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Berichtigung einer Angabe des Hrn.

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hat, die Chloride aller dieser drei Metalle, des Iridiws,
Platins und Osmiums mit dew Chlorkalium Verbindungen eingehen, die isomorph sind, indem aie alle eine
gleiche Zusammensetzung habeu , die durch die Formel
KCP + R CP (wobei R Iridium, Platin und Osmium bezeichnet) ') ausgedruckt wird, und ferner anch ihre Krystall form iibereinstimmt, die bci alleu das reguliire OctaEder ist, so ist es wahrscbeinlicb, dafs eben so wie Iridium auch Platin und Osmium dimorph, und zwar, um
mit J o h n s t on zu reden, isodiinorph sind.
Wir kenncn demnach mit Gewifsheit schon drei einfache KGrper, welche dimorph sind, nemlich aufser dem
Iridium, die Koble und den Schwefel; aber das Indium
ist der erste dinioybe Kbrper, der unter den Metallen
uns bekannt wird. Muthmafslich gehbren hierher noch
das Platin und Osmium; wollte man aber muthmafslich
dimorphe einfache KGrper anfiibren, so wiirde sich ihre
Zahl noch sehr vermehren lassen.
G u s t a v Rose.
VII
Berichtigung einer Angabe des Hrn. Prof
B r e it ti a u p t , den Herderit betrgfend;
con W. H a i d i n g e r .
T r e u dem L i n n t?schen Grundsatze : Finis nofuram
adcuraliw delineare, habe ich stets vor Augen gehabt,
in jedem Aufsatze wenigstens eine kleine neue Beobachtung mitzutheilen. Diesesmal ist meine Absicbt jedoch
rein persbnlich. Das mineralogische Publicum miige mir
seine Nachsicht darum nicht entziehen. Ein Angriff des
1) Man b a n hierzu auch noch d u Palladium dhlen, welchw, aach
Berzelius, dasrelbe Doppclsrlr. mit derselben Form lidert. (Poggsndorff's Aaaalsu, Bd. XI11 S.457.)
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Hm. Prof. B r e i t h a u p t ist es, der mich zu dem gegenwtirtigen zwingt.
Meine Beschreibung des Herderits erschien in dem
Phihsophkal Magazine and Annals of Philos. Vol. IV
p . 1 , und daraus in P o g g e n d o r f f ' s Annalen, Bd. XI11
s. 502.
Es sey mir erlaubt, die darin enahlte Geschichte
der Entdeckung der Species aus der in den letzteren
enthaltenen Uebersetzung wbrtlich anzufiihren:
8) Ich untersuchte die Charaktere dieser Species im
Sommcr 1623, machte aber die Beschreibung nicht bekannt , weil icht hoffte fernere Beobachtungcn an anderen Varietaten derselben Species anstellen zu klinnen,
was sich aber nicht vcrwirklicht hat. Das einzige bis
jetzt bekannte Exemplar vom Herderit befindet sich im
Werner'schen Museum zu Freiberg. Es wurde mir yon
Hrn. v o n W e i s s e n b a c h , damaligem Aufseher des Museums, gezeigt, als Krystalle enthaltend, deren Form nicht
genau auf die des Apatits, unter welchem sie sich gefunden hatten, bezogen werden konnte. Dio Verschiedenheit im Ansehen der Fltichen p und i, von dcneii
die ersteren glatt oder parallel ihren Intersectioncn mit P
nur schwach gestreift waren, wahrend die letzteren sich
kiirnig ergaben, zeigte, dafs die Gestalten nicht zum rhomboGdrischen, sondern zum prismatischen System gebifrten; ich nahm keinen Anstand, das Mineral fur ein neues
zu erklken, und ersuchte, es mich naher untersuchen
zu lassen, was mir auch bereitwillig gestattet wurde. Hr.
B r e i t b a u p t , der damals gegenwlrtig war und frliher
selbst das Exemplar im Werner'schen Kabinet aufgestcllt
hatte, erkhrte gleichfalls die Species fur ncu.
Hr. Prof. B r e i t h a u p t begleitete in der dritten Auflage seiner Vollsiiind&en Charakteristik des Mineralsyslems ') dieselbe Species, unter dem Namen Allogonit, mit der Anmerkung: DBUntcr dieseln Namen habe
1) 1832, s. 87.
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ich schon seit 8 Jahren dieses von inir entdeckte Mineral in meinen bffentlichen Vorlesungen beriicksichtigt. m
Unbefangene Leser mufsten aus dieser Aeufsernng den
Hrn. Prof. B r e i h a II p t fur den Entdecker der Species,
inich fiir einen Plagiarius halten, wie denn auch Hr.
Prof. GI o c k e r in seinen Mineralogischen Jahresheften ')
anfiihrt: .Den Herderit nennt B r e i t h a u p t Allogonit,
unter welchem Namen er dieses VOD ihm entdeckte Mineral schon in seinen Vorlesungen erwahnt hatte; daher
denn diesem Namen allerdings der Vonug vor dem ersteren gebtihrt. u
Ich zauderte damals, eine Entgegnung bekannt zu
machen. Ich war in einer technischen BeschHftigung in
die Verhiiltnisse eines Dilettanten getreten, in welchem
ich niclit mehr wie frtiher in der Mineralogie wirkte;
und ich verliek mich also auf den Fleifs kiinftiger Literatoren, die ja doch am Ende die Quellen vergleichen
und das Wahre Irerausfinden wiirdeu.
Hr. Prof. B r ei t h a u p t erneuert aber nnn, oder verstlrkt vielmehr seinen Angriff in seinem neuesten Vollsiiindigen Handbuche der Mineralogie ') durch den Anhang zu seinem Al~ogoniiesHerderi, kiirzer Herderit:
JBDiefs Mineral war von mir, unter Apatiten aufgefunden, sogleich filr eine besondere Species erkannt worden. Hr. H a i d i n g e r hatte splter einen Krystall gemessen. Ich hatte es seit inindestens 15 Jahren unter
dem ersten Namen 'in meinen Vortrigen erwahnt, wollte
aber mit der Bekanntmachung bis zur chemischen Kenntnifs davon Anstand nehmen.
Diefs ist doch zu - deutlich, als dafs ich es nocb
ungeriigt hingehen lnssen dilrfte. Auch finde ich mich
in einer anderen Stellung als damals, in einer professionellen, und ich Priirde ein Unrecbt eingestehen, weltc
l ) Bd. l und 11, Heft 1833.
2 ) 11. Bandu I. Abthl. 1841, S.276.
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cbes ich nicht begangen babe, wolitc ich zu den immer
verletzenderen Beschuldigungen schweigen.
Von meinen friiheren Angaben iiber die Erkcnnung
des Herderits als eigene Species durch inich nehiiie ich
kein W o r t zuriick; mBge Hr. Prof. B r e i t h a u p t sich
doch der Uinstlnde erinncrn. Das Stuck lag unter den
Apatiten in der Werner’schen Samiiilung. Hr. Gcheiine
Finanzrath v o n W e i s s e n b a c h, damals Custos diescr
Sammlung, beinerkte mir, d a t die Flachen der Krystalle
nicht wohl auf die des Apalits bezogeu werden kilnnten.
H r. Prof. B r e i t h a u p t war gegenwurf&, und iiufserf c
gar keine Bemerkung. Nachdcm ich das schOne Stiick
mit Aufmerksamkeit, untl ich kanu hiuzusetzen, iiiit dein
eigenthGmlichen Eifer betraclitet hatte, der die Aussirht
auf eine Entdeckuug begleitet, sprnch icli in (>cgcnwart
beider Herreii die specifische Selbstsliiiicligbeit der neueu
Species aus. Hr. Prof. B r e i t h a u p t konnte Iiiclit anders als sie glciclifrrlls anerkennen; er crzlhlte nun, dafs
e r das Stuck fruhcr scibsl besessen, cs aber an W e r n e r abgetreten babe. HStte er nun (lie Eigcntliiimliclikcit der Species friiher anerkannt, er miirdc siclicr uicht
abgewartet haben, bis ich in sciricr Gegenwart, vor einem Zeugcn, dessen Coiiipctciiz g c d s unvcrwerflich ist,
diese Eigenlliuinlichkeit olide Riicblialt erkkirte; cr narc
gewifs vorher schon zu mir gctretcn untl hlitte gesapt:
mDa habe ich auch eiiie nciie Species tinter dein mtdeckt, was Jedermanu frtiher fur Apatit gclialten hattc,*
und die Kolle des Bestlitigers ware mir ziigefallen. 0i.J.
