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Bildung des Leidenfrost'schen Tropfens auf Glas.

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XV. Bildung
tles Leidenfrost 'schen Tropfens riuf
Glas; tyon Dr. A. H. Emsrnann,
Oberlebrer zu Stettin.
D i e Erscheinung des Leideufrost'schen Tropfens wurde
von L e i d e II f r o s t selbst zuerst auf einein wohlpolirteu
und rostfreien eisernen Liiffel wahrgenoinmen, dann gclang ilim derselbe auch auf einem kupfernen halbrunden,
wolilpolirten Gefifse, nicht jedocb auf in deln LBffel geschiiiolzenem Blci oder Zinn; spater stellte man den Versuch gew8hnlich an in einem Silber oder Pfutinschalchen. In neuster Zeit (naclr den Mittlieiluugen iiber die
Sitzung der Acad. zu Paris v. 9. Man 1840) ') hat Hr.
B o u t i g n y diek PliYnomen aucli in einein Tiegel vou
Blei wahrge~~omtnen,woraus iiainentlich folgt, dafs keiu
so hoher Grad dcr Teiiipcratnr niithig ist, als man gewiihnlich annimint, da das Blei bereits bei 250" scbmilzt.
1111Allgeineinen fiiidct inan bei Erwahnong des Leidenfrost'schen Tropfens angeluhrt, dafs derselbe sicb auf erhitztein R'letalle zeige, unr in den nachtrtiglichen Bemerkungen iiber die Katur dieses Versuchs von S. W. Fis c h e r ( P o g g e n d . Auiial. Ed. XXI (97) S. 163) heifst
es: J J B dieser
~ ~ Gelegenlieit fand ich, dnfs dieses Phauotiien ebeii so, -wie auf crtiitztcui Metalle, aiich auf erhitzleui Glase tind Porcellnn hervorgcbraclit werden kauo,
besoiiders lciclit bei Anwendung von tliichtigeren FliissigAeiten als Wasser. Dicse Kotiz scheiut gaiiz in Vergcssriiht!it gcratlieii zu seTn, wahrschciuliclr n eil die Met hode, deu Tropfun auf Glas hervorzubringc~i,nicht miCjcgeben ist (so Isuguet diefs 2. B. M a r c l i a n d in sein e r Rlit[llcilul1g ubcr Lair1pcns:iure im Phnrm;iceut. Centrnlbloite, No. 36 S.571. v. 5. Sept. 1810), und dnruui
wird hot'feotlich dic RliLtheilung uicht uuiuteressant seyn,
-
1) Vrrgl. S. 130 d i e . Bd. d. A I I I I ~ .
P.
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mie ich den Leidenfrostschen Versuch auf Glas zur Erscbeinung gebracbt babe.
Man fiille cin nicht zu enges, init eiuer Kugel vcrsebenes HaarriJbrchen mit Wasser, Spiritus oder Quecksilber, erhitze iiber eiiier Spirituslamile die Kugel und
balte die Rirhre schriig aufwiirts. Sobald die Fliissigkeit
aus der Kugel getriebeu ist. fallen aus der aufrecbt gebnltenen Rohre aus deu bier condensirten Dainpfen entstaudene Tropfen in die gliihende Kugel zuruck, und
zeigen das Leidenfrost’sche Phanomen. Oefters tanzen
mehre Trilpfchen glcicltzeitig, vereinigen sich aber bald
zu einem Tropfen. So konnte ich das Phlnooien mehre
Minut en hinter einander zur Ersclieinung bringen, iiidem
fortwahrend, sobald ein Tropfen verduiistet war, bald
neue zuriickfielen. Die Uedingung ist also, dafs die Fliissigkeit oicbt, wie es beim Metalle geschiebt, kalt, sondern schon in hbberer Temperatur befindlich auf das gliihende Glas gelangt, iodem sonst das GIas zerspreugt
mird.
Dafs bei der BiIdung des Leidenfrost’scbeu Tropfens durch Wasscr keine Zersetzung stattfindet , davon
ijberzeugtc ich mich hierbei einfach dadurcb, dafs ich
den Versiich mit einer in der Entfernung von einigen
Zolleo, von der Kugel an gerechnet, umgebogenen RUhre
anstellte, so dafs ich die Miindung bequem uoter Wasser bringen konnte. So wurde das Herabfallen der condensirten Dampfe nicht verhiudert. Ich erhielt Iiicrbei
nie, auch nur eine Spur von Gasarten in dem auffangenden Glase.
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auf, des, glasn, bildung, tropfens, leidenfrost, schet
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