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Beschreibung einiger Versuche mit einer Volta'schen Batterie mit sehr grossen Platten.

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ANNALEN DER PHYSIK.
J A H R G A N G 1816, V I E R T E S S T U C K .
I.
Bef c h r e it u ng e in ig e r F e tfic c h e
mit einer Yoltnychen Bntterie nit fehr grofsen
Plntten,
von
f . G . CHILDERN,Efq., MitgL d. Londa. SOC,
(vorgelekn in der Londn. SOC. am
15.
Juni 1815.)
Frei boarbeitet y o n Gilbert. *)
Ich habe der Konigl. Gefellfchaft der WiEenfchaft e r i bcreits im J. 1809 einen kurzen Bericht von einigen Verfuclien rnitgetheilt, welche ich mit einer
Volta’fchen Batterie BUS Platten VOII aurserordentlicher Grofie angeltell[ hatte, urid es ift rneiriem
Aoffatze die Ehre zu Theil geworden, i n ihren
* ) Aus den T r a m m f . nf the
Anlid.
11.
Plrgfik. R.52.
St.
ROY. SOC.of L o n d a for
~
it. J.
1816. St.4.
2
1815.
[
354
1
Schriften fur das erwahnte J a h r citigesuckt zu werden *)- Seitdem habe ich eine llatterie aus noch
griirsern Platten eingerichtet, u n d cs ili rneiiic Ablictit die Gel‘ellfchaf’t von den \\.‘irbuogeu au uiiterhalten, die ich mit ilir hervorgebrilcht habe.
,
Die Z i n k - u n d die Kupferplatten, P U S deneti
fie befteht, find jede 6 erigl. Yuls Iang und 2 FulV
S Zoll breit, u n d hahen alro 32 Qiiadrntful’s Oberfliiche [an beiden Seiten zulhmmengc~iomnie~i].
D i e Zink- uiid die Kupferplatte jedes Platteiipanrs
find mit einander d u r c h einen Strcifen Ulei vcrbunden, u n d alle Platten find in der bckannteu
Folge an einen M e n hiilzernen Kaliinen gebunden,
d e r a n Seilen und Kollen hiingt und durch Gegengewichte im Gleichgewichte erhalten mird dalier
,
” ) bran; findet ihn i n diekn Annuleu Jahrg. 1810, St. I X . ,
od. B. 36. S. 364. Die Batterie, mit welcher Berr Cli i I
d e r n damals unter Beihiilfe der Herren Il a v y , A 11 e 11
ond P e p y I Verluebe anfiellte, beliand aus 20 Paareii Ziuli
nnd Kupferplatten , jetle 4 Furs hoclr und 2 Furs breit, (die
-
einselne Platte a n jedem Ende der Batterit nicht rnit eingerechnet).
Der breite Bleifireifen, der die beitirn l’latten je-
des Paara mit einauder verband, w a r an ihren oberii Enden
augeliithet.
Dar WnITer, wovon 30 ‘Thcile mit
Salpeterliiire und
8
Thcilen
a TheileScliwefel~iureverfetzt worden,
Lc-
€and Gch in einein Lblzcrnen Trog mit hiilzernen Zwircbenwanden, die auf dar befie gefirnifst waren. Die neue Batterie der Herrn Clrildern lcheint anfangs ganz dierelbe Eiuriclituirg gehabt zu hahen. Sic ifi die dcr W i l k i n f o n lchen
yon m i r fogenannten trogartigen Becker Apparat,. (Annal. B. 36. S. 359.)
Gilb.
-
[ 355
3
e r Iich leicht hcrah und herauf hewegen IXst, To
dafs man die Platten nach Willkiilir i n die SgLire
herablaI&.cn, oder fie aus ihr wieder hwausziehen
kann. Bei dielbr Eiririchtung entfprach indcI;: die
Batterie, nlu irh mit i h r irn Juli 1813 die erIien Verfuche in Gegenwart einiger Freunde auftellte, meil
nen Erwortungen nicht.
Ich en tdeckle i n d r r Folge, was hieran Schuld
jvar; nemlich ein Fehler in der Einrichtung der
Ralterie, dem ich dadurch ab!lalf, dafs ich jedes
Platten Panr nocli mit einer zweiteri KEiupferpiatte
verl-ah, To dafs nun zu jeder Zelle desTrogs I Zinkplntte Lind P Kupferplatten gehorten, urid nuninehr jede der beiden OberilSchen einer Ziiikplotte
einer Kupferplatte gegenuber fitand. Uiefe Veriinderung, welche ich dem Rathe des Dr. W o l l a l i o n zu Folge geinacht hahe, erhijhte fehr die
TTTirkfamkeit d e r Batterie. Nach eiriigen vergleichenden Verfucheu, welche ich rnit einem kleinen
Apparat augefiellt habc, iR dadurch die Menge der
Eclcctricitit wenigltens auf das Doppelte erhohet
worden *).
