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Beschreibung des Faujasit einer neuen Mineralspecies.

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XV. Beschreibung des Fhjasit, einer neuen Minerahpecies; oon Hm. D a r n o u r.
(Auszug atis den Annal. des filT;r,rs, Ser. IV
T. I p . 395.)
Die Mandelsteine des Kaiserstrihls haben seit lange den
Mineraliensammlungen eine bedeuteude Anzahl krystallisirter Mineralien aus der Klasse der Silicate geliefert. Auf
einer Stufe dieses Gesteins bemerkte Herr Marquis d e
D r d e vor Kurzem eine in Octaedern krystallisirte Substanz, die ihm von den bekaunten Species abzuweichen
schien. Die meisten dieser Krystalle waren klar und
farblos, andere hatten eine matte Oberfliiche, und einige,
von brauner Farbe, zeigten einen lebhaften Glanz, analog dem des Zirkons oder Diamants. Uebrigens wichen diese braunen Krystalle an Form und chemischen
Eigenschaften in niclits von den klaren ab. Ihr VerhaIten ziim Licht kann einer inechanisch eingelagerten bituminijsen Substam zugeschrieben werden.
Einige vorlaufige Versuche hatten die Anwesenheit
von Kieselerde, Thonerde, Kalk, Natron und eincr grok e n Menge Wasser in diesem Mineral erkenncn lasson;
es blieben noch ihre Verhaltnisse zu ermitteln.
Herr
Marquis d e D r 6 c mar so gut einige seiner Stufen aufzuopfern; es gelang etwa 0,4 Grm. sorgfaltig ausgesuchter Stiicke octaedrischer Krystalle zu sammeln, und nur
mit dieser geringen Menge konnte die nachstehende Analyse uiiternoinmeu werden.
Kennzeichen und Vorkoinmen dieses Minerals. Es
findet sich in einem Mandelstein, der in allen Richtungen von schwarzen Augitkrystallen durchsetzt ist , stellenweise eiue braune, erdige, sanft auzufiihlende, dem
Eisenoxyd Bhiielnde Substanz enthaIt , und viele Aehulichkeit mit dem besitzt , welcher den Hyaolsiderit ent-
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halt. Die octaEdrischen Krystalle sitzen in Blasen und
Hohlungen.
Sic sind spriide, ritzen Glas zieinlich leiclit. Ihr
Briich ist glasig und uneben. Das spec. Gewicht =1,9'23.
I n einer Riihre erhitzt, lassen sie vie1 Wasser entweichen und behalten ihre Durchsichtigkeit. Vor dem Liitllrohr schwellen sic auf und scliinelzcii zii einem weifsen
blasigen Email. Mit Phosphorsalz am Platindraht geschinolzen , losen sic sicli ghzlich. Das geschinolzene
Salz wird nach den1 Erkalten inilchig. Mit einer geringen Menge Soda koclien sie auf und geben ein farbloscs durclisichtiges Glas. Salzssure zersetzt dieselben,
selbst naclidem das W a s s e r aus ihnen verjagt worden.
Sie sitzen an einer andern, weifsen, faserigen, warzenfijrinigen Substanz. Diesc Substanz wird von SIuren angcgriffen ; allein bis zur Holligluth erhitzt, wird
sic weirs und vcrliert diese Eigeiisclinft. Sic schmillt
vor der Liitbrohrflainme auf, schmilzt ziiin wciEseli Einail
und giebt init kohlensaurein Natron ein klares Glas.
0,3846 Grin. des octaedrischen Minerals, in kleiuen
Stiicken zuvor bei 80" C. getrocknet; wurden in einein
zugedeckten Platinticgel bis zuin Rothgliihen erhi~zt. Sic
verloren dabei 0,0865 Grm. Die Stiicke waren durchsichtig geblieben, nur zeigten sie hie und da einige weifse
Punkte, vermutblich r o n der oben angegebencn warzenfiirmigcn Substanz, die nicht hattc vollstandig entferiit
werden kiinnen.
Das voin W a s s e r befreite Mineral wurde warin uiit
concentrirter Chlorwasserstoffssure aufgeschlossen; die
dabei ziiruckgebliebcne Kieselerdc, mit kohleusaurein Natron gekocht, hinterliefs 0,021 Grm. Muttcrgestein, so d a h
in Wirklichkeit nur 0,3636 Grm. des Minerals zerlegt
wurden. D i e ferner (nach bekannten Methodcn ) unternommene Analyse fiihrte zu dein Resultat :
Kie-
665
Kieselerde
Thonerde
Kalk
Natrou
Wasser
in 100.
SauerstolT.
49,36
16,77
2564
0,1795
0,0610
0,0182
0,0158
0,0865
431
22,49
0,36 I0
97,96
783
5,oo
--
111
1997
1
10
3
I
8
entsprcchend der Forinel :
3'b;l'Si21-(~a ,
Si4424~.
~ a > 3
Messungen init dem Reflexioiisgoniometer, unternommen von Hrn. d c D r k e und Hrn. D e c l o i z c a u x , gaben fdgende Resultate :
B' zu B' iiber den Schcitel = 76" 30'
B' - B'
anliegend
=111 30
R' - B'
- =lo5 30.
Sie beziehcn sich also auf ein Quadratoctaeder, dcssen Hohe zur Seite seiner GrundflSche nahe wie 4 : 3
(Taf. 11 Fig. 11 und 12). Dic bis. jetzt beobacliteten
Krystalle haben keiue Abstumpfungen der E'cken oder
Kanten gezeigt.
An Stufen dieser Substanz, die Hr. B c r t r a i n d e
LOIU erstanden hatte, beobachtete Hr. d e Dre'e einen
Zwillingskrystall (abgebildet in Fig. 13 Taf. II), der,
trotz der obigen-Messungen, zuin regelinlfsigen Krystallsystem zu gehiiren scheint.
Zu Ehren des den Mineralogen uud Geognosten
durcli seine Arbeiten uber erloschene Vulkane wohl bekanntcn Hrn. F a u j a s d e S a i n t - F o n d schlsgt Ilr. L)ai n o u r T o r , diefs Mineral Fnujasil zu nennen.
YoggcndorIT'a hnnal.
Bd.'LVIII.
13
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