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Beschreibung einiger Instrumente.

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mit der Slurc. Nach dem Erkalten nimmt man den GasEntwicklungsapparat fort und verbhrt gerade wie bei einer Austrocknung; man umgiebt den Apparnt A iirit siedendem Wasser und lsfst einen Luftstroni hindurch, so
lauge bis seiii Gemicht nicht mehr abnimmt.
(Mit dieseiii Apparat sind die bereits, S. 658, erwghnten Resultate gefunden , namlich; dak das Narkotin
sich mit 9,52 Procent trocliner Chlorwasserstoffs2ure verbindet, darnach das Atomengewicht 4599, und die Zusammensetzung 2 At. Stickstoff, 40 At. Kohlenstoll, 40
Atowe Wasserstoff und 12 Atome Sauerstoff bekommt.)
XI11. Beschreibung einiger Instrumcnte;
von Hrn. G a y -L u s s a c .
(Ann. de chim. ef de phys.
T.LI p. 435.)
L o f t t h e r m o m e ter.
D i e c s Instrument sol1 hauptskblich zur Messung sehr
niedriger Temperaturen dienen. Dasjenige , welches ich
seit meioer Arbeit fiber die Ausdehnung elastisclier Fliissigkeiten anwandte und bier nur beschreibe, weil es in
den Lehrbiichern der Phpsik nicht gehbrig aus einander
gesetzt wurde, sieht man Taf. V Fig. 1 abgebildet. Es
besteht aus einer wohl kalibrirten Glasdhre T,mit UUten angeblasener Kugel B. Die Rbhre m& wenigstens
balb so vie1 als die Kugel fassen; wenn die erstc 120
Raumtheile cinnimmt, mufs also die letztere etwa 200
dieser Theile enthalten kihnen.
Vor dem Gebrauch muCs das Instrument vollkommen ausgetrocknet werden. Diefs geschieht, 4ndem man
an das Thermometer cine mit Chlorcalaum geflillte R t k e
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setzt , und diese init einer Luftprinipe verbindet. Macht
man den Apparat drei bis vier Ma1 hinter einander luftleer, so ist das Thermometer hiureichend ausgetrocknet,
vor Allem, wenn man es dabei erhitzt. Man bringt nun
in den Stiel des Thermometers eine etwa zwei Centimeter lange Quecksilbersaule m, entweder mittelst eines sehr
fein ausgezogenen l'richterchens, oder durch Eintauclieii
des zuvor erhitzten Thermometers in Quecksilber. Diese
Quecksilbersaule oder diesen Zeiger (Index) bringt inan
mittelst eines doppelten zusamiiiengedrehten Clavierdrahts
F auf den dazu ausersebenen Punkt der Theilung dieses
Thermometers. Das Verfahren, um z. B. die KSlte zu
erfahren, welche durch Verdampfung fliissiger schwefliger
Sailre von der mit Schwamm oder Leinwand iibenogenen
Kugel entsteht, ist folgendes.
Nachdem das Thermometer senkrecht gestellt und
der Zeiger in der Rbhre nach oben gebracht ist, benetzt
man die Kugel mit schwefliger Saure. So wie die Kslte
zuniinmt, riickt der Zeiger gegen die Kugel, und wenn
er still steht, bringt man ihn mittelst des Eisendrahts nacli
b , so weit, als er, ohne in die Kugel 'zu treten, herabgebracht werden kanu, weil es wichtig ist, d a b alle voin
Zeiger abgeschlossene Luft gleiche Temperatur habe. Man
giebt der Rbhre einige kleine Stiifse, nm den Zeiger definitiv festzustellen, und liest dann den Theilpunkt ab,
wo sein nnterer Rand stehen geblieben ist. Man IaCst
nun das Thermometer langsam die Ternperatur der Umgebimg wieder annchruen; allein, um diese genauer zu
erhalten, taucht man es bis zu dem Zeiger in Wasser
von bekannter Temperatur, und liest, nachdem man der
Riihre abermals einige Stbfse gegeben hat, den d e n tinteren Rand des 8eigers gegenuberliegeuden Theilpuukt ab.
Gesetzt der Zeiger sey in der niedrigeu Temperatur
bei 208, und in der des Wassers, die 1 3 O C. betrage,
bei 2748 der Theilung steheu geblieben.
N h m t man 267 fiir das Luftvolum im Thermome-
68.3
tcr bei O o , so wird die Temperatur des Wassers durcli
dieses 'Thermometer ausgedriicht =267+ 13=280 scyn,
und, da die Temperaturen den Luftvolumeu proportional
siiid , wird man baben:
274,7 : 208 : : 280 : 2=212,0.
Die mit dem I,uftthennometer beobachtete Kalte wird
also 212" seyn, und urn sie in Centesimalgradeu auszudriicken, braucht man nur 212 von 267 abzuziehcn: der
Untenchied 5 6 O ist die eneugte Kglte unler Null.
Zieinlich oft geschieht es abcr, d a b man die Theilstriche, .welche dcr niedrigsten Temperatur entsprecheo,
nicht lesen kaun, indem sie entweder mit Reif beschla.
gen oder von der Fliissigkeit beozfst sind. Das cinlacbste Mittel, diesem Uebelstaode abzuhelfeo, besteht dorin,
dat's man den zum Schieben des Zeigers bestiiniuten Eisendraht einen Sperrhahen giebt, vermijgc dessen nur
eioe bestimmte U n g e von ihm iu die Robre geschoben
werden kaon. Nach sanften Sii)fsen, die man der Riihre
gegeben hat, urn sich der Lage des Zeigers zu versichcrn,
bleibt dieser nahe beim Ende des Drabtes sitzen; mail weifs
also im Voraus, welcher Theilstrich, obglcich innn ihn
wiibrcnd der Beobacbtung iiicbt sehen kano, der hlieimum-Temperatur entspricht. W i r miissen indesseii bemerkeo, daCs man den Eisendraht, wenn man mit ihm
den Zeiger fixireu will, sehr langsam in die Rshre schieben m u k ; dcnn weon der Zciger zu rasch hinabgestoten
wird, bleibt er urn sehr ungleiche Grofsen uoter dem
Ende des Drahtes stehen, und ungeachtet der angegebeiien
Vorsichtsmalbregel, langsam und successiv zu verfahrco,
schwankt die Lage des Zeigers doch u n ~ bis Grad.
Alsdano wiirde es genauer seyn, die Lange des Zeigers
in Graden des Thermometers zu messen und den Theils:rich gegentiber seinem oberen Rande, geeetzt dieser
bliebe sichtbar, abzulesen. Dadurch wIlrde man sehr
genau den dem tmteren Rand entsprechenden Theilstrich
erfahren.
Man kann das Thermometer auch so construiren,
wie man es- bei G Fig. 1 abgebildet sieht, u~mlichdcn
Stiel durcli ein Haarrilhrchen mit dcr Kugel vereini;;en,
und d a m dcn Zeiger our bis zur Vereinipng h der beiden Ri)hrcn hiuabschieben; man mufs indels das Thermometer nicht sehr geneigt halten, sondern our so viel,
als zum Hinabgleiten des Zeigers uilthig ist. Dadiirch
vermeidet man die Schoelligkeit dcs Hinabfalleus , uud
folglich auch die Fehlcrquellen. Es verstcht sich vou
selbst, dafs das 'l'hermometcr beim hblesen dcr hiilieren
Temperatur genau dieselbe Stclluiig baben i d s , als bei
der niederen Temperatur.
Die eben genannte Coustruction ist vor Allem danii anwendbar, wenn der Quecksilbeneiger durch eiue grofse K d t e gefroren seyn kiinnte.
G Iar b I a s c l a m p e.
Die Lampe, dercn man sich in den Laboratorien
zum Glasblasen bedient, entspricht ihrein Zweck vollkommen, sobald der Docht gehilrig zugerichtet ist. Uicls ist
aber einer der schwierigsten Punkte in dcr Kunst dcs
Glasblasens; und iiberdiefs hat man, ohne eine grokc
Geschicklichkeit in dieser Arbeit, und vor Allem wegcu
der wenigen Mulic, die man sich gewilbnlich in den Lnboratorien giebt, selten einen Docht, der nicbt eiuen selir
unaogenehmen Genicb verbreitete. Eine Weingeistlampc
besitzt keine dieser Uuannelrmlichkeiten, sie Ialst sich augenblicklich entztinden, und ibr Docht erfordert keine Sorgfalt; auch verbreitct sie keinen unangenehmen Geruch.
Die Lampe, dcren ich mich bediene, ist in Fig. 3 Taf. V
abgebildet. Sie besteht aus einem Messingcylinder 6,
welcher den Docht ersetzt und aus der Flasche F durch
den Hahn r mit Alkohol gespeist wird. Das Ausflielseu
geschieht mit coustantem Niveau mittelst der Rilhre .C,
deren unteres Ende ein wenig niedriger stelrt, als der
Rand der Lampe. v ist eine Schraube, mit der man die
Lampe bebeo und senken k a m ; sic ist indefs nicht ~ n
-
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umglinglich. Gebraucht inan die Lampe niclit, so steckt
man ihren Deckel arif uncl verschliefst . d e n Hahn. Das
Uebrige ist wie bei den gewahnlicheu Lampen *).
S p a n n u n g s m e s s e r fiir m i ; L u f t g e m i s c h t e D j m p f e .
Urn das Gesetz der Mengung von Gasen mit DSmpfen zu z e i p , hatte ich einen Apparat erdacht, welcher
spiiter in die meisten physikalischen Lehrbiicher fibergegaugen ist, und von dem, den ich hier beschreiben will,
iiiir darin abweicht, dafs er oben durch einen ausgehlihlten Hahn verschlossen ist. Da es aber schwierig ist, diesen Hahn dicht zu erhalten, indem das aufgestriehene Fett
von dem Aether, dessen man sich gewlihnlichl bedient,
um die Mengungsweise eines Dalnpfes mit der Luft zn
zeigen, aufgelht wird, so habe ich ihn ganz fortgelassen.
Der neue Apparat ist Fig. 2 Taf. V abgebildet. Das
dicke Rohr T ist in gleiche Raumtheile getbeilt, und gegen sein unteres Ende an die Rahre S geschmolzen, die
etwa 4 bis 5 Millimeter inneren Darchmesser und eine
Lange von etwa 15 Centimetern hat. Es ist in einer
eisernen Dille d festgekittet, die einen stahlernen Hahn r,
wid, zur Befestigung auf dem Gestell M ,aufserlich ein
Schraubengewinde besitzt. Unter dem Gestell steht ein
Glas zur Aufnahme des Quecksilbers, welches beim Oeffnen des Hahns aus dem Apparate fliefst. Der Versuch
wird nun in folgender Weise angestellt.
Man nimmt das Rohr T v o m Gestell und giefst so
vie1 Quecksilber hinein, dafs, wenn man es wieder umkehrt,
die Luft etwa die Halfte seines Raumes, von der Wallbung
bis zur hnffigung des inneren Rohn gerechnet, einnimmt
Man brinst das Quecksilber in beiden Rbbren in Niveau,
indem man entweder durch den Hahn r etwas Quecksilber abflieben lafst, oder neues durch das Trichterchen e
eingiefst, und mifst nun das eingeschlossene Luftvolum.
Jetzt bringt man die zu prtifende FIUssigkeit, z. B. den
Aether, in den Apparat, indem man eine 5 bis 6 Centi*) Er fragt rich iadds, o b dicre Weingeirtlampe fir unser rchwer
P.
schmelzbares Kdiglaa hinreichende Hitze giebt.
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meter hohe SIuIe von ilim durch den Trichter e in das
Rohr S bringt und langsam Quecksilber durch den Hahn
r abfliefseu Bfst. Dadurch entsteht in dein dicken Kohr
ein partielles Vacuum, der Druck dcr iufsercn Luft, der
constant bleibt, macht das Quecksilber in der diinneren
RBhe sinken, und wenn es bis etwas unterhalb der Zusammenfiigung beider Rohren gekommen ist, dringt von
dem Aether SO vie1 in die Riilire T,als man gestatten
will. Nun schliefst man den Hahn r , und erganzt das
ausgeflossene Quecksilber durch neues, dns iiian in die
diinne Rbhre schiittet. Der Aelher nimmt sogleich Dnmpfform an; allein da sein Dampf schwerer als die Luft ist,
so mischt er sich langsam uiit Jerselben. Um die Mengung zu befiirdern, neigt man daher den Apparat, uncl
giebt ihin selbst einige Stiifse, so d a t der Aethcr die
Wsnde benclzt. Sogleich bemerkt man, d a t der Aether
schnell im Rohre S steigt; und, wenn er nach abennaligem Neigen iind Stofsen Zuni Stillstand gekommen ist,
scliuttet man Quecksilber in das diinnerc Rohr, bis die
Oberfliche des Aethers in dem Rolirc T genau dem
Theilstrich entspricht , bei welchem mvor das Luftvolumen eingeschlossen ward. Mittelst eines Meter-Maafsstabes mirst man die Liinge der im Robre S in die Hbhe
gestiegenen Quecksilbersaule, und nachdem man sie wegen der Capillaritat in dieseni Rohre berichtigt hat, vergleicht man sie mit der Quecksilbersaule, welche die
Spannkraft des Aetberdampfs in einem Barometerrobre
mifst. I)er Apparat erfiillt iibrigens auch die Bedingung
eines vollkommen ausdehnsamen Gefates, wenn man so
vie1 Quecksilber ausfliefsen lafst, bis der Druck innen
und auten gleich ist *).
Dr bei der Benutzung dieses Apparats f i r VartrBge, das Ablassen
nod Wiedereingiefsen des Quecksilbers die Aufmerksamkeit der
Zuhiirer lcicht von dem ablenkcn kann, was eigentlich gezeigt
werden soll,. so hat Hr. M a g o u s , dem diese h8chst sinnreiche
ErGndung des Hm. G a y - L n s r r c rchon seit lsngerer Zeit be-
B1V. F2rbwserung urn He~~xi~risgoniornetcr.
( A u s eincm Schreibcn von Hrn. Prof. D c g e n i n Stuttgart)
-Von
einigem Interesse fur Sie diirfte vielleicht auch
eine Verbesseruog seyn, die ich an dem Heflexionsgoniorneter anbrachte, und welche, SO vie1 mir bekannt ist,
nocli nirgcnds besrhricben wurde. Sie besteht in einem
Sextantenspiegel A (Taf. IV Fig. 19), der sich urn eine
der des Instruments parallele Axe B dreben lacst. Das
Instrument wird so gebraucht, dafs man das Bild cines
Gcgenstandes, z. B. eines horizontalen Blitzableiterdrahtes irn Krystall, und das desselben Gegenstaudes im Spiegel sich denken lefst, dann den Krystall rerdreht, bis
das Bild in der zweiten Fltiche erscheint, ohne d a t man
jedoch die Lage des Spiegels A verendert. Man gewiniit
durcli diese Einricbtung das, dafs man einen entfernten
kannt gewcsen ist, noch eine kleine Abiadernng mit derselben
vorgenommcn.
I n der Durchbohrung des stilrlernen Hahns ist n h l i c h unterhnlb eine etwas konische Erweiterung, wie diefsJFig. 5 Taf. V
darstellt.
In dicse prfst ein eisernes klrines Gefifs g. W e n n
das N i v u n des Quecksilbers in beiden RGhren heqestellt ist,
so wird diefs GelXs, mit Aether gafiillt, in die Erweiternngf
eingesetzt. M a n thut gut, dasselbe so weit zu Gllen , dafs der
Aether hber den Rand in die %he steht, weil dadurch d i e L u f t
aus dem kleinen Raume zwischen dem Gefafse und dem drehbaren Thcile des Hahnr verdringt wird. Oeffnet man alsdann
den Hahn c , so steigt der Aether durch das Qneckiilber in die
Hahe. Es ist dabei nicht ndthig, das G c G L 6 eu halten; w e n n
es n n r einigermaten gnt eingeschliffen , nnd besonders wenn es
mit etwar "fa16 batrichen i s t , so Eillt cs nicht ab. Die Durchbohrnng des Hahns c brancht nor 2,5 Par. Lin. en betragen. D e r
Aethcr steigt zwar durch diese Oeffnung nieht in die H a h e , so
lange der Apparat senkrecht steht, allein durch einc geringe Ncigung desrelben gleitet er zwiachen dem Glase nnd dam Queckailbar hinanf.
Eine andere Modification d i u u Inrtrumeota hat
Hr. Professor M i t s c h e r I i c h in seinem Lehrbuch, S. 249,, beschrirben.
P.
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