close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bericht ber das gediegene Kupfer das sich an der Sdkste des Ober-Sees in Nord-Amerika in grossen Massen findet.

код для вставкиСкачать
ANNALEN DER PHYSIK.
JAHRGANG
1822,
V I E R T E S STUCK,
I.
Bericht &her das ,qedie,gene Kupfeer , dae Jch an de:
si;dkuf2e de8 Vber - Sees in fiord -.Amerika
in grgsen Mafen $ndet;
HEXRY
R. SCHOOLCRAFT,
im Dierifie der Verein. Staaten "1.
Mit einigeq Bomrrhngen von Gilbert.
Schon in des Baron La Hon t a n Reife durch Canada ails dem J. 1% wird erzalilt 'Cp. 2 1 4 ) ) dafs sin
Ober - See Kupfer von Iblcher Reihheit vorkomme,
dah man daraus f an Kupfer erlialte. Nach des
Pater C 11 a r 1 e v o i x Reife durch Nord Amerika (B.2
S. 45) hielten die Wilden die groken Stiicke Kupfer,
welclie am Ufer und auf einigen h f e l n des Ober-Seeu
-
@)
Frei bearbeitet nrcb feinem ,,Oneida im State von NewYork d. 6 Nor. 1820" gefchriebenen Baricht an den SmzretF
des Kriegr-Departernentr der Vereinigten Staaten. welcher fich
in d e s Prof. Silliman's Ammis. journ. of /ciancsr findet.
Der Ober-See ( h k r S o p r i o r ) ifi der wertliclifie und gtorste
der grofaen Canaaifchen Seeu, aur denen der St. Loreiiz-Sirom
-
rbfliefst, und kine LPnge betrggt gegen 100 drutfche
B. 70. St. 4, 3.1831. !jt. 4.
Annd. cl. Pliyfi4.
Mellell.
Y <
- > .
I
[ 338
1
vorkamen, 4'iir Gefchenke nnter dem WaEer lebellder
Gotter, lalen die kleinGen Stiicke auf ohne fie z u
brauchen, and er&lten, elienials liabe ein zunSelleurer Kiipferblock hoch au5 dem WaEer h e r a v p r a j i t ,
fey aber verl'chwunden [vcrmuthlich mit Sand luid
Sclilnmm bedeckt worden 1; wie rein es fey erlielle daraus, daL ein Jefuit, der elieinals 'ein Goldfclrmidt
war, allerlei Geriith daraus bereitet habe. Kapit. C a r v e r kam zwar 1766 niclit Ielbfi dnrch die Gegenden
an der Siidfeite des Ober-Sees, bericlitete aber i n l'ciner Keife-Uerclireibung, dafs fich Gediegen Kupfer in
Menge an den, OiitonaSoi: oder Ku~ferniiiieir-FluITe,
und nm die Quellen des Cfiippeway rind des St. CroixflulTes finde. Fiinf Jahre f p t e r fanden zwei Abentlieurer Naniens Henry und B o f i w i c k a11 dein
Uikr dea Ontonagon einen ungeheuren Klunipen Gediegen Kupfer, u n d bei Point Iroquois wollten fie ein
8 Pfilnd ichweres blizuec, litlb-dnrcl~cheiiienilesSilbererz ausgegraben haben, welches fie iiher Montreal nacli
England bmchien, u n d da6 beim Probireii 60 Proccnt
Silber gegeben lmben mid in das brittifclio Mul'euin
niedergelegt worden feyn loll (Henry's travels 11. 30).
Eirie Gel;jllfchdt reicher Englsder l'chickte den Finder und Bergleute aus, nni h e r Silber -Bcrgwerke 811zulegon diefe fanden Gch aber niclit.
Ale nnter den: Pruidenten Adanis, bei fcl~neller
Vermelirung der Flotte, der Bedarf von Kitpfer in dell
-
,
,
-
,
Drr fehr broite Abflufs am ihm in clcu Huron-See, wird der
FhJr Sc. Maria genannt; er bildet den gleichaamigen Waflerfall, uud umllrtrlmt an Rinem Eintrtitt in den Huron-See dio
crofse Infeel St. lofeph. Durch den Flufs Sc. Clair ftiotst dar
WaUer aus durn Huron-See io den Ontario-See,
Gilb.
I 559 1
,
Vereinigten Staatm aulZlerordentlicli zunahm m v d e
die Regierung a uf diefen Kupfer-Heichthum aufmorkfam und klickte eine Expedition me ilni die Sages
Ton demfelbeii genauer zu erforl’chen ; fie konnte
aber die angebliclien Lagerfititte dea Knpfers nicllt err
reiclien weil ‘man damals rnit den Iiidiaiierd dwh
nicht auf den1 frenndlchaftlichen Fitfse \vie jetzo fian&
Vor kiirzem wurde *cine zweite Expedition ausgelkrldet lintel‘ den1 Gouverneur von Mjchigan, (dmt Lande zwikllen den1 Michigan-See und den1 Iluren-see)
hTariiens C a ls und bei ilir bofand Iicli Hr. S c h u o 1c r a f t , der Erfiatter diefes Bericlits.
Die.erlie auffallende Vertinderung erz2tLIt dr iii
dern ~eognofiil’chenAnblick der Geeenden am n6rdliclien Ufer dee See Hnron, iiahrnen wir walir, nls wir
iins bei der vordern Spitze der von dem St. Mary-Flufe
gebildeten Infkl St. JoJeph befanden. M;ln verkfet
hier den Fliite-Knl&,,ein und tritt in eiiie Formation
won rothem Sand/tcin Sic e r h e c k t Gch latngs diefee
Stronies ( der bei Point Iroquoie aite dem Ober-Soe abflielbt uiid nach den e r h n 15 engl, ATeilen den Warfererfall Snult de St. Marie bildet), rind dann zieht lie
fich langs der ganzen f‘iidlichen KiiRe des Obor-Seecr
bis zli Fond d~ Lac und die umliegende Geyend. Diefe weit verbreitete hblaserung dee rothen Sandficiiis
ifi on verl‘chiedenen Stellen von Granit- und Hornblende MaKen dnrclibrochen, wehlie ,an dein See zwiI‘clien Dead River und Presque - Jde ale hohcs FellenUfcr erhheinen, uiid die I’orcnpine-Beyge 1 o Stunden
welilich ( ?) vom FluKe Ontolingoil bilden. AJI andern
Stellen ifi der rotlie Sandfiein von eineni Lager einee
11n3ew6hnlicl1dicliten grnuen Sund’eins bedeckt, wel-
,
,
,
,
-
-
Ys
I 340 1
&r einer Abart von Gmuwncke Tehr lihnlicli hi; ails
i]lm beRehn niehrerc Vorsebirge 18n&ader KiiRe u n d
die unter den1 Name11 Pictured Rocha bekannte f&
l.nkrechte Fellenwand, welche fich go engl. Meilen
yon Paint Iroquois, gleicli einem W a l l e iiber die W a f brfliiche erhelt und zu den erhabenfien GegcrifiKnden
&r Natiir gehtirt "1.
Eine fo nierkliche VerBnderuilg i n dem geognofiifcliclr VerliiiltniKe der Gebirgsarteri als Iicli bcim
Uebergange vom See Huron zu deiii Ober-See zeigt,
lfilbt line ein Gleiclies von den Erzen iirid andern Mineralien erwarten. In der T h a t findet man wglircnd
dcr 84 erfien Stunden ( b q u e a ) rothen Glnskopf,
Prelinit, Opal, Jaspis, Sardonyx, Karneol, Aga111iind
Zeolith. Dae Kupfer erfclieint zuerfi 2 7 0 en$ Meilen
yon dem WaITerfalle in St. Marie, an der wcit in den
See hiriein reichenden Landzunge des Yorgebirges
Ksweena (on the fiend ofthe portngo ncroji Keweenn point). Hier findet fch unter den Kiel'eln mi Ufer
des Sees gediegenes Kupfer, yon der GrGl$e cines Sandkorns an bis zu Kliimpen von 2 Pfunden. Aucli find
liier mehrere der umherliegenden Steine diirch kohlenl'aures Kupfer griin gefrtrbt und die benachbarten
Gelirge zeigen Spuren delTelben Metdls.
,
,
,
,
Gleiclie Andeigen finden fich bis zit dem F h f i
Ontonngm welcher anf Mellilh'e Landkarte Donagon [und suf der Rieichard'lchen Donagua 1 Senannt
wird. ' DieCer Strom; der h g f i durch das Gediegen-
,
*) Nach diefea Befchreibungen zu artbeilen, God beide alter
Siridfteiri, rnit dein lod!iegeiiden dm Thliringer KupferfchicGilb.
fer-FI6tzgelirger Ubcreinltimmend.
341 1
,
Kiipfer welclies an demlclben vorkiirnmt bprdbwf
war, ili einer der griil'sten untcr den dreifsig Fliii~n,
die LwiMien Poitit hoqnois und Fond du Lac (&
1311
Aer S d e i t e ) Ui den See fallen,
Er enfl'prinst i n
einer gebirgigen Gegend zmilchen dem Mifii'fippi ( u d
den Seen Hiiron iind Snperior, iind oi+gieIstlich, oathdem er eiiie Strecke voii 1 2 0 en$ MeiIen in nordlia
chen Hiclitungeii diirclilaufeir ifi in den Ober Seb
51 engl. Meilen 1% cltlicli voi! detu Vorgcbirge Keweenu
irl 46" 5? 2// niirdl. Ureile, &PBeobachtungen dw Kapits;n D ou glalti zu Eblge. Er ifi d u d porttrgqa *)
mit dem Plufle ZkZenomonie, der in die Sriine. Biicli't
(Green od. kerte Bay) und mit dem Elufle Chipfieway,
der in den Miffifiippi firllt, verbonden; die lndiiliier
rnachen zuweilen die Reife auf dieLen Vcrbindung4y.q
gen (portages) mit ihren Canots. An der Miindtrng
des Ontonagon im den See liegt ein Dorf das 16 ,F4tiiilien Cliippewa y -1ndianer bewohen welche haupt1;pchlich yon deiir St6r-Fang in dem Flure leben, d~
aber niclit die gewohnlichen Vortlieile der Lap der
iudianirchen Niederlahngen hat. Vom See aufwarts.
befiehn die Ufer des FluCe8 3 bis 4 Stunden weit aus Tandisem aufgelcliwuplmten Lande, daxin aber aus einzeln
lielienden Hiigeln von iinfruclitbarem Anl'ehn; welche
liauptpdchlich mit Fichten Schierlings -Tannen und
Pecli-Tonnen bedeokt find, und Gcli fur eirie Seitenkette
der Porcupine Gebirse nehmen lalTen. Die fogenanl1-
-
,
,
,
-
') Wahdcheinlich Wcge, auf welch- die eingebornen Wilden
ibre grofirntbdS~Pus Birkenrinde brRbhenden Canots fiber
Land von e b e m H u b (odor *on einrm6eebufen) sum andem
tragen.
G.
t 342 1
ten XuRfer-Mincn befinden Iich zwifchen diefen Hdgeln 3, enel. Meilen vom See, i n einer wilden, muhen und abrchreckenden Gegend.
Die beriihnite grope Mn$k Gediegen Kupfer
]Sgt bier am welllichen Ufer des Fl~iCTce,in gleicl~er
Hahe mit der Wall'erfliche, am FuCse einer Cehr llollen
fj&iclit aufgefchwemmten Larides, delTen W a n d in
friihern Zeiteii in den Flul'e hinabgefiarzt 211 r e p , und
die Kupfer Ma& ulid einzelne Blscke Granit Hornblendc.etc. mitgebracht au liaben lcheint *). Das Kupfer if%
rein u n d dehnbnr, zind mit Serpentin verbund e n , d d e n obere Fltiche es falI gain beduckt und ifi
auch in IUumpen und Korncrn durcli die Man'e deo
Serpentine verbreitet. Der Serpentin iTt wedcr hier,
no+ in irgend einer andern der belucliten Gegenden
anfteliend gefunden wordeii **I. Die Oherflt(c11c des
JGupfers in dem groben Blocke ifi voii L'chBnem Metallglanz, ob fie gleich Leit [o langer Zeit der Luft ailsgel'etzt lie@; eine Errcheinung , welche man tlieils
dnrcli Annahme einer Vermil'cliung des Kiq>f.rs mit
edlerem Metaile theils dirrcli die W i r k u n g der halbjuirigen Uebedcliwemmungen dcs daiiu fehr vie1 Sand
,
-
,
-
,
,
fiihrenden FlulTes zu erklzren Belucht hat. Die Gertalt
0)
Man lieht Be nach desverfaffers Zeicbnung abgebildct auf
pfertafel IV in Fig. I.
Gitb.
Ku-
* ') Sollten vlelleicht diefe Kupfer- und Serpentin-Cekhiebe Geroll rnfringlicher Gebirgsarten von eben dem Urfprunga feya,
a18 drsjenige, aus de&n Zurammen- hittung drr dortige alto
Sandfiein entRanden i R , und daher eben To gnt zu dernfelben
gehtiren, wie eu dem Thilringer rothen Liegenden die duia
.rgrkommendcn Eifcaerze P
GUb.
[ 54.3
1
dieres Blocks ili lbhr unregelnibCsig; lei ye gr6Tste L f n ge betriigt 3 Fulb 8 Zoll, [cine grBLte Breite 3 F. 4
und tier Inhalt ungeftihr 1 1 Kiibik-Furs. Hr. Honry,
wolcher dittfe Mane im Jahre 1766 befiichte, fchztzte
air Gewicht anf -5 Tonnen ( 10 ooo Pfund); naclidem
ich fie aber genau iinterfiicht habr, giebt meine Bereclinung fur dae ntetalhJXe Kupfer in dem Felfenblocke niir 2 2 0 0 PhnibGewicht. Es ifi aber mijglich,
dak wan Ceit ihrer e r f m Entdockung vie1 davon abgeElilagen iind weggefiihrt hat, da man i n ilir Eindriicke
von MeiKeIn mid Aexten wahrnimmt niid zerbrochene
Werkzeuge diefer Artumherliegen. Hr.Henry fiihrt an,
(.lhw€.sand adventures p. 203) ,,lie Icy To rein und
&h&ar, dab er anit einer Axt ein LOO Pfmd Mlwereo
Stuck habe abfclilagen kiinnen lt. Dierer Verkleinerung ungeachtet ifi fio irnmer noch eine der griilsten
nnd merkwdrdigrten BlBuke gediegenen Kupfers welehe es auf Erden giebt, nnd wird n u r von der in einem Thale in Bramien sefundenen Mace iibrrtroffen,
welche 2666 portugiel: Pfmide wiegt '1. Dafs lie mit
,
*) Philip's Mlnrrabgie. Sillim. [Nach Mawe's Nacbrichten, in
diefen AnnaI. B. 59 S. 170, foil diefie tn dein Gourerncment
Bahia For mohreren Jibren von einigcn GoldwEhern gerund.
ne, ganz einzelo liegende Kupfermsfh ungerihr 2000 Pfund
wiegen.
Schon dort Nhrte ich an, dafs ich ein Sttick gedie=
genes Kupfet ius einerehemals brrtibmteo MineralienSammlung
befitze, w o k i folgende Etiquette lipgt: Cvpram d m r Ce
Cuivre
id trowd /U br &I& d'un do# grandr lncr dm
MiJifippi, iplur & 600 &ae* & /on emboaclwrc. 11 e m i t
par ma@ an pea d i r r , on QI a rapporti an Aoi
amorcum 9ai ps/o& plu I &ut sart liwor. Uukeitig itt
hier der Obcr-See gamolot. Sib.]
-
I 344 J
einer Gebirgsart vorkiimrnt, welche in der Gegend,
\yo Lie liert, iiicht anfielit, i n der aber die einzelneic
Kiipft?r-MaITen vollkomnien einsewickelt find, bew eifi,
daL fie mit dipfer gleiclizeitig entfianden, und hieher
verletzt worden ifi *). Der Ontonagon ifi liier breit
nnd reil'send, aber leicht und voll fremder Gelcliiebe,
die ails dem WalI'er herausragen und die Sclliffahrt
wllireiid delr Soinmers I'ehr Acliwierig maclien. Er
Bielst aiif Sandfiein und hat hier eine waldige Inlel,
woran die Stelle zii erkennen
Es find nocli mehrere andre MaiTen GedieeenKupfer an dieleln Ufer, feitdem ee deli Europacrn bekannt Xt, gefunden und nooh verfcliiednen Theilen
der Vereinigten Staden u n d Europa's gebraclit worden.
Eine neuerlich auf der Univerfitxt zu Leyden gemachte Analyfe einea Colches Stucke, betveiR, da6 ee
Gcdiegen-Kupfer i n einem leltnen Zurtande von Aeinh i t Xt, unverinengt rnit Gold oder Silber. Z u derlelben diente etwpo von einer 28 l'fiind Ehweren MarCe
a.
,
r1r er die Gegend durchreifie,
die Idee gekommen, die Porcupine Berge, welche 30 engl.
Meilen wefitither liegen , mlicbteo wohl erlofchoe Vulkane
feyn, und die Maffen gediegnen Kupfers, die in folcher Meoge
um den Ontonagon gefunden werden, aurgeworfen hrben.
Deiin diefe Serge bellanden pus Granit. mochteo rlfa unter
andern aranf!inglichen Gebirgsrrteo auch wohl Serpentin entbalten habso; an ihrem F u h Robe d s r rothe Sandltein fall auf
dem Kopfe, r I s fey er durch dos Anhebeti des Grrnits umgefliirzt worden; und ibre HSbe voo 1800 Fufs Uber dem S e e
(nach Kapit. D o u g h und felneh Berechaungen) , ihre koniRhen und fchroKeo Gipfal, uud rndre Erfcheinungen, feyen
gerade o win man gewtibnlicb bei vdkanifchen Bergen wahr-
*) Hr. Schoolcraft fagt, es fey i h a ,
iiimmt.
Gilb.
-
Gediepn - Knpfer , mlclie von den Einsebornen auf
einer InCel im Ober - See bei Ppint Chegoimegon , 80
engl. Meilen wefilicb von dem Ontonagon gefundeq
und von Hrn Cadotte nach der In61 Michilmackinao
[im See Hiiroii] gebracht worden war, und von der
dem Kriep-Departement der Vereinigten Staaten eine
Probe ziigeL11ickt wvde. Ungefiihr i i Jahr friiher
h t t e ein Kaiifrnann Namens Campbell einen 11 Pfuq&
fdiweren Klunipen Kupfer nacli desl'elbenInlre1p b r a c u ,
welcher anf einer InEl irn Winnebago-See (einem kleinen See 100 engl. Meilen bfdich von der grorsen Kupfermafle am Ontonagon) von den Wilden aiifgefiinden wordeii war. Noch andre I bis w Pfund I'chwere
Stiicke find, wie erzdilt wird, gefunden worden an
den Ufern des Ober-Sees, an dern Fuchs-Flub, a n
dern Cliippeivay, an dem St. Croix, und an dem Mi6
fillippi in der Gegeiid der Prairie d u Chien, doch find
dariiber keine befiinimten Nachrichten bekannt.
z
Die Expedition, bei der fich Hr. Schoolcraft bef a d , lief am 27. J u n i 1820 in die Miindung des Flu[fes Ontonagon ein, nachdem fie von Cem Flufle St.
