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Bericht ber eine vorgebliche Entdeckung des Hrn.

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VI.
B E R I C H T
titer eine vorgebliche Entdcckung des lirn. W i n
t e r l , Profsj-Tors der Chemic zu PrJch;
-
a b g c r t a t t e t d e r erften Klaffe des Inftituts
von
FOURCROY,
GUYTONMORVEAU
, BERTHOLLET
und VAUQUELXN.
Frei iiberfettt von Gi I b e r t *).
A I vor
~ einjgen Jahren Herr W i n t e rI fein Wetk
fiber die vorgebliche Subftanz, welclie er Andtonia
ncant, d e m 1 ~ f i i t u t 8vorZelegt, und die errte filarfe deffelben Herrn G u y t o n ernen Bericht iiber
,
diefes Werk aufgetragen hatte
m r e n einige
Hauptverfuche des Verfaliers yon Hcrrn G u y
*)
-
Was man f'eit fo langer Zeit umfonft voo denen erwartet:
Jiat, welclie untec uoa die L o b p r c i h turd Verbreiter
der fo ~wiannteiiW i n tetl'fclien CJiemie gernacht hiiben,
cine Yrliiun:: d r r Haiipt- Entdeckungen des Hrn, Prof.
W i n t e r I durch C'crjiichr;
da9 erhalren wir hizr sndlich atis c l i t H a i d d e r vcrdienteften frapriiErcLcxr Chcmikar. blCpe j?drt, d e r i i h t r die Kdrur philc.Fc!,l.iren will.
die Aeu&reicg+ti woirl erw3gcn, wclchs er hier tibet
cine yon mzncheo hoch g c h i r r t e lj!itc.r!:~:ltmrin: dicfer
Art Endet. ?diigt! man aber aiich im Atidat!& d t ~ tGeif,,
&lrt fiir den allgeinrin verbreitctzn in DaildC'lildi*dIialtell, von -.volc!icm hier eiuige Prohrrtiicka fi'pbcn wpr-
-
den, iind dsr I;ch i n nirhreren \'on decieo Decctfclisn, die
fich den p r i f e r Geleilrtrti diirch Scbrilten o i c r perriinlicli
aazudrzngen h c b e n , auszufpecberr lchcint.
G i I t et*t*
c
452 1
t o n wiederholt, die i n d e r Schrift angekandigten Refultate aber oicht erhalten worden *).
D i e Klaffe liatte daher durch einen ihrer Secretaire dem Herrn W i n t e r 1 fchreiben laflen: fein
W e r k fey richtig eingegangen, man habe aber
niclit dahio gelangea konnen , feine Enttleckung
zu beftitigen ;-fie frage , ob das niclit vielleicht dah e r komme, dafs e r einige Umftande d e r Operationen, von denen d e r Erfolg abhangt, zu befchreiben
verabfiiurnt habe? Hr. W i n t e r l faumte nicht, d e n
franzijfilclien CSeniikern das ficherfte Mittel an
die HJnd zu geben, fich von tler R e d i t i t feiner
Entdeclcung zu nberzeugen; er iiberfchickte d e m
lnftitutc vier FlGfchcben mit dndronia. Sein dabei
3iegender Iateinifcher Brief enthielt die DeGgnation
jeder tlerfelbeo, eine Anzeige d e r Art, \vie die
Subfianz bereitet worden, und eine Angabe d e r
Eigenfchaften derfelben. Ehe wir clic einzelnen
Verruche erzPhlen , die wir init den Korpern, welche wir in den Fllifchchen gefunden, angefieiIt haben, fetzen wir hierlier, was davon Hr. W i n t e r 1
i n feinem Briefe fagt:
,,Aiidronia. Ich habe tliefe Erde, die i n To
,,fern f3uer ifi, als fie die Bafen, mit denen man
,,fie verbindet, abftumpft, i m Jahre 1797 in einer
,)Aafl;jfung, welche ich von drei Centnern P o i t
, afcche gemacht batte, durch Zufa11 entdecict. Sie
,)liefs
*) bran fehe : G it p t o n's
m;e
J.
dcs
1SO.j
Beurtheilung uon W i n t e r 1's Chea in die Cen Awialcn,
G i I b cr t .
n~on:ehitten Juhrliundrrrt
12. oder €3. 1 5 , S. 436.
St.
.
,,liefs hch durcli jede Sgure, lange hevor die Pott.
,,arche g e f i t t i g war, in grofser Menge nieder,,fclilagen, auf die Art, welcLe ich in meinen Pro,,lu/onen oiigrgtben habe."
,,Der Antheil, der f c h auf diefe Art fchncll
,,abkhied, war vijllig rein und durchfichtig, ver,,diinfiete g3nzIich in der Beriilirung mit d e t at;,mofpharifclien Luft, uiid girls, weon man ihn
,,mit Vitrioliihl deftillirte, ganz mit fiber, ohoe
,,dab ein Rilckfiand blicb."
,,Spiiterliin fchiod f c h , nach eioern Tage,
,,oder nach zweien, noch ein Antheil aus dcr Flof,,Gglteit von lelbft ab; diefer war aber mit 'Thon,,erdo neutra!ilirt. Er Jifst ficli aucli durcli k'rie,,ren abfclreiden; (13 aber clas Scliiiielzen des E i k
,,Zeit kofiet, To ifi e r dann etrvas mit dem Pro,,clukte verunreiiiigt, was, wie ich angcfitlirt ha,,be, fpStcr in jeclern Falle fich abfodCrt."
,,Zu der Zcit, als icli Aiefe Enttfeckunz math,,te, hielt icli die Anrlronia for nicltis Scltenes,
,,inclem ich bofflc, fie beindie atis jedrr Pollafche
,,wider zu erliahen; icli sing clalicr niit i h r nictlt
,,fp3rf.m urn, uncl i d c l l \ v c n c r c t e anfclinlicbe Men,gen bei ~mhederr!ende:cri Verfuchen , irnrl To
,,vie1 jcli auch clavon h a t t c , Sing fie doc11 endlich
, , g t n t dararif.
Icli Iiatte Urhche , diefc Vcr.
,,fcliwcntfung zu bPreuPn; ctcnn a k ich ctatauf V O
:.~liemi!tern aiifpfordert wurtle, fie ilincn tnitzu?? tlieiler! , I<onn!e icli lie aus kciner Pottafche \vie],J e r e r l a n p n . "
Aulnal. d.Phyfik. l!.sj. St. $. 1. J S q . St.
1.:
cg
~
c 454
3
,,I& habe unzzhlige Wege eingefchlagen, urn
,,mit Andronia gefcliwangerte Pottafclie wieder zu
,,erhalten ; keiner w a r indefs ficberer, als der,
,,Sslpeter durch Kolile zu fixiren, wenn man da,,bei folgeorle Vorficht braucht : 1) nur fo vie1 Sal,,peter Zu nehmen, dafs ein kleiner Antheil Kohle
,,unverbrannt bleibt; 2) d e n fo fixirten Salpeter
,,in 6 Theilen Waffer aufzulijfen und die filtrirte
,,Auflofung irn Dunkelo ein. J a h r lang ftehen zu
,,laffen, darnit die Kiefelerde, welche Yon d e m
),1 iegel Iierriihrt , fich vollftantlig abfetzen kiinne;
,,5) kohlenfaures Gas durch die Auflijfung fo lange
,,durchfirijrnen zu laifen, bis lie durch IVieder,,fchlag eines kleinen Antheils Andronia inilchig
,,geworden ift; uncl hierbei niufs ich bemerken,
,,dais, fo wic die Trubung fii7irlter w i r d ) das Gas
,,Sauerftoff verliert und fich i n Stickgas verwan,,delt; 4) endlich die Auflofung wiihrend clef ki7il,,terten Zeit des JPhrs, durch Hillfe einer Mi,,fchung aus Eis und Salz, zur Halfte frieren zu
,,laifen.
Ich kann verGchern, dafs man bei ge,,nauer Befolgung diafer Vorfchrift Andronia er,,halten werde, doch nur in geringer Menge, und
,,nicht rein.”
,,Die Andronia, welche ich lhnen in vier Ge,,f~fsenfchicke, babe ich durch Figirung des Sal.
,,peters mit Koble bereitet.”
,,Das erfie, mit einem einzigen Knoten in den1
,,Faden, enthiilt die Andronia hinliinglich von Pott,,aiche befreiet. Der freien Luft ausgefetzt ver-
c
455
1
,,fch;vindet diefe Subftanz, fafi ohne einen
Rack-
,>fund zu laffen; i n einern kleinen doppelt mjt
,,Blare fiberbundenen Gefsfse trocknet fie a b e r
, , g h z l i c h aus, zu einer Maffe, welche die chenii,,fclien Eigenfchaften des Diamsntes hat. Wenn
,,man von einern Tlieile derfelben das WafTer durch
,,Filtriren trennt, ilin dann i n fehr reinem Vitriol,,6hl a u f h f e t und diefes defiillirt, fo fteigt die An,,dronia mit iiber, und es Lleibt k e i n , oder nur
,,ein fehr geringer, im Warier aufl6slicher, Rack.
,,ftand."
,,In dern zweiten mit zwei Knoten bezeichne,,ten Gefake findet Gch Anclronis von derfelben
,,Art. D3 fich bis jctzt niclits gezeigt liatte, dais
,,die reine Acdronis in Walfer aufluslich fey, To
,,habe ich tlariiber Verfuclie mit cler Portion aoge,,ftellt, welche diefes Gefiifs enthalt j diefe ha hen
,)
ausgetviefen, clafs ein betleutender Antheil diefet
,,Erde fich im cleftillirten \Vaffer auflofet auch
,,wenn man alles Hydrogen durch Frieren vom
,,Waffer gctrennt hat.
