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Beschreibung eines am 13. M3rz 1833 in Cambridge gesehenen Nordlichts

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den scyn; allcin ich Iiatte Gclegcnticit sic vor cinigcn
Jalircn auf die deutlicliste Wcisc und zu wiederholteu
Malcu an den Augen eines zchnjYhrigrn Knaben zu h o b aclitcn. Die Farbe war hellrolh :nit cinern Stich in's Purpurroflie, docli vcrmochte ich nicbt zu ermitteln, ob diesc
Farbe mit zunehmenden Jahren sich vcriindert habe.
Es gclang mir, eins der pr5parirtcn Exemplarc vom
Tapetum cines der vorliiii erwahuten Ochstnaugen aufzufinden, welchcs fast zwanzig Jahrc lnng aufbewalirt worden war. Jin trocknen Zustande war es scliwarz wie
Kohle, und deunocli konnten die blaucn untl griiucn Farbcn der vorhin erwshnten Membrane durcli bloke Eiutauchuug in Wasser mit all ihrer ursprunglichcn Lebiiafliglreit wieder aufgefrischt yverden.
Es ist ein sonderbarer Umstaud bei den so hervorgcrufenen Farben, dafs sie, obgIeich sie anscheinend die dcr diiniicn Platten sind, aus dcm Schwarz uiilnittelbar in das Blau
uud Griin der zwciten Ordnung vorriicken, und alle dnzwischen liegendcn Farbm erstcr Ordnung iibersclilagcn.
Diesclbe Erscheinung zeigt sich bci den Schwanzledcrii
des Pfau's, bei dern Gefieder anderer Viigel und bciin
Labrador. In eincr kiinftigcn Mitthcilung hofk icli cine
gcnugende ErklSrung von dieser mcrlrwiirdigcn Coutinuitiits-Unterbrechung gebcn zu kiinncn.
VI. Besciirt43ung cines a m 13. Miirz 1833 in
Curribridge gc.xhenen Nordh'chts; IWL G. B.
Ail'y.
(Phil. Mag. Ser. 111 Vol. N p. 315.)
Am
13. Msn d. J. Abends wurde zu Coinbridge eiii
wolil ausgcbildctes Nordlicbt gesehcn. Es wurde ctwn
nni 8; Ulir zucrst bemerkt (eiuigc Minuteii friihcr war
nichts Bcmcrkcn&wcrthcs sichlbar), wo es als cine danklc
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Wolke, oben mit einem breiten hellen Rand, erschien.
Die Grlnzlinie des oberen Randes ging ein wenig unter
dem Polarstern und der Venus hinweg. Auf drei Personen, welche diese W o k e dainals sahen, machte sie den
Eindruck, aIs ware sic undurchsichtig. Kurz hernach
(wahrscheinlich zwischen Sh 35‘ und 8” 45’ Cambrirlger
mittl. Zeit) gewahrte man, dafs der hellc Rand sich in
Streifen zu zertheilen anfing, und dafs sowohl durch den
dunkeln wie durch den hellen Theil Sterne sichtbar wurden *). Um diese Zeit ging der obere Rand der hellen
Zone oder das obere Ende der Streifen etwas iiber den
Polarstern und ungcfshr zwei Grad iiber die Veilus hinweg. Die LYnge der Streifen betrug hiichstcns 6 bis 7
Grad. Unter der Venus bildete sich nun ein hellcr Fleck,
welcher sich wshrend der ganzeu Erscheinung fast permanent in dieser Lage crhielt. Kurz nach ihrer Bildung
waren die Streifen gekriimmt, mit der Convexitat gegen
Westen; spaterhin wurdcn sic geradlinig und in ihrer Richtung fast senkrecht auf dem hellen Rand (vielleicht weil
sie von dieser Riclituog gegen die Richtung einer Verticalc ncigten). Wlhrend diesc Streifen iistIich vom POlarstcrn beobachtet wurden, zeigte sich iiber ihnen einc
Slernschuppe, und die Richtung ihrer Bahn coincidirte
mit dem Interval1 zwischen zwci Streifen, doch waren
wir ungewit, ob sie sich ihnen nlherte oder von ihnen
entfernte.
Sehr merkwiirdig war die Seitedewegung der Strcif e n **I. Einige blieben stillstehen (veranderten blofs ihre
Llnge) bis sie verschmanden; keiner der Streifen westwarts von a Persei machte hiervon eine Ausnahme. Allein zwischen dem Polarstern und a Persci bewegten sich
vide der Streifen, sogleicli nachdcm sic wohl ausgebildet
waren, stetig und gleichfiirmig nach Westen, kcincr von
* ) Vwgl. Annal. Bd. XXII S. 454.
*‘) Ebcndasclbst, S . 457.
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ihncn in cntgegengesetztcr Richtung. Icli kann nicht behaupten , dafs einer von ihnen sich vom Polarstern bis
a Persei bewegt hitte; doch rnelire von ihnen bewegten
sich durch den grofseren Theil dieser Strecke, und mit
einer Geschwindigkeit, welche sie (nach mehren Zeugnissen zu urtheilen) in 21 Secuntlen voin Polarstern iiacli
a Persei gebracht haben wurde. Die Streifen gingen gewiihnlich zu vier oder fun€ in Gescllschaft. Eiumal karn
ein fortriickender Streifen in Beruhrung mit einem, der
entweder stillstand oder sich lanpamer bewcgte ; sie vercinigtcn sich und bildeten einen breiten Streifen, der weiter vorwsrts ging. Uicser Vorgang wurde einmal mit
Deutlickeit (von einem der Beobachter) und mehrmaIs
zwcifelhaft walwgcnornmen. Diese Seitenbewegung ist,
wie ich glaube, noch nicht geiiug hervorgehoben. Einst
(9. Oct. 1830) sah ich eine Masse von Streifen, die sich
iibcr 30° dcr Lange erstreckten (gemessen langs dem
hellen Bogen) durch dreifsig bis vierzig Grad im Azimuth, aber von W e s t uach Ost , bewegen, ohnc merkliclie Verandcrung. Am 13. M a n erstrcckte sich die
ganze Erscheinung wenig ostwiirts voin Polarstern. Weuige Minuten Tor 9 Uhr fing dcr Bogen an sich in Massen zu zerthcilen, die a11c von fcdriger Structur waren.
Eine, die bald erloscli, staiid beiin Polarstern, eine andcrc vor der Cassiopeja, eiue drittc bei und unter dcr
Venus; die beitlen letzten erhielten sich noch bis 9+ Uhr,
und verscbwanden (fanil, wie cs schien, allidig. Am nordwestlichen Horizont blieb ein belles Licht, doch ohnc
Xogen odcr aufsteigende StreiFen.
Diefs Puordlicht inachte auf die, welche es sahea,
unwiderstehlich den Eindrrick, als habe cs irgend einen
Zusammcnhang lnit den W'olken; doch ist es nach der
ungelueinen Klarheit dcs Abcnds und dcr g;indichen Abwesenlieit von Wolkcn (aufser der, aus wekher das Nordlicht zu entspringeii scliieii) wahrsc~lieinlicb, dafs, wenn
cs sehr hoch stand, von viclen Pcrsoncn an entfernten
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Orten geseheii wordell ist.
Der Wind war OSO, miikig; vor Sonnenuntergaug schien in den oberen Luftregionen ein nijrdlicher Stroin zu lierrschen. Das Earomcter stand auf 29”,5 und Gel, das Thermometer zeigte etwa
33O F., die Luh war sehr trocken.
VII. Fernere Methoden zur Messung dcr Starke
des Lichts.
I m neunteu Heft des Iaufenden Jahrgangs (S. 1SG dicses
Bandes) .der Annnlen theilten wir die Eeschreibu~ig verschiedcner in neuerer Zeit vorgesc,hlagener Photometer
init; gcgcnwSrtig wolleu wir deiiselben noch cinige hinzufiigen, zuni Bcweisc, wie fiihlbar das Bediirfnik, die
Intensitiit dcs lJichts init Genauigkeit zu messen, von jeher unter den Pliysilicrn gewcsen ist.
1) A s t r o m c t e r des U r n . A.
v
IIurnboldt.
Bereits im 7. Bnnde dcr Gilbert’schcn Annalen,
S. 317, sind cinige der rnit diesein Jnstrumciit erhaltencn
l\esulhtc uber dic LiclitstSrlie siidlicber Stcrne angegcben worden, indefs ohne Bcschreibuug der einfachen uiid
sinnreichen Mcthode, durch wclche sic gefunden w urden.
Da diese indek eiucr leichtcu und mehrfachen Anwendong ftihig ist, und sic iiberdiefs nicbt schrint so allgemein bekannt gcworden zu seyn wie sie es verdient, so
wollen wir hier diem Lucke amzufiillcn suclien.
Bekanntlich ist jcdcr Sextant mit zwei g e p n seinen
Limbus senkrechten Spiegeln versehen, einem kleineren,
der unverriickbar am Rande einer dcr Speichcn des Instruments bcfestigt ist, und einem griifseren, der in der
Axe auf der Alhidadc steht und wit derselben herumgcdreht werden kann. Stelit man die Alliidode auf den
Xullpunkt der Theilung, wodurch dic beidcn Spiegcl in
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