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Beschreibung der mhrischen Meteorsteine nach ihrem Aeussern vorzglich der Rinde und nach ihrer Masse und einige Folgerungen auf welche diese Beschreibung fhrt.

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11.
BESCHREIBUNG
d a r m a h r i f c h e n M e t e o r , f i e i n e n a c h ihr e m Aeufierri, vor:iigIich d e r R i n d e ,
u n d n a c h i h r e r Mafj”e, u n d e i n i g e F o l g e r u n g s n , a u f welclie dieJe B e f c h r e i l u n g fi i h r t ,
von
K A R LV
O N
S C H F ~ E I E E ~ . ~ ,
Director der kairerlichen Nataralirnkabinetrs in W e n ,
A U Cd e m Berichte iiber meine Cornmiliionsreile
n a c h S t a n n e r n , w e k h o i c h i m 7ten Stiic!\e dieler .4nnafen v o n vorigen J a h r e den PhyGkern mitgetheilt ha.
b e , (B. XXIX, S . 229,) w i r d m a n LcIi e r i n n e r n , d a l s
i c h theils an ganzen Me:zorReinen, theils an BruchRuc k e n , 6 1 S t u c k , w e l c h c zufainmzn n5 Pfund wogen,
von d o r t mitgrbracht hzbe. Dieh Anzahl in l e i t d e m
noch dadurch verrnchrt w o r d e n , dds w i r einige gro.
[sere zerlchlagen haben , urn die A b w e i c h u n g e n , welc h e ganz frifche Bruchflachen i:i E e t r e E d e i i n n e r n Be[chaffenheit zeigen k o n n t e n , Z I I bcrnerken. AXe diefe
S t u c k e find von uns auf das genauefie u n t e r h c h t u n d
verglichen w o r d e n , und wir haben 23, die a n G e w i c h t
1 2 PFund betragen, als ctarahteriftilche o d e r lonR in
i r g e n d einer Eeziehung m e r k w u r d i g e Stiickc ausge.
wcihlt, und als Belege f u r unlrc Eznierkungen u n d Er.
h l a r u n g e n , f u r das kailerliche Kaliinett zurJckgeIegt.
N a c h ihnen iR die nachfiahende Eefchreibung entwor.
Ein PFund und einige Laths End rerbrrucht war.
den Lei dcir verlchiedenen oxj-ktognoRilchan und phy.
fen.
dkrlifch . c b e d c h e n Verluchae , dsrrn Refultrts be.
reitr cine eigens cbrn To interrlknte .Is Iehrreicho
Somtnlung hiiden. Alle iibrigr BruchRuche find nrch
berrits erhrlterier AMerhtichRes Erlauhnik Iiebiinint,
ah I)a?ridetten .I= die vorrOglichRen Akrderricen untl 6ffentlichen hhrleen, und relhR an e i n z h c Privrtliebhaber r e r t h d t zq wcrden., fclls drz kair'erlichr b!iiaett
ron einec i;:rnlicher, I.#erucLfichtigiiig UewciTe erhPlr,
Dax Iglauor Kreisrnat l-9: alle YercnRoItungen getroffcn,
dirs die nrch m:?ner 1'd:kJ:iiiift
ron Strnnsrn aufgefundenen fi1e:sorriciIie liri dcm:;?lben eiqeiiefcrt wcrden; von dem Etioige o r w x t z iz'n tsglicl.. die Berichre.
Es lrfrt fich'di€ier no& sin bctrJch1ic:rer Zswrchs 01)
B1rteorRrir;en I:afl~x:, r n d rean ficht wie rorrheilhaft
die Ndsregeln gewirkt haben, welche bci Gelegen.
bcit diebt Steinregcnc grtncmrnen wcrdsn. Sie find uns
zu einer grdsen ilrberli=ht und Vcrgleichung bebirlfI
3icb gcwefen, we!dic f!ir die genauc Ketintnit dlefer
Mdlcn und fur die Erhlarimg des m e r k w u r d i p i 'Pbq,
nomess t h r folgenrrich zu leyn verfprcchen, und wcr.
den zu riner zwaclctdsigen Verbreitung dsr Exr.mpla.
re hinwirkerr welche birher bei allen Bhrrhchen Get
legenheiten tlreils Indolenz ond Unwiflenheit , thcilr Ei.
8ennutz gewidCchtiger Maklsr rarhindert haben,
Ich erneusr:: diefern zu Folgs rnein -4slucLen
Jle Liebhabrr und EeCtzer van llleteorfieinen, die ihnen enrhchtlicbcn Sthcke, wwlche dcm koif. Kabisette
Eehlan, i lielie xirnnlen, B. XXlX, 1st. 3 , S. n4q ,I ge.
gen Entfchdipng rlurch diefe Sranasrbhen Aerolithes
on Jas Kabinett einruCc!iicten, oder auab falls das ei.
p ! e Exemplar nur einzig [eyn lollte, eilc klrines Bruch.
Riiak davon, (\Venn os letart taur ein Queiiichen wjegt
Und nur zn eiacr Fldcho noch mit etwas Hinde lredecht
,
,
,
'
;I? ) zur Vervollkommnung d e r vcrgleichenden agraljt h 0 1og ilc h e n Sa rn rn 1u n g m i t z LI t h eil e n , w o g eg e n i clb
eine Vcrgiitung d u r c h das Doppelte a n Gewicht
d e n m i h r i r c h e n Acrolitben v e i l p - e c l ~ e n h a n n .
van,
Es
w i r d rnir, wie ich h o s e , auf diere A r t gelingen, e i n e
w o auch nicht vollftandige, J o c h gewirs lelir l e h r r e i c b e
Sui t e v 0 n die l e n rat h Te 111 J It e n M a lre n z 11 i n in e n z u Re1I e n,
ron d e r ich tnir iiber d e n d u n k e l n U r f p r u n z , d i e EntRehung und d i e Herkuiift derrelben melir Licht, als Chem i e , PhyGk , Neteorologie utid ARronoiiiie Liisher zu
getBen verinochten, verlpreche.
D i e l e letztere Hoffn u n g grilndet Iich a u f Beimerkungen . u n d ErFahrungen,
zu welchen 1nic.h eine genaue ~ ~ i i k r ~ / ' k ~ ; i rVj e: rhge/ e i cliung d e r rnir zu Gehoie fiehenden kleteoifteioe verIchiederier Lsnder [chon gerhhrt h a t , und d i e , lo belchrankt mein Wirlrungskxeis auch war, da er fich hish e r nur auf g deilelben ausdehnen k o n n t e , zu lielultat e n z u berechiigen rclieinen, w e l c h e nianclie d e r b i s
berigen AnGchten und H y p o t h e l e n ganz entkralten,
a n d e r e begunftigen, u n d neuc Legriinden w i r d . Ich hoffe fie nachnens b e h a n n t macheii zu kijnnen.
A u c h durfte dieler V e r k e h r n o c h einen a n d e r n
Vortheil fur die Willenfchoft und die LieLhaber mit kch
{Gliren , nztnlich n i e h r e r e bleteorReine in Umlauf und
i n d;e H i n d e d e r v o r z ~ i g l i c h e r n Sarcrnler zu bringen.
L'm jeZoch z u v e r h i n d e r n , d d s Gch nicht a n dern is
Vorlchlag gelrac!iten Ceritralpunkte Aiet tot-lfeine e i n e r
A r t ailzu Ichr a r i h i i ~ f e n , oder d J f i , u e n n die Quelle
Z u i n VertauTclien verfiegt Teyn w i i t i , nieinJnd, d e r uns
I\leteorfleine zLilchickt , i n Ceinen Erwartungen get.i:~FcIit w c r d e , lnnIs ich e1.luchen1 dals man m i r d i e
vorti,ihende Nitthei!ung mit :4na;il)e des Landes, deF
G . "Ise 11nJ d e s Gewiciites Jer P I d i e , jeder Plahl YOF*
1.'.lung
'.
azeige.
9.
B c f c h r e i b u n g v o n a c h t g a n s c n Met e o r f t e i n e n , n a c h GrO./i-r!, F o r m ,
OberJlucirs u n d K i n d e .
D i e Griifse, die F o r m , die Befchaffenheit d e r
Oberfl3che und die Brfchaffsnliiit rler R i i i le iind
d i e errtell GegenTtande, welche hei d e r Ketrachtung
d e r Meteorlteine i n das Augc fallen. Pis h w r f c h t
nicht nur irn Allgomeinen, fondrrn Z U I T I rlieil feibft
bei einzeluen Steinen i n allen rliz!'en Beziehungen
10 viele Mannigfaltigkeit, U I I ~tliel'e fclicint To we.
fentlich unJ wictitig z u leyn u n L l z u Co bedeuten.
d e n AuffchliilCen zu fii!ireo, dals ich es fiir nO:liig
halte, damit anzufangen , alle a u s g e w a l ~ l t eg a r i ~ e
Steine genau zu befchreiben.
Da oft eiri kleiner,
anfangs viel!eicht f e h r unbedeutend fchttinaniIep
Umftand in d e r Folge, zur Begrirndung pines Refult a t s von Wichtigkeit i f t , fo glaube ich bei diefen
Berchreibungen nicht urnftindlich uncl genau g e n u g
feyn z u kiinnen. Ich beforge rlabei urn fo weniger,
ei n e r ge f u c 11t en W e i t 1i IIfig k e i t b e lc h u I di g t zu w e rd e n , da 'mein Streben dahin g e h t , die Lefer w o
m@ch in den Stand zu fetLen, felhft Urtheile zu
fsllen, und Refultate und Schlnlle zu z i e h e n , o d e r
doch wenigltens die i n cler Folge von m i r und V O Q
meinen Freunden und illitarbeitern vorzubringend e n priifen und wurdigen zu kijnnen, o b o e die Stein e in S a t u r g e l t h e n zu haben.
Auf alles, was da-
bin fuliren k i i n n t e , w e r d e ich aufmerkfam machen,
und die Gegenftande 10 vie1 als mijglich zu verfinn-
lichen luchen.
Dazu kijrnrnt, d d s die Betrachtung
und Befchreibung J e r Meteorfteine von diefer Seite,
zumahl vergleichungsweire, ein ganz n r u e r CegenJtand der Bearbeitung ift, indefs wir Cchon viele fehr
umitiridliche Berichte VOII d e m Phanomene, den begleitevrlen Umftantfen, den Refultaten d e r Analyfen
u. f. W. bcfitzen. EnJlich durfte fich pice gunftige
Gelegenheit, eine To grorse Anzahl felbrt vollkomrnn e r Steine eines u n d deffelhen Sizteors und noch in
fo Frifchem Zuftande beilanin:en zu fe!ien uncl vergleichen zu kcjnnen, wohl fchwerlich fo bald wied e r finden ; auch fcheinen diefc mzhrifchen Weteor{trine vorzugsweife geeignet zu feyn, Auffchltiife
iiber einen T h e i l des Phznoniens, hefonders i n Beziehung auf die I n k r u f t i r u n g , L X geben.
Es Gnd fiir das kaiierl. Kabii:e it yon den erhalteDen ganzen otier doch n u r weni;; b e k h i d i g t e n Stein e n 8 ausgewahlt w o r d e n , die ich n u n einzeln und
jn der Ordn u n g befchreiben will, \vie fie i n Hinficht ihrer Aehnlichkeit i n d e r Gefta!t und i n d e r
Art d e r Ink r u f t i r u n g a H f einander zu fojgen fcheinen.
Urn
fie von einarider iinterfcheiden und rnjt
einander vergleichen zu k o n n e n
m i t Uuchitaben.
, bezeichne ich fie
A.
W u r d e am n8ften hlai x S o 8 , alfo am Gten Tag e n x h d e r Regebenheit, von eineni Eauerweibe,
durcti aSficht1icbes S u c h e n , a u f einern Fe!de n a h e
a n tler S t r a k e , am Pirnitzer W~liltejchezwiicheo
Szannern und Falkenau ,alfo am nordiiftlichen T h e i le d e s Flachenraums , auf den Steine herabgefallen
Grid, auf iiemlich fertern Boden flach aufliegend
und nuc fehr wenig in die E r d e eingedruogen, gefunden.
Wiagt 3 Pfund Q I L o t h Wiener Kramergewicht.
J[t vollkotnrnen p n z , u n d urn und urn inkruftirt;
n u r a n ein I'aar kleinen Stellen ift er etwas abgefchlagen, uncl a n dern eirlen Ende iTt ein kleines Stick
ausgebrochen, d e r V e r h f t d e r hldlfe aber k a n n
kauin m e h r als
I L o t h betragen.
ICt lapglich eifiirmig, und a a c h d e n entfernte-
-
ften P u n k t e n einer Richtung Semeffen 7; Zoll lang,
35 2011dick u n d 4: 2011breit. Dieler Stein Ftellt,
g e n a u genommen , ein ungleichfeitig- dreileitiges
Prisrna vor, intlem e r d r e i Flachen h a t , die u n t e r
ziernlich fpitzen Winkeln zularninenftoken und von
Ziemlich fcharfen Kanten bejiranzt wercien, von ilen e n die etwas breitcie COIIVIX und die beiilen 3nd e r n eiii wenig ausgehohlt find. Die beitlen fich
~ ~ r f c h n ~ a l e r i i c Enden
len
des Steins Grid abgeftutnpft
uncl d u r c h ziemlick ebene regelmzfsige Flachen
gefchloKen,
Die eine dieler Entlflrichen ift vollk o r n m e n , a b e r etwas verfchoben , vierfeitig; d r e i
j h r e r Winkel korrefpondiren rnit den Seitenlcant e n , u n d folglicli die Enclltanten mit den Seitenflachen; d e r vierte Winkel ift ftumpfer als rlie
fibrigen, "I](d f d l t gegen die hlitte d e r breitern
Seitenflkhe, von deren T h e i I u n g (lurch eine
a w e %ante fich d e r Anfang zeigt.
