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Betrachtungen ber die heissen Quellen der Cordilleren.

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26'2
lraue Bild einer Mineralquelle darstellenden Apparate lief
diis Wasser ohnc Unterbrechung aus dem Bassin ab, und
niir in detn langeren Scbeukel oscillirte die Wassersaule
wenig. Wenn nun unter diesen UmstBnden, wo jede
in den Wasserlauf einlreteode Gasblase die Rlihre ganz
ausfiillte, und beim Heraustreten eine augenblickliche Unterhrecbung des Wassehaufes berbeifiibren inufste, dennocb keine merklicbe Sturung in dem Abflusse wahnunclinien war, so kann d i e t in der Natur um so weniger
geschehen, da bier wolil selten die Gasblasen die MTasserkaniile ganz ausfiillen. Wenn endlich das Zutreten
des Kohlensauregases zum Wasserlaufe in der Tiefe unter starkem bydrostatischen Drucke erfolgt, so wird das
Gas sogleicb absorbirt, kann daher nocb weniger stiirend
auf denselben einwirken, und kommt erst wieder nach
und nach zum Vorschsin, wenn der Wasserdruck in den
hfiheren Punkten aer Leitriug abnimmt.
W i r brauchen demnach, um die Absorption des Kohlenslaregases durch das Wasser und die mchherige Aufliisung der Bestandtheiie in diesem KohlensBure-Wasser, mit
einem Worte, urn die Bildung einer gasreichen Mineralqrielle zu erklaren, blofs anzunehmen, dafs enge Kanale
im Inuern der Erde, aus der Tiefe kommend, in weitere
sich mtinden, jene Kohlensiluregas zufiihren, und diese
mit Wasser erfUllt sind.
XXVI. Betrachtungen iiber die hefj'sen Quellen
der CordilZeren; von Hrn. B o u s s i n g a u l t .
(Ann. de d i m . et de phys.
T.LII p. 181.)
D i e Geologen sind noch getheilter Meinung iiber die
Ursache der Warme heiter Quellen. Die einen leiten
diese Warme von der hohen Temperatur des Innern der
Erde ab, die anderen dagegen von einer localeq cheini-
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schen Action, wie eine vulkanische Ursache seyn kdnnte.
L a p l a c c ist, glaube ich, der Erste, welcher die Wlrme
heil'ser Quellen ails der bohen Temperatur des Erdinnern erkliirte, und man muis bekennen, d a t man an
niebren Puukteii der Corclillereu lbatsachen beobachtet,
die diese sinnreiche Erklaruog unterstiilzen.
So glaubt
nian in der Kiistencordillere von Venezuela zu bemerken, d a b die heifsen Quellen eine desto geringere Temperntur besitzen, je h h e r sie liegen. Die heike Quelle
von Tnitcheras bei Puerto - Cabello , welcbe fast im
ISiveau des Meeres liegt, besitzt eine Teioperatur von
9 7 O C., wogegcn die Quelle von Marianu, welche schon
in einer tliihc von 476 Meter vorkommt, nur 64" C.
zeigt, und die Quelle von Onoto in 702 Meter H6he
gar nur 44O,5 C.
In der 'l'rachytforinatioa, vor allem in der Nachbarscbaft von Vulkanen , beobachtet inan diese regelmgfsige
Xbnahme in der Temperatiir der beifsen Quellen nicbt
iuehr, viclinebr scheint es, dafs hier die 6rtliche 1Jrsache, welche die vulkanischen Erscheiouogen veraolafst,
einen merkbaren Einflufs auf die Temperatur dieser Getiiisser ausube. Es wird also ungeiriein interessant zu
untersuchen, ob die heifsen Quellen ihren Ursprung in
den Essen der Vulkane baben. Es schien inir moglich,
diese Frage zu beantworten, wenn inan die Wiisser der
heifsen Quellen in der Niihe der Vulkane cbemisch untersuche uud dabei vor allem anf die Natur der aus ihnen
entweichenden Gasc ache.
W a r e n nsinlich diese ( h e
dieselben, wclche vvir in den Krateren auffindeo, so wurde
man mit staikem Gr-und vermuthen durfen, dafs jene W a s ser mit den in deo Essen der Vulkane befindlichen Stoffen in Beriihrung kamen. Dnnn erlangt die Bestimmung
drr in den MineralwHsseru gelosten Salze ein neues Interesse, weil iiian diese als die Ifislichen Stoffe betrachten inu€s, welche iiii Inneru der Vulkane vorhanden siud
oder gebildet werden.
264
Dergleichen Betrachtungen haben mich veranlafst, die
Mineralwhser, die icli auf meioen Reisen antraf, zu analysiren. Ich begniige mich, die erhaltenen Resultate anzufuhren und iibergehe das Detail der chemischen Operarionen.
He+e Quellen zk der Niiire des V&n Tolima:
1 ) Schwefelwasser von Juan in etwa 4000 Meter Hiilie
und von 32O C. eothglt Schwefelwasserstoffgas und Kohlensaure.
2 ) Wasser von Toche in der (Sol/biara)
Quindiu, H6he 1955 Mct., Temp. 35O,5 C., Bestandthrile: freie Kohlensaure in grofser Menge, kohlensaurer
Kalk 0,00015, Chlornatrium 0,00002, kolilensaures Eisen
und Kieselerde Spuren.
Quellen in der NGhe des Vulkan Pwace': 1) Ague
tibia, H6he 4000 Met., Temp. 3 6 O C., Schwefelwasserstoffgas und Kohlensaure, keine merkliche Henge von
Salzen. ..- 2 ) Wasser von Coconuco, H6he 2500 Met.,
Temp. 72O,8 C., KohlensHure- uod Schwefelwasserstoffgas in sehr grofser Mengc, schwefelsaures Natron 0,00390,
Chlornatrium 0,00275, doppelt-kohlensaur. Natron 0,00069,
kohlensaurer Kalk 0,00010, Kieselerde 0,0005. Es setzt
eine Concretion a b , auf die ich in einer besonderen Ah
bandlung zuriickkommen werde ).
-
1) Hr. B o u s s i o g a n l t hat diesen Anfsatz in den Ann. de d i m .
ct dc phys. T.LKI p . 396 mitgetheilt.
Folgeodes ist das Wesedttiche seines Inhalts.
Das Dorf Coconuco, bei dem die in Reds rtehende Qoellc:
entspn'ogt, liegt an dcr Strnfse von Popajan nach dem Vulkan
PuracC, in eincr hachst romntischch Gegend, w o man den
Blick zngleich in das vcrsengeade Cancathal und a u f die Schnccmrssen dcs PuracC und der Haila hat, uod cines enigeo Friihlings
genirfst. I n demsclben Hochthale h d z t sich der sch6ne W a r s e r fall des Rio Vinagre. D i e crwilrnte Quells schiefst mit grofser
Hcftigkeit aus Trachyt hervor, und verbreitet cine solche RIenge
Kohleosiurc nnd Schwefelwas,erstofas, dafs cs geEhrlich irt,
Iangc dicht bei i h r zu verneilen. Dcfsungeachtet cnth5lt drr
W a s s e r (wegen seiner hoheo Temperatur, welch. 52",8 C. bctriigt)
265
Quellen in der N2he des Vuikan Parto. Wasser
von Pandiaco, Hbhe 2571 Met., Temp. 36O C. Bestaudtheile: Kohlenslure, ferner dopyelt-kohlensaurer Kalk
0,00005, kohlensaures Natron 0,00061, kohlensaure Magnesia, kohlensaures Eisen, Kieselerde Spuren. Es setzt
einen Kieselsinter in so betrachtlichcr Menge ab, dafs
meLe Kalktifen darauf errichtet sind.
Ydkan Tuqueres. Auf dem Wege von Tuquires
aach Guachucal sieht man eiue.kalte Quelle aus der sich
Schwefelwasserstoffgas entwickelt.
Vdkan Cumbaf. Zwischen ihm und dem Gletscher
*
wean es crkaltet ist, nichts mehr vom Schwefelwasserstoffgase, und, wenn man es durch Koclren von der kleinen Menge
koltlensauren Kalks, befreit hat, n u r die bereits angegebenen Natronsalze, und aufserdem (wie Hr. 1). hier betnerkt) Spuren YOU
kulrlensaurer Magneria und kohlensaurem Manganorydut Der’
Fcls, aus dem diese Qoelle entspriogt, ist mit einem aus dem
V’asser abgelagerten Absatz iiberzogeu. Derselbe ist sclmutzig
weirs, durchscheinend und vom specilischen Gewiclit 2,77. E r
ritzt Kalkspatli stark, wird aber vorn Flufsspath gcritzt, E r lBst
sich unter Aufbrausen, aber langsamer wie Kalkspath, darin dem
Dulomit ihnelnd. Vor dcm Ltitbrohr wird e r scltwarz und g i e h
dann Clrlor bei Behandlung mit Salrsinre. Eine damit angestellte Analyse ergab als Bestandtheile dieses Absatzes: kohlensauren k a l k 0,742, kohlensaures Mangan 0,210, kohlensaure Mngnesia 0,040 und schwefelsaures Natron 0,008. Hienach ist Br.
B. geneigt denselben als eine Verbindung von 4 Atomen oder
77 Proc. kohlensauren Kalk und 1 Atom odcr 23 Proc. kohlcnsauren Mangan (oxydul?) zu betrachten, wobci er jedoch an die
lsomorphie beider Salze erinnert. Mangan ist zuerst von B e r g m a n n in einem Mineralwasser angetroffen, und spjter r o o B e r z e l i u s irn Kalksinter r o n C a r l r b a d ; allein so reichlich, wie
es im’Wasser von Coconuco vorkommt, meint Hr. B., sey es
wobl noch in keioer heifsen Quelle aufgefunden worden. Das
Mangan wurdc Gbrigens PUS der salzrruren Lcisuog des hbsatzes
durch Schwefelwasserstoff-Ammoniak gefillt, das Schwefelmangan wieder in ChlorwasserstoITsiure gelcst, rnit kohlensaurem
Alkali gefillt und i n Oxydul-Oxyd verwandelt. Die iibrigen Bestandtheile worden auf die gewtihnliche W e i s s bestimmt. Flufssiure, nach d e r Hr. B. eigends ruchte, fand sich nicht.
266
ron Chili kenot man eine sehr ergiebige Mineralqnclle,
diu Kohlenshre und Schwefelwasserstoff entweichen Ililst,
und deren Wasser so heifs ist, dab darin ein Ei hart
wird.
VuIkan Antisma. In der Meierei Lysco in 3549
Meter HBhe findet man eine Quelle von 27O,2 C. Tcmperatur, deren W'asser viel Kohlenshre so wie Eiseii
eiithslt, und einen Kalksinter absetzt, der, wie zu Pandiaco, zu einen Kalkbruclr geworden ist.
Vulkan Coiopaxi. Im Indianerdorf AZangazi am
Fufse des Colopaxi giebt es mehre heifse Quellen. Die
von ios BeZetmos besitzt eine Temperatur von 36",7 C.,
und ein Wasser, das fast rein ist, our Spuren von Chlornntrium, Chlormagoium und Chlorcalcium enthllt. Auch
mehre Schwefelwiisser fidden sicli in den Umgebiingen
des Cotopaxi.
' Vdkan Tquragua.
Der Tunguragua zeigt an seinem' F u t e mehre heifse Quellen. Die Quelle von ZOS
Raiios hat grofsen Ruf im Lande; sie ist eisenhaltig, besitzt eine Temperatur von 51",4 C., lakt viel Kohlensiiure entweichen und setzt einen mit kolilensaurcm Kalk
gemeogten Ocker ab. Das D6rfchen 10s Baiios liegt 1909
Meter uber dem Meere, an der Strafse von Quito zu den
Missionen am hmazonenflufs. .
Eine andere QueIle am Tunguragua ist die im Giefsbache Batcun, aus der man ein abfiihrendes Salz gewinnt,
dem grofse Heilkrsfte zugeschrieben werden. Das Wasser ehlhalt: schwefelsauren Kalk 0,00072, schwefelsaure
Magnesia 0,0012, schwefelsaures Natron 0,00443, Chlornatrium 0,00158, Kieselerde Spuren.
Der Chimborazo, der offenbar ein alter Vulkan ist,
zeigt bei Mocha Quellen, a m denen sich Kohlensgureund Schwefelwasserstoffgas entwickelt.
Endlich giebt es in der Umgegeod von Cuenca, in
einer von Porphyren gehobenen Sandsteinformation, welche erstere sich an die Trachgte des Vulkans Sungay
267
anschliefsen , eine aehr hcifse Quelle, welche die ntlmlichen Gase in grober Menge liefert.
Die eben angefiihrten Thatsachen sind, wie mir scheint,
hinreichend, auf eine allgemeine Weise festzustellen, doh
Gase, welche die in der Nachbarschaft der Vulkane entspringenden Quellen begleiten, dieselben sind, welche in
den Krateren dieser Vulkane angetroffen werden '). Es
ist demnach sehr wahrscheinlich, dafs die heifsen Quellen in der Trachytformation der Cordilleren ihre hohe
Temperatur unterirdischem Feuer zu danken habeo , und
schr natiirlich stellt sich dabei der Gedanke ein, dafs die
Snlze durch die aus dem Innern der Vulkane koinmende
Wasser aufglast oder mit fortgerissen worden sind. In
der Annahme, dafs die in den heifsen M'lssern enthaltenen
Snlze sich im Innern der Vulkane der Cordilleren vorfinden, kann man die Gegenwart des Kohlensaure- und
ScliffefelwasserstoIfgases in deren Krateren ziemlich geniigend erklsren. So Iafst sich die Kohlensaure als ein
Product vom kohlensauren Kalk oder voin kohlensauren
Natron ansehen. lm ersteren Fall wiirde blofse Hitze
zur Entwicklung dieses Gases hinreichend seyn, im zweiten mlifste man, aufser der hoben Temperatur, noch annehmen , daL das kohlensaure Alkali mit einer kieseloder thonerdebaltigen Substanz, z. B. mit dem Trachytfels selbst in Beriihrung kame.
W a s das Schwefelwasserstoffgas betrifft , so kann
mau sich denken, es sey aus der Reaction von Wasserdampf auf Schwefelnatrium entstanden. Denn daraus
wiirde schwefelsaures Natron entstehen, ein Salz, das
man in den meisten heifsen Quellen antrifft, und Schwefelwasserstoffgas, welches sich sowohl in diesen Quellen
als in den Krateren der Vulkane vorfindet.
Geht man dieser Erklarung weiter nacb, so nluL
inan auch von den Reactionen Rechenschaft ablegen, wel1) Sielie IIrn. B o u s s i n g a u l t ' s Untcrsuchuogdieser Gasr,Bd.XXXI
S. 148 dicssr Annden.
P.
268
clie das Chlornalriuin darbieteo t b n t e ; denn da dieses
Salz in der Melirzahl der heifsen Quellen vorhanden ist,
20 miiCste es, nach unscrer Hypothese, auch in den Esseii
der Vulkane zugegen seyn. Wenn nun Chloride von
Alkalien unter Mitwirkung von Wasserdampf zusammenkommen in einer hoben Temperatur, so entwickelt sicli
Chlorwasserstoffgas. Dieses Gas fiodet sich aber, wie
icb beobaclitete, niclit unter den elastischen Fliissigkeiteu,
welche aus den Aequatoreal- Vulkanen hervorstrilmen.
Vielleicht, d a t die Abwesenheit dieses Gases von der
Ursache herriibrt, welcbe sie nie im freien Zustande in
den hcirsen Quellen finden lafst, uud welche in der Anweseaheit kohlensaurer Salze begrundet ist. Begreiflicherweise kann nalnlich Chlor~~asserstoffs&ure
nie mit kohlensauren Salzen zusammenkommen, ohne sie zu zersetzeu.
Wenn also diese Salze, gemengt mit Chlornatrium und
audercn Salzen, d l i c h in den Essen der Vulkane vorkommen, so ist einzuseben, dafs sic von dcr Chlormasserstoffsiiure in dem MaaLe als sie frei ward, zcrsetzt
werden miissen, untcr Entwicklung von Kohlensaure und
Bildung neuer Chloride von Alkalien und Erden. Komincn dagegen in einem Vulkan Chloride ohne Beimeuguns von kohlcnsauren Salzen vor, so kilnnte sich Chlorwisserstoffs%ure entwickeln. In dieser Hypothese k6nnten
also die Cblorwasserstoff- und Kohlensiiure nur dann zusammen vorkouimen, wenn die mit den Carbonaten gemengten hlkali- Chloride vorwalteten.
Ich werde diese Betrachtungen iiber die heiben Quellen mit der Untersiicbung beschliefsen, ob die Temperatur derselben Verlnderangen unterworfen sey.
Im J. 1800 laud Hr. v. H u m b o l d t die Temperatur der Quelle M ~ ~ W
zuL59O,3
Z
R i v e r o und ich
dagegen im J. 1823 zu 6d0 C. Ein so betrgchtlicher
Uoterschied, wie der von 4 ' 3 C. kaun nicht einem Fehler unserer Thermometer zugeschriebeu werden, zumal
da unsere Beobacbtungen rnit delnselben zu Guayra und
c,
Caracas vollkommen mit denen clasclbst von Hrn. v o n
H uin b o I d t angcstellten ubercinstinimen. Eher liefsc sicli
fiircliten, dafs, da die Quelle Mariara, einen betracbtlichen Bacli bildet, die Bcobachtungen nicht genau an derselben Stelle gemacht worden seyen, wiewobl im Allgemeinen der Beobachtcr, weleher die Temperatur einer
beifseu Quelle bcstinimeu will, sie nicht blofs an einer
einzigen Stelle nimmt, sondern die heirseste aufziifinden
sucht. Uebrigens verschwindcn die .Einwurfe, welclie
iiian gegen die Bcobachtungen an dcr Mariara erhebcn
honnte, vollkominen gegen die, welche bei der Quelle
las Triocberas bei Puerto- Cahello gemacht wurden. Bei
Ias Trincheras tritt das Wasser atis zwei kleinen diclit
neben einandcr im Granit ausgehijhltcn Rassins hervor.
Das griifste dersclben fakt ungefahr zwei Kubikfufs. Hr.
v. H u i n b o l d t giebt fur die Teinperatur des beifseu Wiissers von las Trincheras 90u,d C. a n , n i r dagegen fanden 23 Jahre spater die Temperatur des einen Bassins 92O,2 C. und des anderen 97' C. Uusere Beobtungen wie die des Hrn. v. H u mb o 1d t sind im Februar
angestellt. Es scbeint demnach, dafs sich wiihrcnd des
kurzen Zeitraums voii 23 Jahren die Temperatur der Iiciisen Quellen von Mariara und las Trinclieras um mchrc
Grade erhaht hahe. Es ist zii bemerken, dafs in der
Zwischenzeit, welche die Reise des Hrn. v. H u i n b o l d t
VOII
der unsrigen in der Kustenlsette trennt, Venezuela
durch das grofse Erdbeben vom 26. MZrz 1812 erschuttert
ward, welcbes zugleich Caracas und alle in der ostliclicn
Cordillere liegenden Stzdte zerstorte trod mehr als 30000
Mcnschen tbdtete. Die heifsen Quellcu, welche aus dein
Granit der Kusten- Cordillere entspringen, sind fast rein;
sie enthalten nur eine kleirie Menge Kieselcrde gelcist u ~ i d
Schwefel.vvasserstoffgas geoiengt mit etmas Stickgas. Ilire
Zusammensetzung ist ideotiscb mit der, die aus der Einwirkuog des Wassers auf Schwefelsilicium erfolgen wiirde.
Schiittet man Wasser auf Schwefelsiliciuui, so wird, un-
270
ter Wirmeerregung, ein Theil des Wassers zersetzt, niid
seine Eleiiieiite verbinden sich mit den Elementen dcs
Schwefelsiliciums dergestalt, dafs lbsliche Kieselerde und
Schwefelwasserstoffsauregebildet werden, rnit einem W o r t
es entsteht ein heikes Mineralwasser, das Kieselerde und
Schwefelwasserstoffgas enthllt. Und so ist auch die Zusamrnensetzuog der beifsen Mineralwasser in der Granitforination von Venezuela.
XXVII.
E h ' g e Bemerkungen iiber die 'I'cmperatur der Q u d e n ; uon A. T.Kuyffer.
(2uellen, die aus demselben Boden entspringen, zeigen
oft uih l o und mehr verschiedene Temperaturen. Diese
Erscheinung ist leisht zii erklaren, dn die Temperatiir der
Erde mit der Tiefe zunimrnt, so mufs eine (luelle desto
warmer seyn, je tiefer sie entspringt. Hat man nun mehrere solche Beobachtungen vor sich, so entsteht die Frage:
welchcs ist die wahre Temperator des Bodens an der
Oberflzcbe oder in einer bestiminten Tiefe?
W e n n man die Tiefe wiifste, aus welcher eine Quelle
entspringt, so ware es leicht, ibre Temperatur auf die
Tiefe Oo oder auf die Oberflsche zu reducirep; denn man
weirs zieinlich gennu, urn wie viel die mittlere Temperatur der Erde niit der Tiefe zunimmt. Aber leider ist
diese Tiefe durchaus unbekannt; nur so viel weifs man,
je tiefer man in die Oberfllche eindringt, desto geringer
sind die Aenderungen, die die Temperatur im Laufe eines Jahres erleidet. Man kaiin aber, wenn diese henderungen ganz verscbwindend sind, mie es bei Miueralquellen (die aus einer sehr grofsen Tiefe hervordringen,
und die immer warmer sind, als die Quellen sufsen Wassers) der Fall ist, aus ihrer Grilfse auf die Tiefe der
Quelle schliefsen:
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