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Beschreibung eines Barometers.

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wenn er stattfindet; worin er bcstehf, clas mufs noch fortgesetzten Untenuchungen vorbehalten bleiben.
Noch mufs icli bemerken, dafs ich bei der obigcn
Bestimmung der Gebirgsarten nicht auf den Oligoklas
und den Periklin RUcksicht geuomtnen habc, dic doch
wahrscheinlich ebenfalls als Gemengtheil tnancher derselben vorkommen. Sie gchihcn zu den kiesels5urcrcicheren feldspathartigen Miueralien, die nur mit der Hornblende, nicht aber mit dem Augite, vorkommcn. Sic finden sicb daher nur in den Dioriteii und Diorifporphyren, wo sie vielleicht auf eine glinliche Weise als zuf:illige Gemengtheilc hinzugetrcten, wic der Albit zu dcin
Granite. Indcfs konnte es docli seyn, dnfs ihre G e m e n p
eigeiitliUmliche Gebirgsarten bildcn , welclics indefs bis
jetzt, bei der noch schwierigen Bcstimtnung dicser Mineralien, nicht mit Sicherheit ausgemaclit ist.
II.
Beschreibung eines Barometers;
oon C. B r u n n e r in Bern.
Z u r Messnng des almosphlirischen Druckcs k h n c n zwci
verschiedenc Wege eingeschlagcn wcrden. Es knnn nlmlicli derselbe durch die Habe cincr FliissigkeitssYulc bcstimmt werden, welcltc die Atmospliiirc in einer oben
verschlossencn, mit dcm untercn Endc in die Flassigkeit eiugetauchten luftleeren M b r c zu tragen vennag,
oder durch das Volumen, welches eine in ein Gef:rls
eingeschlossene Gasmcnge einuimmt, wenn entweder dieses Geftifs vollkommen elastisch odcr die Abschliefsung
des in demselbcn eingcschlossenen Gases durch-eine ohnc
merklichen Widerstand verschiebbaren Substanz bewerkstelligt wird.
Auf dem ersteren Grundsatze berulit die Fjnrichtung
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des gew.irhnlichcn Barometers, auf dcm lctztercu inelirerc
in ;ilterer und neuerer Zeit angegebene Instrumente, untcr dellen folgende zu erinnern sind :
1 ) ein von V a r i g u o n ’ ) im Jalir 1705 erfundener
Apparat,
2 ) das voll A d i e 7 ) construirte Sympiezorneter,
3 ) das P r e c h t l ’ s c t i e fimoskop ’),
4)
~ U g u s t ’ s c I l e D~fcrential-Uai-ometerQ).
Ijurch verscliiedenc UmstYode wurde ich auf die Ansfiihrung cines Instrumelites gclcitet , melclies seiner Einricliluiig nnch cbenfalls zu dicser letzteren Klasse von
Apparsten gehiirt, und, wcnn ich niclit irre, in mclircreu Fallcii diciilicli seyn w i d , dahcr ich seine Beschreibung in Kurzcin inittheilen will.
Es ist bekannt, d a k tlas Voluuien ciues auf gcw i h l i c h e Art durch eine Fliissigkeit abgcspcrrten Gascs
von zwei Dingcn a h h h g i g ist , niinilicli von cler ‘l’einpcr n t w und dein Urucke der mittelbar durcli die Absperrungstliissigkeit auf die eingesclilosscnc Luft wirkentlcn
Atniosplike. Besaitigt rnw die erstere dieser bcidcn cinwirkenden Ursaclicn, so wird es leicht s e y n , durch die
genaue Beobachtung des eingesclilosseueii Luftvolumcns
uach dem bekannten Mariotte’sclien Gesetze auf den atinospharisclien Druck zu scliliefsen. Bringt man nainlicli
in cin wie Fig. 1 Taf. I gestaltetes Gefiib ein genau geinessenes Voluinen von Luft, und spcrrt solche von der
Sufseren Atmospliiire durcli eine Fliissigkeit, z. .:I durch
Queclrsilber, ab , so wird bei vcrhdcrtein Luftdrucke
das urspriinglicli eingeschlossene Luftvolumcn init dcm
Yufseren Luftdrucke in umgekehrtem Vcrhiillnifs zu- odcr
abnehmen. Damit diese Verlinderung gcmcssen wcrdeii
1) i%moires
de I‘Acudimie 1705, p . 300.