Die Tendenz
zur vierreitiged Saule, ( o d e r , (la das antiere E n n d
ichrniiler z u k u f t , u n d d o r t d i e Entlfliiche unregelmafsiger u n d k l e i n e r i l t , zur ungleichleitig- vierleitigen abgeltumpften Fyramide ,) ift d e m n a c h unverk e n n b a r . D i e beiclen etivas ausgehijlilten Seitenf l i c h e n , . die in eine gcineinfcbal'tliche, fcharfe, n u r
wcnig vertlriiclcte , a b e r l t z r k wellenfiirmig ausgefchweifte Kante Zula111nlerlftofsen u n d d i e beiclen
aiich e t w a s vertiefteri Endilichen , w e l c h e m i t denfe!ben ahnliche Kanten bilclen , haben riur w e n i g e
und f e h r f e i c h t e , a b e r zjemlich grofse u n d f c h
h r e i t v e r l a u f e n d e , unfijrmljche Eindriicke, u n d
tlah er a u c h n ur u n b e;ieu t e nde Erha ben h ei t en.
Die H i n d e , w e l c h e diele 4 F k c h e n bildet, ift
d u r c h a u s diefelbe. Sie ift ziemlich d i c k y c o m p a k t
uncl feft, p e c h l c h w a r z ; f e h r fetiig gliinztnd und
falt ganz glatt. Nut-hier und da zeigen Gch au.l Jhr
wenig e r h a h e n e k l e i n e Adcrn u n d Rstnifiltationen,
d i e nur wenig zofarnmenhaugen u n d n u r eirie A n ]age zu b!attformiseil Z e i c h n u n g e n , o h n e b e l t i m m t e
H i c h t u n g , b e m e r k e n laffen. Sie bililet werler Nzl1t e nocti Siiiirne u n d ift nirgends iihergefloflen. I n
d i e kleinen feichten Zwilclieririiurnc tlrs iinc!eutlic h s n i\llergeflechtes d e r f e l h r r i , ift al1rnthalt;eIi his
a n die ICanten d e r c o n v e x e n F l i c h e h i r i , Damtner;te
f e lt ei m ge d r il c k t.
Die breite, ettvas Zewolhte Seitenflzche, we1cl:e
mit deli beiden andcrri Seiti.nflichcn un:l m i t rlcn
Gr u nrl fl i c h c n d u r ch a 11 n Iich e a 11~ f irch w r i fte' , a b er
w e n i g e r I c h r f c : , melir a b ~ e r u n d e t eIiariteii z u f a l n (x
c
30
3
menrtiifst, hat noch meit weniger uod feichtere
Eiudriicke, fo dals fie faft ganz eben erfcheint; n u r
gegen das o b e r e Bncle hin ift f e d u r c h betrachtliclie
Vertiefungeil uneben gernacht und faft ausgehijhlt.
D i e Rinde, welche Ge ilberkleitlet, fcheint z w a t
gleiche Dicke, gleiche Farbe uncl gleichen Glanz
mit d e r d e r anclern Fliiclien z u h a b e n , aber fie ift
nichts wcniger als blattfiirmig gezeichnet, fonrlern
fehr ausgezeichnet i d r i g .
Ziemlich erhabene u n d
fcharf geCchlangelte L i n i e n , die oft Runze!n u n d
Falten gleichen , bilcien ein ziernlich eoges iinregelmarsiges N e t z o d e r Adergeflecht , wodurch d i e
Oberfliche f e h r r a u h gernacht w i d ; unJ da a n viel e n Stellen d i e oberfte Schicht o d e r Lamelle der
Rinde, (von welcher die Dichtigkeit, die Cchrvarz e Farbe und d e r Glanz abhangen,) abgeftofsen otter
abgerieben ift, und die u n t e r e porijfe, glanzlofe,
fchwarzbraune Schicht zu T a g e liegt, fo erfcheint
d i e Rinde bier d u n n e r , weniger cornpakt und feft,
m a t t e r und z u m Tlieil auch lichter.
Zwar fieht
m a n ojnige verlangerte Adern, zurnahl hier und tl;l
s u f den fiiicken d e r Erhabenheiten ausgezeichoet,
w e k h e einige Vertiefungen begranzen, fie Lnd a b e r
doch keine eigentlicheri Xahte, da fie iminer nUr
von Einer Seite h e r gpbililet find u n d keine beitirnrnt e Rictitung haben. r h g e g e n ift die Rinde an allen
Kanteii diefer Fiiciic fo\volil gegen die bziden Seiten - als Endfl,aclien hin angehaiift, verdickt und
n b e r die Kanten felbft gefloffen, fo dafs tie a n jenen
Flachen sine Art von Saum biidet, der, wie eine
doppeIte Lage von Rindenrnaffe, i i b e t eirie Linie
brert, fich auf diefelben u n d uber die i h n t n eigene
Rin le hineinzieht, genau dern Laufe d e r K a n t e n
folgt , unti ziemlich icharf abgefchnitten endigt.
An einer d e r Seiteiiliantep ift diele Saumrinrle, u n d
z w a r gerade a n den zwei 1)ervorragetitlCten P u r i k t r n
auf eiiien halben 2011L i n g e , wietler gegen die FIH-
clie zuruckgedruck,t, gcrade als wenn d e r Stein
mit clieren P u n k t e n gegen eirien harten IiorFer geftol'sen w a r e , der die noch nicht Sanz erftarrte Rindenfubftanz zuriickgebcgen hatte.
Von Erd e iindet fich auf dieler Fliiche, t r o t z ihr e r I:auhiglieit u n d netzf6rmigen Oberflache, kein e S p u r , als n u r a n d e r iiulserften Ecke gegen d i e
eine Seiten. uncl Endfliche hin.
B.
W u r d e kurz nach d e r Begebenheit von e i n e m
Landnianne , R1 a r t i n S f a n g e l , auf einem A c k e r
kwifchen Statinern u n d Laiigpirnit;, alrb a m fadweCt!i,!ien T h e i l e des Fliichenraums, (uncl i n e i n e r
Entferiiung von wenigftens einer halben Meile von
dem Platze, w o m a n d e n Stzin A gefundeo h a t ,)
flach aufliegentl und bei $ Zoll tief in das E r d r e i c h
eingetlrungen, gefunden.
Wiegt 4 Loth I Quentchen. Ift vollkonimen
ganz u n c l durchaus i n k r u i t i r t ; n u r eine E c k e i f t etwas abgefiofsen, u n d ein kleines Stiick des Iich verfchmiilernden Entles ahgefchlagcn ; d e r Verluft an
Ma& kann kaum
2
Quentchen betragen.
Ift konifch v e r l i n g e r t , 2i" l a n g , I:'' breit u n d
d i c k , u n d ftellt eine etwas verfchobene, ungleichfeitig vierfeitige Pyramide vor.
13"
-
T r o t z d e r Verfchiedenheit an Grijfse zeigt e t
die auffallendfteAehnlichkeit mit dein Steine A, und
z w a r nicht n u r i n HinIicht d e r Forrii, fondern i u c h
i n HinGcht d e r einzelnen Fliiclien und K a n t e n , d e r
Befchaffeiiheit i h r e r Oberflichen, d e r R i d e u. f. w.
Er h a t eigentlich n u r drei beftirnrnte Fllchen,
von denen die eine ebenfalis c o n v e s uriti breiler ift,
d i e andern etwas ausgehiililt find, und die unter fich
ahnliche \"Jinkel und Kanten wie am Steine A
biltlen.
D i e beikien G c h verjilngenrfen Enden find a u f gleic h e Weire abgeltumpft u n d d u r c h Fliichen gefchloff e n , n u r ift das o b e r e E n d e ungleich m e h r verjiingt;
daher die konilche otler pyramiclale Form.
Die beinahe ganz ebene, n u r etwas ausgehiihlte
Grurrtlflache, ift vollliornrnen, aber verfchohen
vittrleitig. D r e i ilirer Ll-inkel korrefpondiren mit
den' scitenk a n t e n , d e r vierte mit einer n e u e n , fchon
ausge!,ildeten liante, von der fich heini Steine A n u r
d e r Ailfang zeigt, und welche hier die convexe Seitenfl;iche ifi zwei n u r e t w a s ungleiche Halften theilt.
D i e beiden ausgehijhltea Seitenflaclien zeizen nicht
n u r eiire ganz ahnliclie fcharfe, beinahe fchneitlend e , gemeinfc1:aftliche Kante, fondern aucli ganz
und gar tliefelbe Uefchafferiheit rler Oberfliiche u n d
der lnkruftirurig in jeder Baziehung, wie am Stei-
ne
c
33
3
n e A ; n u r zeigt Gch an ihnen k e i n e S p u r von Damm.
erde. D i e Endflachen ,wenigftpns die Grundflache,
geh;jrt i h r e r Befchaffenheit untl Hiride nach z u r convexen Fhche. Diefe ift etwas unehener als 3rd
Steine A , und hat einen befonders g r o k e n und tiefen Eindruck gegen die BaGs hin. I h r e Winkel und
Kanten find diefelben, nur hat fie noch eine $hn.
liche, aber vie1 ftumpfere eigenthifmlichc Kante, wetc h e Ge d e r Lange nach in zwei ungleiche Halften
theilt, und die Enrtkanterl find gegcn die GrunJAic h e ebenfalls fturnpfer, weil diefe hier nicht ganz
wagereclit, Fondern etwas fchiaf v o n d e r convexen
Flsche abgeht, und ,nit ihr von einerlei Befchaffen.
heit ift. Die Rinde ift an tliefen heitlen Flaclien wje
bei d e r convexen Fl5che v o n A , n u r e t w a s weniger
r a u h , weil das Adergeflpclit nicht fo Ftark ift. Abgerieben ift i h r e aufserfte Lanielle n u r trenig, da.
gegen ift fie fo dirnn, rlars an den meiften Stellen
d i e untere poriife Schicht durchfcheint und die Farb e brzunlich erfcheinen mdcht.
lViihte bildet die
Rinde nirgendwo, wolil aber ahnlictie Saume an
den Kanten, und zwar v O tier
~
convexern und der
j h r an diefern Steine gleichartigen Grundflachr? h e r
fiber die Seiten- und Enllkanten d e r an beirie angranzenden concaven Seitenflachyn, n u r Grid dieie
Saume hier etwas weniger deutlich und nicht fo
fc h a t f a bg e fch n i t t e n
.
Nur an d e r Grundflache zeigt Gch etwas eingedr tic k t e Dam m erd e.
Anoal. d.PhyGL, B.31. St. I . J. rgog.
St. t.
C
C.
(Atgebildot auF Td.I , Fig.
2,
etwas rerkleinert.)
Wurde am 2glten Mai durch abGchtliches Su&en Lei Stannwn gefuoden.
Wiegt 2 Pfund 12,Loth I Quentchen. Ift vollkommen ganz unrl durchaus aberrindet und hat ein e Iangliche, keilfbrinige Geftalt; ift 6
;
' lang, 3''
breit und dick.
Seine Form fcheint beim e r h e n Blicke fehr unregelmiifsig zu f e y n , denn die vielen grofsen und
ziemlich tiefen Eindriicke verunitalteo die Flachen,
verdrtlcken die Kanten und unterhrechen deren
Richtung ; d o c h ift die verfchobene dreifeitjge und
unvollkommene ungleichfeitig- vierfeitige priematid
fche Geltalt unverkennbar, und die Aehnlichkeit
mit den SteinenA und B , zumahl in Hinficht der
Grunclfliiche, auffallend.
Man unterictieiclet 4 deutliche Seiten und zwei
Endflachen , die von ziemlich fcharfen, wenn gIeich
felir ausgerchweiften und zum T h e i l uoterbrocheDen Kanten begrinzt werden.'
Zwei Seitenfliichen Gnd ficb faft ganz gleich ; fie
find breiter als die iibrigen u n d Ianglirh -viereckig.
Gegen das eine (obere) Ende Gnd fie nur wenig
verfchmZlert, i b e r vertieft und abgeplattet, weil
Jer Stein liier fo zufammengedrackt ift, dafs er
kaum einen 2011 dick erfcheint; gegen das andere
( u n t e r e ) Ende find fie etwas mehr verichmilert,
aber conveser, w i e denn der Stein hier 3" rlick iit.
Sie find fehr uneben, voll grofser zum T b e i l ziern-
-
lich tiefer , eber fich fanft verlaufender Eindrilcke.
Die dritte Seitenflache i f t gegen das untere Ende
f'aft To breit wie d i e beiden v o r h e r g e h e n d r o , oach
oben aber fehr verfchmslert, weil d e r Stein von
d e n andern Seiten h e r zufammengedrijckt i l t ; i n
d e r hlitte ift fie etwas vertieft , a b e r e b e n i r als jene.
D i e vierte Seitenflache endlicli ilt unvollkomrnen ;
ihre lCanten find undetitlicfi, f e h r v e r d r o c k t , unterbrochen und ftumpfer. Sie ift Cehr fchrnal, fehr
uneben und c o n v e x , uncl gleicht i n jerler Beziehung
d e r gleichnamigen F h c h e a m Steine B und A, a n
welchen letztero fie iich n u r aIs Anlage zeigt.
Die obe r e Endflache ift undeutlich und unbeftimmbar, theils weil d e r Stein von den Seiten fo
fehr zufzmmengedrilckt i f t , theils weil die Enclkanten fo dick mit Rindenfubftanz iiberfchmiert find,
dais man i h r e Richtung nicht e r k e n n e n kann. Die
u n t e r e Endflsche bildet d3gegen eine deutliche e t
was verfchobene und ungleichfeitig - vierfeitige E'la-
c h e , tleren Winkel rnit den Seitenkanten , und d i e
E n cl k a n t e n mi t d e n Sei t en A Zch en c o r r e 'po n cl i r e n,
und die rnit d e r gleichnamigen Flzche d e r Steine A
und B die auffallendfte Aehnlichkeit zejgt. Sie i f t
etwas ausgelibhlt und d u r c h etwas lileinere Vertiefungen als die allrigen uneben. Dir IiiiiJe an d i e fem Steine i f t durchaus uncl i n jetler Bezieliii~igdiefelbe, u n d in Hinficht auF Glanz, Grscl d e r Schnarz e , Dichtigkeit u n d Dicke Sltich dpr an d e n hoh]en Seitenflarhen bei A und B ; nur ift fie ungleich
ausgezeichneter und fehr auffallend blatrf(ij,mig ge-
C 2
36
3
peichnet; auch vie1 rauher und unebencr, da die
A d e r n , welche die Blattzeichnungen bilden, ziemlich erhaben, und a n den obern Riindern derfelben
flher den Rilcken d e r Erhabenheiten, ( wo die Rind e aogehiiuft, oerdickt und wie Oehlfarbe mit cia e m groben Pinfel hingefcbmiert ift ,) faltig God.
D i e Kichtung d e r Blftter geht durchaus von d e r
Grundfliche nach auftvlrts, und an den beiden breiten
Seitenflichen etwas fchief gegen die convexe Cchmale
Seitenfliche bin. An d e r dritten convexen Seitenfliiche h e i c h e n fie wie oom Mittel d e r Grundflacbe
a m fchief, in entgegengefetzter Richtung nach den
breitern Seitenflachen, und felbft ilber die Rznder
hin. A n der convexen vierten Sdtenfliiche ltreichen
fie gerade, und bald Cchlagen fie, bald die Blitter
der angrlnzenden Seiteafliichen Dber die Kanten.
An d e r obern EndAache, die eigentlich bloPs einen fturnpfen Rand vorftellt, ift die %ode bis gegen
i h r e Mitte bin dick, fact wulftig angebiuft, befonders glatt, und von den breiteo Seited h e r wid erftarrendes Pech angeflolfen.
Anklebeoh Erde
zeigt fich n u r an d e r convexen Flachc odd gegen
die untere Hdftc der a n Ge grinzenden breitea Seirenflache.
D.
W u r d e am Q$Tten Mai durch abfrchtliches Sue
chen zwifchen Staonern und Langpiroitz gefunden,
Wiegt 5 Loth s Quentchea.
Ih vollkommen
ganz; nur eine Eclte w u r d e zufjillig abgefchlageo,
c
37
3
und befindet fiob aoch beim Steins. BiIdet cine unvollkommeoe dreifeitige Pyramide, die Gch d u r c h
Abruodung und Abftumpfung der Ecken ubd Kanten der Kugelform nibert.
D i e ftark convexe unebene Grundfliiche diefes
Steins bildet ein unglei-hfcbenkliges Dreieck,
deffeo RHnder mit den drei faft gsaz ebenen etwas
ousgehbhlten Seitenfizchen fturnpfe Kanten rnachen,
und deffen fturnpfe Ecken mit deo ahgerundeten
Seitenkanten correfpondireo. Eine Ecke ift boronders tugerundet und verliert Gch fchief i n die breit
gedrilckte , beinabe zu eioer vierten Fliche geftaltete, convexe Seiteokante. Nach dam andern Ende verlchmalern Gch die Seitenflachen und endigen
fich in eine etwas nach einer Fljiche hin gebogene
dreifeitige Spitze.
Die Rinde ilt Ober den gaozen Stein diefelbe,
und zwar von gleicber ftrahlig- adrigen Befchaffenheit, gleicher Zartheit, Dilnne, Farbe und Clanz,
wie an d e r Grundfliche des folgenden Steins E. Die
feinen Strahlen find zwar oft abgebrochen u n d verwirreo Gch hin und wieder, zumahl bei ihrem Urfprunge, wo Ge ein Geflecht bilden; doch fcheiDen fie von der Spitze aus ilber die Seitenflicbeo
gegen die Grundfliche hin zu l a d e n , a n deren Kanten, (zumahl yon zwei Fliichen h e r , ) fie fich als
ein verdickter gdtackter Rand enden, ohne cincn
Saum oder eine Naht zu bilden. An der GrundflPche ift die oberfte Schicht faft durchaus ahgerieben;
fie ericheint daher matt. Wo t e ift, ift 60 mrhr
kornig- rauh, als netzartig, und etwas glaozend.
Von eingedrfickter Erde zeigt Gch an der fchmiilern,
d e r convexen breiten Seiteokante entgegengefetzten
Seitenflache eine Spur.
E.
Abgebildet auf Taf. 11, Fig.
I, I,
in natGrlicher GriiLe, ron
unten und von der Seite.)
Wurde am 28rten Mai durch abfichtliches Suchen bei Stannern gefunden.
Wiegt I Pfund 1 2 Loth. Ift vollkommen ganz
und durchaus inkruftirt; -an der BaGs 3:" lang und
2i" breit; hoch 3". Stellt eine unvollkoinmene,
etwas verfchobene , ungleichfeitige Pyramide vor,
deren abgeflachte Spitze aus der Mitte gedriickt ift.
Die GrundJlache, (Fig. 2 ,) welche faft vollkomm e n eben und ohne Vertiefungen ift, bildet ein verfchobenes ungleichleitiges Viereck, deffen ziemlich
gerade laufendeo , fcharfen, faft fchneidenden Kant e n , eben lo viele nach oben verfchmalerte und
aach einer Seite hin gebogene Seitenflacheo, und
deflen Winkeln ziemlich fcharfe, aber fehr ausgefchweifte und verdrockte Seitenkanten entfprechen.
Ein Winkel derfelben ift zietnlich fpitzig , und der
ihm gegen fiber ftehende etwas abgeftutzt ; ein dritt e r Winkel ift f t i i k e r , uncl d e r ihm gegen fiber Qehende noch fta'rker abgeftutzt. Diefe Abftumpfungen
gehen etwas fchief von unten nach oben und aufsen,
und billlen Dreiecke, deren BaGs auf der Grundfliiche r u h t und deren PpitziGr oberer Winkel Gch
i n die Seitenkante verliert.
Solcher Gcltalt wird die
vierfeitige Form d e r Pyrsrnide durch fie nicht verHndert; felbft die GrundRa'che zeigt noch rnit jenen
von den Steinen B und C grorse Aehnlichkeit, und
fie geben n u r die T e n d e n z z u r Kugelt'orm zu erkennen. D i e obere Endflache ilt etwas frhief und unebeaer als die untere; fie ftellt ein verfchobenes unvollkornmenes Viereck vor. Zwei an einancler ftoIsende Seitenflkhen find, (zumahl die eine,) breit e r als die andern und ziernlich convex; die treiden
andern, gegen deren gemeinfchaftliche fehr verdrockte Kaote die Endfphze hin gedruckt ift, find
etwas concav. Jene haben rnit d e r obern Endflache
fehr hiiufige, zum T h e i l ziernlich tiefe und Gch n a r
wenig verlaufende, zuweilen ziernlich k h x f geian&te, aber rneift n u r ltleine irnfijrmliche E i n d r h k e ,
und felbft die grijfsel n Vertiefungen find uneben;
diefe baben deren weniger und feichtere.
D i e Rinde zeigt durchaus diefelbe Befchaffenbeit, Sje ilt zart und diinn, fcheint aber doch ziemlich dicht und feft zu feyn, ift lichtfchwarz und hat
einen fchwachea , fchimmernden , faft feidenarfigen
Glanz. Sie ift iibrigens fehr ausgezeichnet adrig.
Auf der Grundfliiche laufen die ziernlich erhabenen
und fcharfen Adern, wenig gefcblangelt und fart
gar niclit ramificirt, von einern kiirnig- rauhen Mittelpunkte ftrahlenformig aus einander und gegen die
Kanteo bin. (S. Fig 2.) An den ilbrigen Flachen
laufen die Adern verworren, ohne beftimnite Richt u n g , uod bilden m e h r oder weniger deutliche
AdsrgeRechte. A n den Erhabenheiten ,welche die
Eindriicke begranzen, fo wie an den meiften Kant e n , bildet die Rinds ziemlich erhabene und fcharfe Nahte, welche der Oberfliche ein panz eigenthamliches und befonders ,rauhes Anfehen geben.
(Siebe Fig. I.) Uehergefloffen oder Sfume- bildend
finder man fie aber nirgends; nur an den concaven
Flachen , zumahl gegen die Spitze h i n , zeigt Gch
ei n e S p u r v o n b la t t f o r m i g e r Z ei ch n u ng.
An der Grundflache, an einer concaven unci einer convexen Flache zeigt CIch eingedrikkte Erde,
F.
(Abgcbildet auf Taf. 111, Fig. a, in natiirl. Grofse ron aben.)
Wurde a m ?$en
M a i durch abfichtlicbes Sue
chen gefunden.
Wiegt I Pfund 7 Loth. Ift vollkommen ganz,
aber fehr uoregelrnakig geftaltet; doch lafst fich ein e mehrflachige Fyrarnidalge[talt rnit d e r Teodenz
zur Bugelform, obgleich der 'Stein 4tark platt gedrilckt ift, nicht verkennen.
Die giijfsere Endflacbe, welche Gch PIS Grundr
Pache betrachten lixst, ftellt ein verfchobenes Vier.
eck vor, d e f h Ecken abgefrurnpft, und deffen
ziemlich gerade laufende Bander, die mit den
fch i ef a u f ft ei ge n d e n S e it e IIf l 2 c h e n zi e rn1i c h lcha r fe
Kanten bildea, ausgefchweift find. Diefe GrundAache ift in der Mitte etwas gewolbt und durch fehr
viele kleine Eindriicke auf eben die Art untl ebeo fo
fehr uneben wie die Scitenflichen-des Steiaes El
Auch die Rinde hat in Hinficbt auf Farbe, Glanz,
Dichtigkeit uod Bildung gleiche Befchaffenheit, und
macht durch die haufigen fcharfen Nahte auf d e n
Vrhabenheiten, die Oberfliiche rauh. Abgerieben
ift die oberfte Schicht nirgends; fie fcheint aber
doch fehr dano zu feyn, weil an einigen Stelleo,
zumahl gegen die eine rauhe Seitenflache hin, die
untere braune, und auf der ganzeo Oberflache d e r
unverglafte weifse Gemengtheil der Steinrnaffe, in
Geftolt einzelner und zufammengehiiufter , weifser,
gelblicher und br2unlicher Kiirner, die kaum die
G d s e der Hanf- oder Hirfekiirner haben, durchfcheint. Diefes letztere ift n u r felteo, und hier u n d
da, bei andero Steinen, bei dern Steinc E aber ge.
rade am wenigfteo der Fall.
Drei Seitenflichen find fehr niedrig , haben weit
weniger , aber grafsere und fich Aach veriaufeode
Eindrilcke, und haben eine einfach adrige Rinde,
welche an Glanz, Farbe und Befchaffenheit, der R i m
de an d e r convexen Flache des Steines A rrn Bhnlichften ift. A n einer diefer Flachen ift die Rinde
*
glatter, glinzender, fcheinbar dunner, und zeigt ei110 Anlage zur bllttrigen Zeichnung, und hfer ift
fie an der Endkante d e r Grundflache iibergefloffen,
und bildet eineo Saum, indefs fie an den beides
andern Kanten gleichforinig fortgeht.
An der
obern Endkante bildet fie zwar keinen Saum, aber
einen aufrecht ftehenden ziemlich fcharfen Rand.
D i e vierte Seitenfliche ift hoher als die ilbrigen,
rorziiglich in d e r Mitte, wo fich die obere Endkanto
-
t
42
3
in eine ftumpfe Spitte verhert,
vdn der eine ziem-
lich erhaberie fcbarfe Kante bis zurn Rande der Baf i ~lfuft, und die Flache der LZnge nach in zwei
Halften theilt; auch ift fie fehr uneben. Diefe U n ebenheiten riihren aber nicht yon Eindriicken her,
find vielmehr ganz von d e r gewdhnlicheo Befchaffenheit der Flachen verfchie.ien, und ftellen natarliche Unebenheiren einer Bruchtiache d e r Steinmafre felbh vor. Die Befchaffenheit d e r Rinde ift a n
diefer Fliche fchwer zu beftiminen, da fie fo oft
unterbrochen wird; hin und wieder ift fie deutlich
adrig und t a u h , hier und da aber, zumah! an d e r
einen H d f t e , w o auch an der Endkante von d e r
Grundfliche her ein Saum gebildet wirci, zeigt fie
eine A d a g e z u r blattfijrmig gezeichneten. Sie ift
fibrigens fehr dicht, lchwarz und & i n t e n d , und a n
den erhabenften Stellen und Punkten, fo auch a n
d e r Theilungskante, dick und compakt. An den
tiefen Stellen ift Ge dirnner, und fehlt a n manchen
Plftzen fogar ganz, wo die Grundmsfle mit braunlicher Farbe zum Vorfcbein kdmrnt. I n diefer zeigt
fich d e r unverglafte Gemengtheil in Geftalt von weifsen K a r n e r n , untl es werden auf i h r n u r einzelne
oder zufamrnengruppirte und in einander gefloffene fchwarze Triipfchen Rindeofubltanz dem freien
Auge fichtbar.
Die obere EndflSche hat iiiit den beiden adrigen
Seitenflicheo, in HinGcht auf Oberflache und Rinde,
gleicbe Befchafferiheit, n u r dafs letztere hier 7art e r icheint, weil fie hier und da Ctark abgerieben ift.
C
43
3
D i e Endflache fteigt von den beiden Seitenflichen
eine Strecke lang fchief aufwa’rts, als wenn fie eioe
g e w d b t e Fla’che bilden wollte, wird aber bald
durch eine neue F1;;iche unterbrochen , die wie von
einer zufdligen fpatern und gewaltfamen AbfchlaSung der Endfpitze entftanden zu feyn fcheint.
(Sielie Taf.111, Fig. 2.) Sie fieht eben fo rauh und
uneben aus, wie die eine hohe Seitenflache, und
folglich wie eine gewohnliche Bruchflache der Steinmaffe und 1afst eben f o , und noch me h r, die uriprilngliche Befchaffenheit des Steines erkennen, beEonders gegen den Mittelpunkt hin.
