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Beschreibung zweier neuen thermo-elektrischen Sulen und ihres Gebrauchs zu Untersuchungen ber die Wrme.

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525
uiung, dafs nicht eiii Funfzehntel von der iiberfiibrbaren
Kraft durchging, die ohne dasselbe circulirt baben wiirde
Vierzehn Funfzclintel von der Nutzkraft der Batterie
waren also zerstiirt und in brtliclie Kraft verwandelt
(welche sich durch die Gasentwicklung an den Zinkplattell zu erkennen gab), und doc11 waren die Platin-Elektroden in dem Wasser drei Zoll lang, fast eincn Zoll
breit und nicht eiiien Viertelzoll aus eioander.
1160) Diese Umstande, d. h. die Erbohung der Leitungskraft, die Vergrofserung der Elektroden urid die Aniiaherung derselben miissen besonders bei den YohEfektrometern beaclitet werden. Die Grundsatze, auf
denen ihr Nulzen beruht, sind so eiuleuchtend, dafs sie
bier nicht weiter entwickelt zu werden branchen.
R o y a l I n s t i t u t i o n , 11. Oct., 1534.
11. Beschreibung zweier neuen thel.rno-efcktrischer~
Stiufen und ihres Gebrarrchs z u llntersuchungen uber die Wtirrne; oon Hrn. L. N o b ili.
(In einem besonderen Abzugc aus der Antolo@ di Firenze iilersandt von dcm Verfasser, der leider seitdrm der Wissenschaft
dureL einen frlihzeitigrn Tod entrissen worden i s t ) '1.
I n der Sammtung lneiner Abhandlungen
z , babe id1 uuter dem Artikel Thennomultiplicator. die verschicdenen
Arten von Saulen beschrieben, init denen man dieses Instrument verseben kano. Darunter ist auch eine, welb
1) Eine zweite Abbndlung verwandtcn Inhalts, betitelt: Memoria
Cundurnenfo e gli effetti delle cerrenti elettriche dentro t c
mnsse condutfrici, die ich spstcr nocli v o m Verfasser zugesandt
crbiclt, hoffe ich den Lcsern, wenigstens auszugsweise, in einern
der emten Hcfte des biinftigen Jalirgangs vorlegen EU k6nnen.
sii
P.
?) Y o t . I I p. 47, Firenre 1834.
526
cher ich wegen ibrer Gestalt den Narnen Strahlen- (Speichen-) Siiule ( p h 4 ragp') gegeben habe, und welche
mir in Praxis Vorziige vor allen ubrigen zu besitzen schien.
Neue Versuche haben mich in dieser Meinung bcstsrkt,
und zugleich auf einige Verbesserungen des Apparats gefuhrt, die ich nun besclireiben will.
S t r a ti I e n s : u l e .
Man deiike sich verschiedene Radien, in einer Ebene,
von einem und deinselben Yunkte ausgehend, und auf
jedem derselben eine thermo-elektrische Kette gelegt, bestehend aus einem Wisiniith- und einem Antirnonstabcben. Alle Stabchenpaare seyen an einem Ende zugespitzt
und mit diesern gegen den gemeinschaftlichen Mittelpunkt
gerichtet, so eutfeimt jedoch noch von einander, dafs sic
sicli nicht beriihreu; aucli sey die Ordnung der Metalle
in jedem Panre dieselbc, so dafs sich in allen das Wismuth z. 13. rechts von dem Antilnon befinde. Die Verbindung der bennchbarten Paare geschehe (am Rande)
durch Bogen odcr Strcifen entweder von Antimon oder
Wismuth, inittelst zweckndsiger Lothung. Die ganze
Kette schliefse inan nicht, so dafs cin Wismiith- und ein
Antiinonstiibchen frei bleiben, iind die Pole bilden, die
mit dem Galvanometer verbunden werden kiinnen.
Hierauf ist der Apparat nur noch mit einer dauerhaften Fassung zu versehen, und dieCs geschieht, indeni
man die thermo - clektrischen Glieder mittelst einer Harzmasse auf eiue I-lolzscheibe kittet, die in der Mitte durclibohrt ist, dainit die Spitzen der Stiibchen frei Iiiniiberragen. Die Scheibe wird eingeschloesen in die runde Me's.
singkapsel m m (Fig. 1 4 Taf. 11 Bd. XXXV), die in a
und b zwei rnnde Oeffnungen besitzt. Die Oeffnung a
bleibt bestandig offen, oder wenigstens verschliefst man
sie nur d a m , wenn man die S h l e nicht gebraucht, mit
einem*Schieber. Auf die Oeffnung b setzt man ein Messingrohr, verschliefsbar durch einen Dcckel d, welcher
'
,527
seinerscits wieder mit eiiiem Liichelclien verseheu ist, UUI
den Mittelpunkt n der Saule sehen nnd ilim die riclptige
Lage geben zu kiinnen. Diese Oeffnung ist zu klein, als
dafs die W a n n e des Ariges inerklich auf die Siule einwirken kannte. Um jedoch alle Warinestralilut~gvollslandig von der Saule abzuhalten wende man iiberdiefs die
Vorsicht an, diefs Liichelchen mit eiuem Glimmer- oder
Ggpsbkittchen zu verschliefsen.
Die Kapsel m m ist in n mit einer Schranbc verselien, mittelst deren man sic auf das zrirveilen nothweudige Gestell befestigt.
Das kreisrunde Loch steht dem Mittelpunkt der SSule
gegenuber und h:ilt gewiihnlich 10 bis 13 Millimeter.
Diefs reicht hin, auf die Spitzen der thermo-elektrischen
Glieder ein Bundel Warmestrahlen fallen zu lassen, das
sehr starke A4blenkungen am Galvanometer erzeugt.
Verkleinert nian das Loch, nehmen natiirlicli aucli
die Ablenkungen a b ; sie sind indefs noch ziernlicli inerklich, wenn auch das Loch nw zwei bis drei Millimeter
fafst. D e r wirksame Theil der Siiulc ist dann auf Uimensionen zuriickgebrncht , die kleiner sind als die Kugeln der empfindlichsten Thcrmometer.
Es ist leicht, sicli ein Mittel zu verschaffeti, durch
das inan den Durchu~esscrdes Loches nach Gelieben reguliren konne. Zu dcm Ende bringe man auf die Kapsel einen sectorenfiirmigen Schieber a n , der a n verschiedenen Stellen mit Oeffnuugen versehen ist, z. B. mit vier
von 3 , 6, 9 und 1 2 blillimeter Durchmesscr, was zu
allen Bediirfnisseu hinreicht.
Zu der ersteu SZule, die ich construiren liefs, nahnl
ich niir acht StYbchenpaare, hernach vergrofserte ich diese
Zalil auf zwi)lf, und gcgenwgrtig bin icli bis zu zwanzig
gegangeu ; allein ich weirs nicht, o b der damit verlinupfte
Vortheil fur dic ungelneinc Schwierigkeit der Ausfiihrung
einer solchen Siiule cntschadigt.
Die Vorziiglicbkcit dieser S h l e wird ails Folgendeui
528
erhellen: 1) Bei gleicher Zahl voii Gliedern ist die Strahlensaule wirksamer wie jedc anders conslruirte. 2) W i r d
sie piinktlicher voii der W a r n i e afficirt als jede andere
Saule, und eben so koinmt sie rascher auf ihre ursprungliche Temperatur zuriick. 3) Die vordere Oeffnung gestattet dein Beobacbter, der Saule jede Richtung zii geb e n , und die I,icIitwirkungen, wecn diesc die Warrnewirkungen legleiten, nicht ails den Augen zu verlieren.
4 ) Karin man dic Oeffnuiig arif den Diirchinesser rednciren, den inan fiir niithig halt, ohne dafs men nijthig
hat die Anzahl der thermo - elek trischen Glieder zu Bndern oder sie dem Warmeeinflurs zu entziehen. 5 ) EndIich ist diese Sarile die einzige, welche sicb zu gewisseii
Untersuchuugen, z. R. zii denen, welclie die Concentration der W h n e s t r n l i l c n bezwccken, brauchen lafst, und
zugleich eignet sie sich zu allen gewiiliiilichen Untersuchungen.
Durcllgnng d a r W j r r n e durch v e r s c h i e d e n e Substanzen.
Mit der Strahlensiiule kann man die so merkwiirdigen Versuche des Hrn. M e l l o n i ' ) auf das Allerleichtcste wiederholen. D e r zu diesem 'Ende fiir das Florentiner Museum angefertigte Apparat, besteht aus eineln
sehr starken Balken von der Lange eines Meters, auf
welchein, unabhangig von einander, die drei Gestelle
vcrschobeii werden kiinnen, welclle die Baupttheile dcs
Apparates trageii, namlich die Warmequelle, das Object und die Saule.
Die Hauptrinne, in welcher diese drei T r l g e r zri
verschicben sind, ist in Millimeter getheilt. D e r einc
Trager ist rnit einer Schraube ohne Ende versehen; die
heideri andern merden mit der Hand bewegt.
D e r Objectenlrager ist in horizontaler Richtuog verschiebbar. Er ist mit einer grofsen Metallscheibe verselien, die alle WBrm auffsngt, mit Ausnahme des Theils,
1 ) S. Ann. Bd. XXXV S . 112, 277, 385 und 530.
P.
529
wclcher auf dic zu untersuchende Substanz fallen soll.
Dime Substam fiihrt man vor der Saule voriiber mittelst
eines Gezahns am unteren Theil des Tragers. Die nimensionen dieses Stacks sind so berechnet, d a k man neun
Lainellen anwenden kann, von denen jede in cine besondere Fassuiig eingefugt ist. Dc: Theil dieser Lamellen, welcher entbliifst bleibt, ist kreisrund und bei allen
gleich grofs, d. h. 20 Millimeter im Durcbmesser.
Bei ,eioem mit Sorgfalt angestellten Versuch habe
ich folgeude Resultate erhalten:
Blstter, 2 3Iillimcter dick.
Ablenkungen des
Galvanometers.
...........
Oline Bkittchen
Steinsalz . . . . . . . . . . . . . . . .
Rauch topas . . . . . . . . . . . . .
Farbloser Quarz . . . . . . . . . .
Fliut glas . . . . . . . . . . . . . . .
Spiegelglas . . . . . . . . . . . . . .
Kothes, fast undurchsichtiges Glas
Netz von Messiugdraht . . . . . .
200
19
17
17
15
13
10
10
Diese Resultate erhielt ich linter folgenden Urnstanden. Die aukcdre Temperatur war 22",5 C. Die Strahlenszule hatte 12 Glieder und ilire Oeffnung betrug 15
Millimeter. Die hrgand'sche Lampe, die ich als Warrnequelle anwandte, stand 57 Centimeter von der Saule
entfernt. Die Flamme strahlte uicht ganz gegen den Objectentrager; der obere Theil, der beweglicher und weniger bestandig ist, war durch ein Diaphragma mit oval e r Oeffnung davon abgeschnitten. Die Entfcrnung des
Objcctentriigers von der Saule betrug 20 Centimeter.
Das Netz aus Messingdraht wurde nur der Neugierde
wegen ziim Versuch angewandt. b e r Zufall machte, d a k
es gerade eben so stark wirkte als das rothe Glas. W a r e
es aber nicht miiglicb, mit dergleichen Metallgeweben die
Durchgiinglichkeit der Wiirnie hei verscbicdenen SubstanZen vorzustellen? Das zu obigem Versuch angervandte
Ketz bestaud aus 0,15 Milliincter dickem Drabt und das
VerhZllnils des Leeren zum Vollen war ungefahr wie
5 : 9.
Man murs auch die Geschwindigkeit, mit welcher
diese Beobachtungen geschehen, in Betraclit ziehen. Die
oben erwahnten, obgleich acht au der Zahl, erfordcrten,
einschliefslich einiger Berichtigungen , niclit mehr als 15
Minuten.
Die normale Ablenkuug, welcbe Hr. M e l l o n i zu
30° ninimt, setze icli auf 20°, und zwar aus folgendeu
Griinden: Man vermindert dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Erwarmung der Seule; die Beobachtungen gescliehen rascher; und zwischen den Graden O o und 20')
der Shale sind die Ablenkungen des Galvanometers den
Intensitsten des Stromes proportional.
Man verineidet
dadurch den Gebrauch der Tafeln iiber die Correspondenz beider Zahlen. (Ann. Bd. XXXV S. 133.)
Nocli cin W o r t iiber den Vortheil, den mir der mit
unserei: Apparat verbundene Objectentrager zu vorstehenden Beobachtungen zu haben scheint. Dieser Trager
hat 2eun Ausscbnitte, in welche man eben so viele Blattchen einschieben kann.
Den ersten und neunten lakt
m a u offen, und in die iibrigen scbiebt man die Blattclien, die man untersiichen will. Man beginnt den Versuch mit dem ersten, leeren Ausschuitt, und lafst hierarif
die iibrigen Ausschnitte einen nacb den andern vor der
Saule voriibergeheu, bis zuin neunten, der wiederum leer
ist. Die bei letzterem gemacbte Beobachtung mufs mit
d e r ersten iibereinstimmen, wenn bei den intermediaren
Beobachtungen keine Fehler stattgefunden haben. Diefs
ist die scbnellste Priifung, die man erha!ten kann. Die
Temperatur-Umstsnde, welche Einflub auf die Kesultate
haben kbnncn, sind drei: 1) die Teinperatur der W a r mequelle, 2) die des zu priifenden Kiirpers und beson-
531
ders die der umgebenden Luft, und endlich 3) die der
Saulc. Die Genauigkeit der Beobachtungen hangt von
der Bestsndigkeit dieser drei Temperaturen ab.
P o l a r i s a t i o n d e r M’j.rme.
M e 11o n i hat in seiner letzten Abhandlung bewiesen, dafs die strahlende W a r m e beim Durchgang durch
einen Turmalin nicht polarisirt wird. E h e ich d i e t Resiiltat kaunte, hatte ich dasselbe bereits im Museo zu
Plorenz niittelst einer Strahlensiiule aufgefunden. Sonderbar inacht es sich, beim Durclisehen durch die Oeff~ ~ u r iwahi~unehmen,
g
dafs, wlibrend einer der Turmaline
gedreht wid, die Flamnie abwechselnd verschwindet und
wieder erscheint, ohne d a k das Galvanometer seine Ablenkung im Geriugsten verhdert.
Diese Beobachtung fugt der Beobachtung M e 11o ni’s nichts hinzu; sie bestatigt sie nur; allein es blieb
doch noch die Warmepolarisation durch Reflexion a n
Spiegeln zu priifen iibrig.
Die Stralilensaule ist nicht schwer; man kann sie
leiclit a n dem Spiegel des Malus’schen Apparats befestigen uud in dic gehbrige Richtung bringen. Auf diese
W e i s e habe ich die B e r a r d’schen Versuche wiederholt,
aber dabei, wie beim Turmalin, keiiie Polarisation beobachten kiiunen I). Als Warmequelle diente auch bier
eine Argand’sche Lampe.
Es war auch iuteressant zu wissen, o b an Metallspiegeln, die bekanntlich unter kleinen Einfallswinkeln
das Licht eigenthiimlich polarisiren, eine Polarisation der
Warmestrahlen stattfinde. Ich fing daher den Versuch
mit einer Neigung von loo an, und setzte ihn fort bis
zu einer von 4 5 O . Allein in diesem ganzen Interval1
gaben die Warmestrahlen keine Anzeigen von Polarisation.
Es scheint daher als Thatsache angenommen werden
zu kbnnen, dafs die WYrme sicb in keiner W e i s e pola1) B i d e n P o w e l l , Ann. Bd. XXI S.311.
P.
I
532
risirc '); doch blieb ich nicht bei den eben ermahiiteu
Resultaten stehen, sondern suchte die Kraft und Genauigkeit meiner Apparatc zu erhtihen, urn neue Bemeise fur
die Richtigkeit dimes Resultates aufzufinden.
R e f r a c t i o n u n d C o n c e n t r a t i o n d e r 'CJvirrnc.
Nach den von HI%.M e l l o n i zuerst angestellten und
im Florentiner Mnseo erfolgreicli wiederholten Versuchen
mit einem Stcinsalzprisma, kaun a n der Brechbarkeit der
IVYrinestrahlen keiu ZtTeifel iibrig bleiben. Allein, nach
welcbem Gesetz werden diese Strahlen gebrochen und
zerstreut? diefs bleibt noch zu bestiinmen iibrig.
Eekanntlich verandert sich der Punkt, wo im Sonnenspectrum das Maximum der W a i m e liegt, mit der Natur des Prismas, und, wie M e l l o n i gezeigt hat, liegt
derselbe, wenn man sich eines Steinsalzprisinas bedient,
vie1 weiter unterlialb der rothen Strahlen als man es zuvor geglaubt bat. Die zu diesem Punkt gelangenden
Strahlen siud die wirksamsten; sie alle sind zugleich weniger brechbar als die Licbtstrahlen, und fallen betrachtlich wcit von der unteren Granze des Roth.
W o wird nun hiernach der Brennpunkt (im eigeptlichen Sinne - ~ U O C Ocahrz$co) einer Steiiisalzlinse liegcn. Da die heifseren Strablen weit weniger brechbar
sind als die Licbtstrahlen, so vereinigen sich die ersteren spater als die letzteren; ihr Brenupunkt wird also
nicht n i t dem Licht-Brennpunkt zusammenfallen, sondern
in eincm gewissen Abstande hinter diesem liegen. Urn
diefs durch Versuche zu bestatigen haben wir versucht,
die Strahlen zweier Warmequellen, namlich die eines
rothgliihenden Eisenwiirfels und die einer Argand'schen
Lampe zu concentriren.
Eisenwurfel. Er wurde auf das cine Ende unseres
Apparats gelegt, und zwar mit eiuer Seite auf das andere Ende gerichtet , wo sich die Strahlensaule befand.
W u r f e l und Saule waren 930 Millimeter von Rnander
1 ) S. F o r b e s ,
Ann.
Bd. XXXV S. 533.
P.
533
entfernt. Zwischen beideu befand sicli die Steinsalzlinse,
und zwar genau an dem O r t , dafs das Bild des Wurfels , wclcher die Rolle eiues ieuchtenden Gegeustandes
spielte, auf die Ssule fiel. Dieser O r t war vorhcr durcli
eine Flamnie ausgemittelt, die an die Stelle des W i i r fels gesetzt morden war. Die Mittelpunkte des Wiirlels,
der Linse und der Saule waren genau in eine und dieselbe Linie gestellt. Die Brencweite der Linse betrug
270 i'vlillimeter ').
D e r Eisenwiirfel murde anfangs his zur ' Kothglutli
erhitzt; allein die Beobachtung begann nicht eher, als
bis er nicht mehr sicbtbar gliihte. Nun wurden die Iliaphragmen fortgenommen und die Warincstrahlen durcli
die Lime auf die SYule gerich'tet; sie bewirkten am Galvanometer eiue Ablenkuog von ls bis 20". Die dabei
angewandte Saule hatte zwirlf Speichen und nur drei Millimeter Oeffnung.
Nachdem die W'irkung bcobachtet worden, vturde
die Linse fortgenommen, und augenblicklich sank die
Ablenkung, bis ?ie ziiletzt nur 5 O betrug. Nach W i e derbinstellung der L i m e stieg auch die hbleukung und
kam nahe bis auf lSo oder 20°. Dak sie nicht ganz
ihren anfkiglichen W e r t h erreichte, riihrte von der Erkaltung her, die der Wiirfel wahrend der drei Beobachtungen erlitten hatte.
Die Concentration der dunkelu Stralilen mittelst der
Linse kann gewifs nicht besser gelingen; iudefs M s t sie
sich nocli auf eine andere Art erweisen. Man riicke die
Saule vor, bis sie nur noch ganz wenig von der L i m e
entfernt ist. Eei dieser Bewegung niihert die Ssule sicli
der Warmequelle, und dadurcb allein mufste die Ablenkuog zunchmen. Allein es iindct das Umgekehrte statt;
die Ableukung nimint betrtichtlich ab. Bei einem Versuche dieser Art zeigte sich eine Abnalime von 6 O auf 150.
1 ) Die Lime
war biconvex, hielt 50 3Iillimeter im Durchmesrer
und hatte eine Hauptbrennweite von 190 Millimetern.
534
W e n n man diesc Vezsuche wiederholen will, darf
man nicht vergessen, die Steinsalzlinse init einer gcw6hnlichen Glaslinse zu vergleichen. Die letztcre fangt alle
Wrrmestrahlen des Wiirfels auf, wic man diesen auch
stellen mag. Bci einer gewissen Epoche der Erkaltung
bekam ich folgeude Resultate:
Ablenkung 4"
Ohne L i m e
mit der Glaslinsc
- - 0
- - Steirisalzlinse
- 15
D e r Eisenwurfel halt sich h,iireichend lange warm,
dafs man die Versuche mehrmnls wiederholen kann.
Sollte indek die Erlialtung so weit gedielien seyn, d a b
die hblenkungen zu klein wiirden, so brqucht man nur
die Oeffuuiig der SSule i u vergrBlern, statt der voii 3
Millimetern eine vou 6 oder 9 Millimetern zu nehmeo.
Die vorliergehenden Beobchtungen erfordern keine
genauen Messungcn; man braucht sie uur auf angegebene
W e i s e anzustellen. h n d e r s aber verlialt es sich mit den
Beobaclitungeii iiber das Maximum d e r Concentration.
Dieser Puiiht liegt, wenn es sich u m die Warmestrahlcu
des Wurfels handelt, ohne Zweifel sehr dicht an dem
leuchtendeu Brennpunkt. Verkuupft man die Linse mit
der endlosen Scliraube dcs Apparate, so bernerkt mail
eine merkliche Abnahme der M5rkung auf das Galvanometer, so wie iiian sie in Bezug auf die Stellung, in der
ihr leuchtender Brcnnpunkt auf die Saule fallen wurde,
uin einige Centimeter vor - oder riickwarts bewegt. Mehr
kann ich jetzt hieriiber nicht sagen ; urn weiter zu gehen, miifste man sich einc conslante Warmequclle verschaffen und viellcicht ein genaucres Instrument als das
unsrige anwenden. Diese Untersuchung wiirde sich a n
die iiber den dunkeln Brennpunkt d e r Sonnenstrahlen
anschlieken.
Argund'sche Lnmpe.
Die Versuche, welche init
dieser Warmequelle angestellt n u r d e n , um die Vcreinigung der dunkelu Strahlen nachzuweisen, waren frucht-
-
5:35
10s. Defsungeacbtet, wollen wir sie hier anfuhren, uin
wenigstens zu zeigen, wie sich die Saule bei gewisseu
Untersuchungen verhalt.
Die Einrichtung war der beinl vorhergebenden Versuche ehnlich. Der griikte Unterschied bestand darin,
dafs statt des Eisenwiirfels eilie Argand'sche Lainpe geiioiniiien, und vor d p e l h e n , um ein deutliches Bild zu
haben, eiri Metallschirm mit einem kreisrunden Loche
von 7 Milliinetern aufgestellt worden war. Diese Flamme
wurde 470 Millimeter von der Linse entfernt hingestellt.
Bei dieser Stellung lag der leuchtende Brennpunkt 320
Millimeter hinter der Linse; er bestand BUS einer reclit
hellen und scharf begrsnzten Scheibe von 5 Milliinetern
iui Durchmesser. Die angewandte Saule bestand aus aclit
Speichen und hatte eine Oeffiicng von 10 Millimetern.
Die Speichen hatten die Gestalt von Sectoren, und ihre
Spitzen wareii nach dem Mittelpunlit hin einander so geniihert, d a k kaum ein Zwischenraum von eincm Millimeter blieb. Die Saule n a r uiit der endloscn Schraiibe des
Apparats verkniipft, untl konnte auf diese W e i s e in den
Brennpunkt der Lime gestellt oder beliebig vor- oder
riickwsrts geschohen werden.
Nachdem ich die Siiule im Brennpunkt der Linse befestigt hatte, beobachtete ich a m Gar. anometer eine Ab-t
lenkung von l S o . Hierauf brachte ich die SYule naher
an die Linse, bis sic dabin kam, wo das Bild die gaiize
W e i t e des Feldes der Saule einnahin. Diel's fand s t a l l
in 50 Millimetern Abstande von dein Brennpunkt. Nichts
ging verloren von den Lichtstrahlen, die znvor auf die
S&le gefallen und in deren Mitte vereinigt waren; allein
dennoch sank die Ablenkung von 1 8 O auf 1 3 O .
hnfsnglich glaubte icli diescn Unterschied davon ableiten zu durfen, dafs die duiikeln Strahlen, in Folge
ihrer geringeren Brechbarkeit als die Liciitstrahlen, bei
.innsherung der Sliule an die Linse aus dem Felde d e r
Ssule geruckt worden seyen.
536
Um die Richtigkcit dieser Yoraussetzung zu priilen,
nahm ich stalt der Steiusalzlinse eine Glasliuse, durcli
welche die dunkelii Strahlen aufgefangeu und folglich von
der Saule abgehalteu werden mufsten. W e n u man nun
die Ssule aus den1 Brennpunkt dcr.Linse naher an dieselbe riickte, durfte niclit mehr, wie bei der SteinsalzIiuse, eiue Abnalime der Wirkung erfolgen. Alleiu der
Versuch zeigte im Gegentlieil bei dkr Glaslinse eiiien betrachtlicheu uud Bhnliclieu Verlust, wie er vorhin bei der
Steiusalzlinse stattfand.
Man mufste also die Erklariing abandern, uud schliefsen, d a k die bei Naherung der Saule an die I h s e beobachteten .Unterschiede entweder davon herriihrten, dafs
das concentrirte Licht , blofs verlniige seiner Concentration, -cine griifsere tliermometrische Wirkung ausiibe, oder
(was wahrscl~eiiiliclierwar) dafs die Mitte der S & h , trotz
des Zwischenrauins, der gelassen werden mufste, damit
die therino- elektrischeu Glieder sich nicht beruhrten, der
einpfindlichste Theil dcrselbeu sey. Dieser Uinstand ist
wichtig geniig, uui, abgesehen yon jeder auderen Betrachtung , eiuc aufmerksaiue Untersuchung zu verdienen.
Bun versuchte ich die dunkeln Warmestrahlen abzusondern; allein der Versuch beschrankte sich auf Ersinnung eines RIittrJs, das vielleicht tinter gunstigeren U m stiinden zuui Ziele fiihreu kanu.
Als ich die Saule in den Brennpunkt der Linse stellte,
nahm das Bild der Flauime eine Scheibe von 5 Millimetern Durchlnesser ein. Man brauclite also nur vor der
Oeffnung der Saule eine kleine Metallscheibe von eben
der Griifse aufzustellen, uin alle Lichtstrahleu aufzufangen
und den dunlrelu Strahlen alleinig den Durchgaug zu gestatten. In diesem Fall sank die Ablenkung, die ohne
den Schirin l S O o betrug, auf 2 O herab. Ohne Zweifel
war die kleine Ablenkung von 2 Gradeu eine Wirkung
der duukeln Strahlen. Allein aus dieser Wirkung l i d s
sich, wegen ihrer Kleinheit, keine Folgerung zieheu.
TO-
537
In t e r f e r e i i z d e r W2 r m e s t r a h l e n .
Hr. M a t t e i i c c i hat sich zwei Ma1 mit diescln Gcgenstande bcschaftigt I ) . Beim ersten Male bediente er
sich als WSrmequelle einer quadratischen Eisenplatte,
die abcr eine vie1 zu ausgedehnte Warmequelle darstellt,
als d a k , wie auch Hr. A r a g o bemerkt hat, die Resultate beweisend seyn konnten.
Bci der zweiten Arbeit hat Hr. M. sich gegen diesen Uebelstand sicher gestellt, i d e m e r die W-Hrmequelle
auf einen sehr diinnen, mittelst einer voltaschen Kette von
hundert Quadratzoll Oberfllche , zum Gliihen gebrachten
Platindraht reducirt.
Die Idee ist gliicklich; allein mir scheint, dafs sie
in der Ausiibung noch starken Einwiirfen ausgesetzt ist.
Es reicht z. B. nicht hin, daL man die Warmequelle auf
einen stralilenden Punktl reducire; man mufs iiberdiefs,
urn ' die Resultate vergleicheii zu konnen, auch der Bestandigkeit dieses Warrneccntrums wahrend der ganzen
DIaucr des Versuches g e d s seyn. D i c k koniite Hr.
M a t t e u c c i bei seinein Versricli um so weniger, als die
Kraft eincr cinfachen voltaschen Kette betrachtlichen Ver;iuderungen vou einem Moment zum andern unterworfen ist.
Als Wr. M. eins der interferirenden WBrmebundcl
mit einein Gypsblsttcbeu auffing, 'will e r an den Anzeigen seines Thermometers bemerkt haben, dafs die mittlere Warmefranse verschoben ivurde, auf dieselbe W e i s e
mie Hr. A r a g o es in seinem beriihmten Versuch bei den
Licbtstrahlen beobachtet hat. Diese Beobacbtung ist so
feiu, dafs ma; sich windern mufs, wie sie Hrn. M a t t e u c c i mit den von ihin angewandten Rlitteln hat gelingen kiSnuen. Allein, auch diese Thatsaclie angenommen,
waruin hat dieser Physiker die merkwiirdige Erscheinung,
von der sic begleitet wird, 'nicht ebenfalls wahrgenom.
men? Er setzt stillschweigends voraus, die Erscheinung
1 ) Sielie Annil. Bd. XXXV S. 558 und Bd. XXVlI S. 462. .P.
Poggendorff's Annd. Bd. XXXVI.
35
538
uiiisse bei der W a r m e eben so gelingcn wie beim Liclite,
uiid berucksichtigt doch nicht die Natur des Gypses, n c l cher wolil fur das Licht dorcliganglich ist, nicht aber oder
selir rinvollkominen fur die W a r m e ). Hr. RI a t t e 11 c c i
hatte nicht blocs bei seiiiem Versuche keine Verscbiebiiug
der nii~tlerenFranse, sondern vielmehr bei dieser Franse
eine betrkbtliche Intensititsabnahine belnerkerj miissen.
Ich glaube, es w i d . nicht nbthig s e y n , diese Kritik
weiter fortzusetzeo, urn die Ueberzeuguiig zu gewahren,
daCs die Frage uber die Interferenz der Warinestrahlen
noch bei weitem nicht geliist ist. IJm bieruber z u einern
geniigenden Resultate zu gelangeo, miifste man den Versuch mit mehr Sorgfalt, und vor allem mit empfin'dlicheren und genaueren thermoskopischen Apparnten wiederholen.
Ziin;ichst muL man alle Vorsicht auf die Gestalt,
die IntcnsitYt und die Unver:inderlichkeit der Wiiriiieqrielle verwenden.
W a s die Gestalt betrifft, so 1nuCs
luau sich nach den1 richteu, was uns die LichtintcrfwenZen andeuteo, die am schgrfsteii sind, wenn man sich,
wie Hr. h r a g o , ciner Liclitlinie bcdient. Was die IutensitYt uiid Bestandigkeit betrifft, muk man, wie es Hr.
iV1 a t t e u c c i gelhan, seine Ziiflucht zur Wirkung der
Elektromotore nehmen, allein nicht ohne die folgenderi
VorsichtsmaCsregeln.
1) D e r zn erhitzende Draht mufs eine gewisse Lange
liaben, und vertical ausgespannt werden For de:n Stuck
des Scliirms, das die beiden, die Interferenz erzeugende
Schlitze trennt (vorausgesetzt naturlich, dafs diese Schlitze
auch vertical gestellt seyen. P.).
1 ) B e i einern vergleichenden Versuch, gernacht m i t Sehnelligheit,
mittelst der W i r n i e der Hand und einer s i e aufnehmenden bald
entblarsten, bald rnit einem Gypsblbttchen bedeckten StrablensLule, erhielt ich irn ersten Fall eine Ablenhung von 22' und
inn letzten eine von 10'. Hiebci ward also rnellr als die Hlilfte
der W 5 r m e aufgdingen, und dcnnoch war das aurfangende Blzttchen uugemein diinn, kaum c i n Zehntel 3Iillirnetcr dick.
539
2 ) D e r Draht m u b mit seiner Mitte vor diesen Zwischenraum angebracht werden, weil hier seine Temperatur aiii gleichfiirmigsten ist.
3) Um jedem Einwurf zu beseitigen, darf der Drab&
nicht leiichtend heirs seyn.
4 ) Stntt ciner, einfacheii voltaschen Kette mufs man
eine Saule anwenden, und deren Platten in der durch
die vorhergehcnden Versuche angezeigten Anzahl uild
G r o L e anwenden.
5 ) Man mufs immer in den Kreis der Saule ein Galvanometer einschlielen, urn die Kraft des Stroms zu erfahren, welcber die Wiirmewirk-ung in dem ziiiii Versuch
genommenen Draht hervorbringt. Dadurch kann man immer, wenn es nathig ist, einerlei Warme hervorbringen,
und zugleicli wird 'der Beobachter.fortwahrend von den etwaigen Unregelmalsigkeiten in der W i r k u n g der Saule
in Kenntnifs gesetzt, so daFs e r im Stande ist, iiur diejenigen Resultate aufzuzeiclinen, die unter gleichen Umstauden erhalten wurden.
Bisher haben wir nur von dem Mittel gesprochen,
die Fransen der dunkeln Warme hervorzubringerl; es
bleibt nun noch ubrig, sich ein zu diesen Untersuchungen geeignetes Therinoskop zu verschaffen.
1st die Warineqoelle geradlinig, so m u k auch das
zum Studium der Interferenzeii dieiiende Thermoskop eine
solche Gestalt haben. Schon friiher ' ) empfahl ich zu
diesem Zweck eine thermo - elektrische Saule, die ails einer einzigen Reihe von Gliedern bestand, nnd die ich
wegen ilirer Gestalt Kummsuufe (pila a pettine) nannte.
M e 11o n i hat sich zu einein anderen Behufe * ) einer ahnlichen S h l e bedicnt. Als ich indefs weiter hieruber nacbdachte und die Notbwendigkeit einer skrupulosen Genauigkeit bei diesen Untersuchungen einsah, erdachte ich eine
I ) Meine Aliliandluagen, Vol. 11 p. 48.
2 ) S . Annnl. Bd.XXXV S.411.
35
*
540
anderc Construction, die lnir sclieint den Anforderungeii
des Bcobachters noch vollstlindiger zu entsprecben. Diesc
Siiule kann, nach ihrer Construction, Sc?ilitzsiiiile (Pila
a f e s s u r n ) genannt werden.
S c h 1; t z s i u l e.
Die Glieder dieser Saule liegen in Eiper Ebene und
liaben die in Fig. 15 Taf. I1 (Bd. XXXV) abgebildete
Gestalt. Jeder Haken besteht aiis einem Antimon- und
einem Wism’uthstabchen, die wie die Buchstaben
und
b wit einander abwechskln. Die Stabchen sind in der
Mitte des Apparats in den Punkten 1 , 3, 5 , 7 vereinigt
und an den Eoden 2, 4 , 6 mit einem Tropfen Zinn zusammengelijthet. Die Pole der Saulc licgen in A u i ~ d
R, und von iiier aus gehen die Verbindungsdrahte ab.
In der Figur sind die Theile der Kette in einem betracbtlichen Abstande von einander gezeichnet, um die
Construction des Apparats besser einsehen zu kijnnen.
In Wirklichkeit sind aber die Stabchen aufsemrdentlich
diinn, und so nabe an einander, dafs acht ron ibnen
nicht mehr als 15 Millimeter Breite haben. Die schmalen RIume zwischen denselben sind offen gelassen, so
dah inau durcbsehen kann.
Diese Siiiile ist in eine viereckige Scbachtel m m
(Fig. 16 Taf. I1 Rd. XXXV) eiugeschlossen, die, nach Art
des wohl bekanoten Apparats von S ’ G r a v e s a n d e ziir
Anstellung der I)iffractionsversuche, durch zwei Schieber
p 7 geijffnet una verschlosseu werden kann. Mittelst diescr Vorrichtung kann man die Saule in 0 0 nach Erfordemifs entblafsen.
Der Boden m m ist nicht ganz geschlossen, sonderii
hat i n der Mitte eine kleinedSSpalte, die .den Yunkten 1,
3, 5 , 7 der thermo - elektrischen Gliedcr entspricht, und
d a m dient, den entblijfsten Theil der SSule gehorig zu
richten. Um die Saule vor der W a r m e des Auges zu
541
schiitzen, ist diese Spalte fur gewiibnlich durch eiii Glimmer- oder Gypsblattcheii geschlossen.
Uebrigcns hat dieser Apparat, wie alle Shnlichen,
einen Stiel n, mittelst dessen man ihu nach ErforderniCs
auf einem Gestell belestigcn k'ann.Nach dieser Bpchreibung babe ich uoch Einiges iiber
die Einpfindlichkeit des Apparats zu sagen. Die folgenden Versuchc wurden init der Saule angestellt, als ihre
Oeffnung eiii halbes Millimeter betrug. Eine Oeffnung
von dieser Griifse lnufs man wahrscheidich ZUUI Studium
der Interferenzen. anwenden.
Flamrne einer Argandschen Lampe. In 650 Millimeter Abstand fiog sie an merklich auf die SYule zu
wirken.
'
In 510 Millimeter Abstand war die Ablenkung 2
340.
- 3
- 220
- 14
RotiigZiiiiender Eisendraht. Dieser Versuch, der interessanter als der vorige ist, wurde folgendermafsen angestellt. Ich bog einen Eisendraht rechtwinklig, urn eine
seiner Seiten senkrecht vor der Spalte der SYule anbringen und die andere auf ein Gestell befestigen zu konnen, welches so hoch mar, dafs der Winkel den Anfang der Spalte gegenuberstand. Hierauf wurde einc
Weingeistflarnme uiiter den Wiukel gestellt, um den vcrticalen, vor der Spalte der SYule stehenden Draht zu erhitzen. Beim Beginn des Versuchs war diese Spalte init
einer Metallplatte bedeckt. Als der Draht gluhte, wurde
die Flamme fortgezogen und die Saule entblolt. Der
Draht hatte nur 0,6 Millimeter Durchmesser, und er hiirte
nach Portnahme der Lampe fast augeoblicklich zu leuchten auf; dennoch beivirkte er am Galvanometer eine Ablenkung von 12O. Der Abstand des Drahts von der
Saule betrug 29 Millimeter.
Diefs Kesultat ist hinreicliend befriedigend. Da das
tliermoskopische Mittel gefuuden ist, so schciut mir das
-
-
-
542
Wichtigste gethan zu seyn. Es bleibt nur noch, eine
Anwendung davon zu dem besprochenen Versuch zu machen. W i r werden diesen Versuch im Florentiner M u seo ausfiihren, sobald unsere Schlitzsaule mit einer mikroskopischen Bewegung i n z k e i Kichtungen, dieser zur Anstellung genauer Versuche unumgsuglichen Vorrichtung,
versehen ist.
111.
Ueber eine Methode kraytige Hufeisenmag‘nete durch Streichen zu bereiten; oom Dr.
F r i e d r . M o h r in Coblenz.
B e i Gelegenheit der Anfertigung eines Hufeisenmagnets
richtete ich meine Aufnicrksamkeit auf die Umstande, welche bei der gew-iihnlichen Streichmethode den Erfolg in
Hinsicbt auf Zeit und Kraft der Erregung bestimmen.
Man kann Beobachtnngen hieriiber uur bei der ersten
Magnetisirung machen, weil die Reste von Polaritat, und
die Leichtigkeit, womit der fruhei*e Magnetismus in derselben Richtung, wieder hervorgerufen werden kann, jede
Vergleichung unmbglich machen. Im Folgenden merde
ich einen Vortheil beschreiben , welcher zur schnellen
und krzftigen Erregung rnagnetischer Polaritat von groFsem Eioflusse ist.
Im hllgemeinen streicht man Hufeisenmagnete selbst
mit anderen Hufeisenmagneten ; sind die Schenkel des
streichenden und des zu streichenden Hufeisens von sehr
verschiedener Erijffnung, so dafs sie nicht auf einander
aufgesetzt werden kbnnen, so versieht man den eigentlichen Magnet mit einem Paar flacher eiserner Schuhe
woran sich -Absatze befinden, welche durch Umkehren
in beliebigc Entfernungen gebracht werdeh kdnnen. Diese
Schuhe miissen auf irgend eine W e i s e an die Fiifse des
Magneten befestigt werden , weil selbst kraftige Magnete
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