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Beschreibung des Glimmerkupfers.

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VII. Bwchreihurrg
des
G Iinzmerk uifers ;
von Frieilr. E e n e c k e ,
Hiitteneliemiker in G o s h .
Bei eincr noch nicht beendigten Untcrsachung dcr auf
der hiesigen Okerhiitte gcwonncn werdenden verschiedcnen Qunlitatcn derjenigcn Kupferarten, wozu unser
Rammelsberg dic Erze liefert, besonders in der Absicht
angestellt, urn die nachtlieiligen Beiniischungcn aufzufinden, welche das hiesige Kupfer entholten Kann, und verinittelst welcher dasselbe sich als unbrauchbar zur Fabrication von gutem Tafelmeshg und Messingdraht bewcist,
hat diejenige Qualitat, welche him linter Jem Naiiien
3) G Zimrnerkizpfer
b ek annt ist, vorziigli ch m ein e Au fm erksamkeit auf sich gezogen, weil eben diese Sorte cine
grofsere Proportion von den gedachten Beimischungen
zu enthalten schcint als die iibrigen Arten.
Dieses GIimmerltupfer untersclieidet sicli schon durcli
sein iuCseres Ansehen bedeutend von den anderen Kupferarten, und wird vorzuglich beim Zugutemachen der
Verblase -Schlacken erhalten , die beim Verblasen dcs
Scliwarzkupfcrs fallen; in diescn Schlacken finden sich
die Glimmertheilclicn conccntrirtcr als in dcm Schwarzkupfer. Gleichfalls wird auch beim Zuguteinnchen desjenigen bleiisclien Abzugsteins, welcher bci iinsercr Bleiarbeit von dem Abzuge herriihrt, and welcher noch auf
Kupfer verarbeitet wird, ein sehr glimmerhaltiges Kupfer
gewonnen.
Es ist das Glimlnerkupfer oft sehr poros, durch und
durch voller Hohlungen oder Luftblasen von sehr verschiedener G r i i h , welche nur durch sehr diinne WSnde
des Metalls von einandcr getrennt sind. Hiedurch bekornmt solehes Aehnlichkeit mit der Structur des Wasch((
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oder Badeschwammes, oder eincs reclit locker ausgebnkkenen Brodes. Seine Faxbe ist nicht kupferroth, sondern mehr messing- oder vielmehr tombackfarben, und
dabei von ausgezeichnet lcbhaftem, spiegelndem, metallischem Glanze. Es scheint jedoch ein nur aufserst znrter Hauch oder Anflug iiber die metallischen W l n d e gczogen zu seyn, weil bei leichter Beriihrung mit der FeiIc
sogleich die rothere Kupferfarbe zum Vorschein kommt,
und weil in dcr Aufliisung dieses Kupfers in Salpetersaure nur &.&erst diinne Flimmerchen, und kein Pulver,
zuriickbl eiben.
16 Unzen solchen Glimmerkupfers, das aus Verblaseschlacken erhalten war, li5ste ich in verdiinnter reiner
SalpetersSure durch anhaltendes gelindes Digeriren auf,
und die Auflasung cnthiclt nichts als Kupfer und etwas weniges Eisen, viellcicht noch cine Spur Silber;
bci iiiter erneuertcr Anwendung von SalpetersSure blieb
letztere zuletzt aber ganz ungcfsrbt, und es l6ste sich
nichts mehr darin auf; es blieb dann aber ein gelbcr
Ruckstand, der nicht weiter angegriffen ward, welcher
nacli dem Auswaschen und Trocknen 5,12 Quentchcii
oder 4 Proc. des in Arbcit genomrnenen Kupfers betrug.
Diescs ist did eigentliche Substanz des Glimmers, nun
abgeschieden von den Kupfertheilen, in welchen es friiher eingdhiillt lag.
.
Der reine Glimmer bewiefs sich als in hohem Grade
unaiifloslich in mehreren Sauren, und da ich nicht sogleich Zeit hatte denselben weiter zu untersuchen, so
iiberliefs ich ihn dem hiesigen Hrn. Fr. B o r c h e r s zur
ferneren Analyse; von diesem jungen Chemiker riilirt
nun die Fortsetzung des Gegenwzrtigen her. Die von
ihm aufgefundenen Bestandtheile dieses Kiirpers, welclie
bisher noeh nicht alle, als darin enthalten, bekannt waren, diirften fur manchen Metallurgen wohl einiges Interesse haben.
G o s l a r , im Juni 1833.
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