Hier ift d e r
weifse Geinengtheil nicht nur erft halb verglaft, und
gelblioh oifer braunlich, fondern felbft hier und da
noch ganz erdig und kreidenweis und die Rindenfubftanz zeigt fich n u r vorzijglich auf den Rilcken
de r Erhabenheiten, gleichfam wie ausgefchwittte
T r o p f e n , die entweder einzeln da ftehen, oder zu
Perlfchnnren, Adern oder griifsern Flecken zufammengefloffen find. Gegen die RPnder bin ift’d ie
Rindenfubftanz haufiger ,a n den Randern felbft aber
ift fie von den angrznzenden Flachen her angehzuft,
und bildet einen deutlichen Abfchnitt, fo dafs gegen
die beiden- adrigen Seitenfliichen hin, wo die convex Gch erhebende ebene Endfliiche in diefe Bruchfliche Gch allmahlig verliert, durch die Rinde felbft
erft ein fcheinbarer Rand gebildet wircl. Die Endfljche erhebt fich gegen die rauhe Seitenflache hin
i n die rtutnpfe Spitze, und ift da i n jeder Hinficht
diefer Flache ganz gleicb ; Segen die etwas blattfiir-
mige Seitenfflichs hin ift Gs dagegen durch einen
ziemlich erhahenen und fcharfen, J e r untern Endka nt s zieinlicb parallel laufenden Rand uninittelbar
getrennt, ilber den die Rinde von jener Fliiche berm
gefloffen ift. Diefe Fliche iCt ungefahr 3 Zoll hreit
und 2f Zoll lang, und ftellt, da die Rinder etwas
ousgebogen Gnd, ein Oval vor, das aber gleiche
verfcbobene Richtung mit der Grundflache hat, u n d
noch 4 Ecken erkennen lafst, welche den 4 Seilenkanten entfprechen.
An de r Grundflache fo wohl als an allen Seitenfllchen ift etwas, obgleich n u r fehr wenig, Erde
tiagedrikkt.
G.
( Abgebildet ruf Taf. III, Fig. I, in natiirlicher GrOte.)
W ur de am T a g e d er Begebeoheit gefunclen und
da m Pater Caplaa in Stannern Uberbracht, der iha
am 2gften Mai der KornrnilGoa nberreichte.
Wiegt I Pfund 1 Loth. ICt vollkommen ganz,
ob e r gleich anfangs wegen einer grofsen und einet
zweiten klrinern, Itheinbar frifchen oder kilnitlic h e n , n u r etwas fchmutzig ausfehenden BruchflL
che far ein grofses Bruchltilck oder far die Halfte
eines gaazen Steins angefehen wurde.
Seine Geftalt ift unregelrnifsig und fchwer ZP
befchreiben, doch bildeo alle beftirnmbare Flzchcn
und Celbft die fcheinbara Bruchfliche ein verfchoben e s Viereck, und am ganzen Steine laKen Gch 8
Ecken, 8 Ead- uad 4 Seitenkanteo am oollkom-
c
45
3
menlten nachweifen, fo dafk 6ch die Grundform
lei, h t denkea uod die Aehnlichkeit i n d e r Totalf o r m mit allen vorhergebenden wieder -nicht verk e n n e n lirst. Die Oberflgche aller vollkommsn inkruftirten Flgchen hat wenig, aher grorse und Gch
weit verlaufende Eindrilcke; ein Paar tiefere Fcbarfer begrPnzte find nicbt To wohl Eindrilcke, als vielm e h r einem Verlufte d e r Malle zuzurchreiben. Die
R i n d e ift falt durchaus diefelbe, und ganz und in
jeder Beziehung von der Befchaffenheit, \vie an d e n
beiden adrigen Seitenflachen des Steins F , und a n
d e r convexen Seitenflache des Steins A. Sie hat wed e r Saume noch Niihte, bilclet aber bier u n d da
ziernlich lange fcharfe und erhahene Adern, die ein e ziemliche Strecke fiber eine Kante o d e r den Rii&en von Erhabenheiten laufen, doch keine beftimmte Richtung hahen. A n einer ziernlich Ctark
bervorragenden fehr unebenen Stelle zeigt fich e i n e
Anlage z u r blattfarmig gezeichneten Rinde ; such
fcheint da die matte untere Schicht braunlich durch.
I n i h r e r Niihe zeigen fich an den Kanten der an.
g r i n z e n d e n Flachen, An haufungen vori Rinde, die
fich Saumen nPhera.
p a s rnerkwilrdigfte a n diefern Steine ift eine F l i a
c h e , und zwar die grofste und regelmaisigfte, welc h e beim erlten Anblicke ganz rindenlos zu feyn
fcheint, uhd daher einef kiinftlichen Bruchflache
gleicht, als ware der Stein, nachdern er gdni! herabgefallen, entzwei gelclilagen worden. Erft bei gon a u e r e r Betrachtung zeigte iich aas den gleich zu
c
46
3
belchreibenden Merkmahlen , dafs diefe F15che. eine
natilrhche ift, u n d fchon in den h6hern Regionen
wahrend des Zerplatzens des Meteors entftanden
feyn mufs; eioe Bemerkung, die eben fo merkwilrdig als neu ift. Diefe Flache hat die Geftalt eines verfchobenen, etwas ungleichfeitigen Viereclts,
deffen ziemlich fppitze Eclcen den deutlichen Seitenkanten, und deffen ausgefchweifte und.i'cbarfe
Rantler den Seitenfliichen entfprechen. (Siehe T a fel 111, Fig. x.) Sie ift fehr uneben, aber nicht
von der Art, wie die inkruftirten FlPchen zu feyn
pflegen, vielmehr fieht fie geracle fo aus wie eine
frilche kiinftliche Bruchflache der Steinmaffe, hat
aber weder das frilche Aofehen, noch die Farbe
Liner folchen Brucbflache fondern ift fchmutzig
oder braunlich - grau , hier und da mit weifs blaulich'und afchgrau gemifcht. D i e NaCfe fchejnt dicllt e r , fefter und weniger rauh zu f e y n , u n d wenn
man fie mit der einfacben Loupe betrachtet, fo Geht
man hie, und d a y zumahl a11 den erhabeneo Stellen,
a n J e n Kanten d e r fcharfen Erliahanheiten und d e r
durch Riffe getrenoten Partieen, die angefangene
Erzeugung der fchwarzen Rindenfubftanz in Gefialt
kleiner Tropfen , Perlfchniire oder Einfaffungen,
An den Randern ftiifst die Rinde dar vollkomnien .
inkruftirten Seitenflachen dicbt a n y fo dafs durcli
diefelbe eigentlich d e r wahre Rand diefer FlSche
f ~ l b ferft
t gebildet wjrd ; und cibzieich diefe Rinde
fcharf abgclchnitten u n d nicht riel dicker i f t , als an
einer kanftlichen Bruchflichc, fo zeigt lie doch
-
-
c
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3
k e i n e Spur e o eines Bruches, denn fie ift da e b e n
fo dicht und glanzend, w i e an d c r Oherflache, und
lafst die zweite u n t e r e , p o r a f e , matte Schicht
nicht erkennen. Offenbar ift fie an einigen Stellen,
zumahl gegen jene Seitenflache h i n , wo die R i n d e
fehr compakt, fchwarz und adrig i f t , wie ilbergefloflen, ode r iibergedrilcltt, wenigftens weiter fortfchreitend, fo dafs fie einen betriichtlichen S a u m
o d e r eine Einfaffung bi!det.
An einer fcharfen
E c k e erftreckt fich diefe Einfaffung bi3 1 : Linie weit
auf die Flache hinein ; (lie Steinmaffe ift in der angriinzenden Gegend auch d u n k l e r und zeigt haufigere Trop f e n .
Eine diefer Fl5che ganz ahnliche, aher uogleich
kleinere Flache, fintlet fich an dernfelben Steine gegen d e n untern Rand tler einen Seitenfliche, mitten
jn d e r Rintle, gerade als wenn hier ein Zoll grofses
Stilck der Steinmaffe, das eine hervorftehende E c k e
o d e r eine Erhabenheit bildete, mit Gewalt, und
gerarte in Clem Momente, als r und u m h e r die Inltruf t i r u n g gefchah , abgel'chlagen w o r d e n w i r e , und
als wenn die fchmelzende Potenz nicht m e h r Intenfitat oder Zeit genug gehaht hatte, die e r z e u g t e
B r u c h fliich e v 011 k o m ni e n z u ink r u ft i r e n.
Diefen Flachen in jeder HinGcht g a n t iiholiche,
obgleich oft nur aufserft kleine Stellen zeigen fich
h i e r und d a faft an allen S t e i n e n ; die auffalleildften Gnd an den Steinen C und E , und die bereits
erwshnten Flachen beirn Steine F.
1:
48
1
Eingedrilckte Erde zeigt iich an der der Bruchfliche- entgegengefetzten, und an der gewijlbtcrn
unebnern SeitenflHche.
H.
W u r d e im Momente d e r Begebenheit von dern
Tagelahner M a t t h i a s M i c k f c he aufgehoben,
d e r eben von DLtrre nachStannern z u r Kirche ging,
und als cr gerade vor iich hin ins Firmament blickts,
den Stein rauchend und in Nebel eingehilllt, fchnell,
pfeifend, u a d fchief vor fich vorbeifliegen und auf
15 Schritte v o t fich niederfallen {ah. Er nahm ihn
mit nach Stannern und hers ihn durch den Kirchenvater dem P. Pfarrer fiberbringen, welcher ihn am
2gften Mai der Kommilfion abergab. D e r Stein
fie1 auf ein Haferfeld, n a h e an einem Fufsfteige,
ftrejfte b u r ilber die Oherflache d e r Erde hin, matht e aber doch eine Fchrnale, ungefzhr zweiSchuh Iang e und ein Paar 2011tiefe Grube, und blieb a m End e derfelben an der OberflSche liegen. Da er no&
rauchte, wHlzte ihn 31 i c k f c h e mit dem Fufse jm
Felde h e r u m , hob ihn dann nach einigen Minuten
auf, und fand ihn weder abfarbend noch riechend,
abet ziemlich warm. Ich [ah die Stelle Felbft aln
a ~ l t e nMai. Sie irt zwifchen Mitteldorf und Diir.
r e , gleich vor dem erftern kleinen O r t e , etwa eine
Viertelftunde von Stannern nordlich ; von eirier
Grube war indels aichts mehr zu fehen, da der heftige Gewitterregen Tags zuvor das Erdreich ver.
wafchen hatte.
Die-
c
49
1
Diefer Stein ift vollkoininen ganz, nur an e i i i gen Eclten ift die Rinde abgefchlagen; d e r Verlult
Er hat eine
a n RIaITe kann kaum I Loth betragen.
Ikugelichte Form, denn die maiften Kanten und Eclten
find f t u q f u n d abgerundet ; J o ch k a n n niaii rioch
m e h r e r e verfchobene vierfeitise Flichen, u n d d u r c h
diefe die Grundforrn und die Aehnlichlteit init aI!en
ii br is e n er li en n en
.
Ein Panr a n einandcr granzende Flachen find
etivas weniges c o n m v , faft ganz glatt u n d beinalie
ohn'e a l l e ' Elnrtriicke; die ubrigrn find zurn 'L'tteil
etwas convex und haben zicn:lich viele, obgleich
niir leiclite, etwas breit unit fanft fich ver!aufende
Eindriicke. Die R i n d e i f r ilber deli p n z e n Stpin
von cfer adrigen A r t ; rlas v e r w o r r c n e Aderge.';ec!it
i f t aher ungleich wcitzelliger als an dem S t e i n r 5,
( T a f . I!!, Fig. I ,) felbft m e h r a l s an d e r convexen
Flaclle des <t,ins A , und die Zellen find meiften;
glatt. Die A d e r n f i a r l grijber, a b e r bei weitem
niclit fo erliaben und fcliarf, w i e bei E , oi!er To
runzlig u n d falrig w i c bei ,'f auch oft fo fchwdch,
dafs die Obe r f l k l i e d e r a n den concaven Sriten on
A n a h e ltijrnrnt.
Uebrigens ift die R i n d e von befonJers arisgezeichneter ScliwZrze uncf yon fchr
ftirkem. fettigcn Gianze. Sie fcheint zieinlich click,
dicht u n d fert zu f r y n , loch i f t a n eir.iSen Srclien
die oberrte Schicht a!:Eeriehea, untl a n ein I ' a a r
FlHc!len fo d i i i i n , dzfs [lie unterliegende poriife
XIalfe durc:,fcheint unil die Farbe lichter, u n d d e n
Glanz matte r maclit.
AnuaI.d.I)hyfik. B . 5 ' .
Es 15fst Gch k e i n e beftimire
St, I.
J . 'Erg.
st. I .
L)
Hicbtuiig der A d e r n erkennen, .die Rinde .bildet nirgends SPume, und o b fie gleich hier und da a n den
Kanten o d e r ilher den Rilcken d e r Erhabenheiten
w i e r o n einer Seite h e r geflollen, oinen erhabenen
Hand hildet, fo zeigen fich doch nirgends iolche
E a h t e wie am Steine E.
Alle Flachcn d e r einen Halfte diefes Steins haben etwas E r d e i n die tieferti Zellen eingedr8ckt.
2.
R e f u l t u t e , w e l c h e “ r i c h a i r s diesen
B eJc h r e ib u n g e n e r g c b e 11.
Aus den Bernerkungen, welche i n den vorftehenden Befchreibungen rnitirircher hleteorfteine
aufgezeichnet find, fcheinen rnir folgende Relultate
hervorzugehen, in Bezieliung a u f die vier Punkte,
a u f sv elch e Iic h d i e Fe B e fc ti r e i b u n g e n be fc I]ra 11k e 0 ,
(Grijfse, Form, OberflSclie u n d K i n t i e ) :
I. Grof s e der i i i ~ ~ l ~ r i j ~MecPorjZriiie
~t~eti
:
a. hlittelgroke Steine, zwiictien I und 3 Pfund,
mlirfen die hiiufigrten gewelen Ceyn. Diefes beweifen nicbt n u r die noch,ubrigen ganzen Steine, fund e r n auch die Bruchftacke, wenn man fie genau
betrachtet und nach d e r Richtung i h r e r Flachen und
watirfcheii~lichenForm i n Gedaiilcen erginzt. Steine
von 4 bis 5 Pfund fcheincn fchon Cehr Felten gewefen
zu feyn; von ilirer Wirklichkeit bin ich n u r , theils
d u r c h ein Paar Ausfagen, uncl das nicht einmahl
ganz uberzcugt, da die Steine nicht ordentlich gewogen untl gleich zerfchlagen w u r d e n , theils durch ei-
n e n i‘ehr zerbrochenen Stein, d e r , als e r in dielem
Zuftantie i n m e i n e Hantle k a m , n o c h 2 PFund 13
L o t h w o g ; w e n n m a n fich d i e weggefclilagene fMaffe
n a c h d e r wshrfccheinlichen F o r m u n d d e n Flachen
tles. Steins h i n z u d e n k t , mag e r w o h l . b e i 5 .Pfund
gewogen haben. Von einem 6 Pfuncl fchweren Stein
e r g a b fich n u r eine zweifelhafte A d a g e ; v o n no&
f c h w e r e r n und grijfsern M a l h ift nach d e r H a n d
h i e r . u n c l i n B r u n n wohl gefprochen worclen, e i
liaben fich a b e r bisher t l a ~ uk e i n e Belege gefuntlen.
E r f t vor 1 < u r z e m . e r h i c l tich eine N a c h r i c h t a u s Prag,
d a f s Gcli c l in
~ I’rivathiiriden ein Stein v a n , 1 0 Pfund.
S O Loth bt-!inLfeti foll, d e r wShrend d e r E r n t e z e j f
g e f u n d e n u n d lieirnlicli clahin g e b r a c h t w u r d e .
6. Die grijrsern Steine lint1 ai:.f d e n norrlijftlicl!en,
..
.
d i e Irleinern a u f tlcri fii;lweftlichen T l i e i l Lies’
I;lichenrauinq herabgefallen, uber (Len d e r S t e i n r e .
g e n fich erftreclct h a t ; eine wicli;igeBemerkLtnS, ‘lie
.
’
ich
i n m r i n e r Xacliricht von diefern Steinre.
g e n , AlJllnIen, X X I S , 2 4 6 , w e g e n i h r e r auffaIIen-
d e n ~ l u b e r e i r i l t i i n i n u r l amit d e r n e m e r k u n g fI i c ) t ’ s
bej L’AigIe, a:i gefiihrt habe, u n d die u b e r L I i G Richtung uiiJ tleri Lauf cfes N a t e o r s , iiber die Zer-.
platzuiig tterCdben,
11.
C. w . , AuffchluCs
unrl Veranl.+f-
f u n s z u marrclierlei F’olgevunSen geben z u kijiinen
Ichcint.
Die SacltTorfc!iitrigen, w e l c h e in clirfer
Zwl[chenzzjt Von Sciten dt:s Iireisarntes ii!ier alle
aucli n a c l l tier H d n r l rioch au:’gt:i’un:lene Steine eingeleitet f i n d , werilen (i5er Jiefe btitlen P u n k t e Iioffentlich noch uietir G(:r;iisheit geben.
n2
c
52
3
11. Fo;m der inu";lri/i.hen MereorJeinc :
a. So. vsrlchieden untl u n r e g e h a f s i y die Unit
riffe unfrer Sleirre d e m erften Aublicke nach a u c h
ericheinen, fo finden wir cloch bci genauer Betrachtung in d e r TotalTorm eine gewilfe Aehnlichkeit
unil Uebereinltiniaiung. Es fcheint aine beftimmte
Grundforin und eine gewiffe Regelmil'sigkeit zuin'
Gruntle zu liegen, die licli felbft i n d en Abweichungem nachweifen u n d bai ganz verfclchiedeaen Meteorfteinen wietler finden Jafst.
Man . k a n n ninillch a n
d e n ganzen hleteorfteinen uncl auch an d e n griifsern
Bruchftilcken deutliche Fliclien ufiterfcheiden die
von ziernlich fcharfe'n Kanten b e g r i n z t werden ;
Iiiogen fie aiich noch fo fehr durch Eindrucke untl
&-liabenheiten uneben gemacht o d t r verdrilckt; 'und
jlire Kanten verriickt und i n i h r e r Ric!itung unterbrochen fey11I fo lallen fich docli irnrner heitfe nicht
i u r erketinen unJ i h r c r Geftalt nach beftiinrnen,
fon.irtrn cs ift a i i c l i eine Aehnlichkeit i n AbGcht ih-
rer zu belnerken, und lie gehen dern Steiiie eirie
hertimrnbare 'Totalform. An keinem d e r ganzen
Steine, welclie noch fibrig finL{, und eben lo weD i g a n den grijfsern Bruchftucken, weiin man fie
nach den vorhandenen natilrliclien FIIchen in Getlarrken erganzt, finclen fich wefentliche Abweichung e n von den befclchriebenen F o r m e n ; Ge ftiirimen
darin im Gegentheile auf das auffdlendrte uberein.
D;,ifelbe zeigte fich bei zwei ganzen hleteorfteinen
von T a b o r u n d von L'Aigle untl bei eiiiein zicrnlich
grofssen Brucbitilcke von AicLitidt, welcho das kai-
c
53
I
ferliche Kabinett bkfi t z t ( v o n -1etzterm wer& icli
iri d e r Folge umfthndlicher zu fprechen Gelegenheit
haben.) A u c h Ge ftellen eine vollkornrnne ungleich-
-
feitig vierfeitige
etwas v e r k h o b e n e Prrarnide mit
itf~gefta'tzter
Spitze vor, deren Endflichen felhft .in
Hir:Echt d e r ftichtung d e r Entlkanten. u n d . Winkel
mit denen d e r be!chriebenen
rnalrifcben ,Meteor-
.
.
fteine . d i e grofrte Aehnlichkeit hahen.
,
Erinnert
man fich feriier. dafs falt bei allen Gelegenheiten,
w o voii d e r Ceftdlt d e r Meteorfteine. alterer und
n e u a r e r Zeit die R e d e i f t , relbrt bei tletn Buetifiis
u. 1. w., diefe Steiiie a!s prisinatirrh o d e r pyrarnitlal,
als.dreieckig, clrei- oiter vierfeitig, cubil'ch u. f. w.
angegeben w e r d e n , fo wird n u n Gch wohl genrigt fiihlen, den Aleteorfteinen iiberhaupt wenigft ens ei n e ge wi lfe be I'ti in rnt e G r u n 11form bei z u 1eg B n,
auf die 6ch alle Ahweichuiigen zuriickfuhreo laffen,
w i d diefe neue Beinerkuiig cler Auhiierltfarnkeit
untl einer weitern Unterluchung w s r t h achten. I c h
ilhergahe fur jetzt alle Fulgerungen, d i e Gch hiervon
yeichern diefe Steininaffan Eruchltiiclie Gnd, zieh e n l i c k e n , und macbe n u r auf die Aehnlichkeit
aus iiber d i e Form uotl GeTtalt Jes Meteors,
diefer Formen rnit tfenen d e s Bafaltes aufrnerkfarn,
mit welcliern diele Steine a u c h in HinGcht i h r e r nah e r n Beltancltheile in qiialitativer unJ felbCt quantit a tiver B e Lieh ung fo 1 e h r ii bereinkom men.
6 . Diele Forrnen fcheinen Lch vorzoglich a u f
das uugleichl'eitige rlrei und vierfeitige Prisrna und
suE die inslir oder weriiger vollkomrnne verkchobeaa
-
c
51
3
-
ungleichfeitige drei o J e r yierfeilige Pyraniide z u
befc bran ken.
c. D i e F o r m , f t e h t endlich mit ,der Gri;fse in. gar:
Iceinem ZLdainmenliange, untl i f t ehen fo wenig-von
rler R i n d e , . und n u r . z u t n Theil, y o n d e r Befcliaffenheit tler OberAache abllaiigig.
111. OberJu'che tier indhri/l.lien MPtPorfccine :
a: Ganz grofse Flachen k b m m e n felten a n ' d e n
Steinen v o r , gewohnlich etwas coiivexe o d e r concave; manchrnahl finden fich Fliichen aljer 3 - . A r t e n
zugleich an einem und tlernfelben Steinc.
6 . Ganz ebene Flachen limf f e h r felten, Cwenigftens haben fie Iceine betriictitliche A usdeltnung';! a m
ge w h n li c b fte n k o rn m e n u n e he ne F15 c I I en r or.
c. Diefe Unebenheiten find bald (lurch feiclite,
allmlhlig iich verlaufende breitc EindrGcke , wie
durch Fingereindracke in einer teigigen M a l h ; bald
durch iiefere r u n d e r e Eindrilcke gcbildet, welche
beide von fanften abgerundeten Erhrbenheiten begranzt werden ; erltere finden Gch rneilt n u r auf eben e n und concaven, l e t z t e r e ftcts auf convexen .FIZchen. Selten find die wellenfijrmigen Uaebenheiten,
welche durc h gehaufte kleine, abcr tiefere Eindrilcke entltehen uncl yon fcharfcn kantigen Erhabenheiten begriinzt w e r d e n , a u f dereii Riicken d i e
n i n t l e erft oft noch Nahte bildet.
d. Es ko m m e n auch grijlsere und k l e i n e r e Flichen und einzelne Stellen v o r , init den gewohnlichen Unebenheiten eiuer oatiirlichen uod uoveranderton Bruchfliche d e r Steininalfe.
r
3
55
c. Auch finden fich u n v e r k e n n b a r e Merkmahle,
dafs die Steinmarre in grolsen otler kleinrn Stilcken
,
gewaltfain g e t r e n n t i f t , wenn fie fich gleich nicht
imtner durc h Verfchietlenheit d e r Bruchflache o d e r
d e r lnkruftirung z u erltennen geben.
J Lla~lurchTo wolil, als d u r c h die ijbrigen Unehenheiten , Ein triicke und Vertiefurigen wird d i e
F o r m wohl einiger Mafsen aljgeindert; fie verunftdlten unal v z r Irilclten (fie Flactien,. verrilcken und
unterbrechen tlie I<ariten i n i h r e r Richtung, u n d
haben zum 'Tlicil aucli auf die Berchaffeiiheit der
R i n d e Einflulc; nllein tlie verfchiedene Befchaffenheit ler Oberfllclie fteht init d e r Grijfse i n gar keinr.ln Zufatrtrnenliange, ift von cler Form n u r in gew:lCer H;r;{ic!it ahhangig, u n J kann von d e r Rinde
n ur ei i i is tf r :I1 d 1's e 1 1 in oLli fici rt we rd en.
1V . I{iude dcr nik'I~r$~h~/i
iVecpor/rPiiie :
a. Dichtigkeit, Fcftiglteit, Fdrbe, Glanz u n d
Iulsere Befchaffenlieit iler R i n J e find felbft a n einein untl tlemrelben Steine lehr verrchietlen.
Die
HinlIe iTt halcl ciicht und fert, bald z a r t u n d durchfcheinencl. Oft i f t fie dhgeriehen, und dann matt,
fchwarzhraun u n d por6.s; oft felilt fie ganz, o d e r ilt
n u r in einzelnen o,ier i n rnehrern Z ~ JPerlfchnilren
o.Ier Flecken zufamrnengeflolfenen T r o p f e n vorhanden. Ih r e Farbe ift baltl m a t t , bald p e c h - und
kohl[chwdrz, i h r Glanz m e h r otler weniger ltark,
fettig oder leidenartig.
A n einigen Stellen ift die
Rincle beinahe ganz platt o d e r doch n u r k h w a c h -
-
adrig, an andern ilt he lcharf adrig, und zwar netz-
c
3
56
artig o d e r ftrahlig, oft runzlig, faltig und fehr
r i u h , noch an a n d e r n ift fie b!a!tfGrrni; gezeichnet ;
und an den Kanten u n d auf Clem Hiicken der Erhabenheiten e r f c b e i n t Ge bald gleiclifijrmig fortlauf e n d , bald Niihte oder Siiunie bildencl.
b. D i e f e A b w e i c l i u n g e n laffen ficli a u f f c l g e n d e
4
Hauptverfchiedeaheiten zuriickfilhren :
#. Die rnuhe R i d e . Sie hat ziernlich erhabe:ic fcharfe
@.
A d e r n , die bald ein Aclergeflecht oder Netz rnit
raulien Zwirchenraumen bilden , bald verworren,
Telten Arablenf6rrnig laufcn, bald von verfchiedener Stzrke und To unter einander verbuntlen u n d
gelagert find, dafs fie a n u n d iiuer eirianrler liegende Bldtter zieinlich tiufchend vorfi:el!en. Sie
i R fall irnmer m e h r oder weniger- an eimrlnen Stell e n abgerieben, d r die oberfte Schicht fehr n a t k
verglaret iR und leicht abrpringt. Faft nie k o m m t
fie auf einem Steine alleiri, londern fali inirner in
Verbindung mit einer oder mehrern d e r nachfolgenden Riiidenarten und in verfchiedenen A b h .
fungen vor, und bildet mit erftern Siiurne, mit letzterii N i h t e oder freie erhabene Arlern an den Kanten der zuCarnmenfiorsenden Flachen. Sie zeigt fich
dunkeljchwars und fettig g I i i n Z e n d , und z w a r :
1. runzlig, fettig und Rark abgerieben; feltan;
2. einfach und verworren adrig, wenizsr ahgerie.
b e n , auf Flichen jeder A r t und BeTchaEenheit,
alier Rets niit feichteii fatIft verlaufenden Eindriicbcn; a m g e w o h i i l i c h h n ;
3. Iblattfijrrnis gezeiclinet, dick \vie gefchmiert,
l e h r w e n i s alqerieben , aiif verrc:iietlenai tigen
F i i c h e n i i i i t g i d s c n f:ac!le~i Eiiicliiic!ieri; l'elt&.
( T d . 1, Fig. 2.)
-
c
57
3
6. rr?rrtt/ck::-nrzund feidennrtig'-gliiiz?nd, u n d z w a r :
I. aus einander laufend Itrahlig , zart, fiark abgerieben, auf faR geraden iind beinahe ebenen Fkclien; felten, (Taf. 11, Fig. 2 ) ;
2. netzartig - adrig, mit Mir ediahenen Adern,
fcharfen Nahten u n 3 fehr rauhen Zwilchenrium e n ; zart, nicht Cehr abgericben; auf everfchiedenartisen, aber nets wellenfurmig unebenen'FI2chen niit geliiuften Iileinen, aber tiefen Eindruc k e n ; feeltiitr, (Taf. 11, Fig. I ) .
D. Die g/nt:e Rinde. Sie i[t fehr dicht und feft und ihr e Allern Glid k h r Ichwach, oft kaurn fichtbar,.und
bilden ein weites Netz mit glatten Zwirchenriiumen,
o d c r ein fchwaches einraaches .oder verworrenes
AdcrgcFecht, c d e r undeutliche, BI~ttzeiclinungen.
Sie ift dunkelfchwarz , und Itwk, auch fehr ftgrk,
fettig . glinzend. Sie in nie abger.i.ehen, ausgen,ommcn, wenn fie qn einzelnen Steilen in die vorhergeh e n J e iibergeht, und findet ficli i,mnier.rnitrnehrern
o d e r doch mit der vorhergehenden o3er d e r nachfolgendzn Rindenart in Verhindung ; im erftern
Falle w i r d Ge iiberfiiumt, in1 letztern verfliefst fie
nieiftens an d e n Kanten und bildet n u r da freie
R a n d c r oder erlishene Adern, w o $e fich d e r ,raub e n Hinde naliert. Sie Iindet Gch nets a u f etwas
concsven und auf ebenen Fliichen rnit breiten flacli
Iicli verlaufenden Einclriicken , und erfcheint :
I. weitzellig adrig, von ausgczeichnet f c h w a r z e r
Farbe und fehr Itarkem Glanze, und geht fo in
2( u I iibor; leltcn, (TaF I, Fig. I ) ;
2. Cehr fchwach-adri,n und unvollkommen blattforrnjg
gez e i ch n e t ; g e w o h n 1i c h
D i e durcifcheinende Rindr. Sie ifi d h n e r , befonderr
ihre iiursere Schjcht, fo d o h die iintei.e, oft felLII
der w i l s c ; Gernengtheil cler Steinmallc: in Gefialt von
-
c.
.
c
5s.
1
% 6 r i e r n durchlcheint und ihr ;in briirinliches mattgldnzendes AnCehn giebt; auch iR fie bi.warlen allgerieben, obgleich lie i m A l l g r m e i n ~ nzienrlich
felt und n u r felten rauh iR. Kie erlchrint fie
bllein an einem Steine, nirnmt CellAi gewcihnlich
n u r einen kleinen T h e i l , oft nur den Theil einer
Flache an deirJeil,en e i n , und kiimmt mit allen iibrigen Rindenarten, mit einzelnen und rnit
m e h r e r n zuglrich vor. I n d e r Eerithrung init 3
w i r d fie iibcrfaumt, mit 8 aber Ijildet fie Celhfi hisweilen, w e n n fie fcharf-adrig und etvvis rauh ill,
obgleich nur undeutlich, Sauine; lonIt verflielbt fie
i n diefe letztere, w e n n diele nicht durch eine erhab e n e Ader Eoh von ihr fcheidet.
2
Sie findet Gcli nets auF inehr oder wenigcr
convexen Flzchen und rnit tiefern Eindrucken, trnd
erfcheint i n Hinficht a u f Textur und Berchaffenheit
fan in allen Aiiweichungen, welche den heiden
vorbergehenden Arten zukommen. Am gewohnlichRen iR fie blattforinig gezeichnet, w e n n g eich
oft unvollkommrn und undeutlich, und von d e r
Art w i e dcr uberwiegende, oder d z r a n fie unnrit.
telbar angranzende Theil d e r iilwigen Hindenlubftanz am Steine, n u r Xt fie meifiens glatter und weniger rauh.
9.Die
unvol1l:omtnenr R i d e .
Sie lafst die natiirliche
Farhe und Befchaffenhrit der Steinmallr mehr o d e r
weniger erkennen, und k6mmt meiftens von Ahweichungcn d e r Itindenart
urngeben vor und fcharf
begranzt, oder doch nur fchwach gefaurnt, in hlein e n theils einzelnen, theils zu Per ICchnwen , zu gezac!cten Arlern und Fiecken zufaulrnengefloffenen
T r o p f e n , fo dafs man higlich drei Grade unterlcheiden kann ;
t
59
5
I.
I n grofsere unter fich zufamrnenliln:,rende Flerhcn
zuCarnmengeflofren, To dafs n u r kleine SteiIcn
d e r unreranderten steininarfe dazwifchen zu he-'
merhen find; doch hat die Rinde noch lreirte
beflirntnbare Textur iind Befchaffenheit; i n t l die
F l i c h e hat ihre eigene Unel,enheit; irn Contokt6
mit 21 w i r d . 'fie deutlich iiberhumt. (Taf. :IIJ,
2.
I n kleinern ifolirten Fleclren, in Perl~chnLirenund
gezackten Adern, theils poch in eirizelnen Tropfen, fo dars die unveranderte nur etwas geh r b t e Steinrnafle betrachtlich vorwnltet ; iin Contakte mit ?I'wird lie hur lchwach und nur hier
und d a gefauin t. ( Taf. 8111, Fig. 2.)
In einzelnen, aber doch nurL:wenigzufammenge-
Fig.. 1 . )
5.
7
-
flolfeenen T r o p f q und feltnen kleinen gezackten
A d e r n , w o felldt die Steinmafre kaum inerklicll
gefcirht.iIt: Nur auf griifsern FIiclien dierer A r t
greift hier und da a n den'Kanten die angranzend e Itarke R i n t k u h r ' und Lildet eine.Randc:infarrung; i e kleiner aher die Stellen find und je
unvollkommner die RindenlJildung . i R , d ~ R o
f c h a d e r begrsnzt lie die anrtorsende Rinde ; mitten in den rauhen Rindenarten ?I a 2, 3,.und 6 I , 2
kommen folche Stellen mit KO reiiien R i n d e r n
v o r , als wenn lie nach d e r I-land aiis~elchlagen
w o r d e n waren. (Taf. 111, Fig. I . )
c.
A l l e diefe h i e r gefchilderteo Vcrf'chiedenhei-
t e n d e r Rincle ftehn m i t d e r G r i j f s e cler S t e i n e in g3r
k e i n e m Z u f a m m e n h a n g e , und find von cler Geftalt
clerfelben nur einiger ILIafsen m i t t e l b a r ,
n5tnlich
rlurcli die Belchaffenheit tler Oberflaclie , nhhingig.
Diere a b e r fcheiot auf fie einen wefentlichen Einflul's
z u h r b e n , To wi e die Belcllaffenheit' dcr 03crfliche
felbft d u r c h die Rinde modificirt wird. Auch kann
Jurclr Ge die cigenthfimliche Bckhaffenheit ciner
gewiihriliclren Bruchflrcbe der Sieiomalfe v e r i n d e r t
w o r d en
. D i c k bctraf die R i d e der p n z c n Steine. Kei-
.
ner d e r l e l b e n , und keins der Bruchfiiickc, zeigt
t i n e wefentliclir Abweichung von den hier belchriet c n e n A r t c n ; n u r rieht Gch a n einigcn d i e lchwarze Farbe C ~ W J Si n s Grilne, un.1 an einem eiutigen
kuglicht gcltalteten , grolsen , niit den Rinticn.irten
?( rl I und 2. und '8 I -umgebenen L)ruchltdcke,
zeigt fich ltellen- und f l m k w i l e auf der Rindenart 3 I ein pfauenlchwcifiges FJrbenfpirl mit e t t v a s
mqtallilchem Glanze und dcm Anfehen i i n e s metall i k l i e n Fluffcs , m i t kleinen blJGgen E r h 6 h u n c e n
u n d metallilclien Rrmifikationen. Als diefer Siein
zerlchlagen w u r d e , fanden Gch a u f n i r h r e r n Uruchftdcken , a n Stelleo , w o vorliin gar keine 1tiICe LU
fehen gewelen w a r e n , und cine r a u h e runzlige
u n d faltige fehr frark rbgeriehene Riride (die Auisenleito deckte , zietnlich grolce Flecken von Rtndenrubftanz, die beinrhe f Zoll v o n der OberflJ-hc
e i n w i r t s initten in die ganz unverinderte Stein.
maffe hineingiiigrn.
Dlere Flecken liegen zum
T h e i l dictit an der Oberflache und h i n g e n mit der
ilcrsern Rintle zufdnimcn , als w e n n diele hincingeflorfen w i r e ; einige liege" Jher weiter a h , g a n t ifol i r t und find von J u r c h a u s unvrrdntlrrter S i c i n m a r €e,
felblt von eingrltreuten nirtalklcb slanzenden
Kiestlieilrhen diclit umgeben.
Viele diefer Flecken
find glarlzend icbwarz wie die i u l s e r e Kinde, a n d e r e
m a t t fchwarz, wie die untere Schicht zu f e r n pflzgt,
o d e r yon Steinrnafle bedeckt die beirn Zerfchlsgen
d e s Steines daran felt blieb. Eine ihnliche Erfcliein u n g finde ich n u r noch an einem L'er vielen Brucliftiicke, uncl z w a r auf Fl2chen, von denen ich nicht
zu entlcheiden iin Stande b i n , ob es natilrliche o d e r
kunltliche Bruchflichen find', obgleich i h r Aeufser e s inich das letztere glauben rnacht. Der Stein ift
ehenfalls mit raulier ftark ahgeriebener Rinde 21 a I
und ?
6lI bedeckt. Gewiilinljcht-r k o m m t d i e R i n denfubftanz in J e r Steinmaffe i n Geftalt aufserft zart e r dunlrler A d e r n v o r , die oft ziemlich Jang, etwas gelchlangelt , aber nioht rarnificirt Gnd, u n d
die Malfe in verfchieifenen Richtungen u c d w c i t
von tler Oberflache entfernt Jurclizieben. . Icli hielt
fiz anfangs f o r zarte Rifle o d e r f i r metaliifche
A d e r n ; ein Stack jndefs, 'das ich vorzti:;iich in dieZer Hinficht lchleifen liefs, brachte mich von diefern lrrtiiurn z u r d c k .
S o c h ein U i n C m d , den wir a u s d e r obigen Befchreihung der ganzen A l r o l i t h e n kennen g e l e r n r
haben, iCt an dem Aeufsern d e r mlhrifchen file.
teoriteirie inerkwiirdig, nsmlich. dafs ilinen an verfchietlcnzn E'liichen Erde n n k l c b t ; doch bin i c h
niciit irn S;t.inils, iiieriiber a u s meinen Beobachtungen eiitl'clici~lzodeReluliate zu zirhen. Auf jedem
ganzen Steine kiimrnt auf einer oder a u f inehrgrn,
an einander grSozeuden, oder doch nicht tich ent-
gegengcrettten Flfichen, D a m m e r d e otter S a d i n
die Zwifchenriiuine d e r A d e r n eingedrockt vorj
Bald tin& es e b e n e , bald concave, bald convexe
F l i c h e n mit feicliten u i d tiefen Eindrilcken, m i t
r a u h e r und mit glatter Itinde, und es fcheinen nicht
jmrner gerade die FlScheu zu feyn, auf. welche der.
Stein, nach l'einer Geftalt und feinein Schwerpunkt e Z Q fciiliefsen, 'aufgefdllen ift. Leider k o n n t e ich
von keinetnSteine die Lage erfahren, i n der man
jhn gefunderi hatte. Die Finder wufsten fich deffen
nicht m e h r zu erinnern; auch war a m a7ften Mai;
am T a g e vor rneincr A n k u o f t in Stannern, ein hefc
tiger lange anhaltender Gewitterregen gewefen, d e r
bei den fpater gefundenen manche Ver3nderung in
diefer Beziehung hervorgebracht baben mag. D i e
E r d e klebt ftets n u r fchwach auf d e r Oberflkiche d e r
R i n d e , ' u n d 1aCst Gch fehr leicht wegbilrften und
wegwafchen.
Spuren v o n Vpgetabilieiz, Grasbluttern, u. dgl.,
finde ich n u r a u f einer unilbcrrindeten BruchAache,
die fich ebcn dadurch offenbar als eine natiirlicha
b e w s h r t ; Ge find ziemlich feft angedrfickt, u n d in
keiiieni Zul'tande, , a u s dem Sch lchliefsen liefse,
d a L 6 e - H i t z e ausgeftariden haben. Nirgends finden
Iich a u f . tier fiinde Spuren von Einclrficken von
Sand oder Steinchen o d e r von andern Kiirpern,
auf welche die Steine Sefnllen feyn kiinnten ; auch
find die erhahenftco utrd fclisrfften A d e r n , und d i e
ziemlich ftei I'teiienJen Cclrarfen Pu'ihte und H i n d e r
clerfelbeo, felbit an den k'liichen, a-uF die der Stein,
gefallen w a r , ganz unverindert.
I
63
3
3. E i n i g e F o I g e r u n g e a .
Von den mancherlei nahern und entferntern Folg e r u n g e n , auf rvelche die Relultate z u fdhren fchein e n , d i e - w i r h i e r aus den vorausgegangenen He'mprlcungen gezogen liabeo, will ich filr jetzt n u r
einige berilhren :
D i e an einern und d e m f e l b m Steine To verfchiedenartige unrl tloch fo heftirnmte Befchaffenheit der
Oherffiche, d i e bei rnehrern Steinen in mancherlei
Ruckfichten To aurfallttnd iibereinftimrnt, fcheint
auf den verrchiettenen Zufarnmenhsng d e r Steine, als
I.
Bruchrtiicke eines G a n z e n , m i t dem M e t e o r , be;
v o r es zerrprang, und auf die aufsern und i n o e r n
Flachen zu deuten.
2.