knt er ober nichf gefhun. Aiicli erlaublc ~ i i r€11.. v o n
W e i s s e n b a c h aiif uieiiir Bittc dns Stiich Iiiich Hausc
zu nehmen, und seine Form untl i i l l d c r e Eieensrliaften
genauer zu untersiicheii, was gcwifs 111.. P r d . I:r e i t
h a u p t , warc er der erste Eutdccker
niclit des S[ucks,
sondern der Species gewesen, sich nicht hltte ueliincn
lassen. Meine Uutersuchung wurde ja in diesem Falle
iiberfliissig, und ich hatte d a m wohl iiberliaupt vom Her-
-
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dent erst durch den Druck Kenntnifs erhalteii, durch
den dieser ausgaeichnete Mineralog so viele neue Arbeiten und Bestimmungen bekannt gemacht hat. Durch
die Untersuchung glaubte ich mir aber ein besseres Recbt
ziir Aufstellung der Species zu be,@nden.
Das Resultat meiner Untersuchung wurde in Manuscript mit dem
zuruckgestellten Exemplar des Herderits in die Sammlung
gelegt, und ist vielleicht noch dabei vorfindig.
Alles
diefs im Somrner 1823; im Herbste desselben Jahres vertauschte ich meincn Aufenthalt in Freiberg mit einem
inehrjshrigen in Edinburgh. Einen Namen gab ich der
Species dalnals nicht, und ich wiirde vielleicht noch Ilnger die Bekanntmachung verschoben haben, wenn nicht
inein Freund G us t a v R o s e, dcm ich bei ineinem Aufenthalt in Berlin 1825 meine Beobachtungen mittheilte, mich
besonders dam aufgefordert hltte. Diek und der Wunsch
eine schl)ne sBchsische Species der Erinnerung des damaligen verdienten hlontanistischen Chefs dieses bergbdutrcibenden Landes, iind meines langjshrigen Giinners
iind Freundes zu weihen, veranlafste den Aufsatz fiber
den Herderit.
Irh kann d;iher mit Griind behaupten:
1) Dafs Hr. Prof. B r e i t h a u p t diesc Species fur
Apatit hielt, bis er das Gegentheil nus meiiiein
Munde hiirte.
1) Dars er niit den .4brnessiingen uiid anderen Eigcnschaften derselbeu erst bekannt wurde, seitdcm er
sie von iiicincr Hand geschricben lesen konnte.
Air tler Aufstellung iiud BesIiininung der Specics
des Herderits hat also Hr. Prof. I3 r c i t h a u p t keinen
Antheil. Docb b e d s er das Exemplar cinst selbst, und
naclidern die Species von inir erkannt rind beschrieben
worden war, legte er ihr den Namen hllogonit bei, der
sicb sognr auf die von inir aufgefundcne Winkelverschiedeuheit bczieht.
Wenii ich nun die Insinuation des Pla,'miums von
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mir im W e g e der Vertheidigung zuriickgewiesen habe,
so wunsche ich doch an&, nicht geradezn umgekehrt
Hrn. Prof. B re i t h a u p t einea lhnlichen absichtlichen
Eingriffs zu beschuldigen. Ich ziehe gem einc anderc
Ansicht der Sache vor. Hat er doch vor vielen Mineralogen eigenthiimliche Arbeiten und Bestimmungen genug geliefert, urn nicht veranlafst zu seyn, Fremdcs unter seinem Nemen bekannt zu machen. Ich glaube vielmehr , dafs eine seltsame Vcrwechslung des friiheren Besitzes von diesem Stiick mit dem wissenschaftlichen Eigenthum einer aufgestellten Species bei einem nicbt ganz
treuen Gedbhtnisse diese ungegriindete, mir gewifs sehr
peinliche Reclamation einer Prioritst von Seiten des Hm.
Prof. B r e i t h a u p t’s hervorgebracht hat.
Vielleicht sollte ich noch einige W o r t e beifugen,
Gber die in dem gegenwhtigen Falle angewendete Gewohnheit des Hrn. Prof. B r e i t h a u p t , die von andern
Mineralogen vorgeschlagenen Namen, nicht etwa durch
systematische Benennungen allein, zu ersetzen ; doch begnUge ich mich bier, urn nicht diesc Annalen, den S h a u platz fur Thatsachen, mit Wortstreit zu erfiillen, damit,
Hrn. Prof. B r e i t h a u p t bei seinen Angriffen die classiscbe Betrachtung in’s GedPchtniL zu rufen: cuedimus,
inque vicem praebemur crura sogiriis.
VIII.
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