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Bericht von zwei Unglcksfllen welche sich im Mai und Juni 1815 in Steinkohlengruben bei Newcastle ereignet haben.

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IV
Bericht von z w e i rJngliicksfillen, welche Jclt irn
Jlai und Juni 4845 in 8ieinholilerzgruben bei
NewcnfELe ereignet hnben * ).
Newcartle an der T ~ u c14. hJai 1815.
Die
Steinkohlengrube Wenton) welche 1; engl.
Meilen iililich von Newcelile liegt, fieht L i t etwa
a5 Jahreii auf dem 1Yigft-ll.lrccin-Flotze **) in Urntrieh, und baut von da ab, M O die Kunlil'chichtc
pis zu einer Tiefe von etma 80 Faden abgal'uuken
find, dern Auflieigea des Elotzes nach, bis wo es
*]
Frri ausgezogen aus dem philo/: magaz. and journal ails
Briefen, die mit N uaterzcichiiet find, von Gzllert.
-
")
Naclr B o 1 rn e s Treutzyr on the Coo2 mines of Durham
andNorthumberZand. Loud. 11516, roll die Newcafiler Steinkolr-
len-Formation aus beiuahe
20 unter
einander lieaendcn Stein-
kohlenflijizan (be&) befieleu, von denrn aber im Allgemeiucn
nur 4 bairwiirdig rind : das FiveQuartrrJlotr, tlas irn blittelpuiibr
derFormation etn.aS(JFndenTeufeIiat, und 5$I?ufsrnichtig i f t ;
das
11
Faden darunter lirgande High- Main irn Mittel GFuL
michtig
j
dns noch 13 Fedcn ticfer liepende Maudfrn
- Seam,
4: Furs mPchlig.; nud dao uoch 24 Frden untcr d&fn Iregende Hutton - S e a m , 34 Furs rnlchtig ,welches letztere an
CIlb.
mehraren Ortan fcchon algcbauet ift.
c
157 3
etwa d Faden weniger 'Gebirge. iiber E d her;
bier abcr haben die jetxigen Eigenlhiimer keine
Scbaohte abgekahen *). I)as Fallen deu
riahe nacb Oftgen Sid; HI !kgen ober in W&en mad
in Nord-Wehn v o n ~ s a f o n - ~ a dalte,
d
reit langen
&i&n verlanene Kohlengruben. Die welcbe d m
Grubenbaa leileten, fiirchteleir bier auf eine pol
raeWall'ermalIk s u R o r k , und hattea dahcr dieZahl
der Dampfmafchioeo auf 3 oermelirt, .POIdenen
die Eine eine Kra% von 130 Pferden hatle, Ib dafi
in jcder Minute i100 Girllons WaITer herauag*
pompt werden konnten. D i e t kluge Vorficht hatb
daa Bcrgwerk fchoo ron demWaKer befreit,wclcher
von WeAen her driiekte; die in Nord-.Welt
Eufte WalIermalI!e war aber nooh nbmlrEen.
Urn d i e k s u bcwerldtclligen, trieb man cine
StrecRe (drzj2) nach den alten Bauen die in Nard
gen OR von Beaton-RaU nahe bei Heaton-8wa
liegen, wo man e k e Meage UeberreAe alter ]BaG
den ficht. Man .hatte eben 8 Lachter .weit aufg&
bro&n,= dieStellc aufrafachen, wo die Bergleab
in GihcrcrZdtihreArbciten batten anfgeben mii&D,
and ea hitte nun alle mSglicbe Vorficht rollen an.
gewendet werden, urn Bah tor dar drohenden G*
,
'
,
I:
258
I
fahr ficher zu lielIen. Diefe Strecke w31;' i n dern
GeRein rchief aufwiirts getrieben morden, u m dos
Fliitz wieder zu geminnen, und 2 Fufs Steinkohlen
bildeteii fchon das Uach dcrfelben. A n dem CJngluckstage, a m 3. Mai, limn uni 4 I J h r M o r g e n s der
Gel'chworne (reJident or underviewer) zu den Bergleuten hier voc Q r t , und d a fie i h m zeigi.cn, dafs
WaITer dur c h das Doch durchfickere, To gab e r
ihnen die Anweifung, fie f'llten das W e r k insviereck lmuen, und rogte, er wolle bei dcr niichfien
Schicht, urn g Uhr, die Bolirer hineinrchicken, um
lich mittelft i h r e r zu verficheren, ob das Wafler
aus dern alteu h u e komnie, oder nicht.
I n weniger als einer Viertelfiunde noch diefern
Gefprsch fiug das WalTer an fih'rker durch die Rike
zu laufen, und es wurde den heiden Hiiuern
AngR. Sie I'chickten ihren Jungen fort, urn
zwei iu der Niihe arbeitende Hiiuer von der La.
ge d e r Sache zu benachrichtigen
und gehot e n i h m nncli dem Haspel (wain) zu gehen, wo
die Kohlen aus den Hunden in die W a g e n uud auf
die Rollwege gefcchafft werden, und die ganzeMannfchatt i n d e r Grube von der Gefahr, i n d e r fie fey,
zu benachrichtigen. D e r Junge behauptet, e r habe dort niemand gefunden; diefes il€aber riillig unwnbrfcheinlich, u n d ohne Zweifel war e r i n feiuer
Anglt gerades W e g e s davon gelaufen, urn lich zu
retten.
,
r
259
3
L)ie beiden H i u e r w r e n vor Ort fortgegangen, als dern einen einfiel, e r iiabe k i n e Jacke liegen lall'en; e r rchlug dean anderri V O ~ ,mit ihtn umzukehreu urn Z L felien,
~
wie das \VaIrer ankomrne.
Aber iri deml'elben Augenblicke entIiand ein furchterliclies Krsehen und ein heltiger Sturrn der ihnen die Lampen aubblies, verkhndigte ihnen, dal'Y
ein ungehcurer WaKerflrorn in die Grulie eiubreche. Sie flohrn To Lchnell lie konnten, nach d e m
F'nhrlchachte, der I engl. Meile entfernt war, uiid
d a das WalTer lich erlt in die tieflten Gegcnden ergob, To erreicliten lie ilin uoch ebcn zui- rediten
Zeit, urn itir Leben zu retten. Uie beiden HPuer,
welche neben ihnen gearheitet hatten, der erwahnt c Junge und 15 andere Bergleute und Jurigen die
nuf den Rollwegen gewefen waren hatten eberifalls
das Gliick zu entkommen, doch t r a t dem lctzten
von ihnen das Wager fclron bio iiber die Mitte des
Leites hinauf. Uenen, die zuriickhlieben, war nun
jedrr Ausmeg abgefchnitten j u n d , rchrecklicti ilt
es zu erziihlen, 75 Menfchen, den Gefchwornen
Miiller rnit eingefchlolrcn wurden i n den Strecken
auf dem anfieigenden Flotze von dem Warner eingerchlolTen wo fie aus Hunger oder a u s Marigel a n
athembarer L u f t haben umkommen mulreu. Es
gingen 2 4 Stunden hin, bevor das WaKer in dern
Kunlikhschte 25 Lachter hoch fiieg, und k l b R dann
hatte es fchwerlich die Luft ius den lioherliegenden
Ka
,
,
,
,
,
1 260
1
Theilen des Grubengebaudes verdrlogt. W i h r e n d
des erlien 'rages war norh eine fchwache Hoffnung,
dafs man den Ungliicklichen von einein der alten
SchGchte bei f€enton-Banhs aus wiirde zu Hiille komm e n k6nnen; aber ehe man noch die Verbuhnuog i n
diefem Schachte erreicht halte, fie1 die E r d e u m h c r
ein, und jeder Punke von Hoffnung verfchwand *).
Die Rergleute find n u n befchiiftigt, einen
Schacht bei Henton-Hill aufzurgumen, d e r Scliutt
aber, der fich i n i h m ongehiiuft hat, und das Kohl en W all'erfioffgas, welches i n grorser Menge auffieiyt, machen, dafs vielZeit hiogeht, bevor inan zu
dem Theit des Grubengebiiudes hinkommen kaun,
-
*) Nach H o l m e s gehijrte das Bergwerk Heaton, 3 engl.Meil e n r o n Nencalile, zu denen, welche aus tadelnswiirdiger
und unmenfcblicher Oekunomie, nur eincn einzigen Schachc
L b e n , der zugleich
ZUUI
Fahreii
, Treibeu , Veuliliren
uud
zu den Kiiiilicn ? ( t o the double purpojb of upcafi and dorm-
c a p ) diente. Das SteinkoblenCGtz sirf welcher Ge banete,
lag ungefiihr in
110
Faden Teufe, aiiter einem nbgeba~eten
Fliitze, i n d e l k verlaITenen Werken fich WaITer und brerinhares Ga5 angefammelt hatten.. I n zwei Tagen Itir-5 dar
WaEcr i u dem Schachte 5 1 Faden hoch.
Nacli W i d e r -Ga-
riltiguug der WaITer fand m a n ein halbverrehrter Pfcrd,
and nur wriiise yon vielen v o r Kiirzem hiueiup&iicktcn
Tnlgliclilern ;mehrere dcr Unglucklichen fcheineu daber noch
j n e eeranme Zeit in ihrer Gruft von Pferdcfleifch und voa
Tdg grlebt zn Laben.
GiB.
c
281
3
wo die mehrRen Bergleute Ltrbeiteten, a h fich dao
Ungliick ereignete.
Die leberidig Begrahenen hinterlaDTen 14 Wiltwen und 77 Waifen, des Gerchworrien Miiller's
W i t t w e m i t 8 Kindern xiicht mitgerechnet. I n d e r
(;rube befanden Gch aurser den Menlchen noch
37 Pferde, als der Uiigliicksfall eintrat.
Newcafile an der Tyue, den
10. Juni
1815.
In der Hoffnung, d o h die Befitzer der Steinkohlengruben in &Tern Difirikte, we1111die I'chrecklichen Unglucksfiille, die Gch i n ihren Bergwerken ereignen, jedes Ma1 umltindlich dem Publikum
bekannt gemacht werden endlich, wenn aucb
nicht aus LMenrchlichkeit , wenighens P I I S Schnrn,
ernfiliche Maakregeln, unter SancLion einer Parlnmentsakle ergreifen werden urn hinliingliche.
Ponds d a m n m e n zu bringen, zum Unterhalt d e r
zahlreichen W i l t w e n und Wairen der Bergleute,
die i h r Leben ilirem Berufe aufgeopfert habep,
ergreife ich miederum die Feder, urn einen neuen
Ungliicksfall zu belchreibea, der falt eben To vieleu Bergleuten, als das vorige, dieres Ma1 aber
nicht durchW'alrer, fondern durch Feuer, das Leben geraubt hat.
Die Steinkohlengrube Neubottle, der Schauplatz der Schreckerisfcene liegt am liidlichenufer
,
,
-
,
[ 26%
3
des FluEes W e a r *). Jetst arbeiten die Eigentliumer auf dem Hutton Main, dern tiefiten uud bellen
von funf Kohlenfliitzen, (within the roynZ(v) dau
6 Furs 2 Zoll michtig, aber wie die mehrRen Steinkohlenflotze fchlagenden Wettern ausgeretzl und
faIi ohne WaITer ill. Dieres Bergwerk Reht feit etwa 4 Jnhren i n Umtrieb, und hot 3 Schachte, voii
deiien der eine 5itccefi Pit genannt, 108 Frtderr
tie€ ill.
A m 2. Joni, Nachmittags gegen 5 Uhr, L;h mnm
eine W o l k e von Staub und Hauch rtus der Oeffhuug
diefes Schachts herausdringen, woraus die Arbciier
an der Hsngebank fchlolfen, daG in der Grube cine
Explolion lialt gefunden habe. Wenige Minuten
darauf rief ein Junge, der erR 6 Jahr olt war, herauf,
man Tolle ihn herausziehen, und ihm folgten in kur.
zer Zeit 14 oiidere, MEnner und Knabea, von denen die Mebrficn khrecklich zugerichtet und nur
4 ganz h i 1 waren. Nechdem eine kurze Zeit vergangen war, wagten fich einige herzhrtfte Bei-gleute
in die Grube. 6ie fanden hier 57 ihrer garneraden
todt ; einige fchienen durchvcrbrennen getiidtei, die
inehrfien abervon dern Nach-Wetter,oderdemStickgas [und koldenfauren Gas] die nach der Explofion
zuriick hliehen, erfiickt zu .Ieyn. Einige wenige gaben noch Zeichea von Leben, Iiorben aber, als fie an
die-atmorpharilkhe Luft kameo, Die ExploGon kann
*) Etwa 6 engl. Meilra TidweRlich vou Sunderlaud.
Cilb.
1 263 3
einem Tlieil des BerggebZudes vorgcgn ngen
reyn, da xnehrere der Bergleute dieSLellen, wo fie orheileten, unbekhiidigt verlnfleri haben, oufderSlrecke
f i r die Wagen-aber erltickten., ehe fie den Schacht
crreichen konnten. Volt den 19 Pt'erden die Gcli i n
der G r u b e befanden, wurdeii nur 5 getodtet; die i n
den Stallen blieberi a m Leben, da d e r WelterwechI'el fich fehr bald n isder horltellte.
Mon behauptct dic Ichlagenden W e t t e r well
che das Ungliick hervorhrachten , rcyen aus alten
henachbarten verlallkneo Gruben gekoinmen, i n die
man bei der Arbeit unvorficlitig gernthcn fey, dieCes
fcheint mir aber noch xiicht hinlinglich dargethan
zu Tcyn *>.
Die Steinkoblengrulw Benton i R noch immer
erroffen; dos W e l I e r , wclchee m a n ous dcrl'elben
auspumpt, ill fur die ganze Nachbarl'chaft hochft
idchmerlich wegen der fauleiideu thierirchen
'I'heile, weIche es errthcill.
niir
it1
a,
,
,
,
') Nach H o l m e s erknnntc man die Grabe, da
TVO
die
Er-
plofion vorging, kaum w i d e r , indern die Firfic an viclen
Stellen einfiiinte , Kolilenpfeiler wie fort-eblafen
a
wurden
etc. ; eiaeuwageo, die davor gcfpanntenPferde' und denFuhr-
mann fand man zerfchrnettert und in Stiicke zerriJTen (duJhed
t o piecus ).
Cilb.
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