close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beschreibung eines Chromaskops.

код для вставкиСкачать
31.
Befc7ireibung
eines C h r o m a f K o p s ,
vom
P r o f e f l o r
in
‘
L’JDICKE
hleifsen.
D i e Entftehung diefes n e u e n Infiruments ifi vorziiglich d e n Unbequemliclikeiten znzufchreiben,
weichen d i e Verfuche ‘mit d e m P r i m a irn verfinfterten Zirnmer .unterworfen Gnd. So rniihfarn
e i n e vollkornmene V e r d u n k e l u n g i f t , eben To hinderlich ift fie dern Beobachter bei feincn A r b e i t e n
und bei A b a n d e r u n g der. Verfuche, weil die O e f f nung ftets in dern unverlnderlichen Fenfieriaden
bieibt.
Nidht weniger rnilhfarn ifi d i e ltleffung
d e r W i o k e l , welche bei aller VorGcht nicht vie1
Genauigkeit darbieten. Als ich mich d a h e r fibere e u g t h a t t e *), dafs .das prisrnatifche F a r b e n b i l d
von zwei Lichtfirablen hervorgebracht wird, iind
d a f s d a s Newton’fche Farbenbild die Wirkung dief e r beiden Strahlen nicht unvermifcht darfiellt,
bemfihete ich rnich, e i n Chrornarkop auszufuhren,
welches jenen Unbequernlichkeiteo abhelfe.
1.
Befchreibung des hj’trurnenis.
Diefes n u n m e h r fertige und nach vielen Verh c h e n verbefferte Infirument habc ich in Fig. I .
*)
A m a h ; 1810.
3.
St.
s. 2.29.
L.
,
T a f . 111. -perfpectivifch dargefiellt.
Es if? ein vier-
eck i g e r Kafien aus gut gefchlagener doppelter
Pappe welcher bis zurn Mittelpunkte der Scheibe
eine Lgnge von 2 4 5 dre'sdn. 2011, u n d irn Lichten
53 2011 Hijhe u n d 35 2011 Breite hat. E r befielit
aus zwei ungleichen T h e i I e n , ninil und ilq, welc h e bei il in einander gefchoben werrfen kiinnen,
wie man in de m Durchfchnittsriffe Fig. 2. bei it!
deutlicher fieht, Aufser diefen Stiicken hatte ich
po c h einen a n beiden Seiten offenen Kafien verfertigt y welcher zwifchen die fen beiden Theilen
eingefchoben und wodurc h die Lange des Inftrum en t s uin 232 2011 v e r g r d s e r t werden konnte.
Weil a b er bei ctiefer. grijrsern Lange das Durchkreuzen' d e r Farbeofirahlen nicht vermieden Ivurd e , fo w a r diefes dritte Stilck aberflilflig.
I n d e r Riickwand des Kafiens mnil befindet
fich bei m ein bis'auf de n Boden herunter gehend e r Schieber, auf deffen inne re r und aufserer Seit e ein Maafsfiab i n Decimallinien des dr esdner
Zolles gezeichnet ill, an welchem man aus d e r
Mitte herauF und heruoter 2Hhlt. .Diefer doppelte
iibereinfiimmende Maafsfiab wircl von einer $ 2011
br e i t en , voln ohen nach u n t e n gehentlen R i n a e
untertjcochen, i n welcher fich ein Schieher vorfchieben lafst deffen innerhalb ynd aufserhalb bezeichnete Mitte urn fo vie1 Linien tiefer unter d e r
N i t t e des InRrurnents gefiellt wi rd, als es d e r
P u n k t des Ausfalls am P r i m a erfordert.
Auf
diefen Schieber ha tt e ich ober u n d unterhalh des
Null-
-
c
'29
3
Kuflpunktes einen Vernier gezeichnet, welcher jed e Linie i n 1 0 T h e i l e theilte. Es w a r a h e r diefe
genauc Theilung bei dem nicht fcharf genug beg r a n t t e n Bilde il berfliil'fig.
Von d e r RilckwantL des Iiartens an erweitert
fich die eine Seitenwdnd, und verbintlet Gch bei
no rnit d e r gekriinimten Wand nop, welctle 6 2011
breit ift und bei y eine hinllnglich grofse Oeffn u n g h a t , urn mit beiden Augen den Maafsfiab
deutlich fehen zu kiinnen. Ole Entfernung d i e fer Oeffnung von dem M ~ a f s f t a b erichtet Gch nach
der Entfernung, in welcher die Augen des Beobachters deutlich fehen, u n d k a n n 5 , 6 , 7 Zoll betragen.
D e r kleine T h e i l diefes Kaftens ilq (Fig. I.),
d e n man in dem Durchfchnitte (Fig. 2.) bei VgI
b e h t , ift zur Aufnahme des PrisiAa und zu d r f f e n
Stellunp beftimmt. B p i a, b , c Geht man die vord e r e 5 2011 ftarke Kante eines h i l t e r n l n Hohrps,
welches durch den Iiaften hind.urch g e h t , 5 Zoll
l a n g und nur To weit ift, dais f u r die ICantpn Jes
Prisms, welches i n dafrelbe gefchoben w e r d e n
foll, fcbwache E i n k h n i t t e nijlhig find.
In rfer
M i t t e feiner L i n g e ift diefes R o h r , urn das Licht
hindurch zu laffen, in d e r Rreite eines Zolles fo
weit d u r c h b r o c h m , dars nur an den O r t e n , wo
die Kanten dcs Prisma an daffelbe anfchliefsen,
.fchmale t e i f t e n ilbrig hleibrn. M a n Geht letztere
(Fig. 2.) bei u , b, c. Damit aber die vielen Orffnungrn nicht m e h r L i r h t , als n o l h i g , h i n d u r c h
Annal. d. Phyfik. B. 36. St. 2. 3. 1810. St. 10.
I
lafren, iR diefes Rohr an diefem Orte mit einer
Rijhre von Pappe umgeben, welche n u r an d e r
vordern und hintern Seite fo viel, als nothig, offen ift. Z u eben diefer Abficht, urn das Nebenlicht abzuhalten, dienen auch die klainen Wande
k, n (Fig. 2.), innerhalb welchen iich die letzt
erwa h n t e R6h r e h e r u m d re h e n 1ii fst.
Die beiden grofsern Kreislinien in Fig. I. bezeichnen die Peripherieen zweier uber einander
Iiegenden Scheiben, welche iich, jede befonders,
herurndrehen laffen. An d e r unterften Scheibe,
deren Durchmeffer 8+ 2011 halt, befinden fich bei
1
d , e zwei fenkrecht aufgerichtete kleine Tafeln,
Von weIchen d ein Gnomon mit eioer kleinen
Oeffnung i l l , und e die Linie e n t h d t , auf welche
d e r Lichtpunkt fillt.. Die Richtungslinie de geht
durch den Mittelpunkt d e r Scheibe. Der aufsere
Ring diefer Scheibe ift etwas iiber die Halfre, an
dem in der Figur bezeichneten O r t e , in einzelne
Grade gethejlt, die von dem Punkte des Sonnenzeigers c an herauf und herunter geziihlt werden.
Bei k ift ein Zeiger auf dem Infirurnente befefiigt,
welcher genau die Mitte deffelbeo bezeichnet und
einen Vernier hat, d e r
Grad a n der Scheibe
ang ieb t.
D i e kleinere Scheibe h i l t im Durchmeffer 8
2011 und ifi m i t dern h d z e r n e n Rohre verbunden.
Bei Aufzeichnung d e r 5 Halbmeffer bei
h,J, in
welche die Kanten des Prisma genau fallen miif{en, hat man die Vorficht zu beobachten, aafs
.
4
9,
c
131
3
man, ehe die Scheibe an das Rohr befefiigt w i d ,
d i e Winkel des Prisrna genau m i k t , den Bogen
g h , hf und fg doppelt fo vie1 Grade giebt, d i e
Halbrnefrer f d r dielk Bogen zeichnet und nunrnehr
erft die O e f f n u n g filr diefes R o h r o d e r die Kreirfliche abc auskhneidet.
Wenn man n u n d i e
Schoibe auf das R o h r , in melchem das P.-isma bfindlich ifi, fchiebt, fo wird man fehr bald bem e r k e n , o b alle 3 Linien fa, hc, gb auf olle
3 ICanten des Prisrna genau treffen o d e r nicht.
In l e t t t er m Falle wird man, wenn m a n wegen
d e r Richtigkeit d e r gerneffenen Winkel nicht beforgt feyn darf, nur de n O r t aufzufuchen haben, wo eine Kante des Prisrna tipfer in tlas
Holz g e h t , als eine a nde re , die eine ausfilllen
un d die andere vertiefen.