Die Auflijfiing ift mil,,chig, u n d wird binnen zwei Wochen nicht hell;
,,in dern nicht aufgelcfeten Riickfiande hatte fich
,,ein diclieres untl fpccifirch fchwereres Co3gulurn
,,als d e r Riickrtand gebilclet. Ich fchmanke zwi,,fchen drei Meinungen fiber cliefes CoaguIum :
,,entweder j l t es d e r auf diel'e A r t bereitetea An,,dronia fremd , uiid tlann wiirde blok d e r aufge,,lCfetc Anlhcil die rcine Andronia feyn; o'iefe
Neint1ng I i J t a b c r die wenigfie C\'ahrfcheinlich-
-
,,
Gg
2
,,kcit, wejl ille Andrania mit deal Vitriolblrl beim
,,D?fiilJiren Ulerfieigt. Oder die Andronia i l l
,,ein zufammen gefettter Iiiirper, von dem ein
,,TIwiI im Waifer aufliislicli ift, der andere nicht,
,,nachdetn man ihn von der Pottdche getrennt hat;
,,und cliefe >!einung iB ~valirfcheinlicherals die
,,vorige, wcil C'ch die H L t c deo Dianniten nur
,,daraus crkliren JXst, J3fs e r eine Verbindung
,,VOD zwci verfchiedcnen Subfianzen ift, die fich
,,mit vicler #raft unter eitian3cr anzielien. Oder
,,endlich, d3s Coagulum rilhrt von einem Anfange
,,von Iiryftallifation her, der in clem AugcnhlicJie
,,Stait hat, wenn die letztcn Antheile Poitafclie
,,der Andronia enttogen werden; und &eft Mei,,nung Cclieint mir bis jetzt die am mehreRen er**
,,wieCene zu feyn.
,,Die in tliefeni GefJfse entbaltene Andronja
,,]if6rich zur Zrzeugung der Pot tafche brauclien,
,,da 6e vollft5nclig von diefern Alkali befreiet ifi,
,,Man nehme zu tltm Ende zwei gleiche Portionen
,,Kalkwaffer; clip eiiie dilnfie nian bis zur Trok,,Itenbeit a h , urn die Menge Jes darin enthdtenen
, , ~ a l l t e s2.1 bcfiicnmcn; zu cler andern fetze man
,,et\vas von tlicfcr Andronia Z U , untt r c h ~ t l i edie
,,hlengung geraume Zeit h n g , bis fie, nach dent
,,Filtrirac, niit Saucrkleefiure k i n e n hietlerfchlag
,,wciter gicbt. Es bleilit ctann keiae Spur von Ija1J;,,crde ilbris, die fich ganz i n fiiefc'clerde und Poit.
,,a k : w rerwanclelt. [Jet lctztern fcldt jctloch, um
gal.irig ou reagiren, die genieinfame Uelebun;.
,,
,)der Theile des SubRrats; in der That fiimmt jn
,,didem Zufiande, iri der Hitze des kochenden
,,Waflers, ein Theil der Pottalche die Gasgettalt
,,an, ein anderer aber erbiilt von dem aufgelijfeten
,,W~rmefioffe das BaGcitats- Princip, und fingt
,,erft mjt diefern an, wic aadere Pottalclie t u rea,giren ’). Zugleich entrtcht ein kleiner Autheil
,,Sotla, weil aller Iialkerck etwas Tielike beige,,rniTclit ift, welclie zwar m i t ilir in den mehre,,fien Eigenfchaften iiboreio fcimmt , unter andern
,,aber aucli tfarin von iht abrrcicht-, tlals fie niit‘
,der Andronia nictit Pottafche, fondern Soda, er)8
,,zeugt.
),Das drittc mit drei Knoten btteichnete Ge,,fiif.s enthiilt eine Aufliikrlg von Andronia cles
,,zweiten Gefiikes. Sio I5kt 6ch zur Erteugang der
, Saldaute oder der Salpeterfaure mit Hitife cles
),osydirenden Pols dcr Vo!ta’fclien Siiule anwen,,den, je nacli clam man als feuchten Iiiirper zwi,,*rehen den Paaren Metdlplatten, Kochfalt-, oder
,,Saipeter haltendes Waffer nlmmt.”
-
*) D i e Bericlitserftarter haben nebeti ilirer Utbcrlettunf tnglcirh Jas lrteiiiifclie 0ri:iiiaI der Grief$ abdruckrn l a f h
cnrwedrr weil Ge zyeifeltcn , ainige Srcllen d d f d b e o
treliend zn ilberfetzen, o h wcil Ee den Cilnrcn Styl, air
cineti Abdrttck der Geilrer Jer Schreibcndcti, tih mcrkwiirdig Ilielrcn. Ich begniige midi hier m i r ciner tinrigen
Stclle : Pofieriori tanten pro dctitn renctivne deoit coni.
nrrrnis p ~ t i u m[cbflrnti nnimotin :fih hnc potnl%ie conditiorn pars e j i u i r c gruiiu etiilliemtis aqnae ofiirrrret foratia vc-0 ex re[viutioite cntorico ncquiret p r i w
cipirni bftJc!lcitis re cirni eo p r b ~ r u rengere
r
incipicr iitJtup
G i l t e r c.
oncriis nkr:’u: pornJ&
nictm gns ,
,,Das vierte mit vier Knoten beteichaete Ge,,faTs entlii?lt das Waffer, womit die Andronia des
,,errten Gefiikes ausgefiifst worden ift; es ifi nichts
,,anders als eine Andronia -Anflofung mit etwas
,, Pottafche verunreinigt. Sie wird, wenn fie ruhig
,,fieht , v6ilig w a f e r h e l l , ift aber weniger ge99
,fchickt, in S u r e verwandelt zu werden.
Solcherlei Sachen enthilt d e r Brief , welchen
d2s Infiitut von H e r r n W i n t e r 1 iiber die neue,
yon ihrn Andronia genannte, Subftanz erhalten hat.
