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Beobachtungen ber mehrere Glasfarben.

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nen kleinsten ganzen Zahlen ausdriickt. Es entstehen
dann jedesmal mn'-m'n S t a t e in der Zeiteinheit, und
diese Stafse werden gebildet durch eincn Ton, dessen
Schwingungsmenge
ist,
m'+n'
welcher abcr mn'-m'n
Ma1 in der Zeiteinheit seine Schwingungsform stark vergndert und wieder herstellt. Die Starkc diescr StbLe
wird durch die Zahl m'+n' aogezeigt.
rn'n'
Dabei zeigte sich's, d a t diese Strike unabhhgig von
den Combinationstilnen sowohl als von den Bcgleittilnen
sind. Um so merkwilrdiger ist es daher, dafs der Ausdruck mn'-m'n doch immer genau dieselbe Zahl giebt,
welche nacb der von S c h e i b 1e r befolgten Rechnungsweise erhalten wird, wenn man nur beachtet, d a t ich
unter Schwingung die Verbindung eines Hin- und Hergangs verstehe, wetwegen fiir m und n in obigem Ausdruck nur die Helfte der von S c h e i b l e r a h Schwingiuigsmengen angegebenen Zahlen genommen Tperden dad.
Es ist diefs jedoch nicht so zu nehmen, als ob beide
Rechnungsweiscn fiir alle Werthe von m und n, m' und
n' iwmer zu derselbeu Zahl hiuflihrten, aber in dem,
den regelolafsigen StOben zugebarigen Unifange thuo sie
es stcts, wie sich streng nachueisen IaLt.
N i l r n b e r g , deli 19 Juni 1839.
~
IS. Beobachtungen iiber mehrere GZa.$irben;
con D a v i d S p l i t t g c r t c r .
B e i weitercir Versucllen init dew durch Sclincfclk n 1'win
brauugelb gef;irbtem Glase fand icb, dak wenn inan ciii
Stuck dessclbcu horizoutal For sich belt, so dnfs nur dcr
Hiinlnel reflectirt w i d , man dasselbe schon fur sich, olinc
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Hinzunahme cines zwciten, violett gcf:irbt sieht , doch
darf dann kein durchfallendes Licht vorherrschcn , n%n;lich kein weifser hell beleuchteter Gegenstand dahinter
licgen, welcher gclb erscheint. Hier entsteht diese Farbc
also durch Reflexion des schon theilweise polarisirten
Himmelslichts von den beiden Flachen des Glases, wie
eine Untersuchung mit dem Nicol'schen Prisma es auch
zeigt, indem die gelbe Farbe des Glases gleich wieder
hervortritt, sobald alles reflectirte Licht damit furtgeschafft ist, dagegen die violette, wenn man das Prisma
dreht.
Zur nlheren Bestimmung des Hitzgrades, UUI das
braungelbe Glas bis zur Undurchsichtigkcit aulaufen zu
lassen, so ist noch zu bemerkeo, dafs ein schwaches Rothgliihen desselbeo von uogefahr zehn Miuuten hinreicht,
wobei das Glas niclit erweicht; unterbricbt man dieb
friiher, so bleibt es mehr oder weniger braun und durchsichtig. Das undurchsichtige Glas behalt noch seine scharfen Kanten, sind diese aber abgerundet oder die FI&
chen gebogen worden, so hat dasselbe zu vie1 Hitze bekommen, und ist wieder heller und durchsichtiger geworden, daEs man dadurch ganz die ursprlingliche Farbung wieder herstellen kann; solches Glas von Neuem
bis zum richtigen Grad erwlrmt, nird wieder undurchsichtig.
Wegen dieser Eigenscbaft wtirde es auch interessant seyn, damit vergleichende Versuche anzusteUen fiber
die Fehigkeit die strablende Wlrme bei verschiedenen
Graden der Durchsichtigkeit durchzulassen.
Im Vergleich mit aogerzuchertem Glase, so llkt
das braungelbe, aufser dcn gelben, mehr rothe Strahlen des Spectrums durch, wtihrcnd jenes mehr gelbe als
rothe.
Eine andcre auffallende Farbeoerscheinung bemerktc
ich, als ich eiu wit Gold gefarbtes Robinglas dicht am
Auge und ein zwcites eben solclres Stuck entfernt rom
30 *
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ersteren uber weifses, am besten von der Some beschienenes Papier hielt, wobei das letztere Glas dann
intensiv gclb geftirbt erscbien, wiibrend das Papier urnher roth. Hier sieht man am zweiten GIase wohl anch
die complementBre Farbe. Denn durch das nibinrotbe
Glas gegangene Sonnenstrahlen werden durch ein Flintglas-Prisma in Roth, Orange mit gelbem Rand, Blau
und Violett zerlegt, wobei das Gelb beschrhkt, das
Griin aber ganz ausgelbscht wird, so d a t man annehmen kann, daL es die stHrker gebrochenen gelben Strahlen ganz absorbirt. Im Licbt der monochromatiscben
Lampe erscheint diefs Rubinglas sehr schwach gelblich
gekrbt.
Da ich durch Betrnchtung cines farbigen Glases durch
ein gleichgefdrbtes nun mehrere unerwartete Farbenerscheinungen gefunden hatte, welche wohl noch nicbt genugend erklart werden kilnnen, wie besonders die beiden folgeoden , wo die verschiedenartige Absorptions&higkeit stiirker mit einwirkt, so priifte ich ferner noch
ein mit Kobalt gefGrbtes dunkelblaues GIas durch ein
gleiches, und ersteres erscbien dabei uiuletf; mit Braunsteiu gefi4rbtes dunkel violettes Glas, durch cben solches
Besehen, aber blau. Diese beiden Glaser, welche tibrigens selir verschiedene Farben zeigen, unterscheiden sich,
durch das Prisma untcrsucht, niir dadurch, dafs das, durch
eine nicht zu diclie Schicht dcs blauen Glases gegangene
Sonnenliclit obcn cinen violetten und unten cinen grtinlichen Rand am blauen Spectrum zeigt, dicses aber durch
eiuen breiten dunkeln Raum win tiefrothen Bilde getrennt ist ), wBlirend das durcb die violettc Scheibc geemgene eioen gelben Rand am hclleren rotben Farbenbildet uod dieses wieder dmch einen breiten duakeln
Zwischenmum vom tieferen blauen getreuut zeigt. Durch
das blaue Glas werdeo also die weniger gcbrochcnen
1 ) N a n v~%l&ehe die intcr-nte
hbhandlmg des Hm. Pro[ D o v e
iiber die neucre Farbenlelirc,
S. 14.
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gelben Strahlen, vom violetten aber die stirker abgelenkten absorbirt.
Der mit Kochsalz versehte Alkohol brennt, wie bekannt, mit einer ziemlich einfachen gelben Flamme, do&
siebt man bei der Analyse mit dem Flintglas-Prisma daran
noch einen schwach @inen nnd blauen Rand, nelcher,
wie der Hr. Prof. D o v e gezeigt bat, von dem obigen
braungelben Glase genzlich absorbirt wird. Bei diesem
uicbt ganz einfacben Licht untersuchte ich nun noch jeues blaue und violette Glas, und fand hier noch einige
Differenzen.
Halt man das dunkelblaue Glas vor’s Auge, indem
man durch das Prisma nach jenem Licht siebt, so verschwindet die gelbe Flamme gang und man bemerkt nur
eine blaue mit der Spur eines grunen Randes, und dann
ganz getrennt dovon ein tiefrotbes, kaum wabrnehmbares Flammenbild , welches fruher, bei der Untenuchung
der Alkoboltlamine filr sich, nicbt zu sehen war, vielleicht wegen der Oberwiegenden Leuchtkraft des Gelb,
an dessen wenigst gebrochenem Rand es sich be 6nden
mufs, und mit dem es zusammenf&llt. Nimmt man das
dunkel violette Glas dagegen vor’s Auge, so sieht man
auch zwei Flaminenbilder, ein schwach blaues und ein
gelbes, aber nicbt das Geringste von dem vorher bemerkten rotben, obwobl das gelbe im Ganzcn etwas
dunkler erscheint.
Aus dem Vorhergehenden ist, zu ersehen, dafs mein
blaues Glas sich bedeutend von dem von B i o t untersucbten unterscheidet, welches die Phosphorescenz des
von D a g u e r r e priiparirten Schwerspaths erhiihte, indem
es weit weniger gelbes Licht durchlsfst, also wohl im
nocli hiiheren Grad das Leuchtcn durch Insolation begiinstigen m u t ’).
Auch in dieser Hinsicbt ist es uutersuclit worden,
iudem ich init Schwefel gegliihte Austerschalen theils fur
sich, theils unter diesem uud venchiedenen anderen Glas1) s. Ann. Bd. XxxXyI S.613 und 615.
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platten zu gleicber Zeit den Sonnenstrahlen aussetzte,
wobei icli wirklich fand, dafs die uuter dem dunkelblauen
GIase gelegenen, auch nicht von demselben berabrten,
Scbalen am sttirksten und llngsten im Dunkeh pbospborescirten, auffaliend starker \vie die unbedeckten, und
sich die Reihe der GISser nach der erregten Intensittit
des Lcuchtens ungefahr so folgt, dafs das dunkelblaue,
7 Millim. dicke Glas obenan stebt, dann das
Millim.
dicke dunkelviolette, d a m 4 Millim. starkes hellblaues,
dann 3+ Millim. hellviolettes kommt, und nun erst die
uubedeckten Schalen und die unter griinem GIase folgen. Die Austcrscbalen, welcbe unter d Millimet. dikken hellbraungelben Glasplatten gelegen batten, zeigten
durchaus keine Phospborescenz, auffallendemeise aber
diejenigen unter 6p Millim. dicken und dunkleren braungelben eine Spur.
X. Meteoreisen con Potosi.
H r . J u b e n , Lieutnant in der franziisischen Marine, bat
aus Peru unter andercn Mineralien ein Stack von cinem bei Potosi in Bolivia gefallcnen Meteoreisen mitgebracht. Es enthalt Poren, meist von uuregelmtifsiger,
zuweilen aber von rhombiscb dodecaedrischer Form, hiu
und wieder gefiillt mit einer olivinartigen Substanz. Es
zeigt keiiic Spur von Scbmelzung, wohl aber Zeicben
von crlittner hoher Temperatur. Das Eisen ist ungemein ziihe, lafst sich aber btilnmern und feilen, oxydirt
sicb auch nicht an der Luft. Nach der Analyse eiues
Hm. M o r r e n bcsteht cs aus 90,241 Eisen und 9,759
Nickel ohne Spur POD Kobalt, Kupfer oder Maugan.
Das mitgebrachte Stuck wird im Museum zu Angers vcrwahrt. (Phil. &Tag. Ser. 111 Yd. XIV p. 394.)
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