blos die
ZerCetzung zu befchleunigen welche die Starke auch
ohne ihn, nur lrptiter, erlitten haben wiirde.
Fourcroy hat unter dem Namen zuckrige Giihrung
einige cliemifche Operationen zufammen geRellt i n
\veIchen Iich Zucker bildet. Vorziiglich fiiitzte er
lich dabei anf den zuckrigen Gelrchmack , den mehrere
Friichte durch das Kochen annehmen, und auf die Bildnng des Zuckers in lebenden Pflanzen iind Thieren.
Aber der znokrige Gerchmack ift ein zn nnbefiimmtes Kennzeichen, nnd auf das zweite palbt der Am&uck Giihrung nicht, der eine freiwillige innere Bewegung in desorganiGrten und des Lebens beraubten
vegetabilikhen und thiarifchen Karpern bezeichnet.
Auch h a t man diere Benennung nicht angenommen.
Da uns aber nun 6enaue BeobacIitungen gelehrt habeg
Bildung von Zucker in Hergiingen Statt findet,
welche Gxhrungen im eigentlichfien Sinne des W o r t e s
find, To ilt es allerdings lrchicklich, fie durch den Ausdruck zuckrige Gahrung auszuzeichnen und fie allen andern Arten yon Gghrung voran zu Rellen.
,
Geiif den 7. Oktob. 1818.
E rJe Be m e r Eu ng;
Gber die Erzeugung vQn reinem Wal;Terlio$ggnp
in der Gahrung
S. r 3 r . )
(/.
Man verwundert fich vielleicht, dafs bei der freiwilfii
gen Entrnifchung von Stirken Brei reines WafTerTtoffsas
entfieht, und nicht vielmehr Kohlen -WaKerTtoffgas, wie ea
fich als Sumpfliift findet. Aber alle Pflanzenkarper welche ich durch ein, denijenigen alinliches Verfahren, das
,ch bei dem Stiirken- Brei gebrauchte, in Ga'hrung vcrfetzt
liabe, entbanden reines oder faI? reines WalTerftoffgas, abgefehen voh dam kohlenfauren Gas, welches ddrntelben
beigemen@ ift, und dae einige derfelben im GShren 8fleia
cnfwickcln.
So zum BeiCpiel entbanden lich pus 2,85 Gremme €+
I
fchen Kleber der zu 0,37 a m Wager bertand, und dem
ich noch 16 Gramme WaRer zugefetet hatte, [unter eineld
niit Qneckfilber gelperrten und gefillten Recipiehten innerhalb 5 Wochen 80 Kub. Centim. Gas, dasjenige n~
rechnet , welches das WaEer zuriick behieh j und diefes Gar
heftand aus 6 0 Kub. Centim. kohletiBurem Gas und aoKuh,
Centini. WalTerTtoffgas, das beim Detoniren mit Sauerfto&
gas keine wahrnehmbare Meage kohlen faares Gas bildete.
A1-l~Weizen entband fich duroh eine iihnliche Gshrung
blos kohledaurer Gas, obne dars demlelben WaKerrtoffgar
beigemengt war.
Ein aus 3 Grammegelbe &yeen nnd 11 Gramme
WaCer gebildeter Brei, entwickelte bei einem ShiJchen Ver.
fahren, binnen 3 Wochen, I I 7 K u ~ Centirn.
.
Gas, wwm
88 kohlenfaures Gas und 29 Waflerfioffgas warem.
Ich
habe diefen Verhch mit I Pfunde ErbCea wiederhult, dar
ich in einem Hecipienten 9.011 W a f h that, &Ken Sperp
-
,
,
,
-
L
142
1
wa&r mit der Lrtft in freier Beriihrung war.
Das Cpecif.
Gewicht des Wa&wRoRps, welchcs lich entband, war
0 0853, abgekhen von deiri Stit kgas, wfelches dalTelbe verunreinigte; und es verzehrten 100Miak dieles Gas (deITen
Menge eine Analyfe mehr irn Grofsen erlaubte), beim Detonicen 5 5 4 5 Maah Saiierfiofigaa und erzcagten damit nur
p,64 Maafs kohlenfaanres Gas.