Urn aber hierbei
d i e nbthige Genauigkeit z u erlsngen, und urn
d je bea bG ch t ig t e n Ve r fuc h e mi t g r o k e n 0e f f n u ng e n anfieilen zu kbnnen, mufs tlas erwahlte Prisma vie1 dicker i m Glare r e p , als die gewiihnli&en Prismen .find.
Bei rneinem Prisrna , d e f f e n
Maafse i c h in d e r Folge angphen werde, halt die
gr6fste Seite des Dreiecks 2 5 2011; dennoch konnt e ich , bei Meffung d e r Winkel, init einiger Sicherheit keinen kleinern T h e i l , a h
Grad erhalten. Aus diefem Grunde gehen auch die Vermiere, mit welcheo die drei Halbmcffer i n d e n
P u n k t en g , h,fverfehen Gnd nur Grad an.
Die in d i h n e Kartenbliitter gcrfchnitrpnen
Oeffnuogen werden unmittelbar auf die brechen.
5
5
I a
c
132
3
'de Flache rles Prisrna in das R o h r gefchoben. Die-
feoe f f nunge n find bei mir 3 Linien oder 0,3 dresdn e r 2011 breit, und ih re Liinge otter Hohe wurde
€0 lange verkleinert,
bis das Farbenbild keinen
weifsen Streifen meh r enthielt und noch nichts
von Griin gab.
Das ganze Inftrument wird auf d er beweglichen Regel eines fichern Stativs, wie es fur grolse
F e r nr ohr e gebraucht w i r d , befeftigt , damit man
de m Inftrumente die Richtung und Elevation geben ka nn, welche d e r geftellte Sonnenzeiger fu r
die dermahlige Sonnenhohe nothig hat.
D e r Gabrauch diefes Infiruments erfordert
einige Vorbereitung , weil die Beftimmung des
Brechungs und Zerftreuungs Verhiiltnilfes mit
einer genaaern Carfielluiig des Farben bildes verbunden werden foil. Wegen des erftern mufs d e r
Ausfallswinkel dem Einfallswinkel gleich feyn,
untl wegen des zweiten miiffen die Mittellinien
beider ausfahrenden Hauptftrahlen auf d e r Auffangflache Eenkrecht ftehen. Beide Eodtwecke
k a n n man nicht anders erreichen, als dafs man
unterfucht , wie d e r Einfalls-;und Ausfallswinkel
yon den Bogen d e r Scheiben abhangt. In diefer
Abficht habe ich die 3. Figur entworfen.
Es mogen in ih r vorftellen: u6c einen vertikalen Durchfchnitt des Prisma; uu die viereckige
Oeffnung eines auf dem Prisma liegendeo Karten.
blatts; v u , vu die beitlen einfallendsn Str-ahlen;
-
-
s das Complement des Einfallswinkels; de den
c
133
3
Durchmelfer des Sonnenzeigers, welcher alfo der
Richtung der einfallenden Strahlen wuu paralrd
feyn m u k ; urn, uo die gebrochenen Stralilen; t
den Mittelpunkt d e r Oeffnung , d a d e n n , weil
tlt # urn, auch mn = on ift; w das Complement
des Ausfallswinkds; k , wie bei Fig. I . , die Mitte
des Inftruments u n d 81 die Mittellinie; pnz und 80
die rnittlcsn ausfahrendeo Strahlen, welche d e r
IVIitteIlinie tll parallel feyn muffen; ma, rny,oy u n d
OF die Granziinien d e r Farbenftreifen; u n d endlich
ny,die i'v1:ttelhnie alles ausfallenden Lichtes; welche d f o bei y in die gerneinfchaftliche Granze d e r
beiden Farbenftreifen fiillt. Es fey n u n ferner rnp
fenkrecht auf 08, und rq f e n k r e c h t auf n y , folgfich rq 5 uy o d e r gleich d er T i e f e d e r innero
Granze der Farbeofireifen unter d e r Mittellinie
ties Infirurnents.. Iindlich feyfg # uc und hi # o h
Solchemnack Xt ug + ' j c = rtlo
aIc, alfo
ag = g o
L, und d a h e r wird s.'-. f d z eg
== ne
ag = ai
b
90.
