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Bericht ber ein neues musikalisches Saiten-Instrument des Instrumentenmachers Isoard.

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760 Millimeter ist. Milhin haben die beiden festen Puiikle
des Thermomelers sich einander ntihern miissen.
'Man hat deinnach Ursach zu vermulben, dals die
Nicht-Ue~ereinstimmungder vor fIinf und zwanzig Jahren von G a y - L U S s a c fiir den Ausdehnungscoefticienten gefundenen Zahl wit der in neuerer Zeit von R u d b e r g erhaltenen und von R e g u a u l t bestiitigten alleinig aus Verlnderungen dieser Art entspritigc ( 2 P.). Der
.Unterschied der beiden Zalilen wurde sicli erklaren, wenu
man annahme, dafs auf der Erde der Drrick des Aethers
innerhalb eines Vierteljalirhuiiderts eiue Zunahme, entsprechend einem Druck von acht ' his iieuu Zehntel-Millimetern Quecksilberliiliie, erlitlen hnbc; eine zwar geringe
Zunahme, die aber hinreichen wurde, die beiden festen
Punkte des Thermometers einander uin 2; Grade der
alten Skale nliher zu bringen; denn tlieilt man die von
R u d b e r g gefundene Ausdehnung der Liift zwischen den
beiden festen Punkten durch 97,73 statt durch 100, so
kommt man auf die von G a y - L u s s a c gelundene Zalil
zurtick.
XVII. Brzricht i h p r
cirL neues
musikalisches SnitenInstrumtwt rlrs Jnslrumentenmachcrs Is o a r c..
HH. C h e r u b i n i ,
B e r t o n , Haldvy, C a r r f a , S p o n t i n i , von der Academie dcr sch6nen Kiinste, A r a g o , P u i r s r n t , B e c q u e r e l , D u t r o c h e t , P o n c e l e t , P o u i l l a t , S d g u i e r , Ilericllterslrttcr, von der Academic der
W'issemchaften.
Mit sinigcn Abkiirrungan aus den Compt. rend.
( I m Namcn einer Conmission, butahrod aus den
-
T.XIII p. 969.)
Es ist nicht erst in unseren Tagen, dafs der Ton einer
von Luft angeblasenen Saite die Aufmerksamkeit erregt
hat. Das Pfeifen des Windes in dem Tauwerk der Schiffe
ist eine Wahrnehmuiig, so alt als die Ursache, nelche
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es hervorbringt. Die so alte Erfindung der Aeolsharfe
beweist, dafs man scbon in friihen Zeiten den Gedanken hatte, das Ohr durch Tbne zii erfreuen, die durch
Einwirkung eines natUrlicheri Lriftstroins auf Saiten hervorgerufen werden.
Die Idee, zur Erreichung desselben Zwecks eiuen
kfinstlichen Luftstroin, nach Belieben, auf Saiten zu richten, ist meit neuer. Ein Beispiel davon finden wir in
dem sonderbaren Instrument, welches der Academie der
Wissenscbaften im J. 1790 von den HH. S c h n e l l und
T s c h e n ki iiberreicht wurde. Diese Kiinstler wunschten die sanften Tune der Aeolsharfe mit grbfserer Starke
und unter mebr musikalischen Bedingungen herronubringen. Um das unvollkommene Instrument, .welches nur .
Accorde von harmonischen Tonen giebt, in ein musikalisches Instrument zu verwandeln, fafsten und verwirklichten sie dic sinnreiche Idee mittelst eines Robrs einen Strom compriinirter Luft durch einen Blasebalg auf
eine Anzahl von Saiten zu leiten, die zu viercn gruppirt und in Unisono gestimmt waren. W i c aus dem, im
Nalnen der Academie abgestatteten, sehr interessanten
Bericht von H a i i y bervorgeht, hatten die Tasten des
Klaviers keiuen anderen Zweck als Klappeu zu tiffuen,
welche die Luft durch entsprechende Rbhren auf die einzelnen Saitengruppen ausstrbmen lielen. Dieser Riihren
gab es zwei fiir jede Gruppe, und sie batten eine solche Richtung, dals die Luft zugleich von beiden Seiten
scbief auf sie traf; aus diesen Combinationen von Rdhren und Saiten waren mehre Octaven gebildet.
Diefs sonderbare Inslruuient erhielt von seinen Urhebern den Nainen Anernochord. Die Erfahrung lehrte
sie bald, dafs gewisse Tbne nur autcrst langsam ansprachen. Die& war ein grofser Uebelstaud, der nothwendig gehoben werden mufste. Ibr erfinderischer Geist
brachte sie auf den Gedanken, dafs wenn die Saiten, vor
d e n Ausstrbmen der Luft, durch eine Ursache in Schwin-
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p g e n versetzt warden, der gewtinschte Ton rascher
zum Vorschein kiime. Sie fiigten daher einen endlosen
V i o l i o g e n hinzu, gebildet aus einem in sich zurUcklaufenden rind fiber zwei fortwahrend gedrehte Rollen
hinweggehenden Bande. Allein der unpartheiische Ha ii 9;
obwobl er in seinem lichtvollen Bericht diesem Zusatz
alIe Gerechtigkeit widerfahren lafst, bedauert delungeaclitet, dafs das so vervollkommte Instrument doch uur
ZUT Ausftihrung langsamer Musikstucke, wie Adagio’s und
Cantabile’s, anwendbar sey. Die Tasten der Klaviatur
des vervollkommten Anemochords hatten einen doppelten Dienst zu verrichten. Sie m u k e n wie zuvor die
Klappen der Luft bffnen, und iiberdiek, mittelst einer
Hebelverbindung, das wiihrend des ganzen Spiels fortwahrend herumgcdrehte Band bcben und gegen die Saiten ddicken, in demselben Augenblick, da diese dem
Luftstrom ausgesetzt wurden. Die Urbeber des Anemochords batten wohl begriffen, d a b ihr Band, indem es
die Stelle eines Violinbogens vertrat, die durch dasselbe
erschiitterte Saite verlassen mutte, urn diese unter blok e r Einwirkung der Luft frei schwingen zu lassen. Auch
bestand ihr Mcchanismus, um das Band mit den Saiten
in Beriihrung zu bringen, aus einem Echappement, wie
das der Hammer unserer neuern Piano’s, welche nach dem
Anschlagen an die Saite zuriickspringen.
W i r geben die Beschreibung eines der Academie
schon vor funfzig Jahren nberreichten Instruments, und
doch sollten wir die kaum vor zebn Jahren von Hrn.
I s o a r d erfundene, ihrem Princip nach ganz neue musikalische Maschine auseinandersetzen. Allein das BedUrfn i t , Hrn. I s o a r d selbst gegen den leisesten Verdacht
eines Plagiats zu schtitzen, ein Verdacht, der durch einige scheinbare Aehnlichkeiten in den Mitteln, aus den
dem Luhstrom aqesetzten Saiten einen raschen Strom
zu erbalten, erweckt werden kthnte, hat uns zu diesem
Schritt veranlaht.
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W i r gtrnnen vielmehr dein wegcn seiner akustischen
Kenntnisse und seiner Ausdauer in nutzlicher Anwendung derselben so wurdigcn KUnstler die Ehre und dic
FrUchte seines neucn Mittels zur Tonerzeugung. Die
Erfindung des Hrn. I s o a r d vcrdankt ihre Eutstehung
nicht einem gliicklichen Zufall. Schon jetzt so merkwiirdig, hoffen wir, dafs sie bald die machtigsteu musiknlischen Wirkungen hcrvorbringen werde. Mechaniher von
Profession, Arbeiter in der Maschiiieufabrik von Chaillot, wurde Hr. Is o a r d durch eiuen unwiderslehlichen
Hang znr Musik zu den gelehrten akustischcn Vorlcsungen des Am. S a v a r t gcfiibrt, und diese reichliclie und
lebendige Quelle war es, aus wclchcr er seine Kcnntnisse der Theoric dcr Schwingungen schiiplte, welchc
ihn auf den Gedaokcn brachte, dnfs es inaglich seyu
wiirde, cine Saite zuin kraftigen Ausprccheu zu bringco,
wenn man sie die Rolle der Zunge in einem Blascinstrumente spielen lassc. Die Ncuheit des von deiii Arbeiter von Chaillot erfuiidenen Princips setzte den Professor in Erstaunen, uod -mit scinein durchdriiigenden
Blick erkanute er sogleich, wie wirhlig die noch ,iin Keilne
liegende Erfindung werdcn kiinue. Ucr sinnreiche Arbeiter, der sein fleifsiger uod aufinerksaincr Schiiler gcwesen, wurde von nun an seiii Freund. W i r selbst
waren inebr als einmal Zeuge des lebcudigsten luteresses
fiir das Streben dieses muthvollcn Mechanikers, der gewisse Hiilfvquelleu seiner Profession aufgab, opferte, w a s
er miihsain verdieiit hatte, Stuck fiir Stuck seine Miibeln,
selbst seine Werkzeuge verkauhe, alles um nur vielleicht
ein wenig des Ruhins auf dcrn l’fade dcr Kunst zu erringcn, die er nicht kanntc.
Der sinnreiche uiid gcschichte Professor der Akustik
hatte dem improvisirten Instrumentenmacher alle Schwierigkeiten seines Unternehlnens vorausgesagt ; selbst nach
zehu Jahren unausgesetzter und kostspieliger Untersurhuugen stellt das vorliegende Instrument nur cin tin-
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voflkommenm aber iuteressantes Exemplar der Effectc
dar, welche die Anwendung der neuen Art von Tonerregung dereinst zu vcnvirklichen beriifen ist. Schon jeht
kann man das game Verdienst des Werks ermessen;
seine Einfechheit ist bewundernswerth , und lacst einsehen, was es kfinftig leisten werde.
Urn die gewbhnliche Schwingung der Saite eines
Piano in den krtiftigen Ton eines Blaseinstrumenls zu
venvandeln, geniigt es Hru. Is o a r d unter die Saiten
einen kleineu bewcglichen Kasten anzubriugen, getheilt
in so viele Zellen als er Saiteu schwingen lassen will
Jede Zelle communicirt inittelst eiuer Klappe init einer
gewbhnlichen Windlade. Die Luft , compriinirt durch
einen doppelten Blasebalg, wird in einem besonderen
Bebrlter angehauft, und tritt, weiin eine Taste der Klaviatur eine Klappe bffnet , in die entsprechende Zelle.
Das Ausstrbluen der so hineingelassenen Luft um die
Schwingung der Saite zu unterhalten und zu vergrdfsern,
geschieht durcb eine Lhgenspalte, in welche die Saite
nach Belieben eingeftigt werden kann. W i r sagen absicbtlicb, dafs die von der Luft getroffene Saite zu schwingen fortfibrt ; denn Hr. Is o a r d , wie seine Vorganger
von 1790, hatte mit der Laugsamkeit des Ansprechens
gewisser Saiten zu k h p f e n ; wie sie, wufste er dieses
Hindernifs zu besiegen, allein durch ein ganz anderes
Mittel. Er wahlte deli weit einfacheren Mechanisrnue
eines an die Saite schlagenden Hammers, statt des sehr
sinureichen aber sehr colnplicirten Bogens, der die Saite
durch Reiben in Erscliiitterung versetzte. Die Wahl des
Hammers ist sehr gliicklich, denu sie bietet Hrn. Is o a r d
einen reellen Vorheil dar, den namlich, seinen Seiten
ihren urspriinglichen Ton wieder zu geben. W e n n er
den beweglichen Kasten senkt, giebt die Saite nur den
Ton des Pianoforts, da aie aufserhalb der Spalte, in der
die Luft anf sie wirkt, angeschlagen wird. Er kann also
mittelst cines blofsen Pedals, der die Windlade nach
,
15'2
Belieben bebt oder senkt, die Natur des Tons plstzlich
umwandeh. Diese Eigenscbaft bietet dem Spieler vielc
Hulfsquellen zur Veriiiannigfachung der musikalischcn
Effecte. W e n n man den Luftkasten in mehre fur sich
bewegliche Theile zerlegte, deren jeder eine Octave urnfafstc, so 'wiirde es leicht seyn beide Tongattungen zusammenwirken zu lassen. Man khiite zum Beispiel den
bohen.TUnen den Klang des Piano lassen, und deu tiefen T h e n den der Zungenpfeifen geben, oder umgekehrt.
-
XVIII. Ueber die Hcrcorlringung hiirbarer T h e ;
con
Hobert Kanc;
(Aus den Procecclinp~of tbr Roynl Irish Acudcmy; Phil #log.
vol.XIX p . 247. )
Die Wahrnehmung
der Tiine elitstelit dadurch, dafs
das Trommclfell in eine schwiugende Bewcguug versetzt
wird, die isochron ist mit den von dem tbnenden Kilrper ausgebendeu Schwingungen. Jeder Kiirper, welcher
als eine einzige Masse schwingt, erzeugt gleichzeitig zwei
Wellen, deren Bewegiingen von entgegengesetzter Richtung sind, und von denen die eine verdunnt, die andere
verdichtet ist. W e n n dicse beiden Wellen gleichzeitig
und mit gleicher Kraft zuin Trommelfell gelangen, erfolgt
eine vollkommene Neutralisatiou uiid kein Ton wird gehilrt. Wo also ein schwingender Kiirper die Wahrnchmung eines Tons im Ohr erzeugt, da ist eine der beiden Wellen entweder ganzlich aufgefangen oder wenigstens geschwlcht ivorden, und die Stzrke des Schalls ist
proportional dem Intensitstsunterschiede der beiden Wellen, wann sie das Ohr erreichen.
Alle Instrumente zur Verstarkung der Tihe und Hervorbringung von Resonanz wirken, nacb diesem Princip.
Die folgenden Thatsachen werdetl diefs im Detail
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