Mary an, der liidlichen Kiifie dee Lake Superior gefolgt war, verweilte dafelbfi 4 Tage um die mineralo~;CcheBefchaffenheit diefe'er, Geliade. zu vnterfuchen,
ulld ging dann am 1. Juli weiter nach dem Fond du
Lac. Der Gouverpeur Cab Iiel's an der Miindung den
grofsten Theil l'einer &vnCchaft zuriick und fchiffte
niir mit wenigen, in zwei leichten Canots, Strom anfwtirts nach dem Orb, wo die grofee Kupfer Mare
begt. Der Flurs war anfangs breit iind tief, und fchlHngelte lich ruhig hin, do& weiter hinauf wurde er im-
,
-
t 356 3
mer engw und reifsender, u n d bevor der Kupferbloek
erreiclit w w d e , h h o n To voll Riffe, dafs ee Cchwer
war, weiter heraufzufahren. Die Hiigelketten, welche
am Flufie, 3 bie 4 Stunden vom See, an beiilen Seiten
anfangen, find h6chRena 300 bis 400 Furs hoch, und
fcheinen aus Granit zu befiehen, der unter dem rothen Sandfiein hervorkllmmt und mit einer msclitigen
Schicht sufgefchwemmten Landes bedeckt iR, welche
Felfentriimmer u n d Gelchiebe, und darunter mweilen
Stacke von gediegenem Knpfer enthalt. Diere6 iR der
Charakter der n8chRen Umgebiingen nm den Kupferblock, wejcher offenbar von derfelben Natur als die
andern, und nur zufkllig yon dem FlufKe aus dena
aufgel'cliwernrnten Lande an1 Ufer ausgewakhen worden ifi.
W g h r e n d des Aufenthalte an dem Strome erhielt
die Expedition von den lndianern einen Klumpen Gecliegeii - KiiIder, wclclier beinahe 9 (Troy) Pfund wog,
und d e w Kriegs - Departement eingefcliickt wurde.
I)ielcs Stuck war znm 'flieil mit einer Rinde yon griinem kolilenfanren K.upfer bedeckt welclies an einigen
Stellen fojrige Textur zeigte, und hatte an l'einer untern Seite Sand mid Quarzfiiickchen anlisngend u n d
mechanikh beigemengt, auf welclie ee i n einem flu[figen ZuRande gefallen zu l'eyn fcheint (?). Auch zeigt
e6 an einer Seite etwas Kryfialliktion u n d adhtirirendes fchwarzee Oxyd, delien Natur durcl: blofses Befelien nicht zu beaimmen ill. Noch melirere kleinere,
niclit nnter 1 Pfund wicgeiide Stiicke Kupfer erhielt
die Expedition um Ontonagon nnd in den firticheren
Gegcnden; alle, niir tnit Ausiiahnla der von der gro-
,
,
r
347
1
Den Mare abgelchlagenen SMcke waren an der Oberc
flticlie orydirt oder mit einer andern Ainde verfehen,
Gediegen Kupfer dae man in Gefchieben findet,
iR niclit immer eine Anzeige von Kupfererzen in der
Niihe, wenn e t gleich i n der Regel niir in Enfiilirenden Gaingen der Gang- und Ueberganga Gebirge mit
Aoth-Knpfererz Schwefel-Kupfer kolilenfaurem Kupfer und andern Kupfererzen vorkornpt. Hr. Schoolcraft
glaubte Gch berechtigt 211 folgenden beiden Behauptnngen : ErJens, daL das aiifgefchwemnite Land,
llinga des ganzen Lanfs des F l d e s Ontoeagon und bis
zu den Qaellen dee Menomonia FluKeeo der grunen
Bav, und der Flu& Ousconfing, Chippeway und St.
Croix, die fich in den Milfifippi ergiersen, viele MalTes
godiesen Knpfer und darunter einige fehr grofee enthat, die aber keinen Gegenfiand des Bergbaues abgeben kanncn. Zuteitenb, dab eine geognofiilche Unterfuchng der Ufer des Ontonagon, und dee ganzen
erwlhnten QiCtrikts wahrlcheinlich zii der Eutdekkung l'elir reicher Kupferem-Niederlagen fuhren wiirde, dersn Abbau vermuthlich durch ofteres zuf%lliges
Auffiiiden von Gediegen - Knpfer noch eintriiglicher
werden diirfte. Dafiir lpreche das ganze Anlkhn der
Gegend dae
gefgrbte Warer, welehee an einigen Stellen aus der Erde quillt, die htiufige griine
Farbung der Felfenriffe und lofen Steine, und dao hier
fo Iiaufig zu Tage fi& findende gediegne Kupfer.
,
,
-
.
,
,
Noch ziehg ich folgendu aus einigen angehotngterr
Notizen des Hrn Sohodcraft iiber den Ober-Ssc 8US:
6e betriigt
[ 548 I
die Hohe des Erir-Sucs iiber den Stand des Hudfon-Fluffer zur Zeit der E b b e , nach dcm Bericht der Neu-Yorker Kaaal-Kwninifion *)
560 e. Furs
Ferner der Fall des
20 e. Meil. langeii Detroit-Flulfes 6" auf I e. M. 10
30 Meilsri langen St. Clrir-Lilulfes ~ " a u ft M.
10
60 Meilen langen St. Mary-Fluli'es ;"auf I M.
15
Eadlich die Stiamlchnellr
im St. Clair 3 e. M. tang
9
Nibifch Kapid 9 und Sugcr-Isle Rapid 6 , znrammen I 5
Sault de St. Marie naclt Oberl? Gratiot
22,I
A l h Hbhe des Lake Superior iiber dem Meere
641,1 e.Fufs
,
Boi dieter hohen Lase, unter 46' n 6 d . Breite kaiin
das Klima des fiidlichen Ufere dcs Obw-Sees den feinern ErzeagaiITen des Pflanzenreiclis niclit siinfiig
feyn. Die WIlder befielin hier fdt alle aus Nadelholz,
welches mit &ken (lelulnpapymcen, aus dcren R i d e
die nardlichen Wilden ihre Caiiots machen) und einigen Pappeln, Eichen und Ahorn-Arten vermihht ili.
D e r Sommer ifi lehr warm, da irn Juni daa Thermometer gewiihnlkh anf 69' [roll wolil heifsen 96" F. =
28 3" R.] Iteigt, und in i h m find Sturm und plotzliches Wechleln der Temperatiir Cehr gewohnlicli j der
W i n t e r aber iR hart u n d lang dauernd '1.
-
Der See Erie.und der Hudfon FluFs, einer der HauptRriJrnc
der Vereinigteu Stsaten, an wrlchem New York IreGt. wcrden letzt dnrch rinen fchiffbaren Kana1 mi: einander 111 Verbindung gefettt.
Ga.
a') Unter d e a 17. MBrz I821 fchrieb Dr. F o o t , milit. WuodBrit, von Plattsburgh am Champlain-See [im Staate von New.
y o r h und in 44; O nbrdl. Breite] an Prof. Sillimaa. ,, &it 36
Stundrn Fchneiet 8s fehr heftig; die Einwoliner nennen diefes
den Aequinoctial-Sturm. El ilt den letztrn Winter trier fehr
kalt geweferi ; man kann jetzt quer uber den Champlain-See auf
dem Eire nach alleu Richtungen gehn, und ioh habe ails dem
See gehauenes Eis gefehn, das 3 Furs dick war. Am 25.
Januar Itand bei dcr Reveillo das Thermometer auf
2.30
ICnd es Fihrh. Grade, fo betrHgt dieks
24PR.J. M a n IR
indeb ruf diele Rilte hier eingericlltet, und in Pelzen und
RuffelhHuten eingehiint fuhr'fch an diefem ' ausiiehmellrf kalteh
Tage 6 engl. Meilen weit zu Schlitten, ohne Befchwerde." 0;
*)
-
-
-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
457 Кб
Теги
ber, finden, der, ober, berichte, sich, sdkste, sees, ameriki, nords, grossen, gediegene, masses, das, kupfer, des
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа