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Bestimmung der magnetischen Declination und Inclination zu Stockholm und Upsala. Aus einem Briefe an Alexander v. Humboldt

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V. Bestirnmung der magneiischcm Declination
und Inclination zu Stockholm und Upsulu.
A m einern Bricfe an A l e x u n d e r u. Hum-
b o l d t yon F. Hurlberg.
T J p s a l a , 29. Juni 1834.
- Hiemit
erlaube ich mir Ihnen die Resultate der in
Stockholm und Upsala gemachten BeoLachtuogen u b e t
die maguetische Declination und fucliiintion vorzulegcn.
Einige Zeit nach ineiner Riickkehr nach Stockholm, wo
ich, in Gesellschnft init Hrn. PrLf. S v a n b e r g , fast eiii
J a h r lang mit der Feststellung unseres M a d s - und Gewicbts -Systems beschafiigt gewesen bin, ist, aiif mrine
Bitte , die Erbauung eines yaguetischen Observatoriuins
von d e r Acadernie der Wissenschaften veranstaltet worden. Es liegt nardlich von der Sternwarte, bedeckt einen Flachcnraum von SO Quadratful's, u d hat zur hufstellung dcr Instrumente cine Saule von Sandstein, die
mit dein Fufsboden des Gebriudes aufser Verbindung steht.
E s ist uiit drei Fensternaversehen, von denen dns eine,
gegen Sadcn, eine HGhe von 6 Furs besitzt, so dafs imii
mittelst des Fcrnrolirs auf der G a m b e'y'schen Boussole
im Sommer den Mcridiandurchgang d e r Soone beobachten kann. Mit Ausnahme der ersten drei Inclinationsbcobachtungen, im August 1932, die unter einem %elt
gemacbt worden, sind 211 Stockholm alle ubrigen in die8ern Hause unternominen wordea. In Upsala sind die
Beobachtungen aufserhalb der S ~ a d tunter einem Zelt auf
einer sandigen Anhahe geniacht.
D a dieser Standpunkt
nicht i b Meridian der Sternwarte lag, so wurde gemessen: erstlich der Wiukel zwischen dem magnetiscben Meridian und der von diesem Standpunkt nacli dem Balliotr
d c r betrtichllich entfernten Steruwarte gclienden Linie uad
192
zweitens der Winkel zwisclien dieser Linie w i d dcm astrnnoinisclien Meridian der Sternwartr. nic Suinine dieser
bciden Winkel gab die absolute Abweichun~
Folgeiides sind die Resultate dieser Messungen :
A b s o l u t e I n c l i n a t i o n in S t o c k h o l m .
1832.
1. August zwircli. 4" 30' u n d 8hNachm. =71°38',0 mit d. S a d e l No.2
2.
ll"Vorm.u.4hNachm.=71
40,5
Ko.'~
12.
ll"Vorm.u.2"~Nchm.=71 40,O
Ko.2
25. Decemb.
l h uncl 4 b .Naclm. = i l 4 0 3
No. 2
26.
lOhVrm.~.2bS(YNcl,m.=il 41,7
No. 1
1833.
22. Wjrz
Mitt3Qu.2h30'Nchm. =51 41,9
No. 2
3h und 5" Nachni. = 5 1 41,4
No.1
-
- - - - - - - - -
-
--
-
-- -- --
--
- -
Absolute Declination in Stockholm.
1833.
2. Januar znirchen 2" 19' und 4h 16' Nachm.
=14"56'2Y''
*
11" 5 6 Vorm. u. I b S , 5 K c B m . = I 5
O 37
8.
3" 1' und 4" 38' Nachm.
=1 4 55 53
26. N j r z
M i t t a g 2 9 und.2" 45' Xachm. = 14 58 9
28.
8" und I l h 50' Vorm.
= I 4 5 4 16
3.
--
-
-
WPhrend dieser Abweichungsbeobachtungen wurde
ille fiinf Minuten die C, a in b ey'sche Varialiousboussole,
die an eincm enlfcrnteii Orte aofgestellt war, abgelescn,
so dafs man hiernach die AbweicLung ffir eine bestilnmte
Stunde berechnen konnte.
I n c 1i n a t i o n s L c s t i m rn u n g e n L u
U p s J I a.
1834.
19. J u n i rwisch. 2 6 15' rind 5" 30' NacLm. =7l0 43,4 mitd.Nad.Ko.1
6b und 9" Narhm.
=i1 40,8
h'o.2
26.
1 0 ~ 4 5 ' Y o r r n , u . L ~ 2 O ' N e l ~ m43,O
.~~l
dito
2" 15' und 5" Nachm.
=51 41,8
- - dito
- -
-
- -
-- -- --
-
-
D e c l i n a t i o o ~ b c r t i m m u n g e az u Uprala.
183.l.
=14'30' 1 0 '
22. Juni rwischen 8b 8' uod 10" 15' Vorm.
ll"35' Vorm. u. 1" 14' NaeLm. = 14 35 7
8 h i' und 9" 38' Nachm.
=14 34 28
23.
y b 16' und 9h20' Vorm.
= I 4 26 50
- - -
-
-
I)ie
193
Die altestcn Beobachtuogen zu Stockholm sind fnL
geode. Die Declination, bestimmt durch W i l c k e und
W a r g e n t i n am 18. Mai €763 = l l o 5 0 ' , und die Inclindion, bestimmt durch W i 1c k e, ebenfalls im J. 1763,
-780.
In Upsala sind die altesten Beobachtungen von A n dr.
C e l s i u s . Er bestimmte die Declimfion, 17.10 am 28.
Juli zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittag, =ao 49', iind
die .inclination, 1743 am 19. Aug. zwischen 10 Uhr Vormiltags und Mittag, =?so.
Nach W i 1k e's Beobachtung und d e r meinigen ware
d i e jahrliche Abnahme d e r Inclination zu Stockholm =3' 8".
uod nach C e l s i u s ' s Beobachtuug, verglicken init meiner, die zu Upsala =2" 16'.
Schon diese Resultate reichen hin, die Zuvcrkissigkeit der Beobachtung von W i l c k e und C e l s i u s in
Zweifel zu setzen, wenn man auch nicht wiifste, dais die
eintelncn Angaben dieser Physiker bis l o 30' von eiuander abweichen. Man batte damals noch nicht die Xothwendigkeit einer Umkebruiig dcr Pole eingescben, wid
begnugte sich damit, die Nadel auf ihreu Pfanncn urnzukehren.
Eine ahnliche Ausstellung trifft auch, obwohl im
geringeren Grade, die spater zu Stockholm angcstcllten
und bis zum Jabre 1815 fortgesetzten Declinationsbcnbachtungcn. Sie allc siud mit ciner auf einem Sliltc schwcbcnden Nadel angestellt, und, wie ich zu vermutlien Ursach babe, nicht aufser Einflufs der Eiseoniasseii in der
Sternwarte. Sie geben auch sonderbarerweise fur die
Abweichung zwischen 1791 und l i 9 2 ein Masimuln
=16O 23'.
Bei der Bestimrnung dcr Neigring habe ich einiga
Male3 sowoh1 in Paris als in Slockholm, nicht our im
Meridian selbst, sondern auch auiserhalb desselbea, in
beliebigen Azimiilhen beobachtet. Man erlangt dadurch
den, wie inir scheint, nicht unbedeutendrn Vortbeil. dais
-
Poggendorff'r Anna]. Bd. XXXVII.
14
194
die Nadel auf verschiedeneii Punkten des Umfangs ihres
Zapfens zur Ruhe kommt, ,wodurch die Fehler, welche
aus einer unvollkommen cylindrischen Form der Zapfen
entspringen kdnnen, weuigsteus grol’stentbeils aufgehoben
werdcn miissen.
Die Berechnung ist iibrigens sehr einfach. W e n n
man mit i’, i”,
u. S. w. die in den magnetischen Azimuthen a’, a”’,a”’u. s. w. beobaciiteten Inclinat‘ionen,
und mit I die Inclination im magnetischen Meridian bezeichnet, so wird
cosi’=cos I . cos a’ , cos i)=cos I. cos a ” u. s. w.,
urid folglich nach der Methode der kleinsten Quadrate:
E(cos’i cos a)
cos I=
;’’I
.’
C(COS? a)
Als Beispiel erlaube ich mir die Beobachtungen zu
Stockholm voin 2. hug. 1832 zwiscben 11 Uhr Vomittags und 4 Ulir Nachmittogs liieher zu sctzen.
I
Vor
1
Nxh
d e r Umkellriing der Pole
Ost.
gegen
West.
I
I
ost.
sw=
1
Wcst.
!
Mittel.
Diese drei Beobachtungen, uach der Methode der
kleinsten Quadrate bereclinet, geben die Inclination
=71° 40’,5. Ich bin iibcrzeugt, dafs mau nach diesem
Verfahren mit eiuein wolil ajustirten G a m b e y ‘schen Inclinalorium, wid, wenn man zuglcich die tzgliche Variation beobachtet, nie einen auf 2 Minuten steigendeu Fehler wird begehen kilnnen.
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