close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beschreibung eines Apparats zur Analyse der zusammengesetzten brennbaren Gasarten durch langsames Verbrennen und Anwendung desselben zu Versuchen ber das Gas aus Steinkohlen.

код для вставкиСкачать
u.
Brfehreibiing eirres Apparat.c zur A n a b f e der
zufarnmcng~ecztenbrennbareu Garurtcri durclr
langjumes Verlrennen. und Anrumdung deJe&rt
Sib Vt+clren
iiber das Gas uus Steinkohlen,
von
W I L L. H L H A y , D.M., ViceprX der gel. Gel:
zu Manchefter.
Frei zufammengezogen von G il b e r t ').
D i e Zerlegung der am WaZlkrltoff.und,Kohlenffoff
zurammengel'etzten verbrennlkhen Gasarten ilt eine
der fchwierigffen in der ganzen Cliemie, und der
Quellen yon Irrthiimern find dabei fo viele, dafs
wir bis jetzt hierin nur Anniiherungm iind WahrI'cheinliclikeiten befitzen. Die folgenden, Unterhchungen lbllen mehr einige diefer Schwierigkeiten wegriiumen, als entkheidende Thatl'achen iiber
die hierher gehiirigen Streitfragen liefein, wozu ich
nicht Zeit genug ouf fie habe wenden kiinnen.
Wenn man einen Pflanzeiikiirper in der Gliihehitze deftillirt , Ib gehn die Beliandtheile deITelben
neue Verbindungen ein, unter denen mehrere Gas*) Nidi der BiCC. bricnnn. Vol. 41. und' dm Philofoph.
Trarrsacr. oJrlrc Roy. SOC. of London for 189. c.
nrten find : . X.nltlet@rcs Cas oder. garf;;rmiges
f i o h l e i J E o J o ~ p i , Kohlcn WaJc.JtoJga.t, C I A
c-:~.xugende.v
Gas, lint1 gegen Ende des Procefles
aucli rcines WaJerJ1oJgas. Nie vicllcicht erhiilt
man hierbei eine di&r Gnsarten allein und viillig
rein. Dss ljjecif. Gewicht dcs erzeugten Gas durchIiiuft alle Grade, dercm dicfe KlafTe von Kiirpern
fi!iig ifi; und boini Verbrennen gicbt es fchr ver-.
Ic!iicdune Rcfultate nach Verfchiedenheit der Ternprratur, der Zeit w a n man es aufgefangen hat,
I1:itl iihnlichcr Umflntle.
Es ifi eine fehr interel:
l*i~:~:c'Xragc,ob dielbs in fcinen phyfikalifchen und
r+emifchen Eigenl'chaften To verfchiedno Gas eine
B i c q u n g voa mehrern L'chon bekannten sasfiirniip n Ver1)indungen aus zwei Befiandtlieilen ili, oder
ob 'die Ut?!!andtheilc defielben licli nacli unleffimntt i!n 31i fchuogsverhd tnilien verbinden, und vielerlei
dreifache Verbindungen aus SauerfiofF, Wamerftoff
uiid Kohlenfioff bilden kiinnen. Jla hieriiber bis.
jt?:zt noch nichts bewiefen ift, fo wird es niir erh u b t G n p , die folgenden Verfuche nach der erllrirn Hypothere zu erklilren , welche mir die walirLr:ieinlichere EU fey. diinkt *).
-
4
\
'!
tho. I: a n r y warm clic Untcrfucliungen H e r t h o 11 e t's
unil T b o m To n'r iiber dierc Gasarien , wi:lclie ick clem
Lder in diefra Anttalcti Jahrg. Isin, .V. I:. Ii.4. S.390 F.
wii;ctheilt hrbu. noeh nicht bekmnr. Er l i i i didc Hypot h c h iimftiindlich aiisgethbrt und drrzuihun geriic1:t in cim r Abhandlung , weIcbe man in diefen Aiina/en .I. IXO(;,
U. za. S. 58 nrch meiner freien Cenrbcitung finilct; 1ir.
1; e r tho 1 l e t nirnmt a d lie in I'eipen I:::terlLrliung~m beLontlexs KiickEckt und b c l i t lie xu widerlcyn. G i . ' l s r i .