Man wird fcliou bemcrkt haben, dafs die Eigenfchaften , welche e r diefem Principe beilegt , weder beftiinmt n o c h einzeln angegeben werden, u n d
dafs fie fich felbfi i n eioiger HinGcht widerfprechen, da es bald eine S u r e , bald eine A r t von
Alkali feyn, und Gch bald i n liallc, bald in Pottalche verwandeln roll.
Wenn man die Charaktere lielet, die H e r r
W i n t e r l anfiihrt, ohne fich an feiner Meinung
von diefer Subftanz zu halten, fo ift m a n mehr geneigt, fie firr ein zufarnmen gefetztes, als firr din
einfaches Wefen zu nehmen. Einige derEigenfchafi e n find indefs den K6rpern fremd, aus denen
man fie zufamtnen gefetzt glauben kiinnte; u n d
da es iiberdiefs felir rathfarn i f t , in d e r Chemie
nichts a priori, unrl ohne die Erfahrung oft und
auf verfcliidene A r t zu Rathe gezogen zu haben,
zu lHugnea fo gehen wir lieber fogleich zu d e n
Refultaten der zerlegenden Verf'uche fiber, welche
wir mit den Materien angefiellt haben, die Herr
W i n t e r I dem lofiitute in den vier crwshnten Gefjfsen aberfcbidct hat. Wir wolleo be in einigrm
Detail mittheilen, und dann den Gruod von cter
Erteugung diefer Materien anzugeben, und die
Eigenlchaften derfelben nachtuweileo fuchen ,welwelclie Herrn Win t e r l in die Irre gefillwt haben konnen.
Untcrfuchung der Jo gennnwen Atidronia in
dem erjten FhijXchen.
Oiefes GefGfs enthielt eine etwas oprlifirt=nde FIiiJigkeit, uod einen weifsvn gelatiiiii:-n Bodcnfatt, der an das Gefafs atlh9rirte. Dip Ftiildgkeit gab Lackmufstinktur, welche d w c h alno
S u r e gerathet worclen war, ilira urfp. iinj.li,:tte
Farhe witder , und fchnieckte leicht alkalinrlch,
wie verdiinntes Kalkwaffer,
Nachttem wir
durch Schiittelo den Bottenfatt aufgsrahrt hart e n , fchiitteten wir ilro mit der Fliiffiskeir auf
ein Filtrum; die hindurch filtrirte Fliiffikkeit war
hell und klar, und wurrle von Sauerkleefiure n i c h t
getriibt; ein Beweis, dafs fie keinen K d k rnthieh.
Etwas von diefer trikben Fliiffigkeil , rlas
jn fehr viel IVaffer gegoflen witr~le, kfete Crh t'arin niclit 3uf. Eben fo wenig in Sd7l2ure. h ~ c l i dem cliefe einige Stunden h n g damir erhit7t worden war, fltrirten wjr, u n d dampftcn (tie Fitiffigkeit, die liindurclr Selaufcn war, ab, urn zu unterruchen, ob fie etwas aufgelbfet hsbe,
Nit
-
-
fauerkleefaurem Ammoniik gab lie tinen riemlich
o erfolgre mit Icohhiiufisen Niederfchlag ; eben T
leafaurem Ammoniak ein Siederfchlag, unrl mit
Ammoniak erzeugte lie einige Nocken. Die weifse Subfianz, die Gch i n dcr Sil&la’ureniclrt aufgelafet liatte, wutde gewafcben und getrocknet;
fie M e t e fich obne Beihillfe der bV’arme i n kmfiifcher KaJiJauge auf, und als fcliwache Salziiure
zugefetzt und d a m die Auflafuiig abeedantpll tvucde, kam eine gallertartige Sublianz, \vie reine
liiefclcrde, turn Vorfchein.
Naelicleni wir diefe vorl5digen Verfirche angefiellt hatten, Written wir die g a m e Fli\fIi&eit,
welche ficlr in der erfien FJafche f a d , und fursten
die auf dem E‘iJtro zurtlclc bleibende weifse Matetie
mit Icochendem Waffer aus. Die filtrirte Flii/Jigkeit \ourdo mit Silpeterfaure gefJrtigt und absedampft. Sie fing in der Wiitme an, zu opalifken,
und liefs auf den Winden der l<;lpfel weifse Spuren
zurack. Das Salt, d i r durch diefes Abdainpfen
erhalten wurde, fchmeckte erfrifchend untl pikant,
knirterte auf glflhenclen IColden, und w i d e r aufgetiifet i n Walfer, gab es rnit fauerld leefdurem Ammoniak einen 3Jietlcrfchlag, der alle Eigenfcliifren
von faucrlcleefaurem lialke Eattc.
Etwas weifses
l’ulver bJieb turilck, das liiefelerde zu feyn fchien.
Diehis Salz war Folglic!: eine Nengung von falpeterfaurem Krli, falpelerfaureni i h l k e u n d ein wenig Kicfelerde, und die F / i i ~ p g k e i t aus
, cler diefe
Subfcaazen nach deaa Zubtza von Salpeterfaure
zum Vorfchein gekommen waren, entllielt 00thwendig Kali, Kalk iind KieJeelerde.
Uer weifse Boderr/ntz, d e r bei dem Filtriren
ouf dem Filtro zurikk geblieberi untl mit kochendem \\.‘a!fcrausgefrlfst wordentvadHrn. W i n t erl’s
fefte Anrlromio], rvog nach dem Austrocknen an d e r
L u f t 7 Gr. L r war rnilchtveifs untl clurchtchtig.
Durcli Erhitzung bis zum Cllilren verlor er an Gewicht 2,4 Grammes. \Vir erhilzten den Rirckfiand
mit dem Jreifaclien. feines Gewichts an Sttenclam
l i ~ l i ; die Mafie kam Zehr bald in felrr mafsiger
H i m zuin Flirfsen, S a c h dem Erl<alten wurde
fie in W a f f e r zerriihrt und mit Salzfsure gef;ittigt;
fo gab fie durch Abrlilnften einen weif:en Cdlert,
der getrocknet, in \Vaffer gewclfchcn , und tvieder
getrocknet, c3.9 Grammes wag. Alle Verfuche,
die wir mit dicfer Materie sngeliellt haben, liefsen
uns rlarin nichts anders entdeckcn, als feEr reioe
Kiefelercle.
Die falzfaure Flilffigkeit ails der Gch diefe
Kiefelerde abgefchietlen Iiatte, g b mit Ammoriiak
einen leichten flockigen fiistlerfclilPg, der ebenfalls aus Kiefclerrle urirl aus etwas Eifenoxyd beqand. Nachdem die Fliiffigkeit von tliefem Kiecterfchlage abfiltrirt war, wurde ihr f$uerl<leefaures Amnioniak zugefetzt, u n d es fchietl Gch O , L
Gramme fa~~zrl;leefaurer
Ka!k abAlfo bcfiand der Boden/;lcz, tler Gch in
dem ernen J e r von Herrn I l ‘ i n t e r l iiberfcbick:en Gefdfse befanrl ntis eirrer grnfsen Men-
,
C
462
1
ge KiPfderde, aus einer kleinen Menge KalR, und
aus $ehr wertig EiJenoxyd.
Es ifc wahrfcbeinlich, dafs clarin auch etrvas Alkali entlialten war,
da bch 1Cali in d e r Fltbifigkeit befand.
Unterjbchung der Andronia in d e m zweiten
FlzJchchen. Aucli diefes Gefifs entliielt eine opalifirende f;fGJfigkeitund einen anfehnlichen Boclenfatz, der rnilchweifs und ettvas klebrig ,\vie weifser
K i f e , war.
Wir fcliiitteten alleqauf ein Filtrum.
Die Fliiffiskeit lief k l a r durch, wurde mit Salpeterfiiure gelattigt, und dann bis zur Trocknils abgedarnpft, um die wenigc Kiefelertle, die fie aufgeliifet enthjelt, abturclieideo. Nachdem das S d z
wieder aufgelijfet und filtrirt worclen war, ftellte
fa u e rkle e fa u res A m monia k dara u s fa u erk I e e fa u r e n
Xalk i n betriichtlicher Menge dar. Die von Kiefelerde und Kalk befreiete A u f l s h n g dampften wir
bis zur Trockanheit ab; und erhitrten das Salz,
welches entfiand, i n einem Platintiegel init Schwefeliiiure j wir erhielten wahres fchwefelfaures Kali.
Der unauflasliche Bodenfato wurde wie d e r
aus d e r erften Flafche behandslt , und wir f p d e n
darin wieder nichts als Xiefelerde, Kalk und ein
wenjg Eirenoxyd.
Alfo find die Subfianzen, welche irn dem erfien und in dem tweiten d e r V O D Herrn W i n t e r 1
cberfchickten Flafchchen enthalten waren, volL
koinmen von einerlei Natur.
Unrerfurhurtg der Andronia in dem drittcn
unot vierten FliJbhchen.
Der l n h d t des dritten
C 463 1
Fliifchchens war wieder eiae FliifGgkeit, welche gerotheter Lackniufstinktur ihre Farbe wieder gab,
u n d ein weifser Bodenfatz. Beide, auf diefelbe Art,
w i e die vorigen , behandelt, zeigten wieder die
nirnlichen Beftandtheile : die FlsllGgkeit Kali , IMk
und ein Atom Kiefelercle ; d e r Bodenfatz vie1 Kiefelerde , K a l k und ein Atom Eifenoxytl.
Vijllig diefelbe Bewandtnifs hatte es mit d e n
i n dem vierten Flalcllchen entha!tenen Materien.
VerfiPndige und Niicliterne, die diefes horen,
werden erftaunen, \vie H e r r I V i n t e r 1 , d e r iibrigens nicht ohne Hillfsmittel zu fern lcheiot , hier
eine neue Subftanz hat finden 1cCnnen ;clenn niclits
ift leichter zu erltennen, aichts leicliter zu ifolir e n , als jede $er Materien, aus denen die gemengten ICiirper befiehen , welche er dem Infiitute zugelchickt hat.
Von zwei Sachen wird man eine annehmen
mtiffen ; entweder if&HI.. W i n t e r 1 mit den Charakteren d e r bekannten Kijrper weoig vertrauet,
oder feine allzu rege FantaGe, von trilgerifchem
Schein geblendet bauet Sjfterne auf die nicht
auf d e r Erfahrung gegr;indet find.
