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Beschreibung eines Maximum- und Minimum-Barometers und einige Bemerkungen hierber.

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IV. Beschreibung eines Maximum - und Minimum - Barornvters, iind einige Bemerkungen
hieriiber; oon G u s t a o E i s c h o f in Bonn.
D i e Construction eines Maximum - und Minimum-Barometers, welches, wie die bekannten Maximum - und Minimum - Thermometer, das Maximum und Minimum des
Barorneterstandes innerhalb einer gewissen Zeit markirt,
ist schon langst als ein Bedurfnirs gefuhlt worden, und
es fehlt auch nicht an fruheren Versuchen, ein solclies
danustellen. ' So wie mir scheint, ist diesem Ziele Hr.
Gei€sl(f@cein sehr geschickter Glasbliiser, so nahe, als
man nur immer wiinschen kann, gekommen. Schou seit
Ianger als einem Jahre ist er damit beschaftigt; zu verschiedeuen Zeiten zeigte er mir seine progressiv fortschreitenden Verbesserungen ; mancherlei Projecte zur weiteren Vervollkommnung tauchten zwischen uns auf. Mit
unermudlicher Beharrlichkeit verfolgte er sein Ziel, scheute
keinen Zeit - und Geldadwand, und brachte sonach der
Wissenschaft iiicht unbedeutende Opfer. Seit Anfang
dieses Jalires Oberliefs er rnir sein Instturnenf, kin dainit
Beobachtungen anzustellen und es zu prufen.
Ich lasse demnachst die Beschreibung desselben folgen, und theile hierauf einige Bernerkringen mit, zu welchen meteorologischen Beobachtuugen es sich vorzugsweise eignen mochte.
Eine gewohnliche Earometerrohre ab, Fig. 9 Taf. I,
ranger als 28 Zoll, ist in eiii kugelformiges Gefik g h f t dicht eingeschmolzen, und endigt sich in der Mitte desselben trichterformig. ,4n dein Gefike ist eine zweite
Barometerrohre c d angeblasen, welche sich obeu etwas
verengt, und unten heberfiirmig umgebogen ist. Werden
heide Riihren nebst dem Gefske g iiiit Quecksilber ge-
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fiillt und ausgekocht, und die Rahre ab in ein mit Quecksilber gefiilltes Gefafs gestellt, so wird in ihr das Quecksilber bis zuin augenblicklichen Barometerstandc herabsinken, und z. €3. an der Miindung b stehen bleiben.
In der zweiten Rijbre wird das Quecksilber etwa bis zu
c herabsinken und das Ueberschiissige aus d nuslaufen.
Ueber diesen beiden Quecksilberstkden wird sicli mithin eine Torricellische Leere bilden, W e n n nun der
Luftdruck zuniinmt, so wird bci b so vie1 Quecksilber
ausflicfsen, bis die Hiihe der Quecksilbers~uledern Luftdrucke entspricht, uud das Quecksilber iu dein Gehifse
f wird sinken. J e weiter dos Gef;ifs ist, desto griji'ser
wird die bei 6 ausfliefscnde Menge des Quccksilbers scyn.
Es ist klar, dafs aiicli die Riilire c d ein Barometer ist,
und mithin die Quccksilbers~ule darin ebenWIls durch
ziinehmenden Luftdruck sich verlzngert ; dn aber die
Rijlirc bei c und d sehr eng ist, ungefiihr Lin. Durchinesser hat, wiihrcnd der Durclimesser des Gefafses ungcfiihr 2 Zoll ist, so v c r h d t sich, der Quersclinitt jener
Rijhre zu dem des Gefiifses wie 1: 9216. Die grijfsere
Menge Quecksilber, welche also wegcn der Vcrliiiigcrung
der Quecksi1bers:iule in c d stehcn bleibt , verscliwindet
gcgcn diejenigc Quaiititlit, welche durch den veruielirten
Ltiftdruck aus dein Gcfiifse f in die Rijhrc ab getrieben
w i d und tinten bei b abtliefst. Ucbrigens knnri man
diese, im Verlid1nifs zii dcr ganzen Mengc Quecksilbers,
welclie abfliefst , verschwindende Quantitiit, die in der
Rijhre c d zuruckbleibt, in Reclinung bringen.
Die heberfijrmig gebogene Rijlire h i k dient als Skale
fiir das bcschriebene Barometer. Sind die Durchmesser
dieser Rijlire und des Gef3fses f genau ausgemittelt, so
Gndet sicli die Hijhe des in die Mefsrijhre abflielbenden
Quecksilbers, wenn das Quecksilber in dem GehCse z. €3.
urn 1 Linie gesunken ist. Mali hat es daher ganz in
seiner Gewalt , die geringste Zunahine des Laftdriicks in
der Mefsrohre noch merklich zu machen. 1st z. B. der
+
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Querschnitt des Gefafses f zwanzig Ma1 so grofs wie der
der Mefsrijlire, so wird ein Steigen des Quecksilbers im
Gefafse ein Steigen von 20 Linien in der Mefsrohre geben. E a c h diesem Verhaltnisse der beiden Durchmesser ist die Mebrohre graduirt ).
Es vcrsteht sich von selbst, d a k die Quecksilbersaule in dem Gefilse f wcnigsiens so hoch seyn miisse,
als die Raronieterveranderungen an dem Orte betragen,
w o das Barometer aufgestellt werden soll, und dafs mithin ik, nacli dew eben angefuhrten Beispiele, wenigstens
zwanzig Ma1 so lang seyn miisse, als die Quecksilbersaule in dein Gef3fsc.
Die Ziffern a n der Melssriihre richten sich natiirlich
nach der Hiihe des Orts iiber der Meeresfkche. 1st
z. 13. der mittlere Barometerstatid 27 Zoll, so korniut
ungefahr die Ziffer 27 a u dem in der Mitte der Mefsriih re be fi n dli ch en T h eilst ri ch zu s t eh en.
1)as Stcisen des Barometers niinint man nicht blofs
a n der Verkingerung dcr Quccksilbersaule in der &'el'sriihre walir, sondern man hart cs schr deutlich; denn
da die bei b ausfliefseuden Quecksilbertropfen in einer
Torricellischen Leere auf das in d c stcliende Qtiecksilb e r hcrabfalleu, so verursacht diefs ~hnliclieSchlage wie
im Wasserlmnnier. Uiese Sclilage sind so laut, d a k
man sie iiberall in einem grofsen Ziininer liiiren kaun,
worin das Barometer aufgestellt ist. Uefindet sich daher das Barometer iin Sclilaliimmer, so kann man wzhrend der Nacht deutlich liiiren, o b es steigt. Die Ausflursrohre bei b ist so sinnrcich construirt, dafs nicht
groEserc Quantitaten Quecksilber stofsweise ausfliefsen,
1) Es ist
indefs niclrt duchnus niithig, dafs die Mefsrijhre zweischenklich ist. Sic knnn eben sowohl P U S einer einzelnen graduirten Rohre
bestehen, und begreiflirherweise verdoppelt sich dann die Empfindlichkeit. Der Kiinstler hat einer zweischenklichen Rohre den Vorzug
gegeben, weil in ihr i i e Beweplichkeit des Quecksilbers rerhindert,
dah beim Abtropfen desselhen keine Luftblasen eingcfangen werden.
360
sondern das Ausfliefsen stets tropfenweise erfolgt. Es
machte dem Kunstler besondere Miihe, bis er die gehorige Construction dieser AusfluEsrohre fand, damit dieser
Zweck erfullt werde. In dem Barometer, welches ich
von ihm besitze, fallen 261 Tropfen Quecksilber ab,
wenn es uin I Linie steigt. Zahlt man daher die Schlage
innerhalb einer gewissen Zeit, so kann man daraus auf
die Hohe, urn welclie das Barometer iu dieser Zeit stieg,
schliefsen. Erfolgt das Steigen rascb, so hort man aucli
die Scblsge rasch hinter einander und umgekchrt. Beobachtet man das Barometer nur eiuige W o c h e n lang in
seinein Wohnzimmer, so kommt inan bald dahin, ails
den schneller oder langsamcr auf einandcr folgenden
Schlagen auf dic gcwiilinlichen Folgen des schnelleren
oder langsameren Steigens des Barometers zu schliefsen.
Liest inan jcdcsmal innerhalb einer gewisseu Zeit,
z. B. innerlialb 24 Stunden, a n den Mefsriihren a b , so
fiudct inan das Maxiinuin des Baroineterstandes fur diese
Zeit. E s ist abcr freilich zu bemerken, dafs dieses Maximum abhangig VOB der Temperatur ist, die zur Zeit, als
t's eintrat, herrschte; daher findet es sich uur approxiiiiativ, und in dieser Bcziehung l&t das Barometer noch
ctwas ZU wunschen ubrig ). Der Kiinstler hatte jcdocli
die Absicht, diescn Mangcl auf folgende W e i s e zu ergsnzen:
Er beabsichtigte n ~ m l i c hdas Gefiifs f a n eiue Metallstange zu hangen, dcren oberes Ende oberhalb des
Barometers a n der Mauer befestigt ist. Kennt inan das
Ver1i:iItnifs der Ausdehnung zwischen dem Quecksilber
iiud dieser Stange, so bestimmt sich daraus die 13ngc,
welche man dcr Stange zu geben hat, damit ihre Ausdclinung, durcli irgend eine Temperatur, der des Queck1 ) Es gilt iibrigcns fiir Jieses Barometer, wie I'iir jedcs anderc, die
allgemeine Regel, es an einem Oite auhuhiogen, wo die Temperatrlr
sich wenig andert.
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silbers in der Barometerrohre gleich wird. Das an das
untere Ende der Metalistange befestigte Gefafs f wiirde
also unter diesen Umstanden durch die Zu- oder Abnahme der Temperatur um eben so vie1 binab- oder hinaufgeschoben werden, als die Qoecksilberskile sich verIangert oder verkurzt. Auf diese Weise wiirde sich der
Barometerstand nach der jedesmaligen Temperatur von
selbst corrigiren. W e n n aucb diese Correction nicht abL
s o h ware, da die Metabtange friiher von der Temperatur afficirt werden wiirde, wie das in die Glasrohre
eingeschlossene Quecksilber , so wurden doch die Wirkungen der verlnderlichen aufseren Temperatur dadurcli
gro fstentheils eliminirt.
I)a indefs die lineare Ausdehnung des Quecksilbers
ungefghr zehn Ma1 so p f s ist, als die des Kupfers, so
wurde die Stange, wenn man sie aus Kupfcr macben
wollte, eine sehr unbequeme LYnge bekommen, und daher mijchte es vorzuziehen seyn, die Metallstange an den
kurzen Arm eines einarmigen Hebels zu befestigen, an
dessen lhgerern Arme das Quecksilbergefafs befestigt
ware. Es ist ubrigens nicht zu verkennen, dafs bci der
Ausfiihrung dieser Idee inanche practische Schwierigkeiten entgegentreten diirften.
Nachdem man bei der dermaligen Einrichtung des Barometers das Maxiinum des Barometerstandes innerhalb
einer gewissen Zeit gefunden hat, so offnet man den
Hahn I an der Mefsriihre und lafst eine Portion Quecksilber in ein kugelfiirmiges Glasgefifs fliefsen, welches
in eine Spitze ausgezogen ist, um das, Quecksilber wieder bequem in das Gefab f zuruckgiefsen zu konnen.
Sollte das Quecksilber noch nicht bei b zum Ausfliefsen
kommen, so wiederholt man dieses Ablassen so oft, bis
das. Quecksilber ausfliefst. Beobachtet man, nacbdem der
letzte Tropfen ausgeflossen ist, den Stand des Quecksilbers in der Mefsrohre, so findet sich der Barometerstand
im Augenblicke der Beobachtung, und es ist klar, dafs
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wenn gerade in diesem Momente das Maximum eingetreten seyn sollte, eben so vie1 Quecksilber ausfliehen
wird, als zugegossen worden ist, und es wird in der
Mefsralire auf den vorigen Stand zuruckkoinnicn.
So kann man durcb diese Manipulation zu allen
Seiten den augenblicklichen Barometerstand bcobacliten,
abcr ungefdir zwanzig Ma1 kleinere Theile ablcsen, wie
beiin gewiihnlichen Barometer. Auch kann inan d a m ,
begrciflicherwcise, die Correction megen Thermometerstand anbringen.
Um das Verhdtnifs des Durchmessers der MeCsriihre
und dcs GefzCses f genauer als durch diese blofse Mcssung zu ermitteln, ruht das letztcre, was in der Zciclinung nicht angegeben ist, auf eincin eingetheilten holilcn inessingencn Cylinder, wclcher sicli in cinein zweiten Cylinder, wclcher als Spamiring dicnt, und auf welchein ein Nonius sich befindct, inittclst eincr Mikrometerscliraube auf - und abscliicben liifst. Dicse Vorriclitung client als cigcntlichcs Calibrir - Instrumcnt; denn wird
das Gefiifs f von Linie zii Liuie hinaufgcschraubt , so
flierst die einer jeden Linie entsprechende Mcnge Quccksilber BUS b in die andere Riihre und ails d i n die McTsriihrc, wo dcr jcdcsuialigc Stand dcs Quccksilbers markirt wird, und die so erhnltenen Thcile geomctrisch iu
eine beliebigc Zalil klcirierer Tlieilc getlieilt werdcn. Die
Theilong auf der Mcfsriilire ineines Barometers gestaltct,
bis zu 0,0069 einer Par. Linie genau zu inesscn. M a n
sielit ein, daCs auf diese W e i s e eine Unglciclilieit im Caliber der Mefsriihre keinen merklichcn EinfluCs auf die
Genauigkeit dcr Eintheilung haben konne. Es vcrstcht
sich tibrigens von selbst, dafs diedes Calibriren zu eincr
Zeit vorgenoinmcn werden iniisse, wo sicli das Barometer wenig oder gar nicht v e r h d e r t , weil sonst die Meiige
des bei d ausfliefsenden Quecksilbers nicht ganz gleich
ist der des bei 6 einfliefsenden.
Mittelst dieser Vorrichtung larst sich auch sehr ge-
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nau ermitteln, wie vie1 Tropfen Quecksilber bei b ausfliefsen, .wenn das Barometer z. B. um 1 Linie steigt.
Durch eine sehr lungsame I ) Elevation des Gefifses f
um 1 Linie habe ich gefunden, dafs 261 Tropfen abfliefsen, und wiederholt man diefs mehrere Male, so find e n n u r Unterscliiede von 1 bis 2 Tropfen statt. Ein
jeder Tropfen, den man dalier bei b abfallen hort, entspricht einem Steigen des Barometers urn ungef2lir
einer Par. Linie:
So kann nian namentlicli bei Nacht,
vvenn das Barometer im Steigen begriffen ist, (lurch Ziihlen der Tropfen, so genau, als inan nur iininer wunschen kann, das Steigen des Barometers bestimmen.
Das Minimum-Barometer, Fig. 10 Taf. I, bestelit aus
einer Earometerriihre UP, an welche oben ein 1:. Zoll
weites, ausgeschliffenes, cylindrisches Gefzfs y und unten zwei Schenkel a B und ct 17, angeschmolzen sind.
Beide Scheukel sind mit eisernen HHIinen versehen, urn
das Quecksilber wiihrend des Transports absperren ZLI
kiinnen. Das Princip dieses Minimum-Barometers ist im
Allgemeinen dasselbe , wie das des Maxiiriuin -Barometers ; nur init dein Unterschiede, d a b das Quecksilber
bei 77 ausflielst, wenn das Barometer fillt, wlihrend es
beiin Maximum -Barometer bciin Steigen ausflierst. I)as
@uechsilber sainiiiclt sich auch in einer Mclsriihre, und
die Ausflufsrohre ist bei 71 ebenfalls so construirt, dafs
das Ausflieben nur tropfeuweise erfolgt. Findet bei detn
Minimum-Baroineter dasstlbe VerhBltnils zwischen den
Durchinessern des Gefakes y und der Mefsriihre statt,
wie bei dem Maxiinriin-Barometer, so ist klar, dafs jenes dieselbe Empfindliclikeit wie dieses besitzen werde.
1 ) Sclrraiibt man nErnlich srhnell in die 116Iie, so wird augenblicklich
eine verldltnifsmhfsig grofse Menge Quecksilber bei b zum AusflieLcn gebmcht, und. es bilden sich grofsere Tropfen, als beim langsaInen Erheben des GrfETses. Daher kommen i n diesem Falle eine
kleinere Zahl vou Tropfen bei gleicher Elevation zum Austlusse, wie
beim langsamen Schrauben.
'
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L)a das hier abtropfende Quecksilber durch einen
luftvollen Raum fallt, so hort man es nicht in solchen
Schlagen fallen, wie beim Maximum - Barometer. Um es
jedoch fur den Beobachter hiirbar zu machen, fallen die
Tropfen in das birnfiirmige Glasgefifs E , das an eineiii
Faden hangt und dessen Spitze in den Trichter der Mefsrohre sich miindet. Durch das Einfallen des Quecksilbertropfens kommt dieses leicht bewegliche Gefafs in eine
schwingende B e w e p n g , stofst an den Trichter und bewirkt dadurch ein Klirren, das sich wesentlicli von dem
Schlage des Quecksilbers in der Torricellischen Leere
des Maximum-Barometers unterscheidet. Selbst im schlaftrunkeuen Zustandc, wiihrend der Nacht, kann inan sehr
deutlicli diesen Schlag von jeuem Klirren unterscheiden,
und mithin wissen , ob das Barometer steigt oder fillt.
Man sieht leicht ein, dafs auf das Minimum-Barometer der Wechset der Temperatur keinen Einflufs liaben
kann; denn der Luftdruck tragt eine Quecksilbersaule
von bestimmtem Gewicht, gleichviel ob sich diese Saule
durch den Weclisel der Temperatur verlangert oder verkiirzt. Man findet daher das Minimum dcs Barometerstandes ganz unabhiiugig von dcr Tcmpcratur in dem
Staiide des Quecksilbers der Mefsriihre fiir einen gewissen Zeitrauin. Hat man dieses Minimum notirt, so iiffnct
man den eisernen Hahn an dcr Mel'sriihre, lafst eine Portion Quecksilher in das kugelfiirmige Glasgefafs fliefsen,
uiid giefst es durch den Trichter in die Riihre a 3 zuruck. Sollte das Quecksilber noch nicht bei z i m Ausfliefsen kommen, so wiederholt man dieses Ablassen so
oft, bis es ausfliefst. Auch dieses Ausfliefsen erfolgt, wie
beim Maximum-Barometer, so schnell inan auch das Quecksilber zugiefsen mag, tropfenweise.
Beobachtet man, nachdem der letzte Tropfen ausgeflossen ist, den Stand des Quecksilbers in der Mebrohre,
so findet sich, wie beim Maximum-Barometer, der Barometeretand im Augenblicke der Beobachtung. Sollte
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gerade in diesem Moinentc das Minimum eingetreten seyn,
so wird ehen so vie1 Quecksilber ausfliefsen, als zugegossen worden ist, und es wird in der Mefsrohre auf
den vorigen Stand zuriickkommen.
Sollen die beiden Barometer an irgend einem O r t e
aiifgestellt werden, dessen rnittlerer Baroilleterstand ailproximativ bekannt ist, so wird auf zwei Bretter, die
hinter die beiden Mefsriihren so befestigt werden, die
Zahl dieses mittleren Baroineterstandes auf einem ungefshr in der Mitte der Mefsriihre befindlichen Theilstrich
iiotirt. Auf der Zeichnung steht z. B. die Zahl 27 in
der Mitte der beiden Mefsriihren. Mittelst des MinimumBarometers bestimlnt inan den augei~blicklichcn Barometerstand, indeiii m a n , nachdem vorher durch den Trichter in die Rohre a d so viel Quecksilber gegossen word e n , d& ein Theil davon bei q ausgelaufen ist, die
Hiihe d y genau m i t t . War z. B. dieser Barometerstand
26,5, so giefst inan in die beiden Mersrohren so viel
Quecksilbcr, bis es auf den Theilslricli 26,5 zu stehen
komint. Nun siiid die bciden Baromcter regdirt. Der
Bequemlichkeit wegen kann inan cine Slialo neben das
Minimum -Barometer befestigen, inn nacli Gefnllcn von
Zeit zu Zeit diese Kegulirung leicht vornehlnen zu kiinncn.
Es vcrsteht sich, dafs diese Regulirung jedesmal sht[liabcn
1nufs, wenn riclleicht durcli irgcnd einen Ziifall aus dein
einen oder andern Barometer ctwas Quecksilber verloren gegangcn scyn sollte. Das Maximum -Rarometer kann
in diesem Falle auch dadarcli regdirt werden, dnfs das
Gefsfs f mitt elst der Mikrometerschraube hinaufgeschraubt
wird, bis so viel Quecksilber ails d ausgelaufen ist, dal's
es in der Mefsriihre ,auf den], den augenblicklichen Barometerstand entsprechenden Theilstrich zu stehen komint.
Nach den Erfahrungcn, die icli seit acht Monaten
durch tagliche Beobachtun;: der beiden Baroinuter gemach:
hahe, durfte es fur Meteorologcn cin schiitzenswerthes I n strument merden. Nicht dcshalb, weil man dainit die Baro-
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rdeterstlnde vie1 genauer als mit den gewohnlichen Baroinetern niessen kann, soudern weil niaii zu jedcr Zeit
des Tages und der Naclit hiirt, welche V e r h d e r u n g e n
in dem Laftdrucke von Statten gehen. In dieser Bcziehung hat es gewirs Vorziige vor dein gewiilinlichen
Barometer; denn der eifrigste Meteorolog kann doch unmiiglich ohne Uiiterbrechuni; die Oscillationen seines Bnrometers so beobachtcn, wie sic sich bei dein in Rede
stehenden Barometer xvon selbst incrkbnr machen. Hiirt
er fiir Iiingere Zeit w e i e r die S c l i l ~ g edcs Maximum-Barometers, uoch das Klirren des Minimum -Barometers, so
weirs e r , dafs keine Veranderungcn im L d t d r u c k e v o n
statten gchcn.
EIiirt er nber das eine oder dns andere,
so kiindigt fich ilini eine Vcriindcrung des Luftdrucks
a n , uud folgen die Scliliige oder das Klirrcii rnsch n u f
einander, so wild er angetricben, seinc Aufmerksamltcit
zu verdoppeln.
Man weirs, dafs langsamc Versndcrungcn dcs Luftdrucks andere Wilterungs - Veriinderungen herbeifuliren,
als sclinelle; ein stetes Steigen oder Fallen des Barometers andere, als ein Oscilliren des Quecksilbcrs. Alle
diese VerSnderungen im Luftdrucke knnn mau abcr a n
unserem Baroinetcr auf die leichteste Weise walirnehmen. Es ist mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dnrs
der aufmerksaine Bcobacliter aus den Zeitintervallen zwischen den Schlagen des Maximum- und dem KIirrcn des
Minimum-Barometers bald dahin kommen werde, auf bestiininte Witterungs - Versnderungen zu schlieken.
Die Anfertigung dieser Barometer fordert, wie man
leicht einsieht , einen geschickten Glasbliiser ; denn die
lufldicbte Verbindung der einzelrien Theile eines jeden
Barometers ist niit Scliwierigkeiten verbunden.
Noch
scliwieriger ist das Auskochen. W i r d mein Maximum-Barorncter gencigt, so fiillt sich die Torricellische Leere in
g so vollliommen rnit Quecksilber aus, dafs man auch
nicht das kleinste Luftbliischen bemerken kann. Ebeii
/
367
so ist es beim Minimum-Barometer der Fall, wenn inan
es neigt und bei S Quecksilber nachfullt.
Man inacht vielleiclit die Bemerkung, dafs durch die
bestiindige Circulation des Quecksilbers nach und uach
Luft in die Torricellische Leere der beiden Barometer
iibergefuhrt, und mithin ein ofteres Auskochen derselben
nothig werde. Da indefs ein langer Zeitraum verfliefst,
ehe die bedeutende Menge Quecksilber in dem Gcfifse
f durch die Oeffnung b ausfliefst, und da die Rfihre bis
auf den Boden des Gefsfses reiclrt, so scheint sicli wahrend dieser Zeit alle Luft, welchc dns Quecksilber beim
iviederholtcn Eingiefsen eingefangen hat, ails dem Quecksilber wieder zu entwickeln. Ich babe wenigsteiis nicht
bemerkt, dafs, seitdein ich das Barometer besitze, die
Torricellische Leere weniger vollkominen geworden sey.
Was das Mininium-Barometer betrifft, so kann das bei
S eingegossenc Quecksilber nie in die Barorneterrohre und
in die Torriccllische Leere kommen, sofern nur der Schenkel a B hiiher ist, als der Uriifang dcr Barometer-VerSnderungen. Ucberdicfs vcrsicliertc mir der Kiinstler,
dafs selbst d a m , als er feuclitcs Qiiecksilber in das G e f;irs f eingok, sich doch kcinc Spur von Feuchtigkeit in
der Torricellischen Leere zeigte. \Venn nun das W a s ser nach rind nach verdunstet, ohne i n die RBhrc uberzutreten, so darf man wohl erwarten, dafs aucli die bcim
Eingiefsen eingcfnngene Luft sich nnch rind nacli wieder
entwickeln wcrde, ehe dieses Quecksilber erst nach Iangerer Zeit in die Riihrc tritt.
Um jede, nur kurze Zeit anhaltende Oscillation in
dem Luftdruckc wahrzunehineii, ist freilich einigc Aufinerksamkeit nothig. So lange man, ohne liingere Unterbrechung, das Maximum - oder Minimum -Barometer
hort, weifs man, dafs der Lultdruck stctig z u - oder abnimmt. Hart ~ n a ni n d e k cine Zeit lang z. B. das Masimum -Barometer, und hiireii dann platdich dic Schliige
auf, so ist der Luftdruck enlweder constant gcworden,
36s
oder er nimmt ab. Nun mufs man, urn zu entscheiden,
welcher dieser beiden Falle eingetreten ist , Quecksilber
ails der Mefsrohre des Minimum-Barometers ablassen und
bei d eingieben. Nachdem das iiberschussige Quecksilber
wieder bei
abgetropft ist, wird man bald horen, o b das
Klirren sicli fortsetzt oder wieder aufhort. Setzt es sich fort,
so nimmt der Luftdruck a b ; setzt es sic11 nicht fort, und
hiirt man auch nicht das Maximum-Barometer, so ist der
Luftdruck stationiir geblieben. Um mit volliger Sicherheit
entscheiden zu kiinnen, ob wahrend jener Pause, in der
mau nichts geliijrt hat, wirklich keine Oscillation im Luftdruckc stattgefunden habe, lal‘st man auch aus der Mefsriihre des Maximum -Barometers etwas Quecksilber ab,
und giefst es in das Gefzfs f zuriick. Findet sich nach
dern Abtriipfcln des Quecksilbers. wieder derselbe Stand
iu der MefsrBhre, so zeigt auch diefs, dafs wiihrend dcr
Pause’dcr Luftdruck stationzr gcbliebcn ist. Kommt bingegcn das Quecksilber in der Mefsriihrc nicht auf den
vorigen Stand zuriick, so hatte sicli der Luftdruck wshrend der Pause etwas vermindert.
Auf dieselbe W e i s e , wie man, nachdem einc Zeit
lang das Maximum Barometer gehiirt worden ist, erkcnnt,
o b die cintretende Pause eine F’olge cincs statioiiiir gewordenen oder verininderteri Luftdrucks ist , kann man
auch umgekehrt wabrnehmen, ob, iiachdem eine Zeit lang
das Minimum -Barometer gchiirt worden ist, und hierauf
cine Pause eintritt, dieselbe eine Folge eines stationar
gevrordenen oder vermehrten Luftdrucks ist. Tritt nzmlicli eiue solche Pause ein, so lafst m a n aus der Mefsriihre des Maximum- Barometers ctwas Quecksilbcr Busl a d e n iind gieEse es in das Gefzfs f zuruck. 1st dns zugegossenc Quccksilber wieder abgelaufen und setzen sich
die Schkige fort, so ist es cin Zeichen, dafs der Luftdruck wieder zunimmt. Hiiren aber die Schliige auf, so
ist der Luftdruck statiouar geworden. Eben so wie vor.hill kann inan nun init viilliger Sicherheit entseheiden,
ob
369
ob wlihrend der Pause wirklich keine Oscillation iu dem
Luftdrucke stattgefunden habe. Lafst man namlich aus
der Mcfsrohre des Minimum - Barometers etwas Quecksilber a b rind giefst es wieder zuruck, so findet sich,
wenn nath dem Abtropfeln desselben der vorige Stand
in der Mefsrohre wieder eintritt, dais der Luftdruck wahrend der Pause stationar geblieben ist. Kommt hingegen das Quecksilber in der Mefsriillre nicht auf den vorigen Stand zuriick, so hatte sich der Luftdruck wallrend
der Pause etwas vermehrt.
.
Alles was ich iiber Oscillationen im Luftdrucke von
kurzer Dauer oder uber einen kurzen stationarcn Sland
bemerkt habe, Iafst sich in folgende allgemeine RegeI
zusammenfassen: Will man die geringsten Oscillationen
in dem Luftdrucke wahrnehmen, so’lasse man von Zeit
zu Zeit aus beiden Mefsrohren Quecksilber ab und giefse
es i n die respectiven Barometer zuriick. Arif diese W e i s e
bleiben- beide Barometer stets bis ziim Auslaufen angefiillt, und die geringste Veriinderung im Luftdrucke wird
sich in dern einen oder andercn I-laromctcr zu erkennen
geben. Dieses Ablassen kann man von Stunde zu Stunde,
oder in noch kiirzeren Zeiten wkderholen. I n weniger
als eincr halben Minute kann dieses Ablassen und Zugiefsen bewerkstelligt werden.
Sind die Barometer stets so vorgericlitet, so ist man
leicht im S t a n d e , bei irgend eiuein aukerordentlichen
Ereignisse wahrzunelimen, ob dasselbe einen Einfluk auf
d e n Barometrrstand habe oder nicht. Bekanntlich herrschf
selbst bei einigen Physikern, der Glaube, dafs Erdbeben einen Einflufs auf den Barometerstand haben; wenigstens finden wir-bei Mittheilungen dieser Ereignisse meistens den Stand oder die V c r h d e r n n g e n des Bsrometers wahrend der Erdstofse angefuhrt. Obgleich nach
den sorgfsltigen Beobachtungen, welche C a c c i a t o r e in
Palermo wahreiid 57 Erdbeben in Sicilien anstellte, weder in dein relativeu Stande des Barometers, noch in der
Poggendorfl’s Anoal. Bd. LX.
24
370
Richtung seiner Bewegungen, noch in der Grirfse seiner
Schwankungen irgend etwas Eigenthumliches oder hufserordentliches sich zu erkennen gegeben hat, so wurde
doch, wenn inan in dem Augenblicke eines Erdbebqns
in der NYhe der i n Rede stehenden Barometer wiire, der
niindeste Einflufs desselben auf den Barometerstand sich
sogleicli manifestireii, vorausgesetzt, dais kurz vorher die
beiden Barometer gefullt worden wzren. J a selbst d a m
noch wurde sich ein solclier Einflufs zeigen, wenn das
Barometer kurz vorher im Steigcn oder Fallen gewesen ware.
Ich babe schon vorhin beinerkt, dab ich nicht deshalb die genannten Barometer fur schstzenswerthe Instrumente halte, weil sie die Baroineterstznde vie1 genauer angebcn, als das gewijhnliche Barometer, sondern
weil sie, ohne dafs man nirthig hat immerfort zu beobachten, die Veriinderungeu in dem Luftdrucke durch das
Schfagen oder Klirren anzeigen. In der That, was kann
es nutzen, die Barometerstande bis auf 3-'c eines Millimeters genau zu messen, wenn geringe Oscillationen in
der Lufttemperatur, die man nicht mehr oder doch nur
unvollkoininee inessen kann, weit grijrsere Theile in den
Barometerstiintfen verschlingen ! Dazu kommt, dafs erst
lange fortgesctzte Reobach1ungen mit diesen Barometern
darthun kirnne;, o b der Einflufs der ungleichen Capillaritst in beiden Baroinetern in einem boheren oder geringeren Grade sich bei ihnen manifestire, wie beiiii
gewijhnlichen Gefslsbarometer. Nach eiiiern U ~ n s t s n d e
zu schliefsen, miichte dieser Einflufs bei unseren Barometern geringer, als bei den gewiihnlicben Gefifs- und
selbst bei den Heberbaroinetern scyn. Man weifs, d a k
beiiii Steigen des Quecksilbers in den gewohnlichen Raroinetern es iu seiner Convexitat zu- und beiin Fallen
abnimmt, ja dafs im letzteren Falle die Convexittit sogar in eine Concavitat ubergeht, und dadiirch die Messung unsicber wird, weshalb man durch eine oscillirende
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Bewegung des Barometers die Adhasion zwischei; Glas und
Quecksilber aufhebt. In unseren Barometern kann sich
dieser Umstand nicht, oder doch nur in einem vie1 geringeren Grade aufsern; denn sowohl in dern Maximum-,
wie in dem Minimum -Barometer bildet das Quecksilber
in der Ausflufsrbhre, in dem Momente des Ausfliefsens,
eiue convexe Oberflache, und die mindeste Zu- oder Abnahme des Luftdrucks bringt den sich bildenden Quecksilbertropfen zum husfliefsen.
'
Sind mehrere Paare dieser Barometer nach ganz gleicben Dimensionen der Gefafse, der Riihren und der Ausflukoffnungen angefertigt, so sind sie vollkommen corresyondirend und harmonirend. So hatte der Kijnstler
zwei Paare angefertigt und aufgestellt, welche in der That
wie zwei harmonirende Pendcluhren einen ganz gleichformigen Gang zcigten. Ich habe sie schon im verflossehen Jahre in seiner Wohnung zu einer Zeit beobachtet, wo der Lufidruck im Zunehmen begriffen war. Die
Schlage in beiden Maximum .Barometern differirten fur
eine langere Zeit kauiri um eine Secunde; nicht selten
waren sie viillig gleichzeitig.
W e n n sich daher zwei ober inehrere Beobachter
vereinigen., an versc!kdenen Orten init solchen harmoiiirenden Barometern correspondirende Beobachtungen
anzustellen, und wenn sie ihre Uhren astronomisch reguliren, so kann die Gleichzeitigkeit oder Nichtgleichzeitigkeit der Veranderungen im Luftdrucke so genau als
nur immer moglich und auf die leichteste Weise errnittelt werden. Solche correspondirende Beobachtungen
werden dann von besonderem Interesse s e p , wenn auffallende Veriinderungen im Luftdrucke, z. 13. beim Ausbruche eines Gewitters, von statten gehen. Es wird sich
dann ergeben, ob selbst noch in weit von einander entfernten Orten das dem Gewitter vorausgehende Fallen des
Barometers der Zeit nach correspondire oder nicht, und
ob die Oscillationen wahreud desselben ganz genau in
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der Zeitfolge des ausbrechenden und wieder aiifhiirenden
Gewittcrs, an verschiedenen Orten, eintreten oder oder
nicht, Icli will dainit nicht sagen, daEs dazu nicht auch
geniilinliche gut harmonirende Barometer zu gebrariclieri
w ~ r e i;i n u r das leuclitet ein, dafs bei solchen alniospharischen Erscheinnngen die Beobachter auch nicht eiiien
Augrnblick von ihren Barometern sich eiitferneii diirfen,
inn jedc Oscillation wahrzunehmen. Rei unseren Barometern reiclit es dngegen hin, blol's die Schliigc der Secundenuhr mit denen der Barometer zu vergleichen untf
zu noliren, iini den ganzeii Gang des Barometers vor,
wjihrend und nach dcin Gcwittcr kennen zii lernen. Und
es ist klnr, dafs sicli diese Sclillige besliminter markiren
wcrden, nls die Oscillatioiien iin gewdinlichen Barometer.
Mchrmnls habe iclr im verllossenen Soinmer Gelcgeiihcit gchabt , zur Zeit eincs ausbrcchenden Gewitters
incine Barometer zii beobachten. Thurmte sicli ein GCwitter auf, iind zeigte das Minimum- Barometer ein ununtcrbrochenes Fallen, so gofs icli in ganz kurzcn Zcilinterrnllen Quecksilber in das Gefcils f des MaxirnumBarometers, uin das wieder eintretcnde Steigrn augenblicklicli wahrnchmen zu kiinnen. Stels nnlim ich d a m
walir, dal's im Augenblicke des ausbrcclienden Regens
das Maximum-Barometer zu schlagen anfing. Die Schlige
folgtcn ineisteiis selir schnell auf einander, und uin so
schnellcr , je stlirker der Kegen Iwar. Die Schnelligkeit
der SchlUge war iminer der Reftigkeit des Rcgens proportional; denn sie nahin mit ilim zu und ab. Diese
Erschcinung nahin ich indefs bei jedem Kegen wahr; denn
stets kehrfe sich augenblicklich das vorhergegangene Falten des Baroineters in ein Steigen heim Ausbrnche des
Rcgeiis um. Mit der grofsten Pracision niinmt man wahr,
wie augenblicklicli dcr herabfallende Regen erk:iltend auf
die Luft wirkt und ihren Druck vermehrt.
Ich iihergehe so manche andere Beobachtungen, dic
ich init diesen Baroineterii geinacht hahe, iiin diesen Aufsatz nicht iiber die Gebiihr nuszudehncn; den11 Mcteo-
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rologen vom Fache werden voii selbst ersehen, wie sehr
dieses Instrument geschickt ist, Veranderungeii iu der
Atmosphare wahrzunehmen, welche sich an den gewiihnlichen Barometern nicht melir oder doch uur unrollkoininen zu crkennen geben. N u r das will ich noch bemerken, dafs der Kunstler die Idee hatte, das Instrument
nocli weiter zu vervollkominenen, daiiiit es zu allrn Zeiten die geringsten Oscillatiouen iui Luftdrucke nnzeigcn
kvnue. Die Fig. 11 Taf. I e i l ~ n t e r tdiese Itlee.
W i r d nainlich das Minimum- Barometer A niit einem Maxiinum-Barometer B verbunden, so wird, wenu
der Luftdruck iu\ Zunehrnen ist, das bei b auslliefsende
Quecksilber das Miuiinuiii-Baroineter stets voll erhaltcn,
und es wird daher, weiin der Luftdruck wiedcr abniinmt,
dime Abnahme sich augeublicklicli au dcm bci u ausfliefsenden Quecksilber zu erkennen geben. Dassclbe
wird der Fall s e y n , wenn das Marimurn-Barometer C
mit einem Minimuin- Barometer D verbunden wird; denn
nimsnt der Lufldruck ab, so hlilt das bei d ausfhefsende
Quecksilber das Maximum -Barometer stets voll, so dafs
die darauf folgende Zunahine des Luftdrucks sich augenblicklich durch den Ausflufs des Quecksilbers bei e zu
erkeonen geben wird. Steckt man dann in die respectiven Mefsriihren m und n die Schwimmer o ond p, welche obcn mit einer Bleifeder versehen sind, und bringt
zwischen die beiden Mefsriihren den mit Papier uberzogenen Cylinder E , der mit eiiiem Uhrwerk in Verbindung ist, und dreht sich dieser Cylinder in 24 Stiinden
ctwa einmal urn seine Axe, so wird sich derlrelative
Stand auf den1 Papiere niarkiren, und man erhalt cine
grapbische Darstellung der Rarometer - Veranderungrn i n
den verflossenen 2L Stuiiden. Doch ich unterlasse es, in
das Specielle dieser weiteren Ausfuhrung einzugehen, da
sie bis jetzt bloEs Project ist, und jeder Meteorologe,
der eine solche Ausfuhrung wunschen sollte, uacli seilien Wunschen den, Apparat eiiirichtrii kiinntc.
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