close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beschreibung einer monochromatischen Lampe.

код для вставкиСкачать
VII.
E~fchrci6ung einer monochromatt$cclicn t a m p e ,
won
Dr. DAYIDBREWSTEB
*I.
I n einem Auffatze iiber das Sehen durclr geltlrbte Glafer, welclien ich vor Kurzem die Ehre liatte der Gel'clll'cliaft vortulegen machte icli auf die VortheiIe
der gefxrbten Mittel bei mikroskopirclien und teleskopifclien Beobachtnngen aufmerkl'axn Naclidem ich
den grofsen Nutzen kennen gelernt, den rothe und
griine Linl'en zur Eiitliiillung derjenigen Pflanzengebilde befitzen welclie mit Rarker Verp6Teernng unterl'ticlit werden niiiITeii, war ich terniiht, aus diefer
iietieii Tliatl'ache alle Vortlieile abzuleiten die fie mit
ficli zu fiihren Cchien. Hiezu war ee erforderlicli das
Vermiigen 211 bellinmien, womit jede gefonderte Farbe
des Spectrums ein deutlichea Sehen gewtilirt, u n d obgleich icli in meiner friiheren Abliandlung behauptet
hatte ,,dal's es rcl~werwsre, irgend einen Griiiid auf,,zufindcii, weslialb eiri gefgrbtes Medium dem an,,den1 vorgezogon werdcn I'ollte y vorausgefetzt dab je,,des derfelben glciche Mengen von deni homogenan
,,Lichte durchliefeen '' ; fo war es docli wiinlcliene-
,
*)
aur d. Edinburgh. Phllofoph. Joum. Jan. 1824. pa 124
I
99 1
werth diefe theoretifche Anficht diircli einen directen
Verruch zu priifen. Sir W i l l i a m H e r f c h e l *)
hat freilich rchon vor langer Zeit dief'en Gegcnf-nd
iinterfucht als e r auf den Nutzen der gefvrbten Mittel fur Sonnenbeobchtungen Iiinwies, wobei er den
Schlufe machte, d d s jede Farbe des Spectrums ein
gleich deiitliches Sehen zulalTe ; aber feine Beobachtungsmethode, welche darin beRand, einen folgweife
durch jede Farbe des Spectrums erleuchteten Stift,
mittelR eines Mikroskopes zn betracliten, war nicht
darauf berechnet entrcheidende Refliltate zii geben
und lids die Frage in ihrer ganzen Ungewifslieit
zuriick.
,
,
Urn genauere Anzeigen zii erhalten, die bei Anwendung auf praktirche Gegenrtrnde keiner Mifsdeutung ausgefetzt varen machte ich mittelR eines Prismas yon Rark zerltreuendem Vermiigen u n d Y o n grolsem Brechungswinkel, eiii Spectrum von einer leuchtenden Scheibe. Ich unterluchte darauf dareelbe
durcli eine Menge verfchieden gefilrbter fowolil fefier als fliilliger Mittel, uiid benierkte die Grafee u n d
GeRalt des Bildes, in welches es verwandelt ward.
Die Vollkommenheit dieles Bildes oder feim Begrtinzung in Richtting der Lgnge des Spectrums, mar fur
das Licht, aus welchem es gebildet war, eine genane
und unzweifelhafte Probe reiner Taugliclikeit ziirn
deutliclien Sehen.
,
,
,
Bei diefer Beobachtungsmetliode fand icli dafs
man yon der leuchtenden Sclieibe weder ein Llaues
*) Pliilofoph. Transact. for 1800.
G!?
c
100
1
noch ein @nee Bild mit Deiitlichkeit heroorbringen
konnte, uiid d a b wohrl'chcinlich niir von dem rothen Theile dee Spektrunis ein folcher Effekt zu erhalten war. Als icli ein purpurfarbenes G h anwandte bemerkte icli, dafs der mittlere Theil der rotlien
Zone eher a19 die didseren Tlieile a b b b i r t ward, fo
dars nnliatt eines rotlien Bildes zwei 8anz gefchiedene
u n d leidlich deutliclie ficlitbar waren. Bei eirier gr6fseren Dicke der Platte ward jedoch der breclibarfie
Theil des rotlien Bildes nbl'orbirt find der am wenigRen b r e c h b ~ r oAntheil ddelben blieb in dern Zttfinnd eiiier vBlligeii Dcutliclikeit iibris.
,
Obgleiclr icli Iiiedurch lnin deiijeiii~enTheil dee
Spektrurris befiimmt lirttte, wel~lierGcli ziim deutli.
clieii Selieii am Meiftcn fchickte, To war dennoch die
Liclitmenge, wclche vor der I T o l a t h der tiiifsern
rothen Strahlen ver~iiclitetward, To grofs, dah diefe
Bcfiimnmnii~ w m i g prakiiMiell Nutzeil verfprach,
n ~ l s ~ c ~ i o r i i n ieetnw a die Fiillc, in welchen man dic
UnIriCe eines Gegeiifiandes 211 beobitcliten liiitte.
W ~ r es
c mijglich gewefen voii den1 Spektrum die
Ieucliteiidfien Stralilen 10 vollkommen zii iloliren,
als einige Bidsere der rotlien, To wiirde die& ein betrYcIitliclier Vortheil gewel'en feyii. Icli Lobe aher gefuiiden, dafs diefs ganz nnthunlich ift, iind wags 211
behanpten
dnl's die Abfcheidu~ig des Iibmogenen
griiiieii oder gelbeii Liclites von irg,end eiiicr betritchtlichen Intenlitst, diirch keiiis der gegeuwiirtig bekaniiten gefiirbten Media bewirkt a e r d e n kaniii
Iiiden icli deslialb alle Hoffnung aufgab von einem Sefiirbten hlrdiubl irsend e h e wciterc, als dio
[
101
I
vorhin bernerkte Verbefhiing fiir die Mikroskope zu
erhalten, fie1 es m i r bei, dafs der beabficlitigte Zweck
z ~ erlangen
i
Ceyn miichte, wenn man diirch Verbrcnn u n s brennlicher Subfianaen eine liornogene Flamnie
ziir Erleuchtung der mikroskopifclien GegenfiBnde,
erzeugen ktinnte.
Es ilt langs bekannt , dare eine grofse Menge YOU
honiogenen gelben Lichte hervorgebracht wird, wenil
man Eioc1il';llz oder Salpeter in die weifse Flonime einer Kerze, oder i n die Llaue und weifse Flamme des
brennendeli Alkohols bringt 3. Jedocli ift ein auf
diefe Art e r z e q t c s Licht rnelir fiir einen zuf~lligcn
Verliich gclcliickt als ZLI einer dauernden Quelle der
Erleuchtiing, nnd bei den ungel'iinden Diinipfeii
welclie wfilirend der Verbreiiniing diercr Salze etilwickelt werdeii wiirde ich ruicli I'elbll diel'er Metliode ein Selbes Licht zu erhalten niclit bedienen.
,
,
,
Nacli viclen niiilievolleii und vergeblichen Verluehen fand icIi, dafs die meillen Kiirper, bei welclien
die Verbre~iiiung unvollkomnicii ifi 2. B. Pnpicr,
Leiiiwa~id,Baumwolle etc., eiti Liclit geben, i n welclicm die gelben Strahlen vorwalteo, dafs die l'vfeiige des gelben Liclites mit der Feiichtigkeit diefcr Kijrper wSchfi, u n d dals eine grijl'scre Meiige delTelben
Liclites erzeiigt wird wenn verl'cliierlcne Flatnmen
rneclianifcli durclr ein LGthrohr odcr cinen BlaCebalg
aiigefacht werden. Da die gdbeii Strahlen duroh ein
,
,
' 1 Hr. Hcrkhel hat mich brlehrt, dafs auch der Schwefel bei
einer gewiKen Stufe feiner Verbrennung eiti homogoner gelbes
Licht crzeugt,
I
102
1
unvollkommnes Verbrennen hervorgebracbt zii werden fchienen, fo fchlot ich, dab der rnit WaITer verdiinnte Alkohol diel'elben in griirserer Menge erzeiiSen wiirda, als der vollkommen wderfreie und der
Verhch, den ich darauf machte, gelang fiber meine
kiiIinRen Hoffnungen. Die ganze Flamme rnit Ausnahme eines geringan Antheils von blauem Lichte,
war ein fchanes liomogenes Gelb welclies bei UnterLChi1ng rnit eiiiem Prisma zwar fchwache Spiiren
vom Griinen und Blauen zeiste, aher nicht die geringfien Stralilen eines rothen oder orangefarbenen
Lichtee. Die griinen u n d blauen Strahlen wclche
die gelbe Flamme begleiteten liatten verhAtnil'smafei8 fo wenig Intenfitst, dars he bei dem Prozefs der
Erleuchtung und VergriXserung eines zu unterfaclienden Objektee verl'chwanden, und Ielbfi wenn Ee
auch in griifecrer Menge vorhanden gewefen, Co wfirde es leicht Ieyn Go mit einem Ma1 durch Hiilfo eines
gelben Glares ZLI abforbiren und dadnrch die Lampe
VSllig monocliromatilch zu machen.
,
,
,
,
Nacli niehreren Verfuchen iiber das Verbrennen
des verdiintiteti Alkohols, fand ich, d d s die Entwickiung des gelben Liclitee griifsteiitheils von der Natur
dee Doclites und der Schnelligkeit abhxngt mit der
dieres Fluidiim in Dampf verwandelt wird. Ein Stiick
Schwanrni iiiit eiticr Anzahl Iiervorragender SpitZen,
vertritt die Stelle dee Doclites befTer als irgend eine
andere Siibfianz, iind dann wird die Entwicklung des
gelbeti Liclttes noch vermelirt wenxi man unter den
Verbrenner eiiie gewiihnliclie Spirituslamp fetzt. Utn
zti bel'oitdcreri Zweckeri eiri reclit ltarkee Licltt eu be-
,
,
kommen, verband ich mit- der Spitae des Verbrenners eine Vorrichtttng von Drahtgewebe, welches, indem es fich vertikal urn ein Chnrnier drsht, oder
dnrch eine Seitenbewegung ungefahr einen halben
2011 oberhrlb des Drahtes in eiiie horizontale L a p
gebracht werden kann. Sobald es rothgliihend geworden iR, I& man es bis zur Beriihrung mit dem
Schwamm hinab gehen wodurcli ea den Alkohol
Ichnell i n Dampf verwandelt und eine reichliche Entwickelung von gelbem Lichte erzeugt (Fig. 5.)
,
,
Werin ein Rnrkes Licht anlidtend erforderlicli
iR, fo Gnde ich, d d s es Vorzrtg verdient den Docht
viillig bei Seite zu fiellen und den verdiinntcn Alko1101 laiigfam von dem Rand,, iiacli dem Boden einer
holilen SchiifTel yon Platilia Iaufen eu lagen, welche
letztere man niittelrt einer darunter BeRellten Spirituslampe rehr lieif's erhalt. Der Boden d e r Platinfihiifl'eel mufs rnit einer Anzahl hervorragender Spizeen verfelien werdon daniit das Fluidum, welclios
mit ilini in Beriihrung kommt in recht vielen h 1 k ten der Wirkung der erhiizten 0berflache ausgefetzt
ifi (Fig. 6).
,
,
Naclidem die Lampe eiiiitje Zeit gebraiint hat,
bleibt ein Antheil von nicht verdanipftern WalTer, gemifclit mit ein wenig Alkohol, in einem Cur Verbrennuns untauglichen Zuftiliide arif dem Boden der
SchiilTel zuriick. Diel's WalTer kanii mit eineni
Scliwamme fortgenommcn werden oder man kann
auch Line Anhiiafung verliiildera , wen11 man eiiicii
Vorratli von reinem Alkohol hat, iriit dem niatl die
,
erfchiipften Krltfte des verdiinntev Fluidurns wieder erneuert,
Dio rnonochrometiQhe L a m p in alsdagn vollmdet ; Mi werde keine Zeit verlI,er<n Ge ziir Erleuchtiuig mikro skopihher Gegen fisnde anztwenden. Die durch fie erzeitgte Wirkuii6 h a t rneine
ErwaTtuna bei weitem iibertroffen. Die Bilder des
kleinflen Pflonzenbaues iyaren gonag tin4 deutlich
un4 das S,elien in jeder HinGFht uollkommner als
es Ceyn wiirde, wemi alle Linfen des Mikroskopee
di!r*il deli gefcliickteflen Kiiqfller d i g scLromarirch
gemaclit wordeq wtircv.
,
Die manochroqatifche Imnpe findet unabhanBig van i h r e v Gebrrucl: fur mikroekopirclie Beobachtungen
, eine suugedehnte
Anwendung amf verZiveigc der Kiiqfio niid WiKenl'cIiaften.
A h 2. B. in gewilTen 'Ftillen de9 uiideiitliclicn Sehe.113,
VQ dmreh Trennypg der Fibern i s der KryCtalllinCs
eille Anzqlil gefsrbter Bilder entficlit werden die
prismatilchon Forben, welcha das Haiiptbild yerniclrleten, dnrch ein homogenes Liclit \Veggenonimeu
a d dadiircli d43 Selien yerbdert. Ferner: zur Erleuchtnng 3- Fadai der PaKageinfirumente mid der
Mikrometer ; bei Grsduiren der Limbus getheilter
r Kertenlicht
Infiniinente .wdches g ~ ~ e i n i g l i c lb.ei
(ydcliielit ; zuy Ablefttng derfeiben Theilungeu bei felien Beobnclitiingen ; ziir Bildung vgii Signalen bei
tri6onolnetriCcIien VermeITungen; zur ErhaltuIig gonauer ulid gleiclif6rmiger MeITiinyeii des Refraktioneverm~gcns; zur R/lelTung der TrennwiS der bei-
folkhme
,
,
t
405
1
den LfolLtbitndel bi KryRallen mit dop'peher Strnh,
lenbrecliung ; zur Befiimmung der Fokallange den
Linfeii; zur Beobaatung VerfchiodeneT optifoher EFfcheinungen, bci denen daa Liclit zerfetzt mjrd; nt+
allen diefeq; un3 im Allgemeinen 011 alleii zarteu Arbeiten bei welclien ein deut&clxes Gelleu wefentlicl+.
in, wird die Anwendung einer h o r n o p e n Flamme
den ausgezeic11netTkn Nutzen leifien.
,
Fig. 6. aeigt eine Form der. rnonocliromatihhen
L a m p , warin A das Refervoir fur den verdiirinten
Alkohol bezeichnct, aiis welcIiem dierer diirch das
Rolir ABCD au dem breiten Docht E' herabfliekt,
welcher letatere g ~ m & i ~ l i c h(111s Schwaqm befiaht.
En Rqhmen von Drrhtgewebe E bewegt h l i i n einevi Cliarnier, Co dafs er cber die Flamrno geb.mchtt und wenn er erhitzt ifi, auf dio Flsche dee
DoClitee niedergelallkn werden kann. vorttefflicbe
Doclite loren Gcli aiich a w cancentril'chem Cylindern von diinnen Glimmer oder Platinn - Bkttchon
verfertigen.
-
Fig. 5. Rellt
Form der L a m p ganz
ohne Docht dar, bei dcr der verdiinnte AlkoIiol in
einer flachen Schale M N von' Platinn odcr einem ondern Metal1 verbrennt.
Letztere kann To p m a c h t
feyn dofs fie eine geringe freiwillige Oscillationsbeivegnng befitzt, urn doduroh das Fluidiim auf die
erliitztgn Hervorragungen des Platinas eu hringen.
Eiue gewiihnliche Spiritnslsmpe OP in e h e m Geh3ulb eingel'cliolTen t ifi unter der Platinfchnle M N
angebracht uni dadiirch eine hinreicliende Hitze
,
,
eirie andre
c
m6
f
sur Yerwandlung des verdfinnten Dkohols in Dampf
henorzubrin-gen. Ein S&orn&in oder Cylinder
won blafsgelbcm Glare kann Gber die Flamrne gefiellt
werden, wenn man dadurch glauben rollte dio kleinen Antheile von blauem Lichr en abrorbiran, welche die gdbe Flamme beSleiten.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
288 Кб
Теги
monochromatischen, lamp, eine, beschreibung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа