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Bestimmung der in einem brennenden Heuhaufen bei Overlgnne im Oldenburg'schen gefundenen angeblich meteorischen Masse.

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[
379 1
VI.
Sefiimmung der in einem brennenden Hcuhnufen
bei 0y e Ig o n n e im Olclenburg’jiciierr gcfundenen,
angeblicli meteori’Jlien M a r e ;
von d e n
ProfelToren lMuscnE und GMELIN
i n Heidelberg.
(E.Vorlel: geh. in der GeL fiir Naturw. u.Heilt daf. am 22 Febr. 1823.)
A. Hz$orz@cker Bericlit von dem Hofrath M u n c k e .
N a c l l einem Gewitter a m Abeiid den 6ten Aiigufi
1820, welclies mit fiarkeni Donner uiid vielem liegen
bis tief in die Naclit gedauert Iiattc, f’and ni;~11
am 7te11
Morgens a u f eirier Wiel‘e in der Nalie von Ovelgonne,
einen znni Tlieil verkoliltell Meuliaufen, und in deniLlben eine fchlackige MaITe, von der der Herr Apotlieker FiCclier i n Ovelg61ine d e n grOCsten Tlieil erliielt. Nacl: einer vorlaufigen Unterl’ucliung derfelbeii
und nacli Priifuiig der Uniftande iltrer Erzeugung, erklrrte er fie fur wallrl’clieinliclr nieteorilclien Urlprungs (Annal. U. 66 S. 328). Es war gewil‘s lelrr
,
verdienfilicli dal‘s er die leltene ~lrlclieinung nicht
iinbeaclitet voriiber~ehenliefs wit: denn die Freunde
der W i l h l ’ c l i a f t es allezeit dankbar anerkennen werden, \vei:ii voi: abgelegcncn Orteii lier diejenigcn PI::noiiiene ziir dffentlicheil Kenntnil‘s gebracllt werde11,
welclie d c n Tlleprieeii zur uiiwande1bare.i S r l l l l d l W
dieiieii niiiITe1i. A u f n l e r k h l geiiiaclit dtirch L i l i v
c,c 2
,
c
380 1
~ r c l l r i c l l t eriuclite
,
icIi I-Irn Filclier uni oinige d i e r e
Auskiinft iiber die Nebenuniftande der Erfchinung,
aucll wo maglicli uni eiiie l'robc der gefiindencn Sllb-
iuid I'eine ziivorkoniiiiende Gefiilli~keit ver-
fiallz,
CchaR'te mir niclit blos eine zur Analyl'e gcniigende
Menge foildern auch detaillirte Uericlite fiber das
ganze PliYnomen.
D i e Snbftanzen gliclien den gewiilinliclien bisher als Ineteoril'cli bckannten Stein- und M e t a l l - M a h i
niclit fondern hotten wcit nielir Aelinliclikeit mit
Sclilacken. Uiii To wiclitiger fcliien die unzweifelliafte
E ~ - f ~ r f ~ l ~ lihres
u n g Entfteliens ZLI r e p . Liefs ficli ihr
nieteorifclier Urfprung niit Ueberzeiigiung nacliweifen,
(fur welchen nnmentlich die anf%ngliclieAngahe zu
fpreclien fcliieii, die Stiicke feyen &lit blos i n deni
H e u l i ~ u f e n fondern bia auf 20 Scliritte von demlclben gefunden worden), lo niufste diircli fie xinfere
Kenntnirs diel'er liijclifi nierkwiirdigen KlaKe von Karpern bedentend erweitert werden. Hielbei kam es
nur auf zweierlei a n : ErJfens aiif cine vollfi~ndige,
an Ort iind Stelle vorgenonimcne AbliSrnnS der Angerizeagen, urn das Factuni felbR niit eben der Sicherheit fertzuflcllen a16 diel'es zur endlicllen R e f e i t i p l g
dee liartniickigen Widerfpri~chsgegen die Maglicllkeit
meteoril'cher Steinfirlle, mit den Ereigniflen zu 1'Aigle
I d zii Stannern gefchehen iR; und zwsitens
deni Heiilioufen worin die Sclilrcken gefundeli wiirden, hinlznglicli vie1 zu einer genauen VerglCiChendoli
,
,
,
,
,
Analyfe zu erhalten. Diirch den Herrn Prrfident yon
Iiolien Biindestage,
an welclien ich niicli wendete, veranlafst, geruhtelx
Berg, damaligen Gefandten am
SO.Durchlaucht der Herr Herzog von Oldeiib~lrg,auf
c
381 I
mein geliorranifies Gefucli die Abliiirung aller Ailsenzeugen Z L ~verordiien nnd es wurde mir das vol1Rgndige, zweckmalsig abgefafste Untcrfi~chungs-Protokoll
in Abfchrift zugefiellt. Zugleich gelang e3 den Bemuliungen des Hrn Fifclier, zwei Pfiind Heu von einenl
Haufen welcher dicht neben dem verbrannten hand,
fiir niicli zii erlialten. So waren die Acten a110 gefcliloll'en ; iiberlizufte Gefchitfte niiiKen es entfchuldigen ? wenn die endliclie Entbheidung etwae lange
verfpatet ili.
,
,
Inzwifclien liatte Gch in den Oldenburgfchen Bltittern J. 1821 No. 41 ein Ungenaiinter gegen den nietcorifclien Urrprung der gedacliten MaITen, hauptlllchlich aua dem Grunde erkliirt weil lie VOII den bekmnten und oline Widerrede ineteorirclien Steinen licli
durcli Gefiige und BeRandtheile wefentlich unterrclieiden ; Hr. Fifcher aber in derfelben periodifchen
Schrift ihn zu widerlegen iind die Wallrfclieinlichkeit eines folclien Url'prungs zu vertheidigen gel'uclit. Irn Ganzen-ili dies aiicli nicht fchwer, denn
die Wafihhen Werke der HH. Cliladni und v. Schreibers beurkunden zur Geniige die aufserordentliche
Mannigfaltigkeit der Form, Hiirte und Befiandtlieile
dierer KlaITe yon Kiirpern, dalier lich am einer 'Lingliiilichkeit mit den gemeinfien und bekanntel"ia, keiu
Argument fiegen einen gleichen Urfprung irgend einer andern Subfianz hernelimen l&t. Was fur SubISanzen a m dern Weltraiime zur Erde gelrngen koiiliexi, liilst fich nnr auf dern W e g e hifiorifcher ForI'chung ausmittelii nnd fortgeletzte Beobachtnngen
alleiii vermiigon uns i n den Stand zu retzen, fiber je-
,
,
,
[
532
]
Jen einzelncii Fall mit fiets waclif'ender WalirCclieinlichkeit Z L I entfclieiden.
Problem at i fclier niacli t e d en nieteorikl ien UrIpriuig Hrii C l r l a d n i ' s l~eincrknngin Gilt). AllllnJ.
B. 68 S. 5 4 0 ~d a b er eine iiliiiliclie, Kielklerde-llaltige
mid alkali~c'cli-l'cliineckeiideSclilache befitze, welclie in
einern ZLI Vegel'ak verbrannteli IIenniagnzine Sebildct
worderi ley, und dal's n i m dergleiclien alicli in Liefland in einem durcli 3cn I~litzentzundeteli llciiliaiifen gefiintlcn liabe. Ecirn Aufi.;iuliien des Iiieliyeii
acadcniifcl icii Rlineralien - Cabiiiettes f a d e n licli zii-
fxllig zwei grorse Scl~lacLcll,5,5 und 4,75 Pfnnd Lliwer,
wel&Iie)wide den aus Ovelgij1lne erliahenen L l l r ~1111Iicli waren; nacli deli beiliegenden Etiqnettm riilrrte
die eine ails eiiieni verbrailiitcn Hciimagazine h e r , die
aLdere aus eineni Strolrn~agazine,das gleichfalls durcli
Brand verzelirt worden war. N n n iviire es zwar miiglhh, dafs ancli in diefen beideii F ~ l l e i iein Meteorfiein
den Brand verurfaclit liabe, doc11 ifi das in eineni lo
liohen Grade 1111 w a h r ~ c l ~ c i n l i c ldafs
~ cine weitere Unterfiicliung der ilineii diirc1iam ;ilinliclieii Ovel~ijniier
MalTen kauin mchr wiirde 1 i G 1 1 4 . 3 gewefen k y ~ liatte
,
ficli auf die rehr unbefiimnite A n ~ a b eder Etiqiietteiz
ein vollfiiindiger Iiiftori~cl~er
Ueweis griinden laKen *).
E i n p n z entgegengefetztes Refultat griindetc Err.
Dr. d i i M e n I 1 (Annal. B. G8 S. 371) a n f lkine clie*) ES wlrd fdr die Freunde ihnlicher 'Forkhungen nicht unintereffant feyn, bier beilPufig zu erfahren, dafs lich im hiefigen
scadsmirchen Kabinette zwei Stticke eines unverkenabar k h trn MeteorReins fiiiden, welcher, nrch der I:tiquette, bei
Darmjadt gefallen feyn Toll. Line weitere Nacliricht uber
dieren Steinfall iR mir bisher nirgends vorgekornmen.
M.
I 383 3
,
inir~cheAnalyfe den bei Ovelgiinne gefiindeiien Prw
ductee, indem er in Gemgfsheit derf'elben den meteorilchcn Urrprung derfelben fib niclit zii bezweifeln
halt, und ails ilinen einc eigene K l a h rnetwrifcller
Mafferi machen will, zii der aiicli die 13litzr61ire11p:
hiiren lollen. Gegen die letztere Anficht lint fclion Hr.
Gilbert (Ann. B. 68 S. 378) in IJebereinfiimmung mit
allen Sacliverfitindigen gegrundete Uedenken erfioben ;
rind iiberhaupt bleibt die Sache l'elir problaniatihh, L
Itnige die chemibhe Analyf'e nicht ficlier nachw+ifH,
ddb die Mame BeRandtheile enthtilt, welclie in dehii
Hekt oder dem Boden, woranf es lag, weder vorhat-rden geweren, noch zufallig hinein gekommen reyn
ko 11nt en.
Es laKen Iich verniinftiger Weife niir die beiden
folgenden Arten des Urlprungs der Ovelgiinner M a t h
denken: ErJene dafs der Blitz den Heiiliaufen entztindete, dafs dann die entfiandene Al'che durch das verljrennende Hoii gefcliniolzen und Ib die Schlacken
gebildet wurden j oder sweitena, days ein MefeorReiit
zuf8llig den Heuliaiifen traf, m m Theil verbrannte,
lllid naclihcr entweder rein oder mit Befiandtheilen
&es verkohlteil Hence vermil'clit heransgenomrtren
wurde. Andere Maglicllkeitgn, d&a z. €3. die MdTe
Von einem andern Orte durch Sturmwind herbeigefiihrt wordcn, oder dal's fie aub irgend einer tedmiI'clicn Werkfiatt in den Heuhaufen gebracht f'eyn rollte, liegen z u weit aidser den Grenzen der Wahrfk-lieinliclikeit ole dafs fie Beriicklichtigung verdientun. Auch brauclit, nach den confiotirten Thatl'achen,
a d die Befiandtheile des Bodens der Wiel'e keine
liiickticht gesommen 211 werden denii die p r o b h a -
,
,
,
,
I
384
1
,
tifche Subhns beriihrte letzteren niclit fondern lag
auf emer Unterlago von Afche und halbverkohltem
&r nocli unverfehrtem Heu.
Gleich vorlstufig und ohne noch auf die chemiEhe
Analyfe Riicklicht zu nehmen entfcheiden fur die erfiere Anfcht folgende Grunde: ErJtenr dab von zwei
Heurnacliern ein liarker Donner gehSrt wurde, von
dem fie verrnutheten, daCs er in der Nahe eingeCchlagen habe; cweitens dals Lie nachher den Henhaufeir
wenigRens einmal hell brennen fahen ; drittens die
grolbe Menge dae auf 3000 Pfund gefclifitzten, zur
H$lfte verbrannten Heues in Vergleich mit der auf
4 his 20 I'fund gefchiitzten Sclilaoke; viertenr dab
alle Stiicken der problematifchen Mare urrpriinglich
4uf und in der Afche gefunden wurden, keins aber
neben dem Haufea dee verkohlten Haues.
Dagegen
lpricht gegen die erlie Anficht : E@em dacS die beiden Zeugen welche den nocli rauchenden Henhaufcn
zuerR fahen', die Lage der Stiicke 6 bolclireiben, ale
waren lie in denfelben von AuCsen hineingercboben
warden; aweitem dals durch den Regen der Brand
dee Hcues ZLI rehr geliemmt werden rnurste, urn die
m.
Schrpelzen der AMle erfordorliche Hitze zu geben, weewegen au& blos die I-Idfto dee ganzen Hanfens fpaterhin nur langram iind o h m Flamme verkolilte , drittens d a t eioer der Zeugen angiebt es ley
reichlich lo vie1 AGhe vorhanden gewdcn, als aua
verbrennendem Heu nach Ieiner Erfalirung su entfiehen pflege, ohne die Rdocfe der Sclilackcn zu rechnen.
Die zweite Hypothere w i d dadnrch unterliiitzt:
3rJenr dab drei Zeugen fur Gch und andere nach
Horenlagen angebeii a fie hatten ein ungewahnliches
,
,
-
,
,
c
385 1
Saulen, PralI'eln und Pfeifen in der Luft, und einen
liarken Donnerfchlag~gehiirt ; iind eweitenr dab die
Sclilacken von Aufsen i n ' der Richtung von &den
nacli Norden, und in verfchiedenen ungleich tief eingabramten Stiicken in das Heu g l e i c l i b liinein geworfen oder gel'choben zu feyn fchienen. Ale Gegengriinde laflen Gcli kaum aiifiihren: 1) die Unwahrfcheinlichkeit, dab gerade alle Stiicke auf den .Hetiliaufen gefallcn leyn follten und 2) dars niemand eine To betrsclitliche Feuerkugel ale liierzu erforderlich
war, nnd anch nicht einmal einen leuchtenden Scliein
derlelben walirgenommen hat; wolil aber 3) dab eine
fo leichte, fchaumartige Mane I'chwerlich mit To grofser
Hitze auf der Oberflache der Erde ankommen konnto,
als erforderhh war das Hen in Flamme zu fetzen;
denn obgleich diefee bei MetallmaKen der Fall gewefen ift, lo liaben doch felbh hartere Meteorfieine nie
viillig gliihend den Boden getroffen.
Ohne mich weiter bei dem aufiuhalten wao lich
noch weiter Cagen liefse zur Unterfiutzung oder Entkrgftiing der liier anfgefiellten Entfclieidungsgrtinde,
welche aus dem vollfibdigcn und mnfierhaftexi Protocolle das 108 gebrochene Foliofeiten einnimmt entlehnt find, bemerke ich nur nocl; dafs zwar die griiIsere WahrTclieinliclikeit fiir die Annalimel der erlleTen Hypotliefe ill, Gewifshcit aber, To weit fie in folchen Fallen iiberhaupt Statt lindet, nur ouo der vergleichenden Analyfe dee problematibhen Products
iind der ATch des Heuhaufens ezitnonimen werden
kann. &lit ihr hat ficli ein anderes Mitglied der Gclellfcliaft be&hiiftiftigt. Icli blilierso mit der Bitte, d d s
,
,
,
,
,
,
alle Freuiide der NaturwilTenfcliaften kein ihnen be-
[ 5%;
1
kannt werdondes nasgezeiclinetes Natnrphtlnomen 1111bcachtet IalTen nlijgen, ohnc es ziir iiifentliclien Kenntiiifs zu briiisen, ~ O Z Unamentlicli die Gilbert’l’clir~i~
Annalcn dcr l’lrylik To trefflicl~eGc:leprnlleit dar1)ieIt.n.
Das vorliegcndc BeiLpiel l e w d , dal‘s l‘elbfi die erlancli!en I\c;cnten
die Erweiterlung Iind 13efiirderiiiig
der nTatii~wi~cnfcliaftenhuldreiclifi
‘r.eii
pflegen.
ZLI
nnterfiiit-
M u n c 4 e.
13. ClLemfji9ie Unteifucliung von dein Hofr. L. ( J me l i n .
s. j 7 j aus eiiier ralzfallreii Al;lliilirllg
diirch reiiies Aiiiiiiniiiak Kalk i i i grofser RIcllge gefillt ir’er-.
d e n , welcher nictit rriit Phospliorfiiiire oder eiiier 2lirilicht1l
SIure vorbuiiden i l l ?
Gtn.
’) Wie kann z. 8. iiach
[ 3%
3
einzelnen Vertief~insen,in welchcn fich oft znrtc weifse Farern (vielleiclit chenialige Gi~aslialnle) befinden.
Er
-
Iiat ~iil'serlicli eine gc1l)licli priiiilicli- grauc
,
, liie
und da einc I'cliwarz-grauc l'nrbe iind einen lcliwaclien Fett$niiz. Er ritzt m i t d,er Ccliarfen Kante nur
W c I i i g das
Glas, uncl ilt Ieiclii. eerbreclilicli.
Auf dem
l~riiclic,wclclier mul'clilicli ills IJneLeiio, u113nicilic~rs
IebIdtcr fettgliiiizend i f i , als die A u f h f e i t e , eeigt
n Gnd,
er eine Menge JAclier, deren W a ~ i d u n ~ eglatt
und \vclc)ie Gfters einc $iinzendc lcllwarze Materic
f WalirkJ~ei~ihJ
liolile)
i
en! Iialten.
Da; der Unterl'iiclii~ii~nntcrworfene 1 J m kani,
nacli der diircli Zcugcn crweisbarcn Vcrficlieriinfi
des HIW Fik!icr? von cincni Ilciiliaiifen, welclier i n
, in
der das Brcigiiil's Statt f a n d , z u n ~ & ~ i
dem verbrnnnten Heuhaufen ldindlicli geivcfen war.
der Nacht
100
Tlicile dieres Heucs in1 Infttrockne~iZ1.1lta11-
de lieferten durcli EinaTcllcrn im l'liitintiegel
, welclies
611r langfani crfo'olgte, und wobei fchon in Tcliwacher
Gcinerklicll war, 7,775
Gliililiitze eiii Z~1;1n1~i1exililrlc11
Theile grane, lockere Al'clie, wclclie nocli eiiiige KoliJeiitlieilclien entliielt.
wenigfiens
l o o l'fiiiid ITeu konnten alfo
5 bis 6 l'fiind gefcf !riiolzene Al'clie l i e f c r ~ ~ ,
rind da x~aclidcr iungefiiliren Scli~tziingvon dem HeuJ~anfengegexi 1500 P f w d vei~branntwaren To konntell daraus wciiigfiene 73 Pfiind gc~climolzeneAl'che
cnt fichexi. IJi c GeIanini t 111a Ke des gefunden en OvelSiirlller Steiiis hetriis jrclocli i i i w 15 bis 2 0 Phind.
,
JIieraus 1;il'st es ficli erkliiren, waruni alif dcni HellIla~~fc
aiicli
i~
ciiie I'elir 6rofse
Meiigc ~~~~,geI'clinlolze~ier
1!Lilveriser Al'clre gefiuldcll ~ n r d e .
f 388 1
Ale
ich eineii Theil der dargefiellten trocknen
Heuarclie i n einem Platintiegel 1 Stnnde laiig eiiier
lieftigen Rotligliilihitze des Windofcn E'euers ausl'etzt e , verwandelte fie fich in eine hall geCclimolzelie, zufammengefinterte, etwas a n den Tiegel angebackene Mare, welclie mit dem OvelgGnner Steine
die g d s t e Aehnlichkeit hatte. Sie war ilufserlicli
gelblich - griiiilich graii und fchwach hellglilnzend,
und auf den1 Bruclie voller glanzender LBcfier, welche jedocli, wegen vollfhndigerer Ein&herung, keine Kolilentheile entliielten; aucli diele MaiTe ritzte eiii
wcnig das Glas.
-
-
Prtifung der Ovslghner Steins auf feineo Gchnlt an
fchwerem Metrlle.
Einige Graminen des gepulverten Steins wiirdeli melirere Stuiiden mit Salzhire digerirt wobei
die fchon voii D ii m e n i 1 benierkte Entwickelung von
1-Iydrothionlh"urefelir bemerklich war, iibrigeiis keiii
Aufbradeii Statt fand. Naclidem rprter noch Scliwefellhire ZUgefugf iind liinreichend lange gekoclit war,
wurde f i l t h , nnd dann die blal'sgelbe Fliifigkeit in der
Warme diircli hark vorwaltendes Ammoniak gefiillt.
2. Die vom Niederkhlage getrennte amnioniakaliIche Flufigkcit, niit SalzfZiire h e r 6eniaCht, gab niit
Hydrotliionhne einen braunen Niederfchlag, welcher
g~gliiht,i n Scl~wefellaureaufgrlofi und niit Ammoniak
iiberfiittigt, eine deiitlicli blaue FliiIIigkeit lieferte,
dlb Kupfcr.
3. Die voii dein Kiil~fcr-I\ITiederl'clllagegetremite
I'liil'figkeit rnit nocli inehr I-lydrotl~io~il$ure
verl'etzt und
durcli Rniriioniak IientraliGrt, gab kciileii Eiederl'clllag.
1.
,
I
389 1
Da all0 der vermeintliche Kobalt niclit in der nnter (1) erhaltenen ammoniakalifchen Fliiffigkeit zu
finden war, To fuchte ich ihn in den1 linter (1) durcli
Ammoniak erzeugten N iederbhlage, indem ich dieren
Niederlbhaginsalzkure aufliifie und mitHydrothionl'gure verfetxte (wo nocli etwasKupfer niederfiel), dann aue
der AuflBfung den gr6l"ten Theil dee Kalks durch
Scliwefelfirure, und den ReR deklben ale phosphorrauren Kalk durch iiberfchiilIiges Ammoniak f d t e .
Allein ee gelang mir durchaus niclit etwas anderee zu
finden, ale eine kleine Menge yon Kupfer und Eden
und eine grofee von Mangan 3. Das E i k n giebt fich
durch dunkelrothe Fitrbung der fdzhuren Aufliilung
mit fchwefelhurem Kali rogleicli zu erkennen ; das
Mangan durch die violette Fgrbung dee Boraxglafes.
Eine grunlich blaiie Frrbung diel'es Glares, die icli einigenial erhielt erkannte icli aid dae befiimmtefia a18
von Kupfer herriihrend.
,
,
,
Im Verlauf diefer Unterfiichungen machte ich eine neue Methode ausfindig, diirch welche viele Lhwe')
s.
D li m e n i I glaubte Kobalt gefunden zu haben, weil er
376 bei Behandlung einer Niederfchlagt mit Snlpeterfiore eine
rothe AuflBfung erhielt. Wenn man jcdoch phosphorfanoren
Kalk mit Mnngrnoxydul pus ihrer Aufltifung in SalzRlorc
den Niederfchlag der Luft ausfetrt, wobei Gch d u Maaganoxydul- Hydrat in Manganoxyd Hydrat vanvanpelt, und dam
in knlter S,alpeter&ure aufltilt, fo erh&ltman eine intenfiv karmofinrothe AuflBhg, die ihre Farbe ohne Zweifel dem gebildeten
phosphorfauren Manganoxyd verdankt ; denn man erhxh dieBlbe' Farbe beim Aufltifen yon; Manganoxyd -Hydrat in conOentritter Phosphormure, Wihrend daficlbe mit Salprterraure
G'm.
keine gefirbte Fllilliglieit bildet.
-
[ 390
3
rc Metalloxyde von den Erdeii getrennt werden
kh-
B. Zirkonerde, Alnnnerde, Bittererde, Kalk, pliosphorhrer Kalk, Manganoxydul,
nen.
Refindeli ficli
Z.
Kobaltoxyd, Eil'enoxydul und Kupferoxyd in Salzfsure
aufgelzfi, und man fiist liinzu einfacli weinficinfaures
Kali und einen Ueberfccldu von Kali, bis die Fliilfigkeit
,
alkalifcli r e q i r t Co erfolgt vijllige Wiqderauflijl'ung,
und HydrothionfZure fdlt aus dieCcr FliiffiGkeit das
,
Mangan Kobalt, Eiikn, Kupfer.
Oefters Cclieint Er-
,
liitzung der Fliifligkeit erforderlicli u m eine vijlli,qe
Frllung der fchwercn Metallc zu veranlaflen. Anclr
bei Anwendung diefer Metliode auf den Ovelg6nner
Stein fand icli nur Mangan, Eifen und Kupfer.
Prtifung der Heuakhe auf ihren Gehalt an fchwerem Metalle.
Etwas iiber
1
Gramm der halb~efchmolzencn
Afche wurde nach der To eben befcliriebenen Art beIiandelt. Auch a u diefer Afche entwickeltc die Salzfkure Hydrotliionf~nrc, w e l c h ein niit Bleizuckerl d i i n g befenclitetes Papier fiark brannte. A ~ l hier
i
liel's fich keiii Kobnlt niisinittelii, d a g r ~ e n cbeii 1'0wohl kleine , aher aiif das befiitiinitefie dargetliane
Mengen von Kupfer und E i h , n1s ancli eine p i i [sere voii Mangan.
Analyfe
des OvelgBnner Steins durch Waffer und SnlzWure.
Naclidem ich mich darch vorlxnfige Verfuclie
iiberzeugt liatte, dal's dcr Ovelg6nner Stein beim Gliilien nur o,5a Proc. Gewiclits-Verlufi zeigte, und d a k
das i n ihm befindliclie leiclit auflijsliche Alkali blos Kali,
olino allc Ueimil'chiing von Natroii
f o l ~ e n d eVerl'iiclie vor :
iii, fo
iialirii
ich
c
591 1
Icli koclite 4,023 Gramni Steinpiher wiedcrholt niit Wankr a m , danipfte ab iind gluhte, \YO
0,456 Gr. einer grm-weifsen halb gefcfirnolzenen SaJz1.
n d e blieben.
Y . Die AlIflijhnS Jerfelben in W a R w , mit EfigIsinre iiberlhttigt braufie nich t iiierklich nuf, rollderll
,
,
liel's Floclten yon Kieblerde fallen. Uieie atgel&eden durch Abdampfen zur Trockne und dnrcli Wiederaufnalinio in Effigfiiure, wog 0,136 Gr.
3.Die efigTaureAufl6hiS wurdezurTrockne gebr&t,
mit abfolutcm WeirigeiR ansgezogen und die Aiifliilullg
gegliiht ; fie lieferte 0,088 GI-. Iiolilenfaures Kali, welclles
wolil meifiens als reiiics Kali, in Verbindung riiit Kiefelerde im Stein entlialtenen gewefen war.
4. Die niclit i n abl'olutein Weingeifi a~fliislichen
Warner in 2 glei-
S&c wvurden nach i h e r L6~11116in
clie Tlieile getheilt.
5. Die cine Hdfte niit lchwefelfaurem Silberoxyd
u11d iiberfc'cliiifiger Sliire verfctzt
fclilug 0,1965 Gr.
Clilorlilber ]lieder, welclie, doppelt genommen, 0,2076
,
Cr. Clilorkalinni anzeisen.
6. Die andcre Elalfie gab mit Salzkiire und falzfaaarem Uaryt 0,006 Gr. fcliwefelfauren Baryt, welclier, doppelt gerechnet, 0,0088 Gr. lcliwefelfaures KaIi
anzeigt.
D i e voin fcl~wcfelLuren Baryt Setrennte FliiCfig-
keit erzeuste beiiii Neutralifiren niit Aminoniak nocli
einen o,oi 1 Gr. lcliweren Niederfclilag viclleicht voii
pliospllorfaureiii Bnryt.
7. Der iiiit Waffer a u q p o g e n e Stein ( 1 ) w i d e
IBngcrc &it init Salzkiire gekoclit ; das Lldsgelbe Fil-
I 392
3
,
trnt p b mit Ammoniak einen Niederfclilag welclier
nach dem Gliihen grau-weirs war rind 0,494 Gr. wag.
8. Dierer Iliederfchlag in fellr verdiinnter Salpeterfzure aufgelaft wurde unter liiligerem Digeriron
mit Bleizucker verlktzt.
9. Der gelinde gegliilite BleiniederCchlag wog
,
,
1,510 Gr.; da er jedocli
feiner br8unlichen Forbe
nach zu urtlieilen kein reines phosphorhres Bleizu Ieyn fchien, lo wurde er i n fehr verdiinnter
Salztiure aufgelGlt, worauf das Blei nebfi nndern Storen
diircli Hydrotliionfiiure und allmiilises Neutralifire11
mit Ammoniak entfernt wurde.
10. Die voni Scllwefelblei getrennte Flufigkcit
]ids beini Abdampfen iind Erhitzen bis Zuni fact anfangendeli Gllihen melirere brnunliclie glaGge Tropfeii,
die an der Luft feucht wurden; Laknius hark rijtlieten ; mit Kalkwankr dorchfcheinende, im Ueberfchd's
der Sliure Gch wieder adafende Flocken erzeugten ; mit
Bleizucker eineii weiCsen, leicllt in Salpeterkure aufliislichen, vor den1 Lijtlirolir nach deni Schnielzen zn
einem eckigen Korn errtarrenden Niederfclllag lieferte;
iind welclie endlich beim Gliilien mit Kolile einen
fchwachen Pliosphorgernch erzeugten.
11. Der durcli HydrotliioiiCiure und Ammoniak
bewirkte Niederfclilag (9) l6Re Gcli in verdiinnter
S c h w e f e l h r e zum Theil auf, und Aniinoniak fiillte
hieraus eine, 0,0197 Gr. fcllwere, iiacli dem Gliihen
Iiellroth-broune, a113 Eifenoxyd, phospllorranrem Kalk
u n d vielleicht aucli a ~ i sBittererde und Manganos~-dLkl
befiehende Moterie.
i c.
Die mit Bleizucker verletzte falpcterfaure
Aufltfung (0) wurde durcli Hydrotliionfiiurc vom Ulei
[ 595
,
3
bofreit liierauf duidi Aiiimoniak gefallt. Der gegliihte Niederlclilag 0,010 Gr. fchwer in kocliendor
verdiinnter Scliwefelkure aufgeliill, nnd mit etwas Aminoniak verlktzt, lieferte iiber Nacht grofee Octaeder
yon Alaun.
13. Die durcli Ammoniak gefdlte Fliifigkeit (12)
gab mit kleel'aurem Kali 0,10584 Gr. reinen Kalk
14. Hierauf erzeugte reines Kali einen braungelben Niederfclilag welcher nacli dem Gliihen 0,106
Gr. wog nnd fchwarzbraun war, nnd lich ala Bittererde niit felir vie1 Manganoxyd auswies.
15. Die amnioniakalilcho Fliinigkeit ( 7 ) gab rnit
kleelaureni Ammoniak 0 , 2 5 2 5 4 reinen Kalk, welcheni
etwas Kupferoxyd beigemengt war.
16. Die vom Kalk befreite Fliiagkeit lief3 beini
Abdampfen iind Gliihen mit Schwefelf%ureund kohlenfaiireni Ammoniak 1,0265 Gr. fclnvefelhures Kali
nebR lchwefellaurer Bhererde zuriick.
17. Da die Bittererde durch Kali gefdlt, 0,020
Gr. betrug, lo blieben fur dae Kali 0,5272 Gr.
18. Das mit WaKer und mit S a l z h r e ausgezo-
,
,
,
8-e
Steinpulver (7) wog nacli dem Gliihen
2,274
Gr.
DieRefultate find: in 4,032 Gr. oder in loo Tlleilen,
ErJtens durcli Wager aueziellbareTheile 0,456 Gramm,
od. 1i,34 Theile ntimlich :
,
3,38
Kiefelerde
kolilenfanres Kali
2319
Chlorkalium
fchwefelfaure~Kdi
phosphorfaurea Kali
5916
0,22
os34
1la29
Gilb. Annrl. d.Phyfk.
B. 73. st.4 . J . 1 8 a j .
st.
Dd
[ 59.5
I
Z’oeiterzs dnrch Salzfhre aimiehbare Theilc 1,295
C+ranirn, oder 3?,14 Theilc, nanilich :
&arch Ainmoulak mllbare, atis vie1 pllosphorf. Knlk
und Hittererde, wvnig Eifen, Mangan. und Alaunerde brRehenJ
12927
6,2S
freiar Kalk mit etwas Kupferoxyd
freie Bittererde
Cl4Y
Kali
13,11
32,lj
Urittens in WaITer nnd Salzftiure niclit aufliislicller
KiickRand 2 , 2 7 4 Gran oder 5(;,52 ‘Thcilo.
Analyfe des Ovelgtinner Steins durch Salzfiare und kohlenfaures Nakon.
Gramrn des gepulverten Steins wurdell mit
verdiinntcr Salzflure auy,ekocl~t,wobei w i d e r die
h i w i c k l u n g voii Ilydrotilionfxiurc bcnicr1:licli WU.
1. 5 , 2 7 2
2.
Die filtrirte ALdl6;Glng
,
, ziw Troctne
abge-
danq,ft lids beini Aufiiehmen is verdiinntcr Salz[hiire
0,10722
Gr. Kiefelerde.
e
gab mit Ammoniak
3. D i e f d z f a ~ t ~Fliifligkeit
eineii 1)rHuiilicli - weifsen Niederfclilag welcher ~ i e c h
dcni Gliilien hcllbraan erfchien, und 0,727 Cr. wog.
Durch Zerretzen diefes Niederfchlags niit KtrioIGl
rind abfoliitem Weingeifi 11. I: W. iibcrzeugte ich niich
bei dielbr, wie bci der v o r i p n Analyfe, dafs er vorziiglich ails pllosph~rfauremKalk und phosphorfanrer Uittcrcrde, mit ltleinen Alerisen von Mangan und
EiCenoxyd und vielleiclit aiicli von Alaunerde, zufanimengefetzt war. Icli fand, Jars die Menge des Kalkes
in diefkm Niederfcl~la~e
wenigfieiis 0 . 2 8 ~ rind die der
Bittererde wenigfiens 0,066 Gr. betrug.
,
c
395 3
4. Die ammoniakaliblie Fliilligkeit ( 3 ) gab mit
kleelaurem Ammoniak 0,18596 Gr.reinen Kalk, und
hers danii
5. beim Abdampfen und Gliilien mit Schwefelfgure I ,816 Gr. fchwefellaiires Kali mit Cchwefelfaurer
Bitteserde zuriick, welcliem deiitliclie Spiiren von Mangan und Kupfer beigeniifcht waren. DadieMenge der
pus dicl'enl Riickfiaiid durch Kali gefdlten Bittercrde
zu 0,0815 Gr. gefnnden wurde, To betrxgt die dee Kalis 0,85712 Gr.
-
I
6. Der in Salzfxure niclit liisliclie Theil dee
Steins ( I ) wog nach dem Gliilien 3,288 Gr. Derf'elbe,
niit 15 Gr. kolilenl'aurcm Natron gel'climolzen lieferte
eiae diinkelgriine Mare, welclie Gcli in WaITer mit derIklbeii Farbe aufliifie, und bei Ueberl'xttipng mit Salzfiiiure Gcli erlt rotli, dann gelb fzrlte.
,
7. Diel'e AuflGhng ziir Trockne abgedampft). qnd
wieder in verdiinnter Salzliiure aufgenommen
2,615 Gr. Kiefelerde.
, liefa
8. Aus der ralzfauren Fliifigkeit fxllte Ammoniak einen 0,180 Gr. l'chweren , gelblich-~eirsenKijrpur der nus phosphorl'aurem Kalke, phosphorfauret
Bittererde Eilenoxyd und Manganoxyd und vielleicht
awch Alaunerde befitand.
,
,
9 I(1eeIaiires Amnioniak l'chied am der ammoniakalilclien Fliilhgkeit 0,12779 Gr. reinen Kalk ab10.
Hieranf gab dae Filtrat mit Kali 0,09' or*
Bittererde.
Dd s
Die Refiiltate find allb: in 5,272 Gr., od. in iooTll1e11,
E'rflpns in S a l z h r e aufliisliche Tlieile i,c~t14Granini,
0'1.
LT+~
T l i e i l e , n8nilich :
kiefelcrde
2,cs
dtlrch Ammonlak fdllbarer Theil, nber 5.38 Kalk
tlnd 1 4 5 Bittererde, inVerbindung mit Pliosphorfiute h a l t e d , ncbR Mangan, Eifen und Alaunerdc 13,79
fieitr Kalk
3~51
freie Bitterertle
1953
16,ol
Kall
37,12
p-
%rueitens i n SalzTsure unaufliisliclicTl1eile'i,288Grar11~~~,
od. 62,'i7 Tlleile nbnlicli :
,
Kiefelerde
durch Ammonink fzllbarer Theil ( phosphorfaurer
Kalk und Bittererdo, IXen, Mangan)
frefet Kalk
49.59
341
244
Bittererde
1,74
57,lS
Alfo Verlult, wahrfcheinlicli vorziiglich in K d k beRehend,
5,29
-
Aaalyfe der Heu Afche diircli L'nlier , Salzl?dure und kohlenLures Natron.
1. :
,.li
Gr. ungeMlmolzene, nocIi ctwns gran gc-
fhbte Afclclre wnrden wiederliolt init Walker ausgekocli t.
2. Dns Filtrat
abgedompft iiiid gegliilit , l i e 6
,
0,895 C:r. Riickfiand. I)ie!kr wnrde in Sa1peterTri~i.e
S t a t t fand ; liieraiif
%mden diirch Neiitrrrlifiren init Ammoniak Abdanipfen iindwiederanflid'en i n W d e r o,ogo
Kiefelerde
G e M i ? wolwi gclintlcs Aiifbrnnren
&.
,
abgefchieden.
5. Die fo e r l i a l t e ~ i o I ~ i j G ~entlllilt
ng
nacll der Untcrf~iclinngmit Ilengeiitien, aul'ssr deni falpeterfauren, zii-
c
397 3
gleicll Mdaures und Ihhwefelkures Kali ; PhosphorBure und Natron l i e b n Gch nicht darin e n t d d e n .
4. Die mit WaITer ausgezogene Abhe (1) wllrde
mit SalzCzure aiisgekocht wobei lich kein Aufbraufen
,
zeigte. Das blafsgelbe Filtrat gab mit Ammoniak eilien gelblicli-weilsen Niederfchlag 0,250 Gr. wiegend,
in welchern lich durch Vitriol61 und aldolnten W e i n geiR vorzuglich phosp horraurer Kalk p h o e f h o r h re Bittererde, uqd EiCen uiid RQangaiioxyd mt#ekken liefsen.
,
,
-
5. Die ammoniakalirche Fliifigkeit (4) gab mit
kolilenhureni Natron einen Niederlchlas welclier,
als koldenfaurer Kalk berechiiet 0,092 reinen Kalk
anzeigte.
,
,
Wahrfcheidich entlifilt die F1iifGgkeit auch Eittererde und Kali; ein von mir wllireiid des Verliichs
iiberfehener UmRand.
6. pie q i t WqlTer uud Salzfxure ausgezogene
&he (us$1 WaJTwbbab getrocknet, wog 1,659 Gr.
Do fie Cchwarz war, To wurde lie gegluht, wobei lie
0,964 ,Gx. an Kohb vmlor.
7. Der Riickftand (6), niit kolilenfaurem Nataon
g&hmolzen, li&rte eine leblidt gribie M d e , die
&.h in Waffer mit derfelbn Farbe aufliille. Himugofwe Saldtture fii&e die cUCungerfi rot11 dann gelb.
,
Ns dieblbe
durch Abdampfen von der Kiefdecde befreit war, gab fie nur lchwache NiederfclilYge mit
Ammoniak und mit Kali welche vorziiglicll Spureii von h i m c r d e oder vou phmpltorlgurem KJk,
~udvon EiCenoxjd Maltgaiioxyd und Bittererde
,
,
elithidten.
t 598 1
DieRefultate find d o in 3,222 Or. od. in 100 Thlen:
E r b n s durch WaNer ausziehbare Theife 0,895 Gramm,
Qd!27,78 Theile nPmlich :
,
Kiefelerde
2319
tohlenhpres und CchwefelQurssKali ueblt Chlorkalium 2489
21,78
Zweitevs in Salzfsure auflosliche Theile 0,688 Gramiu,
od. 2i,55 'Theile uloilich:
,
Phosphorfaurer Kalk, phosphorraure Bitteretde, Manganoxyd, Eifenoxyd, und wohl auch Alaunerds
freier Kalk
VerluR ohne Zweifel in Kali und Bittererde bellebend (vergl. 5)
7.76
M 5
Ion74
L.---c
21*35
Drittens weder i n Wallkr no& i n SqlzGinre aufliisbarc
Theile 1,639 Grarnm oder 50,87Theile qiimlich :
,
Kohle
Kierelerdc mit geringen Meogen von phosphorfau:
rem Kalk, Mangrn, Eireil. frelem Kalk und Bittererde. und vielleicht auch von Alaunerde Kali
II.
as99
48,88
-4
50.87
Die lockere Heu -Arche tritt daher rnehr an Wafier
ab, und ldst iiberhaupt weniser in WaITer und Salzh r e unauflijelichen Ruckhand , ale den. Ovelgijnnar
Stein; oline Zweifcl weil in letzterm durch figrkere
Hitze cine innigere Verbindung des Kalis mit Kiefelerde bewirkt war.
Analyfe dea OvelgSnuer Stelits durch falpeterGuren Baryt.
1. 2,243 Gramm Steinpulver wurden rnit 11 Gr.
falpeterraurem Baryt eineni heftigen Windofenfeuer
ausgeletzt. Die I'attgriine Mare bildetc niit verdiinnter
$9 7
Salz&um eine erfi rothe, d a m gelbe LGThg, welclre
beim Abdsmpfen zur Trockne und Wiederauhehmeu
in Salzlliure 1,179 Gr. gegliihte Kielklerde lieh.
z. Die lalzf'ure F l a g k e i t , dnrch Sohwafelkurs
vom Baryt befreit, gab mit Ammoniak einen brgun[
lich-weiben
, nacli dem Gliihen grauen Niederfchlilt;,
0,298 Gr. fchwer.
3. Diel'er lie& beim AuflGCen in Salzftiure 0,028
Gr. eines hhwarzen Pulvers welches l i c i wie P l a h
,
Tiegel) verhielt. Die AuflCCuny, mit& ' A
vie1
warmeni Wankr verditnnt, iind mit Bleizucker verretzt, p b einen Riederl'clila~, welclier nach dem Glihen 0,885 Cr. * o g , nnd br8unlicli-gelb gefarbt errchien. Es zeigte Gcli nacli Aufliihng delTelben in
Salzhre und Entfernen des Uleies dafs Ammoniak
nur 0,005 Gr. eines brauiigelben (all0 aus phosphorfaurem. Kalk, Mangnnoxyd und aus Eibnoxyd beliellenden ) Kiedcrfchlags erzeugte, wglirend die iibrige
FliiKSkeit beim Abdampfen und Gliilien verglafie
Pliospliorl'Ynre liinterliel.
4. Die durch Bleizucker gefdlte falzranre LSf h g enthielt (aalber den1 fibcrlchiifig zugefctzten
Bteifilze) Kalk, Bittererde, Alannerde (in fehr gerin8er Menge, jedoch deutlich in Gertalt von Alaon darhellbar), Manganoxyd und Ei renoxyd nebfi nocli etwas Phosphorftiure, die walirrchoinlicli a h pliosplior( vom
,
,
lallres Bleioxyd in der uberfchiifiigen Ellighure geliifi
geblieben war.
5. Die durch Ammoniak gefdlte Fliifigkeit ( 2 )
lieferte mit kleelaurem Aninioniak *"I,.
Gr. re&,
nen Kalk.
6. Die davoii 6etreiiiito Fliirfigkeitliefcrte iiach dem
1
400
3
Abdampfen und Gliilien 0,750 Gr. eines Gemifches
w n fchwefellaurem Kali und fchwefelfaurer Bitterde,
welchee, der Analyh mit efigfaurem Baryt zu Folge,
0,342 Gr. Kali und 0,041 Gr. Bittererde entliielt.
Die ReIultate find:
in
2,243
8iefelerde
durch Ammoniak Igllbarer Theil, pus phosphorfaurem Kalk, phospborfaurcr Blttererde, Alronerde , Eifenoxyd uad
Manganoxyd beltohend
freier Kalk
Bi ttqrerde
Kalf
Gr. in iooTh.
1.179
I
4270
09139
0~041
4342
1,971
NaGh Rupfer wurde niclit gefuclit. Die fehlenden 12
l’rocent befiehen nicht blos in der kleinen Menge
yon WaITer uiid voii Salzfaure, welclie reichlich dadurcli aufgcwosen werdeii mulsten, d& dafiir die
Schwefel- und Hydrothitanlzture in der Gefialt voxa
fchwefellaurem Baryt bei der Kierelerde zuriickblieben,
fondern der Verlidt ifi voniigliclr dem Verdalnpfeil
einee g r o b n Theils yon K&, welclies diirch das heftige Gliilien des Steins mit dem falpeterfauren Baryt
bewirkt wnrde znsulchreiben.
Analyfe dcr Heu-Akhe durch falpeterfauren Baryt.
Gramm halb-gehhmolzene AMie wurden niit 10 Gramm Mpeterraurem Baryt gegliiht und
ganz anf diefelbe Weire behandelt , wie der Ovelgonner Steili.
1.
2,000
c
401
I
Hierdurch w i d e n erhalten in
100
TIieilen
Kiefelerde
5 ~ 5 0Th.
dnrch Ammoniak Mllbare Theile, welche Iich rls
phosphorhurer Kalk , phosphorfaure Bittererde,
Manganoxyd und Eifonoxyd zu erksnnen gaben,
vermuthlich auch mit einer kleinon Menge von
Alaunerde
freier Kalk
freic Bitterel'de
Kall
9~10
2865
3P90
18945
S5bO
Auch liier darf der gr&e Theil des VerliJtes um fo
befiimmter in verdampftem Kali g e h h t werden, .le
icli bemerkte, dds nnch der vdligen Zerfetzung d a
l'alpeterlauren Baryta, beim OefFnen dee bie zum fhrken Rothgliihen erhitzten Tiegels, fioh ein hrkerRatx&
daraus erhob.
s C h d u f 8 .
Da das Ovelgiinner Heu iiber 5 Procent Afche
lieferte, To reichte dae der Scliatzung nach verbrannte
Heu viillig liin , nm neben den gefundenen 15 bis 20
P f u d einer fieinartigen &re no& 55 bia 60 P h i l
1.
lockere Afche zu liefern.
2. Der Ovclgiiiiner Stein enthielt kern Kobaltoxyd und w a s Hr. D urn e n i 1 dafiir anf'ah war ein
Gemeng von Maiigaiioxyd uiid von phosphorfau-
,
,
rem Kalk.
3. Dagegen enthielt der Stein drei andre von Hm
D iime n i l iiberfeliene fcliwere Mctalle, n~rnliclleine
Spiir Kupfer, etwas mehr Bifhi, iind eixie nocli grirL
here Meiige von Mansan.
[
40.
3
4. Auch enthielt er bedeutexide Mengen
von plios-
phorfaurem Kalk und von pliospliorlaurer Uittcrerde,
Ib wie eiiien kleinexi Axitlieil Alaunerde, lauter Materiel1 , deren Atiweleiilieit Hr. D iiiii e i i i 1 Izngiict.
5. Da der Ovelgijnner Stcin aurserdeni l‘ehr reicli
Kali , a n rcliwefelfa’anrem Kali und a n C~ilorkali~iui
ifi, lo
enthxlt er alle diejeiiigen Uefiaiidtlieilc, dic
iihcrlianpt in Pflaiizenniahi gcffiinden werdon ; deiiii
auch das Knpfer wide fchoii melirnials dariii aufsyfiinden. Dais aber das Kali mclir i i i Verbiiiduirg I l l i t
&iclelerde ale xiiit Koli1enf;ure Sefuxideii wurde, ifi
v ~ l l i g8116 einer kirkern lhhitzuiig der ill& cr-
kltirbar.
6. Die Al’che voli dern Hcue eines den1 vcrbrannteii benachbarten Haufens, zeigte nacli deiii liarItem Erhitzen genan diefelleii iiufsern VerliYltriiflc
wie der OvelgGnner Stein.
7 . Sie entlililt auch goradc dielhlben Uefiandtlieilo., und narneiitliclr felilt iIir cbenfalls iiiclit (Ins 3(upfer, fo wie fie aucli beini Erliitzen i i i i t S a l z h r e 1-1~drotliioi&ure entwickelt. Nur vori der Gegenwart J e r
,
Alaunerde vermoclik icli micli vielleiclit weil niir z11
klcine Meiigeii von Al‘che zii Cebote fianden, iiiclit
LeItimnit zu iiberzeui;eil.
8. A L A iii der Quantitiit der Belicliidtlicilc zeigen Stein und Al‘clie grofse Aeliiilichkeit ; Ib entliielten beide Segen 5- I’roc. Kiclklerde; ~ e g t . 1 19 this 1 2
Procent i n S a l z h r c autl3sliclie und durcli Axiiiiioriiak
fdlbaie Tlieile; p ~ c i i2 bis 4 l’rdccnt frcie Sittererde; g e p i 5 Lis G l’roceiit frciezi LialLes! 1i11d~ c R ~ : I I
2 0 bis -5 l’roccnt nil Kali uiid K(;alilhlzc.ii. LIie lilei-
405 3
nen Abweichungen in der Quantitat laiTen ficli wold
weniger in Fehlern der Analyfe, ds vielrnehr darin
luchen, dafs die Mche .des benaehbarten. Heuhnifeus
rillon nach der Naiur der Pllanzen iuid verfcliiedeneli
BeimengunS voii Erde folclie kleine Verfohiedenlieiten zeigen
I ~ I ~ S ~ C .
Nacli alleni diafem glonbe ich mit Srafster BeRimmtlieit belimpten zn diirfcn dale der r ~ g e m ~ n t c
Meteorhill von Ovel~611ne
niclits eiiders ifi, nls gefchniolzene IIen-Afihe, wie diefc Anficlit f c h n
her auft;ellcll t abcr vorziiglicli dnrch H r n D tim 6 ii i 1's iuiriclitige Aiidyf'c unwalirCcl~ei~~licli
tjeiiiaclit
wyrde.
,
Es bleibt jetzt amr iiocli TU eFkllren iibris, \vie
durch einen 13litzfir;\lJ gelclimolzene Heu-Al'clie erzeugt werdeii konnte. R i e Erklacung niijclite fc'ctiwicrig Ehcinen, da pach den von mir erz&lien VerSu&en dio Ein&lierun~ des H e m s in1 Tiegel hoclifi
langfam, erfi
ili melireren Stiindcii erfolgte. Allein
wie koiiiien wir liiernacli die Kraft des Blitzes abmefTen, der nicht blos als Iioclifi intenfives E'ener wirkt,
fondern vielleiclit aiicli clurcli electrifclie Wirkung
belclileiunigt ? - Auch
den Verbrennungs -Pro&
kiinnte man Iich denkcii, dafs der ziierfi ei~~l'clilapende Blitz das Heu mir iii Flarnmcii letzte, und dals
ligter ein zweiter Elitzfiralil, diircli die Flamme angezogen den Haufen sctrofl'eri und die Cchildete
AfLiie zur Sclilaclce gefc1iino~zeiiIiahe.
TInd end-
,
,
-
ilk es gar
iiiciit notlii6, den U!itz als z i i r SclintrL
zung diirclinus erforderlicli D ~ ~ Z I I I I C ~ I I I C I I . Vielieicli t
Iich
bewirkte der Glitz Llos Iliitllainniimg des Heues inid
C 404 1
Feuer deflelben war hinreichend, die
entfiandene Afche zu lchmelzen, wozu, nacli meinen Verfuchen, blos eine etwas ftarke Hothgliihhitzo
da3 iebhafte
erforderlich ifi. Die actenmiilsig conftatirte Thatlache dafs es in diefer Nncht regnete, zum Tlieil Ikhr
I'tark, ferner, dals der Hculiaufeii im Anfang in eiiiem hell-loderiden, am anndcrn Morgen aber in eiiiem lchwaclr glimmenden Ziifiande befilerkt wurde, erkliirt es hinreichend, warum Gcli nur im Anfange Colche verlchlackte Ip3ter aber nur lockere
ACche eneugte.
,
,
W e n n die volt mir erzahlten Vcrfuclie ilireii
Zweck erreichen namlicli den niclit meieori~clien
(Jrrprung des Ovelg5riner Steins auf das befiimmtelic
zu erweiren, To roll mich die darauf verwindte Miihe
iiicht gereuen; denn eine fur die Lehre der Meteorlteine fo wichtige Erfcheinung war derlelben fchon
wertli.
,
,
Gmelin.
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