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Bericht ber den Steinregen bei Toulouse am 10ten April 1812.

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VIII.
Bericltr iiber den Steinregen lrei Touloufe am
Iocen A p r i l 181s.
Ton einer Commifion aus l'litglicdern dcr Akad. d.
WIT. zu Tniiloufc.
D e r Pr3cct des Departments der oLern Caronne
Iiatte cincr CommiIEon von vier lUitgiicdcrn dcr
Akademie der W'ilTenfcLaften zu Touloul'e , an deren Spitze I-fr. D a u b u i f f o n Ober-Berg-Ingcnieur
~ P S
Departcments hand, aufgetragen, die Thatfachen zu vcrificiren , welclie das HcrabfalIen m e b
rerer AL'rolithen in clem Canton GPtwade und eid
n i p benaclilarten, aiii ioten April I $ ta hetreffen.
Aus den) chat aillirttn Berichte dierer Corninifion erl~elltFolpnrles:
Bis 2 Uhr X'achmittags war die W'itterung regnig gewekn. Urn 8: Uhr Abcnds war der Himmel
zum Theil niit Wolkcn becleckt , das Wetter liill,
und die Saclit dunkel. Es zeigte Ech ein Leuchten
wit! ein h h r rtarker Blitz (Irne Iirerrr fcmtlablr? ti
zin e'ctrtir A s - f o r t ) ; diel'es Leuc1i:en dauerte 10
bis 15 Secunden, und es folgten darauf drei Explod
*) Jorrnaf dc P h j s Juin 1813. Verjl. ilrn rorigen Bind
dicLr Annalcn f . 4 h5.
G.
fionen (crois gmnds &lacs) von unge€dir gleiclier
Srkke, die fall unniittelbar eine hinter der andcrn folgten, und von mehreren ftir Schiilre aus Ka-
noneii yon grobem Kaliber gehalten wurden. DarauF iiijrte man ein Rollen, wie wenn eine g r o h
JIengc?n'ngen auf Strarsenpflafier €ahren , und dicI'es I\ollen fchien aus Nordwefi zu kommen, und
fich in die Perne nach Siidort hin zu verlieren.
h d l i c l i vernnhm man des Jidlernens, die Cch nicht
bdi'er als durch den Volksausdruck Ironzirza angcScn laKen, und fich mit dem Herabf'allen mehrerer ]<&-perendigten. Zivil'chen dcr errten Explofion w d cliefeni Heralfdlcn mochten, nach der
Sdiitaun,n der Bericliterfiatter , ungefilir 75 bis 78
Sccuntlen hingegangen r e p .
Kiumanrl hat erfaliren kiinnen, o t lich wShrend dcs hc!lcn Lichtrcheins ein leuchtcnder K h per geaeigt liabe *). ES ilt Tdbrt wahrl'cheinlich,
dsk , wenn dicrer Schein von einem Meteor hergeriihrt h a m , die Woken verhindcrt hiheu wiirden,
daITelbe zu khn.
AHe liersbgefd:enen Meteorolithe kominen in
siren mineralogif'ciien Charakteren viillig mit einander iiberein, und wenn,nicht jeder ein eignes
Ganzes bildete, wiirde man fie f i r Stiicke einer einzigec MalTe haken. Sie befiehn aus einer homoge
nen licinartigen MaITe , die eine fehr groke x e o g e
kleiuer Punkte metallif'chen rehr himrnerbaren
,
*I Eine fchinbrrc Bcobachtung der lcuchtroden&Iereorr,Rekt
irn vorigen H e h dieler Aitrrulcn S. 445.
G.
Eil'ens in lich khlieken, und haben keine b&
fiirnmte Gcllaltung. An ihrer Oberflache zeigen
Ecli nur abgorundete niche -fcharfe Winkel und
Ecken wie fie ein Kiirpcr haben wiirde der einen
Anfang yon Schmelzung erlitten hat, und diere
Oberlljlche Befteht ails einer diianen Krufie, einem
oberflZclrlichen Ueberzuge Bhnlich , die jedocli an
einigen Stellen eine nrerkliche Dicke hat, welche
bis auf 4 Millinieter geht. Sie fdreint das Produlct einer Sclimelzung zu r e p , und zeigt einige
Spuren yon Verghfung. Sie Xt von einem etwas
lriiii ir lichem Scii w a n .
Auf einem frirchen Bruch iTc das Innere dierer
Meteorolithen hell afchgrau; nach einigen Tagen
lindet Iich indeli die Farbe dunlcler und voll einer
groben Menge ochergelber Flccke.
Der Ilruch ifi kornig, v o n grobem Korne,
und von einem ziemIicIr lockeren Gewebe, wie
djs gewilrer Sandfieine. AbgeTelin von den metallil'chen Punlcten, ifi er vollkornimn matt , und yon
erdigem AnIehn.
Diefe Meteotolitlien ,find leiclit zerfprengbar,
Sie Grid wenig Mi und lairen ficlr leiclit rerreiben
iind piilvcrn. Oft reicht ein Stol's, den fie beini
Aufrallen leidcn, hin, fie zu zerbreclicn.
Sie lind l d & hlirc, d,em Weichen nahe kommend; d. h: fie ritzen nur leicht das Ghs; Blos
ihre 0Lerfl;iclre giebt em Stahle einige Funken.
Sia I i i i n p xiicht an'der Zunge, iind fangen
W a r m , in das mall fie le$, nicltt merk~ic~i
pin.
,
Anna1.il.Pliylik. I:.+.
,
St.
I. ;,
I Y I ~ . Sr.9.
11
Das Qecif. Cewicllt der G uaterfuditen S~iicke
variirtc von 3,66 bis 3,709.
Die g r o t e Mcnge Eifenkiirnex , welclie die
Meteorolithtm enthalten , maclien, dab lie fehr
merklich auf den Magnet wirken; I'elblt llaben fie
indel's keine Polaritat. All* Stiicke, welche wir
ringsum den beiden Polen eines JIagnetrtabs n L
lrerten, zogen -beide an, und fiefsen nie einen
zuriick TI.
Kleine Stiickchen Meteorolith iiberzogen fich
vor dem Liitlirolir mit einer fdiwarzen wie Firnil's
gllinxenden Rinde, der ungeklir Ihnlich, mit melcher d i d e Steine in ihrem natiirliclien ZuRande hedeckt find. Die Ecken cler Stiickchen rchmelzen
zii .eiiiem khwarzen Email.
Die Eilhkiirncr in diefen Alreteorolitlien find
weifser Farbe und l'ehr klein. %Ian ninimt
lie mit Llorsen Augen kaum wahr. Bei ilirer fehr
;;rol'sen Dehnborlceit wircl indefs ilve Anwetenheit
Icicht Cchtbar; dcnn wenn man eina Stelle an eirim harten Kiirper rcibt, oder lie mit ihm ritzt,
To plattcn fie Gcli ab, und die gcriebene oder griitLte Stelle . fclreint mit einenr gliinzenden metalvrJn
';
W e au~ierorclenrlich vie1 Eiren in iliefcn IIcteorolirhen
*ntlrrlcen
zeigt Iich recht auIfallmcl, wenn man ihnm,
nachdem lie in ein Pulvcr verwrnilelr worilcn, den & p e t
niliert. Er riebr fali das ganzc Ptrlrer an, inilem fafi jejecles liaubrriigc Tlicilcben no& cin nietallil'clies Tlieilchen enthlilc. Pulrert man fia indeli nuch feincr, ro w i d
clcr v011 dem Metall beiieite firinariige 'I'hcil nichr von
'depi M a p t a n a n p o g c n .
in.
lir&en Uebfzzuge bedeckc t u r e p , dem ungefAhr
lhalicli, welcher auf angehfnern BIei dumh Keihen oder Hitzen entltdit Durch das Poliren
werden diefee'Punkte nocli lichtbarer. Eine auf
der Steinlineiderkheibe angekhlifiene FJCche eines Meteorolitlien zeigte einan grlriien mit klei.
nen metallirchen Flecken .befieten Grund; bungEihr wie der Jaspis ! welcher dendritikhes Silber
cntlillt.
,
IX.
entdeckt r o m
Dr.
111
Taoar. THOUSON
zu Edinburg.
der Sitzung der kiiiiiglichcn Gefellfchaft der
V; id'cnTcliJl'tcn zu Edinburg, am Jten Noveniber
~ : ; I I , h i d von dem Dr. Thomas TIiomPon
. zwei
Abhandlungcn iibcr die chcmil'chen Analj-[en
zweier ncuer Mineralien nus Gr~nIandvorgelefen
vvorden. Das aine liat er A / f o n i c , das andcrt?
Soclalit gennnnt. In dem errtern hat er cine bedeutende Nenge Ccrirrn gefunrl:n, und in einer
fciner AnalFfcn ein Metalloxyci I ntdeckt, welches
g a ~ zneue Eigenrchnften Belitzt, und defien Metall cr den Kaincn Jimoriiiciri gepben hat. Dus
€1
t
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