F e r n e r ifi
6h ,+. - a t == 1.80
b e u , alfo.bh
~ C P
<: C ;
eb-aebdm*=2<c-ue
undeh=eb+b&
Daher wird w ==kh = rh
ek ='eh $- bh
ek
c
go
ae
ek. Weil nun w = s wer&'n roil, fo ifi m e ==180
bc
ek
und ae s c +-f( a
e k ) . Hreraus ergiebt
fich das Complement d e s Einfalls\vinke1g s =
y o -'
T( a a h ) uad der Eiofailswinkel
-
-<
-
+<
I-
- -
--< +
<
< +
-
Eelbfi
<
=Z
i (< 3. e k ) .
Q
-
-< +< -
-
t 134 3
Von den beiden Bogen ae und ek, oder von
der Entfernung des brechenden Winkels vorn Sonnenzeiger und des letztern von dem mittlern
P u n k t e k, hangt vorztiglich die Stellung des Inftruments a b , welchem man alsdann eine folche Inc l i n a t i o n giebt, dafs der Sonnenftrahl durch d e n
Gnomon d a u f die Linie bei e. fallt.
Urn rnehrere Proben bei Stellung dcr Scheib e o zu vermeiden, h c h t man den Bogen ek vorlaufig , indem man das Brechungs- Verhdtnifs aus
L u f t in Glas, 3 :a , zurn Grunde legt. Solchernnach h a t man hierc/in.f(
u + ek) :/;n.+ = 3 : 2,
oder fin.;(
a
ek) = * f i n . f a , woraus fich die
vorlaufige Beftimmung des Bogens ek ergiebt.
Man wilrde zwar auch die,Gleichheit des Ausund EinfallswinFels bewirkt hahen, wenn m a n
d a s Prisma langfarn herum gedreht und zwifchen
dem Steigen und Sinken des Bildes den O r t be-’
m e r k t hatte, w o es unbeweglich i f i ; allein diefes
Verfahren fchien mir, wenigftens bei diefem InArurnents, unficher, und wegen des Hin- und
Herdrehens des Prisma einer gradweifen t c h e r n
Stellung des Inftruments nicht angerneffen zu feyn,
urn d m Theiiungspunkt d e r beiden Farbenleiften
eben fo tief unter d e r Mittellinie des Inftrurnents
fallen zu laffen, als die Mitte d e r Oeffnung n bei
dem Ausfalle von jhr entfernt ifi.
Diefe .Tiefe des,Punktes n ICrst fich jedoch
nirht genau genug meffen; Ge mufs daher ebenfalls far jeoe vorlaufig beftimmten Bogen berech-
< +
<
n e t werden. Es fey die Entfernung d e r Mitte d e r
Oeffnung vom brechenden .Winkel a t =an gemefren; man weifs dann bn c ab
an u n d
-
bq=---.
(ob- arb)
.Jii.s
fin. tot.
Da feraer der Halbmeffer
des Kreifees leicht gefunden werden k a n n , und d e r
Bogen bk entweder
ek
eb oder = eb
ek,
alfo entweder == a
ae oder = ue
u ifi,
i n welchem letztern Falle b -ilber k fiillt; To h a t .
man
< -<
rud.
- , oder =---md.
-a)
Br = --/;n.fa
ue)
/;n
.
fin. toe.
((18
jn.tot.
Im erften Falh ife
fly =rq =bq
(ob +br =-/;.
und i m letzterii Falle wird
vy = qb
--
an). fm.3 +radJn.(a-
- br = -( a-b-----,
uic).Jin.s
Jn.
tat.
ae)
- md./in.(ae - a).
lot.
welche berechnete T i e f e auch bei Verbefferung
d e r Bogen beibehahen werden k a n n , da einige
Grade Aenderurig in den Bdgea diefe T i e f e fehr
unmerklich Indern.
Wenn man nun den Nullpunkt des kleinen
Schiebers fiir djefe Tiefe, oder vy 5: r q , gefiellt
h a t , fo verbefrert man die Bogen a e und ek fa
lange, bis die eine gemeinrchaftliche GrPnze d e r
Farbenfireifen auf diefen Nullpunkt fillt , i d e m
man hierbei jedes Mahl dem Inftrumente die Stellung giebt, welclie f o r d e n Sonnenzeiger erforderlich ifi. Alsdann findet man die Breiten d e r
beiden Farbenleifien an d e r Scale der Auffangfliche.
*
Bmbachtungen mitteljt des Chrornalkops.