Ich hsbe diefc Verhche noch mit einigen andern S 8 men angefiellt ; dieienigen, welche brennbsres Gas entbanden, gaben imtner reines oder fafi reinei WaITerfioRgas, d a t
aber mit kohlerifaurem Gas vermengt w a r , nnd zwac in eioem YerhiiltnilTe, welches iinmer uiir wenig von x : 4 abwich, das von dcrn WaITer zuriickgehaltene kohlcnfaura
Gas rnit einbegriffen j nnd lo war auch des Gasgeinenge a w
der Starke und nus dein Kleber befchaffen.
Dafs fich t p r n Gahreu reines WaITerfioffgas biltlet, war
bishet noch von nieinand wahrgenommen worden. Es verdient unterfucht zu werdeti , ails welcher Urrach die in den
Morzlien vorgehende Ghhrurig ein von dem vorigen fo vcrkhiedenes brennbares Gas hertorbringt.
v. saq:
Z w e i t e Be rn e r k ung.
-
Ueler die GewichtJ Veranderung. unter Beriihrong
mit der Luft garirender Sliirke ( 0 , t o u. S 432.)
Dars der Riickffand der freiwilligen Zerfetzung, welchc
StHrken-Brei an der freien Luft erlcidet, wenigcr als die
Stiirke, a m der der Brei gemacht worden, wiegr,
khn.
te Eheinen im Widerfpriiche zu fiehen mit dem Rehltate
meiner Analyfe des Stirken. Zitckers, den man diirch
Kochen von Schwefalliiurs und Wirll'er iibcr Starke er-
-
1 143 I
*),
1r;ilt
Nach d i e t r Analjfe fchrieb ich die Verwandlung in Zucker dem Fefiwerden der Befiandlheile des Waffers in der Stirke zu, indem fie nachwiefs, dafs das Gewicht des erhaltenen Zuckers grofser als das der gehrauchten Ste'rke i k , wenn beide in der Temperniur des kochenden WalTers getrocknet worden find.
Bei diefem friihern
ProceKe iTt aber das einzige Produkt , welches man als letztes Refidtat in einiger Menge erhalt, der Zucker, indds fich
beirn Gshren der Stirke an der Luft mehrere Produkte bilden, in denen die Befiandtheile des Wagers auf eine
fehr ungleiche Weik vertheilt find, und aus denen fie fich
zum Theil durch Verdunfiung verliercn,
&lit Jem Ausdrucke:
Fefiwerden der Befiandtheile des WaITem in der Stkke,
urn Zucker zu bilden," bin ich nicht gemeint zu behaupten, dafs fich diefe Eefiandtheile im Zufiande fefien W d e r s
oder Kryfiallwallers in jenem StYrken Zucker befinden. Die
Art, wie fie in ihm vertheilt lind, ifi noch nicht befiirnmt
worden.
Ein folches FeIiwerden des W a l k s findet beirn Behandeln von vegetsbililclien und thierifchen KBrpern in unrern Laboratorien gewit fehr vie1 hiufiger Stott , als man
gewohnlich glaubt. So hebe irh gefunden, dafs die neiien
Eipnfchaften welche das Fett durch die Seifen- Bildung
annimmt, hauptfachlich auf Fefiwerden der Befiandtheile
des Waflers fn &in Fette beriihea.
Denn es gaben niir
beini Verbrennen in Sauerlioffgar 100 Gewichtathelle
Ychweinefeit
,,
,
*)
S. diefe Anna& Jahrg. 1Sx; B. 59 S. 129 f.
CiZb.
I
gewarchen und 'Itrirt
in Seife verwandelt,
oder aus ihrer KaliSeife durch Salztiiire
niedergefchlagen
--
7--
Kohlenfioff
Wafierfioff
SauerRoff
Stickibff
78,843
75,747 Gewtli.
12,1gz
11,615
8,502
12,325
0,313
4473
R
100,ooo *)
100,m
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