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Beschreibung einer grossen und sehr genauen Wage zum Gebrauch fr Physiker und Chemiker.

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153
3
IV.
BESCHREIBUNG
einer groJsen b n d f e h r gennuen W a g e ,
=urn G e b r a u c h J i i r P h j . J i k e r i i n d
C h e in i k e r ,
v o KI
H e r r n
N. M E N D E L S S O X I X
in B e r l i n .
In e i n e i n Briefs
tYR
d e n Prof.
Gilbert.
D i e beiclen beiliegenden Z e i c h n u n g e n , ( T a f . 111
und IV,) welche v o n H e r r n F. F r i e f e n h e r r u h r e n , ftellen clas A e u f s e r e und das l n n e r e diefes vor
einigcr Z a i t von niir e r b a u t e n I n f t r u m e n t s fo d e u t lich und richtjg d a r , d a h ich mich i n d e r Befchreib u n g deffelben f e h r l i u r z failen k a m . E e f a r c i i t e n
S i e all0 n i c h t , dafs ich d u r c h eirie iiberfliiffige Genauigkeit z u vie1 von dem k o l t b a r e n Raurne i n Ihr e n A n n a l e n verfchwenden w e r t l e ; ich futile m e i n e
Unzulanglichkeit als p r r r k t h h e r A r b e i t e r , ein Inftrurnent dieler A r t auf eine ftir den AIathernatiker
u n d P h y iik er ge n fig en d t: A r t z u be fcli r ei 5 en.
Vorlaufig bernerke ich u b e r diefe beiden Zeichn u n g e n folgendes : 1. D e r grijrsern D e u t l i c h k e i t
w e g e n find in d e n verfchiedenen Figuren tiie!'elhen
T h e i l e rnit denfelben Buchftaben bezeichnet warden.
2. D i e perfpectivifche Anficht
des Ganzen
auf der d r i t t e n Platte e r l c h e i n t n u r 7us der ange:
n o i n m e n e n E n t f e r n u n g d e s Auges von Einein Fufse
V O tier
~
Platte richtig, i n jcder nnclern tlagegen verf c h o b e n , weil die f’erfpcctive clabei f e h r genau beo b a c h t e t il:. *) 5. Auf rler v i e r t e n Platte find die
rerfcliiedenen T h e i l e d e r Fig. 3 i n ihrer natilrlichen
Griirse dargeftcllt.
Der Il’qebalken (Taf. 111) iTt d r e i Furs lang,
und b e l t e h t aus zwei hohlen K e g d o , w c l c h e d u r c h
einen h o h l e n WGrfei v e r b u n d e n find, urn a u f diefe
Art die gr dste S t a r k e m i t d e r geringften h l e n g e
D i e f e r Wtirfel C enty o n M a t e r i e zu veroiriigen.
h d t d i e S c h n e i d e oder S e w e g u n g s a c h r e d e r \\.‘age,
*)
D e r Augenpunkt des Eiltles, welchern gegen fiber,
rechtwinklig auf die IJildebene, in einer Ectfernuog von 1 2 2011 bei T a f . 111, und von 1 0 Zoll bei
TaF. IV, der G e j c h t s p u n k t Iteht, liegt f i r T a f . It1
in d e r Mitte der obern Kandlinie. Fig. 4 und 5 in
Taf. IV haben einen gerneinlchaftlichen Gelichtspunht, dellen Projection das Kreqz mit 4 und 5 be.
zeichnet, angiebt. Der Augenpunkt far Fig. 3 iR
durch 3 + und Fiir Fig. 2 durch z angedeutet.
Die genaue Angabe d e r GeGchtspunkte, i n welchen
allein die ihnen zugehorigen Eiider tiiurchend errcheinen, ift nicht ganz iiberflulfig; fsinde man lie
bei jedern Gernihlde oder perrpectivirchen Entmurf,
To wiirde dern Anlchauer manches rchiefe Urtheil,
dern Kenner abcr die Miihe des Atlfluchens errpart.
Xireends iR a!xr die Gefahr, falCch verftanden zu
w e r d e n , grBCser, a;s bei regelmrlsigcn Forinen,
wie bei Gebauden, Marchinen, phylikalilchen Apparaten, u. dergl.
F. F r i e f c n .
+
I:
I55
I
we!che in D (Taf. I V , Fig. 4 ) Jeutlich zu f e h e a
ift. Sie ift a m zwei Ebenen gebildet, w e l c h e
d a , w o fie fich I'chneiden, eincn W i n k e l von
40°
machcn. Diefe Efinrichtung hat den Vortheil, fo
ficher, als es praktirch rnijglich Xt, zu bewerlcCtelligen, cfafs die Ecivegungsachfc eine gerade L i n i e
j l t , und dafs fie kurchgchends auf einer Ebene aufliegeo k a n a Die Sclineide D iCt a n einem Schieber
c befeftigt, welcher Gch in dein Schwalbenfchwanz e e e verrniltelft cler Schraube E auf und n i d e r be1vege.n Iirst. Auf diefe Art kann man d e r Wage ein e jecle Einrichtung g e b e n , welche ein Beobachter
als leineo AbGchten a m beften entfprechend, vom
Kiioftler. ticgehren mijchte.. Zwei Schrauben b 6,
von denen n u r Eine auf d e r dritten Flatte fichtbar
i l t , dicnen dazu, den Schieber m i t d e r Schneicle D,
i n der einmahl berichtigten Lage, u n v e r r u c k t zu erhalten. Der Wiirfel c enthSlt f e r n e r noch zwei Ge\-jic!ite F , von denen eines an jecler Seite rnit d c r
Schneide parallel liegt, und welche d u r c h die beiden Schrauben n , a, ( d i e man beide auF Taf. III
fielit, auf und nieder bewegt werden k o n n e n , urn
auf diele Weire den S c h w e r p u n k t d e r W a g e auf d i e
erforderliche Art zu v e r s n d e r n , w e n n man die d r e i
Schneitlen, ( d i e iiiittelfte init den beiden Endl'chneid e n ,) in eine Seradti Linie gebracht h a t , welches
beltanrit!ich bei genaueii VJiigungen a m vortheilliaftel'tcn ift..
Die Siirile G ( T a f . 111, und TaF. IV, Fjg. 2 )
trsgt einen Kaften I-I, irelcher in den Wiirfel C hin-
ein g e h t , und diefer Kalten ilt zu oberft init 'einer
einzigen eben gelchliffenen Platte von Achat g verfehen. Auf diefer PIatte r u h t dic Schneide I) bei
f e h r genauen W i g u n g e n , fo dafs dann die Bewegungsachfe d e r Wage eine gerade Linie i f t , die
durchgehen d s in e i n e r Ebene liegt. Keben d e r
Achatplatte enthalt das Stiick H n o c h z w e i Itahlern e halbcylindrifche Schnlen $$, w e l c h e an Schieb e r n . h befeftigt iind, die Gch wieclerum i n Schwalbe.nfchwvinzen i i bewegeo, u n d d u r c h eine Vorrichtung nlit einer excentrilchea Rolle , vermittelit
eines SchliiCfeis am Uoden d e r S i d e G,.( T a f . Ill),
zugleich und f t . 1 ~fanft gehoben und h e n b gelarfen
w e r d e n kiinnen. T a f . IV Fig. 5 zeigt das Jnnere
dieCer Vorrichtung, (lie tlurch eine Stange i( innerh a l b d e r Saule G mit den Schiebern h h d e r Stahlpfann e n f$ ( F i g 2 u. 3 ) vereinigt ilt. Sie genauer zu
belchreibcn, wiirde hier zu iveitlaufig wertlen, hefoonders da fie tlurch jede a n d e r e beliebige Vorriclitung leiclit erretzt werden kann. Sic hat einen (!oppelteo Xutzen. So lange man namlich befchaftigt
i f t , das Gegengeivicht eines Kijrpers z u iuchen,
w e r d e n jene Ctdhlernen. Schalen in tfer tIijhe erhalt e n , i n welcher Lage-fie auch in d e r Zeiclinui1g abgebildet find. S i e allein trzgen alsdanr~die LSrage,
welche dahei Frei genug fpielt, urn d a s Gewicllt (jes
IZorpers bis auf einige Bruciitl~zileeines Gratts zu
g e b c n , o h n e dafs die Schneitle c!ie Achatplatte ber a h r t , und fich vergeblich abnurzt. Werderi als-
dann die Stahlanterlagee herab gellal'l*en, lo legt Gch
f
157
3
die Rrage nicht nur lanft, fondern auch an der ger
hijrjgen Stelle a u f die Achatplatte, und die Schneid e fpielt auf i h r , frei von d e n S t a h l u i ~t e r l a g e n ; in
dierem.Zuftande 1iiCst fich daun d i e Waguiig mit d e r
grijlsteu Schsrfe vollenden.
D i e EndJcIinciden ni 171 rles Wagebalkens find in
A u n d B ( T a f . I V , Fig. 3 ) befeftigt, uncl, wie d i e
ILlittelfchneide, prisrnatifch. Die eine in B ilt i n
einern R a l i m e n n befeftigt, und vermittelft e i n e r
Schraube 1 v o r - u n d rilckwarts z u fchieben, u r n
durch rliele Bewegung den einen H e b e l a r m , Wen=
es erf0rdPr.t w i r d , dcm andern volikornrnen gleich
zu machen.
Ich fage, weiin es e r f o r d e r t w i r d ; e i n
A u s d r u c k , d e r fchon Vielen, welclien ich diefes
Inrtrurnent gezeigt habe, aufhcl, cia die gleiche Ling
at:J e r A r m e bekmntlicli bci tier gewijhnlichen Wa3
ge ein Haupterfordernifs irt. A m E n d e cler Befchreibung wircl es fich aber 1iinl;inglich aufl.1"aren,
da[s fie n u r ejne Sebenbetlingung iEt, &fs es nur
auf die A r t , die W i g u n g zu bewerltftelligen, ank c r n m t , und dafs bei d e r A n f e r t i g u n g einer W a g e
n u r dahin gerehen w e r d e n follte, iie d u r c h Verminderung der Keibung und d u r c h ancfere zweckmXfsig e Einrichtungen fo einpfindlich aIs iniiglich z u machen. Das Eo genarinte EinJpieleri einer WJge
mijchte h i m u n d da Eogar zu v e r w c r f e a Eeyo, da m a n
fich bei g e n a u e n Heobachtungen darauf verlaffen
wiirde, und dadurch zu betrachtlichen Fehlern ver.
leitet w e d e n lionnte.
Das an d e r e Ende A des Wagebalkens
ift mit ein e r Schraube p verfelien, a u f d e r ein kleines Gewicht 0 , in d e r Gertalt eines S c h r ~ u b e n l t o p f e sGch
+ o r - und r i i c k w i r t s fchrauben liifst, urn es d e r Mittelrchneide zu nztiern oder davon zu entfernen, und
auf diefe Art das M o me n t rler Arme ZLI veranclern.
Z w e i frahlerne Zncken h i n g e n a n den Endlchneid e n 1 7 2 , uncl an diefen die Schalen. E i n e r cliefer
Zaclien irt i n Fig. 3 bei L i n ieiner natiirlichen G r &
fse zu fehen.
Der TChgehnZtPr s 0 R P s , (Taf. 111, untl T n f . Iv,
Fig. 2 ) , ein werentiicher Tlieil des Inftrurnents,
jrt cine A r t H e b e l , welcher uin eine a n d c r SZule
befindliche horizontale AchCe Ieicht b e w e ~ l i c liff.
~
E i n e genaue AnGcht del!kltien wirtt die Einricijtung
Iiinlinglich deutlich machen. S e i o Gerchiift ift,
die Schwingungen d e r Wage, wenn fie belaftet tvird,
2u verkleinern, und fie frriher i n K u h e z u bringen
unc! darin zu e r h a l t h . Ein drrran b d e l t i g t e s Gegengerricht S dient, clik elfenbeioernen T r i g " ss mjt eiricm geringen Uebergewjchte gegen den Halken zu
halten. Bei einer jeden Schwingung tler byage yerliifst der eine T r a g e r d e n einen Arm des Balkens,
fntlern d e r a n d e r e von dem Uebergewichte des and e r n A r m s niedergedruckt w i r d ; d a s Ge;vicht s
fteigt und wirkt dadurch d e m Uebergewichte des
finlienden A r m e s d e r Wage entgegen.
Dicfes gegenfcitige Schwanken gefchieht fo lange, h i s heille
Trsger s s (!en Balkan beriihren u n d die Wage in
Kuhe ift.
Es zcigt zugleich dem Beobachter
an,
auF welche Seite die Wage Cch zu neigen hrebt, ohd
n e dafs er die Schivingungen felbft zu beobachten
braucht, welche zu langhrn find, als dafs man lie,
o h n e zu errnilden, abwarten kunnte. D i e geringfte Unterftiitzung des Gewichts S hebt diefes; die
T r a g e r ss Goken, unJ die Wage ift z u r genauen
Beobachtung frei. Encllich dient diefe Vorrichtung,
urn beim erltcn Abw5gen das wiclrige Hin- unrl Herfallen d e r Wage zu verhiiteo.
Der Anseiger ift ein zulammen gefetztes, horizontal liegendes, von der Wage uoabhangiges Mikrolkop, ( T a f . H I ) , welches durch eine Saule getragen wird, die auf dern Tifclie der Wage ruht.
Hs kann i n alle beliebigen Richtungen verCteIlt
w e r d e n , und enthalt ein Fadenkreuz, bei welchem
das Bild einer an dern Wagenarm A befeltigten Scale
r (Taf. IV, Fig. 3) voriiber geht, weon die Wage
ichwingt. Auf diefe Weife wird de r Inindefte Ausichlag d e r Wage merklich, und alle Parallaxe i m
Seh en v er m i ed en.
Die Schctle:z haben die bei feinen Abwagungen
zmeckm2lsigcte Einrichtung, welche fiber dies n6ihigt , die W a g e regelrnafsig zu belaften, wie clieres
das Inftrurnent tlberhaupt erfordert.
Endlich ilt die gaoie Wage noch mit e i n e d
Glasgehaule bedeckt, das hie r urn cler niehrern
Deutlichkejt willen nicht abgebilclet ift.
Man iiberfieht leicht, dafs durch die verfclriede.
n e n Berichtigungen, welclie bei diefern I n f t r u r n e n i e
aogebracht find, die gewolinliche Probe einer Wa-
g e , ich meine das Umwechfeln d e r Gewichte, entbehrlich Semacht wird. Diere Probe hat i h r altes
Anfchen verloren, und wird jetzt von den Katurforichern , welche fich mit fcinen Wagungan berchaftb
Sen, mit Recht allgemein verworfe~i. D i e gute und
w a b r e Art z u wigen irt, w i e Sie wirlen, Lart unrt
Gewicht nach einander auf eine und diefelbe Schalb
Z K bringen, o h n e weiter auf den genauen horizontalen Stand d e r W a g e A c h t zu haben. Erlauben
Sie m i r jndefs, dafs ich hier ganz ltdrzljch diefes
Verfahren a u s einander fetze, urn mich bei jadem,
d e r es njcht kennt, u n d Clem Jjefe Bekhreibung in
d i e Hand kommen follte, zu rechtfertigen.
iMan l e g den z u wiigenden ICijrper, o d e r die
LaCt, a u f die eine Schale uncl helaftet die and e r e rnit fo vie1 frerndartigem Gewichte, z. B.
mit BleiTchrot, 31s erfordert w i r d , die Wage
zurn Schrvingen zii b r i q e n , uncl beobachtet a].+
d a n n an d e r Scale die beiden Endpunkte d e r
S c h w i n g ~ n g e n ; c'as Mittel claraus ik d e r Pu&t,
wohin die Wage i m Zurtaocle d e r R u h e ltomrmen
wiirde. ES ift fogar zcvecltm5kiger, die Schwingungen zu beobachten, a h den ZuTtand d e r Rube
abzuwarten. Nan n i m m t dSdann die Laft a b , und
legt an deren Stelle fo v i d e Gewichte, als nijthig
find, urn die Wage wieder zu d e n r e h e n Schwingungen als bei d e r erften Belaftung zu bringen.
Auf diefe Art crhilt man das genaue Oewicht d e s
K d r p e r s , o h n e auf d i e Fehler d e r Wage Riickficht
nehmen zu diirfsn, welche zu diefem Verfahren
blofs
b1&
cine hinlCngliche Empfindlichkeit haben mu&,
genauefte Refu tat zu geben. Ich habe iodefs
bei rleni von mir ausgefuhrten Inftrurnrnte alle Berichtigungen angebmcht, welrhe n6thig find, um
einen jetfen, der es wilnfchen follte, i n den Stand
zu fetzeo, die Wage b r i m Umwechfeln der Gewichte
Zurn Einfpielen zu bringcn.
Das hier befchiiebene Inftrurnent fclcheint auf
den erften Anblick grofse Aehnlichkeit mit d e r von
UIII d a s
R a in s d e n
verfertigteo Wage zu haben. 1ndt:f'en
werden Sie ails d e r n a h e r n Befchreibung bald die
w e ie n tl i ch en Ver kchi ed en h ei ten e rk e nn en.
Schliefslich k a n n i c h nicht u mh i o , meine Erkenntlichkeit gegen unfern wilrtligen Herrn Profeffor T r a l l e s a n den Tag zu legen, deifen gutigem Rathe bei der Einriclitung dieCes lnftruments
i c h vieles zu danken habe. *)
*)
Herr M e n d e l s r o h n hat diefeo ausgezeichnete
K u n R a e r k bei der diesjshrigen AurAellung der
Akademie Jer Kcnlte xu Berlin dem offentlichen
Urtheile der Kenner unterworfen.
Gilb.
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