[
3
5Gr
M a n h t bis jetzt diere Casarten blo; imVo1t;l'fcchcn Eudionieter duich Dkkoniran und TcIinellt~s
VexLlanncn niit SaucrFoffps iiLer Quec!cii!bcr
analylirt , und man nhhm an, d a b dalei'aher Kohlcnlioff ficli in1 X a . ~ i m oxygcnire
o
und 'in kohlenh i r e ; (;its, kcin Theilchen d'eflelben in gasfiirniiges
Kohlenftoff'oxyd vekandle ; welclies iodefs vieL
leiclit in manch'en Fillen vhn der Walwheit abweicht,:und lich durch'
FEigunS der verzehrten Ges- .
arten 'und der Producte, die man erhilt, m i k e
ausmaclien lalfen.
'
Die'folgende Tefel entliglt die Rerultate diefes
i'chneilen' Verbrennens der wenigen brennbaren
Gasaben, welche lich, wie es l'cheinr , fir verfdiie,dene 'Arten nehmen lan'en. : Ich entleline Gc ;ILIS
den Verhchen C r u ic k Th a n k s und D a 1 t,o n's.
zoo MIaafr
,
Specifil'cbcr
(iewicht')
crneliree gebru JaauerlioE mic kohas
I d . Gar
,bforprion
tim Uetoiren
Oehlerxeugendrs Gar
0,909
zoo M.
Sumpflufc
0,600
200
GasErm. Kohlenltoffonyd. I
WafImrRoRgar '
L
55
o,a4
'54
Die Entziindlichkeit und die Helligkeit im Verlrennen der zul'ammengefetzten brennbaren Gasarten find der Menge von Sauerlloff direct proportional, welche fie dabei verzehren. Das iihlerzeugende Gas verbrennt daher auf die glinvendfie Art;
'1 Das der rtmorphiril;.hn tufc glci+ x gekrzt.
[
362
3
die Sumpfluft giebt noch eine zienilicli dichte Flamme ; die beiden andern Gasarten End zur Erleuditung unbrauchbar.
Uei rneinen vorisen Verfuclien init dieren Gasarten hatte ich wenig Url'ache, in die Kefiiltate forclier AnalyTen Zutxaqen ,zu h e n ; Co vatiirten
iurseiortientIicli; in einigen Fillen. rclilug licii beim
Detoniren Kolilenfioff nieder ein oilbbarer Beweis ? da.l; der Kohlenftofl nicht inirner vollliiinclig
oxygrnirt wurde. FA I i k t lich iniiiier nur eine
kleine Gasmenga ruf clief'u'ht beliandelii, und nian
.Iiuft Gefahr &iCt die Glasriihren xerrprengt werden, wclches mir ii;cIiriiiib I;t+nnc?t ill. ich ruchte
8.
dahei %inVeihhreri a:,?;' d k vori clicl'en Mingrln
frei iff ,''ukd nach me&maIiger Abarideiung und
Verbelrerung bin ich b d fdlgendem Apparate gebli eb en.
Die Leiclen Glascylitider oiler Rccipientcn, der
griil'skr'e Fiir'dasSauer.;kd$p beliiuirntc 6 b ,'Tar.111.
F I ~I .uncider !&inere 9 ir,,itiie1cIieai G C I*(10s
~. Irennbare Gas bcIindct 5. 1teI;n i i t einantlef durch die
gekriimmte Glisru#re ss;- dtren Durc1inielTi.r nicht
untei -:s ZolI betragcn'rnurs ? in Verbindung; aa€
dern obern Ende J i c h lldire ifi cin eil'erner Kopt'
aufgekiittet , durdi den ein Loch g'?Lohrt. d1., das
nicht iiber &.zoIl wcit kyndarf; das andre Endc
hat- einen .l\ing, i n . den Jer Iialin 'r eingel'chraubt
wird. Der kleincrc Eecipient hot eine MeIlicg-.
