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Bromkohlenstoff eine neue Verbindung von Brom und Kohlenstoff und ber die Jodkohlenstoffe.

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1
Jahr(N. (XO.1 0. SO.
Penzance
4 19 1 7
I S. ISW.1 W. I K W .
I S I 1 6 19 I 1 9 I 16 1 16.
V. BrornkohlenstofJ;eine neue Ferbindung C O I L
B r o r n untl Kohkenstoff,uritl iiber die Jotlkohlenstoffe; con Hrn. S e r u l l n s .
(Annul. de clrim. rt dt. plrys.
X X X I X . y . 225.)
AIs
ich die beiden Verbindungen von Jot! untl KohIcnstoff entdeckte +) , naniite ich sie: proto - hydriodure
tint1 per-hydriodure de carhone, \veil icli den Wasserstoff als ehicn ihrer Uestrrndtheile aiisah.
Bei eiuer Untersuchuug dieser Verbindungen hat Hr.
*) Anu. de china.
(dies. Ann.
et
dr phys. X X f L p . 172. urld
Bd. 81. S. 326. und Bd. 85. S. 340.)
xxy. p. 311.
71
M i t s c h e r 1i c h bewiesen , daCs sie keinen Wasserstoff
enhalten *). Seitdem habe ich selbst mich davon fiberzeugt, und gesehen, daCs der von mir gefundene Wasserstoff, dessen Menge ich nur clur~hInduction bestimmt
hatte **), davon abh;ingt, in welcheui Grade der Austrocknung man diese Substanz der Analyse untenvirft.
Diese Verbindungen sind within Jodkohlenstoffe.
In einer spsteren Abhandlung, in welcher ich den
Bromwasserstoffsther , das Broincyan u. s. w. keunen
lehrte ***), fand ich, dafs das Brom in seiner Wirkung
auf deu Jodkohlenstoff im Max. dem Chlor ahnlich sey,
und ich fiitirte an, daCs sich dabei eine fliissige Verbindung bilde , welche der , die ich proto - hydriodure de
carbone genannt hatte, ganz ahiilich sey, ungeachtet sie
Broin statt Jod enthalte. Da ich wegen der geringen
Menge, die mir zu Gebote stand, keine genaue Untersuchtmg mit diesem Kijrper vornchnien konote, so ineinte
ich, derselbe niiifste identisch seyn mit dem, welchen
Hr. B a 1a r d bei Behandlung des Kohlcnwasserstoffs init
Brom erhalten hatte. Als ich aber, durch die Beobachtung des Hrn. R.1i t s c h e r I i c h eines Besseren belelirt,
meiiie Versuchc wiederuin vornahin, fand ich, daCs die
Fliissigkeit, \\ elche bei der Eiuwirkung des Uroins auf den
Jodkohleiistoff im Maxiiuo entsteht , ein neuer aus Eroni
und Kohlenstoff zusammeugesetzter KGrper, ein wirklicher
*) Am. dr chirn. c t tie phyy.. T.X X X v l L p. 84.
Bd. 87. S. 163.)
(aus
dies. Ann.
*-) Ibbid. T . XXIL p. 24. Icli sngte be; der Anolysc mittelst Kupferoxyil: ,.Die 3Ienge dcs gebildeten M’assers hobe icll aiclit
durch die Gewiclrtszonalirne dcr ClilorcalciuIIis, von welclrerrr i c h
dasselbc abrorbircn liefs, bertimmen LBnnrn ; de,sen ungeaclrtet
i s L die V\’arserstoWmcngt: behannt, dirrcll die hrrgabcu, w c l c h e
aus dem jndsauren Snlze liir das Jod. und aus der Kohlensiurs
fur die Kuhlc crlialten wurden.“
”*
1
Ann.
Bd. &5.
IICclrim.
rt
s. m.)
dr phys.
T. XX-YZK
p. 95. ( J i c s .
hi11.11.
72
Bromkohlenstoff sey, der von Hrn. B a l a r d dagegen
ein Bromkohlenwasserstoff.
Dieser Bromkohlenstoff kdnnte, hinsichtlich seiner
physikalischcn Eigenschaften, mit dem Jodkohlenstoff im
Miniino verwechselt werden, was ich auch schon hemerkte, als ich ziim ersten Male die Existenz derselben
anzeigte *). Beide sind unter Wasser, unlnittelbar nach
ihrer Bereitung, von gleichem Ansehen; allein nach einer
gemissen Zeit f&rben sie sich verschiedenartig; der Broinkohlenstoff wird gelbrotli und der Jodkohlenstoff dunkelroth. Beide sind schwerer als Wasser, haben denselben atherartigen , diirchdringenden Geruch , und einen
sehr intensiv siifsen , nachhaltigen , etwas kiihlenden imd
stechenden Geschmack. Sie entfirben sich in einer LSsung von kaustischein Kali, mit welcher man sir: ivaschen
mi&, iim die fremdartigen Siibstanzen zu entfernen , die
sich, in Folgc des zu ihrer Bereitung angewandten Verfahrens, in ihnen befinden.
Fiir den Jodkohlenstoff im Min. besteht diefs Verfahren darin, dafs man Doppelt- Chlorqoeclisilber und
Jodliohle im Max. zii gleichen Theilen recht genau mit
einander mengt und destillirt +*).
Fiir den Bromkohlenstoff aber darin, dafs man eiiien
*) Ann. de chim. et de 'phys. T.XXXIY. p . 97. (dies. Anna!.
Bd. 85. S . 339.)
**) Icli will die Verdienste, welclie Herr Prl i t s c h e r I i cili
sich urn d i e Bereitung des Jodkolllenstn& im Minimo dadurch
e r w a r b , dafs e r Doppelt- Chlort~uecksilber stntt des von mir gebraurliten Clrlorphosplrors nnwnndte , ksineswrges herabaetmn,
nocli die Prioritst derselben in h s p r u c l i nelriuen. Allrin da icli
meine Untersuchungen iiber diesen Gegcnstnnd fortsetzte, fand
icli, fast unmittelbar nach Bekanntruacliung nieiuer hbliandluiig, d a b
mehrere Chlormctnllc, wic L. B. QuecLsilberchlorGr uncl Querksilberehlorid, Chlorblei und Cliloizinii, durch ilire Einwirkui,g
auf den Jodkotilenstoff irn RIax. dieselben Resultate gaben w i e
der Clilorphosphor, den ich wegen seiner zu unbequenlcu A u wendung auch rogleich verliefs.
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Ueberschufs von Brom ( 2 Th.) auf den Jodkohlensfoff
im Max. (1 Th.) schiittet.
Es bildet sich zugleich ein Subbromiire von Jod,
damn keiiiitlich, dafs es auf Zusatz einer Aetzhaliliisiiiig
anfangs vie1 Jod absetzt; wenn man also dttrch eineu hin
langlichen Zusatz von Kali das .Jod nietler aufgcliist hat,
sind in der Fliissigkcit: Broinkohle, jodivasserutolf?;arires,
broii:n.asserstoffsaures uiid jodsaures Kali. Bas lctztcre
Salz findet sicli w g e n seiner geringeu Liisliclikcit iiiit
dein fliissigen Bromkohlenstoff geineiigt. Die Treiinung
beider niufs inaii in eincin 'L'riclrter riiit Hahne frein-illig
\-or sich gelien lasseii, dainit man nicht geniithigt ist,
cine zu grofse Menge Wasser hinzuzufiigen, welclics init
dem jodsauren Kali zugleich aiich vicl Broiiiliolrlciistoff
h e n wiirde, wogegen dieser iiach laiigcr Ruhe clas jodsaure Kali auf seiner Oberflache absetzt, und die ihin
angeliiirige Durclisiclitigkcit anniinmt. I n welcliem Ueberschub inan such dos Broin angen aiidt haben' mag, so
blcibt docli iuiner dcr Broinkohle cine gewisse Mcnge von
entstaiideiiein .Jodkolrlensloff iin Miii. bcigeiuisclit; wenn
man aber dus Product unter schwach init Kali vcrsetzten
W a s s e r stehcn lAst, so zersetzt sich der Jodkohlenstoff
gleiclizeitig iiiit eiii ivciiiij vom Bromkohlenstoff, welclier
wegm seiner griilseren Mcnge endlich. rein zuriickbleibt.
h u c h durch ein sehr inerkwurdiges physikalisches Kennzeicheii unterscheidet sicli der Bromkohlenstoff voin Jodkohlenstoff itn Min, Uer erste, bis zu 0"C. erkiiltet, erstnrrt,
und ist d a m hart und wohl krydallisirt ;dieselbe Eigeiischaft
babe ich auch beim ~romkolrle~i~vasserstoff
gefunden, M elcher bis+6" oder 7" C. starr bleibt, wiibrcnd der Jodhohleiistoff iin Miuimo seiiicn fliissigeu Zustaud bis z u
den niedrigsten Temperaturcii behAt.
Iin Augcnblick,
wann der liroriikolileiistolf wieder fliissig wird, \\as bci
geiviilrnliclier 'I'einperatui. zieirilicli laiigsaiit gescllieht, siellt
ilian, enir itian den fliissigen Theil ausflielstm labt, eiue
blenge ~ollkommeiidurclrsichtiger Kry&lbliittcheu.
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Der Bromkohlenstoff, mittelst eines mit ihm benetzten Payiers uber der Weiugeistflamme erhitzt, giebt gelbrothe Dampfe von Brom.
Der Jodkohlenstoff i. Min. stfirst, bei derselben Probe,
viele violette DSmpfe aus, welche Kleister blau fGrben.
Weder der eine noch der andere brennt init Flamuie;
die Trennung der Elemente geschieht in diesem Fall’e in
Brom oder J o d , und in Kohle oder Kohlenszure.
Der Bromkohlenwasserstoff brennt in dem namlichen
Falle mit einer kleinen griinen Flamine, unter Bildung
von Bromwasserstoff brlure.
.:’
Alle drei, aiif einen gliihenden Porcellanscherben geschiittet, zeigen also Kennzeichen, wodurch sie von einander zu unterscheiden sind.
Der Bromkohleiistoff im Minimo hat gleich dem Jodkohlenstoff im Rliniino keine Einyirkung auf das Wasser, womit er iibergossen wird; nur zerfallcn beide sehr
langsam, und es liudet dabei durch das freiwerdende
J o d oder Brom eiiie Fiirbung statt, wahrend der Kohlenstoff sich wahrscheinlich in einer zugleich erscheinenden
weifsen, flockigen Substanz findet. W e n n man aber eine
Liisung vou kaustischem Kali hinzufugt, so wird das Wasser unter Biltlung von Rromkalium langsam zersetzt, u11d
gleichzeitig ein Gas entwickelt, wahrscheinlich Kohlenosydgas, das aus dein Sauerstoff des Wassers und dem
Kohleiistoff der Bromrcrbindiing gebildet worden ist.
Wenn man eine alkoholische Liisiing YOU Brom mit
einer alkoholischen Liisuiig von Kali veimischt , so wird
die Flussigkcit ziickersufs uiid aroinatisch riechend; eiii
Resultat, welches oline Zweifel vou der Bildung eines
Bronihohlenstoffs abliiiiigt , weil man durch dasselbe Verfahreo .Jodkohleiistoff erh&lt. Ich habe indefs weder durch
Wasser, iioch durcb die geliiideste Destillation irgend
eine Spur desselben abscheideu kiiiineii , welche Concentration ich aiich den Flussiglieiten gab, die auf einander
eiuwirken muisten. Wahrscbeinlieh wird der Bromkoh-
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lenstoff nur in geringer Menge eneugt, und von dem
Wasser, welches man seiner Liisung in Alkohol hinzufiigt, aufgeliist gehalten; denii der Bromkohlenstoff und
der Jodkohlenstoff im Miiiimo siud liislich genug in \V;~Sser, urn diesem einen sehr mcrklicheu siifsen Geschiuacli
zu ertheilen.
A n a 1 J s 1: d e s J o d k o li 1 e n w a s s e r s t o f f s i rn M a x i r u 0.
1. Yersuch. 1 Grin. Jodkohlenstoff im 'Mas. niit
Kupferosyd und Kupferspghnen behandelt, gab, bei 0" C.
und 0'",76:
Kohlenstoff =0,0310 I
Kohleiishre 0,0578 Liter
2. Versuch. 1 Grm gab:
Kohlenskiure 0,03869 Liter Kohlenstoff =0,03191
Sumine des Kohlenstoffs in beiden Versucheu.
=0,06255.
Der Kickstand bei beidcn Versuchen wurde mit
Kaliwasser genaschen, bis alles ausgezogen war. 1)as
Waschwasser, bis zu einem Sewissen Punkte eingedainpft,
gab, mit salyetersaurem Silber und Salpetersiiure:
Jodsilber 3,396 Grm., also J o d =1,SOO
Nach diesen Resultaten muCs nian annehmen, dai's
der Jodbohleiistoff im Max. aus 3 Atolnen Jot1 und 2 At.
Kohlenstoff besteht, weil man, in dieser Amahme, bei
beideu Versuchen gehabt haben wiirde:
Kohlenstoff
Jodsilber
. .
,
. . . . .
3,650 Gnn.
= Jod
0,0625
1,9375
= 2 htoineu
=3
Atouien
1,0000.
Der Jodkoblenstoff im Min. wiirde , nncli gleiclien
mit ilim vorgenommenen Versuchen, bestehen aus :
Jod
0,993'29 = 1 ,\torn
0,00-162 = 1 Atom.
Kohleustoff
Die Xnalogie , welche zwischen deu Vcrbindungen
dcs Chlors , Broius und Jods stattfiiidet, ist besonders
mcrliwurdig bei den \-erbiuduiigen dieser Kijrpw mit
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Koblenwasserstoff und Kohlenstoff. Wir kennen namlich:
1. Drei Aetherarten, welche, naci Hrn. C h e v r e u l ,
als ch!orwasserstoffsaurer, bromwasserstoffsaurer und jodwasserstoffsaurer Kohlenwasserstoff angesehen werden.
2. Chlor und KohlenstofJ Zwei Chlorkohlenstoffe"),
einen starren und eincn fliissigen, beide von arolnatischeinY
calnpherartigein Geruch.
3. B r o m -und KohZenstoJJ
Bis jetzt nur einen
einzigen Bromkolilenstoff , der fliissig ist , einen durchdringenden atherischen Geruch besitzt, bei Oo C. erstarrt,
und sefzr suss schmeckt.
4. Jod und Kohlenstofi Zmei Jodkohlenstoffe,
einen starrcn krystallisirenden, von aromatischeln starkem
safranartigen Geruch, und eirien fliissigen, von durchdringendem atherischen Geruch, beide yon siissem Geschmack.
5. ChZor und KohZenwasserstoJX Einen fliissigen,
ltherisch riechenden, si~ssschmeckenden Chlorkohlenwasserstoff.
6. Brom und KohZenwasserstofJ
Einen fliissigen,
bei + 7 O C. errstarrenden, sehr angenehm riechenden,
sehr siissen Broiiikohlcnwasserstoff.
7. Jod und Kohlenwasserstoff: Hm. F a r a d a y7s
Jodkohlenwasserstoff, starr, krystallisirend, aromatisch riechend, siifs schmeckend.
Ich habe in dieser Liste die aus der Wirkung des
Chlors auf den Alkohol eutspringeiiden Verbindungen
nicht aufgezShlt, weil sie noch nicht genau genug bekannt sind.
.) Abgerechriet den, welrhen J u l i n einmal zufillig erlialten
that,
gleicLf~lIs starr ist, und nach k ' a r a d a y und P h i l l i p s untcr
allen am wenigsten Chlor entlralt.
P.
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