Es ift Herrn W i n t e r 1 nicht u n b e k a n n t , dafs
wenn Salpeter durch KohIe i n einem thiSnernen
Tiegel zerfetzt w i d , man ein Alkali gewicint, weiches Kielelerde enthalt; mi t Unrecht glaubt er,
dafs ein Ianges Ausfetzen an cter L u f t liinreiche,
diele Kielelerde gaaz w i d e r aus dern Alkali nie-
,
,
I: 464 3
derzufchlagen.
Unbegreiflich ifi es, wie diefer
Chemiker glauben k o w t e , die angebliche Andronia feines zweiten Fliifchchens fey fiihig, Kalk i n
Pottafche LU verwandeln. 1Tt e s ihm unkekannt,
clafs Kalkwaffer , einer Auflijlung von Kielelerde
i n Kali zugefettt, fich rnit dcr Kiefelerde und ein e m kleiiien Antheile des Alkali zu eincni iin3uFloslichen KGrper verbindct? G u y t o n hdt tlieles
vor langer Zeit bewielen. D a niclit alles Alksli,
welches J i e Kiefelercle aufgelofet enthiilt , i n tliere
neue Verbindung eingelit, To finclet man einen
Theil des Kali in tler Fliiflizkeit wiedrr, unvecmircht rnit Kierelerde untl Kalk.
Ein Charakter , auf den rich H e r r W i n t e r 1
beruft, urn diefe Zufmrnenfetzung als einen neuen
Korper anzufehen , ifi die Aufldslichlteit tlerrelben
i n Woffer.
Jedermann weirs a b e r , dafs Alkali,
felbft i n ziemlich kleiner N e n g e , die KieTelerde
aufloslich macht ; auch ift es niclit unbekannt, dafs
fehr fein zertheilte Kiefelerde an fich felhft irn
W a l f e r ein wenig auflcislich ifi. Noch vie1 rnehr,
aIs vom Waffer, m u k Kiefelerde, d i e an ein weD i g Kali gebunrlen ift, 'von Szuren aufgelijiet werd e n ; aucli diefz Eigenfchaft, welc'he H e r r W i n t e r 1 fur einen fpecififchen Charaltter d e r AntIronia ausgieht , kann alfo keinesweses tlas beweifen,
was e r behauptet.
Wenn man fieht, dafs H e r r W i n t e r ] fich
hier fo grohlich i r r t , eine fehr bekannte Verbindung von Kcrpern far eine neue Subftanz zu neh-
men, lo kann es nicht in Verwunderung letten,
ilin behaupten LU hiiren, kohlenlaures Gas verliere, lreitn Uurchlrrciintn durclr einr Auflrrl'ung leinerr Sauerfioff, untl verwandele Gch in Sticligas;
eioen Beweis girbt e r claf-ir nicht.
Die hier erzilrltea Vrrfuche, und rnehrere,
die w i r iinergelren, zwingen uns, zu 'fclrliefsen,
dafs die Itlaterie, wclche Herr W i n t e r 1 clew Infiitiite als Antlronia iilwrlchicki tiat, nichts nls
Verbindunsen von I(irlelerde, Iiali, Jialk und
etwas Eilerr Giitl, denen zuweilen etwas Thoiierde,
dcreii Urlprung man lpiclit bogreift, brigernifcht
in; untl hirrmit fiimmen einigc tler Cliaraktere
CSerein, die Herr LV i n t e r I felld't diefeo hlaterien
bvilegt. Herr N'i n t c r I hat alfo niclit grfindlich
unterfacht, untl ifc tlsdurcli in eincn lrrtlrum Serathen, cler ilrn 511 cinem Raifonnement veranlafst
hat, welclres olrne allen Grund i k
\Yic rveit dcr Sciiwinclel gehen kann, wenn
man das Ungliick hat, einer Chinijre lich hintugeben, tlavo3 lindet fich ein merkwilrcliger Beweis
i n eicer Ahhantlliing, welche in dem Joirrnsle doe
H r r r n G e l i t e n zu Gnden ift.
H-rr W i n t e r l
lpricltt clalelbfi von feiner vor;e:diclien Antlronia,
und erwilint bei tlider CclegPnlitit noch elncr an<[ern ErtIe, clie er in den Ichweren Narrrorarten
enttleckt zu hsben SIJttbt, i t i l c l tler e r Jcn Samen
Ttiel)ke gicbt. Folsendcs l f i ein treuer Auszug ')
*)
State d d e n irll h r I I J S 0ri;inal
JournJ, li. 6. S. 17. iierfetre.
atls
dem Cehlen'fchen
Gilbert.
des Tlieils des Auflatzes, der diefe beiden Erden
betrifft; das Uebriye fall eine K r i t i k d e r Hypot h e & feyn, welche das gegenwzrtige Zeitalter der
Naturwiffenfchaft zum Grunde l e g .
,Tch habe zwei Erdarten entdeckt, welche vorziig,Iich gelchickt End, den Uaterfchiod zwifchen Calva,nismus und Elcktricitat recht anfchaulich zu machen;
,eins ifi die Andronie,
-; eine zweite ncnne ich
,,Thelyke; fie ifi in ellen fchweren Marmorarten, und
,,vorzuglich in den Stalactitcn anzutreffen. Li;fet man
,,den p a t e n Stein in Saltfciure auf, fchlagt daraus erR
,die Thoncrde und die Metallor) da durch Btzendes
,Ammoniak nieder, und giefst alsdann unttr die Auf,,lofung, unter beltandigern Utnriihren, eine kleine
,,Menge des neutralen lrohlenturen Kali, lo e r h ~ l t
,,man ein Priicipitat, das rnit Schwefelfaure eine Art
,,Gyps Lildet die, irn WaCfer aufgel6fet und abgeduu,,net lreine Spur jener haarftirmigen Liegfanien Iiry,fialle giebr, welche dem wahren Gypre eigen find,
,,fondern Reife Prismen ; diefe enthdten lialkerde u n d
,,Thelyke zur Grundlage. Setzt man die KryfiallifaAtion ferner fort, fo erhalt man keine dergleichen Pris,,men niebr, fondern einen lofen Staub welcher'-das
,,Sulfat der Thelyke ill.
, , A d die Andronie hat die Elektricitat keine W i p
,,Icung; aber wenn fi8 i n einem unterbundencn fiiads.
Jarme einer harken S;iule ausgefetzt w i d , fo wird
,,fie an der Oxygenfcite in eine Saure, an der I-Iydro,genfeite aber theils in Ammonium, theils in eice s u b , h n z umgewandelt, die vie1 Aehnlicbkeit mit fJdZn,den organifcchen Korpern hat. Jene Saurc ilt nickt
,,imrner von derfell)en Art: hat man zur BenYffcng der
,Pappen aufgeliifetes Kochfalz angeweodet ; fo ifi fie
,SalzTaure ; hat man aLer Salpeter angewendct To iR
-
,
,
,
,
, t e Sdpeterhure.
Man Iieht hieraus wieder fchr
,Jeutlicli, dars es fiir die Urnwendlung dcr Andronie
,in eine Saure oder Eafe nicht allein auf das blorse
,,Sdure- oder Eafeprincip ,fondern noch auf cine ande,re geiflige Subnaiiz ankornrne, welche die Elrkrrici,,tat n i c l ~ tbergebcn kiinrre, der Galranisirlus aber er,tbeilt.
lhre HauptCunction ill, eines jener’ Pi inci,,pien rnit Jem StoZfe zu verbinden : icii hsbe fie dahec
,Band genannt.
Ifi diefps in der Grundlapo fcbon
,,gleichzeitig enthalten,
To Quert oder b a h t lie
,die E:ektricitlt fo gut, als der Gdvatrismus. Sluert
,und b a h t aber die Elektricitat kein gemeines Walrer
,(auBer nur dadurcb, Jars lie einem andern Kiirper
,rein Band nirnmt), und tritt diefer FaIJ auch noch
,,an der Aadronie fo fehr ein, dafs an ihr der Ausflucbt
,Jer PriiexiCtenz der beiden Produkte, welche d i e
Hylifchr H)pothere an dem WafCer annimmt , Icein
, P h z gcge1)c.n i R , To ill t b r olfcnbar, dafs die Elek,,tricitat jcne gciftigc SubRanr, die ich Band nenne,
,,gar nicht enihdtr. L e i h t hiogegen der Galvanismus
,auf eine fvhr grm~chliclieArt beides, lo rnufr das
, , h o d ein ordenllicher wefentlicher BeRandtheil d e r
,gatvanikhcn Ladung feyn Ik endlich auch noch dao
,,t’rodukt der Andrmi: an dcm Oxygeopol t!qr S~ule
,Salzfaure, wenri t u r Bcnettung der Pappen KouhT.11~,aulisrmg, und Salpercrfiure, wenn zur Erniilfmg
,,derTell)rn Sdpeterauftiifuiiy angewendet wurdc: fo er,gel)en lich daiaur lur die Aillicht der wahren Bcfchaf,fenheit des Ga!vanisrnos, durch die er yon der Elek,tricitat ahweicht , folger.de wicbtige Acffchliifle:
,,I) Er nimrnt bei riclciger Anordnung der SYule aus
,den innern Theilen derrelben einen Theil alles Ran,dzs, welches e r ontrifft, und fiihrt es den in den
,Polen gelagerten Grundlagen zu. (Der Begriff r o m
,Bande bringt es rnit fich, d d s diefes auch eircen Theil
--
,,
,des SPure. und Bareprincips, die hch im Innern der
LSiule befanden, mit fich fortreirse.) 2) Der peiftigen
,,Subfianzen, weiche i c l unter dem Namen Cand be,greife, mag es eine grofse Anzahl und Vrrf‘cbieden,,heit geben, denn n u r fie illlcin bepriinden nach d r r
,,Ullalifchcn Hypothere allen charakterifiirchen Unter,&hied d e r einfachen Nifchungen (Piatur ludividuen) ;
,fie fliersen alier i n zwei Hauptgattungen z u h i n m e n :
,in nand fur Aciditat und nand f i r Bajicitit; e r n e r e
,,fubren n u r das Slureprincip m i t fich w e g , letztere
,,nur das Bafeprincip. 3) blehrere S9uren kiinnen d i e
,,pleiche GrunJlage enihaltcn, u n d fich n u r i a den Uaii,den unterrcheiden; dergleichen find die Salz und die
, , S a l p e t e r f ~ i i r ~deren
,
genieinkhaftliche Grundlage h,dronie und WaTrer iR (die Kohlenrdure u n d das Azot
,hahen eben dierelbe). Refinder fich n u n eine derglei,,+en S u r e in d e m Innern d e r Sdule, und ilire un,,gefduerte Grundlage a n d e m Oxygenpol dcrrelben, To
,,wird erfiere d u r c h Entziehuog ihres Dsndes zerfetzt,
,,11nd letztere d u r c h Zufuhrung dieres Jiandes geriuert.
,,Die Art der Szure, die dadurch in dern Oxygenpole
,,g&iidet w i r d , wird durch das Band beftimmt, we], , ~ h e sd e r zerretzten S h r e entfuhrt worden i5. (M3n
,darr aber lceine firenge neinheit diefes Produkts for,,dcrn, weil fich im Innern d a r Siule m e h r e r e Vorra,,the d e r Bande befinden, w e k b e gleicbtcitig ail die
,,Pole iibergduhrt werden.;”
Die Saure d e r i\;itrare w i r d auT d , y Hy,drogenleite d e r Ssule in Ainrnoniak umgcirandelt,
,und die T h e l J k e , dcrcn Bereitung ich nben angab,
,,wird, naclidrrn fie crfi durcli Brennen i h r e r KoSIen,,f.iure beraubt , und iin IVaTTcr ndgclofeL worden (WO
,fie noch als Bare r e a s i r t ) , aof d e r 0xjgenfi.iie in
,,FI~fsrp~thl‘iiireumgewaiideit, die bei Fortfeizung des
,,Verl;rcbs fich oxygenirt, und den D r a h t , welln e r
-
-
,, - -
Gold
c
469
3
,Gold ill, mit einer fcbsneo Purpurfarbe auflafet. 1&
,verfetzte fie, mit rauchender Schwefelfdute und mit
,,frifch niedergefchlageoer Kiefelerde : das DelliIlat gab
,auf der Oberflrche des Waflers das Kiefelhiutcben,
,,wurde mit einigen Trdpfcheo Kali in der Digenion
,getriibt, und gab mit ferner zugaf2tttem Kdlkwafler
*ein betrrchtliches Prdcipitat. War die Thelyke galiz
,rein,, fo wurde fie ganz umgenandelt; enthielt fe
,,aber noch Kalketde, To blieb diefe im reiiien Zufian,Je iibrig, was fich aus den biegfamen HsirkrynaJlcn
,ihres Su1f.m unzweideutig verolfrnbarte."
,,Man kann in diefeo Vet fucben nicht verkennen,
,,dafs der Galvanismus tine der vorhin da gewefenrn
,,volJon& entgcgen gefetzte Anlage ertheiltn kann, was
,,die Ele1ctricit;lt nie vermag. Diefc Anlrgc fur Siil~e,,rung o&r fur BaGrung, weil fie aus den innern Thei,Ien der Saule in ihre E den Blwrgetragen werdcll
,f;onnte, felie icb als eine eigne gribige SubRanz an,
,und ncnne fie Band. Band iR allo die Seele des Galva.
,,ni~~nus,mangelt abcr der Elektricitat gdnzlich."
F ~ r t v a h r , man gerSrb in Verlesenheit, wenn
i u a u cntlchcidcn roll, was auLerorrIeniliclier if),
ob diefcs Rdifonnement iilber die Thelylie, otter
die Folgerungen, welche aus den errten Verhchen
fiber die Andronie gezosen werden.
Die einen fcheinen einen Mann anzudeuten,
der nichts als Hypothef?n vorhringt, und njcht
einmalil die zuweilen blendencle Kunli befitzt, fie
gut genug niit einanrler t u verkniipfea, dafs ~ 3 r .
aus einSjftem wiril, welchcs einise \\.'ahrfcheinlichk e i t liar.
Die andern b e w e i h , d;fs es H e r r n
W i 11 L e r l flthlt an d e r grnauen Kenntnifs der UnAnaal.d.Pbyfk, B.35. St.4 J.
St. 12.
Hh
E
-
470
3
terfcheidungs Merkmahle der Ktirper, und an
d e r d e n Chemikern fo ndthigen Uebuog im Erkenmen d e r Subftanzen, die fie bei ihren Analyfen erhalten. Wan hiitte nicht erwarten follen, i m is.
Jahrhunclerte eine Art, zu philof'ophiren und i n
den Vl'if'fznfchaften zu fchliefsen, aiisgeilbt und anpriefen zu fehen, weIche To vage, fo fchwankend,
uod fo ganz d e r enrsegen gefetzt ift, die man feit
30 Jahren i n Europa allgemein als die wahre anerkannt hat.
IVir ziehen aus rliefer Auseinanderfetzung das
Refultat, dafs die vorgebliclie Andronie als eine
eigenthumliche Subftanz nicht vorlianden ifi; dafs
die Materien, welche H e r r W i n t e r 1 dem Infiitute als Andronie iiberfchickt h a t , nichts als ZUEammenletzungen aus Kiefelerde, Kalk, T h o n e r d e , Kali, und Eilen find; dafs leine T h e o r i e fiber
die Anclronie eine von jeder Art von Grund entbli;lste Hypothefe ift; und dafs feine Art, in den
\Vifl'enfchaften zu verfahren und zu khliefsen,
melir geeignet ift, die Chemiker riickwiirts gehen
zu machen, als Fortfchritte zu begriinden.
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