-
*) Es iIi zu bedanern, d a b diefe Andeutungen To kiirz find,
und uns iiber den verbeITrrcen D a u der Batterie und ihrer
ZuLNme&tzung aus je drei Platten , fiatt eines Paars, lo
vie1 zu rathen ubrrg lalren. lli Herr Dr. W o 11 a fi o n auf
feinen Rath aus iheoretifchrn Anhhten gefiihrt rvorrlen, und
aus welclien? o d c r haben ihn die VerfiicLe mit Liner weiterliin zu erwihuenden elementaren galvanikhen Battarie a u l
ihn gelcitet 2 D i e h zli wilTea , w i d e die Phyfiktr ioterellirr
2 %
c
356
1
,
Die Batterie berteht aus P 1 Zelleu welolie zurammen genoxnmen 945 Gallonen f a l k n *). A n jedcm Pole der Xatterie ilt eine Kiihre ails 1:lt.i von
2 2011 Uurchmelrer gelGthct dercii anderes Stide
i n ein Gefifu mitQueckfilber herabgeht. A n jedern
Ende des 'rrogs fieht eins dierer Gefifse, und das
Queckiilber i n beiden wird i n leitende Verbindung
geretzt wenn m a n die Batterie lchliefsen will.
Uiel'e Einrichtung Gchert eine vollkommene UeriiIirung.
,
,
E t J e R e i h e y o n Verfucirrn.
B e i dem erRen Verruche mit diefer verbefl'ert e n Batterie war es meine Abficht, zu unterl'uchen,
i n welcher Keihenfolge die verkhiedenen Metcllle
i n dem Kreife der electrikhen Batterie leichter otler
lcliwerer gliihend werden. Z u dem Ende nahm ich
zu jedem Verruch zwei D r s h t e aus verfchiedenen
Metallen, von gleichem DurchmeEer und gleichcr
Liinge. Den einen letzte i c h mit dem QueckIilber
a n d e m pofitiven, den andern mitdem Quecklilber a n
d e m negativen Pole d e r Batterie i n Beruhrung, u n d
h i n g dann die beiden Enden derfclhen, die ich umgebogen hatte, i n einander, lo dal's die Uriihte eine 211In wie fern diefe Anordnuog niit der Theorie VolinUebereinfiimmuug zu bringen ley, fcheint mir zit vcrdienen, nachgewicfen zu werdcn.
Gilb.
Iiabcn.
ti's
") D i e Gallon cnrlialr r g i Parifer Kulikzoll oder
Quar';
SF: Berlinec
L 357 1
lammenhangende Leitung bildeten. Jeder Draht war
8 2011 lang und ,gZoll dick. UieBatterie wurde bei
dierenyerfuchen nur miibig erregt; denii ich gofs i n
die Zellen eine FliiIligkeit welche auf I 'l'heil SEur e 40 Theile Wafler enthielt.
und eineln
Yerfuch 1, mit einem l'Latin
Cold-Draht. Der eraere kam logleich zumGliihen,
der Golddraht blieb ganz unverandert.
Kerfuch a, init einem Gold- und. einem Si[her-Draht. Das Gold karn zum Gliiheo, aber nicht
das Silber.
?7efuch 3, mit einem Gold- und einem Ahpfer-Draht.
Beide Metallc erhitzien fich bis zum
Kothgliihen, und in0 Zuriande ihres Gluhens war
lieine %7erfchiedcr~heit
wahrzunehmen.
Yerfuch 4 , mit einem Gold- und einenr EiJeenDraht. Das EXen gluhete, das Gold blieb unverandert.
? k f i c i 5 , mit einem PLatin- und eioem EiSen-Draht. Das Eil'en gliihete im Augenblick im
Yuncte der Beriihrurig nahe am Pole der Batterie.
Darauf kam rler Platindraht i n feiner ganzen Liing e zum Gliihen. Endlich erhizte fich das Eiren
Ktdrker als das Platin, und das Gliihen diefes nahm
an Stiirke ah.
'Zperj6ch6, mit einem Platin a n d einem ZinrEIlraht. Bas Platin gliihete, nicht aber der Zink,
der d i e . am Punkte der Beriihrung fchmelzte. In
einem zweiten Verfuche I'chmelzte der Zink nicht,
obgleich das Platin gluhend wurde, wie ZUVOP.
,
-
-
r
358 1
Y e f u c h 7> rnit einem Ereen utid einem Z i n k Draht. ilas Eifen gliihte, d e r Zink e r t r u g die Hit-
-
ce ohne ZIJ fchmelzen.
V e f u c h 8, mit einem Platin- u n d einem BleiDraht. Das Blei fchmelzte im Purikte d e r Beriihrang, aber keiner der beiden Uriihte kam ziim
Gliihen.
Z'er-cT! g j mit einem Plrttin- und e i n e m Z i n n
Urnlit. Oas Zinn fcliiiielzte im Puiikie der Beriihrung, aber es gluliete keiner der beidetl
DrShte.
Vcrfuch 10, rnit einem Silber
und einem
Zink-LIraht. D e r Z i n k kam zum Gliihen, bevor
er khinelzte; das Silber zeigte diefe Erfcheinung
nicht.
I n allen diefen Vertuchen war der Erfolg derfelbe, man mochte m i t dem pofitiven Pole d e r B a G
terie den eiiien oder dem andern der beiden Y r i h t e
in Beruhrurig bringen.
t.Jm diefe Verl'uohe abzuindern, rchlofs i c h
die Kette d e r Batterie zugleich niit rnehrcrn Pmsen folcher DrShte; dabei erhielt icli aber immer
ganz dlnliche Refultate \vie die folgenden Vecfuche zeigen.
YerJwh 1 1 , mit 3 Pnar D r i i i t e n , jeder ails
plcltin und Siller befiehend. Alle PlalindrShte
wurden gliihentl, degegen keiner tler SilberdrSlitc.
VetJuch 1 2 , m i t eineiii %ink Urahte zmifcherr
zwei PLatiiz UiShteu. Ilie beiden YIatindrShte
glulreten, slier niclit der Zitilidraht.
-
-
-
-
c
359 I
YerfuciL 13, m i t einem Ezyen-Drahte zwirchen
xwei Plntin Urstlien. Diefe beiden letztern kamen zugleich zum Gliihen, darauf auch der Eilender Lich bald lehr fiark erhitzte u n d
draht
I'cttrnelzte.
Doch es ilk iiberfliilrig, dafs ich bei diefen Verfuclien mich in ein Uetail einIaCe, und es reicht
vijllig hin, wenn ich rage, dols i m Allgemeinen, To
oft mehrere verf'cliiedene Metalle den Kreis der
Batterie xugleich Jchl0lre11, die Folge, in der fie gliihend wnrden, genau dierelhe war, melche wir in
den vorhergehenden 'C'erfuchen hetnerkt haben *).
Es ifi zieinlich fchwierig fur! die Erfchcinungen, welche ich liier befchrieben habe, eine Erhliirung zu gehen, und die folgende Vermuihung
trage ich nicht ohne M.ifstrauen vor.
-
,
Sind die beiden Pole d e r Batterie genau rnit
eiiiander verbunden Lo inacht die Electricitit ihr e n Kreislauf, oliiie dafs fie irgend eiiie fichtbare
'CTirkung hervorbjirigt; Ieidet Lie dagegen auf ihr c m W e g e W'iderfiaud, lo iiufsert fie fich d u r c b eine chemil'chc IYirkung, ncmlich durch Enthinden
von 'CViirme oder y o n Licht oder von beiden ZUglcich. VTenn man z. N. ein Metnlliiibchen mit einem der Pole der Batterie i n Beriihrung bringt u n d
das andere Ende den'elheii i n das Queckfilber des
Ct.f,il;es am entgegeretzten Pole tancht lo erfolgt
,
,
,
,
[
360
3
i n dem Augenblicke wenn ee' die Oberfliiche des
Quecklilhers beriihrt, ein Eiltbiuden yon Wiirme
und voii Lichi welckes, weiin das SLiibchen hinliinglich dick ilt, fogleich aufhort, fobald das End e delrelbm unter die Oberfliiche des Queckfilhers
getsucht ifi, Schlidst man dagegen den Kreis
rnit zwei Stiickchen IIolekohle, So dauert das Entbinden von Wiirme und von Licht fort, To-lange
die OberflEchen beider Stuckchen mit einender in
Beruhrung bleiben. Diere Seruhrung kann aher,
i n der That, nie To vollkominen i'eyn, dafs der
Electricitst uicht ein Hindernifs entgegenyefetzt
wiirrle; indrfs beim Schlieben der Batterie mit ein e m MetilllEbchen und mit Queckfilber, die Beruhrung bald Co innig iIt, dafs der electrifehe Strom
nicht unterbrochen wird. Es fcheint folglich, d a b
d e r Widerfiand das Entbinden der ?%'iirme veranlalI't?, welches iibrigens aucti die erfte Urljch diefer
Errcheinueg fey; und da diefer 1%-iderfiand d t t n
Leitungsvermogen verkelirt proportional feyn murs,
fo +rJ, wenq der Kreis der Hatterie durch zmei
verkhiedene m i t einasder fietig verbundene Metalle gefchlolren wird die 'l'emperatur desjenigen,
welches der fehlachtelte Warmeleiter ili, am meiBen erhoht werden. So w i d das Platin, welches
Jer rchlechtelle W'irmeleiter unter den Metallcn
ill, vor alles andern erhitzt, iuclel's Silber der l d t e
TTErmeIeiter unter ihnen, nicht bis zuin Kothgliihen kommt, mit welchem andern 31etalle man es
anch verbutidcii in die Kette der Batterie brivgt.