Nicht n u r die F o r m d e r Steine, fondern vor-
zuglich auch die Scliirfe itirer Kanten und felbft
m a n c h e r Erhahenheiten, E c k e n , u. f. w., widerfpricht geratlezu i h r e m vermeinten Zuftaode von
Weichheit (nzullicies) uncl V G I ~Eldticitiit, ( w o h i n
\VO\II a u c h d e r 2u1'13rid von teigigcr Schrnelzung,
j u f i u t i p u t r i ~ f i zu
, rechrieri f e y n diirhe,) man bedenk e riur clruSchwere unll Grijlse der hlaffen, und die
K r a f t , mit d e r lie auffrlllen m u f s t r n , wie fie Gch aus
d e r Schnelligkeit d e s Fluges und dern betrachtlich
tiefen Eindringen i n ~11211frfteri Gruntt hinlinglich erweilt. Ehen lo fteht dainit die Zerreiblichkeit u n d
Spro,ligkeit d e r Steine i m gleichen IViderfpruche.
3. Die M e r k m a h l e eines gewaltfdmen T r e n n e o s
d e r ILlalle, welche fich aus d e r Form uocl der O b e r 5ache der Steine abnehmeo lalfeo, wenn lie gleich
durch k e i n e fehr auffallaade Vei Ic!iiedenheit d e r
Inkruftirung au.cgtzeichnct. .wercfon, vorziiglicli
aber die frilcli fcheinqnden Eruc1;Rdchen mi! &n
I
matdrlichen Unebenheiten und den .vcrTchie.iea.r: 3
Graden von unvollkornrnener u n d anfangender K i i i denbildung, fetzen ein wiederliohlte,~u n d loczeffives
Zerfpringen des Meteors uiid felbft der meiften einzelnen Steine voraus.
4. A b e r felbft diefe fuccelGve Zerfprengung deq
Meteors und der einzelnen Steioe muIs scwifler M a Zsen in einem Momente gefchehen i ' c j n , da, (wie
ich diefes urnfttlncllich zeigen werlte ,) die Dauer
d e r Einwirkung d e r fcchmelzenden Kraft auf das
Ganze nur aufserl't kurz gewefen feyn k a n n , weil
fonft weder Atlern noch Pu'iihte ficli gebildet oder
erhalien haben wikden, nocb die Rinde eine fo
gleichfiirmige Dilnriheit haben kiinnte.
5.
D i e Bildung der Hinde beginnt mit Entfte,
h u n g von einzelneo T r o p f e n , die gleicbfarn aus tier
Steinmdle ausfchwitzen, wie in der Folge durch
Verluche gezeigt werden wird, uncl fie endet darnit,
Aals diele T r o p f e n durch ihre Vergriifserung und
Anhzufung bei fortgelettter Einwirkung der lchnleli e n d e n Kraft in e'inander flielsen, und immcr grafsere unil grijfsere Flecken bilclen, die entilich a1s
e i n e gleiclifurmige Krufte die gaoze Ober!:r?cl:e
iiberziehen.
6. Nicht alle Gernengtheile der Steinrali13 iind
z u r Bildung der Rinde gleich geeigcet, vorziislicli
kufs d e r weifse erdige der VerSIafung rind Itindin-
denerzeugung widerftehn; d e n n e r zeigt rich a l l €
unvollkommen aberrindeten Flachen ftets vollkommeti unverandert, unti fcheint felbft d a , \YO eine
Flache ganz mit durchiichtiger Rinde iiberzogeo ift,
i n Geftalt von kleinern Flecken, Kijrnern oder
Punkten weils o d e r braunlich gelb hindurch.
7. Diolem zu Folge mu f s .das Mifchungsvcrhaltnifs d e r Steinmaffe nicht n u r a u f die Bildung d e r
R i n d e i m Allgemeinen einen wefentlichen Einflufs
h a b e n ; fondern cs h3ngt auy!~von ihr, zumdhl von
d e r A r t d e r Mengung tler Beltantitheile, insbefon.
d e r e die r:auhigkeit d e r R i n d e , die Bildung von
A d e r n , R u n r e l n , Fallen, von S e t z - o d e r A d e r Geflechten , un(l bei gleich gefetzten iibrigen Umftandeo, auch die G r a d e clerfelben ab.
-
8. D i e verfchiedene Befchi~ffenheitd e r R i n d e
deutet i m Ganzen a u f einen verfchiedenen Grad d e r
Inteniitzt o d e r d e r faft momentanen D a u e r d e r
fchmelzenden KrJft.
D i e r a u h e Hinde mit i h r e n
Abweichungen tragt offenbare Merkniable des h;jchften Gracies d e r Hitze an fich, welches auch d i e
Bildung von Rindenfubftanz tief in d e r Steinmarre
beltitigt, d i e lich n u r bei Steinen von diefer Inkruftirung findet. D i e ubrigen Rindenarten zeigen unverkennbar , dals fie ungleich Itleinere, u n d die
unvollkommene R i n d e , dars fie den gerinsften
Grad von Hitze ausgeltanden Iiaben.
9. Da fich f a f t iinrner me h r e r e tliefer Rindenarten auf einem u n d denlfelben Steine finden, To m u f s
d i e ichrnelzende Icraft rnit lehr verfcliiedener Inten,
AnuA d,Pby&.
B, 3 5 Sr:
I:
J,
1p9, 81,
E
G t i t oder D a u e r ,
und theilweife auf ihn gewirkt
haben.
D i e abweichende Befchaffenheit entgegengefettter Flichen der Rinde cines u n d defrelhen Stein e s , E f s t fich aus der Lage diefer Fliichen vor dern
Zerfpringen des Meteors oder wPhrentl delielbt-n und
d a r a u s erkliren, dais Ge der fchrnelzenden K r a f t frilh e r oder fpzter, und k a r z e r e oder IPngereZeit ausgetetzt waren ; die Aehnlichkeit folcher Flschen an
verfcbiedenen Steinen in Hinficht ihrer Rinde und
ihrer Oberflache ( I ) fcheint diefes zu kftatigen.
11. Dafs Gcli dagegen Rindenarten von fehr verfch i ed en e r B e fch a ff e n h ei t d i c h t a n ei n a n d e r g r a nzeod, felbft die'der entferoteften Grade in einander
finden, (2. B. FlSchen ocler Stellen der unrollkommenen Kinde mitten in d e r rauhen,) beweift, dafs
diefe Modifikation durch das fLlccef(ive Zerfpringen des Meteors und d e r einzelnen Steine bewirkt
feyn mufs.
12. D i e Berchaffenheit d e r Oberfliche m u k
e b e n f a h einigen Einfiufs auf die Berchaffenheit rler
Rinde gehabt haben, wenn diefer gleich nur in ein e r gewiffen Eeziehung und auf gewiffe Abweichungen befchriinkt i f t , indem fich niehrere Abarten
derfelben ftets nur auf F1Hchen von einerlei Belchaffenheit zu finden pflegen.
13. Die Rinde mufs nicht n u r , e h e die Steine
die Erde erreicliten ,fondern aucli fchoo gleich nach
ihrer Bildung errtarrt und feft geworcfen feyn ; denn
fie zeigt keine Verinderung, die fie duEch d e n
10.
D r u c k und den Fall erlitten hatte, und man fieht in
i h r e r Subftanz keine Spur von eingedriickten oder
mit i h r oerbundenen fremden Korpern; vielrnehr
zeigt fie an d e r Scharfe u a d Richtung der Adern u n d
Nabte, felblt an den fchneidendften Kanten, an den
frei ftehenden e i n z e h e n Tropfen u. f. w. die offenbarften Beweife gegen die Wirkung des Druckes d e r
Luft, die bei dein Falle eines fo fchweren Korpers
felbft auf eiaer zahfliiiGgen Subitaoz unverkennbare
Spuren hinterlafien haben wiirde. Die meilten dief e r Merkmahle, welche gegen die Weichheit d e r
Rinde zeugen, laffen Gch indefs beinahe eben fo wenig mit der Spriidigkeit vereinigeo, welche die Rinde jetzt beGtzt.
4.
N o c h einige B e m e r k u n g e n
Rinde.
iiber d i e
Bevor ich das Aeufsere unfrer Meteorfteioe verlaffe und z u r Betrachtuog d e r Steinmaffe felbft
tibergehe, will ich hier noch einige,alIgerneine Bemerkungen ilber ihre Rinde herfetzen, urn die Befcbreibung vollftandig z u machen.
D a s Vorhergehende beweift hinlzoglich , dafs
die Riode d e r rnahrifchen Meteorfteine von befonders ausgezeichneter A r t ift, und von der aller iibrigen bisher bekannten AGrolithen abweicht. Dieles
k a n a zum T h e i l i n dein friichen Zuftande feinen
G r u n d habeo, i n welchem fo viele diefer Steine erbalten , unterfucht und verglicken worden God ;
vorziiglich aber fcheiat das von den iibrigen ziem-
E 2
f
68
3
lich nark abweichende Mifchungsverhiltnifs d e r
Steiomaffe, aus welcher die Riode gebildet ift, daran Antheil zu baben. Dafs in ih r das gediegene
Eifen gPnzlich rnangelt, mufste auf die Farbe, d e n
Glanz und mehrcre Eigenfchaften d er Rinde einen
wefentlichen Einflufs haben, eben Eo aof ihre ganza
Pufsere Refchaffenheit die betriichdiche Menge d e r
m ech a n i kc h ei ng e rn e qgt en fch w e r fch rn elz bar e n
Thonerde. D e r fchwache Zufammenhang der Gemengtheile, und die lockere T e x t u r d e r Steinmaffe
haben cine ungleich uneboere Oberfliche d e r Bruchflachen a19 bei den anLlern Acrolithen, und die hiufigern griifsern und tiefern Eindracke veranlafst,
uncl millfen aberhaupt bei der Bilduog d e r Rinde
keine ganz gIeichgaltige Rolle gefpielt haben.
Unter den mir bekannten AMeteorfteinen haben
die von Benares uncl Siena in HinficEt der Rinde
noch die meifte Aehnlichkeit mit den mihrifchen ;
d i e Rinde diefer letztern irt aber, ohgleich rler ftarke Glanz die IntenlitPt d er Farbe fchwlcbt, noch
etwas fchwirzer , da, w o i b r e oberfte Schicht nicht
abgerieben ift, ungleich ftarker gllnzend, und ftets
rauher. I h re Adern God vie1 itirket, erhabener
u;ld breiter, lalfen abet doch zwifchen Gch biiu6ge
r e und griifsere Zwifchenrlume, die ganz glatt find,
inclefs die Adern auf jeoen Meteorfteinen, zwar fo
m r t uncl fchwach Gnd, dafs fie das freie Auge kaum
e r ke nnt , aber doch die ganze Oberflgche gleicbfcr.
mig rauh und chagrinartig ausfehen macben. Farbe
und Glanz hahen bei den mzhrifchen ein fchrnelzod:r emailleartiges Anfehen, indefs fie bei jenen,
wenigftens ftellenweife, eine rnetallifche Beimifchung verratben, die fich hier unrl da durch Rortflecke z u erkennen giebt, unrl noch m e h r d u r c h
metallilch glanzende Stellen, wenn a u f die Rinde fieritzt oder geCchl3gen wird; von beiden findet fich
bei dieren keine Spur.
D i e Dicke rler Rintle iCt nicht betrCchtIic!ier
bei den m a h r i k h e n AErolithen als bei clznen von
Siena und Beoares; fie betragt kaum f Linie. I n 1
Ganzen ilberzieht fie dio Oberfliche durchaus gleicliformig, doch ilt fie liin und wieder an den Verticfungen, und an l e h r rauhen und runzlichten Stel]en etwas dicker. S e h r deutlich bernerkt m 3 n , zumahl a m Rande frilcher Bruchflaclien d e r Steinmalfe, dafs fie aus zwei Schichten h d t e h t . Die
u n t e r e s c h i c h t ift dicker, Cchwarnmartig, matt, u n d
innig, wenn gleich Ccharf begranzend, mit der Stcinmafle verbunden; die obere, welche einer dikiinen
Epidermis gleicht, ift dicht und gknzend, und diel'e
Ietztere fpringt fehr leicht i n kleinen Stiicken ab,
zumahl a n d e n Kanten, an den Rucken d e r Erhabenheiten, und d a , wo die Rinde fehr erhabene
A d e r n , Runzeln und Falten bildet. A n den Stein e n von Benares und Siena'findet Gcli n u r eipe
Ichwache S p u r von diefer Zulsern Schicht und fie
fcheint lelbft urfprilnglich n u r ftellenweife vorhanden u n d h l s e r f t diinn geweCen zu feyn. Bei d e n
ilbrigen Meteorfteinen hat die R i d e eine ganz eigne, gleichformigere T e x t u r , an welche fich d i e
Rinde d e r mihrifchen nur durch die Uebergange
a a r e i h e n IaLt.
c
70
3
D i e Rinde unferer Steine ift fehr fprbdc, abar
bicht fehr hart, und fchliigt nur felten und fchwach
Funken am Stable. Sie zerfptingt in unregelmlfsige
ziemlich fcharfkantige Bruchfttilcke und ift im Ganzen vollkommen undurchfichtig, ob Ge gleich, wenigftens i hre aufsere Schicht, d a , wo fie fehr d a m
auf die Steine aufgetragen ilt, die weifsen Gemengtheile der Steinmaffe durchfcheinen Mst. Sie wirkt
falt gar nicht auf die Magnetnadel, nur an feltnea
einzelnen Stellen, und auch da n u r 5ufse;lt fchwach.
D i e Schwefelf5ure, die felbft auf ih r Pulver keina
merkliche Wirkung iiufsert, faugt fie fchnell ein,
o h n e einen Geruch von Schwefelwafferftoffgas zu erwecken. Sie h fst Gch n u i fchwer ganz rein von d e r
Steinmaffe lostrennen, aber dann fehr leicht zum
feinften und gleichfbrmigften Pulver zerftofsen und
zerreiben. Das feinere Pulver hat eine fchwarzlich
blaugraue Farbe; das grohete zeigt unter dem Mik r o f k o p e fchlackige, blaGge, portire, fettig glinzend e , kohlfchwarze Rruchftocke, die undurchfichtig,
a n den feioften Kanten etwas ins Grilnliche ziehend,
fcharfkantig und unbeftimmt- eckig God, und wie
Coaks ausfehen, und von denen einige w’enige etwas
retraktorifch Gnd, oder wenigftens von einer fehr
em p fi nd lich en Mag n et nad el u nt er d em 1LIi k ro f k op e
fichtbar bewegt werdea. Andere erfcheinen dichter,
weniger porijs und weniger gllnzend, und fins v o n
einetn fchwirzlichen Blaugrau, das lich an den durchEcheinenden Kanten i n s Rauhgraue urid Granliche
verliert. Die abrige gepulverte Kinde, an der noch
-
.
c
7'
3
ttwas von d e r Steinrnalfe anhzngt, zeigt noch viele,
zum T h e i l rnit den lchlackigen Eruchftacken verbundene, weilse, erdige u n d undurchfichtige, d e m
verwitterten Feldfpathe ahnliche T h e i l c l i e n , und
andere wei k e , blauliche und gelb oJer griinlichg r a u e T h e i l c h e n , welclie rnehr o d e r weniger kryftallinilch , untl durchlcheinend o d e r durclifichtig
find. SPlhlt i m feinlten Pulver findet fich keine Spur
y oq me ta! 1i fc he n Part ik eich e n,
-
5.
B e f c I r r P i L u n g d e r S e e i n m n f f e feIb/l.
( Abgebiitlrt auf Tafel 111, Fig. 3. )
D i e St ei n ma Kt: cl e r ma 11 ri Ic hen A e roli th e n i ft n ich t
rninder aufi'dllend verfchieden, als i h r e Rinde. D i e
Bleteorlteine haben z w a r ein eigcnthnniliches Ausi e h e n , das fie von den FolGJien unferer E r d e auszeichnet u n d i h r e Sippfchaft auffallend cliarakteriGrt; nimmt man a b e r auf dielen ihren Totalhabitus,
auf die Inkr u f t i r u n g u. f. w, nicht belonders RiiclcGcht, und vergleicht die mahrilchen nuc oberfl3ch*
lich mit andern Meteorfteinen, zumahl mit d e n e n
von Eichltadt, Aigle u n d T a b o r , fo cliirfte m a n
zwilchen ihnen faft eben fo wenig AehnIichkeit, a l s
z. B. zwilchen d e n Cufserften Gliedern d e r Rothund T h o n Eifenltein Gattungen o d e r des Obfidians
-
-
untl des Bimsfteines finden. A b e r , w i e bei dielen Steinen, verlchwindet d e r Abftantl, w e n q man m e h r e r e
rnit einander zu vergleichen Gelegenheit h a t , und
daclurch i n Stand geletzt w i r d , die Ztvifchenglieder
nachzuvveifen und die Ueberg3nge darzuthun.
D i e Maffe ift im Ganzeo Jehr locker, bei weitem nicht fo felt und dicht, wie bei den Steinen
von Tabor; Aigle, Eichftidt, und weniger felbft als
bei allen ilbrigen Meteoriteinen. Der Zufamrnenba ng de r Gemengtheiie fclieint urfprilnglich noch
fcbwscher gewefen zu feyn, denn die Maffe war anfangs, der Sage und rneiner eignen Erfahrung nach,
noch leichter zerteiblich; tloch war fie ftets fprade,
nie weich oder elaftifch. Spater nahm die Feftigke i t offenbar z u ; indefs zerfpringt noch jetzt ein
kleines Stack von einigen Lo th en , wenn m a n e s
yon ?; bis 4 Furs H6he frei.au s der Hand a u f den
Boden eines Ziinmers fallen lafst. T r o t z rler Zunahnie an Dichtigkeit , hat fich tloch das fpecififche
Gewicht nicht merklich versndert.
D i e Maffe war anfangs nur wenig r i f i g ; do, w o
fie ilberrindet ilt, fehr Celten. Die Riffe waren
fchwach untl zart, fie vergrafserten, erweiterten
und vermehrten Gch aber in d er Folge. Das An€ehn cler Steinmalfe ift m a t t und erdig. Sie fohlt
fich r a u h und mager an. Sie faugt das W a f e r begierig und mit Entwickelung v ielei Luftblafen ein,
die mit merklichem Braufen auffteigen ; eben fo
faugt fie SchwefelCiure und Salpeterfiiure ein , wobei ka.um ein merklicher Geruch nach Sch\v.efelWafferftoffgas entlteht. Angehaucht riecht fie etwas
thonartig; fie klebt etwas ao d er Zu n g e , und hat
einen fehr dumpfen Klang, wie gebrannter Than.
Auf die Magnetnadel wirkt Ge nicht merklich ; am
/
Stahle giebt fie keineFua1cen.
Sie litst Gch endlich
c
73
1
felir leicht zerfchIagen und giebt unbeltimmt eckige
z i e m 1i c h fc ha r fk a nt ig e B r u c h f t ii ck e .
D i e Textur d e r mihrifchen Meteorlteine gleicht
d e r eines feinen Sandlteines, jCt aber wegen der ungleichen Mifchung d e r Crernengtheile fehr ungleicb,
fijrmig. Sie ift irn Ganzen zarter und feinkbrniger
als in allen Ubrigen ?Jeteorfteinen; am meiften
gleicht fie d e r d e r Steine von Siena. Die Furbe j f t
ein lichtes Blsulich grau mit Kreidenweils gemifcht;
von beiden Farhen waltet bald die eiue, bald die
anciere, am hsufigften jedoch die erltere v o r ; fie
fintl bald dichter mit einander gerneogt, bahl ftreifoder fleckweife von einander getrennt.
Auch in
dieler Beziehung gleichen unfere Steine am meiften
dznen von Siena.
Schon das freie Auge bemerkt, dafs fie eine mech a n i fch e Men g u n g v er lc h i ed en art iger .Th e i 1e fi n d,
D e r blzulich- graue Gemengtbeil ift ungleich dicht e r , fefter und weniger r a u h , und e r k h e i n t h i u f i g
jn einzelnen grorsern o d e r kleinero Partieen oder
Flecken, die von verfchiedener Geftali und mehr
o d e r weniger begranzt find, ( T a f . 111, Fig. 3 a , )
Sie liaben, je beltimmter i h r e Form und je fchirfer
jhre Begrgnzung i f t , deft0 melir Dichtigkeit , Har,
t e u n d Intenfitst d e r Farbe, fo d a k fich diefer
Gernengtheil hier und da auffallend einem ahnlichen n i h e r t , d e r fich, (nur in ausgezeichnetern
Z u Ttandsverinclerungen upd in verfchiedenen VerhJiniITen ,) bei allen andern Meteorfteinen fincle?, uncl d e r vorziiglich deoen von Siena ein brec-
-
I:
74
3
cienartiges und. denen voo Benares fact ein rnandelfteinartiges Anfehen giebt. An einigen Stellen, d i e
jedoch felten find zeigt Gch diefer Gemeogtheil mit
etwas fqhillerndem fettigen G l a z e , und in einetn
fpathartigen Zuftande, folglich gaoz von d e r Art,
w i e bei diefen hleteorlteioen. D e r kreidenwei/'Je
Gernengtheil iir vie1 lockerer , fpriider , rauher,
u n d von-etwas falriger T e x t u r ; e r erfcheint felten e r und nur in kleinen Fartieen eingemengt, am
hzufigften in k u r z e n abgebrochenen Streifen u n d
Strichen, die den erlten Gernengtheil in allen Richtungeri durchziehen, und oft niit i h m in gleichem,
i a Eelbit fiberwiegendem Mifchungsverhaltniife abwechfeln und d a n n d e r ganzen Maffe'ein faft bimsfteinartiges Aofehen geben. Selten fliefsen die beid e n Gemengtheile fo i n .einander, dafs fie nicht unterfcheidbar Gnd und eiD glcicbformiges alchgraues
Gernenge vorftellen.
Aufser diefen errligen Gernengtheilen b e m e r k t
m a n noch metallifih gliintende, meift zinkgraue,
etwas ins Gelbliclie *ziehende, feltner Llberweifse,
d i e fparfam und aufserft zart eiogefprengt, c d e r hier
u n d da a n einzelnen Stellen in grofsern Partieen
k o r n i g angehiiuft find.
Diefe IUetalltheilchen
fitzen oft, und z w a r - g a n z unverandert, dicht a n
und untor d e r R i d e ; nur an einer mit unvollk o m m n e r Rinde befetzten Bruchflache fiodet iich
eine kleinere Partie derfelben, die etwas bunt angelaufen ift. Mit Hillfe einer Loupe Geht man wohl
hia und wieder Theilcheo, die dem /chrPlarzen Ei-
c
75
3
PnoxyJe iihnlich God , als iiulserlt feine Punkte ejr.
geftreut ; metallqche EiJentlLPilchen , die fich f a i t
a n allen PSrigen Meteorfteinen , ( a m fchwichften
bei denen von Siena und Benares,) den Augen
durch ihren Metallglanz und i h r e eifeograue Farbe
offenbaren, find aber hier eben fo wenig bemerkbar, als andere Spuren von Eifengehalt, die fich
bei allen, zumahl altern Atrolithen , (vorziiglich
bei denen von Eichftsdt, Aigle, T a b o r , Barbotan
u. 1. w.,) als haufige Roftflecken zu erkennen geben, und die Gch a n den unfrigen nicht einmahl zeig e n , wenn tie langere Zeit im Wafler gelegen
haben.
Ein abgelchliffenes Stack, das eine ziemlich gut e Politur annahm, zeigt diefe Gernengtheile u n d
die A r t ihrer Mengung noch deutlicher.
D i e ganze Maffe 1Pfst fich leicht pulvern, doch
widerfteht d e r blaugraue Antheil merklich itark,
und kaun oft nur mit Gewalt zerftofsen werden.
D a s Pulver hat aach dem verfchiedenen Grade von
Feinheit und nach dein zufalligen Gehalte a n dern
blaugrauen Gemengtheil, eine mehr oder weniger
ins Blaue ziehende weilsgraue Farbe. Unter d e m
Mikrofkope unterkheidet man ganz erdige, und u r c h k h t i g e , graulich - weifse, kiirnige Maffontheilchen , und mehr o d e r weniger kryltallinifche,
halb und ganz durchfcheioende, felbft durchlichtige,
ganz \veifse und etwas ins Grau - Gelbliche und BlZuliche ziehende, unbeftimmt eckige, ziemlich fcharfkantige Bruchftiicke. Sie kommen maonigfaltig
unter f c h an rinem und demfelben Fragmercte verbunden vor, gehn in einantler fiber, unti fcheinen
fiirnmtlich detn weifsen Gemengtheil angeh8rt zit
b a m n . Ferner hemerkt m a n inehr oder weniger
dunkclblaue, ins fchmutzig- olivengrilne ziehende,
dichte, undurchfichtige, n u r a n den fchsrfften Kanten etwas durchfcheinende Bruchftacke von fettigem, etwas fchillerndem Glanze, u n d rnehr otler
weniger deutlichein mufchligen Bruche, welche oft
mit den vorhergehenden verbuoden, a n u n d eingewachfen , vorkommen , und ausfchliefslich den
blaugrquen Antheil conftituiren. Die tnetallikhen
T h e i l e find fehr fprcide, geben unbeftimint eckige
ziernlich fcbrfkantige Hrucliftilcke von 'kdrnig- bratteriger T e x r u r und B r u c l ~ e , laffen Gch leicht u n d
fehr fein pulvern, zeigen nicht die geringfte Wirk u n g a u f die Nagnetnadel, und werden von d e r
Schwefelfaure unter he:tiger Bewegung, rnit liark e r Entwickplung von Schwefel- Wafferftoffgas, u n b
m i t Rackftand eines Cch warzen Pulvers a u f g e l ~ f t ,
Endlich bernerkt rn3o noch einzdne fchwarze, fchlackige Maffentheilchen, die von zufillig beigemifcht e r Rindenfubftanz herzurithren fcheinen ; such
hier und da fchwirzliche oder briiunliche g a r n e r ,
welche von d e r Magnetnadel zurn The il in Bewegung gefetzt werden. Diefes ift bei unfern Meteor.
fteinen die einzige Spur von Eifengehalt, fndefs bei
den iibrigen Aarolithen felbft geltiegenes Eifea tuf
den f r i khe n Bruchflichen in Zacken, und a i f poljr.
ten Fliichen in Adern und Flecken zu T a g e liegt, und
-
w e n n die kleinften Fragmente voo abgefchlagener
Steinmalfe zerltofsen unll zerrieben werden, als gefletfchte oft ziemlich grofse Blattchen zurn Vorfch ei n k o in m t.
D i e Folgerungen, welche Gch a u s diefen Bemerk u n g e n iiber die MaUe unlrer Meteorrteine ziehen
IaTfen, verfpare ich fiir einen aodern Auffatz, der
eine genaue vergleichencle BefchteiCung aller mir
bekannteii Meteorlteine z i i m Gegenftande hat. Sie
beftiitigen nicht allein vieles von d e m , was wir a u s
d e n Erfcheinungen a n d e r Rinde gofolgert l a b e n ,
fondern fiihren mich a u f n a n c h e s Lleue, welches fiir
die E r k l s r u n g des Phiinomens und des Urfprunges
diefer Maffen von wichtigern Einflulfe feyn dilrfte.
n i s h e r ift die mechaniiche Menguns derfelben,
d e r grofsen T h e i l s kryftallinikhe Zuftand der Gemeagtheile und i h r e verfchiedenen Zuftandsveriinclerungen, Uebergfinge, U. f. w., in verfchiedenen
~ l e t e o r l t e i n e n , wodurch manche Anomalieen veranlalst wertlen , noch vie1 zu w e n i g beachtet, u n d
die[es w i r d uns a u f intererIante fiefultate fohren.
v o n S c k I' e i b e r s
.
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