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Betrachtungen ber die Theorie des Hrn. P4ligot und die des Hrn. Baudrimont ber die Fabrication der Schwefelsure

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P
I X . Betrachtungen iiber die Theorie des Hrn.
P t l i g o t und die des Hrn. B a u d r i m o n t
iiber die Fabrication der Schwefelssci'ure;
uom Dr. K o e n e .
I n dell Compfes-rendus der Pariser Acadcmie der W i s senschaften,
X I X , NO.9 , findet sich eiue Ahhandlung des Hrn. E. PGIigot, die zu beweisen bezweckt:
1 ) Dals bei der Fahrication der Schwefelsaure die
schweflige Saure unaufhorh'ch und ausschliefslich auf die
Salpeterslure wirbe, unter Bildung von Schwefelsaure
und Untersalpetersiiure.
2) Dafs die Bilduog der Schwefelsaure ganz unabhsngig sey von dew Daseyn der Krystalle in deu Bleikamniern.
Diese Arbeit hat einen Prioritstsstreit veranlafst zwischen dem oben gcnannten Chemiker und Hru. B a u d r i m o n t, welcher auch annimmt, dafs die wasserbaltige
Salpetersaure (azofafehydrique) ganz unumglnglich s e g
zur Bildung der SchwefelsYure.
Diese beiden Chemiker sind also dariu einig, dals
die schweflige Siiure die Salpeterskiure iiur auf Untersalpetersiiurc reducire.
Allein D U S rneinen Uutersuchungen iiber Natur der
in den Bleikammern sicli bildenden Krjstalle gcht hervor, dafs die scliweflige Saure die Untersalpetersaure zu
salpetriger SYure reducirt. Diefs Resultat, welches uns
bewogen hat, die Tlieorie dcs Hrn. D c l a P r o v o s t a y e
als uiirichtig zu betrachten, veranlafst uns auch zu zeigen, dafs die voir Hrn. P C l i g o t falsch ist.
Mit deli Anbkigern der Tbeorie des Hm. G a u l t i e r d e C l n u b r y iiimiiit Hr. B a u d r i m o n t a n , dafs
die Krystallc oder weiiigstens eirie ihnen analoge Verbindung unumgznglich sey zur Eutstehung der Schwefelsaure. Alleiu selbst diese Theorie entspricht iiicht den
PoggcndoAl's A n d . n d . LXV
1s
Thatsachen; denn , wie Hr. P B 1i g o t nachgewiesen hat,
kann die schweflige Slure, in Gegenwart einer betrachtlichen Menge Wassers, die Salpetersaure dcsorydiren.
Diefs beweist, dafs die Verbiiidung ('Sg+SW) nicht,
wie man bisher angenommen hat, uaumgznglich ndthig
ist zur Bildung der Schwefelskiure.
Die schwetlige Siiure reagirt unter diesen Umstlnden desoxydirend , ganz wie die ChlorwasserstoffsYure,
mit der sie in Bezug auf die Salpeterssurc dasselbe Vermugen und fast in demselben Grade theilt. So lange
die letztere niclit zu verdiinat ist, verwandeln die beideu ersten sie in salpetrige Saure, die in Stickstoffoxgd
und Salpetersaure zerfallt, wenn das Wasser in hinreichender Meage da ist. Allein bei der Fabrikation der
Schwefelsaure ist die Wasscrmenge selten grofs genug,
dafs diese Urnwandlung vor sich gehen kiinnte; dcnn es
liegt nicht im Interesse des Fabrikanteu eiuen der Bildner seines Products aufser W i r k u n g zu setzen oder auch
mebr Wasser in seine Bleikammer einzuffihren, als es
zur Bildung der S l u r e bedarf. Eben so wenig ist nothwendig, dafs er zu Anfaiigc der Operation verdiinnte
Saure in seinen grofsen Behalter bringe. Es geuilgt, dafs
sich daselbst Wasserdainpf in solcher Menge befinde,
dafs die Rildiing sowohl von Krystallen als con Stickstofforyd verhindert sey. hlsdann geschieht die Reaction
regelmiifsig, alsdann eiithalt das Product nur Spureii von
Salpeterstiure ; alleiu alsdann erfolgt auch die Reaction
zwischen schwefliger Siiure, Salpeter- und Uutersalpeterslure; denn die im Contact mit schmefliger Saure entstehende Untersalpetersaure, statt sich z u oxydiren und
in eine wasserhaltige Ssure zu verwandeln , bildet unter
diesen Urnstanden einerseits salpetrige Siiure und andererseits Schwefelsaure, wie es durch meioe Versuche nachgewiesen ist.
In einer in Tbtigkeit stehenden Bleikammer fiihrt
also die schweflige S I u r e die Salpeterssure auf salpet r i p SYure zuriicli, oline dafs sicli Krpstalle bilden; da
2’75
die Wasserinerige zu grofs ist, als dafs die Verbiadung
(S’g+S’g) entstehen kilnnte, uud zu kleiii, als dafs
die salpetrige S h i r e in Stickstoffoxyd und Salpeters3ure
zu zerfallen vcrmiichte.
W e n n der lelztere Fall eintritt
was unter Urns t ~ ~ i d e ndie
, niir fur zuf;illig z u halten sind, bisweilen
gescliieht,
so ist das Product verunreinigt mit mebr
oder weniger grofsen Mengen SalpetersSure, von welcher man es durch Hioeinleitung von schwefliger Siiure
bcfreit. Dime Operation kanii nicht fehlschlagen, weil
eine solche S u r e niehrentheils hinreichend W a s s e r entlislt. dafs die salpetrige Satire zerfallen kann, in Stickstoffoxyd, welches entweicht, und i n Salpetersiiure, die
ihrerscits durch den Eintlufs des oxydirenden Mittels wied e r zerstbrt mird.
Im entgegengesetzten F a l l , da alsdaun die Schwefelsgure zu concenlrirt ist, erleidet die salpetrige Saure
keine Zersetzuiig mehr VOD Seiten der schwefligen Saure;
Auch kanii man, mittelst dieser SBure, die ksufliche Schwefelsaure bei gewdhnlicher Temperatur iiicht VOII Salpetersaure befreien, wohl a b e r von salpetriger Stiore. Die erste
dieser Saureii zerfsllt bei der Concentration in Sauerstoff
und salpetrige Ssure, wie ich gezeigt habe, indem ich Chlorwasserstoffgas auf Schwefelsaure-Monohydrat wirken liefs,
das zur Coiiccnfration von kauflichcr Snlpetersaure gedieut
hatte. Es entwickelte sich kein Chlor, und daraus folgt.
der Meinung des Hrn. P 6 I i g o t zuwider, dafs die concentrirte Schwefelstiure weder Salpetersaure noch Untersalpetersgure eiitb:ilt. E s kann sich arich kein Stickstoffoxyd darin befinden, denn dasselbe ist in dieser Satire
nicht merklich loslich ; alleiri sie kann salpetrige Saure
enthalten, deren Gegenwart lcicht erwiesen merden kann,
eiiierseits mittelst Chlorwasserstoffsliiire, uiid andererseits
mittelst scliwefelsniireii Eisenoxydiils und metallisclien Kupfers.
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