2 ) S c h w c i g g . Journ. BJ. XXXlI S . 2 i 5 , Bd. XXXV S . i l .
3) Jalrrbuch
des polytechn. Inst.
Bd. V S . 284.
4 ) Diese Aonrlco, Bd. 111 S.329.
32
kame, kit nur erforderlich, dab die cngere gkserne Riihre
des Instrumentes, so weit dieselbe in die Sperrflitssigkeit
eintaucht , in genau abgemessene Raumtlieile eingetheilt
worden, deren Verhtiltnifs zu dem Raumiuhalte des weileren Theiles bekannt sey. hus einleuchteuden Grtindcn
ist es aber zur Ausfiihrung eines ouf diesen Grundsatz
zu construirenden Instrumentes nutbig:
1) Dals bei der Messung die Oberfldche der in dcr
Rbhre eingeachlossenen und der dieselbe umgeben.
den Sperrflilssigkeit in einer Ebene liegen.
2) Dafs die Fltissigkeit eine solcbe sey, welche bci
den gewahnlich vorkommenden Temperaturen keine
merkliche Tension hahe.
3) Dab sie nicht merlilich an dem Glase adharire, damit nicht ein Antheil an der Hiihre hSngen blcibe
und das eingeschlossene Luftvolum zu blein angegeben merde.
4) Dafs entweder die Beobachlungen alle bei einerlei
Temperatur gcschehen, oder dals der EinfluL der
Temperatur auf das eingeschlossene Lichtvolumcn
in Recbnung genommen werde.
Die Beschreibung der Verfertigung eines solchen Instrumentes wird dessen Beschaffcnheit und Anwendung
am besten erlautern.
Man nimmt eine GlasrOhre ol (Fig. 2 Taf. I ) von
beillufig 4 bis 6 Linien innerem Durchmesser und 8 Zoll
Lange, verbindet mit dieser durch Anscbmelzen eioe engere Rahrc von ungerahr 1 bie 2 Linien innerem Durchmesser und beliebiger Lange, z. B. :
1 bis 2 Fufs, bc.
Da es unmbglich ist eine solche vollkommene kalibrirte
zu erhalten, so geschieht ihre Eintheilung auf folgendc A r t
Man klcbt einen Papierstreifen der ganzen L h g e
der Rbhre nach auf dieselbe und theilt solchen nach dem
Trocknen in gleicbe Theilc, L B. Linien, ein. Alsdann
wird von der unteren Oeffnung der Rahre an ein Eisendraht, dessen oberes Ende 4 Zoll 1% mit gekleistertem
+
Pa-
33
Papier umwickelt , und nacli geliilrigem Trocknen desselben durch Feilen so bearbeitct worden, dafs der umwickclte Theil cinen Embolus bildet, welcher die Riihreu genau ausfullt, bis nach b liinaufgeschoben. Alsdann
giefst man ein wenig Quecksilber in die Riihre a b und
zieht den Draht ungefahr 1 Zoll weit nach unten, so dak
cine Quecksilbersaule von dieser Liinge dem Embolus in
die engc Ri)hre, welche ich die MefirChe nenoeu will,
nachfolgt. Das im Gerdfs a b gebliebene Quecksilber
wird nun ausgegofsen, und der Punkt, an welchein der
obere Rand des Embolus an der Skale steht, aufgezeichnet. Dicser Punkt bildet nachher den Anfang dcr
Theilung der Mefsrohre. Fiun zieht man den Draht wieder nach unten, und zwnr so weit, dafs der oberc Rand
der Quecksilberskle genau an den Yunkt gelangt, wo
vorher dejenige des Embolus sich befand, und schreibt
wieder den Stand dieser letztcren an der Skale auf. Um
durch die couvexe Oberfliiche der Qiiccksilbersiiule niclit
getauscbt zu werden, ist es gut cin cylindrisches St;ibchcn
von Holz oder Elfenbein, welches die, Riihre beinahe
ausfiillt und 2 bis 3 Linien lang ist, auf dem Qukksilber schwimmen zu lassen, und den miteren Rand dicses
Schwimmers fur die Oberflache zu beobachten. So fiihrt
man fort, bis man die ganze Liinge der Rirbre in Raumtheile cingetheilt hat, deren jeder dem Volumen der Quecksilbersaule gleich ist. Jeden einzelnen dieser Theile nimmt
man als cylindrisch an und theilt ihn mit clem Zirkel in
S gleiche Theile. Zuletzt trsgt man die so erlialtcne
Skale auf einen neuen parallcl daneben aufgeklebten Papierstreifen auf und kratzt dcn ersten weg. n i c Quecksilbersfiule, welche. zu dieser Abmcssung gedient hat, wird
hierauf hernusgenommen und genau gewogcn. Aus ihrer
Grirfse bestimmt man den Raumiohalt jedes Gra’dtliciles
der Skale.
Da beim Gebrauche des Instrumentes das in dass e h e eingeschlossene Luftvolumen wegen der CapillarPoggendarff‘s Aonal.
Bd. XXXIY.
3
3-1
Depression unmiiglicli gemessen werden konn te, so wird
der Einfluh derselben. auf folgende Art beseitigt. Man
nilumt ein cylindrisches Stsbchen con Elfenbein von cinem solcheo Durchmesser, dafs es sich in der MefsrUhrc
eben ohne merkliche Reibung auf uud ab schieben Iafst,
und von etwa 3 Linien Lgnge. Dieses bringt man, nachdem die Riihren in das Quecksilber eingesenkt worden,
binein, so dafs es auf dem Quecksilber schwimmt. Ueber
die RUhre schiebt sich ein kleiner hohlcr Cylinder von
schwanem Horn, der wie ein Ring dieselbe zieinlich gcnau umfafst, und beim Einsenken der Rabre auf’dem
lufseren Quecksilber ebcn so schwimmt, wic das Subchen auf dem inneren. Diescr lufsere Schwimmer ist
oben schief abgedreht, so dafs seine innere, die Mcfs&re beriilirende Seite etiva urn 1 Linie haher stelit als
die aufscre. Diese bciden Schwimmer mit einem Thcilc
der Melsrirhre und dcr Versenkungsrbhre sind in Fig. 3
Taf. I in mtiirlicher Griifse im Durchscbnittc dargestellt.
n ist der innere, b der Bursere Schwimmer. Man giebt
beiden eine solcbe Llnge, dafs beim Eintauchen der Rirhre
in1 Quecksilber ihrc oberen Kanteii genau in die nlmlichesEbenc zu stehen kommen. Hat mail dicscn Punkt
errcicht, so werdeii beim nachhcrigen Gebraucli des Instrumentes, wCuu die Schmimmer ebcn so stehen, die
beiden Quecksilberniveau als gleich anzunehmen seyn, und
das eingeschlossene Luftvolumen uninittelbar richtig gcmessen werden konnen. Die durch die etwa vorhandenen UnregelmHfsigkeiten des Calibers der MeEsriihre auf
die Capillar-Depression hervorgebrachten VerSnderungen kthnen ohne Nachtheil vernacllassigt werden.
In das obere Gefsfs ah, Fig. 2 Tnf. I bringt luau
jetzt ein kleines Thermometer, desseii Skale entweder
auf Glas gezeichnet oder in eine Glasrilhre ehgeschmolzen ist, und befestigt dasselbe auf irgend eine Art, z. B.
mittelst cines angebrachten etwas elastischen Bugels von
Eisen, dcrgestatt, dafs es bei kleinen Erschutterungen des
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~~~~~~t~~ immer seine Stelle beibebiilt. Dasselbe niiifs
so gcwshlt werden, dafs es in seiner LYnge, t o n etwa
4 z0ll, die Grade von '-10 bis I-35 Celsius enthiilt.
Alsdnnn .wkd die Rohre a b so nahe als m0glich iiber
clelilTIlemoineter zugeschrnolzen , wclches . vie1 loichter
gcschielit, wenn clieselbe, ,vie oben angegeben wiirtle,
auf;ings urn einige ZoIIe zu lang gcnommen w r d c .
IT111 null das aberhnlb der 'l'lieilung eingeschlosscwc
Luftvolumcll zu bestiinmen kehrt man das Instrument uiii,
und giefst, nacli Einliihren eincs tliinnen Eisendrahtcs,
an dessen Ende eine kleine Fedcr berestigt ist, so h i d
Quecksilber hinein, dafs dasselbe bis zu An fang der Tlicilung, oder, da m m dieses nicht lcicht trcffen kanll, iiin
einige Grndtheilc tiberhslb dersclbcn reiclit, und sllclit
clurch Auf - und Niederstofsen des D n h t e s iiiitlclst der
in demselben befestigten Fcder 'die an der Wand clcr
Riilire und an dcin Thermometer anklebenden Luftblasen in. die Hahe zii fordern, welclies zuweilcn etwss
Miihc kostct, mit einiger Vorsiclit jedoch iininer gclingen
w i d . Kach Herausziehen des Drahtes beobaclitet man
nun gcnm deli Stand des Quecksilbers an dcr Theilung I).
Hicrauf gicfst man das Quecksilber voraichlig nus dcm
Inslrumente in eine Scliale, welches durch Hineinsteckcii
h s Trichters selir erleichtert wird rind bestimint seine
Mcnge durch Mcssen oder Ahwagen. V o i i der auf dicsc
Art erhaltenen Mcrige desselben zieht inan clas 'nus dem
friibereii bckanntc Volurnen desjcnigcn Antheiles, der,sich
1)
D e n letzten Antliril von L u l l enlfvrnt m a n . a m bzrtrn cladiircli,
dafs man die Rirlrrc mil Jem Recipienten der Lulipiirirpe in Vcrh i n d u n g bringt u od n u n cvacuirt.
A u f diere Art wircl die Lufr
so w e i t entfrrnt, d:ifs d e r e t w a 11nc11b l c i b e o d e An t l ~ e ilirn M c s s e r ' r
Felrlcr veranlafst.
El ist JDZUratlien das Evacuiren so olt zu wicdcrholcn, bir 53s Querksilbrr
nach M'iedcrlrineinlasscn J e r Lirft keine Vcr3nderung seines Stsn-
Jt.s Raumes krinen merklichen
d c s an der Sksle zu crkenneri giebt. Irh erhielt bei iiliern Mersungeri d c s n h l i c l i e n Jostrunlentes fast vollkomn,erie Uebercin
~
stimmiung.
3+
.
36
in dem eingetheilten Theile der Melsrirbre beland, ab,
und erhalt hiedurch das Volumen der Uberhalb der Skalc
eingescblossenen Luft.
Dieses Abmessen des inneren Raumes ist der einzige in dkr Ausflibrung einigermalseii schwierige Theil in
der Construction des Apparates. Man hat dabei vorzuglich auf etwa eintretende Temperatunterhderungen des
Quecksilbers wohl zu achten. Am bestcn ist es alle Messungen so vonuoehmen, dafs dae Instrument, so wie auch
nachher das GeMs, worin sich daa zu messeode Quecksilber betindet , iu einem. etwaa grolscn, ebenfalls mit
Quecksilber (oder auch nur mit Wasser) gefullten Gefalse, desscn Teinperatur sicb nicbt merklich aodert, eingetaucht ,wird.
Nacb vollbracliter Mcssung bereclinet man nun das
Vcrbalinifs jedes Gradtbeiles der Skale zu dem Uberhdb
derselben .eingeschlossenen Raume ta 6.
Um die in dem Instrumente enthaltene Luft vollkommen auszutrocknen , befestigt man dassclbe in aufrechter Stellung mittelst eines durchbohrten Korkes in
den Hale einer, mit Schwefelsaure geflillten Flasche, uud
setzt den .so vorgerichteten Apparat wabrend einiger
"age abwechselud bilheren und niedrigen Temperaturen
aus. Die hierauf verwandle Zeit liann zugleich dazu benultt werden, die Skale erst mit einem Uebcrzuge vou
Hausenblase, dann mit einigen Lagen vonFirnils zu verseben.
Urn niin endlich d a ~Instrument zum Gebrauclie zu
reguliren, wird der das Thermometer enthaltende Tbeil
auf 40° bis 50° C. erwarmt, und bierauf, nach Einbringen des cyliodrischen Scbwimmers in die MeCsrilbre und
Anstecken des riogflirmigen iiber dieselbe, in die mit
trocknem Quecksilber binreichend gefiillte Vcrsenkungs&re eiogetaucbt. Bei der Abkliblung zieht sich die eingeschlossene Luft so weit zuammen, dab der Schwimmer auf irgend einen Punkt der Melsrtke hinaufriickt,
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den man dadurcb fiodet, dafs man dieselbe so weit heraufzieht, bis die beiden Scbwimmeer, wie in Fig. 3 Taf. I
stehen I ) .
Das auf diese Art bestimmte Volumen der
eingeschlossenen Luft wird nnch Beobachtug ihrer Temperatnr mittelst des eingeschlossenen Thermometers und
nach geoauer Bestimmung des herrschcnden Luftdruckes
mittelst des Barometers auf das Volumen, welche sie bei
O o C. und 760 Millimeter einnehmen wiirde, berecbnet,
welches Volumen der Normalstand des Instrumentes lieit e n mag, uod bei den damit anzustelleoden Beobachtungen =lo0 gesetzt wird. Den Bruchtheil dieses Werthes , welchen jeder Gradtheil des Instriimentes bezeichnet, findet man leicbt durch liechnung.
Der Gebrauch des Illstrumcotes ist nun leicht verstzudlich. Die Beobachtung bcstcht dariii, d a b man durch
Hinaufscbieben der Mefsriihre den Punkt an derselben
aufsucht, wo die beiden Schwimmer in einer Ebene slehen. Aus der an demselben befindlichen Zahl der Skale
ergiebt sich nun das Volumen der eingeschlossenen Luft,
und aus diesem, nachdem es mit Hiilfe der Angabe des
eingeschlossenen Thermometers auf Oo reducirt worden,
durch Vcrgleichung mit dem Noma:voliimen leicht dic
1) Sollte die Skale des 'I'hermnmeters eine solche E r w i r m u n g nicht
gestalten, so L m n man auf folgende Art vcrrahren. Man befestigt
das untere E n d e Jer MrlsrGhrc mittelst eincs durclibohrtcn KorLes in eincr kleinen Flasche, w n r i n etwa 1 Zoll hoch Queeksilber beGndlich ist n b (Fig. 4 Taf. I), so dafs sie bis b e i n d i e auf
Jen Boden dcr Flracbe reicht. Diese t d g t rugleich cine winkelfiirruige Rijhre e d, welche durch ein Kautscliuckrelirclrcn mit
dtsr Luftpurnpc verbunden wird.
M a n b e w i r t t n u n cine solchc
~ e r d i j n n u n g , d a l s dieselbe in dem Recipienten J e r Luftpnmpe
Anem Drucke, der ungefilir 1 2011 Baremeterstand geringer aLs
J e r i u r s e r e m y , ,entsprecbe.
Es wird dadurch eine gewisre
3Ienge Lurt aus dcm ,lnrtrumente herausgenommen, so daL, w e n n
die Atrnosphsre wieder in den Recipienten eiostrijmt, das Quecksilber in d e r Mersralire urn etwas hinaufsteigt. M a n sucht eincn
solchen S t a n d zu erhalten, n e l c h c r Jcm bebricbtigten Gebrauche des I n s t r u n i e n t u angemesscn ist.
35
Grirlse des Luftdruckcs. Es sey nSmlicli das Xormalvoluiucn = V , das bcobachtcte und auf 0" rcducirtc
=V', so erbslt man den zu beslimmenden Luftdruck
oder .r und folgende Rcclinung:
Es sey
v
Y :v)=z: 1 und r--7.
z B. das Nomalvolumcn Y= 100, jeder
Gradtheil =0,111632 das durcli die Beobacbtung gcgebcne
bei 1 5 O C. =LOO+76~0,114632, so ist Y'=102,92,
und der Luftdruck, jenen im Xormalzustandc =1 ge100
setzt, =--0,97 162.
102,92
Will man die Angabe des Instrumentes in den Stand
des Barometers vemandeln, so hat man;
Y': Y=760 : r.
Bequem w:irc es, wenn man das Instrument mit einer Skale verschen hihnte, deren Gradthcile ein einfaches Verhrltnifs zu dem Normalvolumen der cingesclilog
seneii Luft liatten, z E. 0,001betrugen; allein die Scbwierigkeit, die zu einem solclien Verhrltnisse erforderlicbe
Luftmcnge zum Einsclilicfsen zu erhalteii, ist zu grols,
a h dafs ein solches Verbliren ausfiilrrbar ware.
Es ist lilar, dafs man es in seinem Eelieben, hat,
dem Instruinentc jeden gcdinschten Grad von Empfindlichkeit zu ertheilen, indeln man den Rauminhalt des Gch h e s ob verbHltnifsmZfsig gcgen den Durchmesser der
Melsrbhre vergrOlsert. Z u gewiihnlicbem Gebrauclie
Jurfte bei eincm station3ren Instrumeute ein solches Verh8ltnifs das schicklichste seyu, bei welcLem 1 Zoll VerHnderung im Barometersiand an der Mcfsrbhre eincn Untcrschied von 3 bis 4 Zoll betriige, welches fiir dicsclbe,
mit Zugabe fiir den Temperaturwechsel, eine Lsnge vou
ungcfrhr 20 bis 22 Zoll giebt.
Man kann einem solchen Instrumente einen feststehenden hdzernen Fufs geben, oder es, nach Art cines Rcisebarolncter in cinen Lalzernen Stab, der sich
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dcr Liinge nach theilt , einschliefsen. Sehr zwcckmlkig
ist CS, dcmselben die in Fig. 3 Taf. I abgebildete Einrichtung Zuni Festschrauben der MeCsr6hre auf die Versenkungsriihre zu geben. Es tr%gt nlinlich die letztere
an ihrer 3 Zoll langen Erweiterung, in welchcr die Messung geschieht , einen mit einer Schraube versehenen eiscrnen Zapfen c d , der in der Mundung der R6hre eingekittet ist. Derselbe ist durchbolirt und die Durchbohrung wit Tuch ausgefuttert, so dafs die Mefsriilire, weIche dicht linter dem Gefifs a h (Fig. 2 Taf. I) den anderii Theil der Schraube triigt, nnch Oeffncn tlcrselbcn
beim Auf- und Niederschieben, wegen dcr Reibung des
Tuches, auf jedem Punkte stelien bleibt.
Es mird dieses Instrument, welclies man V o h n - h rorneler nennen kannte, wenn icli nicht irre, in inelireren Fallen vorzugiich anwendbar seyn. Es wird schr
bequem seyn, um in chemischen Laboratoricn bei Gasinessungen die niithigen Rcductionen vonunehmen. Hat
man niimlich ein Gas auf gewiihnlichc Art gemessen, und
kaon man annehmen, die Temperatur desselben sey die
nhnliche, als diejenige der im Volum-Barometer eingeschlosseneu Luft, wie dieses meistens der Fall seyn w i d ,
SO bat m a n, wcnn N das unmittelbar geinessene Gasvoluuien lmeichoet, fur dessen Werth x bei Oo und 760
ilIillimetcr:
V':V = N :
X,
wobei V' unmittelbar an dem Instrumente abgelesen und
uicht auf O' reducirt wurde.
. h c h als Hypsometer wird es vielleicht anwendbar
seyn. Der wichtige Umstand, der hicbei hioderlich ist,
ist der, dafs es nicht umgeweudet werden darf. Die
Sch.c~ierigkeit liegt nicht darin , ein Sperrungsmittel zii
linden. Dieses ware sehr leiclit. Man diirftc nur unten
in dcr Versenkungsriibre einen kleinen Polster von Kautschuck befestigen, und die Oeffnung der Mefsriihre vermittelst der Schraube, Fig. 3 Taf. I auf dicseii festdruckcn.
40
Allein beim Umwenden des Instrumentes ist es unvermeidlich, dafs sich Luft und Quecksilber unter einauder
mengen, und beim Wiederaufricliten desselben wurde es
nicht miiglich seyn, die an den R6hren adhlrirenden Luftblasen wieder in den Raum ab (Fig. 2 Taf. I) aufsteigen zn macben.
Sollte endlich das beschriebene Instrument in der
Praxis keine Voniige vor dem gewtihnlichen Barometer
haben, so wird es immerhin bei den Demonstrationen
des atmospherischen Druckes einige Dienste leisten ksnnen. Uebrigens bin ich geneigt zu glauben, dafs, wenn
man die rni)glichen Fehler in den Angaben des gewshnlichen Barometers mit denen des Volum-Barometers vergleicht , diese Vergleichuug nicht unbedingt zum Nachtheile des letzteren ausfallen werde. Ich verweise in dieser Hinsicht auf B a u m g a r t n e r ' s Natnrlehre, Supplementband (1S31), S.237. Bei genauer Beriicksichtigung aller
Einzelnheiten wird sich ergeben, dafs die grbfste Quelle
von Irrthum, die es darbietet, in der genauen Beriicksichtigung der Temperatur der eingeschlossenen Luft liegt.
Es wud daher erforderlich seyn, ein maglichst empfindliches Thermometer anzuwenden, und voniiglicb ein solches, dessen Gefsfs diinn von Glase sey, damit es so
schnell und so genan als mbglich die Temperatur' der
eingeschlossenen Luft annehme, so wie dieses bei mehreren pbysikalischen Instrumenten, wie z. B. bei Dan i ell's Hygrometer erforderlich ist. Dieser Umstand
macbte sowohl bei diesem als bei allen auf das nsmliche Princip gegriindeten Apparaten die eigentlich Grlnzc
von Genauigkeit darbieten.
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