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Beobachtungen der Feuerkugel am 8ten Mrz 1798 und Bemerkungen ber dieses Phnomen.

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VI.
EEOBACHTUNGEN
d e r F e u e r k u g c l ant S t e n i v u r z r 7 9 g
uua! B e m e r k u n g e n u b e r d i e J e s
P hii n 0 I I L e n ,
van
P. P R E V O S T ,
P r o f . d e r P h i l o f o p h i e zu G e n f .
')
Z m a r ilt es nicht leicht miiglich, Feuerkugeln mit
Genauigkcit zu beobachten, wir cliirfen iiidels, woll e n wir zu niihern AuflchliifTen ilber ihre Urfache
gelangen, die Beobnchtung clerfelben darurn nicht
vernachliiliigen.
Vielleicht, dals auch daclurch
*)
Zulamnien gezogen aus dem Journal de Phyjigue,
59, p. 29 f. Vergl. Annufen. XVIII, 275 0.
p r e v o R' s Auffatz khien mir vorziiglich gerchickt
zu reyn, darauf aufrnerldarn zu machen, was und
&e man beim plotzlichen Erkheinen einer Feuerkugel zu Leobachten habe. Mochte e r Vera&[rung werden, dafs wir van Freunden der Naturkunde iiber kiinhige Phanomene dieler Art vieJe
&nliche Bemerkungen erhielten. [ Diefes fchrieb
ich im vorigen Jahre, ein Paar Nonate vor der
Nachfrage auf dem Umfchlage des forigen Stiicks.
Diefe Kachfrage ]nag furs erhe wenighens beweifen, dals es mir mit jenem W u n k h e aller Ernfi
w a r , und bringt vielleich auch f i r kiinrtige phgnomene Jieler Art einigen Nutzen. ]
d. H.
t.
[
121
3
einft mehr Licht Gber die Befchaffenheit der hshern
Schichten unfrer Atinofpliiire, upd fiber die Vergnderungen, die j n ihnen vorgehn? verbreitet wird,
und das wilrde fur die Meteorologie ein grofser Gewinn leyn.
1.
B e o b a c h t u n g e n d e t F e u e r k ZL g e 1.
A m @en MPrz 1798 urn halb Geben Uhr Abends,
als es 6nftrre Nacht war, und icli gerade eine
Stra-
fse entlang ging, die nach Nordweft Iiiuft, wurde
es p1;tz:ich
um niich h e r hell. Die Haufer Warfen ftarke Schatten in der Strafse, welche fich
ziemlich langfam von rler Linken ziir Rechten , ( etwn 12 bis 1 5 Furs weit in der Secunde,) fort bewegten, und als ich mich umkehrte, erblickte i c h
cine Feuerkugel, welche die Strafse fchief durchfchnitt, und t c h faft von Oft nach Weft, (vielleicht
ein wenig fiidlich,) bewegte. Sie war, als fie die
grGfSte Hahe hatte, nach meiher Schatzung, ungefziir 30" vom Zenith entfernt, fchien m i r fo grofs
ds der Vollmond, und hatte einen fehr ftarlien
Glanz , von anderm Teint als der hIond, dem der
Sonne Ihnlicher. Sie verfchwancl zu bald hinter
den Dichern, und ich war zu wenig auf das Be&achten gefafst, als d& ich ihre Forin genau bane
wahrnehmsn kiinnen; auch bemerkte ich nichts
von den: Schweife , den iiiehrcre gefchn haben w01]en, und tler ddier auf keinen Fall yon bedeutander Griii'se und ftarliem Slanze gewekn Ieyu kann.
Als das Meteor mir
aus den Augen war, laufchte
ich ftill Ftehend, uncl hijrte nach einer Zeit, die ich
auf I bis 2 hiinuten fchitzte, deutlich eine Detonation, dem Hnalle eiiier 2 bis 3 Lieues entfernten
Kanoiie ahnlich. Eiri iehr aufmerkfarner Illann,
mit d c m ich %hen geblieben w a r , hijrte cliefe Detonation, \vie ich.