D i e Beobachtongen, welche ich mittelft diefes Inftruments Sernacht h a b e , w e r d e n den Gebrauch deffelben a m befien zeigen. Vorher mufs
ich noch bemerken, dafs ich bei allen Stellungen
dcs Prisma n u r die beiden R a n d e r d e r viereckigt-n O r f f n u n g e a , welche d e r A x e des Prisms
parallel w a r e n , Init F a r b e n verfehen fand , i n d e m
die beiden a n d e r n K i n d e r von Farben hefreiet
blieben, w e l c h e s i4Ch- am deutlichften fah , w e n n
das Farhenbilcl einen weifsen Streifen enthielt.
Q i e Stellungen des' Prisrna, bei denen rler hrec h e n d e Winkel herunterwiirts, aufwarts o d e r leitwarts gerichtet w a r , gaben w e d e r i n Anfehung
d e r Grade an den Scheiben, noch d e r GrijCse d e s
Bildes einige Verfchiedenhejt ; nur die Richtung
u n d Neigung d e s Inftruments mufste ihnen gemafs
geandert werclen, urn, das Sonnenlicht durch d e n
G n o m o n zu leiten. Aus diefer Urfache hefchreiba ich hier b l o b die Beobachtungen fur die bequernete nach uhten g e k e h r t e Strllung des brechenden Winkkls. 'Das gagoffene Glasftuck, woraus ich rnein Prisma fchleifen liefs, habe ich von
dem D. Z e i h e r e r h a l t e n ; ich hielt e s daher anfinglich ftir Flintglas, weil derfelbe eine ltlenge
Flintglasprohen gegoffen hatte: allein die eigenthilmliche Schwere diefes Glares b r t r u g nur 2,5 I 6,
u o d iiberzeugte mich, dafs es g a r kein Bleiglas
ent1,iiIt. Es hai 'einigp Luftblascl~enund Winden.
Erfiere werclan jedoch d u r c h d a s Verfcliieben ganz
unhhadlich, und leiztere End grrifstentheils nicht
2.
1:
137
3
dicht genug, urn berondere Farbenftreifen zu erzeugen.
Die Winkel diefes Prim3 halten 4 2 5 ,
613 und 76 Grade; die Seiten deffelben 1;5; 4 3
u n d 2,54 2011, unrl d e r Halbrneifer des Kreifes,
welcher dlefes Ureieck umfclireibt, I ,3088 dresdn e r 2011. Urn CVeitlSufigkeit zu verrneiden, werd e ich n u r die Berechnungen fur Einen hrechenden Winkel ausfuhrlich, die andern beiden aber
in einer Tafel angeben.
Ich erwllile hierzu den brechender. Winkel
von 422 G r a d , wo de r nach oben gekehrte Objectiv-&'inkel 76 Grad halt.
Urn den Bogen ek
vorliufig zu finden, ifi J ; n . - f ( a + e k ) = ;./;n.fa;
weiI nun a = 4 2 5 i f t , fo wird ek = 1 5 0 12'.
Die Mitte aller hierhei probirten , i n I<drtenblitt e r berchnittenen Oe ffnunge n, war v a n d e r Kante
d es brechenden Winkels an (oder aL=an, Fig. 3.)
durchgangig = 1 , l %01l, folglich ah
a n fiir die
h i n t e r e Seite diefes breclienden CVinltels = 1,44
2011. Weil nun hier b ilher k fiillt, fo wird d i e
T j e f e des Punktes 11 otler q unter d e r R.littellinie
-
fe Tiefe k o n n t e bei allen nothigzn Verinderungen
d e r Bogen beibehalten werden, d a Gch die kleine
hierbei entftehende Abweichung an d e t Scale
nicht aageben Isfst. Als de r Nullpunkt des Scliiehers a n d e r Scale ein wsnig unter 0,3 Zoll gefiellt
w o r d e n war,vergrokerte ich dip Gratte des Bogens
ek und tles durch iim gefundenpn Bogens U P To
lange; bis die-?mere' Granze der. Farbenfireifen
c
138 1
auF de n Nullpunkt fie].
Dabei hatte ich der
Reihe nach ek = 2 3 O 1 2 ; 2 3 O 30 ; 2 3 O 45';
240 angenommen; wodurch ich erhielt ae = c
+ f ( a - e k ) = 850 31+'; 850 22;'; 850 15';
850 7+' und das Complement s des Einfallswin$(a
e k ) ; 5 7 O 162'; 57O 7St;
ke l s = go
570; 5 6 O 522'. Zugleich wurden die Oeffnungen fo lange, und zwar jedes Mahl mit einer urn
0,05 2011 kleinern verwechfelt , bis kein weifser
Streifen mehr Statt fdnd, fich aber nocli ltein
Griln zeigte, u n d fo wurde mo = 0,s 2,011 gefu n den.
Bei d e r Ietzten richtigen Stellung, wo ek =
240 und ae = 56O 524' war, hielt die I.5nge des
untern ausfahrenden mittlern Strahls So 24,s ZoH;
d e r violette und hlaue' Streif nah,m auf der Scale
0,4$ und d e r rothe und gelbe 0,33 2011 ein. Da
aber d e r obrre ausfahrenda mittlere Strahl urn
-
mo X c03.s
p o =Jn. tot.
= 24,336 2011.
+
t 0,1639
klei-ner ift, fo wird &rt
Fern er ifi die auf die AuffangnioX/in.r
flzche reducirte Oeffnung prn = --
Jim tot.
- 0,25 I
2011; fie ift aber kleiner als DJ, well die Strahlen'
divergiren , deren Ausbreitung fich jedoch mittelit
d e r Breite des Bildes und d e r Breite d e r OeffDung findet. Diefe Oeffnung war eben fo hreit
als lang, namlich 0,3 2011, unit gab fiir die Breite
d e s Bildes 0,s zoll; es war rlfo hier die von d e r
Beugung erzeugte Divergent = 0 , 2 , urn welche
die reducirte Oeffnung verrnehit werden mufs.
Daher wird 68 LL 0,451 und By
ya
0,225
c
139
3
2011; diefe von d e r Breite d e r Streifen = 0,425
und 0,375 abgezogen, giebt acD = 0,2 und $8
c 0,15. Da nun ffir die beiden aurcerfien Fara0 .fin. tot.
benfirahlen e l =-, und t ( = - -SE- -..;/ 80 tot. ifi,
Pm
EO findet man = 28' I I" und =: 2 I' 1 I". Solchemnach werden die Ausfallswinkel
<
. des IuCserfien violetten Strahls =3 3 O 35'4 1"
=3Zo
des mittlern
deq iiufserfien rothen
-
c
7'30''
3 2 O 46' I 9".
Und weil d e r Brechungswinkel = f a = 2 I 0 7'
30" ift, fo hat man die Brechungs - Verhdtniffe
f a r diefe 3 Strahlen 1,5352: I ; 1,5162 : 1 und
,,so I 9 : 1. Hieraus folgt die Farbenzerfireuung
M- m = o,oigo und m
M = 0,0143in Beqiehung auf die beiden Farbenftreifen.
-
Dafs hier die Farbenzerfireuung ungleich
feyn mufs, erhellt aus d e r ungleichen Breite d e r
Farbeoftreifen und aus d e r ungleichen Lange d e r
beiden ausfahrenden mittlern Strahlen. HTtte ich
such den P a um der'bei B36 ausgebreiteten Strah]en, oder @, von d e r Lange des Bildes abziehen,
und die Hdfte diefes Refies f a r die ZerRreuung
annehmen wollen, fo wilrden demungeachtet, wegen d e r verfchiedenen Entfernungen d e r P u n k te
m und o von d e r Auffangaacbe, die Zerfireuungs*inkel verfchieden feyn.
Es ift daher beffer,
die mittlere Farbenzerfireuung = i(M'- M> z u
Vergleichung der verfchiedenen Glasrrten zu erw 5hlen.
T a
der Beobachtungen und Berechnungen Jur
. . . . . .
. . . . . . .
D e r brechende Winkel
D e r Objectiv- Winkel
Entf~rntiirgdes Sonneazeigers von d e r Mittellinie
r o m brechenden Winkel
Das Cornplrrnrnt J dcs Einfallswiiikels
,
Entferniingder Mitte d.Oeffnnng vom brechenden Winkel
Tipfe des P u n k t s y oder <-y=
Oeffnting, welche w e d e r Werfs noch Griin giebt
Breite der bciden Streifen des Bildes
Griirrter aiirfahrendcr mittlerer Strahl = 80
Duffevent d e r L i n g e beldrr Strahlen = P O
Kleinfter ausFdhrender mitrlerer Strahl = \3m
Oeffnung fiir die Aiiffangflh'cbe reducirt = p m
Berigiing auF beiden Seiten, (LUS der Brette der Bildes
Hdlbe EntFernung = F y der beiden H a o p t l u a h l e n
Relt fiir die Zerftreuiing oder a,Qund
Zerftreuungswiirkel des Zufserlten Violetten
des b'ufserften Rorhen
AuaF~Ilswinkeldes Zuherlten Violetten'
des mittlertt
des iufserrten rotHen'Scrahls
Brechungs Verkiltnils des Zol3erften Violet, ad: I
dos mittlerv., m-: I
des Ztlfserlten R o t h , M :I
D i e Farbenterftreuung M'--nr
undm--M
hlittlere Farbenrerkreuung $(M'- M)
-
-
-
. .
. . . . . .
. . . .
. .
. .
. .
. .
-
.
.
.
. . . .
zf
-
-
- - -
--
-
-
. .
. .
. . .
. .
. .
. .
. . .
.
. . . . .
. . . . .
. . .
D i e Beobachtungen m i t Hiilfe des d r i t t e n
brechenden Winkels von 76;O Grid weniger tuverlaffig, weil ich dabei d e n Einflufs d e r Winden d e 9
*] HI. ProF. L i i d i c k e fiigte in dem B r i d e , der diele Be-
.
.
rchreibutig [cines Chromafkopo begleitete. noch die Verficherung hinzu: .,Mir ift aieres Chromafkop relir bequem, drvich micKeinmah1 auf d a ~ b t e l l e ndefrelben eingerjclitet habe. Ich kann jeden Sonnenlchein bentitten ;
auch hat man die Winkel noch nicbt bis auf f Grad mel-
I:
1-41
3
€ e l
die 3 brechenden IVininkeZ mpines Prisnia.
610 4<
42O 15'
76"
760
42" If
61" 45'
40"
62O
15'
7' 30"
53O
68'
37' 30''
so"
39O
200
52'
Wb
85"
5Ga
52'
1.1"
OJ1{
'
0,3"
0 4.''. , 0 , 3 i "
24.5))
0.1639"
24,336"
0.25 1 W
''
0.225))
0,2" ;0,I 5"
It"
11''
35' 41"
7' 30*'
32O 46' ;1
33'
33'
1,5352. : I
1,5162 : I
1,5019 : I
0,o150
0.0I43
0,o166
go"
0.7"
0,ss"
0,866"
0.O76"
0,7"
I ,2"
o,(Y; 0 , g
o,?" ; 0.6"
rl$
0.5 440"
1 I"
I , I212"
23,856'
o.J40<
0,4Z:6''
9,8728"
0.2"
0.2"
28'
21'
15'
0.3c
0,38"; 0.28''
54 4c
3$i 26"
51° 54 4<
5to
500 20" 3 4
1.5337 : I
1,514.1: I
1,5002 : I
0.0 I93
0,I"
0,2638"
0,336' ; o 36"
1"
10
?I"
69"
67"
5(:
57.'
2(i
25'I
4'
2y
7' 30"
33'
5"
1,5364 : I
1,5176: I
1 . ~ 0 2 1: I
0,o I42
0,OlSS
0,0155
0,0167
0,0171
Glares, d i e Gch vorziiglich an diefem Orte gehauft hatten, durch cias Verfchieben des Prisma
n i c h t ganz verhindern k o n n t e *)
fen ksnnen. Ich bin iiberreuet, dafr , wcnn die Scheibcn
und das Rohr aus Mefling gemacht, dar Uebrige a b e r v o n
HoIt gearbeiret wird. und wenn m a n . d i c Winkel der
Prisma mit eioem dazu eingerichtcren WiiikelmerIer
mirst. die Genauigkcir lich h6her air bir auf 5.i Grdd rreiG i I b erc.
ben 1;Lt."
c
'42
1
A N H A K C .
Ein vwbeJfertas anaktaftvchcs WerKzcug.
Da ich rnir von demfelben Glasftiicke, von
welchem das Prisma rneines Chrornafkops genornmen w a r , ein Parallelepipedurn hatte fchleifen
Iaffen, deffen gegeniiber Behende Seiteoflachen
fehr gut paralJel waren, fo wilnfchte ich, d i e
Brechung durch daffelbe fo genau als moglich zu
befiimmen, urn fie mit d e r durch das Chromafkop
gefundenen vergleichen zu konnen.
Diefe Abficht fchien mir d r s von K e p l e r angegebene
W e r k z e u 6 a us z w e i r e c h t w i n klig zu fa m m e n ge fe t zten Brettern zu erfilllen, wemn cs fo eingerichtet
wird, drfs man rnit m e h r Sicherheit beobachten
kann *). Diefes habe ich auf folgende Art zu erreichen gefucht.
,
D a s verbefferte Werkzeug ift ein ungleich
h o h e r rech;winkliger Icaftrn, d e r 8 2011 lang u n d
4 2011 breit iR. iklrnn (Taf. 111. Fig. 4.) ftellt ein e n vertikalen Durchfchnitt diefcs Kaftens i n d e r
N5h-e d e r Hinterwand v o r , welche die gezeiclinet e Gefialt hat. Die Seitenwand fk i f t 33 2011, die
gegeniiber ftehende Wand mn und die vordere,
nicht in d e r Zeichnung ausgedruckte Wand ifi
,'
*]
Die Merhade der D u c d e C h a u l n c r mir dcm Mi.
krofkope palct nur fur Glarplatten, weil nur bei fphr
kleineit Linlea die Stellung Cehr genau r e p m u h ; fijiir
meinen Glarwiirfd. der uber 2: 2011 dick w a r , fie1 mir
kcin einfachrrer lnftramenr bei, a h diefer.
L.
c
ober nur
143
3
2011 hoch.
Far GIasparallelepiperia
von geringer Ho h e o d er f a r Glasplatten i f i es beffer, den Kaften 1 2011 niedriger zu machen, und
2
die Vorderwand, welche in d en zeich o un g nicht
ausgedruckt ift, ganz wegzulalfen. lib ift e i n
Diopterlinial, derlen .3 2011lange melfingene Dioptern h und b iiber den Kaften herein gehen; noch
zweckmafsiger als dallelbe ware ein kurzes Fernr o h r rnit einern Fadenkreuze. Das Linial ifi a n
d e r Hinterwand fo befeftigt, dais deffen Richtung
. m i t dem Boden des Kaftens einen Winkel von 45
Graden mocht. Das Diopter bei b hat einen iiufserft feinen horizontal liegenden Silberdrrth u n d
da s Diopter h einen eben lo liegenden feinen Rifs,
d e r zur EinGcht dient. Die perpendiculare H o h e
ab des Drathes vom Boden des Kaftens betragt
be i inir 4 2011, und hb ift 6 dresdner Zoll. Auf
dem Boden des Kaftens liegt ‘eine weifse ICartenpappe, auf welcher ae = ab gernacht und ae in
100 gleiche T heile getheilt ill.
Diefe Tbe ile find
mit 4 Zoll langen Linien angegeben, welche v o n
e nach a gezahlt werdcn.
Damit aber d ie Abfichtslinie genau auf die Linie e falle, richtet m a n
das Diopterih fo ein, dais esgeftellt u n d feft ge1
fchraubt wdtrden kann. Wenn man nun ein gliifernes Parallelepipedurn auf die gezeichnete Scale
l e g t , fo darf man nur den PunktJ ocier die Linie
i n derfelben bemerken, welche i n tier nunmehr
gebrochenen ViGrlinie erfcheint folglich eJ und
zugleich cd rnelfen.
Die Bertimmung tles Bre-
c
144
3
chungsverhaltniffes hat alsdann wenig Schwierigkei t.
Es fey namlich cd und gfrenkrecht a u f d e , fo
verhilt fich der S i n u s des P~iafailswinkelszum Sinus des Brechungswinkels, oder J;n.cgp :Jin.cfg
-cg
-
dJ
cda
+ de2
de = cd ift, fo hat man
Weil aher hier
cf =/ x - c3(Tpdy+ I),
cg
d a s Brechungsverh~ltnifs in gemeffeneo Grohen
?usgedruckt.
Die Seiten meines glafernen Wilrfels find, in
Theilen d e r - Scale gemeffen, 67;, 60 und 57,
und gaben folgende Refultate:
Diefe Brechungsverhzltniffe ftimmen mit Renen des Prisrna in den heiden rrftrn Drcimalfiel]en flberein. Eine vie1 grocwre Cenauigkeit kann
man hier oicht e r w a r t e n , da man bei d e r Meffung
kaum fo weit hat qehen konnen.
111.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
552 Кб
Теги
chromaskops, eine, beschreibung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа