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Beschreibung Vorkommen und Zerlegung des natrlichen strahligen Alauns von Tschermig in Bhmen.

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44
1
IV.
,
Bejchreibung Vorkontmen und ZerIegunR des nntiirlichen Jrah figen Ahuns von 7jWiermig
in Rb’hrnen.
(Zurammengezogen aws den Schriften der Werner’fchen mineralog.
Gefellfchaft zu Dresden, B. I. Leipz. 1818.)
I)
Defchreihung und Vorkommen deffel ben , von S i e g m. A Ig.
W o l f g . F r e i h . v o n H e r d e r , BgLauptm. zuFreibcrg.
V o n dern natiirlichen M e h l - Alaiin, der fich a n den
derVcrmiiterun3 ansgefetzten Haldeii derdlauinerde niid
dcs Alaunfcliiefer erzengt, und i n den Spalten undKliiften des Alnunl‘cliiefers tlieds a h eiiizelnc erdige Efflorescenz, theils als Uebeizug (in Rrichenbacii i m Voigt-
lande meifi mit Bergbutter und natiirlicheni Vitriol
vorzukommen pflest unterfclieidet ficli diefer h:j$dZinz>/ie natiirliche Alnun fehr wefmtlicli. Jener ifi 1111durcliIiclitig, zerreiblicli, im Briiclie errlig, m a t t und
lr,hii~iinernd, leiclit, v o n etwas fettigcni Gefulil, uiid
VOII zraulicli oder gelblich weifser E’arbe.
D e r natiirliche Alauii VOII Tkhcrniig h o t dagegeii
fol!jcnde iiiiter~clicidenrlcKeniizeichcn. Er ifi grBulicli
weii’s I>Ficlit derb, in Gangtriimnicrn ; a n d zcigt in1
Itinerr1 riisli L fclten kleine uiwegelmiil‘sigc Holiliingen,
wr.clclic illre 6r6fStc? Ausdelinung nach dcr Hichtung
dcs scli)alteneii Bruclies haben. h!,r ilt glcinzend, von
E’ell~inrtz. Dcr Cruclr. i n der LHiige ill ~leiclilaufeiid
G t s d - L I I ~k r u m i i i -Jra/dig iuid grobfa/irig, dcr
,
~
[
45
I
Qnerbruch rnu.c?il&. DieIer Alaun fpringt i n Split!trige BrncliRiicke n n d dcr gefpaltcne Brucli selit
ziim Theii i n diinne und felir dinneJcirgliche nhg-efinderte Sdiicke itber. Er iR theils dwclifclitig, thcils
halb durclifichtig ; weich ; niclit londerlicli I'prade;
leiclit zerfprenglar; f d i l t Mi fettig a a ; I d ifi nicht
fondcrlicli fcliwcr, deiii leiclitcn naliekoriimend. Er
fchmeckt a h u n i g docli bitterer als der kunfiliclie
Alaiiii; IsR fich in W a k e r leiclit auf; und Lhmilzt i m
Feller mit blaGgem kochendem Auffchrumen linter
ZurLicklaTCen einer weifsen mehligcn Snbfianz.
Diefcr nicrkwiirdige natiirliclie kryrtallinifche
Alaun kijmmt vor, i n dem Brannkohlcn- odcr R'ioorkohlen - Gebirge welches das T l ~ a lder Eger erfiillt
n n d zwar namentlicli in einem iintcr dcm Dorfe
T/c?ierrizig zwil'cl~enlinden mid Kornrnotau , miinithibar an den1 liiil.cn Ufcr des Egerflufles auffetzenden
Brn~uikolilen- Lager wclchcs Stunde 10 Rreicht i d
ficli 5 bis 8" in NO verl1;iclit. Es fielit liier die Brannkohle voii der Sohle des Egcrtlials auf 15 Ellen H i l i e
a n den1 Gebirgsrclnde zu Tnge a i i s , i i i i d ill iiiir 2 bis
3 Ellen liocli mit Tlioii u n d Lelim bcclcckt. Die p i ze Mlclitigkeit des Lagers war H O C ~unbekannt, da
nian n u r erfi zwei knrze Stollii liiiieingetriebeii hattc.
D i e gewolinliclie Uraiinkolile m n c h t die ZIauptnidTe
des Lagers a u s ; Litiirnili6fcs 1101~findet ficli iiiir in
kleineii l'artien darin, hier ~ i n dda aucli etwas kryfiallifirter Gyps. D i e Kolile breniit I'clileclit iind wurde
dolier niclit Leiiiitzt.
Dab fic Alauii-linltig fey, n iirste n i u i ltingfi, aLer
erR der Kanfmanii Kaclen zii Joliliadt niiternalliii os
fie auf Alaun zii beniitzen. Er trieL ZLL deiii Eiide
,
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,
,
t
1
46
die beiden erwiilinten S t o h i n der Sllnrde 5 i n NO i n
verl'cliicdener H6he Iiiiiein, n11d traf als fie vier 1>ac11ter wcit gefiilirt wnrcii, anf 6 bis 5 Zoll niiclitige
Triimnier des cLeii bel'cliriebencn A ~ ~ L I I ISie
S . zielidn
ficli nacli deni Streiclieii und l'allen dcu Lasers €ort,
werden zuweilen f'i!zig, kcileii Iicli iills, legen ficli
nucli wieder a n ) u n d dnrchl'cliwhnen l o das Braunkolilenlager Sangart ig.
2 ) Chemifche Unterfuchung
von dein Profelkr
Dr. F i c I nu s
in Dresden.
Der firaliliSe Alaiin p u s diefern l3rounkolilenlag,er
h a t ein fpecif. Cewicht 1,56 bei 7 0 R.
In IieiCseni WaITer liift er Gcli g~nzliclianf, und
dabei cntwicltelt das Miankr u s dcit anhJngcnden
~raunkohlen-?'hcilclieii einen dem Majoraii i&Aclien
aromatifchen Gcruch. Bei 1angl;mcn Erkaltcn kryItallifirte Iicli der Alaun an^ der €liiffigkeit in regeh;ifsiyen Octaedern, die jedocli w e n n die Kryfiallifatiou
beeilt wurde ) a n Ecken 1111d ICanteii ab,ncfiumpft (triforme Hauy's) und ~ ~ I f a n i r n ~ i i , s c crl'chienen.
li~~i~t
Eiii
Colclles Octaeder hatte laliter W i n k e l von 6oe, ftait
iler Spitze aber einc gerade Linie, da zwei der Seitenfliiclieii gral'ser a13 dic h i d e n aiidern wnren.
DieCer Alaiiii ilt Iriltbeliiindig , irideni er wedcr
verwittert noch zerflicfat bedorf 2 4 Tlieile WaITer iini
bei 8" n. aufsel6fi zit werdeii, rcagirt lhuer, fclil~gt
nus der Coclienillbriilie felir ,giiteii Carniin nieder, u11d
ilt dalier wnhrl'cheinlicll dein g e ~ i e i n c n Alaun ilii
Branohbarkcit ganz gleicli.
Im Platinticgel erhitzt zerflol's er , t;.ockne[o dann,
blUhic Gch auf, bilJcte wio c l o r Seiiiiiie Alzuii eine
,
,
I 47
3
ib'cfiwanimigeMare, die, wenn die I-Iitze riiclit his ziim
Hothgliihen getriebcii war, Gch wieder ganz im \ValI'er aufl8lte, nnd sab 10 41 Procent reines 'CVaIT'er her,
wovon das i n eincr Vorlage aufgefmgene ganz Geruchu n d Cefichniack -lore weder mit falzfanrem Baryt nocli
mit Mpeterfianrern Silbcr fich triibte, iioch an einern
m i t Salpeterkare befmclitcten GlasIi+el,
der dariiLer gehalteii vnrde Ammoniak i~acliwies woraiis
111.. Prof. Ficiniis l'chliefst, dal's alto der Alann kein
Ar~an~oninb
entliielt. ErR heiin anfangenden Rothgliihen entmicli a ~ ihm
s
fcliwefiige S ~ n r c .
,
D i e Anfliili~i~g
des gebraniiten Alaiins in WaiTer (A)
gab rnit iitzendem Aniiiioriialr eiiicn 8allei.iariigeii l'iiederl'clilag, der Gcli heinahe ganz iu koclicndeni tilzendeni
Aninionink, worin er noch fenclit gebracht wurde
wieder anfliifie (a). Von dem Riickfi'rande, der gcgliilit
1,6 Gran wog (b), ldfien Gch i,/c Gr. in kochcnder
Sciimefelfiurc aiif mid gaben damit Bit terhlz - liryfialle, Waren alio Nn,gn</in; die iibrigen 0 , 2 Gr., die ficli
aucli von Gedeiider Salpeterfaure nicht aufliji'ten w-aren, KipfeEerde. Saliniak fcliicd ails cler Aufliifkig (a)
die Thonerde rein ab welche gewakbeii, getrocknet
I d gegliiht ios,5 Gr. wog.
,
,
Was yon der erlteii A d a 6 n g (A> noch iibrig war
und die dazu gegolsnen AbfLiLwaKccr, vr-nrden e i i i p troclinet. Das Sdlz, wclclies zuriicliblieb, hiitte alle
Ei3enTchaften des JchwefeJfccciren Amimonicaks. Es
verfliiclitigte ficlr bcim Erliitzen in eineni Platin -'Eegel gana, ohne einc wzgbare Spur ZLI hinterlafreii, wid
dcfiillirtes W a x e r , womit der Tiegel ansgewafcllen
wurde, liels wedei. rnit neutralern la;rlLhren Platill,
C
48 I
)loch niil riiderii PriifiinSsmit teln irgeiid ctwas bcnierken. I)er nntiir1;che h n n von Tl'c!lernijS cilthiclt
olfo iveder J W i , tioch A'ntron, nod8 hal& *).
Da Llzl'aurcr Baryt niit einer Aufliilung vou 60
Grin des Alauiis in Wager cinsii Niederl'chlag bildcte,
dcr nach BoIiairdeln niit deliillirteni Efig, gegliiltt 62
Gran woe;, welclics ein Aequivolent fur 21,zG Gr. warErfrcicr Scliwcfelliiurc, oder fiir a7,25 ScliwcfcIlLure)lyJrat ili, Co ciitliielten lrierlirclr roo G r i n 55,i5 Gr.
trockcne iind 43,24 GI..Hydrat der SclrwofelPure.
H i e r i d 1 entlriilt Jer firahlige Alarm von TfillCrmi3 i n loo Gewiclittheilen
I C D Tit.
~
Thotierde
Magnrfia
1.4
Schwdell%ure- Hydrat 4 ~ ~ 2 4
KryRallvaller
44156 '1
Kiefelerde
0.2
-Ix,m
,,Dicl'cr Alanii ift demnaclr ein ilfugne/in- A h n ,
fclilicfst ]+I*. l'rof. Ficinus, in welclicm die Magiiefia
ganz die Steiie eiiiriimnit welche im gcmeiiieii Alaun
&s Krli, Natron oder Aminonirk hat.
Er ifi die
erfic Spccies ~ C SAlrrins, \velclle Gcli niit LryfialliniI'cliem Cafiip U I J vollhidig
~
Sebildct ni~tiirliclivor-
,
0)
...
Da nicht-fltlchtige KBrper, die einer grofscn Menge eines
fliichtigeu beigemengt firid, hfwfig zugleich mit dieFern wad
durcli ilin verfliichrigt werden , To dIirrte diefer Scldufs niclit
jeden von vtilliger Abwefenheit des Kali Ubenrugeti, Gilb.
* ) Indem die Erhitruttg,
welche nicht bis [zum Rotltgliihen ging;
febr leiclit 3,56 Tli. Waffcr zu wetiig geben konnte. Gifb.
I: 49
3
f i d e t , i d dic der'Mineralog durch Jirnhligen Alarm
lehr gut bezcichncn wird. . . Zwar 11nt~ ' E ~ I oBucliI~
liolz e i . ~ k f a C h e 6Salz aus Kdi, Magiicfia, 'lYionerde
uiid S&wefellhure kiiiifilicli darznliollen gelelirt uild
dell'en Kryfiallifirbarkeit erwiefeii; dafs es aber iluc!i einen Magnefia-Alaun ohne Kali gcbe, 1und dal's er f'chon
gebildet i n der Notar vorkoinnic, hat iiian beidcs Lis
jetzt nach nicht Sewul'st. . .
Hr. Prof. Ficinus verficliert, ails Magnefia und Tlionorde, die cr in dem
aufgefimdenen Verli~ltnilIhin Bchmefell'S'riure auflijfie,
Ieiclit bei langljnieni Abdanipfen Kryfialle erhalten zu
liaben welche jenen a11 ficlien Kaiitcn und SpitZ e n abgcfiumpften Octaedern vollkoninien gluicli waren. ,,HierdiircIi ilt, fiigt er hinzu, nicht nuF jene
analytifche Erfahrnng fyntlietiCcli berutigt fondern
anch noch erwielen, dafs m a n an Orten, \YO BitterwtiITer natiirlich quellen diefe ziim Nicderfchlagen dc3
Alauninelils oline weiteres niit demfelben Vortheil beiiutzen kiiiirie, als Kali Natron oder Ammoniak." ")
.
,
.
,
,
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,
,
.) Hr. Berghaoptmann von Herder hatte in feiaen Auffatze gefa@: ,,Nach der Prof, L a m p a d i n s A n a l y k roll e r ( d e r
Tfchermiger natiirliche Alnun ) die Mifchungs VerhiltnilTe
der vollkornmenfien reinRen Atnono, mithin 38 Tbeile Schwefelfiure, 18 Thle Thonerde, 44 Thle Wnlfer und etwas weaig Pflanzen- Alkali enthalteii." Vermuthlich war von diefern
Chemiker, in der nfeinung, dem mMTe fo feyn, nicht nacb
andern BeRandtheilen gefuoht worden ; ruch zeigt , dafs cr
-
die Mcnge des Kali nicht angab. dafs keioe forgfsltige An?lyfe diefer zum Grunde liegt. Hr. W e 11 e r , Factor der kB*
nigl. U a u n w e r h s zu Schweafal , hat in diefen Annalon
Aanal. d.Pbyfik. 8.69. St.
1.
J. ~ 8 2 1 .St, 9.
D
c
50
1
mehrere Zwrifel gegen H r n Prof. Ficinus hTeinuag geiiufsert,
und belrauptet , beini Zul'amrnenreiben
des ltrahligcn Alauiis
von Tfcherrnig rnit gebranntem Kalk unverkennbaren Ammo-
n ; a k - Geruch erhalten zu haben. Da diefer Alaun in einern
biturninCCeti,
211
eioer A r t von Erde zerfallenen Nolze (dem
vielleicht auch aridere Pflanzen beigemengt waren ) entfianden
i R , ro h a t die Vermutliung vieles f i r ficli, dars er
Kali in fei-
n e r Mifchung enthalte, und da H r n Prof. Ficinus Verfahren
ihm diefees Alkali fehr leicht unwahrgenommen entziehen Itonn-
-
te, feine Angabe fynthetifch erzeugten n'lagnefia Alauns ohne
Kali abar auf der aridern Seite ebenfalls alle RijckGcht ver.
dient, fo w l r e es fehr der h'liihe werth, dnfs dic Analyfe de;
Tfchermiger ltrahligen Alauns von eineni geiibten Chcrniker
noch einmal wiederliolt wiirde.
Gilb.
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