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Beschreibung eines sich selbst registrirenden Fluthmessers nebst einigen mit diesem Apparate erhaltenen vorlufigen Resultaten.

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und herschiebt.
Beriihren diese Streifcn die Plattchen
J’E und H G , so geht der Stroiri in e i ~ e rRichtung
durch die Galvanometerdr;ihtc, beriihren sie aber die
Streifen I)C und FE, so durchl~ufter dicseiben in entgegengesetzter Kichtung. Damit die Verschiebung sanft
geschehe, sind die Zwischenr;iume der drei Plattchcn
P E , H G diirch TIoIzpIatten VOII gleicher Hiihe ausgefullt, und dainit sie nicht zu weit gctricben merde, stehen
zu beiden Seiteu die Holzpfliicke A’ und B’.
c,
X I I . Beschreih ung einrs sich selhst regish-irc?id m
Fluthmessurs , nebst einigen mit diesem Apparate erhaltenen ooriiiujgen Resultaten;
con E. L e n z .
(AUS dem Bullelin der St. Petcrsburger tlcadcmie vom Hm. Verfasser
mitgetlieilt.)
AIs
im Jalir 1839 der Capitain E t o l i n aIs Gouverneur dcr russischcn nordainerikanischcn Besitzungen sich
nach deln Orte seiner Bestiminung einzuschiffen iin Begriff stand, ward ich von Sr. Excellenz den1 Hrn. Admiral v o n L i i t k e aufgeforclert, es zu bewirken, dafs Hrii.
E t oli u ein sich selbst registrirender Apparat lnitgegebcn
wcrden miiclite, um den Gang der Fluth und Ebbe im
Hafen von Neu-Archangelsk auf der Insel Sitcha zu verzeichnen; zugleich hatte Hr. v o n L i i t k e die Giite mir
seine Idee iiber die Einrichtung eines solchen Fluthmessers mitzutheilen. Ich machte dem zufolge bei der COBferenz den Antrag, dafs iiiir die Erlaubnik erllieilt werden iniiclite, einen solchen Apparat nach iiieiner Anweisung bei unserein Mechanikus, Hrn. G i r g e n s o h n , aus-
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fuhren zu lassen, und denselben alsdann Hrn. E t o l i n
mitzugeben. Als mir dieses gestattet worden war, nahm
ich mit Hrn. G i r g e n s o h n Rucksprache iiber die vortheibfteste Construction des Apparats, und in Folge
dessen wurde derselbe ausgefuhrt , wie ihn die nachfolgende Bescbreibung darstellt, wobei im Garlzen die Idee
des Admiral v. Lii t k e beibehalten ward. Ich habe mit
der Bekanntinacbung dieser Beschreibung so lange gezijgert, weil sicli zuvor seine Braucbbarkeit an einer mit ihm
angestellten Beobachtungsreihe gepruft wissen wollte. I m
Herbst des Jahres 1841 erhielt Hr. v. L u t k e die ersten
Beobachtungen zugeschickt, welche mit dem Ayparat wahrend eines Monats angestellt worden waren, und er hatte
die Giite mir selbige zu nachstehendem Gebrauche mitzutheilen. Durch diese ersten Beobachtungen wurde die
practische Brauchbarkeit des Apparats vollkommen erwiesen, und ich will nicht langer zaudern, die Construction des Apparats zu beschreiben und in zwei Zeichnungen (Taf. I1 Fig. 5 und 6) zu erlautern, damit er,
wenn es wiinscbenswerth erscheinen sollte, auch an andern Orten ausgefiibrt werden kijnne. Zugleicli theile
ich die krummen Linien mit, durch welche der Apparat
im Laufe eines Monats den Gang der Ebbe untl FIuth
selbst angezeigt bat, nur im verkleinerten Maafsstabe,
nicht um aus ihnen ein Kesultat fur die Flutbtheorie zu
ziehen, wozu der Zeitraum zu kurz ist, sondern nur als
Beweis der Brauchbarkeit des Apparats I).
Der Fluthmesser ist auf Taf. I1 in acbtfach verkleinertern Maafsstabe dargestellt, in Fig. 5 in einer A4nsicht
von vorn, in Fig. 6 von der Seite; auf beiden Tafeln
entsprechen gleiche Bucbstaben denselben Theilen des
Apparats.
1) Icli bedaure diese graphischen Darstellungen nicht wieder geben zu
kannen, da sie, selbst in Jem verkleinerten Maafsstabe, welchen der
Hr. Verfasser gewiihlt hat, fiir die Annalen noch zu vie1 Raum fortgenommen liabeo wiirden.
P.
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Um die horizontale Axe D C dreht sich die Kreisscheibe A B , urn welche ein Draht gewunden ist, an
dessen unterem Ende der Schwiininer P, ein getbeerter
Holzklotz oder ein hohler kupfcrner Kiirper, befestigt ist.
Dieser Schwimmer schwimrnt in einer Art von Brunnen
O R ,welcher in’s Meer herabgebaut ist, an einer solchen Stelle des Ufers, die auch bci der niedrigsten Ebbe
nicht trocken gelegt wird ; in der Tiefe comuiunicirt der
Brnnnen mit dem Meere durch eine enge Kiihre TT’,
oder auch durch eine oder einige kleine Oeffnungen; es
wird also das Wasser im Brunnen init der Fluth des
freien Meeres zugleich steigen und mit der Ebbe sinken,
ohne doch, wegcn der engen Communication, an der
Wellenbewegting des Wassers Theil zu nehmen. Urn
die kleine Rolle C ist ein anderer Drabt geschlungen,
wclcher ciu Gewiclit 9 trYgt, wodurch die Kreisscheibe
A B iiacli der entgegengesetzten Seite, als von 13, gezogeii wird, und welches so schwer ist, dafs es den Draht
B P immer gespannt halt.
Auf der Axe D c sitzt bei E ein Drilling, der mit
seinen ZLhnen in die Triebstangen FG greift, und diese
daher senkt oder hebt, je nachdem sich der Schwiminer
P senkt oder hebt; dabei beinerke icb, d a k das Gewicht
dieser Stange so grofs ist, dafs dadurch jeder todte Gang
im Getriebe vermieden wird. Au dem oberen Ende der
Triebstange ist mit eineln Gelenke ein Tbeil G H befestigt, dcssen Construction in Fig. 6 deutlich zu ersehen
ist. E r besteht am oberen Ende aus einem gabelfiirinigen Halter, in dessen Lagern bei a , b sich ein hohler Messingcyliuder N H ’ ohnc allcs Schlottern uin seine
Are drehen kann. An seiner liohlen Axe befindet sich
ein Schieferstift k I , welcher durch drei Schrauben bci II
und fI’ miiglichst genm in die Axc des Messingcyliudcrs
gestellt und in dieser Stellung fisirt werden kann. Die
Spitze des Stifts k wird dann dadurch genau in die Axe
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dieses Cylinders gebracht, dafs der ganzc Theil GH, nach
bei Seiteschieben der Feder cd, zuruckgeschlagen, die
Schnur eines Drehbogens uin die Rolle f ,geschlungen
und der Stift in schnelle Drehung versetzt wird, wahrend
eine feiue Feile schdg an den Stift gehalten wird. I3cgreiilich mufs bei dieser Art der Zuspitzung die Spitzc
genau rnit der Axe des sich drchenden Theils zusammenfallen, und folglich sich bei jeder neuen Zuspitzung immer wieder i n . derselben HiShe fiber dern Ende F der
Triebstange befinden. Hierauf wird der Theil G A wieder heraufgeklappt und die Fedcr c d davorgeschoben,
so dafs sich die Spitze k dadurch mit einiger Kraft gegen die Schiefertafel MN (Taf. I1 Fig. 5 ) andruckt. Die
Tafel selbst , in einem Mcssingrahinen gefafst, wird in
einen besonderen Messingrahmen K L eingeschoben, welcher lnittelst zweier Rollen auf einer kleincn Eisenbahn
X Y hin - und hergeschoben werden kann. Der Messingrahrnen K L triigt an seinem hinteren Theile, der ganzen Lange nach, ein horizontales messingenes Lineal, welches bei rn (Tnf. I1 Fig. 6) im Durchsclinilt zu sehen
und unten, der ganzen Linie nach, gezahnt ist. An diese
Zahne greift der Drilling n , der durch die Uhr U gedreht wird, so dafs er den Rahmen K L init der Tafel
iu etwa 28 Stunden vor der Spitze des Stifts K glcichmzfsig voriiberschiebt,
Aus der obigen Beschreibung ist nun klar, dafs wenn
der Schwirnmer P durch die Ebbe und Fluth fiillt und
steigt, die Bleistiftspitze K um einen entsprechendeu Theil
sinken und steigen wird, wobei das Verhaltnifs seiner
Beweguug zu der des Schwimmers beliebig eingerichtet
werden kann durch Bestimmung des Uurchrnessers des
Drillings E gegen den Durchrnesser der Scheibe P. In
dem nach Neu- Archangelsk gesendeten Apparate, der f u r
eine Fluthveranderung von 22 Fufs eingFrichtet werden
mukte, ist das Verkiltnifs beider Durchmesser =L : 32
genommen worden. 1st nun die Schiefertafeel durch ho-
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rizontale Paralellstriche an der Vorderflzche in zweiundzwanzig gleich breite horizontalc Zonen getheilt, wovon
jede & Furs breit ist, so wird der Stift urn eine soldie Theilung steigen, wenn die Fluth den Schwiminer
P um einen Furs hebt. Da niin zu gleicber Zeit die
Tnfel in horizontalef Richtung sich an dern Stifte vorbeischiebt, so wird der Stift im Laufe des Tages eine
krumme Linie beschreiben, dessen horizontale Abscissen der Zeit, die verticalen Ordinaten aber der Fluthhiihc entsprechen, und wenn daber die Tafel auch durch
verticale ParallelstricKe so getheilt ist , dafs jeder Theil
eiuer Stunde entspricht, so werden sich soglcich beim
blofsen Anblick der Tafel die Flutbhi3hen fur jede Stunde
angeben lassen.
Dcr Apparat hat zwei solclie Tafeln, so dafs wenn
die eine herausgenommen' wird, tiin die angegebenen Fluthen zu eopiren (was auf genau so, wie die Tafel, schon
fertig liniirten Papier gescliieht ) , unterdessen die Fluth
sicb auf der andern Tafel verzeichnet.
XIII. Neiies Bathorncter; oon Hrn. G . Aim,?.
(k'reier Auszug PUS den Annul. de clrim. et de phys. Ser.
III T. VII
p. 497.)
D i e s e s Instrument, welches zu denen gehiirt, welche
Meerestiefen durch die Lznge eines mittelst des Senkbleis
hinabgelassenen Seiles mifst, ist so eingerichtet, dafs man
das Senkblei in jeder beliebigen Tiefe ablasen kann.
(Ohne Zweifel um das Seil rascher heraufzielien zu kiinDen. P.) Man sieht es in Fig. 17 und 18 Tnf. I abgcbildet.
Es besteht aus einem kleincn Hoblcylinder von KU-
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