,
,
[ 361 ]
M a n wendet niir vielleicht ein, dafs, wenn wirklich die Electricitiil i n einem Korper mehr W i d e r lland littc als in einem andern die beiden Kiirper
r,icht in gleicher Zeit gleiche Mengen voii Liecti icitLt durch lich hindurchlairen konnten, welchev
ein wefentlicher UmTtand fur die Wirkungen der
RlectricitSt ill. Hierauf wiirde ich jedoch autworten daL ein KGrper durch zwei Mittel, wenu lie
gleich eine verrchiedene Uichtigkeit haben doc11
mit gleicher Gerchwindigkeit getrieben werden
kann, wenn nemlioh die i h n antreibenden Kriilie
in beiden Fiillen dein \T-iderliande proportignal
find. Daraus aber folgt nothwendig, drtfs, melclie
A r t von W i r k u n g auch durch den Durchgang des
Kitrpers durch dns Mittel von kleinerrnn'iderftantlc
hervorgebracht werdenmiige, fie immerin einerviel
grijrsern Stsrke in dein m e h r widerltehenden Milt e l entfiehen m W e ; und dafs, wenn Erzeugung,von
W a r m e diere W i r k u n g fey, die WPrrne- Erzeuguug
Zri der
i n dem letztern Falle grol'ser reyn mu&
ThatLChe, von welcher dieRede ill, wirkt nur cine
forttreibende-Kraft (force of impirlJe); dalfie aber
hirjreicht, den liirkltcn TViderltand zu uberwinden,
10 bleikrt die Analogie dierehe.
D;rs Gliihen des Drahta Fingt allgemein a n , i n
dgm Reriilirungs Punkte deiIeIberi init dent Pole
der Batterie, gleich vie1 mit welchem der beiden
p o l e der .Draht verbunden fey; diefes fpricht fur
meine llypothefe. Icli hatte geglaubt, die E r k h e i nung berulie auf dcr Verkhiedenheit in dem Lei-
,
,
,
-
E 362 1
tungsvcrmiigen u n d a u f d e r Verfchiedenheit d e r
Wiirme Capacit;it d e r Metalle zulbinnieti genomm e n ; die VerCuche Crawford’s, Leclie’s, Uolton’s,
Troine’s und anderer unterftiitzen diere Idce nher
niclit. Denn ilinen zufolge linhen EiTeu uiid Platin
unter allen Metallon die grijl’ste M’iirme - C a p r i t i t , itiders lie, mcinar VorausCetzung e!itlj~recheud,
cine kleiriere Capacitlit i’iir FYSrme a1s die iibriieii
M e t d l e habcn miifsten.
Nach dem Erlolge, den ich erholttn hahe, fielit
das Leitungi VerniGgeti f i r Elccti.;c;Liit d e r von
mir ~interl’uctitenJletnlle i n folgender Ordnutlg:
-
-
Silber, Zink, G o t J , Kupfer, h ’ i j k a und Plntin.
Da Zinn urid Blei in dem Punkte der Berulirung
augenblicklich Cchmelzen, fo habe ich Ge niclit niit
einordnen kiinnen. Zwirchen Cold und Kupfer findet hier fall gar kein Unterl‘chied Slatt. Aufdas
VerhiItniCs zwirchen Ezyen und Phtin rcheint die
E r h a h u n g der ‘l’emperatur Einflufs zu haben. Es
verdient heinerkt zu werden, d a 6 hiernach die M e talle als Leiter ftir Electricitst ungefihr i n derl’e.1O r d n u n g , wie i n ihrem Lcituogsvermogen fiir
IViirme Itehen.
J’erjech 1 4 . I n einem diefer Vcrfuche Cchlors
ich den Kreis der Batterie mit zwei gleicri lnngetr
aber ungleich dickcn 1’lc~~in-l)riihtcn)d i e fich eiiier m b e n dem andern 1)efauden; dercine liatte&, d e r
andere r: 2011iin,L)urcl;inrfTer. Dar dickere UraIit
karn zum Gliilleo, utid zwar a m dem Crunde, weil
cr eine grijfserc M a I k von Electricitit durch Gch
C 363
J
liindurcli liers, ohne dal's e r eine in eben dem VerKiltniTs vergrijrserle Obegfliiche dem ErkaIteii Preis
gal). -Ah icli dagegen heide Driihte zu Eiiiem Leiter varhand, kehrte die Ordnurig des Gluhens uin.
LIierer Verruch war vorausgerehen worden von dem
I h . W o 1 1 ;L It o n , welcher i h n m i r angegeben hat.
Z w e i t c R e i h e y o n Yerfuchsn.
Uie' folgenden Verruche habe icli mit der Bat-.
terie bei einem fehr liohen Grade von Erregung angeliellt, und icli fehe fie an y als unge€ihr die g r 6 k
te Wirkung darltellend, welche mit ilir zu e r r e b
chen ilt. I)a ich vori Zeit zu Zeit Siiure nochgors,
und die dem W'aKer anfongs zugefetzte oft beinahe
ganz zerRreat war, bevor ich neue hinzuftigte, To
ili es nicht moglicli, das Verhdtiiifs, worin die
Siiure zu dein Cl'an'er fiand gemu auzugebeti ; bei
grorster ILlenge der Siiure moclite fie u c g e f i h r 3: der
Fliilligkeit betrogen. Icli f'and fowohl in diefen
Verruchen als i n deli vorliergehenden, dars Salpeterrriure und Schwe€elTiure mit einander gemengt,
die hedentendltcir und om liiigl'ten dauernden CYirkungen hervorbrachfeo.
,
.
;Greerjhch 1 bis 4. Eiii PZatirL-Draht 53 Furs
Iang u n d o,ii Zoll dicli, wurde i n Ieiner ganzen
LSnge roth gliihend, To dafs m a n ihrr l e i vollern
'I'og es 1 i ch t e g1i i 11en fa h.
*XicIit minder wurdc eine Sg Furs langer und
J
[ 364
0,44 2011 *) dicker YIatin- Draht bis zumltothgluhen crhitzt.
Bill viereckiges IJ1;Et';n Stibchen,
[0,167]
Zoil i n s Gevierte und 23 Zoll l a 4 5 gluhte roth lpnd
fcchmelzte zuletzt.
Ein rundes Platin Stahchen 0,276 2011 dick
und a4 Zoll lang, wurde i n feiner gniizen Liinge
v eifsgluhend.
F'e$sch 5. Sehr diinne Streifen Ilolzkolde wurden mittell1 der Batterie i n fehr flarkeiu Rothgluhen in C'filorine erhcrlten; lie erlitten dabei keirie
VerEnderurig und brachteii keirie i n diefem Gas
hervor. D e r Erfolg war derfelbe, als ich fie i n
Stickgas rothgluhen lie&.
I'erfuch 6 bis 20. Mi verfuchte nun die IVirkung der Batterie auf fehr J%hwcrfchrnelzhare KGrper. Jeden dielkr Korper that ich in eine kleiiie
Vertiefuog eines Stiickchens gut gebrannter Kohle,
welches auf dernQueckfilber eines der oben erwahnten Gefifse fchwamrn, und I'chlofs dann die Kette
der Batterie rnit eincm zweiten SLiick Kohle, w e b
ches durch dicken Kupferdraht mit dem andern
QxxkfiIber -Gef?iil's in leiteride T'erbindung geretzt
war. Jedes der &Lalloxpde, mit welchem ich diere Verfuche anltellte, w ar zuvol' i n einem guien
Ofen im Kohleritiegel Rark gegluht worden.
Scheelirsm - 0 x y d fchrnelzte und wurde zum
'i'heil reducirt.
Das Metall ift grilulich weirs,
fchwer , glinzeiid und fchr briichig.
-
+
-
-
1 i o5'tr-itiq
rin P ~ ~ c c k f ~ l fiir'
~ler
Zol4.
CdA.
I: 365
I
Von Tnntnium-Oxyd fchmelzte nur eine rehr
kleine Menge. Die Kijrner find rothlich-gelb und
ausiiehmend briichig.
C'mn- Oxyd wurde ganz gefchmelzt, aber nicht
reducirt.
Titan Oxyd fchmelzte, reducirte fich aber
Iiicht. AIs es hark erhitzt wurde, brannte es wie
das EXeu linter Ausl'priilien gliinzender FunBen.
-
Cerium-Oxyd Ichmelzte und Lrannte,
nls es hef-,
tig erhitzt war, m i t einer grorsen, lebhaften, wei&en Fiamme UIIJverfliiclitigte lkli zum 'l'hei1, wurdei aber nicht reducirt.
Als dils geTchmolzene
Oxyd einige Stunden lang ari der Luft ftand, verwandelte es fich in ein helllirauncs Pulver, welches
eine Menge kleiner Theilchen \'on Silberglanz enthielt, und eine dcm Phosphor- \J'aflerliofigas ihnlichen Geruch aushsuchte.
3lo&bclii~r-OxyJ rchmelzte und reducirte ficli
leicht. DasMelall ill fehr bruchig, von Rahlgrauer
Farbe, und iiberzieht fich bald mit einer dunnen
L a g e purpurfarbnen Oxyds.
Bas a m Irictiurn und Osmium zucamrnengeklzte Metall fchrnelzte zu einem Kiigelchen.
Das reine Iridium fchmelzte Z P einer unvollkommnen Kugel, welche noch einige klcine Hijliluagen enthielt und 7 Grain wog. Das Metall ift
weirs und l'ehr glinzend. I n dem Zuftandc, morin
ich es erhalten habe, betrug das fpecif. Gewicht
deflelben 18,68; diefes ill aLer wegen der YorofitEt
I: 366 1
-
des Kiigelchens vie1 zu gering.
In dem Journal
meiner i m Juli 1813 angeiiellten Vcrfuche finde
ich ongemerkt, dafs damals eine geringe Menge
reiries Iridium zu eitiem Kiigelchen gel'chmelzt
war, welches o,62 Grain wog, obgleich es zuvor
der Einwirkutig einer Batterie von moo Platten,
jede 4 Zoll i m Vicreck, was ausgcfetzt worden, ohrie dars es L'chmelzte.
Rrilin urid Saphir khmelaea nicbt.
Bk~nerSpirwlverwandelte fich in eine Schlackc.
GndoZo2init fchmclzte zu einem Kiigelchen.
fUqrL</ia ba ck te z u [a m men.
Normcg'fiAier Zirilwz crlitl eitir uiivollkommne
Schmelzung.
Qunm, A-i'efe@iiefet. (Jilex) iind Graphit
blieben u n v e r k l e r t .
Pei@ch 2 1 mit Dinmstnt. Bereits im J. 1796
verruchte Herr C l o LI e t Eilkn xnit Diamant zu verbinden urid es iii Slahl zu verwandeln, u m lich a u f
dielie Art iiber die Natur des Diamanten und iiber
den Zultand, i n melchem lich die Kohle im Stnlilc
befindet zu belehren. Clouet erhielt indefs auch
Stahl durch Behandlung vori Eif'en mit kohlellhur e m Kalke, und tliefen Verrucli clnderte Herr M uThe t dahin ab, d a b e r Etzenden Kaik fiatt kohlenI'tlUren Kalks nahm.
Er erhielt auf diek IYeife
gleichfalls Stahl, den e r fur v6llig reinen hielt;
und f'chlors daraus der KohlenRoff, welcher zum
Vermandeln des Eirens in Stahl nothig reyn riihre
nicli t her von Zerfetzung der I(oh1ediure des Kalks,
,
,
,
c
367
I
wie Herr Clouet mgenommen Iiatte, wohl aber I U S
dem gluhenden Gos i m Ofen, BUS welchem e r fich a n
das Eil'en begebe. Er glaubtc, dafs hieraus Zwei€el
gegen dieGiiltigkeit der Schliin'e hervorgingen, welche H e r r Clouet ous dem Verfiiche rnit dern Uiamanten gezogen hatte, und e n t h h l o b lich, den i n
d e r polytechnifchen Scliule ZLI Paris gemachten
VerSuch, doch li, zu'wiederholcn, daG dabei keirz
Dininant im SpieleJey. Er erhielt bei dieren V erh c l i e n (denn e r fiellte ihrer mehrere a a ) Bets guten reinen Stahi, uiid folgerle daraus, daSs wir
noch keine ganz geniigende BeweiSe habun, dals EiIen durclr Uiamant allein i n Stahl verwandelt merden kiinne. M a n lindct das DetaiI d e r Verl'uche
des H e r r n Clouet uiid dercr deo I-ierrn Mufhet i n
Tilloch's phi/?/f & p z . b 'd.5. (Annal. 8.3. s. 65.)
I I e r t G e o r g M ' K e 11 z i e h a t die Verruchc
diefer beiden Ctiernikcr wirderholt. Die Refultate
welche er erhielt beCtStigten die SchliiKe des franz6lirchen Chemikers.
Seine Arbeiten fcheinen
ziemlich entfcheidend zu feyn; wenn inders ja noch
irgend cinige Ungewifsheit bleiben l'ollte, fo miilI'c,
glaubte Herr P e p y s, fich mit der Voltai'fchen Batteric ein experimenturn crucis fiir diefe Materie erhalten lalren. Sein Genic g a t ihrn bald eine Ai t
ein, diel'ea VerSuch To einzurichten, dal's keine
Kinmendung dagegen weiter Statt findet.
Er bog einen Urclht aus reinem, weicheln Eil'en
in feiner Mitte i n eine Knie, und miichle a n dieSer
Stelle nach der Linge denelben cinen ihn theilen-
,
,
E 368 1
den Einfchnitt mit einer fehr feinen Slge. I n diefz
Oefftiung brachte e r Diamantltaub, und erhielt ihn
darin mittelll zweier feinerer Driihte deren einen
er unter und deren andern e r iiber den Einfchnitt
legte, worauf er fie mit einem diirinen Orehte wie
eiiie Rolle To dicht umwickelte, dafs fie fich nicht
verl'chiet~enkoonten, Auch alle diefe Driihte beltanden aus weichem rehr reinem Eifeu. Yer'rheil,
welcher den Uiamatitfiaub in fich l'chlofs, wurde
mit diinnen 'ralkbliittern umwickelt und dann der
To zubereitete Uraht in den Kreis der grol'sen Batterie gebracht. Er kam bald zum Kothgliihen, und
wurde 6 Minuten lang darin erlialteii; jedoch hatte
das Gliihen l'o wenig Stiirke, daii die mehriten dcr
Urnfiehenden, wie ich glaube, keinen entrcheidenden Erfolg erwarteten. Als a l e r H e r r Pepys deo
Uraht offiiete, fand fich, dah das Diainantpulver
ghzlich verrchwunden, und das Eifen a n der innern Oberfliiche wie die vielen Hiihlungen bemieI'en, in Schmelzung gerathen war, ungesrchtet es
nur eine fehr mXsige Hitze erlitten hatte. Uer
gnnze Theil deffelben, der mit Diamant i n Beriihr u n g gewel'en war, hatte fich in einen reinen blafigen Stahl verwandelt. Ein Theil diefes Stahls, der
bis zum Rothgluhen erhitzt und in W a r e r ahgelofcht wurde, nahm eine Ib grofse H h t e a n , d a k
eine Feile ihu nicht angriff, und dafs er Glas
ri tzte.
Diefer Erfolg ilt entfcheidend. Denn da wir
die Beriihrung mit jedem andern Koblenfioff hl-
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tenden Kiirper uls Uioinailt rorgfiiitiq serinieden
hatten, To 1Xst fich diefern allein die erfblgie Verwandlung des EiCens ill Stab1 zufchreibsu. lli&r
V erTuch wir d w B ti d c heiolich a uch diejeiiigen i\I i lieralogen bckehren melclre bei der hleitiurlg beliarreii, (giebt es andera dereri iioch), da13; rnuii dell
Diclman t niilden kiereIerdigcnSleinen in eine Klnil'e
fetzen rniine.
Verfuuch a2. Trocknes Ztzendes Kalt', cveIci1p.s
zwifchen zwei KohlenRiicken i n deli Kreis der Batterie, und dsdurch i n eine T&
R ~ r l i eIfitzt. gebracht wurde, rd1melzte und I'chien Iicli zu zei-rctZen, indern einc lebhafte k'laiuliie von eioern I d o n dern Purpurrolh Gch dovon erhob, der ihiilirlt, niit
welcher das Kalium verbrennt. Ifi das atzetirlc h a li feu cht, Co z d i t z t Gch iiu Kreife der Batterie blov
das TValIer delrelben.
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N o c Ir
e in i g e
p Iryf ik a I iJc h e PcrJti c h e.
f c h habe niich zu rergewinern geGtcht, ob Iich
nicht eine Verlchiedenheit in dem Grade der Hitze entdecken laITe, weIche a n J e m einen und weiche an deli1 anderu Pole der Ratterie entl'teht, utid
zwar rnittelfi gleicher, abgewogner Mengen YOU
Quecklilber , melcbe Gch in zmei kleiiien Schalen
aus gehranntem T h o n , die eine an dem einen, die
aiidere an dexn zweiten Pole d er Ealterie befanden.
Ich verband Jas Queckfilber beider Schalen durch
einen Platindraht, d e l h LPuge und Dicke fo gew i h l t worderi war d a 6 die Uatlerie ih n immerfort
Aa
Aniinl. d. PhgGk. B. 52. St.4. J. 1846. St. 4 .
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i m Gliihen crhielt. Nach 20 Minuten hatte das mit
d e n Zink-Ende der Botterie verbuiidene Quecklilber
eine Temperatur yon 1 2 1 0 , und das mit dem K L I ~
fer- Ende der Baiterie verbundeme einc'l'emperatiir
yon 1 l a O F. ongenornmen.
Die Batterie lud, I'elbft wiihrend ilirer 1i;jclllten
TVirkSamkeit, eine Leidncr Plal'che auch nicht i n
dem geringften Grade.
Den folgeuderi V e r l t c h , den letzten, von welchem ich die GeTelIfchaft unterhsltcn will, tlieile
i c h mit, ohne mich weiter uber illn zu verbreilea.
Ich trennte alle -!&)kplatten der khtlcrie von den
Kupf'erplatten, indem ich die Bleiiireifcn zerlLhnit[,
durcli welche lie mit einander vei buntlcn Jind, u n d
verband mitlelfi aiiderer Blcil'Lrcifct~ alle % i a k p h l t e n m i t einantler, fo d d q lie n u n n u r cine eiozige
Platte vorl'tellten. DieIelbe Anol.cinilng trnfich mit
den Kupferplatten, uiid vermaiideltc auf diere A r t
die ganze Batterie i n zcueil'lutterz, die zulhinincn gcnommen 1344 QuadratFurs OberflSchc, C die des
Kupfers der desZinks auch riur glcich geretzt) darbot. Die To angeordneteu Plattcn wurden ilber ~ L P
Siurc, ohne dafs lie fie beriihrten, aufgehangen,
u n d die Oherflschen der beiden verkhicdenen Metalle wurden darch einen Platiiidraht verbunden, der
~&,ZoIldick uiid ungefihr ,;Zoll lang war "), mobei
ich alle Vorficht angewendct hatte, urn eine genaue
* ) \-on (liefen DraliLm hat Dr. JVolI.ihn in eirieru Auffatze
gellandelt, tler iu d;m rorliergqlenden Ilcl'te diefer nlrinrrl.
S. 2St. Bcht,
Gill.
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Beruhruag zmirchen ilin und den Platten zu bewirken. 1)er Apparat wurde nun im Uunkeln in die
SPure herabgelaflen, wir konnten aber nicht die geringfie Spur VOII Gliiheti des kleiilen flralits, d e r
die heiden groheu Platten mit einaiider verband, gewahr werden.
Schwerlich ill eincin der Mitglicder der GefellI'chafi der finnreiche Apparat uubckannt welchen
H e r r \ V o l l a T t o o erfunden hut, und durch den
er nnchwieb, dars eiriPlatiodraht von denfelhen Uirneiilioneti als der ebeq befchriebenc, welcher zwei
Plalteu Ziuk und Kupfer, jede i Quadratzoll grolb,
m i t eiriander verbindet, augenblicklich gliihend
wird, wenn m a n diefes Plattenpaar in eine verduniiDie Obcrfliiche eiries folchen
t e Sdure eintaucht.
Plattenpaars verhiilt fich zu d e r vorhin aagegebeBen, $vie i : 48384.
Als die Platten h e i n e r grofsen Batterie wie bewolinlich angeordnet waren und ich fie i n reinet
JJ7ccJ/Gereingetoacht liatte bevor irgend cine Sfure
i n die Zelleii Regoren worden war, brachte fie zum
Gliihen eirieri Platindraht V O I ~&,zoll DurcJimeDTer
nnd 4Zoll Lange, und fchmelzte das Ende deflelben
zw eiuem Kugelcheir.
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