kappe rnit.einem EIaIin., und 'in I'einem ~ o d e ni w e i
kleincLiiclier w r y , durclivelclic da M-aliiir aus clern
,
[
563
]
griil'sern Glare a n , in: welchem er :liehc; %Xhg
einfliehen kann. h d i d e m er' rnit dem herlnbarca
Gas gefiillt worden, befeftigt man ihn.im u e h (jleli,
diirch die AeilfGrmigen Stiicke Kork mv.. Auch dig
mPAIingne Kappe e des griifsern HecipiPnteti:ifcriii6
eineai I-[alinj'verl'ehn, in den Iicli der Melhgdruht
g g einklirauben Idst, welchel: .aus .zwei in cia
Querliiick eingeTcliraubtcn Stucken 'bclieht, damill
man ihn nach Willkiilir verlingern uad veskiinar
in welcbein dider?
kiinne. Durcli den. Ariii d d ;
hcipient a n deni Gelic-lie c c L'chwebt , liil'st er Cch
mehr. oder weniger tief in die pneumafikhe Vl-anns
u a eintauchen. Man punipt ihn auf eincr Lafro
pumpe IuftIeer, fiillt ihn mit SauerffoRsas; verfchliefst die OefI'nung mit einem naflen h i e F uiitl
fetzt ihn dann .fchnell in die pneurnatiraha WPdne
iiber die Huiire t ; welclics lich niit ein wenib W&
bung L;, vcrrichten liilst, dals dabei nur venig rtbioi'
fplilril'clie Lul't hinein kiimnit. Dann fchraubt:man
ad den Hahn J ein Gears, das zum -4ufnehmen
von ets& Sauerfioffgas des Recipienten- b e f h m t
ifi, lil'st etwas von dem Gas hinein, urn dieks eudiometriTcli zu priifen , iind raugt mit einem Hehcr
das WaKer in den Recipienten bis en eincrJchicklichen Hiihe a n , damit das Gas fich h i m Verbreni
aen ausdehnen kiinne , ohne zu.entmeicheo. Man
verhindet darauf den Hauptleiter eincr Elcictrifirnial'clune mit .Jem Hdin $, ..litst.:einenr Strom
electrircher Funkcn von g nacli c iiberfprinsen, und
iiffnet die Iilhne q und I * ? nachdem man m v o ~
dcn
c
364 1
WaKerfiand in dem Glare n n rnittelR der Iiihne :c
und '2 To regdirt hat, dafs das brennbare Gas in
dem Recipienten o w unter einem hinlanglichen
Druck von Walrer heht und bleibt. Das Gas
Itriirnt dann in den Recipienten I b ein, und wird
von den electrikhen Fiinken entziindet , woraiif
man das Glas n n der Wanne 4 0 etwas nilicr
riickt , damit der GnopF t niclrt unter den1 Kiigelchcn des Drshtes g blcibe. Das Verbrennen kilt
fo lango an, bis entweder alles brennbare Gas verzehrt ilt, oder man die HEhne q und r zudreht,
welches auch in1 erIlen Pall gel'clielin mul's. Man
fchraubt dann den Recipienten o o 10s. wobei der
Hahn r verhindert dab nicht das Gas aus dern Recipienten b b entweichc ; befeuchtet diel'en Recipienten mit einem Schwamm, urn ihn zu erkalten;
bringt ein kleines recht emphndliches Thermometer hinein, befiimmt $it? Teniperatur iind das Vo-:
lumen des Gau, wenn das Tlierriiometer einen bleibenden Stand mgeiiuiiiiiien hat, und reducirt das
Gasvolumen durch Heciinung auF Goc I;. Eodlicli
Gfst man das Gas des Hecipienten in ein a u f l aufSefchraubtes Gefifs fieisen, Iafst iiber der Quecklilberwanne durch kauliifche Iialilauge alies kohlenIaure Gas daraus ablorhiren, rcliiittelt den Gasriicknand mit Sclrwefel-~~alIerlioB-Gaikunter h o b aclitung dcr von Dc M a r t i angegebenen Hcgeln
der Vorficlit, und findet fo die Menge tles riickfiindigen Sauerltolfgas. Diere von clcr anfanglichen alqezogea, giebt die &ngs des im Ver-
,
I
c
365
1
brennen verzeiirten Sauerltoffgrs. Bei allen diefen
Operationen miiflen die Gasarten. auf den mitttern
Lulidruck von 30 engl. Z d e n und die mitdere
Wjirme von 60. F. rerlucirt werden.
So einfach diefer Proceb zu feyn kheint, .wird
er doch manchmrl dadurch verwickelter, dalj ni&t
alles brennbare Gas verzehrt wird , Iondern dafs etwas davon theilr rein, theils halL verbrannt in den
Recipienten b l entweicht, wo man es dann &r
Stickgas nirnmt da es vom Schwefel- Waflerfioff'
Kalke nicht verfchluckt wid. Ich kenne kein Mite
re1 , diefer Schwierigkeit ganz abzuhelfen ; doch
lafst fie Gch l'ehr vermindern, wenn man das brennbare Gas beim Oeffnen der Hihne Q und r unter
einen fo kleinen Druck als cben hinreicht, dm
,V&brennen zu bewirken verlktzt , nachher 'aber
das Zufiriimen des Gas bis zu einer gewiflen Grbze
verRarkt und das Verbrcnnen unterbricht , bevor
es zu matt wird ; denn in diel'em Fall entweicht einc
nicht unbedeutende Mengc des brennbaren Gas unverbrannt. Je verbrennlicher das Gas ifi, d&o
vollEiadiger verbrennt es in Sanerfioffgasvon gleicher Reinlieit; dalier i[l Jiefer Apparat zur dnalyfe
des iihlerzeugenden Gas, der SumpfluFt oder der
Menpngen aus beidsn geeigneter, als zu der des
gas€Grw%en Kohlenlloffoxyds oder irgend eines
Gas, Worin diefes in nicht unbedeutender M e n p
enthalten ifi.
lmmer ifi das in den Recipienten
I iibcrgeltie8enebrennbare Gas in zu kleinet Men50
vorhenden, a b dafs lich das Gemenge durch dm
Aad.d.Phyfik. R.@. St.q.J.rsla. k i a .
Bb
,
,
,
-
[
566
3
elactrifchen Funken entziinden lieL. Man I'etze
daher etwas Wamerfioffgas hinzu das jedoch nickt
mehr als 5 bis .) des in dem Hiickrtande enthaltcnen
Sauerfioffgas betragen Jar€, detonire, untl bcfiimrne
die Producte des VerLrennens und die Uenge des
abrorbirten Sauerftoffgas. Zielit uian von ilir die
Hiilfte dcs zugefetzten Wallkrl'rolro-Volunis sL, 10
h d e t Iich, wie vie1 Sauerftoffgas von dern in den1
Recipienten beEndliclien brennbaren Gas verbrnnnt
wordtin ilk.
Dqrclr zahlreiclie Verfuclie habe ich gefunden,
dal; bei 'dieltm Procefle das Walrer woriiber das
Iangl'arne Verbrennen vor fich geht , fo gut wie gar
krin k d h d a u r e s Gas verrcliluckt , und dab .die
I\lrnge des hierlei entliehenden kohlenlauren Gas
d ~ edurch Detoniren iiber Quecklilber fich bil-.
dende iibertriEt. Bei etwas Uebung vergcht zu
wenig Zeit zwifclien dem Aufliiiren des Verbrennens
und dPin MeKen des Jiiickffandes als dal's in ilir
eine walirnehrnbare Abhrption ;or Iich gehen
Bijnnte. Aucli wirkt dao Warner nuc wenig auf das
koldenfaure Gas ein, da diefes nur &en Theil rles
Casriickltandes ausmacht *J. M'er einen LinLinglicli grofsen Quecklilberapparat beGtzt , kann endIich leiclit Queclrfilber fiatt 'WalTer nehrnen.
Icli will als ein B e i f i d deo Mutrens diel'es Apparats zur Analyl'e der zufsrnrnengel'itzten brenn-
,
,
,
1
-
a)
.
Vcrgl. Dr. H Fnry'r Abhnndl. iibcr die Ablorprion dcr
Gairmn dumb Jar \Yrner, dieb Arrrcalen J. 1805. B. no.
s. 14;.
G.
L:
367
1
baren Gasarten, die VerGche anfGhrcn, wel& ich
init dem iilrlerzeugenden Gas BUS Alkohol und:
!$chwefelTaure, denr .verbrennlichIien aller brennbaren Gasarten, augefiellt habe.
Es wogen 100
enat. Kuhikzoll dieres Gas bei mittlerm Luftdruck
und mittlerer Wiirme So Grain Troy-Gew., well
ches das lpecif. Gewicht 0,967 gielt, das der atmolpllirilchen Luft I gel'etzt. In dem Recipienten O W
waren von dierem Gas 6,3Kub. 2011, und blieben
nach Beendigung der Operation a K. %. riickiliindig; es waren all0 4,3 R.2.iihlerzeugendes Gas
verzehrt worden. - In dem Recipienten t b waren
vor den1 Procefs 4 5 4 K. 2. Sauerfioffgas, nach
Beendigung deflelben dagegen 38,s K.Z. eines Gasgemil'chs, wovon 8,6 Kub. 2011 aus kohlenhrem
Gas befianden. Von. dem brennbaren Gas war
nichtr unverbrannt in diefen Recipienten entwi&en, denn nach den1 Beliandeln des GasriickIiands
mit s-chwefel- WalTerltoff Ralk, blieb etwas weniger Gas zuriick, als die gleich anfangs vorhandene
&nge der Stickgas betrug. Es warm 13,8 K. Z.
Smerfioffgas verzehrt warden. Reducirt man die..
I'es ReCultat auf roo Theile, fo findet lich dab 100
Kub.Zoll iihlerzeugendes Gas beiin Verbrennen 525
K.Z. Sauerftoffgas verzehrten und 200 K.2.kohlenIaures Gas erzeugten. DieTes rtimnit in der Menge
des erzeugten kohlcnl'auren Gas init den Ver[u&en des Hrn. D a I t o n iiberein ; die verzehrte
SauerRoffmenge ill aber qiirser, als er Iie gefun-'
den hat.
l3b a
-
[
565
3
Nachdem id1 mi31 durch wiederholte Verfuche
von der Genauigkeit der Hel'ultate iiberzeug hatte,
welche lich durch diefes Verfahren erlangen Ialjt,
verfuchte ich in meinem Apparate Gasarten zu verbrennen, die aua verfchiednen Pflrnzenkiirpern herriibmn, und befonders folchc, die zur Erleucl'cung
fchicklidr zu kyn fcheinen. Ich werdc in diefer
Abhandlung indefs nur vun meinen Verfuchen mit
Gas uus Sceit;ko?den, und einigen ahnlichen Kiirpern reden, und die iibrigen fur einen andern AuC
Catz zuriick behalten.
Das Gas, das Iicli leim DcJiZIiren der hirnnel-Kolrle *I entland, wiirde in zwei einzelnen
. .
Portionen aufgehngen die eiu felir ungleiclieo
li,ecif. Gewicht hatten. Die beiden erIten horizont d e n Zeilen exithalten das Detail der VerlLche; in
den heiden letzten liabe ich cs put' 100 ?(ubikzolI
des bronnbaren Gas reducirt :
,
Das zuerfi aufgefangne gasfiirmige Product
war e m
Gemenge von kohlenrawem Gas, Sdiwebl- WaF') Eine clcm Gaga111 <!em Ad&n nrch ihnliche Steinkohls
vnn mulch1iche.y Eruch, (lie mir ciner lctiiinen Wt weirsen
Flammr brcnnt.
YurltolT- Gas, ahlerzeugendem Gas und einem vierten Gas, das entweder von einer eigenthiimlichen
Natur ill, oder aus Sumpfluft nnd gasfiirmigem Kohlenlioffoxyde beffeht. Das Verhiltnifs diefer Gasarten in dem Gemenge zu beffimmen, iR eine fchwierige Aufgabe. Ich habe dazu folgenden Procds
eingcfciiagen.
In einer graduirten Riihre laEe ich zu I MaaD
oxygenirt- CalzIgurem Gas a MaaG hei der Deftillation der Kannel-Kohle iibergehendes Gas hinzuh i g e n , und bemerke nach I oder a Ninuten die
GrGh der Ablorption ; denn bekanntlich condenfiren Iich Schwefel-Wanerfioffgas und iihlerzeugendes Gas fogleich mit dem oxygenirt -falzkuren Gas,
Eine gleiche Menge des verbrennlichen Gas wafche
id1 niit Lullifchem Kali , welches das Schwefel.WafTerfioffgas und das kohlenl'aure Gas verfchluckt,
bemerke die GriiPe der Abrorption und laEe zum
Riickffmde aufs neue das doppeltc Volumen oxygenirt falzfaures Gas fie&,
womit a d s neue
eine Abforption erfoIgt. Diele dividirt mit a,2
giebt die Menge des iihlerzeugenden Gas. Zieht
man Ee von der erRen Abforption ab und dividirt den ReR mit 1,8, b erliilt p a n die Menge
des Schwefel- WaITerfiofFgas; und diefe abgezogen
von der durch das Ptzende Kali bewirkten Abforption, giebt die Menge des kohlenfauren Gas.
Auf d i e t Art finde ich die erne Portion des Gas
aw Kannel-Kohlen befiehend in 100 Maafs aus
.
,
-
i 370 3
1.9 M.
Schw efcl -Wafferfioffgar
53
kohlenlhrmn Cis
q,j
durch dieL HeaJ'gnticn nicht rerfchl. brennb. G J ~85.4
Ol~leraeug~ndcmCar
-
1oo.u
AtmofphariTt:he LuFt fand fich debei kein Hunrlertel,
und To weit liifst lie ficli bci allen niit Sorgfalt geliilirten Vcrliichen ausfchliefsen.
Hr. H.sn r y hnt auf ilinliche A r t 7 verfchiedne
VarietIiten von Steinkohle, das Etdtheer und das
elaflikhe Erclherz hehandelt, und er liellt den Gehalt cler erfien iintl cler zweiten Portion des bei dem
Dtftilliren diefcr Kikper iibergchenden Gas von
den genanntcn Gasarten in einrr Tabelle zufammen. In einer zweitcn Tatel liniiet man die Rel'ul..
tate des Verbrennens dcs brcnnharen Gas, das
nncli der Hellandlung mit keoltikhem Kali und oxyp n i r t falzlaurem Gas iibrig bleilt. Im Mittel aus
allen 7 Varietsten betrug dieres i m Anfangc des
Proct4Tcs g:a,n unil gqym End* JelTelben 98 Procent tics ganzcn iibrr~;ehenden
Gasvolums uud es
letrug von diel'em RiickItande
-
,
too
.E
im hliltel sum 6Vaxi. ti!rn Steinkohls
der Steinkohls ron
Xerthyr
Kub. Zoll
orrrrbrt. erreugten
S. fi. G. khlnf. G.
erfie Portinn o,iign ; 135 ; 100
rwrire
o,3j0
a9 ; 4%
erne Ponion 0,317 ;
117 ;
6r
mciie
0.177 ;
50 i
42
Specif.
Gewicht
c
J-Ir. H e n r y ziclit ails den Z a l h in beiden Tatell e n hlgende ScI:!ii!Tf. :
I
57'
1
I) In dem Gas, dar fich boi darn Deflilliren der
?teinkohlen entbindet, i R nur fehr weriig ohler,-eu.
gcndcs Gus enthalten, und zwar nur in cler rrften
Portion, und in ihr nicht iiber 5 Procent. Auf die
Menge deflelben, wie iiberhaupt auf die d l P r pasErmigen Producte der Deftillation der Steinkohlen,
hat die Temperrtur wzhrend der Defiillation wefentlichen Einflurs. Das Erdtheer von Coalbrookdale und das elafiifche Erdpecli gcben melir iihlerzeugendes Gas; diefes betrigt beinahe ein Seclutel
des ganzen Gasvolums.
a) Auch das Schwej'el- WaJerJoffgas erfclieint
vorziiglich zu Anhng der Deftillation, zu I bis 5
Procmt; zuletzt fehlt er ganz. Es vermehrt das
Licht beim Urcnnen, erzeugt aber fchweflige Siure,
welche au€ die Lungen Bllt. Es wird indefs nicht
aller Schwefel Waflorfioff, dcr hch bildet , gasfirmig; ein Theil deflelben verbindet fich fogleich mit
clern Aminoniak zu Schwefel- Waflererlloff -Ammoniak, welches Hr. Henry unter den Producten
der Deffillation gefunden hat.
. 3) Endlich erl'cheint aiich das kohlenfawe Gus
nur iu Anfang und betragt nie mchr als 5 Procent;
- ein ThQl deflelben vereinigt Iich mit dein Ammoaiak zit kohlenfaurem Ammoniak, das Iich unter
atin condkalirten Producten der Denillation findet.
4) Das fpecif. Gewicht und die VerbrennlichEeit 'd&'C;91 nehmen bel fortfchreitender Deflillation immei mehr aL; . das fpecif. Gewicht fcheint
-
-
t
57r
3
der Helligkeit, mit der Jar Gas vetbrennt, direct proportional zu feyn, aber nicht gerade den chemifchen
Eigenfchaftea des Gas, wie fie Ech im Verbrennen
ergeben zu entrprechen. Auch ill die Bleoge des
entfiehenden kohlenrauren Gas dem verzehrten
Sauerlioffgas nicht immer proportional. So z. B.
rerzehrer, xm Kub. Zoll der errten Gasportion aus
Kannel-Kohle und aus Erdtheer heide im \terbrenPen a34 K.Z. Sauerltoffgas, errtere erzeugen aber
nur 13g,7, letztere 150 K.Z. kohlenhures Gas.
S) Die erfie Portion Gas aus gewiilnlicher
Steinkolile gleicht , wenn nian lie mit kaulitil'cher
Kalilauge gewafchen hat, in ihren Eigenkhaften
Sehr der Sumpfluft. SchwereresGas iliSumpiluft mit
iihlerzeugertdem Gas, vielleidit auch mit etwas gasfiirmigem KohlenftoHoxyde gemengt ; leichteres
Gas belieht wahrkheinlich aus einem Gemenge von
Sumpfluft mit WaUerRoffgas und einer kleinen
Blenge gasfiirmigem Kohlenfioffoxj~de. Diefes ift
die einzigc Annahrne, aus der Ech die g r o t e Lei&
tigkeit dor Producte einiger dieCer Deliillationen,
bebnders derer der Steinkohle von Merthyr aus
Siid- Wallis erkllren likt, welche ohm Flamme
und Hauch brennt, und ein Gas giebt, das bei gleG
ehem Volumen kaum halb b vie1 Verbrennliches
als das Gas aw der Kannel-Kohle von P h g m
snthllt.
6 ) Von Gas aus SteinkohIen von mittlerer
Giite, (d. i. vom Ipeeif. Gewichte yon ungeCihc
,
t 375 3
o , h , wie die erne Portion, welche beim D6fiiIliren von Steinkohlen von NcwcuflZe an der Tyne
iibergeht ,) wiegt I engl. KubikfuL , kei mittierem
Druck und mittlerer Wirme, 333,3 engl. Grains;
und beim Verbrennen erzeugt er 817,3Grains Kohlenr'ure , deren Gehalt an Kohlenffoff fch auE
433,7 Grains fchatzen liifst, da nach den geniigenden Verfuchen von A l l e n und Yepys Kohlenfi'ure zu 0,268 aus Kohlenltoff beff eht. Die Mengo
des WalTerfioffs in I KubikfuG des Gas aus Steinkolile betriigt 99,s Grains, welche fich mit 554,9
Grains Sauerfioff zu Wafler v e r c i n i p . Alfo rollten 817,3 &3,7
5549 = Ira8 Grains Sauernoff, beim Verbrennen von I Kub. Fufs Gas ausSteinkohlen verzehrt werden. Nach den Verfuchen werden wirklich verzehrt 1rro,3 Grains; macht 17,7
Grains Unterfchied, welches nicht mehr in, 01s lich
durch Fehler des Verfuchs erklaren lal'st, vielleichr
auch daher riihrt, dab ein Theil deq Gas [chon
Sauerltoff in lich enthielt.
Von der zweiten Portion Gas, welche iiherging, wog ein KubikFuL nur 169,5Grains, venehrte
beim Verbrennen 360 K. 2. Sauerfioffgas, erzeugte
400 K.Z. kohlenfaures Gas und 3&#,g K. Z.Wafkr,
und enthielt I 11,5Grains.KohledtoP und 57,8 Gr.
WaflerfiolT.
Die Menge des Ech bildenden WaDers in blos
durch Rechnung , nicht dnrch Veriiuche beff immt.
Bevw man nicht ein Mittel gefunden habea w i d ,
-
+
'
I: 374 3
lie genau eu meflen, wird die Analyfe der brcnnl a r r n Gasartzn nie zu Lichem Refultaten fiihren.
7) Das Gas yon geringerer Befrhaffenheit enthilt wahrl'ctieinlich auch gaformges KolrfenJioffO J - Y ~ , da die Uwechnung zeigt, d a t die Menpe
vnn SauerfiofF, welche wirklich verzehrtwirrl, kleiner ill, alc lie I'eyn miil'ste, ware der ICoIdenfiofF
nicht [chon mit eineni Antheilo Sauerfioff w r bunden.
8j Das Gas aus verfcliiednen Arten von Steinkohlen iTt im L'pecif. Gewichte und an Verbrennliclrkeit k h r verfchiedcn, auch wenn man en zu
pleiclien Zeiten auffingt. Das, welches die melirfie
Helligkeit giebt , enthilt am rnclirfien SchwrfefJPizJerJt?@gas ; Wal'chen mit blofsem W'alTer
reicht nicht hin , diefes wegzunehmen, Ibndern
nian wird es mit Kalkmilch fchiitteln miinen, urn
ts fortzufchrffen und das brennbare Gas von dem
Iehr bcl'chwerlichen Geruch nach l'chwefligcr S u r e
beiln Verbrennen y~ befreyen.
Auf die condenfirbaren FIiiIIigkeiten ,-weldie
man bei der DeIiilldtion von Steinkohlen erhiilt,
hat Hr. H e n r y ablichtlich nicht gel'ehn, da ficli
diere Unterruchung mit der der elafiilcli fliilligen
Producte nicht wohl zugleirh durchfiihren lilst *).
..
-
*) Hierin Ccheint mir rbrr eiii Gruncl zu licgen, dcr Hrn.
H n n r y veranlalst hat, Reliiltato zu xiahn , die virlleictt
nicht ganz richtig l i d . Er nimint die garfurmigm Prod!;cre, welclia bri dcr Defiihion cler Steinkohlen iibergeha, fiir b l o t e und reine l h a r t m an ; ich' h'rlic' r b d
I
575
I
Auch IalTen Gch diefe Refultate mit weit melir
Zuverlifigkeit bei Operationen im Grol‘sen in Manufakturen und Fabriken, als bei V e r b h e n im
Kleioen erhalten.
Aus dcmfelben Grunde hat Hr. Henry die
abfoliice n h g e des Gar, welches nian beim DefiiL
liren der Steinkohle erhalt , nicht gemelren. Die
Erfahrungen, welche Hr. M u r do c h hieriiber bei
mehreren Anlagen zur Erleuchtung mit dem Gas
aus Steinkohlen im Grol‘sen gemacht hat *), geben iiber diefes Datum, wie er findet, mehr Belelirung, aL mit allen feinen Apparaten zu erlangen war.
bei rllen V&chen mit meiner Thermolrmpe pfuodoa,
drlr , wenn man Kiefern- Hols der serflorenden DrRillrtion untemirft und .lebhrfter h u e r giebt, rruchrrtige Dimpfe, wrhrlcheinlich iihliger Natur. mit dcm
Gas iibcrgcho, und rich rnit demlelbm I U I den Niindungcn, felblt fehr Ianger Rohrcn ergidsen, ruch mit dem
Gas durch. rnebrcre MitrdOaLhen roll W&r hindurchG I b c r c.
grhn.
-1 Man
finder fie theilr in den friihcrn Bhden dirler doden Reginern Thwmolampe), tlieilr wird
von ihncn bei den Verhaodlungcn iiber l’herrnolrrnpcn dio
Rede layn, , did ich mrinen L e h n in &am der folgonG i l l erc.
den Hefte rorlegen words.
d e n , ( G l e in
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
533 Кб
Теги
ber, apparat, versuchen, langsames, der, zur, durch, aus, eine, gas, analyse, und, anwendungen, steinkohlen, verbrennen, zusammengesetzten, das, gasarten, desselben, brennbaren, beschreibung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа