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BESCHREIBUNG von Joseph Montgolfier's konomischem Verfahren zu verdunsten ohne Feuer welches vorzglich anwendbar ist bei der Syrup-Bereitung aus Pflanzen-Sften.

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ANNALEN DER PHYSIK.
J A H R C A N G i S i i , ZWELTES STUCK.
I.
BESCHRETBUNG
yon J o f e p h Montgolfier's dkonomifchcna
Verfahren Z u v e r d u t z J t e n , o h n e F e u e r ,
welches vorziiglich anwendbar ilf
b e i d e r Syrup-Berei,tung aus P f l a n z e n S i f t en ;
won
DESORMES
und CLEMENT
zu Verberie.
Fro; Lca'LoiLoc
VUIL
Ci11 b c r t.
D i e iikononijfche Art, wie die Verdunftung jn
Jen Salzteichen uqcl in den Gradirlilufem bewerkfielligt wird, veranlakte den fel. M o n t g o l f i g r ,
uber Wittel nnchzudenken, wie mehrere Dinge,
die b c h Feuer leicht verdorben werden, befon&rs Piahrungsrnittel aus dem Pflanzenrciclie, I;ch
ohne Feuer iiiijchten eindiclten oder ziim Aufbewaliren austrocknen Idfen, ohne eines Zidatzes
von Zucker, Sslz oder anderer thecrer iind jhren
Gefchniack verlndernder Kijrper zu bediirfcn. Insbefondere hatte e r das Project, den Mort der
Annal.d.Plryfik. B.37. S t . 1 . J. 1811. St.1.
I
\ITeinbeeren in den filtllichen Provinzen Frankreichs vor dcr Gihrung fo ftark einzudiclten, c l d s
die hIaffe oline grofse Koften nach den nordlichen
Provinzen .verfahren, untl clort durch Gahrung i n
weir; verwandelt werclen k 6 n n e ; eine interefhnto
Syeculation, welche man vielleiclit kanftig eiiimahl ziir Ausfilhrung bringen wird. Schou jetzt
1afst ficli das iiltononlifche Verfahren abzuilunften
und eirvfrrdicken, welches M o n t g o l f i e r erJacht
hat, fo weit es von ihni zur A u s f u h r u n g gebrJcht
worden iit mit Vortheil auf die Fabriltation des
Trauben Syrups ailwenden *). Es erfordert blofs
sinC m;fsige Tempcratur welche nicht );dier d o
die Jer Atuiofpliiirt: zu feyn Oraiicht; der TraubcnSyrup blcibt tlnher dabei frei von Clem breiizlicheii
Gefcliniacke den c r gewGhnlich hat tint1 ctas hann
vicl dazu bcitragen $..den Gebrauch deffclbcn auszubrriton
Fc liirct fich PhenfalIs auf clas Xbclampfen a1lc.r anderii Pflanzeiififte anwenden. Be2
dem Safte dcs Zuclterrohrs niiifste es von vorzirglibhem Kutzeu feyn iildeni es einen vie1 weifsem
und reincrn Rohzucket gcben iktilrde, aIs den m i t
angebranntem, nicht mehr kryftallifirbarem u n d
abel fchnieckendem Zucker (Caramel) fo Itark verfetzten, den wir gewijhnlich aus Weftindien erhalten. Ohnc Zweifel wilrdc fich von diefem Verfahren ebenfalls bei dern Saltfieden, bei dem Sai-
-
+) Nicht minder zuf Eckeitung des Syrups aus
riiben, Mohrriiben , Birnen, Pflaumen u. t w . , und
auf die Zuckerhereitung aus dcm Ahornfafte m d dem
$ d t e ddr RwPkelriibe.
G iI b i r t.
xy.7.3
r
31.2,
-
peterfieden und in andern Fabrik Anlagen diefer
A r t mit Vortheil Gebraucli machen laflen.
M o n t g o 1 f i e r hat feine erften Verfuche
fiber diefes Abdunften ohne Feuer im J. 1794 angeftcllt. Er dickte niehrere Fruchtf2fte ein,-.unt e r andern Aeyfelfaft und Traubenmoft. D e r eingedickte Aepfelfaft, wovon er ilber 3 0 0 0 Pfund
bereitct liatte, war von einern fo angenehmen Gefchmacke, tlafs im Vergleiche mit demfelben die
Aepfel felbft fchlecht Cchmecliten. Er wiederholre diefe Verfuche in1 J. 1797 zu Paris gleichfaus
niit tlcm beften Erfolge, nur dafs die Conferven,
wclche er dort bereitete, minder wohlfchmeckend
wurclen, als die, welche e r atis Dauphineer Friicllten gemacht hatte. Die Vcrfchiedenheit fie1 felbft
noch niclir .zwifchcn den Conferven als zwifchen
deli Frilchten auf. Dik Erfintlung und Ausfilhrung
ties StoCshebers zog fpzterhin T\rlontgolfir.r von
<liefern wichtigen Gegenftande ab ; die Recultate,
uns jnwelche e r khan erhalten 6atte:fcheinen
dels fo interelfant, und befonders i n den jetzigen
UmrtSntlen Co einflufsreich zu feyn, dals Ge e,s verdienen, aUgemein bekannt zu werden.
Da die Luft in ollenTemperaturen die Eigen.
f c l l d t hat., das WafCer zu vaporihen, fo kommt
es n u r tlarauf an, eine grofse Menge dedelben mit
der feuchten Matfe, die man zustrocknen, oder
mit der FlilfGglteit, die m a n verdunften will, i n
kurzer Zeit i n 'Bertihrung' zu bringen, urn eine
gof s e Wirkung zu erhalten. Hierzu wird a& ejfl
'1 2
rafcIier Wind bmuchbar feyn, und folglich die fehr
einfache und wenig koftbare M a f c h h e , welche
unter d r m Nanien CentriJ%gaZ-Yentilator bekannt,
und von D e s a g u i 11i e r s in den Philofophical
Traaactions, J a h r i735., befchrieben ift ; tloch
h a t e r hier njcht die fc'chicklichften Dimenlionen
filr fie angegeben. D e r freie WSrmeftoff der Luft
(nicht d e r gebundene, den die verbrenillichen Kiirp e r allein aus ilir abzufcheiden verrniigen) iTt das
Wir1;Camel bei diefer ltalten Verdunftung ; blofs auf
Koften defrelben bildct fich hicrbei der Waflerdampf.
Um die V e r e i n i p n g dicfes Wiirmeftoffs mit clem
W a l e r zu bewirken, konimt es nur auf Heriihrung
a n , und daher blofs auf eine rnechanikhe Kraft,
w d c h e die Luft in fchnelle Bewegung fetzt; fie
macht die einzige fortlaufcnde Ausgabe aus, welche
bei diefem Vertlunften erfordert wird, und diefe
Art, dao Warfor l n i k - W c m e h f f zu verbinden, koltet dahel: feIir vie1 weniger, als das Brennmaterid,
Welches Conk nathig wPre, und das jahrlich im
Preife fteigt! Bei dem kalten Verdunften ift alfo
fiberhaupt und im Einzelnen reeller Vortheil.
Die Luft ift nur felten fo feucht, dafs lie nicht
vier des Waffers mit fortmnehmen vermag; denn
Glbft wshrend des Regens fehen wir, dafs d e r
JVind trocknet. T r a t e indefs der Fall ein, daff
die Luft f a r diefes Verfahren des Abdunftens iu
feucht ware, oder w.infcht man i n einem andern
Falie das Verdunften zu befchleunigen oder regelmafsiger zu machen, fo brauchte marS nur die Luft,
melche clurch den Ventilator in das Verdunftungsgefifs getrieben wird, zuvor zu erwarmen. &Ian
kiinnte ficzu dem Eude zuvor durchghhende Holzltohlen fteigen laffen (anderes Brennmaterial wiirde fie rnit Rauch vermengen); lbllte fie.dadurch zu
heirs werclen fo ljefsen lich ihr willkiihrliche Portionen kalter Luft beimengen, fo dafs tie nur 30
odcr 40 oder hochftens s o 0 Warnie hltte- Bei
hoherer Wiirme liefe inan Gefahr, ciafs die Pflanzenfiifte vielleicht fchon wfingen, Gch zu verandern; wenigftens jft BIontgoJfier bqi feinen
Verfuchen iiber diefe ‘Temperatur nicht hinaus g e
.gangen..
Verfahrt man auf.diefe Art, fo kommt der
Jatente Warmeftoff der Luft mit in das Spiel, aber
doch ift. gegen das gewotinliche Verfahren .grofse
ErfparniEs. Der dnrcli das Brennmaterial entbundene Wkneftoff ift hier fehr *it T m f t verrnehgt,
die iha ganz mit fortfiihrt, und ihn in dern-gleich
zu befchreibendea Apparate einec a u s n c h e n $
grofsen Verdunftungsfhche zufiihrt. Enthielt, die
Luft vor dern Verbrennen fchon eiaigen freien
Wirnieftaff, fo bringt fie auch diefen dem Waffer
zu; und entweicht fie i n einer niedrigern Temperatur, als bei der fie eintrat, fo kann man ficher
feyn dafs das Brennmaterial fehr gut benutzt worden ift. Die gewchnliche Art, zu verdunften. gewahrt diere Vortheile tricht; denn der durch das
Verbrennen frei werdende WHrrneftoff.mufs durck
bedeutend dicke und wenig aasgedehnte Metall&-
f
122
3
chkn hlndurch gehen, urn fich mit den1 Waffer zu
verbind'en, u n d die Luft, welche bei dcrn Bernhren jeuer Fl5chen fchilell entweicht , nimint eine
bedeutende Mengo Wirnieftoff mit fort.
M a n fieht, dafs diefer Procefs auf keiner nciien
Idee beruht ; e r ift das Rcfultat bckannter Tliatfac h e n ; und doch hatte man i h n bisher iibcrfehen.
Urn Gch von demfelben einen richtigen Begriff 211
maclien , mufs man wiffen, dafs bei clem in1 Herb'fte gewohnlichen Zuftaiide cler Atrnolphsre, 1 Cubikfuh Luft durch Beriiliimng m i t Waffer, 1 bis 4
Grains, alfo i m Mittel. etwa !i$
Grain Woffcr vaporiGren lcann, wie hl o n t g o I f i e r aus feinen
Verfuchen gefunden hat. Wir-wollerI nur 2 Grains
o J e r 0 , 1 0 6 Gramrnes annehmen. Durch das Verdunften finkt dic Temperatur der -Luft merklich,
und .dadurch vermindert fich ihre auflijfende Kraft
-To bptrAph.htl;rh).,.Jenn gewiihnlich fteht die Luft
vie1 weiter ron dem Szttigungspunkte ab, als nian
nach diefer kfeinen Menge von Dampf, welche fie
%ervor zn bringen verniag', glauben follte. Diefe
w e n g e von o,. Grains WalTerdampf auf 1 Cubiltfufs
Luft I 3 s t fich ziemlich durchgehends annelirnen ;
M o n t g o l f i e r fand fie wenigfteqs io nach feiiien
Verfuchen, die e r i n der Dauphine angeftellt hat.
Diefes giebt auf 1 Cubikmeter' Luft ungeBhr 5
Gram mes.