Man hat dieks Meteor i n G e n f von mehrern
Stellen aus gefehn. Einige, die einen freien Horizont hatten , glaubten wahrgenomrnen zu haben,
dafs es wie eine Leuchtkugel (JuJk?] zerplatzt re).,
und zwar, wie fie meiiiten, ganz in der Ilahe,
nber einem der nachften wefdudweftlich gelegenen
Orte. Diefen O r t geben fie indefs nach Verfchiedenheit ihrer Standpunkte fehr verfchierlen an,
io dafs es damit diefelbe Bewandtnifs , als mit Clem
Eloxide hatte ,der, von verfchiedenen Stellen aus geEehn , an der Spitze verfchiedener Gegenfthde zu
ftehen fcheint, in deren Schatten man fich befindet.
In C o p e t , welches 6300 Toifen, oder etwas ilber 2f Lieues in nijrdlicher, ( n u r wenig oftlither,) Kichtung VOI[Genf entFernt ift, fah Machfile N. D. diefes leuctitende Meteor. Die Hijhe,
worin es fich zeigte, ltonnte fie nicht deutIich bezeiclinen; doch fchien es i h r , wie fie fagt, da es
am hijchiten ftand, VomHorizonte und Zenith gleich
weit entfernt, oder eher noch dern Zenith etwas
ngher zu feyn.
Von L a u Fan n e , welches in gerader Linie
27000 Toifen, oiler I 1,8 Lieues , von Gcnf nord-
aftlich liegt, habe ich nur eine fehr unvoilkommene
Beobachtung erhalten. Mehrere, die das Meteor
von eineni I-Iiufe aus gefehn und verfolgt hatten,
hielten es filr ein Feuerwerk. Es hatte verfchicdene Farben und bewegte Gch fchnell. Man erwartete eiiie Detonatfon, hiirta aber nichts. Es erhellte tlas Innere einer Stube.
Aucli zu G u m i n e , 20 Lieues von Genf, zu
S o y i f e l , zu C h a m b B r y , und anandern Orten,
ift die F e u e r l q e l gefehn worden. Dafs man fie
in der Schweiz iiicht mit mehr Sorgfalt beobachtet
hat, w a r bei der dainahligeu Lnge der Sachen fehr
nat;\rlich. Was Savoyen betrifft , fo findet Gch in*
iYloguziib encjclope'dique , t. 6, p. 400 , folgende
Kachricht: ,,.Am 8ten M5rz um halb fieben U h r
Abends hat man aller Orten iin Departement des
.hlo n t - I3 1a n c ein feuriges Meteor gefehn. D e r
Hitnmel war heiter , bis auf einige lehr zerftreute
Wolken. D e r Kern des Meteors faah wie eineBirne
aus und khien von Strahlan umgeben zu feyn. Er
zog einen Schweif nach fich wie Feuerwerk, n u r
Nach
heller, und war von lebhafterm Lichte.
einem fchnellen Fluge von Oft nacli IVeft , und ein e r Sichtbarkeit von 4 bis 5 Secuiiden platzte das
Meteor, wobei fich eine g r o h e Menge leuchtender
Theilchen den hell glanzenden Funken der Feuerwerke iihnlich, umher verbreiteten, uncl einen Au-genblick darauf hijrte man zu C h a m b b r y ein
G e r h f c h , wie einen entfernten Kanonenfchufs.
hian verfichert, dafs in i e s B e a u g e s , 6 Lieues
*.on CharnbCry, die Detonation fo heftig gewefen
fey, cIafs tlie Ercle clavon gebebt habe.“
Bei cliefet Beobachtung, die zu Chambkry gemaclit zu feyn fcheint, fehlt die Angabe det Himmelsgegend an der clas Meteor dort gerehn wurrle.
I n Genf w o es fehr tlunkle .IL’acht war, war der
Himinel wolkenlcer. L, e s B e ;Iu g e s find Berge,
die bei A i x , ( 2 grofse Savoyer Lieues von Chainbery,) anfangen, uncl fich nach Siidoften ziehn;
was von der gewaltigen Explofion dafelbft gefast
w i d , Echeint intlefs auf blofsern HijrenIagen zu beruhen.
2.
Einige Folgerrrngen aus den Beoba c IL t ti n g e n
.
Vuhre Hohe und Entferiiung des Meteors. Uin
&ere zu berechnen, nimint P r e v o f t a n , die
Feuerkugel habe fich zu gleicher Zeit irn Meridian
von G e n f uncl C o p e t in ihrei- grijfsten fcheinb x e n H i j h e befunden, uncl nun rechnet cr, als w3re
die Ercle eineEbene , welches an fich ganz unzuldffisilt, i n diefeemFalle jeJoch hingehen kann, tla alle
Data cler Rechnung h6chlt mililich iind. *) Sind
01,
”)
DaCs P r e v o I i nirgends ein Wort iiber das Unzulaffige der folgentlen Formeln Lgt, die niir,
w e n n die Erde eine Ebene wdre, gelten, und fur
die Iphiirifcche Erde Can7 anders ausfallen, [man
[ h e die Berechriiingerr iin vorigen Stiicke uber das
Nordlicht,] iiberraichte iiiich, ds er doch Coogar
an Verbelkrungen wegen der KeEraction denkt.
Da
P , (Fig. 6 ,
Taf. IVY) die MeridianhiShen clef
KuSel in Genf untl CoFet; y die fenkrechte Hijtle
dcr Iiugel ilber der Erde; x der Abltand des Ortes,
uber cleiri tie fikh clamahis f e d a e c h t befmd, fGdIich \;on Genf; und a clie Entfernung Genfs von
Copet: fo ilt, [ Gcht lnsn die Erde als eirle EbeI,
u n c l die gcradlini~eEntfernung der Feuerliugel, als
fie Gch i;n ,Meridian v o n Genf befanil, von Genf,
oder G F = x
. cofec. a.
Nun inacht P r z v o f t iiber die Grafse von
01
untl fl zwei Rypathefcn : El--tens, die fileridjanhijlle
der K u p l bctrug in Genf wirlilich 60' und i n C o p t :
45-., wie es die angefuhrten Beobachtungen fagen;
z;p:ritems, (liefe Scli3tzungen beziehn fich a u f cIas
fcheiobar abgeplsttete Hinimelsgewolhe , cia denn
Punkte, die u m dcllelben vom Horizonte abzuftehen
fchcinen, S m i t h ' s O p t i k , Tit. I , Art. 163, genisi's, nur eine Hiihe von 38", uncl ein Punkt, cler
in tLer Mitte zwilclien Zenith undHorizont liegt, nur
eine Hijhe von 25' haben wiirde. D a nun die Ent-
Da es indefs hier hauptftichlich nur auf die Entfernung des Meteors von -Genf ankain, und ihm diefe
Irine Hecbnung fo ziemlich giel)t, auch wegen der
Ndie des Meteors die iibri;ren Beftimmungen minder fehlerhaft werdm; fo I i i e i t irh es nicht fiir no.
this, die Berechnung zu v e r b c & m , urn fo we&
gcr, da die meilien Data fo gar ungewifs find.
d. H.
A n d . d.PhyGk. B, 19. St. a. J, 1805.
St. a.
P
hrnunp &nfS VOn C o p t , oder a , 2,75, Lieues betrigt, fo findet fich
in der e r - e n Hypothefey = 6,5, x = 3,767,
GF- 74, uiid C F - 95 Lieue;
in der sweitrn Hypothefe aber y = 2,,55Lieues,
= 3p7,
1:
G F = 4;, uncl C F = 6; Lieue.
Detonution. ,,Gefetzt ," fiihrt P r e v o I t fort,
,,die
Detonation , welche wir hijrten , hsbe von
cIem Meteore hcrjeriilirt , uncl cliefes fcy 2err;tIe irn
Meridian von Genf zerplatzt, 10 konnte, ila der
Schall 1070 ( ? ) par. Pufs in einer Secuntle zuriicli
legt, der Knall cter .if, ocler, nach c l e r zweiten Vorausfetzung , 41 Lieue voii Genf entfernten Esijlofion, erft nacli I' 36", ocler ini zweiten FJLc e d t
nacli 53" zii uns komnien.
S'ach unfret. Schiitzung hijrten wir den Knall I his a Ninuten , IUC&IClem das Meteor clurch unfern 3Iericlian gegaiigen
tvar. Es fcheint folglich wirklich in unIern1 >jerjdian, oder cloch nur einige Secunden vor ocIer
nach clom Durchgange clurch denklhen zerplatzt zu
Zeyn. Durfte inan ficli auf clie Erziihlung Iron tler
heftigen Explofion in 1e s B a LI g e s verlaffen , fo
miifste es zerplatzt feyn, che es fich in unlerm &Ieridian befand , cla 1 e s B a u g e s iifttlicher liegen,
uncl alle B e01x1 ch t u II ge n cla r i n z ti [a nim en fti rnni en,
clafs das Meteor fich BOII OIt iiach Welt bewegt
hahe.
\Vir hiirten nur einen einzigen Schlag, welches
bemerkt ZLI werclen verclicnt, w c n n 11x111 die Urfacheii cles Phinonieris aiiffp iiren will.
Ereig-
-
nete iich (lie Detonation 4 Lieues von uns oder weiter, ro inufste tie fehr ftark €eyn, da fie m i r wie
ein Kanonenfchufs in 2 bis 3 Lieues Entfernung vorkam , iind tlie gcringe Dichtigkeit cler Luft in den
Regionen, in welchen dds Meteor fich befand,
(felbft die lileinere cler berechneten Hijhen ift noch
9; hldhl priifser als tlie Hiihe des Monthknc,) die
Iiiteuii t i t des Schslles fehr vermindern mufste.
Durchmefler. D e r Diirchmeffer der Feuerkugel mufste, da fie fo p f s als der Vollmond fchien,
war fie 7:'Lieue von Genf entfernt, 152 Toifen,
w a r Gi? aber n u r /rJ Lieue eiitfernt, Sg Toifen betr,igen. Bzi tlein Detoniren einer fo ungeheijern
Kugel Iconiite allercliiigs die Grofse erfetzen, w a s
Clem Schalle wegen cler Entfernung und der Dannheit cler Luft an InteLifitiit abging.
Siclitbnrkeit. I n dem ,4ugenBlicke, als das Meteor fich in dem Meritlian von Geiif befand, hatte
es eine Hijhe von 6; Lieue nach der erften, und
yon 2; Lieue nach cler zweiten Nypothefe. Eun
betrjgt der HalbmefCer der Krde 1433 Lieues. Folglich geben die Winltel, rleren Secanten r47x15 oder
-*43S'5 find,
-443% '
den Hdbmeffcr des Kreisfegments , auf
:+;A
weictiern clas Phr?notnen in dem Augenbliclte Gchtbar war. D e f e r fiaIbrnefCer betragt irn erfteiiFslle
5" 27' oder 136 Lieues, im zweitea Falle 3O 23'
oiler 85 Lieues. Da h s Meteor inrlefs nicht ftill
ftJiicl, fondern fortzog, fo war es i n einem weit
ausgtdehntern Rawne lichtbar.
P 2
Mir errchien es in tier Grijrsc tles Vollrnontles,
oder etwa eincn halben Grad im DurchincCCer. I n
Gegenclen, wo es n u r eiiie fccheinbare Grijfse von
5'
h at t e , m u % inan es als eine Sternfchnup;)e ge€>hi haben.
Z w r ift tlas eiii DurchniefCer F; hlali1
griifser als dc r tlcr Venus in i h r e r uiitcl-11 Ceiijunction, untl die Sdieilie wsre alfo noch 2 j Mahi grijfser als (lie cler Veilus gewefeii ; tloch, cI';!iikt injr,
wiircle eiiic Sc!i=ibe, clic n u r rlep $Cten Tiicil lo
grofs als tlcr Rioncl w i r e , am Horizoittz r;ici:t It+
lter i n die Augen fal!cn, als eine SrOCSe Sternfchnup-
pe. Eine fchcinbare GroCse von 5' hatte rlic Fcuerkugel in einer 6hInhl grijfsern L i t f e r n u n g , 31s die,
aus cler ich fie Mi, cl. h., in einer EiltEei.!:un: vein
45 Lieues nnch dc r erften,
uncl voii rT, Llelics r;;icli
cler zn-citen I.lypothef,-. Wa!irklieinlic!i h;;: inan
fie d a h e r nur iniicrhalb cliefzr Entfernunseii i*;dirgenommen ; tienn wcitcr nb zeigtc Gc fich Z L iialii:
~
am I-Iorizoiite , ui:cl man wCircie !;c far Feuerwerk,
nicht fiir eiue StcrnTchnuFpe gelidten liaben.
zweiten 5 , 2/15 = 0,6375 Lieues.
Die erfte
Gefchwindigkeit wiirtle 15 Malil, die anclere 6 hlahl
grofser feyn, ais die, init welcher ein Punlct des
Aequators fich uiii die Erdachfe dreht; und die GI?fchwindiglteit cler Errle in ihrer Bahn , ift nicht viillig 6 Mali1 gri;ker, als das Mittel aus jenen beiclen
Gekhwindigkeiten.
Dafs die wahre Gefchwindigkeit der Kugel grofser als ihre fcheinbare Gefchwincligkeit war, ift
fehr mbglich, da fie iich vielleicht auch ziigleich in
unfi-er GeEchtslinie bewegte. Jhre Gefchwindigkeit nach lenlirechter Richtung auf unfre Gefichtsh i e , clas haifst, vo~iOft nach Weft, war indelrs
gewifs nicht ltleiner, als ich fie hier berechnet
habe.
Dnuer der +??rfchciizzing Fiir einen Ort in ehenein Lnncre, durch clefCen Zenith tlas Meteor gegangen kiire, wihde die gsnze Dauer cler Sichtbarkeit
der Zeit gleich feyn ,welchc clieFeuerkuge1 braucht e , u n den
~ Durchtneffer tles oben berechileten Kreifes der Sichtbarlieit zu durchflicgen. Diefes gjebt
nach cier erften Hypothefe eirie Dauer von 2' 4j",
nach der zweiten Hypothcfc von '.;L 52!'.
Da inan indels die Feuerkugel im erften Fallc
nicht fiber cine Entfernung von 45 Lieues, im zweit e n nicht flber 25 Lieucs hiiilils bemerkt haten
w i i d e , fo gicbt das fiir die gailze Datier dcr BeohAuch dieits
achtuirg hiidiftens $5'' oclc; I so''
fetzt hijchlt felteoe und griultige Umftiintle voraus,
uncl fchwerlicli hat fie irgencl ein Ueobachter fo Iange Zeit iibcr gefehn. * )
D i e & Kiir;e der Sichtbarkeit ift tlann auch wold
Schu!!l, clak inan (13s Meteor iijcht in alleii clen Verfchieclenheiten gefehii h a t , worin es ficli Lei ein e r l i n g e r n D a u e r walrrfcheinlich wiircle gczeigt
haben.
Hatte clie Feuerlcugel zugleich eine EeweSung
aufwiirts geliaht, fo wiirde clailurch z\mr clie D'iuer
i h r e r Siclitbarlieit an fich vergrijfscrt worcleii feyn,
ihr Glanz untl i hre fcheinbare Grijfse aber wiirclen
fich betlentencl verminclert haben.
Beinerkungen iiber die LuiiJiiiiier BcoLnclLtit?1g.
ESfcheint, dais zu Laufanne tlas Meteor hell g l a ~ z t e , aher iiicht hoch iiber tlein Ilorizonte ftaiicl, rla
es clie hintere Wa nd einer ziemlich nieclrigen Stube
m i t ldeinen Fcnftern erhellte. I l a m i t l t i ~ n m e nauch
folgentle P~echnungeniiherein, clie iiiclefs liicr nocli
mintlei- genati find, cla Lauf;inne u n d G c ~ iiicht
f
unter einerlei Mcriclinn liegen , [ u n d , bei iiirer viel
weitern Eiitfernung r o n einancler, J i c Erclc Gch noch
-
Da
viel weniger far eine Ebcne nelimen 13f:;t.l
Laufanne von Gziif
L.icues cntfernt ift, fo het r u g clie Tangelite cler pii fst e n fciieinbareIi Hahe
des Meteors zu Laufallne nncli cler crften J-lypothe-
11,s
*)
P r e v o ft rcheint m i r hierhei aus der Acht zu lac.
f e n , d a k er lo e k t i w a ~ i ~ c f i e i n l i cgerriacht
li
hat,
JaG das 3letcor irn J l e i i d i a n v o n GenF zerplatzt fey.
Dieres fclirankt die Sichtlnri\eit deCklLen yon Genf
und den I~ennchl)ar:enSt.iclten aus, auf die Halfte
der obigcn Zaiten ein.
d . H.
c
=3=
1
folglich die grijIsteJ:Aeiubnrc HU1r.e felhft, m c h d e r
erlten Hypothefe 22'' SI', nach tler zweiten 9' 37'.
Und ctaraus folgt ein Abfttancl des Meteors voii l.aufanue, als es i m Ncriclian diefer StarIt war, von
16 8 Lieues ancii der erften, und von 15/26Lieues
nach cler zweiten Hypothefe.
Die lcheinharen Durchmelfer des Meteors in
Genf und Lauftme inukton fich verkehrt verhalten,
wie clie Entferiiung des Meteors von diefen Orten ; folgiicl~ nacli der erfteii H p o t l i e l e wie
16 8 : 7 , 5 ; nnch tier zweiten, wie 15/26 : 4/14
Zwil'clicn beicleii fiilt clas Verhiltnifs von 3 : I ungefiihr in die 3littc.
IIiernach mufste in Laufanne clils Meteor lich
nur t lo g r d s als der VollinoiiJ zeigeii, untl folglich ungeffahr lo \vie tlie Leuchtltugeln der Feuerw e r k e r , \vie tlas wirlilich cler Fall war.
Was cleii Glaoz betiifft 10 nimint det nur danq
mit der Entfernung a!) , wenn wegen der nicht vollk o m nin en D urcl: l i d 1 tig1ie.it tl es Mitt e1s Lich t verloren geht. PViirile 'gar lteiu L i c k aufgefangen y fo
mitfste , nach eiiier Zehr gegrilntleten Benierkung
L a m b e r t ' s , der fcheinbare Glaiiz i n alleit Elrtferiiuiigcn derrelbe feyn. Daher tlarf der Glani.;,
rriit clem das Meteor fich in-Laufanne zeigte, nicht
fiberr-f
" c I lC11.
Jf'ic;lcrhohlung. Aus allen diefen. Folgerungen
fcheint niir zu erhellen, tlak tlie Hypothele f a r die
wahrCchdnlicliere zu nehmen fey', nach welcher das
Meteor die lilciiifte fenkrechte Hijlie hatte. Folglich clie zweite Hypothefe.
WahrIchei:ilich gins claher die Fcuerliugel durch
das Zenith eines O r t e s , cler 3' Lieue fudlich von
Genf liegt , j n einer Ienkrechten H d i e iiber tler Erdfliiche von 21 Ljeue. Von Genf war fie tlamahls etwas ilber 4 Lieues entfernt.
Sie tletonirtc einige
Secunclen vor oder nnch ihrem Durchgange tlurch
den Ncriciian v o n Genf. Ihr Durchincffer betrug dnmahls 83 T o i f e n , uncl fie w a r 85 Lieues ~ J Icler
H u n d e fichtbar, fie1 jecloch nur etwa ~ >Lieues
5
in
der Runde tlnrch ihren hellen Glanz a u f , u n d zeigt e fich weiter ah n u r -,vie cine Sternkhnuppe. Sie
bewogte fich niit einer GefchwincLgkeit von Lieue
in d e r Secuncle, und folglich niit yg tler Gefchwindjgkeit d e r Ercle i n ilirer Bnhn. Es war Iniiglich,
das Phiinomen eine volle Minute l a n g , [vielmehr
nur 40'' lang von Genf uncl den benaclibarten Ort e n aus,] z u feehen, +) doch k i t t e n tlnzu nusneh-
<
mend gilnItige Umftanrle gehijrt ; wahrEcheinlich h a t
jeder Beobachter fie nur einige Secunden lang deutlich p f e h n .
3. N . u t u r i i ~ dUrJclche
dcs Meteors.
W a r tlides Meteor ein entziindeter felter Kijrp e r , fo li"i1i1t5 ninn anncliinen, er fey clurch Zurilcliweiciien, ( f o x e tlr r c r u l , ) nsch A r t d e r Rak e t en in B e:x@;I n ,c: ge 1; o in :ii e n.
W a r es cjr: Verbrcnncn c i n s Zugs hrennbarer
Materie, io iioniite tliefe iCSaterie lcliwerlich etwas
*) Vergl.
s.
d o , Anin.
d. H.
anderes feyn, als Wafferftoffgas mit atmofphirifcher
Luft vermifcht, und wir hatten hier ein recht auffallendes Beifpiel von d er aufserordentlichen Gefchwindigkeit , womit die Entzanclung Gch clurch
die Knaliluft fortpflanzt. Dann hiitte miiffen ll'affer yhi l t l e t werclen ; dafs i n Genf liein Regen h e rnb fiel, widedpricht Clem nicht.
Elecirifche FunIcen , die in unfrer Atn;ofphiire fo h h f g find, hatt e l l clie Entziinclung bewirkkn kiinnen, o d e r vielleicht die Flamnie eines Vcllians.
Die unglaubliche Gefchwincliglccit des Meteors?
und die Richtung defrelben, k6n:iten aur" tlen Getlanlcen filhren , es fey ein Ii6rper, den die Erde in
tlen Eliinmelsriiumen angeti-offen, oder vielmehr erreicht habe; eiiie Idee, gegen die man indefs, wie
es iiiir lcheipt, nicht mifstrauifch genug feyn kann,
obfchon ein Einwohner Gcnfs mich verfichert, er
liabe zwei Jahre froher eine iihnliche Feuerltugei
ganz in derfelben Richtung hinziehen gefehn.
Bewegten fich tliefe Meteoro wirldich haufiger
von Oft nach Well, als nach jeder wclern Richtung,
fo ware das ein merliwtircliger CT:;:ftaiid, d e r fich
vielleicht aus der Uniclrehung dc; Ercle urn ihre
Achfe erklaren liefse. Geletzt, es l-ttrige in d e r Atmofphire ein Zug brcnnbares Gas auf, fo wird das
anfangs eine fcnkrcchtz S;iu!c bilclen , his cs Luftfchichten erreicht , die eine bedcu:el:cl grijfsere Rof 3 ti o nsge Tch win d igk eit ha b en.
Di 2 fe w c rcl e n inachen, cids die Siitdc fich von Oft nach K e l t neigt.
Nach tler Hbhe des Genfer Meteors zu urtheilen,
befand fich tler obere T h e i l d er Saule in eiueui Punk-
€
234
3
t e eincs Erdhalbmeflers, cleflen Rotationsgefchwindiglieit urn & grijker war, als die ties unterften
Theils; ein Ueberk1iuf.s an Gefciiwindigkeit, tier
ausreicht, uin die Erfchciaung zu exklaren.
Diele Bleteore i i i i t l nicht feltcn. In den Abhancllungen der gclclrl-ten GeMlfchaften wertlen illr e r melircre erwiilint. \'or 15 Jahre11 faah ich eins
i n Berliii, welclies iiljer tlie Stailt ivegzog, und die
Diicher zu beriilxen, kchien; cloch iton:ite ich niir
clamalils lieiiie corrc!untlirenclen
Bcobachtungen
v er fcti a f f e11
Es wire zu wi'lnfchcn, dafs man, von mehrern
entferriten Orteii aus , die Sternfchnuppen ZLI heftimmten Zeiten genaa beohachtete. Man wiirde
dadurch rictitigere Vorftellunjien ilher ihre Cenkreclite Hijhg u n i t wa~~rlcheiulich
anch iiber ihre
Natur. und ilireii Zufaniiienhang niit anclern intereflaliten Pkinonieneri crllaltci:. ") ;\.Ian erinnert fich,
&fs L a m b e r t tlie f i ~ o b a c h t L ~ tiler
i ~ SternfchnupFell als ein Mittel n c g e g e b w hat, die Lgngenunterfchieile zweier fehr na:izr Orte zu beftiinmen.
Diefe Beobachtungen haben dalier ein Intereffe von
tnehr als Einer Art.
*)
Die verdienfilicken Bemiih:in:en der Herren B e n z e n b e r g unrl U r a n d e s lint1 a!ro P r e v o f t gana
unhekannt ~eliliel>en
! >logen fie an ihm fich einen
eifrigen Mitleobachter fur die Zukunft verCcchLtfFen.
d. H.
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