D i e zu der Bewegung dcr Luft nbthige mechafiifche Kraft nirnrnt n i t dem Quadrate d e r Gefihwindigkeit m , die man der Luft ertheilt. Eib
[
123
J
Flenfch ksnn in &em T a g e Arbeit S 100 ooo Cubikfufs atniofphSrifche Luft mit eincr GefchwindigLeit von 7 3 Fds i n der Secnndc forttreiben; oder
z 050 ooo Cubikfufs Luft m i t J 5 Fufs Gefchwin.digkcit; ocler, was auf eins heraus kommt, 70 ooo
Cubikmeter mit 5 Meter Gefchwindigkeit. Diefe
letztere Gi$chwindigkeit .eignet fich fchr gut far
unfern Fall; fie erfordert weder zu vie1 Anftrengung , noch eine bIafchine von zu grofsen Dimenfionen. Der Arbeiter braucht in dieCern Falle nur
I Stunde hinter einander fort zu arbeiten, k a n n
fich d a m 1 Stunde erholen, und wird in 6 Stunden wirklicher Arbeit .die 70 ooo Cubikmeter Luft
durch den V e r d u l t u n g s Apparat hinclurch gee
Rriebeii haben. Piece erzeugen 70 ooo a Grrtnz-19s = 3 1o JUogrammes WalTerdarnpf. In Paris
bezahlt man eiaem Arbeiter I Q Franken Tngelohn;
m e h r lcoftet alCo die ka1t.e Verdunftung von 2 1 0
a l o g r a m n i e s W a f k niicht, oder l o o Kilogr. nur
71 Centimen.
Ein Pferd kann 7 ItIahl fo vie1 als ein Menfch
arbeiten, a)fo in einem Tage r470 Kilogramnies
\vaffer auf diefe Art verdunften; damit aber der
Ventilator nicht von zu unpaffen,den Dimelifionen
werde, miifste i n d i d e m Falle der Luft die doppelte Gefchwindigkeit gegebeo werden. Es mtrd e n danu 32.2.7~735Kiiogr. Waffer durch die
tagliche Arbeit eines Pferdes verdunftet werden
a d wghrend deffen 2
~2.7- ~245000.
~ Cubik.
meter Luft aurch den Verdunftungs- Apparat ge-
-
.
hen. Die Tagcarbeit eines P f e d a s witd i n Paris
mit 3 Frankcn bezahlt; a u f diefe Art kame dort
d o die kalte Verdunftung von 100 Kilogr. \Yiiffer
auf 40 Centirnen zu ftehen *). Der Durchmeffei.
des filr einen' IlIenfclien unA tfes fur ein Pferd beItimmten Ventilators wiirde in tliefeni Falle Gch
l i e c/2 :'I otler wie ~ ; 4 1 4: 1 verhalten.
Urn l o o Kilogr. U-affer i n den gewohnlichen
Apparaten durch Feuer .mverdunften, werden 25
liilogr. Steinkohlen erfordert , w e k h e in Paris 1%
bis 1 J Franken koften. Die kalte Verdudtung
durch Hiilfe eines uon einem Pfertle bewegten
Veatilators w5re alfo 5 bis 4 M a h l wohlfeiler. U n d
ziiglricli ift lie fehr vie1 einfacher.
Gewohnlich betragt d e r T m u b e n - Syrup den
vierten Theil des TraubenfaHs'; die Koften d e r
Verdunftung durch mcchanikhe Mittel , wie S'e
hier berechnet warden. wiirden alfo auf 100 Elogr. Trauben Syrup nur 1 'Fr. 60 Cent., oder auf
1 Kilogr. 1,6 Cent. betragen.
D a s ift lo wenig,
dafs es fchwerlich d e r Miihe Iohnen mijchte, fie
durch geringere Oefchwindigkeit der durchgetriebenen L u f t noch mehr vermindern zu \dollen, nn'd
dafs es am gerathenften feeyn mochte, d l e s g-ade
$0 auszufiihten, w i e w i r es bei diefer Rechnung
-
+) Die VerfalTer haben in ihrer Rechnung die doppelte
Gelchwindigkeit , welche dao Pferd-der Luft geben
Toll; anzuleetzen vergelTen, dahek tlie Zahlen wie ich
fie hierher Relle, von den Ihrigen ebweichen. Ilie
Richtigkeit des Grunddatums h e r Berechnung I a e
it% d&ingenellt Dynr
6 i I b c r t.
,
t
125
J
angenomnlen hahen. Z u 4 0 0 Hilogr. S a l t gehiiren 500 Kilogr. Trclrrben, und diefe koften oft
nicht mehr als 25 Franken. Syrup daraus zu fabriciten, koftet, aufser der Verdunfrung, hochftens 6 Franken.
Befchreibung eines von einem Menfchen tu bewegenden Apparals zur mechani/chen VerdunJtung.
Man Geht diefen Apparat zur Vertlunftung
dufch kiinftlichen Wind auf Taf. 11. abgebildet.
Die obere HiiIfte der Bliitter ftellt ihn in einem
fenkrechten Durchfchnitte durch die Linien CD
und E'P, die untere in1 Grundriffe vor.
AB ift eine 0,4 Meter lange Kurbel, wekhe
ein Menfch, der &ran arbeitet, in jetfer Secunde
ein Mahl urndreht. Die Welle BC cndigt fich init
einelll Stirnrade C, welches in den Trilling D eingrejft, der noch ein Mahl fo vie1 Stecken a1.s d3s
s a d Zahne hat, To daTs er ein Mahl h e m liuft,
Wenn das Rad zwei Nalil fich unidreht.
Die Welle BE des Trillings n l h t m i t ihrem
Zapfen in der Pfanne E , und wird durch die aus
filefhng forgfaltig gearbeitete, nngformige Pfapne
I; fenkrecht erhdten. Diefe Welle trPgt 6 oder
8 Elfigel, deren jeder i Q Meter lang ift, und aus
einern eifernw ,Rahm befteht, welcher mit Waohsleinwand oder niit gefirdster Eeinwmid befpannt
ilr, darnit w Itark und doch leicht fey.
f
126
1
DieTe Flilgel Iaufen zwifcheu zwei grofsen
XreisAachen umher, welche f Meter eipe von d e t
andern abltelien, und die Boclen eiiier Art-von
T r omm e l bildcn , in dercn cylinrlrifchem Umfange
ein 0,2 Meter breiter Ring offen unct unbeklaidet
jft.
D e r CTmfclng diefes offncn K n g s betrPgt
3 X G 4 i 4 = 94'0 N e t w , kin Fliicicheninhalb a%
I ,886. Quadratmeter ; doch. befinden*.ilhh fo vie1
Querliiilzer in cliekm offenen Hinge, dafs die Oeffnung clatlurch a u f 1,s Q. X-let. verminclert. w i d ;
welches inclefs ohne nachtheilige IVirkung ift , cla
es hinreichend feyn wurde, wenn Ge an Grofse
auch nur der zufiihreiiden Oeffnung G H gleicb
miire. d i e r e ift kreisfijrmig in deni uiitern Boden
de r TroninieI, rund um c l j e h e , eingefchnitten und
'hat. 0,92 Meter im Durchmeffer, alfo o,G5 Q.Met.
in1 Inhalre.
An ih r fchliefst Gch ein ehen b weit e s , ungefiihr 1 fi1Pter lanees Rohr [K a n , tlas fo
unterftiitzt ift, c1af.s es nicht auf den1 untern T h e i ]e des Apparats nufliegt. Die Flirgel find fo breit,
n1& es die \Veite d e r T r o m m e l n u r imnier erlaubt.
fo tlafs fie in ihr uiiiher laufen kijnnen, ohne fie zu
be rah ren.
D e r untere viereckige Kaften NOPQ ift ein
2) Meter langes und breites, iiricl 13 Meter hohes
rechtwinltliges Parallelepipedon, deffen D e c l t d
LM einen d er Oeffnung GH entrprechenden kreisfijrmigen Ausfchnitt hat., welcher mit einem cyl i ndr i khe n Halfe verfehen ift, in den das cylindrifche Rohr.1C genau.hinein p a t . Wo beide lich
f = 2.7 3
an einander Cahliefsen, find fie.zliit Papier aberklerftert, damit Iiiet. keine Luft entiveiche.
I n den.wtcrn ICafien.legt mail Reifer von weifseni Holze, die der Schale berauht und recht rein
find, Iagenweife einander durclikreuzend, und fo,
dafs zwifchen deQ untmn mehr Haum leer'bleibt,
als zwifchen den obern. D e n T r a u b e n h f t , den
mau concentriren will, lafst man durch J i e ltleinen Locher, welche i n den1 Deckel tles Kdtens
angebracht find, hinein trijpfeln, wodurch e r uber
die Reifer magljchft gJeicliforrnig verbreitct wird.
I n .dec.Mitte des. Kafiens mufs zwifchen den Reifern and dem Deckel wenigfiens ein Rauni yon
o,5> Meter Hijhe Frei bleiben, damit der Durchzug der Luft nicht.geliindert werde; auch m W e n
d i e Ruthen fo weitllvfig gelegt feyn, dafs in jcdem
horizontalen Querkhnitte die S u m m e der leeren
RHume wenigftens I ,9 Quadr. Net. betrage. Dpr
Boden des Kaftens befteht blok aus einenl h o l z q e
pen Gatter, detfeen Stiibe fehr weit von einander
abftehen, und in einer Entfernung von o,i Meter
fteht darunter ein grofses hiilzernes oder I t u p f c r p ~
Gefafs, in.welches iich der concentrirte Syrup anfammelt.. Die Luft wirkt hier auf i h n zuerfi ein,
und concentrirt ihn noch fta'rker.
Ware die atniofpirifche Luft nicht t r o c h e n d
genugy und man wollte doch arbeiten, fomiifste
man fie, urn fie zu erwiirnien, dufch einen O f e n
hindurch gehen laffen, Jeffen Abzugsrohr, fich fo
enveitern miifste, dafs es wenigftens 0,65 QLa&.
J
128
3
Mtrter im Querfchnitte hielte, und lich in vier
Ae-fie, jeden von 0717 Quadr. Met., theilte, die
mi'f den untern Oeffnungen der vier Sciten des
Kaftens zufammen hingen.
Die Wirkung des Appatats 15kt fich leicht
Uhedelien. Wird der Ventilator von dem Arbeit e r j i i Bewegung geletzt, lo eDtweicht die zwilchen
den Fliigeln bcfinclliche Luft durch die Oeffnung
i n dem Umfange dcr Tromniel, untl es tritt neue
Luft urn die A x e der Fliigel hinzu *). Diefe zieht
drirch den g m z e n Haufen der Reifer hindurch,
ilber die d e r Saft langf3ni h m a b r i n n f , und concentrirt ilin. Reiclit ein Fall dazu nicht %US, fo
lSst man ihn mini zwciten, zcm di-itten Mahle
U. f. w. durch die Reifer herabtrZUfeln.
Urn eiiien regelmtifsigew Erfolg zu erhalteh,
komnit es fehr auf die Art a n , wie die Ruthen gelegt werclcn; e s laffcn fich irtdefs dariiber lieine
genauein Vorfchi-iften gebcn ;einige Vetruche werden den. Fabrikanten weiter fiihren als aIleHegeln.
l'v1 o n t g o 1f i e r hat verfwht ,die Reil'er ganz
wegzulaffen , und dafur klrine StrahIen d e r Flul+) Diefc \Virknng gdchieht vermSge der Scliwungkraft,
welche den Ldttheilchen in der Trominel eingedl-ikkt
wird, To bald .man fie in die Runde treih; daher der
Name Centrifugal Yrntilstor. D r r Apparat i R inderr
keineswegs D e s a g u i l l i e r ' s Erfindung (f. S. 120.).
Schon vor langen Zeiten kannten ihri die BergIeute
Unter dem Namen W e t t c r f a c h r r , Wettcrrnd oder tyindtromrnel, iind bcdienten 6ch delTelben, athembare Luft
i n dar TiefRe ihrer Gruben her& tu treiben. Sia ver[chloffen den Umfang der fenkrecht Reheliden Trommel
m d lieken in d e d e l b e n nur ein Loch, aus welchem
-
figkeit in den Kafien NOPQ, Clem e r melir Hijlie
gab, zu bilden, die yon d er chrchftromentlen Luft,
ehe fie niederfislen, ausgetrocknet werden follten ;
diefe Einrichttmg ift aber minder SkonomiTch, u r d
die Luft kann dabei nicht ihre g a m e austrocknmd e Kraft auf den SaFt Hufsern. Befk r w i r e es viielleicht, deli Kaften felir enge zu maclien, und eine
Scheibe darin anzubringen, welche fich von aufsen
urn ihre A x e drehen liefse; (lurch fie kijnnte beftandig fort S a f t angehoben und mit de r durchziehenden Luft in Bertihrung gebracht werden.
D i e Einrichtung dieres Apparats kann a b e t h m p t auf mancherlei A r t abgeandert werden, ohne dafs die Wirkung gekhwiicht wird, und er
kann daher aufserordentlicli Vielen yon Nutzei
feyn. Er lafst fich mit 'geringen Kofien und v(n.
gewohnlichen Arbeitern ausfiihren ; alles Eig3,fchaften, die ihii ernpfehlen. Auch bei noch 11e;jne r n Dimenconen bleibt er von nutzbarern Gbrauche. Da die Fabrikation des Traub e n Syrup:?
nur fehr kurze Zeit dauern k an n , fo ift e nijt&cher , fehr viele kleine, als wenige grofsclMaf&id u r c h bretterne Lutten die ans der Tromme&maos
gejagte Luft in das Bergwerk eingeblafen wude ; de
TrommeI machten fie 8 Furs hoch und I: F m brazit,
pnd brachten in i h r 8 Flugel an. Vergl. D e 1 i
leir.
L. B r r g l a u k u G , Aufl. 2. W e n 1Sa6. S. 474. unoTaf. XI.
Fig. 8. DieZer Wetterfacher ill nach D e 1i us ,yon &
l e n Wctterrnafchinen in den Bergwerken die gsbrauchfichhe, kaan gar Ieicht durch einen rniifsigensiiubcrbuben eine ganze Schicht hindurch in Umtrieberhalten
werden, a n d Ietzt den Eintrieb der frilchen W:tter unG i1b 6.8.
unterbrochea fort."
neii zu l i a t c n , damit diefen kurzen Zeitraum ilber
reclit vicle FIlnde an d er Bereitting diefes Betlilrfnirfes Antlieil nchmen kGnncii.
W i r glauhen iiicht , cine fehr vollkoinmenc
Ei nri ch t Ling diefcs ni echa I i i fc hen A bda m p f u n gs
Apparats angegeben zu haben ; die Erfahrung wirtl
noch vielrs Jeliren , w o r m von uns nicht gedacht
ift. W i r find zufrieden, wcnn wir dargethan haberi,
clafs man mittcM der Luft eine fehr bkonomikhe
VerdunfiunS, im Vergleiche init tler durch Feuer,
hervor bringen kann ; und ciafs diefe Methotle be5
Obfifaften fich noch befonclcrs daclurch enipfichlt,
dais fie tliefen Siiften beini Ejndicken ihren nntiuljclien Gerucli und Cefchmaclc lifst, uiicl fie, ohne
ids fie nnbrenneri und dallurch einen iinaiigenehnen Beigefchnincli annclrrnen kijnnen, i n Confitaen vom nntilrlichen Gefchrnacke des Obfies
vepvandelt.
Hstte 31o n t g o I f i e r noch Iiinger
oeleb, fo wurcle e r alle Unl~equemlichlteiten, wel5
clit: diee Methocie h a t , l d e i t i g t , und das Vzrlahrcn gerifs zu einer bedeut'enden VoHkomnienhelt.
gebrach haben. Uns ifi es nur aus der rnundli&en Interhaltung niit ihm bekannt geworden,
and lvr liaben uns dnmit nur fehr wenig o e k h i f tigt. Liini gchiirt dalier das Gute, uns der Irrilium, wenn lich dergleichen i n unfern Angaben
);ndet; und wir fiberne~imenin diefern Fallc willig
den ijfentlichen T a d e l , urn das An d e n k e n eines
31annc: von Genie zu chren, d er uns in fo viclen
Beziehrngen theuer war. Yerberie, d. 29.Jul. 1810.
-
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